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Datenbank Tierversuche

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Dokument 2101Titel: Pathophysiologische Veränderungen nach traumatischer Hirnverletzung: Vergleich zweier experimenteller Tiermodelle mittels MRI
Hintergrund: Vergleich zweier "Tiermodelle" für die traumatische Hirnverletzung.
Tiere: 23 Ratten
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Der Kopf einer Ratte wird unter Narkose in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Die Haut über dem Schädel wird aufgeschnitten. Mit einem Zahnbohrer wird ein Loch in das Schädeldach gebohrt. Bei 12 Ratten wird nun ein auf –65°C gekühlter Kupferzylinder 30 Sekunden lang durch das Bohrloch auf die harte Hirnhaut gesetzt. Bei der anderen Gruppe Ratten wird über dem Bohrloch eine Vorrichtung angebracht, mit der ebenfalls eine Verletzung des Gehirns ausgelöst wird. Über einer flüssigkeitsgefüllten Plexiglassäule befindet sich ein Stempel, mit dem die Flüssigkeit in der Säule auf die Hirnhaut des Tiere gepresst wird. In der Folge bilden sich Ödeme und Schwellungen im Gehirn der Tiere. In mehrstündigen Abständen, bis 24 Stunden später, werden die Gehirne der Ratten mit computergesteuerten, bildgebenden Verfahren untersucht. Es wird nicht erwähnt, ob die Ratten zwischenzeitlich aus der Narkose erwachen. Auch das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch eine Privatspende von Günther Sehn, Homburg/Saar ermöglicht.

Bereich: Traumatologie, Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Pathophysiological changes after traumatic brain injury: comparison of two experimental animal models by means of MRI

Autoren: G. Schneider (1)*, P. Fries (1), D. Wagner-Jochem (1), D. Thome (2), H. Laurer (2), B. Kramann (1), A. Mautes (2), T. Hagen (3)

Institute: (1) Abteilung für Diagnostische Radiologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, 66421 Homburg/Saar, (2) Neurochirurgisches Forschungslabor, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, (3) Abteilung für Neuroradiologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar

Zeitschrift: Magnetic Resonance Materials in Physics, Biology and Medicine 2002: 14, 233-241

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3100



Dokument 2102Titel: Der Einfluss des Timing auf das funktionelle und morphologische Ergebnis nach einer Nervtransplantation: eine experimentelle Studie bei Kaninchen
Hintergrund: Chirurgische Methoden zur Wiederherstellung verletzter Nerven.
Tiere: 20 Kaninchen (Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen werden von Charles River, Sulzfeld bezogen. Unter Narkose wird bei Kaninchen aus einem Hinterbein ein 7 cm langes Stück Nerv geschnitten. Aus dem zum Oberschenkelmuskel führende Nerv wird ebenfalls ein Stück herausgeschnitten. An diese Stelle wird das erste Nervstück gepflanzt. Bei der Hälfte der Tiere wird dabei die ursprüngliche Verbindung zwischen Hauptnerv und Oberschenkelmuskel wieder hergestellt. Bei der zweiten Gruppe wird das Nervtransplantat nur am Hauptnerv angenäht, nicht aber am Muskel. Nach 8 Monaten werden diese Kaninchen erneut operiert. An dem freien Nervende hat sich inzwischen ein Nervtumor gebildet. Er wird abgeschnitten und die Verbindung mit dem Muskel wird nun hergestellt. Nach jeder Operation wird für mehrere Tage ein Gipsverband angelegt. Fünfzehn Monate nach der ersten Operation werden bei allen Kaninchen unter Narkose Gewebestücke aus Nerven und Muskeln genommen. Der Oberschenkelmuskel wird am Knieende abgeschnitten. Mit einer speziellen Vorrichtung wird die Kontraktionskraft des Muskels gemessen. Das weitere Schicksal der Kaninchen wird nicht erwähnt, eine Tötung ist aber sehr wahrscheinlich.

Die Arbeit wurde durch den Wiener Hochschuljubileums-Fond finanziell unterstützt.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: The influence of timing on the functional and morphological result after nerve grafting: an experimental study in rabbits

Autoren: Matthias Rab (1)*, Rupert Koller (1), Werner Haslik (2), Lars-Peter Kamolz (1), Harald Beck (2), Jessica Meggeneder (2), Manfred Frey (1)

Institute: (1) Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Chirurgische Klinik, Universität Wien, Wien, Österreich, (2) Institut für Anatomie, Abteilung III, Universität Wien, Wien, Österreich

Zeitschrift: British Journal of Plastic Surgery 2002: 55, 628-634

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3099



Dokument 2103Titel: Wirkung von Morphium auf die Ödembildung und die Konzentration des Nervwachstumsfaktors im Gewebe bei experimentell hervorgerufener Entzündung der Rattenpfote
Hintergrund: Wirkung von entzündungshemmenden Mitteln.
Tiere: 88 Ratten
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Eine Gruppe von Ratten erhält ein entzündungshemmendes Mittel injiziert, Gruppe 2 Morphium, Gruppe 3 Morphium und dessen Gegenspieler und Gruppe 4 Kochsalzlösung (Kontrollgruppe). Die Ratten werden 30 Minuten nach der Injektion in einer kleinen Plastikbox mittels eines Narkosegases betäubt. In die Sohle einer Hinterpfote wird eine Substanz injiziert, die in der Pfote eine starke Entzündung und Schwellung verursacht. Der Umfang der Schwellung wird 1, 2 und 3 Stunden nach der Injektion gemessen und mit dem Umfang der anderen Hinterpfote verglichen. Aus beiden Hinterpfoten werden kleine Gewebeproben entnommen. Es wird nicht erwähnt, ob die Tiere während des ganzen Experiments betäubt sind und ob sie zur Entnahme der Gewebeprobe getötet werden.

Die Arbeit wurde durch den Österreichischen Rat für Wissenschaftliche Forschung finanziell unterstützt.

Bereich: Entzündungsforschung, Pharmakologie

Originaltitel: Effects of morphine on oedema and tissue concentration of nerve growth factor in experimental inflammation of the rat paw

Autoren: Rainer Amann (1)*, Ilse Lanz (1), Rufina Schuligoi (1)

Institute: (1) Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie, Universität Graz, A-8010 Graz, Österreich

Zeitschrift: Pharmacology 2002: 66, 169-172

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3098



Dokument 2104Titel: Quantifikation der gewebekundlichen Veränderungen nach kalibrierter Quetschung des infraorbitalen Sehnervs bei Ratten
Hintergrund: "Tiermodell" für die Quetschung des Sehnerv.
Tiere: 100 Ratten
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Unter Narkose wird der Kopf einer Ratte in einen stereotaktischen Rahmen gespannt. Die Haut über dem rechten Auge wird eingeschnitten. Der Augapfel wird soweit wie möglich aus der Augenhöhle herausgedrückt. Ganz hinten in der Augenhöhle befindet sich der Sehnerv. Der ihn umgebende Muskel wird durchtrennt. Ein kleiner Haken wird auf der einen Seite des Sehnervs positioniert, ein dünner Metallstab auf der anderen. Der Stab ist mit einem Gerät verbunden, das ihn mit einer definierten Kraft gegen den Metallhaken presst. Der zwischen Stab und Haken liegende Sehnerv wird so gequetscht. Bei verschiedenen Gruppen von Ratten wird der Nerv mit unterschiedlicher Stärke und unterschiedlich lange (bis 30 Minuten) gequetscht. Anschließend wird die Operationswunde verschlossen, die Ratten wachen aus der Narkose auf. Dreißig Tage später werden sie unter erneuter Narkose mit Formalin durchströmt und getötet. Beide Augen werden herausgeschnitten, um die Veränderungen des rechten mit dem gesunden linken Auge zu vergleichen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Quantification of histological changes after calibrated crush of the infraorbital optic nerve in rats

Autoren: Nils-Claudius Gellrich (1), Ronald Schimming (1), Martin Zerfowski (2), Ulf Theodor Eysel (3)

Institute: (1) Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Freiburg, 79106 Freiburg, (2) Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Tübingen, (3) Abteilung für Neurophysiologie, Ruhr-Universität Bochum

Zeitschrift: British Journal of Ophthalmology 2002: 86, 233-237

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3097



Dokument 2105Titel: Trennung von der Mutter gefolgt von frühem sozialen Entzug beeinflusst die Entwicklung des monoaminergischen Fasersystems in der medialen präfrontalen Hirnrinde bei Octodon degus
Hintergrund: Auswirkungen von sozialer Isolation auf bestimmte Strukturen des Gehirns.
Tiere: 45 Sonstige (Degus (südamerikanische Nagetiere))
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Degus, südamerikanische Nagetiere, werden in Familiengruppen gehalten, bestehend aus einem Pärchen und den Nachkommen. Insgesamt 35 Jungtiere werden zwischen dem Tag der Geburt und dem 90. Lebenstag getötet. Ihre Gehirne werden in Scheiben geschnitten, um dessen Entwicklung zu studieren.

Mit 10 Jungtieren wird ein Experiment zur sozialen Isolation durchgeführt. Dabei wird eine Gruppe von 6 Jungtieren ungestört bei ihrer Familie aufgezogen (Kontrollgruppe). In der zweiten Gruppen werden 4 Jungtiere vom 1. bis 21. Lebenstag dreimal täglich je eine Stunde von ihrer Familie getrennt. Die Tiere werden dabei einzeln in ihnen unbekannte Käfige gesetzt, wo sie zwar Geruchs- und Hörkontakt, aber keinen Sichtkontakt zu ihren Geschwistern oder Eltern haben. Am 22. Lebenstag werden sie entwöhnt und anschließend dauerhaft von ihrer Familie getrennt. Am 45. Lebenstag werden alle Degus getötet, indem sie unter Narkose mit Formalin durchströmt werden. Ihre Gehirne werden herausgeschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Land Sachsen-Anhalt finanziell unterstützt.

Bereich: Neurobiologie, Neurophysiologie

Originaltitel: Maternal separation followed by early social deprivation affects the development of monoaminergic fiber systems in the medial prefrontal cortex of Octodon degus

Autoren: Katharina Braun (1)*, E. Lange (2), M. Metzger (1,3), Gerd Poeggel (2)

Institute: (1) Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39008 Magdeburg, (2) Universität Leipzig, Abteilung für Humanbiologie, Leipzig, (3) Sao Paulo University School of Medicine, Sao Paulo, Brasilien

Zeitschrift: Neuroscience 2000: 95 (1), 309-318

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3096



Dokument 2106Titel: Emotionale Erfahrungen in der Kindheit verändern die synaptischen Inputs der pyramidalen Neuronen des vorderen Cortex cinguli
Hintergrund: Auswirkungen von sozialer Isolation auf bestimmte Strukturen des Gehirns.
Tiere: 36 Sonstige (Degus (südamerikanische Nagetiere))
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Degus, südamerikanische Nagetiere, werden in Familiengruppen gehalten, bestehend aus einem Pärchen und den Nachkommen. Eine Gruppe von Jungtieren wird ungestört bei ihrer Familie belassen (Kontrollgruppe). Die Jungtiere einer zweiten Gruppe werden vom 1. bis 21. Lebenstag dreimal täglich für wenige Sekunden hochgehoben ("Handling") und dann wieder zurückgesetzt. Die Jungtiere der dritten Gruppe werden vom 1. bis 21. Lebenstag täglich dreimal je eine Stunde von ihrer Familie getrennt. Die Tiere werden dabei einzeln in ihnen unbekannte Käfige gesetzt, wo sie zwar Geruchs- und Hörkontakt, aber keinen Sichtkontakt zu ihren Geschwistern oder Eltern haben. Ab dem 22. Lebenstag werden sie ungestört bei ihrer Familie belassen. Die Degus der Gruppe 4 werden dreimal täglich je eine Stunde und ab dem 22. Lebenstag zudem dauerhaft von ihrer Familie getrennt. Am 45. Lebenstag werden 15 Tiere durch Köpfen und 19 durch Injektion von Formalin in das Herz getötet. Ihre Gehirne werden herausgeschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Neurobiologie, Neurophysiologie

Originaltitel: Juvenile emotional experience alters synaptic inputs on pyramidal neurons in the anterior cingulate cortex

Autoren: Carina Helmeke (1,2), Wladimir Ovtscharoff, Jr. (1), Gerd Poeggel (2), Katharina Braun (1)*

Institute: (1) Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39008 Magdeburg, (2) Universität Leipzig, Abteilung für Humanbiologie, Leipzig

Zeitschrift: Cerebral Cortex 2001: 11, 717-727

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3095



Dokument 2107Titel: Unterschiedliche emotionale Erfahrungen bewirken eine erhöhte Fortsatzdichte der basalen Nervenverzweigungen der pyramidalen Neuronen des vorderen Cortex cinguli bei Octodon degus
Hintergrund: Auswirkungen von sozialer Isolation auf bestimmte Strukturen des Gehirns.
Tiere: 15 Sonstige (Degus (südamerikanische Nagetiere))
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Degus, südamerikanische Nagetiere, werden in Familiengruppen gehalten, bestehend aus einem Pärchen und den Nachkommen. Eine Gruppe von Jungtieren wird ungestört bei ihrer Familie belassen (Kontrollgruppe). Die Jungtiere einer zweiten Gruppe werden vom 1. bis 21. Lebenstag dreimal täglich für wenige Sekunden hochgehoben ("Handling") und dann wieder zurückgesetzt. Die Jungtiere der dritten Gruppe werden vom 1. bis 21. Lebenstag täglich dreimal je eine Stunde von ihrer Familie getrennt. Die Tiere werden dabei einzeln in ihnen unbekannte Käfige gesetzt, wo sie zwar Geruchs- und Hörkontakt, aber keinen Sichtkontakt zu ihren Geschwistern oder Eltern haben. Ab dem 22. Lebenstag werden sie ungestört bei ihrer Familie belassen. Die Degus der Gruppe 4 werden dreimal täglich je eine Stunde und ab dem 22. Lebenstag zudem dauerhaft von ihrer Familie getrennt. Am 45. Lebenstag werden alle Tiere durch Köpfen getötet. Ihre Gehirne werden herausgeschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Neurobiologie, Neurophysiologie

Originaltitel: Differential emotional experience induces elevated spine densities on basal dendrites of pyramidal neurons in the anterior cingulate cortex of Octodon degus

Autoren: Carina Helmeke (1), Gerd Poeggel (2), Katharina Braun (1)*

Institute: (1) Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39008 Magdeburg, (2) Universität Leipzig, Abteilung für Humanbiologie, Leipzig

Zeitschrift: Neuroscience 2001: 104 (4), 927-931

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3094



Dokument 2108Titel: Trennung von der Mutter und soziale Isolation ändert die Entwicklung nach der Geburt der synaptischen Zusammensetzung in der infralimbischen Hirnrinde bei Octodon degus
Hintergrund: Auswirkungen von sozialer Isolation auf bestimmte Strukturen des Gehirns.
Tiere: 12 Sonstige (Degus (südamerikanische Nagetiere))
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Degus, südamerikanische Nagetiere, werden in Familiengruppen gehalten, bestehend aus einem Pärchen und den Nachkommen. Eine Gruppe von 4 Jungtieren wird ungestört bei ihrer Familie belassen (Kontrollgruppe). Vier Jungtiere einer zweiten Gruppe werden vom 1. bis 21. Lebenstag täglich dreimal je eine Stunde von ihrer Mutter und Familie getrennt. Die Tiere werden dabei einzeln in ihnen unbekannte Käfige gesetzt. Am 22. Tag werden sie entwöhnt und ab diesem Zeitpunkt bis zum 45. Lebenstag vollständig einzeln gehalten. Bei einer dritten Gruppe erfolgt dreimal täglich ein "Handling", d.h. die Jungtiere werden für einige Sekunde hochgehoben und wieder in den Käfig gesetzt. Ansonsten verbleiben diese Tiere bei ihren Eltern. Am 45. Lebenstag werden alle Degus durch eine Injektion in die Bauchhöhle betäubt und durch Injektion von Formalin in das Herz getötet. Ihre Gehirne werden herausgeschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die FRAXA-Stiftung finanziell unterstützt.

Bereich: Neurobiologie, Neurophysiologie

Originaltitel: Maternal separation and spacial isolation modulate the postnatal development of synaptic composition in the infralimbic cortex of Octodon degus

Autoren: Wladimir Ovtscharoff Jr. (1), Katharina Braun (1)*

Institute: (1) Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39008 Magdeburg

Zeitschrift: Neuroscience 2001: 104 (1), 33-40

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3093



Dokument 2109Titel: Optische Darstellung von Karten zur Orientierungs- und okularen Dominanz im Bereich 17 bei Katzen mit konvergentem Strabismus
Hintergrund: Untersuchung der Sehrinde bei schielenden Katzen.
Tiere: 12 Katzen
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Die Katzen stammen aus der Zuchtkolonie des Leibniz-Instituts. Im Alter von 17-21 Tagen werden 8 von ihnen einer Operation unterworfen, die zum Schielen führt. Unter Narkose wird die Sehne des äußeren Augenmuskels eines Auges durchtrennt. Die anderen vier Katzen werden als Kontrolle unoperiert aufgezogen. Im Alter von 4-8 Monaten werden die Katzen trainiert zwischen Streifen und einem diffusen Grau auf einem Monitor zu unterscheiden. Erscheinen Streifen, müssen sie auf diese zuspringen und erhalten dafür Futter. Dann werden die Tests wiederholt, jeweils mit nur einem sehenden Auge. Das jeweils andere Auge wird mit einer undurchsichtigen Kontaktlinse versehen. Diese Tests werden 50mal am Tag wiederholt. Bei 4 schielenden Katzen werden unter Narkose Elektroden in die Sehrinde eingeführt. Während vor dem einen oder andern Auge des Tieres Streifenmuster auf einem Bildschirm gezeigt werden, erfolgen über die Elektroden Ableitungen der Gehirnströme. Im Alter von 8 Monaten bis 3 Jahren werden die 8 schielenden Katzen und zwei der "Kontrolltiere" wieder operiert. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Der Schädel wird über der Sehrinde aufgebohrt und die harte Hirnhaut entfernt. Über das Bohrloch wird mit Dentalzement eine Stahlkammer zementiert. Diese wird mit Silikonöl gefüllt und mit einem Glasplättchen abgedeckt. Vor den Augen der Tiere werden nun auf einem Bildschirm Streifenmuster gezeigt, gleichzeitig wird mit einer Kamera über der Kammer die Hirnrinde gefilmt. Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Sehforschung

Originaltitel: Optical imaging of orientation and ocular dominance maps in area 17 of cats with convergent strabismus

Autoren: Ralf Engelmann (1), John M. Crook (1), Siegrid Löwel (1)*

Institute: (1) Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39008 Magdeburg

Zeitschrift: Visual Neuroscience 2002: 19, 39-49

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3092



Dokument 2110Titel: Die Festigung des Gedächtnisses zur Unterscheidung von Frequenz-veränderten Tönen bei Mongolischen Gerbils ist gegenüber Proteinsynthesehemmern, die in die Hörrinde verabreicht werden, empfindlich
Hintergrund: Neurophysiologische Vorgänge beim Lernen.
Tiere: 77 Gerbils (mindestens)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Zunächst wird bei 3 Gerbils (Wüstenrennmäuse) eine Injektion in die Hörrinde des Gehirns vorgenommen. Anschließend werden die Tiere getötet, um festzustellen, ob an der richtigen Stelle injiziert wurde. Für die eigentlichen Experimente werden andere Gerbils trainiert zwischen einem aufsteigendem und einem absteigenden Ton zu unterscheiden. Bei jeweils einem davon bekommen die Tiere einen Elektroschock an die Pfoten und müssen daraufhin über eine Hürde springen. Unter leichter (!) Narkose wird nun eine Substanz in beide Seiten der Hörrinde des Gehirns injiziert, die ein bestimmtes Eiweiß im Gehirn hemmt. "Kontrolltiere" erhalten eine Kochsalzlösung injiziert. An den folgenden drei Tagen wird das zuvor trainierte Gedächtnisexperiment wiederholt. Das weitere Schicksal der Gerbils wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch das Land Sachsen-Anhalt und die Europäische Gemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Neurobiochemie, Neurophysiologie

Originaltitel: Memory consolidation for the discrimination of frequency-modulated tones in mongolian gerbil is sensitive to protein-synthesis inhibitors applied to the auditory cortex

Autoren: Michaela Kraus (1), Horst Schickneick (2), Wolfram Wetzel (1), Frank Ohl (1), Sabine Staak (1), Wolfgang Tischmeyer (1)*

Institute: (1) Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39008 Magdeburg, (2) FAN GmbH Magdeburg

Zeitschrift: Learning & Memory 2002: 9, 293-303

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3091



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