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Datenbank Tierversuche

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Dokument 771Titel: Ein mikrochirurgisch hervorgerufenes Modell einer reinen Arterienaussackung bei Ratten
Hintergrund: Vorstellung eines chirurgischen "Modells" für die Arterienaussackung (Aneurysma), das sowohl für chirurgisches Training als auch Forschungszwecke gedacht ist.
Tiere: 20 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden unter Narkose operiert. Der Bauch wird aufgeschnitten, um an die Bauchaorta (große Körperschlagader) zu gelangen. Im unteren Halsbereich werden Haut und Muskeln aufgeschnitten, um die Kopfschlagader freizulegen. Beide Blutgefäße werden abgeklemmt. Aus der Kopfschlagader werden zwei Stücke herausgeschnitten und sie werden so zusammengenäht, dass daraus ein an einer Seite offener Sack entsteht. In die Bauchschlagader wird ein Schnitt gemacht und der Sack wird darauf genäht. So soll ein Aneurysma (Arterienaussackung) beim Menschen simuliert werden. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht erwähnt.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Microsurgically induced pure arterial aneurysm model in rats

Autoren: T. Mücke (1)*, F. Hölzle (1), K.-D. Wolff (1), A. Harders (2), M. Scholz (2)

Institute: (1) Technische Universität München, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Ismaninger Str. 22, 81675 München, (2) Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Neurochirurgie, Bochum

Zeitschrift: Central European Neurosurgery 2011: 72, 38-41

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4303



Dokument 772Titel: Beurteilung der Effektivität und Biokompatibilität einer neuen, semisynthetischen Kollagenmatrix als Ersatz für die harte Hirnhaut bei einem Großtiermodell
Hintergrund: Test einer künstlichen Hirnhaut.
Tiere: 34 Schweine
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter deutscher Federführung in Ungarn statt. Die Schweine ungenannter Herkunft werden unter Narkose operiert. Die Kopfhaut wird eingeschnitten, der Schädelknochen freigelegt. Aus der Knochenhaut wird ein 2x2 cm großes Stück herausgeschnitten. In den Schädelknochen wird ein Loch gebohrt, durch das eine Druckmesssonde eingeführt wird. An einer anderen Stelle des Schädels wird ein 2,5 x 2 cm großes Knochenstück herausgeschnitten. Aus der darunter liegenden Hirnhaut wird ein 1,5 x 1 cm großes Stück herausgeschnitten. Dann wird durch Absaugen eine Schädigung des Hirngewebes simuliert. Nun werden die Schweine in drei Gruppen eingeteilt. Die Defekte in der Hirnhaut werden auf unterschiedliche Weise abgedeckt. Zwei Gruppen erhalten zwei verschiedene künstliche Materialien. Das eine künstliche Material wird von dem Sponsor der Arbeit, B. Braun Aesculap, Tuttlingen, hergestellt. Bei einer Gruppe Schweine wird das zuvor herausgeschnittene Knochenhautstück auf den Defekt genäht. Die Kopfhaut wird vernäht. Jeweils einige Tiere aus jeder Gruppe werden ein oder sechs Monate nach der Operation getötet, indem sie unter Narkose mit Formalin durchströmt werden.

Die Arbeit wurde durch die Firma B. Braun Aesculap gesponsert.

Bereich: Biomaterialforschung, Chirurgie

Originaltitel: Evaluation of efficacy and biocompatibility of a novel semisynthetic collagen matrix as a dural onlay graft in a large animal model

Autoren: Axel Neulen (1,5)*, Angelika Gutenberg (1), Ildiko Takacs (2), Hyörgy Weber (2), Jürgen Wegmann (3), Walter Schulz-Schaeffer (4), Alf Giese (1,5)

Institute: Abteilung für Neurochirurgie, Zentrum für Neurologische Medizin, Universität Göttingen, Göttingen, (2) Department of Surgical Research and Techniques, Medical School, University of Pecs, Pecs, Ungarn, (3) B. Braun, Aesculap AG, Tuttlingen, (4) Abteilung für Neuropathologie, Zentrum für Neurologische Medizin, Universität Göttingen, Göttingen, (5)* Abteilung für Neurochirurgie, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Langenbeckstr. 1, 55101 Mainz

Zeitschrift: Acta Neurochirurgie 2011: 153 (11), 2241-2250

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4302



Dokument 773Titel: Schutz vor einer schweren Schädigung des Darms durch Mangeldurchblutung und Wiederdurchblutung bei Ratten durch Verabreichung von Resveratrol in die Vene
Hintergrund: Test einer Substanz, die bei Operationen Gewebeschäden des Darms vermindern soll.
Tiere: 30 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die männlichen Ratten wurden in der Zentralen Tierversuchsanlage des Universitätsklinikums Essen gezüchtet. Den Tieren werden unter Narkose zwei Katheter (Plastschläuche) in eine Halsarterie und -vene eingeführt. Der Bauch wird in der Mitte aufgeschnitten. Die Darmarterie, die zum Dünndarm führt, wird 90 Minuten lang abgeklemmt, so dass der Darm in dieser Zeit nicht mehr durchblutet wird. Dann werden die Klemmen geöffnet und die Blutzirkulation durch den Darm wiederhergestellt. Die Ratten werden in 5 Gruppen zu je 6 Tieren eingeteilt. Zwei Gruppen erhalten ab 30 Minuten vor der Abklemmung der Blutzufuhr eine Resveratrol, eine Substanz, die unter anderem in Weintrauben und rotem Wein vorkommt, in zwei verschiedenen Dosierungen in die Halsvene injiziert. Drei Gruppen dienen als Kontrolle, d.h. die Tiere erhalten eine wirkungslose Kochsalzlösung oder der Bauch wird aufgeschnitten, ohne den Blutfluss zu unterbinden. 120 Minuten nach Beginn der Wiederdurchblutung werden alle Ratten durch einen Schnitt ins Herz getötet. Der Darm wird herausgeschnitten, um die entstandenen Gewebeschäden zu beurteilen.

Die Arbeit wurde durch die Dr. F. Köhler Chemie, Bensheim, unterstützt.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Protection against severe intestinal ischemia/reperfusion injury in rats by intravenous resveratrol

Autoren: Frank Petrat*, Herbert de Groot

Institute: Institut für Physiologische Chemie, Universitätsklinikum, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45122 Essen

Zeitschrift: Journal of Surgical Research 2011: 167, e145-e155

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4301



Dokument 774Titel: Schutz durch Pyruvat-Infusion bei einem Rattenmodell einer schweren Schädigung des Darms durch Mangeldurchblutung und Wiederdurchblutung
Hintergrund: Test einer Substanz, die bei Operationen Gewebeschäden des Darms vermindern soll.
Tiere: 30 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die männlichen Ratten wurden in der Zentralen Tierversuchsanlage des Universitätsklinikums Essen gezüchtet. Den Tieren werden unter Narkose zwei Katheter (Plastschläuche) in eine Halsarterie und -vene eingeführt. Der Bauch wird in der Mitte aufgeschnitten. Die Darmarterie, die zum Dünndarm führt, wird 60 Minuten lang abgeklemmt, so dass der Darm in dieser Zeit nicht mehr durchblutet wird. Dann werden die Klemmen geöffnet und die Blutzirkulation durch den Darm wiederhergestellt. Die Ratten werden in 5 Gruppen zu je 6 Tieren eingeteilt. Drei Gruppen erhalten ab 30 Minuten vor der Abklemmung der Blutzufuhr eine Testsubstanz in verschiedenen Dosierungen in die Halsvene injiziert. Eine Gruppe erhält eine wirkungslose Kochsalzlösung. Bei den Tieren einer weiteren Gruppe wird der Bauch aufgeschnitten, ohne den Blutfluss zu unterbinden. Neunzig Minuten nach Beginn der Wiederdurchblutung werden alle Ratten durch einen Schnitt ins Herz getötet. Der Darm wird herausgeschnitten, um die entstandenen Gewebeschäden zu beurteilen.

Die Arbeit wurde durch die Dr. F. Köhler Chemie, Bensheim, unterstützt.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Protection by pyruvate infusion in a rat model of severe intestinal ischemia-reperfusion injury

Autoren: Frank Petrat, Thomas Rönn, Herbert de Groot*

Institute: Institut für Physiologische Chemie, Universitätsklinikum, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45122 Essen

Zeitschrift: Journal of Surgical Research 2011: 167, e93-e101

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4300



Dokument 775Titel: Lokale Hemmung der Blutgefäßbildung resultiert in einer athrophischen Nicht-Heilung bei einem Knochenbruch-Rattenmodell
Hintergrund: Entwicklung eines "Tiermodells" für eine verzögerte Knochenheilung beim Menschen.
Tiere: 98 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Bei den Ratten wird unter Narkose ein Schienbeinknochen durchgesägt. Das Wadenbein wird manuell gebrochen. In die Markhöhle des Schienbeinknochens wird ein Stahldraht eingeführt, der die Enden zusammenhält. Dabei erhält eine Gruppe Ratten einen unbeschichteten Draht. Bei der zweiten Gruppe wird ein Draht verwendet, der mit menschlichen Blutgefäß- und Knochenaufbauzellen sowie einem Hemmstoff beschichtet ist, der das Wachstum von Blutgefäßen hemmen soll. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach der Operation, spätestens nach 84 Tagen, werden die Ratten narkotisiert und durch Injektion eines Giftes in das Gehirn getötet. Die Schienbeinknochen werden untersucht. Es stellt sich heraus, dass bei der Gruppe, die den Hemmstoff erhalten hat, der Knochen auch nach 84 Tagen noch nicht zusammengeheilt war.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Local inhibition of angiogenesis results in an athrophic non-union in a rat osteotomy model

Autoren: M. Fassbender (1,2)*, S. Strobel (1,2), J.S. Rauhe (1,2). C. Bergmann (1,2), G. Schmidmaier (3), B. Wildemann (1,2)

Institute: (1) Julius-Wolff-Institut, Centrum für Muskoloskeletale Chirurgie, Charité:-Universitätsmedizin Berlin, (2)* Berlin-Brandenburg Zentrum für Regenerative Therapien, Charité:-Universitätsmedizin Berlin, Föhrenstr. 15, 13353 Berlin, (3) Abteilung für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Universitätsklinikum Heidelberg

Zeitschrift: European Cells and Materials 2011: 22, 1-11

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4299



Dokument 776Titel: Vergleichende Analyse der Knochenintegration von Titanimplantaten mit säure-geäzten Oberflächen und verschiedenen biomolekularen Beschichtungen
Hintergrund: Vergleich der Einheilung in den Knochen von Zahnimplantaten aus Titan mit verschiedenen Beschichtungen.
Tiere: 9 Schweine
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden 9 weibliche Schweine im Alter von 18 Monaten verwendet. Sie stammen aus der Zucht Cotswold Pig Development, Lemgo. Die Versuche werden von der Regierung von Mittelfranken in Ansbach genehmigt, fanden also offensichtlich in Erlangen statt.

Bei den Schweinen wird unter Narkose die Haut an der Stirn aufgeschnitten und zurückgeklappt, so dass der Schädelknochen freigelegt wird. Jedes Schwein erhält 10 Löcher in den Stirnknochen gebohrt. In diese Löcher werden Schraubenimplantate aus Titan mit verschiedenen Beschichtungen eingeschraubt. Es werden Implantate mit 9 verschiedenen Beschichtungen verwendet, die nach einem Zufallsprinzip auf die Schweine verteilt werden. Nach 2, 4 und 8 Wochen werden jeweils drei Schweine durch Überdosis mit Pentobarbital getötet, um das Einwachsen der Implantate in den Knochen zu studieren.

Bereich: Implantologie, Zahnmedizin, Kieferchirurgie, Biomaterialforschung

Originaltitel: Comperative analysis of osseointegration of titanium implants with acid-etched surfaces and different biomolecular coatings

Autoren: Cornelia Katharina Mueller (1)*, Michael Thorwarth (1), Michelle Schmidt (1), Karl Andreas Schlegel (2), Stefan Schultze-Mosgau (1)

Institute: (1) Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie / Plastische Chirurgie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Erlanger Allee 101, 07747 Jena, (2) Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik, Universität Erlangen-Nürnberg

Zeitschrift: Oral surgery, oral medicine, oral pathology, oral radiology, and endodontics 2011: 112(6), 726-736

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4298



Dokument 777Titel: Simvastatin verbessert das Überleben von Augennetzhautganglionzellen und das räumliche Sehvermögen bei Mäusen nach einer akuten Mangel- und Wiederdurchblutung
Hintergrund: Auswirkung einer Augennetzhautschädigung auf das Sehvermögen und die Hirnaktivitäten bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Bei den Mäusen wird unter Narkose eine Kanüle (Hohlnadel) in das rechte Auge gestochen. Die Kanüle ist über einen Schlauch mit einem Behälter mit Kochsalzlösung verbunden. Der Behälter wird hochgehalten, so dass der Augendruck erhöht wird. Dieser erhöhte Druck wird je nach Gruppe der Tiere 15, 30, oder 60 Minuten aufrechterhalten. Durch den Druck wird die Netzhaut für diesen Zeitraum nicht durchblutet und dadurch geschädigt. Dann wird die Kanüle entfernt und die Mäuse erwachen aus der Narkose. In das linke Auge wird eine Kanüle gestochen, ohne dass der Augendruck erhöht wird. In der Folgezeit werden verschiedene Experimente mit den Mäusen durchgeführt.

In einem Käfig frei herumlaufenden Mäusen werden auf einem Bildschirm driftende Sinuskurven gezeigt. Die Mäuse folgen den Kurven mit entsprechenden Kopfbewegungen. Will man das rechte Auge testen, laufen die Kurven nach rechts, beim Test für das linke Auge nach links. Bewegt die Maus ihren Kopf nicht parallel zu den Kurven, wird das als mangelndes Sehvermögen interpretiert. Dieser Test wird 1, 3, 6, 9, 12, 15 und 18 Tage nach Schädigung der Netzhaut wiederholt. Bei erhöhtem Augendruck von 60 Minuten sind die Mäuse auf einem Auge blind.

Bei einigen Mäusen wird die Hirnaktivität untersucht. Dazu werden die Mäuse betäubt. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Halteapparat eingespannt. Der Schädelknochen wird nicht geöffnet. Der Schädel wird mit speziellem Licht erleuchtet und mit einer speziellen Kamera gefilmt. So kann die Durchblutung in einzelnen Hirnarealen beurteilt werden. Den Tieren werden dabei verschiedene Muster auf einem Bildschirm vor den Augen gezeigt.

Einige Mäuse erhalten kurz nach der Netzhautschädigung vier Tage lang täglich ein Medikament in die Bauchhöhle injiziert. Sechs und 18 Tage nach der Netzhautschädigung werden einige Mäuse getötet, um die Augen gewebekundlich zu untersuchen.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Simvastatin improves retinal ganglion cell survival and spatial vision after acute retinal ischemia/reperfusion in mice

Autoren: Katja Krempler (1), Christian W. Schmeer (2), Stefan Isenmann (3), Otto W. Witte (2), Siegrid Löwel (1,4)*

Institute: (1) Institut für Allgemeine Zoologie und Tierphysiologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, (2) Hans Berger Klinik für Neurologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, (3) Klinik für Neurologie, Helios Klinikum Wuppertal und Universität Witten/Herdecke, (4) Bernstein Focus Neurotechnology (BFNT) und Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen

Zeitschrift: Investigative Ophthalmology and Visual Science 2011: 52, 2606-2618

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4297



Dokument 778Titel: Entwicklung einer chirurgischen Technik zur Implantation eines drahtlosen Netzhautimplantats bei Göttinger Minischweinen
Hintergrund: Chirurgische Technik zur Implantation eines Netzhautimplantats im Auge.
Tiere: 16 Schweine (Göttinger Minipigs)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Minipigs stammen aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dänemark. Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Düsseldorf genehmigt. Die Tiere werden unter Narkose am rechten Auge operiert. In die Lederhaut wird ein Schnitt gemacht, durch den ein Implantat in das Auge eingebracht wird. Das Gerät besteht aus einer kleinen Platte mit zahlreichen Elektroden, die an der Netzhaut befestigt wird. Von dort führt ein Kabel zu einem Empfänger-Chip, der hinter der Iris angebracht wird. Das Gerät funktioniert drahtlos. Es wird hier allerdings nicht die Funktion, sondern nur die chirurgische Technik getestet. Nach 3 und 12 Wochen werden jeweils 8 Schweine auf nicht genannte Weise getötet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Development of surgical technique for implantation of a wireless intraocular epiretinal retina implant in Göttingen minipigs

Autoren: Thomas Laube (1)*, Claudia Brockmann (1), Gernot Roessler (2), Peter Walter (2), Christine Krueger (3), Michael Goertz (4), Susanne Klauke (5), Norbert Bernfeld (1)

Institute: (1) Zentrum für Augenheilkunde, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45147 Essen, (2) Augenklinik, RWTH Aachen, Aachen, (3) Zentrales Tierlabor, Universität Duisburg-Essen, Essen, (4) Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme, Duisburg, (5) Institut für Physik, Neurophysik, Philipps-Universität Marburg, Marburg

Zeitschrift: Graefe’s Archive for Clinical and Experimental Ophthalmology 2012: 250 (1), 51-59

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4296



Dokument 779Titel: Ultraschall-Erkennung von flatternden echten Zielen durch frei fliegende Fledermäuse
Hintergrund: Zur Frage wie Fledermäuse flatternde Ziele per Ultraschall erkennen.
Tiere: 3 Fledermäse (Blütenfledermäuse (Glossophaga soricina))
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden drei männliche Blütenfledermäuse verwendet, eine in Südamerika beheimatete Art. Die Herkunft der Tiere, z.B., ob es sich um Zuchttiere handelt, wird nicht erwähnt. Die Autoren geben an, dass es sich um nicht-invasive Versuche handelt, die keiner behördlichen Genehmigung bedürfen! Eine Erlaubnis zur Haltung der genannten Fledermausart liegt für das Institut vor.

Die drei Fledermäuse werden mit Hilfe von Belohnungen in Form von Zucker oder Nektarlösung trainiert. In einem Raum sind drei Futterplätze eingerichtet: ein Startplatz und zwei Plätze vor zwei Lautsprechern. Jeweils ein Lautsprecher wird durch einen 10 Hz Ton zum Vibrieren gebracht. Die Fledermaus muss zunächst zum Startplatz fliegen und dann zu dem vibrierenden Lautsprecher. Macht sie es richtig, gibt es eine Belohnung. Die Versuche werden jeden Tag über mehrere Wochen durchgeführt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Verhaltenskunde, Zoologie

Originaltitel: Sonar detection of jittering real targets in a free-flying bat

Autoren: Holger R. Goerlitz*, Cornelia Gebert, Lutz Wiegrebe

Institute: Department Biologie II, Neurobiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, Großhadernstr. 2, 82152 München

Zeitschrift: Journal of the Acoustic Society of America 2010: 128 (3), 1467-1475

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4295



Dokument 780Titel: Beurteilung der Follikelentwicklung von kältekonserviertem Eierstockgewebe von Affen nach Xenotransplantation: Präpubertäre Gewebe sind bei der Wahl des Kältekonservierungsmittels weniger empfindlich
Hintergrund: Um jugendlichen Krebspatientinnen, die ihre Fruchtbarkeit verlieren, später einen Kinderwunsch ermöglichen zu können, soll in dieser Studie die Option untersucht werden, Eierstockgewebe einzufrieren und zu transplantieren.
Tiere: 14 Tiere verschiedener Arten (6 Weißbüscheläffchen, 8 Nacktmäuse)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Weißbüscheläffchen stammen aus der institutseigenen Zucht, wobei nicht erwähnt wird, um welches Institut es sich handelt. Drei der Affen sind 2-3 Jahre, drei Tiere 6-20 Wochen alt. Die gentechnisch veränderten Nacktmäuse werden von Charles River Laboratories, Sulzfeld, bezogen. Die Tiere weisen ein stark vermindertes Immunsystem auf und stoßen daher Fremdgewebe nicht ab. Die Mäuse werden in der "Tierhaltungsanlage der Universität" gehalten, wobei der Name der Universität nicht genannt wird.

Den Affen wird etwas Gewebe aus den Eierstöcken entnommen. Das Gewebe wird mit zwei verschiedenen Methoden mindestens 2 Wochen lang kältekonserviert. Den Mäusen werden die Eierstöcke entnommen. Zwei Wochen später werden den Tieren unter Narkose die aufgetauten Gewebestücke der Affen in kleine Taschen unter die Rückenhaut transplantiert. Jede Maus erhält 8 Gewebestücke. Vier Wochen später werden die Mäuse durch Genickbruch getötet. Die Gewebestücke werden entnommen und gewebekundlich untersucht. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Krebshilfe (German Cancer Aid) unterstützt.

Bereich: Reproduktionsmedizin

Originaltitel: Assessment of follicular development in cryopreserved primate ovarian tissue by xenografting: prepubertal tissues are less sensitive to the choice of cryoprotectant

Autoren: Viktoria von Schönfeldt (1,2), Ramesch Chandolia (2), Ludwig Kiesel (3), Eberhard Nieschlag (2), Stefan Schlatt (2), Barbara Sonntag (3,4)*

Institute: (1) Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Campus Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, (2) Zentrum für Reproduktive Medizin und Andrologie, Universität Münster, (3) Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universität Münster, (4) Amedes, Mönckebergstr. 10, 20095 Hamburg

Zeitschrift: Reproduction 2011: 141, 481-490

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4294



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