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Dokument 161

Titel: Einfluss tierischer Nebenprodukte auf die Verdaulichkeit der Nahrung und die Kotqualität bei Beagle-Hunden
Hintergrund: Die Verwendung von Schlachtabfällen zur Herstellung von Hundefutter ist weit verbreitet. Hier wird nun untersucht, wie sich die Fütterung unterschiedlich fein vermahlener Schlachtabfälle auf die Kotqualität von Hunden auswirkt.
Tiere: 6 Hunde (Beagle)
Jahr: 2023

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) unter der Nummer 33.12-42502-04-13/1209 genehmigt. In den Versuchen werden sechs weibliche Beagle im Alter von sechs bis zehn Jahren eingesetzt, die aus der Tierhaltung des Instituts für Tierernährung der Tierärztliche Hochschule Hannover stammen.

Aus einem niedersächsischen Schlachthof werden Abfälle von Hähnchen bezogen, welche aus den Knochen, Schädeln, Hals, Fett und Teilen von Muskeln bestehen. Die Schlachtabfälle werden in drei verschiedenen Feinheitsgraden gemahlen. Jede der Schlachtabfall-Sorten wird jeweils für 10 Tage an alle Hunde verfüttert. Die Hunde erhalten dazu einmal täglich am Morgen eine abgewogene Menge des Futters. Es wird beobachtet, wie gut die Tiere das Futter annehmen und wie schnell sie es essen, übrig gelassenes Futter wird gewogen.

An den jeweils letzten 5 Tagen der Fütterung der einzelnen Schlachtabfall-Sorten wird der Kot der Hunde gesammelt und untersucht. Während dieser Zeit werden die Hunde einzeln in Zwingern mit Betonfußboden gehalten, damit der Kot den einzelnen Tieren zugeordnet werden kann. Der Kot wird anhand seines Aussehens bewertet und auf seine Bestandteile untersucht.

Das weitere Schicksal der Hunde wird nicht erwähnt, vermutlich werden sie in weiteren Versuchen eingesetzt.

Die Veröffentlichung der Arbeiten wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Impact of animal by-products on diet digestibility and fecal quality in beagle dogs

Autoren: Bussarakam Chuppava (1)*, Diana-Christin Siebert (1), Christian Visscher (1), Josef Kamphues (1), Amr Abd El-Wahab (1,2)

Institute: (1) Institut für Tierernährung, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Bischofsholer Damm 15, Geb. 124, 30173 Hannover, (2) Department of Nutrition and Nutritional Deficiency Diseases, Faculty of Veterinary Medicine, Mansoura University, Mansoura, Ägypten

Zeitschrift: Life 2023; 13: 850

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5554



Dokument 162

Titel: Was passiert bei Rüden nach der Behandlung mit einem 4,7 mg Deslorelin-Implantat? II. Wiederherstellung der Hodenfunktion nach Implantatentfernung
Hintergrund: Die “chemische Kastration” mit einem die Fruchtbarkeit senkenden Hormon-Implantat für Rüden wird bereits seit über 10 Jahren von Tierärzten angeboten und durchgeführt. Dass der Effekt der Implantate reversibel ist und die Rüden im Anschluss wieder fruchtbar sind, ist bekannt. Hier soll nun genauer untersucht werden, wann sich der Hormonhaushalt und die Spermienproduktion nach Implantatentfernung wieder normalisieren. Die Autoren merken an, dass weitere Untersuchungen mit anderen Hunderassen und Hunden unterschiedlichen Alters und Gewichts durchgeführt werden sollten.
Tiere: 10 Hunde (Beagle)
Jahr: 2022

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) unter der Nummer AZ 19/3203 genehmigt. Es werden 10 männliche Beagles eingesetzt. Ole, Strolch, Fiete, Spencer, Toni, Murphy und Lui wurde in einer vorausgehenden Studie ein Deslorelin-Implantat am Bauch unter die Haut implantiert. Das stäbchenförmige Implantat gibt den Wirkstoff Deslorelin ab, wodurch die Rüden unfruchtbar werden. Drei weitere Rüden erhielten in derselben Studie statt des Implantats eine Salzlösung injiziert.

In der vorliegenden Studie werden die Hunde 5 Monate nach dem Einsetzen des Implantats in Narkose versetzt, das Implantat und der rechte Hoden der Hunde wird entfernt und der Hoden feingeweblich untersucht. Auch den Hunden ohne Implantat wird unter Narkose der rechte Hoden entfernt. Im Anschluss werden die Hunde über einen Zeitraum von 149 Tagen regelmäßig untersucht und gewogen. Dazu wird den Tieren, zunächst wöchentlich und dann in längeren Abständen, Blut aus einer Vene abgenommen.

Über den gesamten Beobachtungszeitraum werden einmal pro Woche Ultraschalluntersuchungen der Prostata durchgeführt. Die Größe des verbleibenden Hodens wird wöchentlich vermessen. Ab der zweiten Woche wird den Hunden einmal pro Woche Sperma abgenommen. Dazu werden die Rüden durch Anwesenheit einer läufigen Hündin oder durch Anwesenheit einer Hündin und einen Lappen, der mit dem Vaginalsekret einer läufigen Hündin beschmiert ist, sexuell erregt und per Hand für bis zu 10 Minuten stimuliert. Für diese Art der Samengewinnung wurden die Hunde in vorausgegangenen Versuchen trainiert. Die Spermien werden aufgefangen und untersucht. Bei den Untersuchungen wird festgestellt, dass bei Lui zum Zeitpunkt der Implantatentfernung die Wirkung des Implantats bereits nachgelassen hatte. Daher können die mit ihm gewonnenen Daten nicht verwendet werden.

Am sechsten Tag nach der Implantatentfernung wird den Hunden ein Hormon gespritzt, das die Fruchtbarkeit steigern soll. Am Folgetag wird ein menschliches Schwangerschaftshormon gespritzt. Vor und nach den Hormonverabreichungen wird Blut abgenommen und untersucht. Diese Tests werden im Folgenden noch zweimal wiederholt.

Am 149. Tag nach der Entfernung des Implantats werden die Hunde erneut in Narkose versetzt und der linke Hoden wird entfernt und feingeweblich untersucht. Das weitere Schicksal der Hunde wird nicht beschrieben, vermutlich werden sie in weiteren Versuchen eingesetzt.

Die Arbeiten wurden durch die Firma Virbac in Bad Oldesloe unterstützt. Die Veröffentlichung wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover gefördert.

Bereich: Tiermedizin, Reproduktionsforschung, Andrologie

Originaltitel: What happens in male dogs after treatment with a 4.7 mg deslorelin implant? II. Recovery of testicular function after implant removal

Autoren: Sabrina Stempel (1), Hanna Körber (1), Larena Reifarth (1), Gerhard Schuler (2), Sandra Goericke-Pesch (1)*

Institute: (1) Abteilung Reproduktion, Klinik für Kleintiere, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Bünteweg 9, Gebäude 280, 30559 Hannover, (2) Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere, Klinikum Veterinärmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen

Zeitschrift: Animals 2022; 12: 2545

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5553



Dokument 163

Titel: Zytomegalievirus-Seropositivität als potenzieller Risikofaktor für eine erhöhte Anfälligkeit für Lärmtraumata
Hintergrund: Es soll für Meerschweinchen untersucht werden, ob eine Infektion mit dem Cytomegalovirus nach einem Schalltrauma zu einem stärkeren Gehörverlust führt. Da die in dem Versuch ermittelten Effekte zu gering sind, schlagen die Autoren weitere Studien mit einer größeren Anzahl von Tieren vor.
Tiere: 9 Meerschweinchen
Jahr: 2022

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin unter der Nummer G0079/15 genehmigt. Die neun weiblichen Meerschweinchen des Albino-Stamms Dunkin Hartley stammen aus der Versuchstierzucht Envigo in Leicestershire, Großbritannien. Vier der Tiere sind seropositiv für das Meerschweinchen infizierende Cytomegalovirus (CMV), das heißt sie hatten Kontakt mit dem Virus und haben Antikörper dagegen gebildet. Dies wird noch bei Envigo mit einer Blutprobe ermittelt. Wie die Tiere zu der Infektion kamen, wird nicht erwähnt. Die anderen fünf Meerschweinchen weisen keine Antikörper gegen das Virus auf.

Die Tiere werden in Narkose versetzt und ein Hochfrequenzlautsprecher wird 10 cm oberhalb des Kopfes der Meerschweinchen positioniert. Über diesen Lausprecher werden Töne unterschiedlicher Frequenzen in unterschiedlicher Lautstärke abgespielt, während zeitgleich über drei unter die Haut auf dem Scheitel, hinter der Ohrmuschel und an einer Körperseite gestochene Elektroden die Hirnströme gemessen werden.

Am nächsten Tag werden die Tiere erneut in Narkose versetzt. Sie werden in eine schalldichte Kammer gelegt und ein Lautsprecher befindet sich 10 cm oberhalb ihres Kopfes. Ihnen wird für zwei Stunden ein 115 Dezibel lautes Geräusch vorgespielt, das entspricht in etwa der Lautstärke einer Rockband. Die Tiere werden während der Beschallung beobachtet und wenn nötig wird Narkosemittel nachdosiert.

14 Tage nach dem so verursachten Schalltrauma werden die Tiere wieder narkotisiert und ihr geschädigtes Gehör wird wie am Tag vor dem Schalltrauma untersucht. Danach wird der Brustkorb der Meerschweinchen geöffnet und das Herz freigelegt. Durch eine Nadel wird eine konservierende Flüssigkeit in das schlagende Herz des Meerschweinchens gepumpt. Auf diese Weise werden die Tiere getötet, ihre Innenohren werden herausgeschnitten und untersucht.

Bereich: Hörforschung, Virologie

Originaltitel: Cytomegalovirus seropositivity as a potential risk factor for increased noise trauma susceptibility

Autoren: Moritz Groschel*, Stefan Voigt, Susanne Schwitzer, Arne Ernst, Dietmar Basta

Institute: Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Unfallkrankenhaus Berlin, Warener Str. 7, 12683 Berlin

Zeitschrift: Noise Health 2022; 24(112): 1-6

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5552



Dokument 164

Titel: Die Kontraktionskraft transplantierter Kardiomyozyten unterstützt aktiv die Herzfunktion nach einer Verletzung
Hintergrund: Die Transplantation von Herzzellen soll dazu dienen das Herz, beispielsweise nach einem Infarkt, zu regenerieren. Das Verfahren wird bereits in klinischen Studien am Menschen untersucht. Hier wird an Meerschweinchen untersucht, wie das Verfahren funktioniert.
Tiere: 35 Meerschweinchen
Jahr: 2022

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Freie und Hansestadt Hamburg unter der Nummer N098/2019 genehmigt. Es werden 35 weibliche Meerschweinchen im Alter von 8 bis 9 Wochen eingesetzt, die aus der Versuchstierzucht Envigo stammen.

Die Meerschweinchen werden in Narkose versetzt. Ihr Herz wird mittels Ultraschall untersucht. In einer nicht näher beschriebenen Operation wird der Brustkorb aufgeschnitten und das Herz freigelegt. Dann wird mit einem auf -196 °C abgekühlten Metallstab von 0,5 cm Durchmesser viermal für jeweils 30 Sekunden die linke Herzkammer der Tiere berührt, wodurch das Gewebe durch Erfrierung abstirbt.

Sieben Tage später werden die Tiere erneut unter Narkose operiert und mit Ultraschall untersucht. Der Brustkorb wird geöffnet und unterschiedliche Herzzellen, die aus menschlichen induzierten pluripotenten Stammzellen gezüchtet und zum Teil gentechnisch so verändert sind, dass sie auf Licht oder eine chemische Substanz reagieren, werden an drei verschiedenen Stellen in das Herzgewebe in und um die Erfrierung herum gespritzt. Ab dem dritten Tag vor dieser zweiten Operation und für 28 Tage nach der Operation erhalten die Tiere Medikamente, die ihr Immunsystem unterdrücken, damit es die transplantierten menschlichen Zellen nicht als fremd erkennt und abstößt.

Die Tiere werden 28 Tage nach der Transplantation der Herzzellen getötet, nachdem ihr Herz erneut mit Ultraschall untersucht wurde. Einem Teil der Meerschweinchen wird dazu ein Medikament gespritzt, das die Bildung von Blutgerinnseln verhindert. Die Tiere werden in Narkose versetzt, ihr Brustkorb wird geöffnet und das Herz wird herausgeschnitten. Das Herz wird dann mit einer Nährlösung durchspült und so am Leben gehalten. Das Herz wird mit verschiedenfarbigem Licht bestrahlt und überprüft, ob dies einen Einfluss auf sein Schlagen hat. Andere Tiere werden auf nicht genannte Art getötet und ihr Herz wird entnommen und in Scheiben geschnitten untersucht.

Die Arbeiten wurden durch das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, den Europäischen Forschungsrat (ERC), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union gefördert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Chirurgie, Transplantationsmedizin

Originaltitel: Contractile force of transplanted cardiomyocytes actively supports heart function after injury

Autoren: Tim Stüdemann (2), Judith Rössinger (1,2), Christoph Manthey (1,2), Birgit Geertz (1), Rajiven Srikantharajah (1,2), Constantin von Bibra (1,2), Aya Shibamiya (1,2), Maria Köhne (1,2,3), Antonius Wiehler (4), J Simon Wiegert (5), Thomas Eschenhagen (1,2), Florian Weinberger (1,2)*

Institute: (1) Institut für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Martinistraße 52, 20246 Hamburg, (2) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, Standort Hamburg/Kiel/Lübeck, (3) Surgery for Congenital Heart Disease, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum Hamburg, Hamburg, (4) Department of Psychiatry, Service Hospitalo-Universitaire, Groupe Hospitalier Universitaire Paris Psychiatrie & Neurosciences, Universite de Paris, Frankreich. (5) Forschungsgruppe Synaptische Informationsverarbeitung, Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg, Hamburg

Zeitschrift: Circulation 2022; 146(15): 1159-1169

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5551



Dokument 165

Titel: Einfluss der Laktationsphase auf die Wärmeproduktion und die Makronährstoff-Oxidation bei Milchkühen während einer 24-stündigen Fastenzeit
Hintergrund: Die Futterverwertung von Rindern soll besser verstanden werden, um die Effizienz sogenannter Milchkühe erhöhen zu können. Dies soll die Nachhaltigkeit der Milchindustrie steigern. Die Arbeiten wurden bereits zwischen 2013 und 2014 durchgeführt.
Tiere: 12 Rinder
Jahr: 2023

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern unter der Nummer 7221.1–1.-053/13 genehmigt. Es werden 12 Rinder der Rasse Holstein eingesetzt, die erstmals ein Kalb bekommen haben.

Die Rinder werden zu drei verschiedenen Zeitpunkten nach dem Kalben in sogenannte Stoffwechselkammern gestellt. In diesen Kammern stehen die Rinder angebunden in metallischen Boxen der Maße 2,5 x 1,5 Meter. Durch ein Plexiglasfenster können sie eine Artgenossin sehen, die in der benachbarten Box in der Stoffwechselkammer steht. Die Kammern sind klimatisiert und hermetisch geschlossen, frische Luft wird über eine Pumpe zugeführt. Die aus der Kammer abgeführte Luft wird analysiert. Vor der Geburt ihrer Kälber wurden die Rinder im Rahmen einer anderen Versuchsreihe bereits daran gewöhnt, in den Boxen zu stehen.

Im eigentlichen Versuch werden die Tiere für 66 Stunden in den Boxen angebunden. Die Tiere werden in der Kammer zweimal täglich gemolken. In den ersten 42 Stunden erhalten sie Futter zur freien Verfügung. Dann wird das Futter aus den Boxen genommen und den Tieren Blut aus einer Vene im Hals abgenommen. Nach einer 24-stündigen Fastenperiode wird erneut Blut abgenommen. Fasten ist für Kühe, deren Magen-Darm-Trakt an häufige Futteraufnahme angepasst ist, sehr schlecht. Denn es kann zu einer lebensgefährlichen Übersäuerung des Pansens kommen.

Außerhalb der Versuche in der Stoffwechselkammer werden die Tiere im Stall des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie gehalten.

Das weitere Schicksal der Rinder wird nicht erwähnt, vermutlich werden sie in weiteren Versuchen eingesetzt.

Die Arbeiten wurden durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMBL), die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie gefördert.

Bereich: Nutztierwissenschaften, Tierernährung

Originaltitel: Influence of lactation stage on heat production and macronutrient oxidation in dairy cows during a 24-hour fasting period

Autoren: K. M. Kennedy, Björn Kuhla*

Institute: Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN), Institut für Ernährungsphysiologie "Oskar Kellner", Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf

Zeitschrift: Journal of Dairy Science 2023; 116(4): 2933-2947

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5550



Dokument 166

Titel: Unterscheidung von klassischer und atypischer BSE durch ein unterschiedliches immunhistochemisches PrPSc-Profil
Hintergrund: Es wird ein Verfahren getestet, mit dem Infektionen mit verschiedenen BSE-Varianten anhand der feingeweblichen Untersuchung der Gehirne der infizierten Rinder unterschieden werden können. Die Arbeiten wurden bereits vor 2010 durchgeführt.
Tiere: 24 Rinder
Jahr: 2023

Versuchsbeschreibung: Die am Friedrich-Loeffler Institut stattfindenden Versuche werden durch eine Behörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern unter der den Nummern LALLF M-V/TSD/7221.3-1.2-008/07 und LALLF MV/TSD/7221.3-020/06 genehmigt. Weitere Versuche finden in Kanada statt und werden dort genehmigt.

Am Friedrich-Loeffler Institut werden 10 weibliche Rinder der Rasse Holstein-Friesian im Alter von 6 Monaten mit einer von zwei verschiedenen Varianten der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) infiziert. Bei BSE handelt es sich um eine Erkrankung, bei der sich die Gehirnsubstanz der Rinder zurückbildet, in der Folge entwickeln die Tiere Verhaltensänderungen wie erhöhte Ängstlichkeit, Koordinationsstörungen, bis sie nicht mehr aufstehen können und Sensibilitätsstörungen wie eine Überempfindlichkeit auf Berührungen. Um die Tiere zu infizieren, wird ihnen eine Lösung in das Gehirn gespritzt, die verflüssigtes Hirngewebe von Rindern mit einer bestätigter BSE-Infektion enthält.

Dazu werden die Rinder in Narkose versetzt, die Kopfhaut wird aufgeschnitten und ein 1 mm großes Loch wird in den Schädel gebohrt. Mit einer Spritze mit einer 9 cm langen Nadel wird die infektiöse Flüssigkeit in einen bestimmten Bereich des Gehirns injiziert. Dann wird die Kopfhaut vernäht. Zusätzlich werden drei Rinder oral infiziert, indem ihnen - vermutlich mit einer Schlundsonde - 100 g verflüssigtes Hirngewebe von an BSE erkrankten Rindern verabreicht wird.

Im Anschluss werden alle Tiere engmaschig beobachtet und auf neurologische Symptome von BSE untersucht. Sobald die Tiere bestimmte nicht genauer benannte Kriterien erfüllen, werden sie auf nicht beschriebene Weise getötet. Vermutlich werden die Tiere getötet, sobald sie unter Ataxie, also unkontrollierten Bewegungen der Hinterbeine leiden; so wird es in einer weiteren Publikation der Arbeitsgruppe beschrieben (https://dx.doi.org/10.1080/15287394.2011.529060). Nach der Tötung wird das Gehirn der Tiere entnommen und untersucht.

Neben den Versuchen am Friedrich-Loeffler Institut werden weitere Versuche mit 11 Kälbern im Alter von 2 bis 6 Monaten durch die Canadian Food Inspection Agency durchgeführt. Die Tiere werden narkotisiert, ihre Kopfhaut wir aufgeschnitten, ein 1,6 mm großes Loch wird in den Schädel gebohrt und die infektiöse Flüssigkeit, die eine von drei BSE-Varianten enthält, wird in ihr Gehirn gespritzt; dann wird die Wunde vernäht. Die Tiere werden täglich auf das Auftreten von Symptomen kontrolliert und wenn sie bestimmte nicht beschriebene Kriterien erfüllen, werden sie auf nicht genannte Art getötet, ihr Gehirn wird entnommen und untersucht.

Die Infektion wird für alle Tiere in dieser Studie bestätigt und alle Rinder zeigen nicht näher beschriebene Symptome von BSE.

Die Arbeiten wurden durch das Alberta Prion Research Institute und die Alberta Livestock and Meat Agency sowie die Canadian Food Inspection Agency unterstützt.

Bereich: Tierseuchenforschung

Originaltitel: Discrimination of classical and atypical BSE by a distinct immunohistochemical PrPSc profile

Autoren: Christine Fast (1)*, Catherine Graham (2), Martin Kaatz (3), Kristina Santiago-Mateo (2), Tammy Kaatz (2), Kendra MacPherson (3), Anne Balkema-Buschmann (1), Ute Ziegler (1), Martin H. Groschup (1), Stefanie Czub (2,3)

Institute: (1) Friedrich-Loeffler Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT), Südufer 10, 17493 Greifswald - Insel Riems, (2) Canadian Food Inspection Agency, Lethbridge, Kanada, (3) Faculty of Veterinary Medicine, University of Calgary, Calgary, Kanada

Zeitschrift: Pathogens 2023; 12: 353

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5549



Dokument 167

Titel: Histologische und histomorphometrische Auswertung von implantierten photodynamisch aktiven Biomaterialien zur parodontalen Knochenregeneration im Tierversuch
Hintergrund: Die Biokompatibilität zweier Materialien, die zum Füllen von Knochendefekten im Kiefer verwendet werden sollen, wird untersucht.
Tiere: 8 Schafe
Jahr: 2023

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz am 14. Oktober 2010 unter der Nummer 02-036/10 genehmigt. Die acht weiblichen Schafe stammen von lokalen Züchtern und werden in der Zentralen Experimentellen Tierhaltung des Universitätsklinikum Jena gehalten.

Zwei Wochen nach ihrer Ankunft am Universitätsklinikum Jena werden die Tiere in Narkose versetzt. Die Haut und die Muskeln oberhalb des rechten Knies werden in ca. 10 cm Länge parallel zum Oberschenkelknochen aufgeschnitten. Die Knochenhaut wird aufgeschnitten und in den freigelegten Knochen werden zwei Löcher der Maße 5 x 6 mm gebohrt. Die Löcher werden mit einem von zwei zu testenden gelförmigen Materialien gefüllt. Das Material wird durch Lichtbestrahlung ausgehärtet. Dann wird die Wunde verschlossen und genäht. Im Anschluss wird unterhalb des Knies ein 5 cm langer Schnitt parallel zum Schienbein durchgeführt. Auch hier wird der Knochen freigelegt und ein Loch in den Schienbeinknochen gebohrt, welches mit einem der zu testenden Materialien gefüllt wird, bevor die Wunde vernäht wird. Die so behandelten Knochen werden geröntgt.

12 Monate nach dieser Operation werden die Tiere auf nicht genannte Weise „nach einem Standard-Protokoll“ getötet. Die Knochen, in die die Löcher gebohrt wurden, werden entnommen und untersucht. Dabei werden bei den Löchern, die mit einem der zu testenden Materialien gefüllt wurden, Zeichen einer Entzündung gefunden.

Die Arbeiten erhielten keine Förderung.

Bereich: Biomaterial-Forschung, Knochenchirurgie, Kieferchirurgie

Originaltitel: Histological and histomorphometric evaluation of implanted photodynamic active biomaterials for periodontal bone regeneration in an animal study

Autoren: Bernd Sigusch (1), Stefan Kranz (1)*, Andreas Clemm von Hohenberg (1), Sabine Wehle (1), André Guellmar (1), Dorika Steen (2), Albrecht Berg (3), Ute Rabe (1), Markus Heyder (1), Markus Reise (1)

Institute: (1) Poliklinik für Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie, Universitätsklinikum Jena, An der alten Post 4, 07743 Jena, (2) Biolitec Research GmbH, Jena, (3) Innovent Technologieentwicklung e.V., Jena

Zeitschrift: International Journal of Molecular Sciences 2023; 24: 6200

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5548



Dokument 168

Titel: Kalte nicht-ischämische Herzkonservierung mit kontinuierlicher Perfusion verhindert frühes Transplantatversagen bei der orthotopen Schwein-Pavian Xenotransplantation
Hintergrund: In bisherigen Xenotransplantationsversuchen kam es bei mehr als der Hälfte der Affen innerhalb von 48 Stunden zum akuten Organversagen des eingesetzten Herzens (cardiac xenograft dysfunction, PCXD). Hier wird untersucht, ob die Schweineherzen und damit auch die Affen durch eine andere Konservierungsmethode des Organs länger überleben.
Tiere: 28 Tiere verschiedener Arten (14 Schweine (Deutsche Landrasse/ Großes Yorkshire Schwein), 14 Affen (Papio anubis, Paviane))
Jahr: 2021

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern genehmigt. Die männlichen Paviane stammen aus dem Deutschen Primatenzentrum in Göttingen. Für die Versuche werden junge Schweine verwendet, in deren Erbgut menschliche Gene eingeschleust wurden sowie ein anderes Gen ausgeschaltet wurde. Das soll dazu führen, dass beim Einpflanzen ihrer Organe in den Menschen keine Abstoßungsreaktionen erfolgen. Die Schweine stammen von Revivicor in Blacksburg, USA, und vom Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie (Genzentrum der LMU München, München).

Die Schweine werden in Narkose gelegt und mechanisch beatmet. Der Brustkorb wird aufgeschnitten, das Herz entfernt und auf verschiedene Weise behandelt sowie gelagert. Alle Schweine versterben durch diesen Eingriff.

Parallel zur Operation der Schweine werden die Affen in Narkose gelegt. In eine Halsvene und Oberschenkelarterie werden für eine ständige Blutkontrolle Dauerkatheter geschoben. Der Brustkorb wird aufgeschnitten, die großen Gefäße werden vom Herz abgetrennt und mit einer Herz-Lungen-Maschine verbunden. Das Herz eines Schweins wird eingesetzt und die jeweiligen Gefäßenden miteinander verbunden. Der Brustkorb wird geschlossen und die Haut vernäht. Nach der Operation bekommen die Affen verschiedene Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems und zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems. Außerdem werden in regelmäßigen Abständen Herz-Ultraschalluntersuchungen durchgeführt.

Drei Affen werden aufgrund von akuten Herz-Kreislauf-Versagen innerhalb eines Tages auf nicht genannte Weise getötet, ein weiteres Tier nach 3 Tagen aufgrund von Multiorganversagen. Die restlichen Paviane werden zu verschiedenen Zeitpunkten innerhalb von 4 – 195 Tagen auf nicht genannte Weise getötet.

Zum genauen Gesundheitszustand bzw. zu konkreten Symptomen dieser Affen wird in der vorliegenden Studie -bis auf die Überlebenszeit- nichts geschrieben. Nähere Informationen dazu können in einer anderen Publikation (Datenbank-ID 4965; Längin et al. Nature 2018; 564(7736): 430-433) nachgelesen werden. Alle Paviane werden nach ihrem Tod obduziert und es werden feingewebliche Untersuchungen von Herz und Leber vorgenommen. Die Studie wurde finanziell unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Xenotransplantationsforschung

Originaltitel: Cold non-ischemic heart preservation with continuous perfusion prevents early graft failure in orthotopic pig-to-baboon xenotransplantation

Autoren: Matthias Längin (1)*, Bruno Reichart (2), Stig Stehen (3), Trygve Sjöberg (3), Audrius Paskevicius (3), Qiuming Liao (3), Guangqi Qin (3), Maren Mokelke (2), Tanja Mayr (1), Julia Radan (2), Lara Issl (2), Ines Buttgereit (2), Jiawei Ying (2), Ann Kathrin Fresch (2), Alessandro Panelli (2), Stefanie Egerer (4), Andrea Bähr (4), Barbara Kessler (4), Anastasia Milusev (5), Riccardo Sfriso (5), Robert Rieben (5), David Ayares (6), Peter J. Murray (7), Reinhard Ellgass (8), Christoph Walz (9), Nikolai Klymiuk (4), Eckhard Wolf (4), Jan-Michael Abicht (1), Paolo Brenner (8)

Institute: (1) Klinik für Anaesthesiologie, Klinikum der Universität München, LMU München, Marchioninistr. 15, 81377 München, (2) Transregional Collaborative Research Center 127, Walter Brendel Zentrum für Experimentelle Medizin, LMU München, Marchioninistr. 27, 81377 München, (3) Department of Cardiothoracic Surgery, Lund University and Skåne University Hospital, Lund, Schweden, (4) Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie, Genzentrum der LMU München, LMU München, München, (5) Department for BioMedical Research (DBMR), Universität Bern, Bern, Schweiz, (6) Revivicor, Blacksburg, USA, (7) Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried, (8) Herzchirurgische Klinik und Poliklinik, Klinikum der Universität München, LMU München, München, (9) Pathologische Institut, Medizinische Fakultät, LMU München, München

Zeitschrift: Xenotransplantation 2021; 28: e12636

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5547



Dokument 169

Titel: SIV-induzierte endgültig differenzierte anpassungsfähige NK-Zellen in Lymphknoten, die mit einer erhöhten, auf MHC-E beschränkten Aktivität einhergehen
Hintergrund: Welche Virusmengen finden sich in Lymphknoten von Affen nach Infektion mit Affen-AIDS?
Tiere: 39 Affen (mindestens 12 Westliche Grünmeerkatzen (Chlorocebus sabaeus), 18 Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis), 18 Rhesusaffen (Macaca mulatta))
Jahr: 2021

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden in Frankreich und Deutschland statt, genehmigt vom französischen Ministerium für Ausbildung und Forschung unter der Nummer 2453-2015102713323361v2 bzw. dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Sicherheit (LAVES) unter den Nummern 33.19-42502-04-12/0820 und 33.19-42502-04-17/2500. Gehalten werden die Westlichen Grünmeerkatzen und Langschwanzmakaken am IDMIT Center (Fontenay-aux-Roses, Frankreich), die Rhesusaffen am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen. An diesen Orten finden auch jeweils die Versuche statt.

Zu Beginn der Versuche sind die Affen durchschnittlich 3-5 Jahre alt und wiegen zwischen 3 und 6 Kilogramm. Für die gesamte Studie über 250 Tage werden die Tiere in Einzelkäfigen nicht genannter Größe in einem Infektionsschutzbereich der Stufe 3 gehalten. Das stellt für diese sehr sozialen Tiere eine große Belastung dar. Alle Affen - bis auf 5 Rhesusaffen, die als "uninfizierte Kontrolltiere" dienen - werden mit SIV ("Affen-AIDS") infiziert, indem unter Narkose Viren in die Blutbahn gespritzt werden. Verwendet werden verschiedene Virusstämme. Die Langschwanzmakaken bekommen zwei verschiedene Dosen, die anderen Affen nur eine Dosis. Zu verschiedenen Zeitpunkten vor der Infektion bis zu 250 Tagen nach der Infektion wird den Tieren Blut abgenommen und bei einigen Affen auf nicht genannte Weise Gewebeproben von Lymphknoten entnommen. Vermutlich erfolgt dies, indem eine Kanüle in einen Lymphknoten gestochen und Zellmaterial angesaugt wird. Am 9. und 150. Tag nach der Infektion werden bei einigen Tieren ganze Lymphknoten herausgeschnitten und untersucht. Nicht erwähnt, aber vermutlich geschieht dies unter Narkose. Bei allen Langschwanzmakaken sowie 6 der infizieren Rhesusaffen kommt es zur Ausbreitung der Viren im Blut. Wie viele Grünmeerkatzen eine sogenannte Virämie zeigen, wird nicht erwähnt. Auch fehlt die Angabe, welche Symptome die betroffenen Tiere zeigen. Üblicherweise leiden erkrankte Affen unter Appetitlosigkeit, Durchfall, Husten und Atemnot. Am Ende der Studie werden die Affen auf nicht genannte Weise getötet und verschiedene Organe für feingewebliche Untersuchungen entnommen.

Zusätzlich zu den Tierversuchen werden auch Versuche gemacht, bestimmte Blutzellen von gesunden Westlichen Meerkatzen mit dem Virus zu infizieren.

Die Studie wurde finanziell unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIE), der Hector Stiftung, den National Institutes of Health (NIH, USA), der Französischen Regierung durch das ANR (Agence National de la Recherche), dem Französischen Institut für AIDS- und Hepatitisforschung (ANRS), dem Institut Pasteur (Frankreich), der Université Paris Cité, der Fondation Jaquelin Beytout (Schweiz), der Fondation Les Ailes (Frankreich) sowie den Fonds MSDAvenir (Frankreich).

Bereich: AIDS-Forschung

Originaltitel: SIV-induced terminally differentiated adaptive NK cells in lymph nodes associated with enhanced MHC-E restricted activity

Autoren: Nicolas Huot (1), Philippe Rascle (1,2), Caroline Petitdemange (1), Vanessa Contreras (3), Christina M. Stürzel (4), Eduard Baquero (5), Justin L. Harper (6), Caroline Passaes (1), Rachel Legendre (7), Hugo Varet (8), Yoann Madec (9), Ulrike Sauermann (10), Christiane Stahl-Hennig (10), Jacob Nattermann (11), Asier Saez-Cirion (1), Roger Le Grand (3), R. Keith Reeves (12), Mirko Paiardini (6,13), Frank Kirchhoff (4), Beatrice Jacquelin (1), Michaela Müller-Trutwin (1)*

Institute: (1) Institut Pasteur, Unité HIV, Inflammation et Persistance, 25-28 Rue du Dr Roux, 75015 Paris, Frankreich, (2) Université Paris Diderot, Sorbonne Paris Cité, Paris, Frankreich, (3) CEA-Université Paris Sud-Inserm, IDMIT Department, IBFJ, 18 route du Panorama, 92265 Fontenay-aux-Roses, Frankreich, (4) Universitätsklinikum Ulm, Ulm, (5) Institut Pasteur, Unité de Virologie Structurale, Paris, Frankreich, (6) Division of Microbiology and Immunology, Yerkes National Primate Research Center, Emory University, Atlanta, USA, (7) Bioinformatics and Biostatistics Hub, Department of Computational Biology, Institut Pasteur, Paris, Frankreich, (8) Biomics Platform, Center for Technological Resources and Research (C2RT), Institut Pasteur, Paris, Frankreich, (9) Institut Pasteur, Epidemiology of Emerging Diseases Unit, Paris, Frankreich, (10) Deutsches Primatenzentrum - Leibniz Institut für Primatenforschung, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (11) Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Bonn, Bonn; Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), Bonn, (12) Center for Virology and Vaccine Research, Beth Israel Deaconess Medical Center, Harvard Medical School, Boston, USA, (13) Department of Pathology and Laboratory Medicine, Emory University School of Medicine, Atlanta, USA

Zeitschrift: Nature Communications 2021; 12(1): 1282

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5546



Dokument 170

Titel: Die biomechanischen Eigenschaften des reparierten Knorpelgewebes sind nach dem Mikrobohren im Vergleich zum Mikrobrechen bei Knorpeldefekten kritischer Größe überlegen
Hintergrund: Verschiedene Methoden, die Neubildung von Knorpel nach einem Knorpelschaden zu stimulieren werden bei Schafen verglichen.
Tiere: 33 Schafe
Jahr: 2023

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch eine nicht genannte Behörde unter der Nummer AZ 55.2-1-54-2531-167-10 genehmigt. Es werden 33 Merinoschafe im Alter von 6 bis 7 Jahren eingesetzt. Zuvor werden die Tiere geröntgt, um eine Gelenkentzündung auszuschließen.

Die Schafe werden in Narkose versetzt, indem ihnen Beruhigungs- und Narkosemittel in eine Vene gespritzt werden, dann werden sie intubiert, d.h., ein Schlauch wird zur künstlichen Beatmung in die Luftröhre geschoben. Zusätzlich wird ein Schlauch in den Magen gelegt. Die Schafe werden in Rückenlage auf den Operationstisch gelegt. Ein Knie der Tiere wird aufgeschnitten und die Kniescheibe zur Seite geschoben. Dann werden zwei Löcher mit je 6 mm Durchmesser in den Knorpel des Knie-nahen Endes des Oberschenkelknochens gestanzt.

Die Löcher im Knorpel werden dann unterschiedlich behandelt: Entweder sie werden gar nicht behandelt, oder es werden 3 Löcher von 2 oder 4 mm Tiefe in den freiliegenden Knochen gebrochen oder 3 bzw. 6 Löcher von 4 mm Tiefe in den Knochen gebohrt. Nach dem Eingriff und an den folgenden 3 Tagen wird den Schafen ein Schmerzmittel gespritzt.

Die Tiere werden ein Jahr nach dem Eingriff erneut in Narkose versetzt. Dann werden die Bereiche mit den Löchern und dem neugebildeten Knorpel herausgeschnitten. Im Anschluss werden die Schafe durch Spritzen eines Tötungsmittels getötet.

Bereich: Knochenchirurgie, Chirurgie, Regenerationsforschung

Originaltitel: Biomechanical properties of repair cartilage tissue are superior following microdrilling compared to microfracturing in critical size cartilage defects

Autoren: Florian Pohlig (1)*, Michael Wittek (2), Anne von Thaden (3), Ulrich Lenze (1), Claudio Glowalla (1,2), Philipp Minzlaff (4), Rainer Burgkart (1), Peter Michael Prodinger (4)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München (TUM), Ismaninger Straße 22, 81675 München, (2) BG Unfallklinik Murnau, Murnau am Staffelsee, (3) Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, München, (4) Krankenhaus Agatharied, Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie, Hausham

Zeitschrift: In Vivo 2023; 37(2): 565-573

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5545



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