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Datenbank Tierversuche

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Dokument 771Titel: Kodierung von Bewegung in nahen Raum außerhalb der Person im Hirnbereich VIP beim Primaten
Hintergrund: Forschungen am Affenhirn zur Wahrnehmung von Bewegungen.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Bei zwei Rhesusaffen werden ein Kopfhalter und eine Elektrodenkammer auf dem Schädeldach dauerhaft angebracht. Üblicherweise werden diese mit Schrauben und Zahnzement am Schädelknochen verankert. Außerdem werden zwei Metallspulen, in die Bindehaut der Augen eingebracht, mit denen die Augenbewegungen gemessen werden können. Die Tiere werden durch Durst "trainiert", eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Bei "richtigem" Verhalten, bekommt das Tier etwas Flüssigkeit. Bei den Versuchen sitzen die Affen in einem Primatenstuhl, der Kopf wird an dem Haltebolzen unbeweglich angeschraubt. Der Affe muss mit den Augen auf einen Punkt in der Mitte eines Bildschirms starren. Neben dem Punkt tauchen in unterschiedlichem Abstand viele, sich bewegende Punkte auf. Der Affe darf den Blick nicht von dem Mittelpunkt wegbewegen. Durch die Elektrodenkammer werden Elektroden durch ein Bohrloch im Schädel in einen bestimmten Hirnbereich eingelassen, wo die Nervenströme gemessen werden. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Sehforschung

Originaltitel: Encoding of movement in near extrapersonal space in primate area VIP

Autoren: Frank Bremmer (1)*, Anja Schlack (2), Andre Kaminiarz (1), Klaus-Peter Hoffmann (1,2)

Institute: (1) Institut für Neurophysik, Philipps-Universität Marburg, Renthof 7, 35032 Marburg, (2) Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, Bochum

Zeitschrift: Frontiers in Behavioral Neuroscience 2013: 7, doi:10.3389/fnbeh.2013.00008

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4449



Dokument 772Titel: Lebenslange eingeschränkte Kalorienaufnahme verbessert das Gedächtnis bei Mäusen
Hintergrund: Es ist bekannt, dass Hunger bei verschiedenen Tierarten lebensverlängernd wirkt. Hier werden die Auswirkungen von Hunger auf die Motorik und das Gedächtnis untersucht. Das Ergebnis: Mäuse, die lebenslang nur 60% der normalen Futtermenge aufnehmen, sind kleiner, haben dichteres Fell, weniger graue Haare, die Sterblichkeit ist geringer, eine schlechtere Motorik, sie sind ängstlicher und haben ein besseres Gedächtnis. Dies gilt aber nur bei lebenslangem Hunger. Setzt der Hunger später ein, hat dies keine Auswirkungen.
Tiere: 70 Mäuse
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Wiga, Sulzfeld. Ab einem Alter von 4 Wochen werden die Mäuse in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhält Futter ad libitum, d.h. die Tiere können so viel Nahrung aufnehmen wie sie möchten. Die zweite Gruppe erhält nur 60% des Futters, das ihre Altersgenossen essen. Nach 4, 20 oder 74 Wochen werden bei beiden Gruppen verschiedene Verhaltens- und Gedächtnistests durchgeführt:

- Test zur Motorik, Koordination und Balance: Eine Maus wird auf eine sich immer schneller drehende Stange gesetzt. Es wird die Zeit gemessen, bis sie sich nicht mehr halten kann und herunterfällt.

- Angstverhalten: Eine Maus wird in die hell erleuchtete Mitte einer 50x50 cm großen Kiste gesetzt. Es wird registriert, ob sie sich eher in der Angst einflößenden Mitte oder eher an den schützenden Wänden aufhält.

- Angstverhalten: Eine Maus wird in die Mitte eines plus-förmigen Irrgartens gesetzt. Zwei Arme sind oben abgedeckt, die beiden anderen oben offen. Es wird verfolgt, ob sich die Maus lieber in den schützenden abgedeckten Armen oder in den Angst einflößenden offenen Armen aufhält.

- Gedächtnistest: Eine Maus wird in ein Wasserbassin gesetzt. An einer Stelle befindet sich eine Plexiglasplattform unterhalb der Wasseroberfläche. Findet die Maus die Plattform nicht selbst, wird sie nach 60 Sekunden dort hin geführt. Dieser Test wird an 4 Tagen wiederholt, damit die Maus die Position der Plattform lernt. Am 5. Tag wird die Plattform entfernt und es wird beobachtet, ob die Maus vermehrt an der Stelle schwimmt, wo zuvor die Plattform war. Nach Abschluss aller Tests werden die Mäuse getötet.

Bei einer weiteren Gruppe Mäuse wird mit der restriktiven Fütterung im Alter von 66 Wochen begonnen. Die Test und die Tötung erfolgen im Alter von 78 Wochen.

Die Arbeit wurde durch das FORUM-Programm der Universität Rostock unterstützt.

Bereich: Altersforschung

Originaltitel: Lifelong caloric restriction increases working memory in mice

Autoren: Angela Kuhla (1)*, Sophie Lange (2), Carsten Holzmann (3), Fabian Maass (2), Jana Petersen (2), Brigitte Vollmar (1), Andreas Wree (2)

Institute: (1) Institut für Experimentelle Chirurgie, Universität Rostock, Universitätsmedizin, Schillingallee 69a, 18057 Rostock, (2) Institut für Anatomie, Universität Rostock, (3) Institute für Medizinische Genetik, Universität Rostock

Zeitschrift: PLOS One 2013: 8(7), e68778

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4448



Dokument 773Titel: Wo war ich? Wo soll ich hingehen? Das räumliche Arbeitsgedächtnis in einem Irrgarten mit strahlenförmigen Armen bei einem Rattenmodell für die Depression
Hintergrund: Entwicklung eines Tests zur Beurteilung des räumlichen Gedächtnisses bei depressiven Ratten.
Tiere: 31 Ratten
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden durch das Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Es werden Ratten zweier Zuchtlinien verwendet, die über 72-74 Generationen im Zentralinstitut für Seelische Gesundheit gezüchtet worden sind. Eine Linie wurde auf "erlernte Hilflosigkeit" gezüchtet, die andere auf "nicht erlernte Hilflosigkeit". Für die Beurteilung der Hilflosigkeit wird folgender Test 15-mal durchgeführt: Eine Ratte wird in eine Kiste gesetzt. In unregelmäßigen Abständen wird die Bodenplatte 60 Sek. unter Strom gesetzt. Die Ratte kann den Strom beenden, indem sie einen Hebel drückt. Tiere, die den Zusammenhang zwischen Schmerz und Hebel nicht begreifen und den Stromstoß über sich ergehen lassen, gelten als "erlernt hilflos" und werden als "Modell" für die Depression beim Menschen verwendet. Ratten, die den Schmerz aktiv beenden, indem sie den Hebel drücken, gelten als "nicht erlernt hilflos", also nicht depressiv. Mit Ratten die besonders hilflos oder besonders nicht-hilflos sind, wird weitergezüchtet.

Für das eigentliche Experiment werden 15 "erlernt hilflose" und 16 "nicht erlernt hilflose" Ratten verwendet. Die Tiere erhalten zunächst weniger Nahrung, so dass sie nur noch 85% ihres Normalgewichts wiegen. Dann wird folgender Test täglich an 20 aufeinander folgenden Tagen durchgeführt: In die Mitte eines strahlenförmigen Irrgartens mit 8 je 50 cm langen Armen wird eine Ratte gesetzt. Am Ende jedes Arms befindet sich ein Napf mit einem Fruchtring als Belohnung. Die Ratte soll in alle 8 Arme laufen und sich die Fruchtringe holen. Am 3. Tag werden 4 der 8 Arme mit einer Tür verschlossen. Die Ratte wird in das Zentrum gesetzt und holt sich die Fruchtringe in den 4 offenen Armen. Dann wird die Ratte für 30 Sek. im Zentrum des Irrgartens eingesperrt. Anschließend werden alle 8 Arme geöffnet, aber nur in den vorher verschlossenen befinden sich noch Belohnungen. Es wird registriert ob die Ratte in schon besuchte Arme läuft oder ob sie sich daran erinnert, in welchen sie schon war. Läuft das Tier nur in die Arme mit dem Futter, wird das als gute räumliche Gedächtnisleistung gewertet. Der gleiche Versuch wird bei anderen Ratten mit einer Verzögerungszeit von 15 Minuten durchgeführt, d.h. es wird getestet, ob sich die Ratte nach dieser Zeit noch daran erinnert, wo sie schon war und wo sie noch hin muss. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Where have I been? Where should I go? Spatial working memory on a radial arm maze in a rat model of depression

Autoren: Sophie Helene Richter (1)*, Benjamin Zeuch (1), Katja Lankisch (1), Peter Gass (1), Daniel Durstewitz (2), Barbara Vollmayr (1)

Institute: (1) Forschungsgruppe Tiermodelle in der Psychiatrie, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim

Zeitschrift: PLOS ONE 2013: 8(4), e62458

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4447



Dokument 774Titel: Das Influenza-A-Virus H1N1 der Pandemie 2009, das eine Q136K-Mutation im Neuamidase-Gen aufweist, ist resistant gegenüber Zanamivir, aber zeigt eine reduzierte Fitness im Meerschweinchen-Übertragungsmodell
Hintergrund: Forschungen zur Übertragung der "Schweinegrippe".
Tiere: 8 Meerschweinchen
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Vier Meerschweinchen werden unter Narkose durch Einsprühen in die Nase mit "Schweinegrippeviren" infiziert. Bei den Viren handelt es sich um eine Mutation der H1N1-Influenza-A-Viren, die 2009 die "Schweinegrippe"-Pandemie auslösten. Die Mutation wird absichtlich hervorgerufen. Die vier Meerschweinchen werden mit vier gesunden Meerschweinchen zusammengebracht. Acht Tage lang wird alle zwei Tage unter Betäubung die Nase der Tiere ausgespült, um die Spülflüssigkeit auf Viren zu untersuchen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Virologie

Originaltitel: Pandemic 2009 H1N1 influenza A virus carrying a Q136K mutation in the neuramidase gene is resistant to zanamivir but exhibits reduced fitness in the guinea pig transmission model

Autoren: Michael M. Kaminski, Annette Ohnemus, Peter Staeheli, Dennis Rubbenstroh

Institute: Institut für Virologie, Universität Freiburg, Hermann-Herder-Str. 11, 79104 Freiburg

Zeitschrift: Journal of Virology 2013: 87(3), 1912-1915

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4446



Dokument 775Titel: Beitrag einer optischen Zonendezentrierung und Pupillenerweiterung auf die Veränderungen der optischen Qualität nach einer myopischen Photorefraktären Keratektomie bei einem Katzenmodell
Hintergrund: Varianten einer Laser-Augenoperation.
Tiere: 5 Katzen
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Bei 5 Katzen wird eine Laseroperation an jeweils einem Auge vorgenommen, bei der die oberste Schicht der Augenhornhaut abgetragen wird. Die Operation erfolgt unter deutscher Federführung in Rochester, Großbritannien. Es werden zwei verschiedene Methoden angewendet. Die Katzen werden trainiert, mit den Augen einen Punkt auf einem Bildschirm anzustarren. Die Trainingsmethode wird nicht genannt. Gleichzeitig werden Messungen an den Augen vorgenommen. Die Versuche erstrecken sich über mindestens 3 Monate. Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht erwähnt.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Contribution of optical zone decentration and pupil dilatation on the change of optical quality after myopic photorefractive keratectomy in a cat model

Autoren: Jens Bühren (1,2)*, Geunyoung Yoon (1,3), Scott MacRae (1,3), Krystel Hxlin (1,3)

Institute: (1) University of Rochester Eye Institute, University of Rochester Medical Center, Rochester, Großbritannien, (2) Augenklinik, Goethe-Universität Frankfurt, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt, (3) Center for Visual Research, University of Rochester, Großbritannien

Zeitschrift: Journal of Refractive Surgery 2010: 26(3), doi:10.3928/108159X-20100224-04

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4445



Dokument 776Titel: Kontrolle der PAI-1- und VEGF-Levels in 6 humanen Plattenepithelkarzinomen, die auf eine andere Tierart übertragen wurden, während einer fraktionierten Bestrahlung
Hintergrund: Untersuchung bestimmter Proteine in bestrahlten Tumoren.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(Nacktmäuse)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Es werden Nacktmäuse verwendet, die zuchtbedingt an einem geschwächten Immunsystem leiden, so dass sie fremde Zellen nicht abstoßen. Gruppen von Nacktmäusen werden Zellen von 6 verschiedenen, vom Menschen stammenden Krebszelllinien an eine nicht genannte Stelle injiziert. Wenn die Tumoren 7 mm groß sind, wird mit der Bestrahlung begonnen. Gruppen von Mäusen werden entweder 3-mal, 5-mal, 10-mal oder 15-mal mit 2 Gy bestrahlt, wobei die zeitlichen Abstände unklar sind. Eine Gruppe von Mäusen wird nicht bestrahlt und dient als Kontrolle. Eine weitere Gruppe von Mäusen wird 30-mal über einen Zeitraum von 6 Wochen bestrahlt. Jeweils 24 Stunden nach der letzten Bestrahlung werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um die Tumore zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Bereich: Strahlentherapie

Originaltitel: Monitoring PAI-1 and VEGF levels in 6 human squamous cell carcinoma xenografts during fractionated irradiation

Autoren: Christine Bayer (1)*, Achim Kielow (1), Daniela Schilling (1,2), Constantin-Alin Maftei (1), Daniel Zips (3), Ala Yaromina (3), Michael Baumann (3), Michael Molls (1), Gabriele Multoff (1,2)

Institute: (1) Klinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Ismaninger Str. 22, 81675 München, (2) Helmholtz-Zentrum München, (3) OncoRay Zentrum für Strahlenforschung, Klinik für Radiologische Onkologie, Universitätsklinikum und medizinische Fakultät, Carl-Gustav-Carus Technische Universität, Dresden

Zeitschrift: Journal of Radiation Oncology – Biology Physics 2012: 84(3), e409-e417

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4444



Dokument 777Titel: Experimentelles Punkteschema für die makroskopische Knorpelheilung korreliert mit dem MOCART-Punkteschema, das mit einem Hochfeld-MRI bei 9.4 T bewertet wurde – Eine vergleichende Beurteilung von fünf makroskopischen Punkteschemata bei einem Knorpeldefektmodell am Großtier
Hintergrund: Entwicklung eines neuen Punkteschemas zur Beurteilung von Knorpeldefekten.
Tiere: 22 Schafe
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von den beiden Erstautoren sowie weiteren Autoren zu einem früheren Zeitpunkt vorgenommen und 2012 publiziert. In der vorliegenden Arbeit wurden die Fotos der ursprünglichen Publikation ausgewertet.

Die Schafe werden unter Narkose am Knie operiert. Aus dem knorpeligen unteren Ende des Oberschenkelknochens wird ein 4x6 mm großes Stück Knorpel herausgeschnitten. Anschließend werden mit einem Draht 6 Löcher von 1 mm Durchmesser und 10 mm Tiefe in den Knorpeldefekt gebohrt. Es ist unklar, ob bei den Tieren beide Knie oder jeweils nur ein Knie operiert wird. Nach 6 Monaten werden die Tiere durch Überdosis eines Narkosemittels getötet. Die Knie werden herausgeschnitten und fotografiert sowie mit einem bildgebenden Verfahren (Hochfeld-MRI) gescannt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA).

Bereich: Knochenchirurgie, Sportmedizin

Originaltitel: Experimental scoring systems for macroscopic articular cartilage repair correlate with the MOCART score assessed by a high-field MRI at 9.4 T – comparative evaluation of five macroscopic scoring systems in a large animal cartilage defect model

Autoren: L. Goebel (1), P. Orth (1,2), A. Müller (3), D. Zurakowski (4,5), A. Bücker (3), M. Cucchiarini (1), D. Pape (6), H. Madry (1,2)*

Institute: (1) Zentrum für Experimentelle Orthopädie, Universität des Saarlandes, Kirrberger Str. Gebäude 37, 66421 Homburg/Saar, (2) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar, (3) Abteilung für Diagnostik und Interventionelle Radiologie, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar, (4) Department of Anesthesia, Children’s Hospital Boston, Harvard Medical School, Boston, MA, USA, (5) Department of Surgery, Children’s Hospital Boston, Harvard Medical School, Boston, MA, USA, (6) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Centre Hospitalier, Clinique d’Eich, Luxemburg

Zeitschrift: Osteoarthritis and Cartilage 2012: 20, 1046-1055

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4443



Dokument 778Titel: Eine neue BACHD transgene Ratte zeigt charakteristische neuropathologische Anzeichen der Huntington-Krankheit
Hintergrund: Charakterisierung von genmanipulierten Ratten, die Symptome der Huntington-Krankheit aufweisen, einer erblichen neurodgenerativen Störung des Menschen.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden in Baden-Württemberg genehmigt. Durch Genmanipulation werden transgene Ratten generiert. Den Tieren wird ein menschliches Gen eingeschleust. Um festzustellen, um die Genveränderung geklappt hat, wird den Tieren eine Gewebeprobe aus dem Ohr entnommen. Mit den erwachsenen Ratten werden über Zeiträume von 15-18 Monaten verschiedene Tests zum Bewegungs- und Angstverhalten durchgeführt:

Eine Ratte wird auf eine rotierende Stange gesetzt und es wird die Zeit gemessen, bis sie sich nicht mehr halten kann und herunterfällt.

Die Sohlen der Vorder- und Hinterfüße einer Ratte werden unterschiedlichen Farben bestrichen. Das Tier muss über ein weißes Papier laufen, um die Fußabdrücke zu analysieren.

Beim erhöhten Plus-Irrgarten wird eine Ratte in die Mitte eines 4-armigen Irrgartens gesetzt. Zwei Arme sind oben offen und zwei sind rundum geschlossen. Ratten, die die geschlossenen Arme bevorzugen, gelten als ängstlich, während Tiere, die die offenen Arme erkunden, als nicht ängstlich angesehen werden.

Schließlich werden alle Ratten unter Narkose mittels Durchströmen mit Formalin getötet.

Bereich: Neurologie, Huntington-Forschung

Originaltitel: A novel BACHD transgenic rat exhibits characteristic neuropathological features of Huntington disease

Autoren: Libo Yu-Taeger (1), Elisabeth Petrasch-Parwez (2), Alexander P. Osmand (3), Adriana Redensek (1), Silke Metzger (1), Laura E. Clemens (1), Larry Park (4), David Howland (5), Carsten Calaminus (6), Xiaofeng Gu (7), Bernd Pichler (6), X. William Yang (7), Olaf Riess (1), Huu Phuc Nguyen (1)*

Institute: (1) Institut für Medizinische Genetik, Universität Tübingen, Calwerstr. 7, 72076 Tübingen, (2) Institut für Neuroanatomie und Molekulare Hirnforschung, Ruhr-Universität Bochum, (3) Department of Medicine, University of Tennessee Graduate School of Medicine, Knoxville, Tennessee, USA, (4) CHDI Management/CHDI Foundation, Los Angeles, California, USA, (5) CHDI Management/CHDI Foundation, Princeton, New Jersey, USA, (6) Labor für Präklinisches Imgaging und Imgaging-Technik, Werner-Siemens-Stiftung, Universität Tübingen, (7) Department of Psychiatry and Biobehavioral Sciences, David Geffen School of Medicine, University of California, Los Angeles, USA

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2012: 32(44), 15426-15438

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4442



Dokument 779Titel: Intranasale Impfung mit AAV5 und 9-Vektoren gegen menschliche Papilomviren Typ 16 bei Rhesusaffen
Hintergrund: Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs.
Tiere: 6 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Affen werden im Deutschen Primatenzentrum gehalten und sehr wahrscheinlich finden auch dort die Versuche statt. Die Versuche werden von der niedersächsischen Behörde LAVES genehmigt. Unter Narkose wird den Affen ein Test-Impfstoff gegen humane Papillomviren, die beim Menschen Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen, in die Nase gesprüht. Nach 56 und 90 Wochen werden die Impfungen wiederholt. Über den Zeitraum werden insgesamt 8 Blutproben genommen, um die Bildung von Antikörpern gegen Papillomviren zu untersuchen. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Bereich: Impfstoffforschung, Krebsforschung

Originaltitel: Intranasal vaccination with AAV5 and 9 vectors against human papillomavirus type 16 in rhesus macaques

Autoren: Karen Nieto (1), Christiane Stahl-Hennig (2), Barbara Leuchs (1), Martin Müller (1), Lutz Gissmann (1,3), Jürgen A. Kleinschmidt (1)*

Institute: (1) Forschungsprogramm Infektion und Krebs, Deutsches Krebsforschungszentrum, Im Neuenheimer Feld 242, 69120 Heidelberg, (2) Abteilung für Infektionsmodelle, Deutsches Primatenzentrum Göttingen, (3) Department of Botany and Microbiology, King Saud University, Riyadh, Saudi-Arabien

Zeitschrift: Human Gene Therapy 2012: 23, 733-741

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4441



Dokument 780Titel: Verbindung des Superior colliculus zu den Schultermuskeln der Ratte: eine duale Markierungsstudie
Hintergrund: Welche Hirnbereiche sind für die Schultermuskeln der Ratte zuständig?
Tiere: 22 Ratten
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Arnsberg genehmigt. Die Ratten der Zuchtlinie Wistar stammen aus der institutseigenen Zucht. Unter Narkose wird der Kopf der Ratten in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Die Kopfhaut wird aufgeschnitten und es wird ein Loch nicht genannter Größe in den Schädelknochen geschnitten. Über eine Elektrode, die an eine bestimmte Stelle des Hirngewebes eingelassen wird, werden elektrische Reize abgegeben. Gleichzeitig wird ein Elektromyogramm (elektrische Muskelaktivität) in zwei Schultermuskeln der Ratte gemessen. Ist so eine bestimmte Stelle im Hirngewebe gefunden, wird die Elektrode durch eine Kanüle ersetzt, durch die eine fluoreszierende Flüssigkeit injiziert wird. Der Kopf wird wieder zugenäht und die Tiere erwachen aus der Narkose. 48-71 Stunden später erfolgt unter erneuter Narkose eine Injektion von abgeschwächten Pseudotollwutviren in die beiden Schultermuskeln. Dieses Virus wandert entlang der Nervenbahnen zum Gehirn und befällt dort Hirnzellen. Die zuvor injizierte fluoreszierende Flüssigkeit färbt die befallenen Zellen an. Die Narkose wird beendet. Zwischen 80 und 100 Stunden später werden die Ratten unter erneuter Betäubung mit Formalin durchströmt und so getötet. Die angefärbten Hirnzellen werden untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Hertie-Stiftung.

Bereich: Anatomie

Originaltitel: Connection of the superior colliculus to shoulder muscles of the rat: a dual tracing study

Autoren: J.M. Rubelowski (1), M. Menge (1), C. Distler (1), M. Rothermel (2), K.-P. Hoffmann (3)*

Institute: (1) Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, ND 5/26, 44780 Bochum, (2) Braun Institute and Department of Physiologie, School of Medicine, University of Utah, Salt Lake City, UT, USA, (3) Tierphysiologie, Universitätsstr. 150, ND 5/26, 44780 Bochum

Zeitschrift: Frontiers in Neuroanatomy 2013: 7(17), doi:10.3389/fnana.2013.00017

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4440



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