Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg!
Hier folgt ein Artikel..
Der Tierversuch in der Diabetes-Forschung - genauer betrachtet!
In Informationsbroschüren der Pharmaindustrie oder bei Diskussionen zum Thema Tierversuch wird auffällig oft das Beispiel »Diabetes mellitus« bemüht, um vermeintliche medizinische Fortschritte durch Tierversuche zu benennen. Eine genauere Darlegung, wie und wann nun im einzelnen bestimmte Tierversuche angeblich zu verwertbaren Ergebnissen für die Humanmedizin geführt haben, bleibt aus. Bestenfalls erinnert sich noch der eine oder andere an zwei Kanadier, die „Helden“ der so genannten „Insulin-Story“, die auch irgendwie Experimente mit Hunden durchgeführt haben…
Das ist aber doch viel zu wenig, um behaupten zu können, Diabetiker hätten Tierversuchen ihr Leben zu verdanken bzw. die Erfolge der Diabetesforschung würden auf Tierversuchen basieren!
Mit der hier vorliegenden Ausarbeitung soll folgendes genauer aufgezeigt werden:
- Der zeitliche Umfang und die Komplexität der Erforschung des Diabetes mellitus und
- Die ernüchternde (bis hinderliche) Rolle, die der Tierversuch in diesem Zusammenhang spielte.
Der erste Teil zeigt die Erkenntnisse auf, die letztlich zur Lösung des Rätsels Diabetes führten. Da die Auflistung chronologisch nach geschichtlichen Daten erfolgt, erscheinen die inhaltlichen Bereiche natürlich etwas verstreut. Die Diabetes-Geschichte ist aber auch ein großes Mosaik, das sich aus vielen verschiedenen Steinchen zusammensetzt.
Die Geschichte der Erforschung und Behandlung des Diabetes mellitus im Überblick
1550 v.Chr.
Papyrus Ebers (Ägypten):
- Beschreibung des Krankheitsbildes.
- Symptom des »übermäßigen Harnflusses« bereits bekannt.
- Haferschleimdiät als Therapie.
3. Jahrhundert v.Chr.
Altindische Sanskritmedizin:
- Symptomatik der Ketonkörperbildung und des Diabetischen Komas beschrieben.
- Zucker im Urin als Symptom bekannt („Zuckerharnruhr“ und „Honigharn“ als Krankheitsbezeichnung).
- Demetrius v. Apamaia nennt die Krankheit „Diabetes“.
81-138 n.Chr.
Aretaios v. Kappadokien liefert ausgezeichnete Krankheitsschilderungen:
- Hauptsymptome beschrieben.
- Diätvorschriften
Um 1520
Paracelsus (1493-1541) lenkt Augenmerk auf Stoffwechsel:
- Erhält beim Eindampfen von Urin (Zucker-)Rückstände, die er »Salze« nennt.
- Vermutete, dass diese auch im Blut vorhanden sind.
- Der bis zu dem Zeitpunkt in Europa vorherrschende Glaube an die Lehren des Arztes Galen, Diabetes sei eine Nierenschwäche, wurde hier zum erstenmal angezweifelt.
Um 1540
Guillaume Rondelet (1507-1566) weist auf erbliche Komponente des Diabetes hin.
1674
Thomas Willis (1622-1675) »entdeckt« als erster Europäer den (durch Zucker hervorgerufenen) süßen Geschmack des Diabetiker-Urins.
1711
Valentini stellt fest, dass der (durch Ketonkörper hervorgerufene) Urin- und Körpergeruch des Diabetikers identisch sind.
1767
Der französische Pathologe Joseph Lieutand (1703-1780) stellt bei Sektionen von Diabetikern Veränderungen der Bauchspeicheldrüsen fest.
1775
Der französische Arzt Théophile de Bordeu (1722-1776) vermutet, dass Organe auch Stoffe direkt in das Blut abgeben können. (Anfänge der Hormonforschung)
1776
Der Liverpooler Arzt Matthew Dobson (1735-1784) experimentiert mit Diabetiker-Urin und -Blut:
- Gewann Zucker aus den Flüssigkeiten.
- Führte die Vergärung des Urins als diagnostische Methode ein.
- Erkannte, dass der Zucker aus dem Blut in den Urin gelangt.
- Erkannte ebenfalls, dass auch gesunde Menschen Zucker im Blut haben (nur entsprechend weniger).
1780
Francis Home (1719-1813) entwickelt Gärungsprobe weiter.Thomas Cawley findet bei Sektion eines im Koma gestorbenen Diabetikers Pankreassteine (Pankreas = Bauchspeicheldrüse).
1802
Blutzuckerbestimmung durch Nicolas und Gueudeville.
1833
Richard Bright (1789-1858) vermutet aufgrund von Sektionsbefunden direkten Zusammenhang zwischen Pankreasveränderungen und Diabetes.
Der amerikanische Militärarzt William Beaumont beschreibt die Funktion der Bauchspeicheldrüse bei der Verdauung und vermutet ebenfalls auch eine hormonelle Funktion dieses Organs.
1838
Chemisch fundierte Bestätigung der Identität von Harn- und Traubenzucker durch A. Bouchardat (1806-1886) und Eugène Melchior Péligot (1811-1890).
1842
William Prout (1785-1850) machte Beobachtungen wie später Kußmaul (s.u.).
1852
Der französische Apotheker, Hygieniker und Chemiker A. Bouchardat (s.o.) postuliert enge Beziehung von Pankreaserkrankungen zum Diabetes.
1857
Petters weist Aceton im Urin nach.
1861/1862
Theodor Friedrichs (1819-1885) und George Hardley (1829-1896) finden Pankreaszysten und -abszesse bei Diabetikern.
1864
Jos. Alexander Fles (1819-1905) findet bei Sektion eines Diabetikers eine Pankreasschrumpfung und führt die Krankheit darauf zurück. Therapieversuche mit oral zugeführtem Pankreas.
Friedrich Daniel v. Recklinghausen (1833-1910) und T. A. Hartsen berichten über zwei Fälle von Diabetes mit Pankreasverfettung.
1869
Paul Langerhans (1847-1888) schreibt Doktorarbeit über die mikroskopische Anatomie des Pankreas: Beschreibt u.a. die (Insulin produzierenden) Inselzellen, die später auch nach ihm benannt werden, kann sich aber ihre Funktion noch nicht erklären.
1870
Edwin Klebs (1834-1913) und Herrmann Munk (1839-1912) beobachten einen Fall von Diabetes, bei dem kein Pankreasgewebe mehr vorhanden war.
1873
Alexander Sylver und Erich Harnack (1852-1915) beobachten ebenfalls Pankreasveränderungen bei Diabetikern.
1874
Adolf Kußmaul (1822-1902) beobachtet am Krankenbett die Atmung des Diabetikers im Endstadium (Diabetisches Koma), beschreibt diesen Atmungstyp und führt ihn auf die Blutübersäuerung zurück: Dieser Atmungstyp wird daher auch „Kussmaul-Atmung“ genannt.
1875
Nikolaus Friederich (1835-1882) publiziert Fälle von Diabetes mit Pankreasveränderungen.
1877
Lancéreaux prägt den Begriff „Diabète pancréatique“.
1879
Hermann Senator (1834-1911) meldet Sektionsbefunde mit Pankreasveränderungen.
Lapière meldet 65 Fälle von Diabetes mit Pankreasveränderungen.
1881
Der Arzt Leopold Baumel vertritt die Ansicht, dass jeder Diabetes auf Pankreasveränderungen zurückzuführen ist.
1884
Frerichs weist ebenfalls 12 Sektionsbefunde vor, die o.g. These untermauern.
1885
Max Einhorn (1862-1953) entwickelt das noch heute gebräuchliche Gärungssaccharometer für Urin-Diagnostik.
1893
Edouard Laguesse (1861-1927) benannte die Inselzellen des Pankreas nach ihrem Erstbeschreiber Langerhans und vermutete, dass diese ein Hormon erzeugen.Joseph Seegen (1822-1904)
Sektionsbefunde wie oben.Fernando Battistini (1867-1929) injizierte zwei Diabetikern einen Pankreasextrakt und konnte eine Besserung erzielen.
1894
David Hansemann (1858-1920) berichtet, dass eine Schrumpfung des Pankreas zu Diabetes führte: Er beschreibt 40 ähnliche Fälle.
1895
Christian Dieckhoff beschreibt 53 Fälle von Diabetes mit Fehlen oder Verringerung der Inselzellen.
1898
Naunyn prägt den Begriff »Azidose« für die Blutübersäuerung und macht diese für das diabetische Koma verantwortlich.
1899
Vincenco Diamare (1872-1960) erkannte zwei Zelltypen der Inselzellen. Diese wurden später A- und B-Zellen genannt.
1901/1902
Weitere Sektionsbefunde, die keinen Zweifel mehr an der Richtigkeit der „Pankreastheorie“ („Diabète pancréatique“) zuließen.
Michel Gentes (1872-1921) widerlegt die These, dass die Inselzellen lymphatisch sein. Er beobachtete Fälle von Leukämie, bei denen die Inselzellen unversehrt blieben.
1907
Franz Knoop (1875-1946) weist Beta-Oxydation der Fettsäuren nach. Die Acetonkörper im Diabetiker-Blut wurden somit als Resultat eines gestörten Energiestoffwechsels erkannt.
1908
Prof. Georg Ludwig Zülzer (1870-1949) führte Behandlungsversuche mit Injektionen von Pankreasextrakten bei Patienten durch: Der Blutzuckerspiegel sank zwar, aber der Extrakt enthielt noch zu viele Verunreinigungen, so dass es zu Zwischenfällen kam. Zülzer musste seine Arbeit aufgeben.
1909
Der Belgier Jean de Meyer prägt den Namen „Insulin“ für den vom Pankreas produzierten Stoff, den Diabetiker für die Regulierung des Zuckerhaushalts benötigen, und vermutete, dass Insulin ein Hormon ist.
1921
Dem kanadischen Arzt Frederick Grant Banting (1891-1941) und seinem Landsmann, dem Physiologie- und Biochemie-Student Charles Herbert Best (geb.1899) gelang es, aus Pankreasgewebe durch Alkoholauszug einen gereinigten Extrakt zu gewinnen (das so genanntes „Toronto-Verfahren“):
- Die Verträglichkeit dieser kleinen Chargen testeten die Forscher im Selbstversuch.
- Die Wirksamkeit der Extrakte wurde an einem diabetischen Kollegen, dem Arzt Dr. Gilchrist, geprüft.
1942
Bei der Sulfonamid-Behandlung von Thyphus - Patienten wird zufällig entdeckt, dass als Nebenwirkung eine Unterzuckerung auftritt.
1955
Selbstversuche mit Sulfonamiden durch Prof. Hans Franke (1909-1955) und Dr. Joachim Fuchs:
Es war wiederum das Symptom Unterzuckerung festzustellen.
Dies war der Anfang der oralen Therapie-Möglichkeit des Diabetes Typ 2 mit Sulfonamiden.
Tierversuche in der Diabetesforschung
1682
Der Schweizer Arzt und Physiologe Johann Conrad Brunner (1653-1727) führt so genannte „Extirpationsversuche“ mit einem Hund durch:
- Er schneidet dem Tier (ohne Narkose!) einen Großteil des Pankreas heraus und beobachtet an den folgenden Tagen, welche Symptome auftreten.
- Tatsächlich zeigt der Hund alle drei Hauptsymptome des Diabetes (viel Wasser lassen, Durst und Heißhunger).
- Brunner beschreibt diese Symptome ganz ausführlich in seinem Versuchsprotokoll, ohne zu merken, dass er das Krankheitsbild des Diabetes beschreibt!
- Brunners fatale Schlussfolgerung: Die Bauchspeicheldrüse hat keine Funktion!
1849
Der französische Physiologe Claude Bernard (1813-1878) löste bei Versuchstieren durch Nadelstiche in das Gehirn eine vorübergehende Zuckerausscheidung über die Nieren aus:
- Damit glaubte er bewiesen zu haben, dass der Sitz des Diabetes das die Blutgefäße versorgenden Nervensystems sei und verbreitete die These von der „Diabète nerveuse“ (auch „Angioneurotischer Diabetes“ genannt).
- Noch bis zur Jahrhundertwende haben die Anhänger Bernards an dieser Irrlehre festgehalten und verzögerten damit den Durchbruch der richtigen Theorie vom „Pankreas-Diabetes“!
1889
Joseph v. Mehring (1845-1908) und Oscar Minkowski (1858-1931) führten ebenfalls Extirpationsversuche an Tieren durch:
- Diese Versuche waren aber nur eine Bestätigung für die längst durch klinische Beobachtung gewonnene Erkenntnis, dass der Sitz der Krankheit im Pankreas ist.
Um 1920
Die Kanadier Banting und Best demonstrierten an der Hündin „Marjorie“, dass bei fehlenden Inselzellen eine Insulintherapie den Blutzuckerspiegel im Lot hält.
- Auch das war keine neue Erkenntnis, sondern lediglich ein Beweis für die Richtigkeit Prof. Zülzers Vorstellungen von einer geeigneten Therapie.
Zusammenfassung und Bewertung der Fakten
Alle brauchbaren Erkenntnisse, die den „roten Faden“ in der Diabetes-Geschichte von der Antike bis in unser Jahrhundert bilden, basieren auf tierversuchsfreien Methoden!
Tierexperimente haben
- zu keiner neuen Erkenntnis geführt,
- Bestenfalls eine auf anderem Wege gewonnene Erkenntnis in ihrer Reproduzierbarkeit gezeigt, und
- insgesamt gesehen der Diabetesforschung eher geschadet als genützt, da sie Anlass zu falschen Theorien gaben.
Hätte man Experimentatoren wie Brunner und Bernard bis heute geglaubt, gäbe es noch immer nicht die Insulintherapie!
Die Behauptung von Tierversuchsbefürwortern, Tierversuche hätten die entscheidende Rolle bei der Entdeckung des Insulins gespielt, entspricht nicht den Tatsachen.
Banting und Best sind nicht
- die einzigen Diabetesforscher, die es je gab,
- die Entdecker des Insulins und dessen Wirkung
- sondern sie haben lediglich auf die über Jahrtausende mühselig zusammengetragenen Erkenntnisse unzähliger Vorgänger das „i-Tüpfelchen“ gesetzt; indem sie das geeignete Extraktionsverfahren, welches Insulin in gereinigter Form herstellbar machte, entwickelten.
Dr. med. vet. Cristeta Brause
20.05.2004
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Dokument 1
Titel: Schichtspezifische kortikale Dynamik beim Übergang von Fehlerüberwachung zur Entscheidungsausführung beim UmkehrlernenHintergrund: Messung von Hirnströmen bei Gerbils während Entscheidungsprozessen.
Tiere: 9 Gerbils
Jahr: 2025
Versuchsbeschreibung: Laut Autoren wurden die Versuche von der „Ethikkommission“ des Landes Sachsen-Anhalt genehmigt. Eine „Ethikkommission“ ist aber nicht für die Genehmigung von Tierversuchen zuständig.
Die männlichen Wüstenrennmäuse (Meriones unguiculatus) stammen aus der hauseigenen Zuchtkolonie. Die Tiere bekommen ein Narkosemittel in die Bauchhöhle gespritzt und die Schädelhaut wird auf der Oberseite des Kopfes aufgeschnitten. Über eine im Bereich der Nasenwurzel auf dem Knochen festgeklebte Schraubenmutter wird der Kopf fixiert. Auf der rechten Kopfseite wird ein Loch von 1 mm Durchmesser in den Schädelknochen gebohrt. Darüber wird eine Elektrode in einen bestimmten, am Hören beteiligten Bereich des Gehirns geschoben. Anschließend wird das Loch mit Kleber verschlossen und die Elektrode ebenfalls mit Kleber am Knochen fixiert. Auf der linken Schädelhälfte wird ein weiteres Loch für den Referenzdraht gebohrt, der ebenfalls mit Kleber fixiert wird. Nach der Operation bekommen die Gerbils für 2 Tage ein Schmerzmittel und dürfen sich für mindestens 3 Tage „erholen“.
Um den richtigen Sitz der Elektroden zu überprüfen, werden die Tiere in eine schallisolierte Kammer gesetzt. Aus einem 1 m entfernten Lautsprecher werden verschiedene Töne mit 70 dB Lautstärke abgespielt. Das ist vergleichbar mit einem Staubsauger. Gleichzeitig wird über die Elektroden die Hirnaktivität gemessen.
Die eigentlichen Versuche erfolgen in einer sogenannten Shuttle-Box. Diese besteht aus einem Kasten mit Gitterboden, der über eine Hürde von 3 cm in zwei Abteile unterteilt ist. An beiden Seiten der Box befinden sich Lautsprecher. Die Tiere werden in die Box gesetzt und darauf trainiert, dass auf einen bestimmten Ton (CS+) über den Gitterboden des aktuellen Abteils ein elektrischer Schock erfolgt. Um diesen zu entgehen, müssen die Tiere innerhalb von 6 Sekunden über die Hürde in das andere Abteil springen. Ertönt ein anderer Ton (CS-), sollen die Tiere im Abteil verbleiben, um dem elektrischen Schock im anderen Abteil zu entgehen. Diese Trainingsphase dauert insgesamt 6 Wochen, in denen die Tiere täglich 2 Mal im Abstand von mindestens 5 Stunden „trainiert“ werden.
In einer zweiten Versuchsreihe werden über einen Zeitraum von 4 Wochen die vorher aufgestellten Regeln wöchentlich gewechselt. Das bedeutet, der „sichere“ Ton wird zum „Gefahren-Ton“ und umgekehrt. Während der ebenfalls zweimal täglich stattfindenden Sitzungen dieser Versuchsreihe werden die im Gehirn der Gerbils implantierten Elektroden über ein Kabel mit Messgeräten verbunden, um die Aktivität der Hirnnerven zu messen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.
Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Bereich: Hirnforschung, Neurobiologie
Originaltitel: Layer-specific cortical dynamics during transitions from error monitoring to decision execution in reversal learning
Autoren: E. Acun (1), M. Zempeltzi (1, 4), K. E. Deane (1,5), M. Deliano (1), V. Kannan (1, 6), F. W. Ohl (1, 2), M. F. K. Happel (1, 3)*
Institute: (1) Leibniz-Institut für Neurobiologie, Brenneckestraße 6, 39118 Magdeburg, (2) Institut für Biologie, Fakultät für Naturwissenschaften, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, (3) MSB Medical School Berlin, Fakultät Medizin, Berlin, (4) Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Magdeburg, (5) University of California Riverside, Riverside, USA, (6) Ludwig-Maximilians-Universität, Fakultät für Biologie, München
Zeitschrift: Communications Biology 2025; 9:69
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5853
Dokument 2
Titel: Verhaltensbezogene visuelle Aktivierungen im auditiven Kortex von nicht-menschlichen PrimatenHintergrund: Für Affen wird untersucht, ob und wie Lichtreize die Aktivität im eigentlich für das Hören zuständigen Gehirnareal beeinflussen und welche Rolle diese Aktivierung für das Verhalten der Tiere bei der Aufgabenbewältigung spielt.
Tiere: 2 Affen (Javaneraffen)
Jahr: 2024
Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Genehmigungsbehörde des Landes Sachsen-Anhalt genehmigt, eine Genehmigungsnummer wird nicht genannt. Es werden zwei Javaneraffen (Macaca fascicularis) mit den Bezeichnungen C und L verwendet. Den Tieren werden operativ auf nicht näher beschriebene Weise ein Kopfhalter sowie zwei Messkammern über dem Schädel implantiert. Üblicherweise wird der Kopfhalter am Schädel festgeschraubt. Zur Befestigung der Messkammern werden ebenfalls ein bis mehrere Löcher in den Schädel gebohrt, so dass später während der Versuche über diese Löcher Elektroden ins Gehirn gestochen werden können.
In den Experimenten werden die Tiere in einem Primatenstuhl sitzend mit Hilfe des Kopfhalters fixiert und sie müssen vier verschiedene visuelle oder akustische Aufgaben lösen. Ein Durchgang startet mit dem Aufleuchten von zwei LED-Lichtern, die links und rechts vor dem Affen angebracht sind. Der Affe muss daraufhin innerhalb von 4 Sekunden einen Hebel greifen und diesen festhalten. Nach 1,5 Sekunden werden zwei kurze Töne (S1 und S2) vorgespielt, die durch eine Pause getrennt sind. Je nach Aufgabe und Tonfolge muss der Affe den Hebel loslassen („Go“-Reaktion) oder weiter festhalten („NoGo“-Reaktion), um eine „Belohnung“ in Form von etwas Wasser zu erhalten. Damit die Tiere bei den Versuchen mitmachen, erhalten sie üblicherweise außerhalb des Versuchsraums keine Flüssigkeit, so dass sie durch Durst gezwungen werden, sich die benötigte Flüssigkeit in den Versuchen „zu verdienen“.
Die Studie gliedert sich in zwei Teile mit unterschiedlichen Regeln, die durch die Farbe und Position der LEDs angezeigt werden: In Teil I (Gedächtnisaufgaben) gelten Regeln basierend auf Tonfrequenzen (z. B. rot/links für 1 kHz, grün/rechts für 3 kHz). In Teil II muss entweder die Gleichheit von Tönen erkannt oder auf ein Rauschsignal reagiert werden.
Während der Aufgaben wird die Aktivität der Gehirnnerven über Elektroden, die über die Messkammern in bestimmte Bereiche des Gehirns geschoben wurden, gemessen. Gleichzeitig werden die Augenbewegungen der Affen mit einer Kamera aufgezeichnet. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt. Es ist davon auszugehen, dass sie in weiteren Versuchen eingesetzt werden.
Die Arbeit wurde durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Bereich: Hirnforschung, Neurobiologie
Originaltitel: Behavior-related visual activations in the auditory cortex of nonhuman primates
Autoren: Ying Huang (1)*, Michael Brosch (1, 2)
Institute: (1) Forschungsgruppe Vergleichende Neurowissenschaften, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Brenneckestraße 6, 39118 Magdeburg, (2) Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg
Zeitschrift: Progress in Neurobiology 2024; 240: 102637
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5852
Dokument 3
Titel: Pränatale Entzündungen verschlimmern durch Hyperoxie verursachte Hirnschäden bei NeugeborenenHintergrund: Frühchen haben ein hohes Risiko eine Schädigung der weißen Hirnsubstanz zu entwickeln. Hier sollen mögliche Ursachen dafür an Ratten untersucht werden.
Tiere: 126 Ratten (ca.)
Jahr: 2025
Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen genehmigt. Eine Genehmigungsnummer wird nicht genannt.
Es werden 94 Rattenbabys verwendet sowie ca. 32 Rattenmütter. Die Tiere stammen aus der hauseigenen Zucht. Eine Gruppe von schwangeren Ratten erhält am 20. Schwangerschaftstag LPS in die Bauchhöhle injiziert. LPS sind Bestandteile aus der Wand von E.coli-Bakterien, die zu einer Entzündung im Körper führen. Eine zweite Gruppe schwangere Ratten erhält stattdessen eine wirkungslose Kochsalzlösung injiziert. Die Tiere werden täglich bis zwei Tage nach der Niederkunft gewogen, auch die Rattenbabys werden vom ersten Lebenstag an täglich gewogen.
Ab dem 3. Lebenstag werden einige Mütter aus jeder Gruppe mit ihren Babys für 48 Stunden in einer Kammer gehalten, in die Luft mit 80 % Sauerstoff eingeleitet wird. Die anderen Tiere atmen während dieser Zeit normale Luft mit 21 % Sauerstoff. Unmittelbar nach den 48 Stunden und am 11. Lebenstag wird jeweils ein Teil der Rattenbabys getötet. Dazu werden die Tiere anästhesiert und es erfolgt eine Injektion einer eiskalten Flüssigkeit in das schlagende Herz. Das Blut des Tieres wird durch die Flüssigkeit ausgetauscht, wodurch das Tier stirbt. Das Gehirn wird herausgeschnitten und untersucht. Das Schicksal der Rattenmütter wird nicht erwähnt.
Die Arbeit wurde unterstützt durch den Hermann-Seippel-Preis – Deutscher Forschungspreis für Kinderheilkunde, die Graute-Oppermann-Stiftung und die Europäische Union.
Bereich: Neugeborenheilkunde, Kinderheilkunde
Originaltitel: Prenatal inflammation exacerbates hyperoxia induced neonatal brain injury
Autoren: Meray Serdar, Kay-Anja Walther, Markus Gallert, Karina Kempe, Stefanie Obst, Nicole Labusek, Ralf Herrmann, Josephine Herz, Ursula Felderhoff-Müser*, Ivo Bendix*
Institute: Klinik für Kinderheilkunde I, Neonatologie und Experimentelle Perinatale Neurowissenschaften, Zentrum für Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften (C-TNBS), Universitätsmedizin Essen, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45147 Essen
Zeitschrift: Journal of Neuroinflammation 2025; 22: 57
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5851
Dokument 4
Titel: Ein neuartiges Modell zur gleichzeitigen Bewertung von durch Überversorgung mit Sauerstoff verursachten Hirn- und Lungenschäden bei neugeborenen RattenHintergrund: Frühchen werden üblicherweise mit übermäßigem Sauerstoff behandelt. Hier soll ein „Tiermodell“ entwickelt werden, um Lungen- und Nervenschäden durch übermäßige Sauerstoff-Behandlung bei neugeborenen Ratten zu untersuchen.
Tiere: 26 Ratten (mehr als)
Jahr: 2025
Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen unter der Nummer G1772/20 genehmigt. Die Herkunft der Ratten wird nicht genannt. Die Versuche finden an der Universitätsmedizin Essen statt.
Es werden 26 Rattenbabys verwendet sowie eine nicht genannte Anzahl Rattenmütter. 13 zwei Tage alte Rattenbabys werden mit ihren Müttern 7 Tage lang in Kammern gehalten, in die Luft mit 80 % Sauerstoff eingeleitet wird. 13 gleichaltrige Jungtiere atmen in dieser Zeit Luft mit normalem Sauerstoffgehalt von 21 %. Die stillenden Mütter werden täglich zwischen dem hohen Sauerstoffgehalt und normaler Luft gewechselt, um Sauerstoffstress bei ihnen zu vermeiden. Wie genau und ob sie dabei von ihren Jungen getrennt werden, wird nicht beschrieben. Die Jungtiere werden täglich gewogen. Im Alter von 11 Tagen werden die Jungtiere durch eine Injektion in Narkose versetzt. Der rechte Lungenlappen wird abgebunden und herausgeschnitten. Über die Luftröhre wird 5 Minuten lang unter Druck eine fixierende Lösung (Paraformaldehyd) in den linken Lungenlappen gepresst. Gleichzeitig wird eiskalte Kochsalzlösung in das Herz injiziert, so dass sich diese über den Blutkreislauf im Körper verteilt. Dadurch sterben die Tiere. Das Schicksal der Mütter wird nicht erwähnt.
Die Arbeit wurde unterstützt durch den Hermann-Seippel-Preis – Deutscher Forschungspreis für Kinderheilkunde, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.
Bereich: Neugeborenheilkunde, Kinderheilkunde
Originaltitel: A novel model for simultaneous evaluation of hyperoxia-mediated brain and lung injury in neonatal rats
Autoren: Stefanie Obst (1), Meray Serdar (1), Josephine Herz (1), Karina Kempe (1), Meriem Assili (1), Mandana Rizazad (1), Dharmesh Hirani (2,3), Miguel A. Alejandre Alcazar (2,3,4), Stefanie Endesfelder (5), Marius A. Möbius (6,7), Mario Rüdiger (6,7), Ursula Felderhoff-Müser (1), Ivo Bendix (1)*
Institute: (1) Klinik für Kinderheilkunde I, Neonatologie und Experimentelle Perinatale Neurowissenschaften, Zentrum für Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften (C-TNBS), Universitätsmedizin Essen, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45147 Essen, (2) Institut für Lungengesundheit (ILH), Cardiopulmonary Institute (CPI), Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung, Universität Gießen, Universities of Gießen and Marburg Lung Center (UGMLC), Gießen, (3) Translationale Experimentelle Pädiatrie, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universität zu Köln, Köln, (4) Cologne Excellence Cluster for Stress Responses in Ageing-Associated Diseases (CECAD) und Zentrum für Molekulare Medizin Köln (ZMMK), Universität zu Köln, Köln, (5) Klinik für Neonatologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin (6) Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum, Technische Universität Dresden, Dresden, (7) Sächsisches Zentrum für Feto-Neonatale Gesundheit, Universitätsklinikum, Technische Universität Dresden, Dresden
Zeitschrift: Cells 2025; 14: 443
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5850
Dokument 5
Titel: Mütterliche Immunität und Afrikanisches Schweinepestvirus: Verständnis der Grenzen des passiven SchutzesHintergrund: Es soll untersucht werden, ob Antikörper, die Ferkel über die Muttermilch von Afrikanische Schweinepest-überlebenden Sauen aufnehmen, vor einer Infektion mit einem tödlichen Virusstamm schützen.
Tiere: 85 Schweine
Jahr: 2025
Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF M-V) unter der Nr. 7221.3-1-011/23 genehmigt. Die Schweine (12 Sauen und 2 Eber) stammen von einer kommerziellen Schweinezuchtanlage.
Alle Sauen werden mit Ohrmarken versehen und ihnen wird auf nicht näher beschriebene Weise Blut genommen. Zunächst werden 10 Sauen (Versuch 1) mit dem Stamm „Estonia2014“ der Afrikanischen Schweinepest infiziert. Dafür bekommen sie in jedes Nasenloch 2 ml einer virushaltigen Lösung geträufelt und 6 ml in den Mund gespritzt. Bei der Lösung handelt es sich um eine Suspension, die aus Milzen von im Rahmen von früheren Versuchen infizierten Schweinen hergestellt wurde. 2 Sauen werden räumlich getrennt gehalten und dienen als Kontrolltiere. In den folgenden Tagen erfolgt bei den infizierten Tieren eine tägliche Temperaturmessung über den Anus. 7 Tage nach der Infektion wird den Schweinen auf nicht näher beschriebene Weise Blut entnommen. Die infizierten Sauen entwickeln klinische Symptome wie Fieber, Appetitlosigkeit, Lähmungen, Krämpfe, erschwerte Atmung oder Hautblutungen. Die Symptome werden nach einem Punkteschema bewertet. Tiere, die eine bestimmte Punktzahl erreichen, werden unter tiefer Narkose mit dem Tötungsmittel Pentobarbital oder durch Entbluten getötet. Blutproben und verschiedene Organe wie Gehirn, Knochenmark, Milz und Lymphknoten werden für weitere Untersuchungen entnommen.
Nur 3 der 10 Schweine überleben bis zum 24. Tag nach der Infektion. Diese werden mit 10 weiteren, gesunden Schweinen vergesellschaften (Versuch 2). 7 Tage nach der Vergesellschaftung wird den neu infizierten auf nicht näher beschriebene Weise Blut abgenommen. Innerhalb von wenigen Tagen zeigen die neu infizierten Sauen ebenfalls Symptome einer Infektion, die nach einem Punkteschema bewertet werden. Von den 10 Schweine, die vergesellschaftet wurden, überleben nur 2 Sauen.
Den 5 überlebenden Sauen sowie die 2 Kontroll-Sauen werden 80 Tage nach der Infektion (Versuch 2) Blutproben entnommen. Im Anschluss werden sie hormonell synchronisiert. Dafür erfolgt zunächst 18 Tage lang eine nicht näher beschriebene orale Gabe eines Hormons. Das heißt, es wird entweder über das Futter oder Wasser verabreicht oder über einen Schlauch direkt in den Magen eingegeben. An den folgenden zwei Tagen bekommen die Tiere jeweils ein Hormon in einen Muskel gespritzt. Während der nächsten Tage werden 2 x täglich zwei Eber zu den Sauen geführt, um die Bereitschaft zur künstlichen Befruchtung zu beurteilen. Jede Sau wird, sobald dies der Fall ist, mindestens 2 x mit kommerziell erworbenen Ebersamen künstlich befruchtet. Dafür wird üblicherweise ein flexibler Katheter über die Scheide bis zur Gebärmutter geschoben. 30-35 Tagen nach der künstlichen Befruchtung wird die Schwangerschaft mittels Ultraschall bestätigt. Eine der Kontroll-Sauen ist nicht schwanger, eine Sau aus Versuch 2 verliert ihre Embryos nach 99 Tagen.
Alle 61 geborenen Ferkel erhalten am 3. Lebenstag eine Ohrmarke und bekommen ein Eisenpräparat unter die Haut gespritzt. 5 der 12 Ferkel von der Kontroll-Sau bekommen am 5. Lebenstag Immunglobuline, die aus Blutproben von Ferkeln eines vorherigen Versuches gewonnen wurden (Genehmigungsnummer 7221.3-1.1-004/20), in die Bauchhöhle gespritzt.
Am 7. Lebenstag werden alle 12 Ferkel der Kontroll-Sau sowie 27 Ferkel von genesenen Sauen mit dem Stamm „Armenia2008“ der Afrikanischen Schweinepest infiziert. Dafür bekommen sie in jedes Nasenloch 0,5 ml einer virushaltigen Milz-Flüssigkeits-Mischung geträufelt und 1 ml in den Mund gespritzt. Die klinischen Symptome werden mit einem Punkteschema erfasst. Alle Tiere entwickeln hohes Fieber und klinische Symptome wie Appetitlosigkeit, Hautblutungen und Durchfall. 4 Ferkel werden aufgrund der Schwere der Symptome am 4. Tag nach der Infektion auf nicht näher beschriebene Weise getötet. Die restlichen Ferkel werden 6-9 Tage nach der Infektion ebenfalls getötet, Blutproben werden genommen und verschiedene Organe für weitere Untersuchungen entnommen. Die Mütter, deren Ferkel infiziert wurden, werden im ebenfalls getötet.
Von den Ferkeln, die nicht infiziert worden sind, werden innerhalb von 60 Tagen 8-9 x auf nicht näher beschriebene Weise Blutproben entnommen. Was mit ihnen und ihren Müttern danach geschieht, wird nicht erwähnt.
Die Arbeit wurde durch Horizon 2020 ERA-NET und das Friedrich-Loeffler-Institut gefördert.
Bereich: Tierseuchenforschung, Virologie
Originaltitel: Maternal immunity and African swine fever virus: understanding the limits of passive protection
Autoren: Virginia Friedrichs (1), Mathias Streitz (2), Martin Beer (1), Sandra Blome (1)*, Alexander Schäfer (1)
Institute: (1) Institut für Virusdiagnostik, Friedrich-Loeffler-Institut, Süduferstr. 10, 17493 Greifswald – Insel Riems, (2) Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit (ATB), Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald – Insel Riems
Zeitschrift: Frontiers in Immunology 2025; 16: 1593820
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5849
Dokument 6
Titel: Das Göttingen-Minipig als experimentelles Modell in WundheilungsstudienHintergrund: Es wird untersucht, wie gut verschiedene neuartige und bestehende Materialien die Heilung tiefer Hautwunden unterstützen. Außerdem wird geprüft, ob das Göttingen-Minipig, das schon lange in Wundheilungsstudien eingesetzt wird, ein geeignetes sogenanntes Tiermodell für Wundheilungsstudien ist.
Tiere: 13 Schweine (Minipigs)
Jahr: 2024
Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden in Baden-Württemberg unter der Nummer AT 1/12 genehmigt, die Genehmigungsbehörde wird nicht genannt. Die Göttinger-Minipigs werden in der spezialisierten Versuchstierzucht Ellegaard Goettingen Minipigs A/S in Dalmose, Dänemark gekauft, sind weiblich und rund neun Monate alt. Die Versuche finden der Tierhaltung der Eberhard Karls Universität Tübingen statt.
Vor den eigentlichen Versuchen lernen die Schweine, in einer speziellen Hängematte zu liegen, die Löcher für die Beine hat. Außerdem werden sie daran gewöhnt, speziell angefertigte Jacken zu tragen. Die Schweine erhalten eine Beruhigungsspritze. Es wird ihnen ein Venenkatheter in eine Ohrvene gelegt und sie werden narkotisiert. Ihnen wird ein Schlauch in die Luftröhre geschoben, über den sie künstlich beatmet werden.
Der Rücken der Schweine wird rasiert. Mithilfe von Schablonen werden Quadrate mit innenliegenden Kreisen auf dem Rücken markiert. Die Markierungen werden mit einem Permanentmarker aufgetragen und dann tätowiert.
In den markierten Kreisen wird jeweils ein rundes Stück Haut ausgeschnitten. Jede Wunde ist zwei Zentimeter breit und etwa sechs Millimeter tief und reicht damit durch die gesamte Hautschicht. Pro Tier werden insgesamt acht solcher tiefen Wunden herausgeschnitten.
Direkt nach dem Herstellen der Wunden werden unterschiedliche Behandlungsformen getestet. Einige Wunden bekommen eine kollagen-gelatinebasierte Matrix in verschiedenen Materialdichten, andere erhalten dieselbe Matrix zusätzlich mit einem Wachstumsfaktor in unterschiedlichen Konzentrationen. Manche der Mittel werden nur einmal aufgetragen, andere werden alle zwei Tage erneut auf die Wunde gegeben. Zwei weitere Wunden pro Tier werden mit handelsüblichen Produkten behandelt. Die Kontrollwunden bleiben unbehandelt.
Die Wunden werden mit Folien abgedeckt. Danach wird den Tieren ihre speziell angefertigte Jacke angezogen und mithilfe eines Klebeverbands befestigt.
Alle zwei Tage wird der Verband erneuert. Dabei hängen die Schweine in den Hängematten. Dadurch wird für den Verbandswechsel keine Narkose gebraucht. Bei jedem Verbandswechsel werden die Wunden fotografiert. Während der gesamten Studie werden regelmäßig Blutproben genommen Am 21. Tag der Studie erhalten die Tiere erneut eine Narkose und werden mit dem Tötungsmittel T61 getötet. Hautstücke mit den Wunden werden herausgeschnitten und untersucht.
Bereich: Wundheilung
Originaltitel: The Goettingen minipig as an experimental model in wound-healing studies
Autoren: Wiebke Eisler (1)*, Manuel Held (1), Afshin Rahmanian-Schwarz (2), Jan-Ole Baur (3), Adrien Daigeler (1), Markus Denzinger (4)
Institute: (1) Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie, BG Klinik Tübingen, Eberhard Karls Universität Tübingen, Schnarrenbergstraße 95, 72076 Tübingen, (2) Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Klinikum Traunstein, Ludwig-Maximilians-Universität München, (3) Hautklinik, Uniklinik Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (4) Klinik für Kinderchirurgie, Klinik St. Hedwig, Universitätsklinikum Regensburg, Regensburg
Zeitschrift: JPRAS Open 2024; 40: 336-345
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5848
Dokument 7
Titel: Design und Analyse neuartiger HEV-Impfstoffvarianten und Bewertung von zwei ausgewählten Kandidaten in einem SchweineinfektionsmodellHintergrund: Die Wirksamkeit von Impfstoffkandidaten gegen Hepatitis E wird für Kaninchen und Schweine untersucht.
Tiere: 29 Tiere verschiedener Arten (7 Kaninchen, 22 Schweine)
Jahr: 2025
Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern unter den Nummern 7221.3-2-042/17 und 7221.3-1-010/22 genehmigt. Die Kaninchen stammen aus einer institutseigenen Zucht des Friedrich-Loeffler-Instituts. Die Schweine werden in einem landwirtschaftlichen Betrieb (Landboden Glasin, Glasin) gekauft.
Jedes der 7 Kaninchen erhält einen von sieben Impfstoffkandidaten gegen Hepatitis E. Die Impfstoffe werden dabei jeweils als Mischung aus Impfstoff und einem Mittel, das die Immunreaktion verstärkt (ein sogenanntes Adjuvans), unter die Haut gespritzt.
Diese Impfungen werden in Abständen von drei Wochen wiederholt. Für einen Teil der Impfstoffe zeigt sich, dass die Injektion unter die Haut keine Antikörper erzeugt; deshalb erfolgt die weitere Verabreichung in einen Muskel. Vor jeder Impfung wird Blut aus einer Vene am Bein entnommen. Die Immunisierung endet bei jedem Kaninchen, sobald sich zeigt, dass sich der Antikörperspiegel nicht weiter erhöht. Dazu erhalten die Kaninchen bis zu 11 Injektionen. Das weitere Schicksal der Kaninchen wird nicht erwähnt.
Die beiden aussichtsreichsten Impfstoffkandidaten werden dann in einem weiteren sogenannten Tiermodell getestet. Dazu werden 22 Ferkel eingesetzt. Sie werden in fünf Gruppen aufgeteilt. Die Schweine der beiden Impfgruppen erhalten den jeweiligen Impfstoff als Injektion in den Gesäßmuskel zusammen mit einem Adjuvans. Es finden zwei Impfungen statt, die 28 Tage auseinander liegen. Einer anderen Gruppe wird nur das Adjuvans ohne den Impfstoff gespritzt und die Tiere der zwei restlichen Gruppen erhalten keine Injektion.
Vier Wochen nach der zweiten Impfung werden alle Tiere außer einer der unbehandelten Kontrollgruppen mit einem infektiösen Leberhomogenat, das Hepatitis E Viren enthält, infiziert, indem es den Tieren in eine Vene injiziert wird. Das Leberhomogenat stammt von einem Wildschwein, das im Rahmen eines anderen Tierversuchs mit dem Virus infiziert wurde.
Anschließend werden alle 2 bis 3 Tage Blutproben genommen. Während des Versuchs werden die Tiere fortlaufend beobachtet. Bei einem Teil der Tiere tritt Durchfall auf.
Am Ende des Versuchs, am Tag 85, werden alle Schweine elektrisch betäubt und danach durch Ausbluten getötet. Dann werden Proben aus verschiedenen Organen wie Gehirn, Niere, Leber, Lymphknoten und Milz entnommen und untersucht.
Die Versuche wurden durch das Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und die Helmholtz-Gemeinschaft gefördert.
Bereich: Impfstoffforschung, Virologie
Originaltitel: Design and analysis of novel HEV vaccine variants and evaluation of two selected candidates in a porcine infection model
Autoren: Isabella Hrabal (1)*, Elmira Aliabadi (2,3), Saskia Weber (1,4), George Liam Ssebyatika (5), Thomas Krey (5), Cora M. Holicki (1,6), Laura Schmid (1,7), Katja Dinkelborg (2,8,9), Charlotte Schröder (10), Christine Fast (1), Patrick Behrendt (2,8,9), Martin H. Groschup (1,11), Martin Eiden (1)
Institute: (1) Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT), Friedrich-Loeffler-Institut, Südufer 10, 17493 Greifswald - Insel Riems, (2) Experimentelle Virologie, TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, Hannover, (3) Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig, (4) Institut für Virusdiagnostik, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald - Insel Riems, (5) Institut für Biochemie, Universität zu Lübeck, Lübeck, (6) Erasmus MC, Department of Viroscience, Rotterdam, Niederlande, (7) Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald - Insel Riems, (8) Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (9) Deutsches Zentrum für Infektionsforschung, Standort Braunschweig-Hannover, Braunschweig, (10) Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Friedrich-Loeffler-Institut, Südufer 10, 17493 Greifswald - Insel Riems, (11) Deutsches Zentrum für Infektionsforschung, Standort Hamburg-Lübeck-Borstel-Riems, Greifswald
Zeitschrift: Liver International 2025; 45(9): e70246
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5847
Dokument 8
Titel: Atp1b2Atp1b1-Knock-in-Mäuse zeigen ein der Zapfen-Stäbchen-Dystrophie ähnliches KrankheitsbildHintergrund: Es wird untersucht, wie eine genetische Veränderung bei Mäusen zu einer fortschreitenden Sehverschlechterung führt. Ziel ist es zudem, die genetisch veränderten Mäuse als sogenanntes Tiermodell für eine früh beginnende Zapfen-Stäbchen-Dystrophie beim Menschen einzusetzen.
Tiere: 60 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2025
Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz unter den Nummern ORG842 und ORG1089 genehmigt. Es werden gentechnisch veränderte Mäuse und normale Mäuse eingesetzt, die im Tierhaus des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf gehalten werden.
Die gentechnisch veränderten Mäuse tragen eine Veränderung im Erbgut, die dazu führt, dass ein bestimmtes Eiweiß der Netzhaut fehlt. Sie zeigen bereits ab dem 14. Lebenstag Anzeichen einer Entzündung der Augen. Bestimmte Rezeptoren in der Netzhaut sterben nach und nach ab. Die Tiere entwickeln somit eine schwere voranschreitende Zerstörung der Netzhaut. Durch massive Verluste an Photorezeptoren ist ihr Sehvermögen in den späteren Phasen des Versuchs mindestens schwer eingeschränkt.
Die Augen der Mäuse werden in verschiedenen Altersstufen: mit 14, 28, 56, 112 und 168 Tagen untersucht. Dafür werden die Tiere zu den jeweiligen Zeitpunkten auf nicht genannte Art getötet und die Augen entnommen.
Die Versuche wurden durch die Helmut Ecker Stiftung gefördert.
Bereich: Augenheilkunde, Sehforschung
Originaltitel: Atp1b2Atp1b1 knock-in mice exhibit a cone–rod dystrophy-like phenotype
Autoren: Susanne Bartsch, Yevgeniya Atiskova, Stefanie Schlichting, Elke Becker, Maike Herrmann, Udo Bartsch*
Institute: Experimentelle Ophthalmologie, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Martinistraße 52, 20246 Hamburg
Zeitschrift: Cells 2025; 14(12): 878
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5846
Dokument 9
Titel: Neuroinflammation verursacht Mitralzellfunktionsstörungen und olfaktorische Beeinträchtigungen im Modell der Multiplen SkleroseHintergrund: Es wird untersucht, wie eine Entzündung von Nervenzellen bei Mäusen das Riechsystem beeinträchtigt. Die künstlich hervorgerufene Nervenentzündung soll ein Modell für Multiple Sklerose sein.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2025
Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz in Hamburg unter den Nummern N122/17 und N20/21 genehmigt. Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River und sind 9 bis 11 Wochen alt und weiblich. Sie werden in der Zentralen Tierhaltung des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gehalten.
Die Mäuse werden an einen umgekehrten Licht-/Dunkelrhythmus gewöhnt, so dass es tagsüber dunkel ist und die Mäuse zu normalen Arbeitszeiten aktiv sind. An diesen neuen Rhythmus gewöhnen sie sich mindestens drei Wochen lang. Die Verhaltenstests selbst finden später im Rotlicht statt, das für Mäuse kaum sichtbar ist.
Ein Teil der Mäuse wird mit einem gasförmigen Narkosemittel narkotisiert. Dann wird ihnen eine Mischung unter die Haut gespritzt. Diese Mischung besteht aus einem kleinen Eiweißstück, das normalerweise im Nervensystem vorkommt, und einem starken Immunstimulator. Dadurch greift das Immunsystem der Mäuse die eigenen Nervenzellen an. Zur Verstärkung der Nervenentzündung wird ihnen zweimal im Abstand von zwei Tagen zusätzlich das Gift von Keuchhustenbakterien in die Bauchhöhle gespritzt.
Ab dem siebten Tag nach Auslösen der Nervenentzündung werden die Mäuse täglich gewogen und auf Anzeichen von Lähmungen untersucht. Ein spezielles Punktesystem beschreibt die Stärke der Symptome: von einem schlaffen Schwanz bis hin zu schweren Lähmungen der Hinter- und Vorderbeine. Leiden die Tiere länger als 7 Tage unter einer vollständigen Lähmung der Hinterbeine oder sind alle 4 Gliedmaße gelähmt oder verlieren sie mehr als ein Viertel ihres Gewichts, werden sie auf nicht beschriebene Art getötet.
Für die Verhaltenstests gewöhnen sich die Mäuse erst fünf Tage lang an die Testkäfige. Jeden Tag werden sie einmal in den Käfig gesetzt. Zusätzlich zu den Mäusen, bei denen eine Entzündung der Nervenzellen ausgelöst wurde, werden gesunde Mäuse eingesetzt, sie dienen als Kontrolle. Der eigentliche Geruchstest zur Unterscheidung von Düften findet einmal zwischen Tag 9 und 11 nach der Induktion der Nervenentzündung und dann ein zweites Mal an Tag 28 statt. Die Maus befindet sich dabei in einem Käfig mit zwei kleinen Öffnungen oder Röhren. Zuerst sind beide Seiten ohne Duft. Danach riecht eine Seite nach Vanille (Dr. Oetker) und im letzten Durchgang eine Seite nach Vanille und die andere nach Mandel. Die Zeit, die die Maus schnüffelnd an den Röhren verbringt, wird gemessen.
Im zweiten Geruchstest wird die Maus einem Geruch ausgesetzt, der Raubtiergeruch nachahmt. Ein kleines Stück Papier mit der nach Raubtier riechenden Substanz wird an die Wand eines Käfigs geklebt. Die Maus wird in dem Käfig eingeschlossen und es wird beobachtet, wie oft und wie lange die Maus „einfriert“, also regungslos verharrt – ein Zeichen für Angst.
Am Ende der Versuche werden die Mäuse auf verschiedene Arten getötet. Für Untersuchungen des Gehirns werden die Tiere narkotisiert. Danach wird ihnen eine Nadel ins Herz gestochen, durch die ihr Blut herausgespült und durch eine konservierende Lösung ersetzt wird. Für andere Untersuchungen werden die Mäuse mit Kohlendioxid erstickt und die Riechkolben des Gehirns werden entnommen.
Die Arbeiten wurden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Bereich: Multiple-Sklerose-Forschung
Originaltitel: Neuroinflammation causes mitral cell dysfunction and olfactory impairment in a multiple sclerosis model
Autoren: Charlotte Schubert (1), Kristina Schulz (2), Jana K. Sonner (1), Alexandros Hadjilaou (1,3), Anna-Lena Seemann (1,2), Janine Gierke (2), Vanessa Vieira (1), Nina Meurs (1), Marcel S. Woo (1), Christian Lohr (2), Fabio Morellini (4), Daniela Hirnet (2), Manuel A. Friese (1)*
Institute: (1) Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose (INIMS), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Martinistraße 52, 20246 Hamburg, (2) Institut für Zell- und Systembiologie der Tiere, Universität Hamburg, Hamburg, (3) Arbeitsgruppe Protozoen-Immunologie, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg, (4) Forschungsgruppe Verhaltensbiologie, Zentrum für Molekulare Neurobiologie (ZMNH), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Hamburg
Zeitschrift: Journal of Neuroinflammation 2025; 22: 71
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5845
Dokument 10
Titel: Tinnitus ist mit einer erhöhten Dichte der extrazellulären Matrix im Hörkortex von mongolischen Gerbils verbundenHintergrund: Es wird für Rennmäuse untersucht, wie sich bestimmte Strukturen im Gehirn verändern, wenn Tinnitus nach einem Lärmtrauma entsteht.
Tiere: 38 Gerbils
Jahr: 2024
Versuchsbeschreibung: Die Versuche und die Haltung der Tiere werden durch das Regierungspräsidium Mittelfranken (Ansbach) unter der Nummer 54-2532.1-02/13 und das Regierungspräsidium Unterfranken (Würzburg) unter der Nummer 55.2.2-2532-2-540 genehmigt. Die Gerbils (Wüstenrennmäuse) werden bei der Versuchstierzucht Janvier in Le Genest-Saint-Isle, Frankreich gekauft.
Jede Rennmaus wird einzeln in einer kleinen Röhre aus Drahtgitter gesetzt, in der sie sich kaum bewegen kann. Die Röhre liegt auf einer Plattform, unter der ein Bewegungssensor angebracht ist. Vor dem Tier stehen in 10 cm Entfernung zwei Lautsprecher: einer spielt einen sehr lauten Schreckreiz ab, der andere liefert ein leiseres Hintergrundrauschen. Der Schreckreiz ist 115 Dezibel laut, das ist etwa die Lautstärke eines Presslufthammers in 1 Meter Entfernung. Die Tiere sollen sich erst 15 Minuten an die Röhre gewöhnen. Danach erhalten sie fünf laute Schreckreize hintereinander, damit sich ihre panische Reaktion darauf etwas legt.
Nun beginnt der eigentliche Test: Bei verschiedenen Arten von Hintergrundrauschen taucht manchmal eine kurze Lücke im Rauschen auf, bevor der laute Schreckreiz kommt, und manchmal nicht. Diese Kombinationen wiederholen sich viele Male, insgesamt wird die Reaktion pro Gerbil auf 120 „Stimuli“ gemessen. Der Bewegungssensor misst dabei, wie stark die Tiere aus Angst zusammenzucken. An einem anderen Tag erfolgt eine Messung der Reaktion von Nervenzellen im Hirnstamm auf Töne (ABR), um die Hörschwellen jedes Tieres zu bestimmen. Dafür werden die Rennmäuse narkotisiert. Drei drahtförmige Elektroden werden unter die Haut gestochen: eine hinter dem Ohr, das untersucht wird, eine zwischen den Ohren und eine an der Schwanzwurzel. Den Gerbils werden Töne in verschiedenen Frequenzen und Lautstärken vorgespielt. Über die Elektroden werden dabei die Hirnströme gemessen. Der Test wird für beide Ohren durchgeführt.
Fünf Tage nach diesen Tests findet das eigentliche Lärmtrauma statt. Unter Narkose wird in ein Ohr der Rennmaus ein Schaumstoffstöpsel eingesetzt. Das andere Ohr bleibt offen und zeigt in Richtung des Lautsprechers. Bei einem Teil der Gerbils wird dieses offene Ohr 75 Minuten lang mit einem sehr lauten Ton von 115 Dezibel beschallt. Das entspricht wieder der Lautstärke eines Presslufthammers. Bei den restlichen Gerbils läuft derselbe Ton genauso lange, allerdings nur mit 65 Dezibel Lautstärke, das ist etwa die Lautstärke eines Staubsaugers.
Vier Tage später werden wieder ABR-Messungen durchgeführt. Die Ohren, die dem lauten Trauma ausgesetzt waren, zeigen einen deutlichen Hörverlust.
An Tag 7 oder 13 nach den Beschallung wird der Test, in dem die Gerbils in einer Röhre aus Drahtgitter beschallt werden und ihre Schreckreaktion gemessen wird, wiederholt. Bei 8 Tieren finden die Experimentatoren Anzeichen für einen Tinnitus.
Dann werden die Gerbils mit Kohlendioxid erstickt und enthauptet. Ihre Gehirne werden entnommen und untersucht.
Die Versuche wurden von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Bereich: Hörforschung
Originaltitel: Tinnitus is associated with increased extracellular matrix density in the auditory cortex of Mongolian gerbils
Autoren: Konstantin Tziridis (1)*, Antonia Maul (1), Jwan Rasheed (1), Patrick Krauss (1,2), Achim Schilling (1,2), Holger Schulze (1)
Institute: (1) Experimentelle HNO-Heilkunde, Lehrstuhl für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Erlangen, Waldstraße 1, 91054 Erlangen, (2) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Cognitive Computational Neuroscience (CCN group), Lehrstuhl für Mustererkennung, Erlangen
Zeitschrift: BMC Neuroscience 2024: 25: 52
Land: Deutschland
Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift
Dokumenten-ID: 5844
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Im Sinne des Verstorbenen: Kondolenzspende
Im Trauerfall kommt oft der Wunsch auf, etwas zu tun, das im Sinne des Verstorbenen gewesen wäre und über dessen Tod hinaus wirkt. Hier bietet sich die Kondolenzspende anstelle von Kränzen und Blumen an.
Da wir Ärzte gegen Tierversuche uns gegen Leid und für eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin und Wissenschaft einsetzen, setzen Sie durch eine Kondolenzspende an uns gleichsam ein Zeichen für das Leben.
Wenn wir trauern, steht uns selten der Sinn nach Regelung von Formalitäten. Teilen Sie daher dem Bestatter baldmöglichst mit, dass Sie eine Kondolenzspende wünschen, und er wird dann alle erforderlichen Schritte einleiten. Wichtig ist, neben der Kontoverbindung ein Kennwort für den Verwendungszweck anzugeben.
Lebenswichtig: Ihr Testament für Mensch & Tier
Auch wenn uns der Gedanke schmerzt, dass wir die Abschaffung aller Tierversuche vielleicht selbst nicht mehr miterleben werden, möchten wir anderen die Weiterführung unserer Arbeit zur Verwirklichung dieses Zieles ermöglichen, denn wir sind auf einem sehr guten Weg dorthin. Mit einem Testament, in welchem Sie die Ärzte gegen Tierversuche berücksichtigen, können Sie über Ihren Tod hinaus wesentlich dazu beitragen, dass wir unser Engagement für die namenlosen Tiere in den Labors und für eine Welt mit humanrelevanter, fortschrittlicher, tierversuchsfreier Forschung intensiv fortführen können. Damit Ihr letzter Wille auch tatsächlich in Ihrem Sinne umgesetzt wird, ist es wichtig, einige rechtliche Regelungen zu kennen und zu wissen, welche Formalitäten beachtet werden müssen.
Daher haben wir für Sie eine Broschüre erstellt: Als PDF >> herunterladen oder bestellen Sie sie als kostenfreie Druckausgabe in unserer Geschäftsstelle.
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben.

Ihr persönlicher Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema Testament und Vererben
Geschäftsführer Finanzen Claus Kronaus
Tel: 02204 99902-10
Mobil: 0173-2534903
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Viele Informationen, inklusive Fachanwälte hält auch diese Seite für Sie bereit: www.erbrechtsinfo.com
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Oder starten Sie unter Ihren Facebook-Freunden eine Spendenaktion, z.B. zum Geburtstag oder Jubiläum oder einfach so.
Unterschriften sammeln
Dass viele Bürger unsere Forderungen unterstützen, ist wichtig für Entscheidungsträger. Klicken Sie mit bei unseren Online-Petitionen und sammeln Sie Unterschriftenlisten gegen Tierversuche. Informieren Sie Ihre Lokalzeitung über Ihre Sammelaktion.
Zeigen Sie Ihre Meinung
Benutzen Sie unsere Bio-Fair-Trade-Baumwolltaschen, Kugelschreiber, Anstecker, Aufkleber etc. - Sie finden sie in unserem Online-Shop.
Ob T-Shirt, Hoddie oder Tasse - viele Produkte bieten wir auch an über den Spreadshop >>
Schreiben Sie...
…kurze, sachliche Leser-, Hörer- bzw. Zuschauerbriefe. Bitten Sie auch Presse, Rundfunk und Fernsehen, öfter kritisch über das Thema zu berichten. Fordern Sie Politiker und die Bundesregierung auf (z. B. über das für Tierschutz zuständige Landwirtschaftsministerium), ein Ausstiegskonzept aus Tierversuchen zu schaffen, tierversuchsfreie Forschung stärker zu fördern und die behördliche Anerkennung solcher Verfahren zu beschleunigen. Schreiben Sie auch Firmen, Unis etc., die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben, sich für den Forschungswandel einzubringen.
Tierschutz in der Schule
Thematisieren Sie als Lehrer Tierversuche in Ihrem Unterricht. Arbeitsmaterial zum Download und regionale Tierschutzlehrer: www.tierschutz-in-der-schule.de.
Für Kids im Grundschulalter bieten wir an: www.harry-hilft-tieren.de
Bitten Sie als Eltern oder Schüler, dieses Thema im Unterricht zu behandeln.
Vor Ort aktiv werden
Ehrenamtliche Arbeit
Ob einzeln oder in einer Arbeitsgruppe vor Ort, ob im Kurzzeit-Aktivismus zum „Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ (April) oder im Online-Aktivismus von Zuhause aus, mit uns können sich alle Menschen gegen Tierversuche und für eine sinnvolle Forschung einsetzen. Infos gibt es hier >>.
Demos und Aktionen unterstützen
Nehmen Sie an Demonstrationen oder anderen Veranstaltungen gegen Tierversuche teil. Termine finden Sie hier.
Ausstellung organisieren
Unsere Ausstellungstafeln informieren sachlich fundiert über verschiedene Aspekte des Tierversuchs und zur tierversuchsfreien Forschung. Die Ausstellung kann geliehen oder gekauft werden.
Finanziell helfen - mit und ohne Geld
Spenden und Mitgliedschaften stärken die Basis
Unterstützen Sie unsere Arbeit für die Tiere durch eine Spende und werden Sie Mitglied oder Fördermitglied. Je größer unsere Vereinigung wird, desto stärker wird die Stimme, mit der wir für die Tiere sprechen, wahrgenommen.
Ein wertvoller Klick vor Ihrem Online-Einkauf
Ob bei der Bahn, Ebay oder Otto, wenn Sie Ihre ganz normalen Online-Einkäufe in rund 2.000 Shops über Gooding tätigen, erhalten wir eine Provision!
Der Einkauf kostet Sie keinen Cent extra! Und wer die Browser Firefox oder Crome nutzt, kann sich auch gleich die Gooding/Toolbar installieren, um keinen Einkauf für den guten Zweck zu vergessen.
Charity-Shopping für ÄgT bieten auch WeCanHelp sowie Bildungsspender.
Bei PayPal-Zahlungen ÄgT mit 1 Euro unterstützen
PayPal bietet die Möglichkeit, am Ende eines Bezahlvorgangs 1 € an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. ÄgT gehört dazu - und so können Sie uns unterstützen: Klicken Sie einfach auf der PayPal-Website auf das ÄgT-Logo und legen Sie uns im sich öffnenden Fenster als bevorzugte Organisation fest. Nun müssen Sie nur noch während des Bezahlvorgangs Ihres Kaufs das Häkchen für die 1-Euro-Spende setzen. Ihre Spende kommt zu 100 % bei uns an, da PayPal sämtliche Transaktionsgebühren übernimmt. Danke für Ihre Unterstützung!
PayPal-Website >>
Anlass-Spenden
Ob Geburtstag, Firmenjubiläum oder im Trauerfall im Sinne des Verstorbenen Gutes tun - es gibt viele Anlässe für eine Spendenaktion. Sie können hier wertvolle Beiträge leisten.
Lebensweise ändern
Kosmetik ohne Tierversuche
Verzichten Sie auf Kosmetikartikel, deren Inhaltsstoffe im Tierversuch getestet wurden. Infos zu den verschiedenen Siegeln, finden Sie hier: www.tierversuchsfrei-shoppen.de.
Gesunde Lebensführung
Die beste Medizin, um einem Großteil der Zivilisationskrankheiten vorzubeugen, ist eine gesunde, vegetarische oder besser vegane Ernährung, verbunden mit einem bewussten Lebensstil (Verzicht auf Suchtmittel, wenig Stress, Bewegung an frischer Luft usw.).
Nur wenn jeder sich selbst bewegt, kann etwas bewegt werden!
Dies sind einige Vorschläge, je nach Ihren persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten aktiv zur Abschaffung der Tierversuche beizutragen.
Bitte lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie das Gefühl haben, mit Ihren Bemühungen keinen Erfolg zu haben (ein Bekannter nicht interessiert ist, ein Leserbrief nicht veröffentlicht wird, ein Politiker nicht reagiert usw.). Wichtig ist, dass Ihre Umgebung überhaupt auf die Problematik aufmerksam gemacht wird, Firmen Ihre Macht als Verbraucher spüren und/oder der Gesetzgeber durch Sie als wählender Bürger zum Handeln aufgefordert wird. Auch vermeintlich kleine Erfolge können Tierleben retten.
Haben Sie den Mut, etwas, was Sie selbst für richtig halten, auch gegen den Trend zu tun. Besonders bei unserem Anliegen ist es wichtig, nicht aufzugeben. Nur durch Beharrlichkeit werden wir letztlich unser Ziel erreichen – die Abschaffung aller Tierversuche.
Geltungsbereich
Diese Datenschutzerklärung soll die Nutzer dieser Website gemäß Bundesdatenschutzgesetz und Telemediengesetz über die Art, den Umfang und den Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten durch den Websitebetreiber.
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
Deutschland
Geschäftsführerin Wissenschaft: Dr. rer. nat. Tamara Zietek
Geschäftsführerin Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Melanie Seiler
Geschäftsführer Finanzen: Claus Kronaus
Telefon 02204 99902-0
Fax 02204 99902-99
E-Mail: info@aerzte-gegen-tierversuche.de
Web: www.aerzte-gegen-tierversuche.de
Vereinsregister 18796 Registergericht Köln
- im Folgenden "Anbieter" - informieren.
Der Websitebetreiber nimmt Ihren Datenschutz sehr ernst und behandelt Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Vorschriften.
Bedenken Sie jedoch, dass die Datenübertragung im Internet grundsätzlich mit Sicherheitslücken bedacht sein kann. Ein vollumfänglicher Schutz vor dem Zugriff durch Fremde ist nicht realisierbar.
Unsere Datenschutzrichtlinie finden Sie hier als PDF.
1. Allgemeines
Die Nutzung der Website des Anbieters ist nicht von einer Registrierung/Erstellung eines Kundenkontos abhängig.
2. Zugriffsdaten
Der Websitebetreiber bzw. Seitenprovider erhebt Daten über Zugriffe auf die Seite und speichert diese als „Server-Logfiles“ ab. Folgende Daten werden so protokolliert:
- Besuchte Website
- Uhrzeit zum Zeitpunkt des Zugriffes
- Menge der gesendeten Daten in Byte
- Quelle/Verweis, von welchem Sie auf die Seite gelangten
- Verwendeter Browser
- Verwendetes Betriebssystem
- Verwendete IP-Adresse 1)
Die erhobenen Daten dienen lediglich statistischen Auswertungen und zur Verbesserung der Website. Der Websitebetreiber behält sich allerdings vor, die Server-Logfiles nachträglich zu überprüfen, sollten konkrete Anhaltspunkte auf eine rechtswidrige Nutzung hinweisen.
1) IP-Adressen speichern wir über einen Zeitraum von maximal sieben Tagen. Die Speicherung erfolgt aus Gründen der Datensicherheit, um die Stabilität und die Betriebssicherheit unseres Systems zu gewährleisten.
3. Cookies
Als „Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Rechnern der Nutzer gespeichert werden. Innerhalb der Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Ein Cookie dient primär dazu, die Angaben zu einem Nutzer (bzw. dem Gerät auf dem das Cookie gespeichert ist) während oder auch nach seinem Besuch innerhalb eines Onlineangebotes zu speichern. Als temporäre Cookies, bzw. „Session-Cookies“ oder „transiente Cookies“, werden Cookies bezeichnet, die gelöscht werden, nachdem ein Nutzer ein Onlineangebot verlässt und seinen Browser schließt. In einem solchen Cookie kann z.B. der Inhalt eines Warenkorbs in einem Onlineshop oder ein Login-Status gespeichert werden. Als „permanent“ oder „persistent“ werden Cookies bezeichnet, die auch nach dem Schließen des Browsers gespeichert bleiben. So kann z.B. der Login-Status gespeichert werden, wenn die Nutzer diese nach mehreren Tagen aufsuchen. Ebenso können in einem solchen Cookie die Interessen der Nutzer gespeichert werden, die für Reichweitenmessung oder Marketingzwecke verwendet werden. Als „Third-Party-Cookie“ werden Cookies bezeichnet, die von anderen Anbietern als dem Verantwortlichen, der das Onlineangebot betreibt, angeboten werden (andernfalls, wenn es nur dessen Cookies sind spricht man von „First-Party Cookies“).Wir können temporäre und permanente Cookies einsetzen und klären hierüber im Rahmen unserer Datenschutzerklärung auf.Falls die Nutzer nicht möchten, dass Cookies auf ihrem Rechner gespeichert werden, werden sie gebeten die entsprechende Option in den Systemeinstellungen ihres Browsers zu deaktivieren. Gespeicherte Cookies können in den Systemeinstellungen des Browsers gelöscht werden. Der Ausschluss von Cookies kann zu Funktionseinschränkungen dieses Onlineangebotes führen.Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketing eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite https://www.aboutads.info/choices/oder die EU-Seite https://youronlinechoices.eu/ erklärt werden. Des Weiteren kann die Speicherung von Cookies mittels deren Abschaltung in den Einstellungen des Browsers erreicht werden. Bitte beachten Sie, dass dann gegebenenfalls nicht alle Funktionen dieses Onlineangebotes genutzt werden können.
Hinweis: Es ist nicht gewährleistet, dass Sie auf alle Funktionen dieser Website ohne Einschränkungen zugreifen können, wenn Sie entsprechende Einstellungen vornehmen.
4. Kontaktformular und E-Mail-Kontakt
Auf unserer Internetseite ist ein Kontaktformular sowie ein Presse-Kontaktformular vorhanden, welches für die elektronische Kontaktaufnahme genutzt werden kann. Nimmt ein Nutzer diese Möglichkeit wahr, so werden die in der Eingabemaske eingegeben Daten an uns übermittelt und gespeichert. Um dem Nutzer adäquat auf seine Anfrage antworten zu können, werden folgende Daten im Kontaktformular erhoben:
- Pflichtfelder: Anrede, Vorname, Nachname, Nachricht, E-Mail-Adresse
- optionale Felder: Straße, Nr., PLZ, Ort, Land, Telefon, Tätigkeit
Im Kontakt-Formular für Presse-Anfragen sind es folgende Daten:
- Pflichtfelder: Anrede, Vorname, Nachname, Name des Mediums, Redaktion, Str, Nr., PLZ, Ort, E-Mail-Adresse, Art des Mediums
- optionale Felder: Land, Telefon, Mobil-Nummer, Webseite, Medien (falls "sonstige)
Im Zeitpunkt der Absendung der Nachricht werden zudem folgende Daten gespeichert:
- Server-Logfiles (siehe Punkt 2 Zugriffsdaten)
Für die Verarbeitung der Daten wird im Rahmen des Absendevorgangs Ihre Einwilligung eingeholt und auf diese Datenschutzerklärung verwiesen. Alternativ ist eine Kontaktaufnahme über die bereitgestellte E-Mail-Adresse möglich. In diesem Fall werden die mit der E-Mail übermittelten personenbezogenen Daten des Nutzers gespeichert. Es erfolgt in diesem Zusammenhang keine Weitergabe der Daten an Dritte. Die Daten werden ausschließlich für die Verarbeitung der Konversation verwendet.
5. Umgang mit und Verwendung von personenbezogenen Daten
Personenbezogene Daten werden zur Abwicklung zwischen dem Nutzer und dem Anbieter geschlossener Verträge sowie bei Einverständnis zur Übermittlung von Informationen - ausschließlich - des Anbieters erhoben und gespeichert. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet trotz modernster eingebauter Sicherheitstechniken des Anbieters Sicherheitslücken aufweisen und nicht lückenlos vor dem Zugriff durch Dritte geschützt werden kann.
Durch den Anbieter erhobene/gespeicherte personenbezogene Daten werden an Dritte nur weitergegeben/übermittelt, wenn dies zum Zwecke der Vertragsabwicklung/Abrechnung erforderlich, gesetzlich vorgeschrieben ist oder der Nutzer zuvor eingewilligt hat. Sämtliche personenbezogenen Daten werden nur solange gespeichert wie dies für den genannten Zweck erforderlich oder insbesondere aus steuerrechtlichen Gründen gesetzlich vorgeschrieben ist. Eine anderweitige Weitergabe an Dritte oder ein Verkauf/Verleih der personenbezogenen Daten findet nicht statt.
5.1. Online Spenden- und Mitgliedschafts-Formulare, Spendenaktionen
Für unsere Online Spenden- und Mitgliedschaftsformulare greifen wir auf die FundraisingBox, ein Tool der Wikando GmbH, Schießgrabenstraße 32, 86150 Augsburg, zurück. Wenn Sie per Spendenformular spenden, werden verschiedene Daten von Ihnen erhoben, wie Anrede, Namen, E-Mail-Adresse, Betrag, Rhythmus, Bereich sowie die Kontoverbindung. Bei Mitgliedschaften noch die Art der Mitgliedschaft und die Berufsgruppe. Für die Ausstellung steuerlich absetzbarer Zuwendungsbescheinigungen ist neben einer gültigen E-Mail-Adresse noch die Angabe einer gültigen Adresse erforderlich. Wenn Sie Ihre Spende lieber überweisen oder eine andere Zahlungsmöglichkeit nutzen möchten, aber dennoch eine Spendenquittung wünschen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Diese Daten werden benötigt, um die Spende bzw. den Mitgliedsvertrag zu bearbeiten und eine Bestätigung zu senden. Weitere Angaben wie bspw. Geburtsdatum sind freiwillig.
Vor einem SEPA Lastschrifteinzug (Einmal- bzw. Folge- Lastschrift) muss der Zahlungsempfänger den Zahlungspflichtigen fristgerecht über den beabsichtigten Lastschrifteinzug in Textform mit Angabe des fälligen Einzugsbetrages und dem Fälligkeitsdatum informieren. Des Weiteren werden auch die Gläubiger Identifikationsnummer und auch die Mandatsnummer mitgeteilt.
Die Entscheidung für den jeweiligen Zahlungsdienstleister treffen Sie selbst. Wir weisen darauf hin, dass bei Anbietern außerhalb der EU und des EWR nicht ausgeschlossen werden kann, dass Ihre personenbezogenen Daten in einen Drittstaat fließen, der kein der EU und dem EWR vergleichbares Datenschutzniveau bietet. Soweit Daten außerhalb des EWR verarbeitet werden, haben wir zur Herstellung eines sicheren Datenschutzniveaus mit den Dienstleistern EU-Standardvertragsklauseln geschlossen.
5.1.1. Payment-Provider in der Fundraisingbox
Wenn Zahlungsweisen wie PayPal verwendet werden, dann legen die Payment Provider ggf. weitere Cookies an. Weitere Informationen zu diesen Cookies müssen bei den jeweiligen Payment Providern angefragt werden.
Je nach ausgewählter Zahlungsart werden Ihre Daten durch die FundraisingBox zudem auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO an den entsprechenden Zahlungsdienstleister weitergeleitet:
- Bei Lastschriftzahlung an unsere Hausbank GLS (GLS-Gemeinschaftsbank eG, 44774 Bochum; Anbieter bzw. technische Schnittstelle ist die Windata GmbH & Co. KG, die als Dienstleister die Übermittlung unserer Zahlungsaufträge übernimmt und Transaktionen sowie Kontoumsätze abruft. Ein Vertrag über die Auftragsverarbeitung wurde zwischen der Wikando GmbH und der Windata GmbH & Co. KG geschlossen.
- Bei Zahlung über PayPal an Paypal (Europe - S.à r.l. et Cie, 22-24 Boulevard Royal, L-2449 Luxembourg)
- Bei Zahlung über Kreditkarte, Google Pay oder Apple Pay an Stripe Inc. (3180 18th Street, San Francisco, CA 94110, USA)
Die Rechtsgrundlage für die geschilderte Datenverarbeitung im Rahmen der Online-Spende/Mitgliedschaftsvertrag und für die Datenübermittlung an die Zahlungsdienstleister ist die Erforderlichkeit der Datenverarbeitung zum Abschluss und zur Erfüllung eines Vertrages gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO.
Die Weitergabe Ihrer Daten erfolgt ausschließlich zur Abwicklung der Spende und Mitgliedsbeitrages und nicht für andere Zwecke. Weitere Informationen zum Datenschutz bei FundraisingBox finden Sie hier: Datenschutz bei FundraisingBox.
Ihre Adressdaten verwenden wir als gemeinnützige Organisation auch für Zwecke der Spendenwerbung nach einer Interessensabwägung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, um Ihnen Informationen über unsere gemeinnützige und mildtätige Arbeit (z. B. Werbung für unsere eigenen Projekte) in Zusammenhang mit Spendenwerbung zuzusenden. Weder verkaufen noch vermieten wir Adressen von Spender:innen oder Unterstützer:innen an andere Unternehmen oder andere Organisationen. Sie können dieser Nutzung jederzeit widersprechen.
Ihre Daten in Zusammenhang mit Spenden und Förderungen werden zusammen mit den Angaben zu Spendenhöhe, Spendenrhythmus und Spendenzweck/-projekt gespeichert und für zehn Jahre bis zum Ablauf gesetzlicher Aufbewahrungspflichten aufbewahrt.
Bei Nutzung der Spenden- und Mitgliedschaftsformulare, werden sichere, zertifizierte Rechenzentren genutzt und aktuelle Methoden der Datenverschlüsselung kommen zum Einsatz. Bei der Nutzung der Online-Formulare, welche uns durch die Fundraisinbox zur Verfügung gestellt werden, werden Cookies gesetzt. Weitere Informationen finden Sie hier: https://support.fundraisingbox.com/de/support/solutions/articles/79000127389-fundraisingbox-datenschutz-sicherheit und hier https://fundraisingbox.com/privacy/datensicherheit/ .
Funktionale Cookies
Funktionale Cookies ermöglichen es uns, Ihnen die Nutzung unserer Website zu erleichtern. Falls Sie die Cookies nicht zulassen, sind einige Funktionen eingeschränkt, so zum Beispiel unsere Aktions- und Spenden-Formulare. Weitere Inforsmationen zu Cookies im Spendenformular finden Sie hier: https://support.fundraisingbox.com/de/support/solutions/articles/79000127391-dsgvo-datenschutz-und-cookie-hinweise
5.2. Mitgliedschaft
Weitere Informationen zum Datenschutz des Mitgliedsformular finden Sie hier: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/datenschutz-mitgliedsformular.
5.3 Hinweis zu nutzergenerierten Inhalten (Spendenaktionen)
Im Rahmen der Möglichkeit, eigene Spendenaktionen zu erstellen, behalten wir uns vor, durch Nutzerinnen und Nutzer veröffentlichte Inhalte zu prüfen und gegebenenfalls auch zu entfernen. Wir möchten darauf hinweisen, dass beleidigende, diskriminierende, rassistische, hetzerische oder in sonstiger Weise rechtswidrige oder unangemessene Inhalte nicht geduldet werden. Dies umfasst insbesondere abwertende Äußerungen über Personengruppen, einschließlich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Inhalte die zu Hass, Gewalt oder Ausgrenzung aufrufen.
6. Webanalyse mittels Matomo (vormals Piwik)
Umfang der Verarbeitung personenbezogener Daten:
Wir nutzen auf dieser Website die Software „Matomo“ (www.matomo.org), einem Dienst des Anbieters InnoCraft Ltd., 150 Willis St, 6011 Wellington, Neuseeland. Die Software setzt aktuell keine Cookies und ist so konfiguriert, dass es die Browser-Einstellung "Do-no-Track" respektiert. Ihre IP-Adresse wird sofort nach der Verarbeitung und vor deren Speicherung anonymisiert. Werden Unterseiten unserer Webseite aufgerufen, so werden folgende Daten gespeichert:
- die IP-Adresse des Nutzers, gekürzt um die letzten zwei Bytes (anonymisiert)
- die aufgerufene Unterseite und Zeitpunkt des Aufrufs
- welcher Browser mit welchen Plugins, welches Betriebssystem und welche Bildschirmauflösung genutzt wird
- die Verweildauer auf der Website
- die Seiten, die von der aufgerufenen Unterseite aus angesteuert werden
Die mit Matomo erhobenen Daten werden werden auf unseren eigenen Servern gespeichert. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.
Rechtsgrundlage
Die Rechtsgrundlage, auf der wir mittels Matomo personenbezogene Daten verarbeiten, ist Art. 6 Abs. 1 lit. f der DSGVO.
Zweck der Datenverarbeitung
Wir benötigen die Daten, um das Surfverhalten der Nutzer zu analysieren und Informationen über Nutzung der einzelnen Komponenten der Website zu erhalten. Das ermöglicht uns, die Website und ihre Nutzerfreundlichkeit stetig zu optimieren. In diesen Zwecken liegt unser berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO begründet. Durch die Anonymisierung der IP-Adresse tragen wir dem Interesse der Nutzer am Schutz personenbezogener Daten Rechnung. Die Daten werden nie dazu genutzt, den Nutzer der Website persönlich zu identifizieren und werden nicht mit anderen Daten zusammengeführt.
Dauer der Speicherung:
Die Daten werden gelöscht, wenn sie für unsere Zwecke nicht mehr benötigt werden, spätestens nach 180 Tagen.
Widerspruchsmöglichkeit
Sie können die Einstellung „Do-not-Track“ in Ihrem Browser aktivieren. Unser Matomo-System ist so konfiguriert, dass es diese Einstellung respektiert.
Unser Matomo-System ist außerdem so konfiguriert, dass keine Cookies gesetzt werden.
7. Einbindung von YouTube-Videos
Wir haben YouTube-Videos DSGVO-konform in unseren Internetseiten über eine sogenannte "Zwei-Klick-Lösung" eingebunden. YouTube-Videos sind so eingebettet, dass die Übertragung von Nutzerdaten an YouTube erst nach der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers stattfindet. Videos werden dabei standardmäßig blockiert und erst durch einen Klick des Nutzers geladen. Diese Zwei-Klick-Lösung verhindert die automatische Übermittlung der IP-Adresse und anderer Daten an Google-Server, bevor die Zustimmung erfolgt. Youtube hat keine eigenen Datenschutzbestimmungen, gehört aber zu Google. Daher gelten beim Klicken auf ein Video oder Link, welcher zu Youtube führt, die Datenschutzbestimmungen von Google: https://policies.google.com/privacy?hl=de&gl=de#infocollect.
8. Online-Präsenzen in sozialen Medien
Wir unterhalten Onlinepräsenzen innerhalb sozialer Netzwerke und Plattformen, um mit den dort aktiven Kunden, Interessenten und Nutzern kommunizieren und sie dort über unsere Leistungen informieren zu können.
Wir weisen darauf hin, dass dabei Daten der Nutzer außerhalb des Raumes der Europäischen Union verarbeitet werden können. Hierdurch können sich für die Nutzer Risiken ergeben, weil so z.B. die Durchsetzung der Rechte der Nutzer erschwert werden könnte. Im Hinblick auf US-Anbieter die unter dem Privacy-Shield zertifiziert sind, weisen wir darauf hin, dass sie sich damit verpflichten, die Datenschutzstandards der EU einzuhalten.
Ferner werden die Daten der Nutzer im Regelfall für Marktforschungs- und Werbezwecke verarbeitet. So können z.B. aus dem Nutzungsverhalten und sich daraus ergebenden Interessen der Nutzer Nutzungsprofile erstellt werden. Die Nutzungsprofile können wiederum verwendet werden, um z.B. Werbeanzeigen innerhalb und außerhalb der Plattformen zu schalten, die mutmaßlich den Interessen der Nutzer entsprechen. Zu diesen Zwecken werden im Regelfall Cookies auf den Rechnern der Nutzer gespeichert, in denen das Nutzungsverhalten und die Interessen der Nutzer gespeichert werden. Ferner können in den Nutzungsprofilen auch Daten unabhängig der von den Nutzern verwendeten Geräte gespeichert werden (insbesondere wenn die Nutzer Mitglieder der jeweiligen Plattformen sind und bei diesen eingeloggt sind).
Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Nutzer erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen an einer effektiven Information der Nutzer und Kommunikation mit den Nutzern gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO. Falls die Nutzer von den jeweiligen Anbietern um eine Einwilligung in die Datenverarbeitung gebeten werden (d.h. ihr Einverständnis z.B. über das Anhaken eines Kontrollkästchens oder Bestätigung einer Schaltfläche erklären) ist die Rechtsgrundlage der Verarbeitung Art. 6 Abs. 1 lit. a., Art. 7 DSGVO.
Für eine detaillierte Darstellung der jeweiligen Verarbeitungen und der Widerspruchsmöglichkeiten (Opt-Out), verweisen wir auf die nachfolgend verlinkten Angaben der Anbieter.
Auch im Fall von Auskunftsanfragen und der Geltendmachung von Nutzerrechten, weisen wir darauf hin, dass diese am effektivsten bei den Anbietern geltend gemacht werden können. Nur die Anbieter haben jeweils Zugriff auf die Daten der Nutzer und können direkt entsprechende Maßnahmen ergreifen und Auskünfte geben. Sollten Sie dennoch Hilfe benötigen, dann können Sie sich an uns wenden.
Facebook
(Facebook Ireland Ltd., 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Irland) - Datenschutzerklärung: https://www.facebook.com/about/privacy/, Opt-Out: https://www.facebook.com/settings?tab=ads und https://www.youronlinechoices.com, Privacy Shield: https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000GnywAAC&status=Active.
Google/ YouTube
(Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland) – Datenschutzerklärung: https://policies.google.com/privacy, Opt-Out: https://adssettings.google.com/authenticated, Privacy Shield: https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&status=Active.
Instagram
(Instagram Inc., 1601 Willow Road, Menlo Park, CA, 94025, USA) – Datenschutzerklärung/ Opt-Out: https://instagram.com/about/legal/privacy/.
Pinterest
(Pinterest Inc., 635 High Street, Palo Alto, CA, 94301, USA) – Datenschutzerklärung/ Opt-Out: https://about.pinterest.com/de/privacy-policy.
TikTok
(TikTok Technology Limited, 10 Earlsfort Terrace, Dublin, D02 T380, Irland. Registernummer: 635755; Steuer-Identifikationsnummer: 3596782RH; Vertretungsberechtigte Personen: CP Keenan, RMB Waterworth, T Zhao) – Datschutzerklärung: https://www.tiktok.com/legal/privacy-policy-eea?lang=de.
X (ehemals Twitter)
(X Corp., 1355 Market Street, Suite 900, San Francisco, CA 94103, USA)
EU-Nutzer: (Twitter International Unlimited Company, One Cumberland Place, Fenian Street, Dublin, Ireland)
Datenschutzerklärung: https://x.com/de/privacy, Ihre Datenschutzeinstellungen bei X (ehemals Twitter) können Sie in den Konto-Einstellungen unter https://x.com/settings/account ändern.
Xing
(XING AG, Dammtorstraße 29-32, 20354 Hamburg, Deutschland) - Datenschutzerklärung/ Opt-Out: https://privacy.xing.com/de/datenschutzerklaerung.
9. Newsletter
Mit dem Newsletter informieren wir Sie gerne ca. ein- bis zweimal monatlich über unsere Aktionen, Ihre Unterstützungsmöglichkeiten und natürlich unsere Erfolge. Wir verwenden zum Versand unserer Newsletter die Komponente RapidMail. Bei RapidMail handelt es sich um eine Dienstleistung der Firma RapidMail GmbH.
rapidmail GmbH
Wentzingerstraße 21
79106 Freiburg im Breisgau
Deutschland
https://www.rapidmail.de/
Ihre bei der Newsletter-Anmeldung gespeicherten Daten (E-Mail Adresse, IP-Adresse, Datum sowie die Uhrzeit Ihrer Anmeldung) werden an einen Server der Firma RapidMail GmbH in Deutschland übertragen und dort unter Beachtung der europäischen Datenschutzbestimmungen gespeichert. Dabei ist es der RapidMail GmbH untersagt, Ihre Daten für andere Zwecke als für den Versand des Newsletters zu nutzen. Eine Weitergabe oder ein Verkauf Ihrer Daten ist der RapidMail GmbH nicht gestattet. RapidMail ist ein deutscher, zertifizierter Newsletter Software Anbieter, welcher nach den Anforderungen der DSGVO und des BDSG sorgfältig ausgewählt wurde.
9.1. Newsletter abmelden
Für den Fall, dass Sie unseren Newsletter nicht mehr beziehen möchten, steht Ihnen in jedem Newsletter ein Abmeldelink für eine Abmeldung zur Verfügung, auf den Sie klicken können – damit erfolgt die sofortige Abmeldung von dem Newsletter.
Sie können Ihrem Einverständnis zur Verwendung Ihrer Daten für die Übersendung unseres Newsletters jederzeit per E-Mail, Post, Telefon oder Telefax widersprechen. Bei einem Widerspruch über Telefon oder Telefax entstehen dabei maximal Übermittlungskosten nach den Basistarifen Ihres Telefonanbieters, Mehrwertdienstrufnummern werden unsererseits nicht verwandt.
Widerspruch gegen den Erhalt unseres Newsletters können Sie auch in jedem Newsletter selbst erheben. Auf dabei eventuell über Ihren Internetprovider entstehende Kosten haben wir keinen Einfluss.
Weitere Informationen zum Datenschutz bei RapidMail finden Sie unter: https://www.rapidmail.de/datenschutz
Unsere Newsletter enthalten Tracking Links, anhand derer wir erkennen können, ob und wann eine E-Mail geöffnet wurde. Mit dem Widerrufen der Einwilligung zum Erhalt eines Newsletters wird auch die Einwilligung zum vorgenannten Tracking widerrufen.
Möchten Sie den Newsletter abonnieren, müssen Sie eine valide E-Mail-Adresse angeben.
10. Datenschutz bei Online-Petitionen
Wenn Sie an Online-Petitionen teilnehmen, werden Ihre Daten verschlüsselt vom Anbieter unseres Petitionstools Joomla-Formulartool „RSForm! Pro“ verarbeitet (SSL). Der Anbieter darf die Daten nicht für eigene Zwecke nutzen. Spätestens drei Monate nach Abschluss des Appells werden Ihre Daten gelöscht.
11. Smile Amazon Partnerprogramm / Gooding Partnerprogramm
Wir sind auf Grundlage unserer berechtigten Interessen Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU und Gooding, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de und anderen Onlinehändlern, Werbekostenerstattung verdient werden kann (sog. Affiliate-System). Amazon und Gooding setzen Cookies ein, um die Herkunft der Bestellungen nachvollziehen zu können. Unter anderem könnten Amazon & Gooding erkennen, dass Sie den Partnerlink auf dieser Website geklickt und anschließend ein Produkt bei Amazon oder Gooding erworben haben.
12. Betroffenheitsrechte
12.1. Recht aus Auskunft
Nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) steht dem Nutzer ein Recht auf die unentgeltliche Auskunft über die Herkunft und den Umfang seiner gespeicherten Daten zu. Sie als Nutzer erhalten auf Antrag Ihrerseits kostenlose Auskunft darüber, welche personenbezogenen Daten über Sie gespeichert wurden.
12.2. Recht auf Berichtigung
Sie haben ein Recht auf unverzügliche Berichtigung Sie betreffender unrichtiger Daten und/oder Vervollständigung Ihrer bei uns gespeicherten unvollständigen Daten.
12.3. Recht auf Löschung
Sie haben nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO das Recht zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.
12.4. Recht auf Datenübertragbarkeit
Sie haben das Recht, Ihre personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesebaren Format zu erhalten oder die Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen zu verlangen, soweit dies technisch machbar ist.
12.5. Recht auf Widerruf erteilter Einwilligungen
Der Nutzer hat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen das Recht, die Einwilligung in die Erhebung, Speicherung und Nutzung der personengebundenen Daten mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen.
12.6. Recht auf Beschwerde
Beschwerden gegen Ärzte gegen Tierversuche e.V. können bei den Aufsichtsbehörden eingereicht werden.
Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Postfach 20 04 44
40102 Düsseldorf
Tel.: 0211/38424-0
Fax: 0211/38424-10
E-Mail: poststelle@ldi.nrw.de
Sie können sich bei Beschwerden auch direkt mit uns in Verbindung setzen. Zuständig in der Geschäftsstelle ist:
Geschäftsführer Claus Kronaus
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
Tel.: 02204 9990210
E-Mail: kronaus@aerzte-gegen-tierversuche.de
13. Datenschutzbeauftragte
Dr. Barbara Felde
Steingasse 8
35418 Buseck
Tel.: 06408-5006617
E-Mail: datenschutz@aerzte-gegen-tierversuche.de
Aktualisiert am: 16.03.2026
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seiten
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
Deutschland
Telefon 02204 99902-0
Fax 02204 99902-99
E-Mail: info@aerzte-gegen-tierversuche.de
Web: www.aerzte-gegen-tierversuche.de
Vertreten durch:
Vorsitzender:
Dr. med. Andreas Ganz
(unter Vereinsanschrift erreichbar)
Stellv. Vorsitzende:
Dr. med. vet. Corina Gericke
(unter Vereinsanschrift erreichbar)
Vorstandsmitglied:
Dr. med. Katharina Feuerlein
(unter Vereinsanschrift erreichbar)
Vorstandsmitglied:
Dr. med. Eva Katharina Kühner
(unter Vereinsanschrift erreichbar)
Geschäftsführerin Wissenschaft:
Dr. rer. nat. Tamara Zietek
(unter Vereinsanschrift erreichbar)
Geschäftsführerin Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Melanie Seiler
(unter Vereinsanschrift erreichbar)
Geschäftsführer Finanzen:
Claus Kronaus
(unter Vereinsanschrift erreichbar)
Vereinsregister: Amtsgericht Köln VR 18796
USt.-ID-Nr. gem. § 27a UStG: DE297898468
Bankverbindung:
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE 48 4306 0967 4126 7406 00
BIC: GENODEM1GLS
Dieses Impressum gilt für www.aerzte-gegen-tierversuche.de sowie alle Internetpräsenzen des Ärzte gegen Tierversuche e.V., insbesondere die auf Facebook erstellten Seiten aller unserer Arbeitsgruppen (AGs).
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Pressesprecherin
Dr. med. vet. Gaby Neumann
(unter Vereinsanschrift erreichbar)
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Redaktion
Dr. Corina Gericke
Stephanie Elsner
Copyright
Texte: Eine Verwendung der eigenen Texte von Ärzte gegen Tierversuche e.V. auf dieser Website unter Nennung der Quelle "www.aerzte-gegen-tierversuche.de" oder "Ärzte gegen Tierversuche e.V." ist kostenlos erlaubt und ausdrücklich erwünscht.
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