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Datenbank Tierversuche

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Dokument 871Titel: Der Druckreaktionsindex korreliert mit einer Funktionsstörung des Stoffwechsels bei einer Hirnblutung im Schweinemodell
Hintergrund: Folgen einer künstlich ausgelösten Hirnblutung auf verschiedene Messgrößen.
Tiere: 17 Schweine (32 kg)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ferkel (32 kg) ungenannter Herkunft werden in Narkose gelegt. In eine Hinterbeinarterie und eine Ohrvene werden Katheter (Plastikschläuche) gelegt. Die Haut am Schädel wird aufgeschnitten und es werden vier Löcher in den Schädelknochen gebohrt. Durch jedes Loch wird eine Sonde gesteckt, die verschiedene Messgrößen wie Hirndruck, Blutfluss und Sauerstoffgehalt messen. Nach 2 Stunden wird eine Hirnblutung simuliert. Dazu wird eine Kanüle (Hohlnadel) in eine Oberschenkelarterie gestochen, von der ein Schlauch bis zum Gehirn führt. Der Puls der Oberschenkelschlagader treibt Blut durch den Schlauch in das Gehirn, bis 3 ml Blut vergossen wurden. In den folgenden 10 Stunden werden weitere Messungen gemacht. Schließlich werden die Schweine auf nicht genannte Weise getötet, um den richtigen Sitz der Sonden und die Blutung im Gehirn zu kontrollieren.

Bereich: Traumaforschung, Intensivmedizin

Originaltitel: Pressure reactivity index correlates with metabolic dysfunction in a porcine model of intracerebral hemorrhage

Autoren: Edgar Santos (1)*, Berk Orakcioglu (1), Modar M. Kentar (1), Jennifer Diedler (2), Yoichi Uozumi (3), Michael Schöll (4), Andreas Unterberg (1), Oliver W. Sakowitz (1)

Institute: (1) Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, (2) Neurologische Klinik, Universität Heidelberg, (3) National Medical College, Tokorozawa, Japan, (4) Institut für Medizinische Informatik, Universität Heidelberg

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 114; 363-367

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4350



Dokument 872Titel: Belege für eine Ausbreitung einer Depolarisation in einem Modell für Hirnblutung beim Schwein
Hintergrund: Folgen einer künstlich ausgelösten Hirnblutung auf verschiedene Messgrößen.
Tiere: 10 Schweine
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Schweine ungenannter Herkunft und ungenannter Größe und Alter werden in Narkose gelegt. In eine Hinterbeinarterie und eine Ohrvene werden Katheter (Plastikschläuche) gelegt. Die Haut am Schädel wird aufgeschnitten. Der Schädelknochen über der rechten Hirnhälfte wird großflächig eröffnet. Die harte Hirnhaut wird aufgeschnitten und das Gehirn freigelegt. Über der linken Hirnhälfte wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Es werden diverse Messsonden in das Loch und durch die große Öffnung in das Hirngewebe gesteckt. Dann wird eine Hirnblutung simuliert. Für die genaue Prozedur wird auf einen ältern Artikel verwiesen. Aus einer anderen Arbeit der Autoren geht hervor, dass Blut aus einer Oberschenkelarterie verwendet wird. Es wird ein Schlauch von der Arterie bis zum Gehirn gelegt. Der Puls der Schlagader treibt das Blut durch den Schlauch zum Gehirn. Mit Hilfe der Sonden werden diverse Messgrößen wie arterieller Druck, Hirndruck, Temperatur, Sauerstoffsättigung usw. über einen Zeitraum von 19 Stunden bestimmt. Eine Tötung der Schweine am Ende der Experimente wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich.

Bereich: Traumaforschung, Intensivmedizin

Originaltitel: Evidence of spreading depolarizations in a porcine cortical intracerebral hemorrhage model

Autoren: Berk Orakcioglu (1)*, Yoichi Uozumi (2), Modar M. Kentar (1), Edgar Santos (1), Andreas Unterberg (1), Oliver W. Sakowitz (1)

Institute: (1) Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, (2) National Medical College, Tokorozawa, Japan

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 114; 369-372

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4349



Dokument 873Titel: Einfluss von Isofluran auf den Nervenzelltod und das Ergebnis bei einem Rattenmodell für ein Hirntrauma
Hintergrund: Wirkung der Narkosetiefe auf den Zelltod im Gehirn nach einer künstlichen Hirnverletzung.
Tiere: 29 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden mit dem Gas Isofluran narkotisiert. Eine Gruppe Ratten erhält eine normale Narkose, die andere eine höhere Dosis Isofluran und wird damit in tiefe Narkose versetzt. Zwei Stunden nach Beginn der Betäubung wird bei den Tieren ein Loch in die linke Seite des Schädels gebohrt. Ein pneumatisch getriebener Bolzen (3-5 mm) wird mit definierter Kraft und Geschwindigkeit (7 m/s) durch das Loch auf das Hirngewebe prallen gelassen. Anschließend wird das Loch im Schädel verschlossen. Die Ratten erwachen aus der Narkose. Nach 4 und 48 Stunden wird ein Verhaltenstest mit den Ratten durchgeführt. Ein Tier wird mehrfach auf eine schräge Platte gesetzt und es wird beurteilt, inwieweit sich das Tier darauf halten kann. Danach werden die Ratten auf nicht genannte Weise getötet, um die entstandenen Gewebeschäden zu untersuchen.

Bereich: Traumaforschung, Anästhesiologie

Originaltitel: Influence of isoflurane on neuronal death and outcome in a rat model of traumatic brain injury

Autoren: Daniel Hertle*, Christopher Beynon, K. Zweckberger, B. Vienenkötter, C.S. Jung, K. Kiening, Andreas Unterberg, Oliver W. Sakowitz

Institute: Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, 69120 Heidelberg

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 114; 383-386

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4348



Dokument 874Titel: Vergleich der Wirkungsweise von Medikament-freisetzenden Ballonkathetern zur Behandlung einer erneuten Verengung von Herzkranzgefäßen mit Hilfe eines Schweine-Tiermodells
Hintergrund: Ballonkatheter, die einen Wirkstoff abgeben sollen den erneuten Verschluss von implantierten Stents durch Gewebeneubildung mit Hilfe einer kontrollierten, kurzen Gabe des Wirkstoffs Paclitaxel verhindern. Dieses Verfahren ist schon etabliert und klinisch erfolgreich erprobt. In dieser Studie wird ein neuer Ballonkatheter der Firma, die die Studie finanziert hat, mit herkömmlichen verglichen und schneidet dabei am besten ab.
Tiere: 15 Schweine
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Der Versuch fand vermutlich unter deutscher Federführung bei der Firma AccelLab in Boisbriand, Quebec, Kanada, statt. Die 15 Schweine stammen vom Sinclair Research Center Inc. Columbia, Missouri, USA. Den Schweinen wird unter Narkose jeweils ein Metall Stent in drei große Herzkrankgefäße implantiert. Das sind kleine Metallröhren, die in Blutgefäße eingesetzt werden, um diese offen und durchgängig zu halten. Vor, während und nach dem Eingriff werden die Blutgefäße unter Zugabe eines Kontrastmittels mit bildgebenden Verfahren untersucht (Angiografie).

Die Tiere werden vier Testgruppen zuwiesen und mit vier verschiedenen Ballonkathetern behandelt. Darunter befindet sich ein konventioneller Ballonkatheter ohne Wirkstoff und drei Katheter mit dem Wirkstoff Paclitaxel in verschiedenen Konzentrationen und auf unterschiedlichen Arzneimittelträgern. Dieser Wirkstoff wird auch in der Krebstherapie angewendet und verhindert die Bildung von Geweben durch Verhinderung der Zellteilung.

Nach Einsetzen der Stents, werden den Tieren die verschiedenen Ballonkatheter eingeführt und für 60 Sekunden aufgepumpt, so dass Verletzungen der Blutgefäße rings um die Implantationsgebiete entstehen und so eine Neubildung der innersten Schicht der Blutgefäße forciert wird. Dabei wird der Wirkstoff Paclitaxel freigesetzt. Es wird nicht erwähnt, auf welche Weise Stents und Katheter eingeführt werden, vermutlich über eine Beinarterie.

Nach 28 Tagen werden die Tiere getötet und das Herz, die Arterien und angrenzenden Gewebe mikroskopisch untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Firma Biotronik SE & Co. KG, Berlin-Neukölln, finanziert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Comparative assessment of drug-eluting balloons in an advanced porcine model of coronary restenosis

Autoren: Michael Joner (1)*, Robert A. Byrne (1), Jean-Martin Lapointe (2), Peter W. Radke (4), Gerd Bayer (3), Kristin Steigerwald (1), Eric Wittchow (3)

Institute: (1) Deutsches Herzzentrum München, Lazarettstr. 36, 80636 München, (2) AccelLAB Inc, Boisbriand, Quebec, Canada, (3) Biotronik SE & Co. KG, Berlin-Neukölln, (4) Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Camus Lübeck, Lübeck

Zeitschrift: Thrombosis and Haemostasis 2011: 105; 864-872

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4347



Dokument 875Titel: Der Antikörper MT204, ein Interleukin-2-Gegenspieler, verzögert die Abstoßung einer allogenen Hauttransplantation bei nicht-menschlichen Primaten und wird gut toleriert
Hintergrund: Test eines Antikörpers, der eine Immunreaktion vermindern soll.
Tiere: 14 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter Federführung von Mitarbeitern der Firma Micromet mit Sitz in München und den USA am Biomedical Primate Research Centre (BPRC) in den Niederlanden statt. Es wird ein neu entwickelter Antikörper getestet, der gegen einen Botenstoff des Immunsystems gerichtet ist und so eine Immunreaktion des Körpers abschwächen soll. Der Antikörper wird 8 Rhesusaffen in unterschiedlichen Dosierungen und Abständen durch Injektion in eine Vene verabreicht. Die Tiere werden täglich auf das Vorhandensein von klinischen Symptomen untersucht. Bei Rhesusaffen wird unter Narkose ein 2x2 cm großes Hautstück aus dem Bauch herausgeschnitten und auf andere Rhesusaffen transplantiert. Bei den Transplantatempfängern handelt es sich um sechs Tiere. Ob die Spender die gleichen oder anderen Affen sind, ist unklar. Das Hautstück wird den Empfängern auf den Rücken zwischen die Schulterblätter transplantiert. Außerdem wird ein 2x2 cm großes Stück der eigenen Bauchhaut auf den Rücken transplantiert. Die Transplantate werden festgenäht und mit einem Wundverband abgedeckt. Drei Affen erhalten in den folgenden Tagen den Antikörper injiziert, die anderen drei eine wirkungslose Flüssigkeit. Am 9. Tag nach der Operation wird der Wundverband entfernt und die Abstoßungsreaktion beobachtet. Die transplantierten Hautstücke werden blutig und krustig, bis sie schließlich vollständig abgestoßen werden.

Die Arbeit wurde durch das 6. Rahmenprogramm der EU unterstützt.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: The interleukin-2 antagonizing antibody MT204 delays allogeneic skin graft rejection in non-human primates and is well tolerated

Autoren: Christine Plater-Zyberk (1,2)*, Dave M. Lopes Estevao (2), Sandrine d’Argouges (1,2), Krista G. Haanstra (3), Ivanela Kondova (3), Michel Vierboom (3), Thomas Boehm (1,2), Rüdiger Neef (1,2), Eva M. Vieser (1,2), Benno Rattel (1,2), Patrick A. Baeuerle (1,2), Margeet Jonker (3)

Institute: (1) Micromet Inc., Bethesda, MD, USA, (2) Micromet AG, Staffelseestr. 2, 81477 München, (3) Biomedical Primate Research Centre (BPRC), Rijwijk, Niederlande

Zeitschrift: Transplant Immunology 2011: 25, 133-140

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4346



Dokument 876Titel: Biokompatibiliät und Bioabbaubarkeit einer nativen Membran aus Schweineherzbeutel: Ergebnisse von In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen
Hintergrund: Test eines Biomaterials aus Schweineherzbeutel für die chirurgische Behandlung von Kieferknochenschäden.
Tiere: 8 Hunde (Beagles)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Bei den Hunden werden unter Narkose 4 Backenzähne des Oberkiefers gezogen. Nach vier Wochen Heilungszeit, werden die Tiere erneut operiert. Die Mundschleimhaut über den verheilten Löchern wird aufgeschnitten und es werden von der Seite mit einem Bohrer vier Löcher in den Kieferknochen gebohrt. Die Bohrlöcher sollen Knochenschäden beim Menschen simulieren. Die Löcher werden mit kommerziell erhältlichem Knochenmaterial gefüllt und mit einer Kollagen-Membran abgedeckt. Dabei werden bei jedem der vier Löcher unterschiedliche Kombinationen verwendet: Zwei Löcher werden mit Bio-Oss der Firma Geistlich Biomaterials gefüllt und zwei mit Cerabone der Firma Botiss Biomaterials. Die Abdeckung erfolgt mit Bio-Gide der Firma Geistlich oder mit einer neuen, hier zu testenden Abdeckung aus Schweineherzbeutel. Nach 4, 8, 16 und 24 Wochen werden jeweils zwei Hunde durch Überdosis eines Barbiturats getötet, um die Knochenheilung zu beurteilen.

Bereich: Biomaterialforschung, Implantatforschung, Kieferchirurgie

Originaltitel: Biocompatibility and biodegration of a native porcine pericardium membrane: results of in vitro and in vivo examinations

Autoren: Daniel Rothamel (1)*, Daniel Ferrari (2), Tim Fienitz (2), Ralf Smeets (3), Timo Dreinseidler (1), Lutz Ritter (1), Arndt Happe (1), Joachim Zöller (1)

Institute: (1) Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universität Köln, Kerpener Str. 62, 50931 Köln, (2) Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, (3) Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universität Hamburg, (4) Private Praxis, Münster

Zeitschrift: International Journal of Oral and Maxillofacial Implants 2012: 27, 146-154

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4345



Dokument 877Titel: Die Wirkung von exogenen Gonadotropinen auf die Eierstockfunktion bei Ziegen, die aktiv gegen Inhibin immunisiert wurden
Hintergrund: Produktion von mehr Embryos bei Ziegen.
Tiere: 48 Ziegen
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Das Experiment wurde an der Universität Göttingen durchgeführt. Die 48 weiblichen Boer-Ziegen im Alter zwischen 2 und 6 Jahren entstammen der universitätseigenen Zucht. Den Tieren werden Hormonplättchen unter die Haut eines Ohres eingepflanzt, die kontinuierlich das Hormon Progesteron abgeben. Zehn Tage später erhalten die Tiere im Abstand von 12 Stunden zwei Hormoninjektionen (Prostaglandin). Nach Entfernen der Plättchen werden die Tiere jeweils mit einem Ziegenbock zusammengebracht. Sechs bis sieben Tage nach der Befruchtung wird mittels einer weiteren Hormoninjektion (Prostaglandin) die Schwangerschaft abgebrochen und die abgehenden Embryonen werden aufgefangen und gezählt. Vier Wochen später werden die Ziegen mit einem gentechnisch hergestellten Prohormon (Inhibin) durch Injektion unter die Haut behandelt. Dann wird das erste Experiment wiederholt und die Embryos wiederum gesammelt und ausgezählt.

Bereich: Tierzucht

Originaltitel: The effect of exogenous gonadotropins on ovarian function in goats actively immunized against inhibin

Autoren: W. Holtz (1)*, X. Wang (1,2), M. El-Gayar (1,4), P.G. Knight (3)

Institute: (1) Abteilung für Tierwissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen, Albrecht-Thaer-Weg 3, 37075 Göttingen, (2) College of Animal Husbandry, Yangzhou University, Yangzhou, China, (3) School of Biological Sciences, University of Reading, Reading, Großbritannien, (4) Department of Animal Production, Faculty of Agriculture, Suez Canal University, Ismailia, ägypten

Zeitschrift: Theriogenology 2012: 77, 253-259

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4344



Dokument 878Titel: Räumlich-zeitliche Kartierung der Knochenstruktur und elastische Eigenschaften bei einem Schafmodell nach einem Knochenbruch
Hintergrund: Untersuchung von neu gebildetem Knochengewebe.
Tiere: 32 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Für diese Studie wurden aufbewahrte Gewebeproben aus einer 2005 veröffentlichten Studie verwendet (Lienau J. et al.: Initial vascularization and tissue differentiation are influenced by fixation stability). Das federführende Institut war damals das Center für Musculoskeletale Chirurgie der Charite – Universitätsmedizin Berlin.

Bei den Schafen wird unter Narkose das rechte Schienbein durchgesägt. Bei jeweils 16 Schafen werden unterschiedliche Methoden zur Fixierung der Knochenenden verwendet: Bei einer Gruppe wird ein starrer externer Fixateur eingesetzt. In das obere und untere Ende des Schienbeinknochens werden jeweils drei lange Schrauben gedreht. Diese werden außerhalb der Haut mit zwei langen Stahlstangen verschraubt, so dass die Knochenenden in der richtigen Position gehalten werden. In der zweiten Gruppe wird ein halb-starrer Fixateur eingesetzt. Dabei werden ebenfalls sechs Schrauben mit zwei Stangen verbunden, aber so, dass sie noch etwas beweglich sind. Nach 2, 3, 6 und 9 Wochen werden jeweils einige Schafe aus jeder Gruppe auf nicht genannte Weise getötet. In dieser Arbeit werden die Gewebeproben des an der Schnittstelle neu gebildeten Knochengewebes mit einem speziellen bildgebenden Verfahren untersucht.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Spatial-temporal mapping of bone structural and elastic properties in a sheep model following osteotomy

Autoren: Bernd Preininger (1), Sara Checa (1), Ferenc L. Molinar (1,4), Peter Fratzl (2), Georg N. Duda (1,3,4), Kay Raum (1,4,5)*

Institute: (1) Julius Wolff Institut und Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Charite – Universitätsmedizin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Max-Planck-Institut für Kolloide und Grenzflächenforschung, Abteilung für Biomaterialien, Forschungs-Campus Golm, Potsdam Golm, (3) Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien, Berlin, (4) Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies, Berlin, (5) Klinik für Orthopädie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/S.

Zeitschrift: Ultrasound in Medicine & Biology 2011: 37 (3), 474-483

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4343



Dokument 879Titel: Reduzierte Wucherung und eine hohe Apoptose-Häufigkeit der Betazellen der Bauchspeicheldrüse trägt zur genetisch festgelegten Diabetes-Empfänglichkeit von db/db BKS-Mäusen bei
Hintergrund: Mäuse, die aus einer spontanen Mutation im Jahr 1966 entstanden sind, werden häufig in der Diabetes-Forschung verwendet, da sie Symptome dieser Krankheit aufweisen. Je nach dem, mit welchen anderen Mäuselinien sie verpaart werden, kann es zu unterschiedlichen Ausprägungen der Symptome kommen. In dieser Arbeit werden zwei Zuchtlinien hinsichtlich des Blutzuckergehaltes miteinander verglichen.
Tiere: 52 Mäuse (ca.)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse aus dem Jackson Laboratory, USA, zweier Zuchtlinien verwendet. Den Mäusen wird im Alter von 5 bis 12 Wochen einmal wöchentlich in den Schwanz geschnitten, um eine Blutprobe zu gewinnen. Darin wird der Blutzuckergehalt bestimmt. Eine Tötung der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die European Foundation fort he Study of Diabetes.

Bereich: Diabetes-Forschung

Originaltitel: Reduced proliferation and a high apoptotic frequency of pancreatic beta cells contribute to genetically-determined diabetes susceptibility of db/db MKS mice

Autoren: R. Puff (1), P. Dames (1), M. Weise (1,2), B. Göke (1), J. Seissler (2), K.G. Parhofer (1), A. Lechner (1,2)*

Institute: (1) Medizinische Klinik 2, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität, München, (2) Medizinische Klinik - Innenstadt, Ludwig-Maximilians-Universität, Ziemssenstr. 1, 80336 München

Zeitschrift: Hormone Metabolism Research 2011: 43, 306-311

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4342



Dokument 880Titel: Veränderte Phosphorylierung, aber keine Neurodegeneration bei einem Mausmodel der Tau-Hyperphosphorylierung
Hintergrund: Ergründung der Rolle eines bestimmten Proteins bei der Entstehung von Alzheimer.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse derart genmanipuliert, dass sie ein bestimmtes menschliches Protein in den Nervenzellen einer Hirnregion produzieren. Bei 88 Mäusen wird das Gen eingeschleust. Bei zehn von ihnen klappt die Genmanipulation. Drei von diesen Mäusen werden mit normalen Mäusen gepaart, um Nachkommen zu erzeugen, die die gewünschte Genveränderung aufweisen. Bei allen Tieren werden Gewebeproben aus dem Schwanz entnommen, um festzustellen, ob die gewünschte Genveränderung vorliegt. Der Vorgang der Gewebeentnahme wird nicht näher beschrieben. Üblicherweise wird dafür ohne Betäubung die Schwanzspitze abgeschnitten.

Jeweils einige normale und gentechnisch veränderte Mäuse müssen eine Reihe von Verhaltensexperimenten durchlaufen. Bei einem Test zum Angstverhalten wird eine Maus auf eine erleuchtete Plattform mit Wänden gesetzt ("offenes Feld"). Es wird beobachtet, ob sich das Tiere eher in der Nähe der schützenden Wände aufhält oder in der Angst einflößenden, hellen Mitte. In einem weiteren Test wird das Langzeitgedächtnis getestet. Dazu wird eine Maus 60 Sekunden in eine enge Röhre gesteckt und dann auf eine Plattform mit 12 Löchern gesetzt. Von einem Loch geht eine Röhre zum Käfig des Tieres. Die anderen Löcher sind mit Drahtgitter verschlossen. Der Test wird mehrfach wiederholt, bis die Maus gelernt hat, wo sich das Loch mit der zu ihrem Käfig führenden Röhre befindet. Nach drei Wochen wird die Maus wieder auf die Plattform gesetzt, um zu testen, ob sie sich noch an das "richtige" Loch erinnert. Schließlich werden alle Mäuse mittels Durchströmung mit Formalin getötet, um ihre Gehirne in Scheiben zu schneiden und zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Bereich: Alzheimer-Forschung

Originaltitel: Altered phosphorylation but no neurodegeneration in a mouse model of tau hyperphoshorylation

Autoren: M. Hundelt (1), T. Fath (2,6), K. Selle (1), K. Oesterwind (1), J. Jordan (1), C. Schultz (3), J. Götz (4), J. von Engelhardt (5), H. Monyer (5), L. Lewejohann (6), N. Sachser (6), L. Bakota (1), R. Brandt (1)*

Institute: (1) Institut für Neurobiologie, Universität Osnabrück, Barbarastr. 11, 49076 Osnabrück, (2) Children’s Hospital at Westmead, Australien, (3) Dr. Senckenbergische Anatomie, Institut für Klinische Neuroanatomie, Universität Frankfurt/Main, (4) Alzheimer’s and Parkinson’s Disease Laboratory, Brain and Mind Research Institute, University of Sydney, Australien, (5) Institut für Klinische Neurobiologie, Universität Heidelberg, (6) Institut für Verhaltensbiologie, Universität Münster

Zeitschrift: Neurobiology of Aging 2011: 991-1006

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4341



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