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Datenbank Tierversuche

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Dokument 161Titel: Ein integrativer Ansatz zu chronischer Cisplatin-Giftigkeit bei Mäusen offenbart die Bedeutung des organischen Kation-Transporter-abhängigen Protein-Netzwerks für Nierenschutz
Hintergrund: Das Chemotherapie-Medikament Cisplatin hat beim Menschen schwere Nebenwirkungen, vor allem Schädigung der Nieren, Nerven und des Innenohrs. Hier soll herausgefunden werden, was für eine Rolle ein bestimmter Membrantransporter bezüglich dieser Giftigkeit des Medikaments spielt.
Tiere: 72 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden unter den Genehmigungsnummern 84-02.04.2011.A140 und 84-02.04.2014. A454 bei einer nicht genannten Behörde genehmigt. Die Mäuse werden von Prof. Schinkel, The Netherlands Cancer Institute, Amsterdam, Niederlande, und von Harlan-Winkelmann, Borchen, erworben. Es handelt sich um genmanipulierte Mäuse, denen das Gen für ein Protein fehlt, wodurch ihre Nerven und Nieren weniger anfällig für Giftstoffe werden sowie Mäuse, denen die Genveränderung fehlt („Wild-Typ“). Die Tiere werden über mindestens 10 Generationen gezüchtet.

Über 4 Wochen wird den Mäusen zweimal in der Woche das Medikament Cisplatin in die Bauchhöhle gespritzt. Nach der letzten Injektion wird der Gesamturin über 24 Stunden gesammelt und analysiert. Unter Narkose wird das Hörvermögen der Mäuse mit Hilfe von Elektroden gemessen (Hirnstamm-Audiometrie), ebenso wird die Nervenleitfähigkeit an einem Bein mittels Elektroden gemessen sowie eine Reihe nicht näher beschriebener neurophysiologischer und Verhaltenstest, um Nervenschäden festzustellen. Danach wird eine Nadel ins Herz eingeführt und so Blut abgenommen. In die linke Herzkammer wird Kochsalzlösung gepumpt, wodurch die Tiere sterben. Nieren, Hoden, Samenstränge, Nerven und Hörschnecken werden entnommen.

Die Förderung erfolgte durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), ein Teil durch das National Institutes of Health-Stiftung, USA, und der Neurotoxizitätsteil durch die „Fondazione Banca del Monte di Lombardia“, Italien.

Bereich: Toxikologie, Krebsforschung

Originaltitel: An integrative approach to cisplatin chronic toxicities in mice reveals importance of organic cation-transporter-dependent protein networks for renoprotection

Autoren: Anna Hucke (1), Markus M. Rinschen (2,3), Oliver B. Bauer (4), Michael Sperling (4), Uwe Karst (4), Christina Köppen (4), Karolin Sommer (4), Rita Schröter (1), Cecilia Ceresa (5), Alessia Chiorazzi (5), Annalisa Canta (5), Sara Semperboni (5), Paola Marmiroli (5), Guido Cavaletti (5), Stefan Schlatt (6), Eberhard Schlatter (1), Hermann Pavenstädt (1), Barbara Heitplatz (7), Veerle Van Marck (7), Alex Sparreboom (8), Vivien Barz (1), Arne Knief (9), Dirk Deuster (9), Antoinette am Zehnhoff?Dinnesen (9), Giuliano Ciarimboli (1)*

Institute: (1) Medizinische Klinik D, Experimentelle Nephrologie, Universitätsklinikum Münster, Albert-Schweitzer-Campus 1/A14, 48149 Münster, (2) Klinik II für Innere Medizin und und Zentrum für Molekulare Medizin Köln (ZMMK), Universität zu Köln, Köln, (3) Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD), Universität zu Köln, Köln; (4) Institut für Anorganische und Analytische Chemie, Westfälische Wilhelms-Universität, Münster, (5) Experimental Neurology Unit of the Department of Medicine and Surgery, University of Milano Bicocca, Monza, Italien, (6) Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Universitätsklinikum Münster, Münster, (7) Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Münster, Münster, (8) Division of Pharmaceutics, College of Pharmacy and Comprehensive Cancer Center, The Ohio State University, Columbus, OH, USA, (9) Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, Universitätsklinikum Münster, Münster

Zeitschrift: Archives of Toxicology 2019; 93(10): 2835-2848

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5068



Dokument 162Titel: Die Immunologie der Makaken-Plazenta: eine detaillierte Analyse und kritischer Vergleich mit der humanen Plazenta
Hintergrund: Die Plazenten von Primaten und Menschen sollen verglichen werden, vor allem in Bezug auf die Immunologie
Tiere: 100 Affen (Affen-Plazenten)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Es werden 100 Plazenten von Makaken, die sich in unterschiedlichen Zeitpunkten der Schwangerschaften befinden, auf verschiedene Immunmoleküle untersucht.

Die Plazenten werden den Autoren von dem Affenauftragslabor Covance in Münster zur Verfügung gestellt. In diesem Labor werden Giftigkeitsprüfungen und Medikamententestungen an Affen durchgeführt. Dort werden bei den Affen Kaiserschnitte durchgeführt, um die Embryonen zu verschiedenen Zeitpunkten der Schwangerschaft zu entnehmen. Diese werden getötet und untersucht, um die Auswirkungen der der Mutter verabreichten Stoffe auf den Embryo festzustellen. Die Mutter wird ebenfalls getötet und untersucht. Die in dieser Untersuchung verwendeten Plazenten stammen von Affen, die keine Stoffe oder nur Placebos verabreicht bekommen haben, also als Kontrolltiere dienten.

Die Autoren kommen zu folgenden Schlüssen: die Plazenten von unterschiedlichen Spezies sind sehr einzigartig und unterscheiden sich in vielen Aspekten. Aufbau, Zellarten und Zellverteilung sowie die Produktion von biochemischen Faktoren und Rezeptoren unterscheiden sich bei Menschen und Affen. Ergebnisse in einer Spezies könnte nicht einfach auf eine andere Spezies übertragen werden. Zahlreiche biochemische Faktoren kommen nur bei Menschen vor und dies behindert die Übertragung von Tierversuchsergebnissen auf den Menschen.

Bereich: Immunologie, Reproduktionsmedizin, Primatologie

Originaltitel: The immunology of the macaque placenta: A detailed analysis and critical comparison with the human placenta

Autoren: Eberhard Buse (1)*, Udo R. Markert (2)

Institute: (1) Prof. emeritus, Düesbergweg 119, 48153 Münster, (2) Placenta-Labor, Klinik für Geburtsmedizin, Universitätsklinikum Jena, Jena

Zeitschrift: Critical Reviews in Clinical Laboratory Sciences 2019: 56(2): 118-145

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5067



Dokument 163Titel: Wirkung der ischämischen Präkonditionierung auf die Lunge im Schweinemodell bei Ventilations-bedingter Lungenverletzung
Hintergrund: Bei einer Operation am Brustkorb wird oft nur eine Lunge beatmet, was zu Gewebeschäden in der Lunge führen kann. Um dies zu vermeiden, wird bei menschlichen Patienten seit über einem Jahrzehnt der Blutfluss in einem Bein kurzzeitig abgeklemmt, was beim Menschen einen besser schützenden Effekt hat, als man bisher im Tierversuch nachvollziehen kann. Die zugrundeliegenden biochemischen Mechanismen sollen verstanden werden, indem man die Prozedur bei Schweinen untersucht.
Tiere: 14 Schweine
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Experimente wurden in Uppsala, Schweden genehmigt. 14 zweieinhalb Monate alte Ferkel eines lokalen Züchters werden unter Narkose zwei Katheter in die Halsvenen gelegt und einer in die Halsarterie, um kontinuierlich Blutdruck zu messen und Blutproben zu entnehmen. Ein Harnkatheter sammelt den während der Operation entstehende Urin.

Der Blutfluss am linken Hinterbein wird mit einer aufblasbaren Manschette 3 Mal für 5 Minuten abgeklemmt, um einen Blutstau künstlich zu erzeugen. Der linke Lungenflügel wird mittels einer Art Blasebalg, der über die Luftröhre in den linken Bronchus geschoben wird, für 2 Stunden blockiert. Zu verschiedenen Zeitpunkten wird eine Lungenspülung vorgenommen, indem Kochsalzlösung in die Lunge gepumpt und wieder abgesaugt wird. Blutproben und die Flüssigkeit der Lungenspülung werden auf verschiedene Werte untersucht. Am Ende des Experiments werden die Ferkel mit einer Überdosis Kaliumchlorid getötet. Der Brustkorb wird aufgeschnitten und die gesamte Lunge entnommen.

Die Studie wurde finanziert vom Swedish Research Council (Schwedisches Forschungsgemeinschaft, Stockholm, Schweden), der Swedish Heart and Lung Fund (Schwedische Herz und Lungen Stiftung, Stockholm, Schweden) sowie durch institutionelle Quellen der Uppsala Universität und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Bereich: Lungenforschung, Intensivmedizin, Chirurgie, Traumatologie

Originaltitel: Pulmonary effects of remote ischemic preconditioning in a porcine model of ventilation-induced lung injury

Autoren: Astrid Bergmann* (1,2), Thomas Schilling (1), Göran Hedenstierna (2), Kerstin Ahlgren (2), Anders Larsson (2), Moritz Kretzschmar (1), Alf Kozian (1), Thomas Hachenberg (1)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Otto-von-Guericke-Universität, Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg, (2) Department of Medical Sciences, Hedenstierna Laboratory, Uppsala University, Schweden

Zeitschrift: Respiratory Physiology & Neurobiology 2019; 259: 111-118

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5066



Dokument 164Titel: Ein optogenetisches Analogon der nachrangigen Verstärkung in Drosophila
Hintergrund: Versuche zum Lernverhalten von Fruchtfliegen durch Bestrafung und Vermeidung derselben.
Tiere: Wirbellose (Anzahl unbekannt)(Fruchtfliegen)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Fruchtfliegen werden gentechnisch verändert und untereinander so gekreuzt, dass eine bestimmte Nervenzellgruppe die Eigenschaft erhält, unter Lichteinwirkung je nach verwendeter Wellenlänge gehemmt oder aktiviert zu werden. Die Fliegen werden in totaler Dunkelheit gehalten und in für sie nicht sichtbarem, rotem Licht trainiert. Die Experimente finden im Dunkeln statt.

Es werden 2 Gerüche präsentiert. Pro Experiment wird jeweils ein Geruch mit einem grünen Licht gekoppelt, das je nach Wellenlänge die betreffende Nervenzellgruppe aktiviert oder hemmt.

Um herauszufinden, welchen Geruch die Fliegen bevorzugen bzw. vermeiden, werden sie in ein T-Maze (T-Labyrinth) gesetzt, von einem Gang aus gehen zwei weitere Gänge T-förmig ab, an deren Ende sich jeweils einer der beiden Gerüche befindet. Bewegen sich die Fruchtfliegen in den Arm des einen Geruchs, wird dieser als bevorzugt gewertet und der andere als vermeidend interpretiert. Die Experimente werden in unterschiedlichen Konstellationen mehrfach wiederholt, auch nach einer 18-stündigen Hungerperiode. Es stellt sich heraus, dass der Geruch mit der Hemmung der Nervenzellen von den Fliegen als „Bestrafung“ wahrgenommen wird, die Aktivierung der Zellen vermutlich als „Belohnung“. Die Fliegen haben offensichtlich ein Gedächtnis, mit dem sie sich an bestrafende und belohnende Gerüche erinnern. Was im Anschluss der Experimente mit den Fliegen passiert, ist nicht beschrieben.

Die Studie wurde finanziert von der Deutschen Forschungsgesellschaft und dem Leibniz Institut für Neurobiologie, Magdeburg.

Bereich: Neurobiologie

Originaltitel: An optogenetic analogue of second-order reinforcement in Drosophila

Autoren: Christian König (1)*, Afshin Khalili (1), Thomas Niewalda (1), Shiqiang Gao (2), Bertram Gerber (1,3,4)*

Institute: (1) Abteilung Genetik von Lernen & Gedächtnis, Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg, Brenneckestrasse 6, 39118 Magdeburg, (2) Julius-von-Sachs-Institut, Universität Würzburg, Würzburg, (3) Institut für Biologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, (4) Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) – Zentrum für neurowissenschaftliche Forschung, Magdeburg

Zeitschrift: Biology Letters 2019; 15: 20190084. http://dx.doi.org/10.1098/rsbl.2019.0084

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5065



Dokument 165Titel: CYR61 verbessert die Muskelkrafterholung in einem Kaninchen-Traumamodell
Hintergrund: Ziel dieser Studie soll sein, die Wirkung einer Testsubstanz auf ein Muskel-Knochen-Trauma von Kaninchen zu untersuchen.
Tiere: 22 Kaninchen (Weiße Neuseelandkaninchen)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Woher die Tiere stammen und wo sie gehalten werden, wird nicht angegeben. Bei den Kaninchen wird unter Narkose ein standardisiertes Muskel-Skelett-Trauma an einem Unterschenkel erzeugt. Hierfür wird der Oberschenkel für 90 Minuten abgeklemmt, um den Blutfluss zu stoppen. Zudem wird mit einer Klemme der Schienbeinmuskel für 30 Minuten gequetscht. Das Schienbein wird durchgesägt und ein 1 cm großes Stück Knochen herausgesägt, so dass das Bein kürzer wird. Außen am Bein wird ein Metallgestell (Fixateuer externe) angebracht. Damit wird in den nächsten 10 Tagen der durchtrennte Knochen langsam auseinandergezogen. Bei der Operation wird eine Hälfte der Tiere mit einer Testsubstanz behandelt (CYR61), indem diese in den Knochenspalt eingebracht wird. Ein Kaninchen stirbt während der Narkose und zwei Tiere werden später getötet, weil sich das Metallgestell gelöst hat. Ob die Tiere ein Schmerzmittel bekommen, wird nicht erwähnt. Alle 5 Tage wird unter Narkose die Muskelkraft beider Hinterbeine durch Anlegen von Elektroden gemessen. 40 Tage nach Beginn der Versuche werden die überlebenden Tiere mit einer Giftspritze ins Herz getötet. Die Autoren meinen, dass ihre Studie nur mit Vorsicht auf die klinische Praxis und den Menschen übertragen werden kann, wobei das aber bei allen Tierstudien so sei.

Bereich: Knochenchirurgie, Chirurgie

Originaltitel: CYR61 improves muscle force recreation in a rabbit trauma model

Autoren: Sönke Percy Frey (1)*, Berrin Yorumazel (2), Stefanie Hölscher-Doht (3), Lars Eden (3), Norbert Schütze (4), Rainer Heribert Meffert (3), Hendrik Jansen (3)

Institute: (1) Orthopädische Klinik, St. Josef-Hospital Bochum, Katholisches Klinikum Bochum, Ruhr-Universität Bochum, Gudrunstr. 56, 44791 Bochum, (2) Klinik für Kinder- & Jugendmedizin, Klinikum Würzburg Mitte gGmbH - Standort Missioklinik, Klinikum Würzburg Mitte, Würzburg, (3) Chirurgie II, Hand, Sport, Endoprothetik, Wirbelsäule, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg, (4) Orthopädische Klinik, König-Ludwig-Haus, Würzburg

Zeitschrift: Technology and Health Care 2019. DOI: 10.3233/THC-191635

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5064



Dokument 166Titel: Vorteilhafte Wirkungen der Vitamin-D-Behandlung bei einem adipösen Mausmodell einer nicht-alkoholischen Fettleber
Hintergrund: Wirkung einer hochdosierten Vitamin-D-Behandlung auf eine nicht-alkoholische Fettleber bei übergewichtigen Mäusen.
Tiere: 32 Mäuse
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Unterfranken genehmigt. Eine spezielle transgene Mäuselinie wird bei Charles River in Sulzfeld gekauft. Eine Steatohepatitis ist eine nicht alkoholbedingte Fettleber, also eine Erkrankung der Leber, die meist durch Überernährung entsteht. Ein Teil der Mäuse erhält ein Spezialfutter mit viel Fett und Zucker, was zu einer Leberverfettung führt. Eine Gruppe Mäuse erhält für 12 Wochen nur die Hälfte des nötigen Vitamin D, um einen Mangel auszulösen. Danach bekommen einige Mäuse für 4 Wochen die 20-fache Menge an Vitamin D zugefüttert. Die Tiere erhalten zusätzlich nur mit Zucker angereichertes Trinkwasser. Innerhalb von 16 Wochen entwickeln die Mäuse eine Fettleber mit Fibrosen (Vernarbung des Lebergewebes). Eine Gruppe Mäuse wird zum Vergleich mit normalem Futter ernährt. Am Ende der Studie, wohl nach 4 Monaten, werden alle Tiere getötet und untersucht. Wie die Tiere getötet werden, wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung, der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Universität Würzburg.

Bereich: Leberforschung, Übergewichtsforschung

Originaltitel: Beneficial effects of vitamin D treatment in an obese mouse model of non-alcoholic steatohepatitis

Autoren: Daniel Jahn (1), Donata Dorbath (1), Stefan Kircher (2), Anika Nier (3), Ina Bergheim (3), Kaatje Lenaerts (4), Heike M. Hermanns (1), Andreas Geier (1,5)*

Institute: (1) Hepatologie, Medizinische Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums, Zentrum Innere Medizin (ZIM), Oberdürrbacher Straße 6, Haus A3, 97080 Würzburg, (2) Institut für Pathologie der Universität Würzburg, Julius-Maximilians-Universität, Würzburg, (3) Department für Ernährungswissenschaften, Universität Wien, Wien, Österreich, (4) NUTRIM School for Nutrition and Translational Research in Metabolism, Department of Surgery, Maastricht University Medical Centre, Maastricht, Niederlande, (5) Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz

Zeitschrift: Nutrients 2019, 11(1), 77; https://doi.org/10.3390/nu11010077

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5063



Dokument 167Titel: Das Transmembranprotein LRIG2 erhöht die Tumorprogression bei der Hautkarzinogenese
Hintergrund: Es werden Mäuselinien genmanipuliert, die ein bestimmtes Protein, von dem bekannt ist, dass es eine Rolle bei Hautkrebs spielt, überproduziert. Nach Behandlung mit Chemikalien entwickeln die Tiere Hautkrebs. Das Proteinprofil der Krebszellen der krankgemachten Tiere wird mit dem von Menschen verglichen, deren Hautkrebs üblicherweise durch zu viel Sonne entstanden ist. Man kommt zu dem Ergebnis, dass die Funktion des Gens bei Mäusen dieselbe ist wie beim Menschen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(mehrere Hundert)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern genehmigt. Mäuse werden genmanipuliert (transgen) und die Nachkommen mit den erwünschten Eigenschaften ingezüchtet. Ziel ist, zwei transgene Mauslinien zu erzeugen, die ein bestimmtes Protein in ihrer Haut überproduzieren. Damit die Tiere dies nicht sofort produzieren, wird die Produktion dieses Proteins durch Zugabe eines Antibiotikums im Trinkwasser unterdrückt.

Um bei den Mäusen Hautkrebs auszulösen, wird eine krebsauslösende Chemikalie (7,12-Dimethylbenz(a)anthracen (DMBA)) auf die rasierte Rückenhaut gerieben. Die Tiere zeigen bereits nach 48 Stunden starke Entzündungen auf der Haut und in den Blutgefäßen. Die Tumorentstehung wird durch wiederholtes Auftragen eines tumorfördernden Mittels (12-O-Tetra-Decanoylphorbol-13-Azetat) erreicht. Diese Applikation erfolgt zweimal pro Woche für 24 Wochen. Die Tumorentwicklung wird wöchentlich beurteilt. Zum Vergleich werden immer Geschwister-Tiere verwendet, die die Genveränderung nicht aufweisen (Kontrolltiere). Spätestens sechs Wochen nach der chemischen Tumorinduktion entwickeln 58% der transgenen Tiere Hautkrebs, bei den Kontroll-Geschwistern sind es 10%. Die transgenen Mäuse haben mehr und schlimmere Tumore als die Kontrolltiere. Nach 24 Wochen werden die überlebenden Tiere getötet und untersucht. Drei Stunden bevor die Tiere getötet werden, wird ihnen der Farbstoff Bromdesoxyuridin in die Bauchhöhle gespritzt, damit man die Wucherungen im Gewebe besser untersuchen kann. Wieviel Tiere vorher sterben, wird nicht erwähnt.

Diese Studie wird von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: The transmembrane protein LRIG2 increases tumor progression in skin carcinogenesis

Autoren: Christine Hoesl (1), Thomas Fröhlich (2), Jennifer E. Hundt (3), Hermann Kneitz (4), Matthias Goebeler (4), Ronald Wolf (5), Marlon R. Schneider (1), Maik Dahlhoff (1)*

Institute: (1) Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie, Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Feodor- Lynen-Straße 25, 81377 München, (2) Laboratory for Functional Genome Analysis LAFUGA, Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München, München, (3) Lübecker Institut für Experimentelle Dermatologie, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Universität zu Lübeck, Lübeck, (4) Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg, (5) Dermatologie und Allergologie, Philipps Universität Marburg, Marburg

Zeitschrift: Molecular Oncology 2019; 13(11): 2476-2492

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5062



Dokument 168Titel: Behandlung von Defekten des fokalen Knorpels bei Minischweinen mit zonalen Chondrozyten / mesenchymalen Vorläuferzellkonstrukten
Hintergrund: Es sollen alternative Therapien für Arthritis entwickelt werden. Hierfür werden spezielle Biomaterialen hergestellt, von denen angenommen wird, sie könnten die Regeneration von künstlich geschädigtem Knorpel bei Schweinen verbessern.
Tiere: 6 Schweine (Mini-Schweine)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Tierversuche werden von einer Behörde in Karlsruhe unter der Nummer 35-9185,81 / G117 / 16 genehmigt. Die Minischweine stammen aus einer Zucht in Ruthe, wo sich eine Anlage der Tiermedizinischen Hochschule Hannover befindet. Wo die Tiere gehalten und operiert werden, wird nicht kommuniziert.

Es werden Knorpelstücke aus den Knien von zwei Schweinen vom Schlachthof gewonnen sowie Knochenmarkszellen aus Knochen von 2 „Spenderschweinen“ (evtl. auch vom Schlachthof). Daraus werden zwei verschiedene Biomaterialien hergestellt, die Knorpellöcher in der folgenden Operation ausfüllen sollen.

Bei den Schweinen werden unter Narkose ein Knie aufgeschnitten. Im unteren Bereich des Oberschenkelknochens werden 2 runde Knorpelstücke mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Tiefe von 1 mm herausgeschnitten. Die Defekte werden mit den beiden Biomaterialien gefüllt oder als Kontrolle leer gelassen. Die Tiere bekommen nach der Operation ein Schmerzmittel. Sechs Monate nach der Operation werden die Schweine unter Narkose durch Injektion von Pentobarbital getötet, um die Knie zu untersuchen.

Die Studie wurde aus Mitteln des Siebten Rahmenprogramms der Europäischen Union „HydroZONES“ finanziert.

Bereich: Biomaterialforschung, Arthritisforschung

Originaltitel: Treatment of focal cartilage defects in minipigs with zonal chondrocyte/mesenchymal progenitor cell constructs

Autoren: Friederike Bothe (1), Anne-Kathrin Deubel (1), Eliane Hesse (1), Benedict Lotz (2), Jürgen Groll (3), Carsten Werner (4), Wiltrud Richter (1), Sebastien Hagmann (2)*

Institute: (1) Forschungszentrum für Experimentelle Orthopädie, Universita?tsklinikum Heidelberg, Schlierbacher Landstr. 200a, 69118 Heidelberg, (2) Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, (3) Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde, Bayerisches Polymerinstitut, Universität Würzburg, Würzburg, (4) Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V., Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien, Dresden

Zeitschrift: International Journal of Molecular Sciences 2019; 20: 653. doi: 10.3390/ijms20030653

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5061



Dokument 169Titel: Anti-CNTN1-IgG3 induziert in einem passiven Übertragungs-Rattenmodell akute Leitungsblockaden und motorische Defizite
Hintergrund: Es soll die Hypothese geprüft werden, ob spezielle Antikörper eine Neuropathie (Nervenerkrankung) bei Ratten auslösen können.
Tiere: 43 Ratten (mindestens)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Unterfranken genehmigt und die Tiere werden bei Charles River in Sulzfeld gekauft.

Neuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems (außerhalb Gehirn und Rückenmark). Bei Ratten wird eine bestimmte Form der Neuropathie hervorgerufen, indem den Tieren unter Narkose zwei Mal ein Antikörpergemisch von Neuropathie-Patienten in den rechten Ischiasnerv injiziert wird. Davor und danach werden mehrfach Tests zum Gangverhalten durchgeführt. Die Tiere werden dafür einzeln auf eine sich immer schneller drehende Walze gesetzt („RotaRod“). Es wird die Zeit gemessen, bis das Tier herunterfällt. Eine Ganganalyse wird durchgeführt, indem die Fußabdrücke der Ratte auf einer Glasplatte mit einer Kamera aufgenommen werden. Die Schmerzempfindlichkeit wird getestet, indem Kunststofffasern verschiedener Dicke auf die Sohlen beider Hinterpfoten gedrückt werden. Es wird beobachtet, wann die Ratte die Pfote wegzieht. Zudem werden Nervenleitungsstudien unter Narkose durchgeführt. Dabei werden Elektroden am freigelegten Ischiasnerv und an den Zehen angelegt und es wird gemessen, inwieweit ein Stromstoß am Nerv von den Nerven bis zu Zeh geleitet wird. Die Tests zeigen Nervenschäden bei den Ratten. Während der letzten Nervenleitungsstudie, spätestens nach 9 Tagen, werden die Tiere unter Narkose getötet.

Die Arbeit wurde vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung des Universitätsklinikums Würzburg (IZKF) finanziert.

Bereich: Neurologie, Neuroimmunologie

Originaltitel: Anti-CNTN1 IgG3 induces acute conduction block and motor deficits in a passive transfer rat model

Autoren: Kathrin Doppler (1)*, Yasmin Schuster (1), Luise Appeltshauser (1), Lydia Biko (1), Carmen Villmann (2), Andreas Weishaupt (1), Christian Werner (3), Claudia Sommer (1)

Institute: (1) Neurologische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Würzburg, Josef-Schneider-Str. 11, 97080, Würzburg, (2) Institut für Klinische Neurobiologie, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg, (3) Lehrstuhl für Biotechnologie und Biophysik, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg

Zeitschrift: Journal of Neuroinflammation 2019; 16(1): 73. doi: 10.1186/s12974-019-1462-z

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5060



Dokument 170Titel: Die Schweineinvariante der natürliche Killer-T-Zellen: Funktionelle Profilerstellung und Dynamik bei stationären und viralen Infektionen
Hintergrund: Um natürliche Killer-T-Zellen von Schweinen als „Großtiermodell“ für den Menschen besser zu verstehen, werden sie mit Viren infiziert und untersucht.
Tiere: 25 Schweine
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Tierversuche werden vom Amt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern (LALFF M-V) mit den Aktenzeichen 7221.3-1-035 / 17 für IAV und 7221.3-1.1-064 / 17 für ASFV genehmigt. Die Tiere stammen vom BHZP-Basiszuchtbetrieb Garlitz-Langenheide und werden am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald-Insel Riems gehalten. 13 Ferkel im Alter von 4 Wochen werden mit Influenza A Virus (IAV) durch Einsprühen in die Nase infiziert. 12 erwachsene Schweine werden ebenfalls über die Nase mit dem Afrikanischen Schweinepestvirus (ASFV) infiziert. Den Tieren wird regelmäßig Blut abgenommen, um es zu untersuchen. Die Tiere, die mit dem Influenza A Virus infiziert werden, scheinen nach sieben Tagen die Infektion überstanden zu haben. Die Tiere die mit dem Afrikanischen Schweinepestvirus infiziert werden, zeigen alle schwere Symptome, wobei diese nicht näher beschrieben werden. Normalerweise bekommen die Tiere Hustenanfälle, Atemnot, blutigen Durchfall, Erbrechen, Blaufärbung der Haut und Blutungen aus Nase und After. Alle Schweine der ASFV-Gruppe sterben. Die Tiere, die das Influenza A Virus bekommen haben, werden vermutlich getötet, wie und wann wird nicht erwähnt.

Diese Studie wird von der Exzellenzinitiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.

Bereich: Immunologie, Virologie

Originaltitel: Porcine invariant natural killer T cells: functional profiling and dynamics in steady state and viral infections

Autoren: Alexander Schäfer (1), Jane Hühr (1), Theresa Schwaiger (2), Anca Dorhoi (1), Thomas C. Mettenleiter (3), Sandra Blome (4), Charlotte Schröder (2), Ulrike Blohm (1)*

Institute: (1) Institut für Immunologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Südufer 10 17493 Greifswald - Insel Riems, (2) Labor für experimentelle Tierhaltung und bakteriologische Diagnostik, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald-Insel Riems, (3) Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald - Insel Riems, (4) Institut für Virusdiagnostik (IVD), Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald - Insel Riems

Zeitschrift: Frontiers in Immunology 2019; 10: 1380. doi:10.3389/fimmu.2019.01380

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5059



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