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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1371Titel: Nachweis anhaltender Sauerstoffmangelversorgung der Nieren und der Anpassung an vorübergehende Sauerstoffmangelversorgung bei akuter Nierenschädigung, hervorgerufen durch experimentell ausgelöste Muskelschädigung (Rhabdomyolyse)
Hintergrund: Bei der akuten Nierenschädigung durch Muskelzellzerstörung, so wie sie bei Unfällen, bei Vergiftungen oder durch Medikamente vorkommt, wird ein Einfluss von Sauerstoffmangel vermutet. Dieser Einfluss des Sauerstoffmangels und der Schädigungsort in den Zellen sollen untersucht werden.
Tiere: 48 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Glycerin wird den Ratten an vier Stellen in die Muskulatur der Hinterbeine gespritzt, was die Muskeln zerstört. Aus den Muskelzellen ins Blut freigesetzte Inhaltsstoffe schädigen die Nieren. Einer zusätzlichen Gruppe von Tieren wird zusätzlich Myoglobin, ein bei Muskelzellschädigung freigesetztes Sauerstoffspeichereiweiß, als Lösung in die Vene gegeben, um dessen besonderen Effekt zu testen. Bei der Glycerininjektion kommt eine äthernarkose, bei der Myoglobingabe eine Ketaminnarkose zur Anwendung. Es folgen mehrere Blutentnahmen zu bestimmten Zeitpunkten. Nach der Tötung (Methode ungenannt) wird das Nierengewebe mikroskopisch (immunhistochemisch) untersucht. Die Tiere werden in Käfigen für Stoffwechseluntersuchungen gehalten. Die Herkunft der Tiere ist ungenannt.

Die Arbeit wurde finanziell unterstützt durch Russel Berrie Stiftung, D-Cure Diabetes Care, Open European Nephrology Science Centre, Harvard Medical Faculty, Beth Israel Deaconness Medical Center

Bereich: Nierenforschung, Traumatologie, Pathophysiologie

Originaltitel: Evidence for sustained renal hypoxia and transient hypoxia adaptation in experimental rhabdomyolysis-induced acute kidney injury

Autoren: C. Rosenberger (1), M. Goldfarb (2), A. Shina (3), S. Bachmann (4), U. Frei (1), K.U. Eckardt (5), T. Schrader (6), S. Rosen (7), S.N. Heyman (3)

Institute: (1) Nephrology and Medical Intensive Care, Charité: Universitätsmedizin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Nephrology Unit, Bikur Holim Hospital, (3) Hadassah University Hosital Mt. Scopus and the Hebrew Medical School, Jerusalem, Israel, (4) Institut für Anatomie, Humboldt-Universität, Berlin (5) Abteilung für Nephrologie und Bluthochdruck, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen (6) Institut für Pathologie, Charite Universitätsmedizin, Berlin, (7) Department of Pathology, Beth Israel Deaconess Medical Center and Harvard Medical Scholol, Boston (MA), USA

Zeitschrift: Nephrology Dialysis Transplantation. 2007 23:1135-43.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3839



Dokument 1372Titel: Wirkung von Cyclosporin auf Parasitämie und Überlebenszeit von Mäusen, die mit Plasmodium berghei infiziert wurden
Hintergrund: Tauglichkeit eines Immunsupressivums (Cyclosporin) zur Malaria-Behandlung.
Tiere: 16 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Mäusen wird Blut durch einen Schnitt in den Schwanz oder aus dem Venegeflecht hinter dem Auge abgenommen. Die roten Blutkörperchen aus dem Blut werden mit Malaria-Parasiten infiziert. Diese roten Blutkörperchen mit darin enthaltenen Parasiten werden Mäusen in die Bauchhöhle injiziert, wobei unklar ist, ob es sich um andere oder dieselben Mäuse handelt. Ein Teil von ihnen erhält ab dem 8. Tag nach der Infektion Cyclosporin einmal täglich unter die Haut injiziert. Cyclosporin ist ein Immunsupressivum, das als Nebenwirkung unter anderem rote Blutkörperchen zerstören kann. Am 8. Tag nach der Infektion wird eine Blutprobe durch einen Schnitt in den Schwanz gewonnen. Die unbehandelten Mäuse sterben innerhalb von 24 Tagen. Von den mit Cyclosporin behandelten Mäusen überleben 94% mehr als 30 Tage. Eine Tötung der überlebenden Tiere am Ende der Versuchsreihe wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich.

Es werden außerdem In-vitro-Tests mit dem Blut von menschlichen Freiwilligen durchgeführt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Malaria-Forschung, Parasitologie

Originaltitel: Effect of cyclosporine on parasitemia and survival of Plasmodium berghei infected mice

Autoren: Diwakar Bobbala, Saisudha Koka, Camelia Lang, Krishna M. Boini, Stephan M. Huber, Florian Lang*

Institute: Physiologisches Institut der Universität Tübingen, Gmelinstr. 5, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Biochemical and Biophysical Research Communications 2008: 376, 494-498

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3838



Dokument 1373Titel: Einfluss von Chlorpromazin auf Eryptose, Parasitämie und Überlebenszeit von Mäusen, die mit Plasmodium berghei infiziert wurden
Hintergrund: Tauglichkeit eines Neuroleptikums (Chlorpromazin) zur Malaria-Behandlung.
Tiere: 46 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: In einer ersten Versuchsreihe werden Mäuse mit einem Malaria-Erreger infiziert. Dazu werden rote Blutkörperchen von Mäusen (unklar, ob von anderen oder denselben Mäusen) mit den Malaria-Parasiten infiziert. Diese roten Blutkörperchen mit darin enthaltenen Parasiten werden den Versuchsmäusen in die Bauchhöhle injiziert. Ein Teil von ihnen erhält Chlorpromazin über das Trinkwasser verabreicht. Chlorpromazin ist ein Neuroleptikum, das als Nebenwirkung unter anderem rote Blutkörperchen zerstören kann. Es wird mehrfach Blut durch einen Schnitt in den Schwanz oder aus dem Venegeflecht hinter dem Auge gewonnen. Die unbehandelten Mäuse sterben innerhalb von 30 Tagen. Von den mit Chlorpromazin behandelten Mäusen überleben 80%.

In einer zweiten Versuchsreihe werden Mäuseblutkörperchen mit einem fluoreszierenden Farbstoff markiert. Die markierten roten Blutkörperchen werden Mäusen in die Schwanzvene injiziert. Einige Mäuse werden zwei Stunden später getötet, um ihre Milzen zu untersuchen. Andere Mäuse erhalten Chlorpromazin über das Trinkwasser oder als Kontrolle unbehandeltes Trinkwasser. Es werden regelmäßig Blutproben genommen. Eine Tötung aller Mäuse am Ende der Experimente ist wahrscheinlich.

Es werden außerdem In-vitro-Tests mit dem Blut von menschlichen Freiwilligen durchgeführt. Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Malaria-Forschung, Parasitologie

Originaltitel: Influence of Chlorpromazine on eryptosis, parasitemia and survival of Plasmodium berghei infected mice

Autoren: Saisudha Koka, Camelia Lang, Krishna M. Boini, Diwakar Bobbala, Stephan M. Huber, Florian Lang*

Institute: Physiologisches Institut der Universität Tübingen, Gmelinstr. 5, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Cell Physiology and Biochemistry 2008: 22, 261-268

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3837



Dokument 1374Titel: Experimentelle Untersuchung zum Nachweis von Knochenzellwachstum in besiedelten Konstrukten im Mausmodell
Hintergrund: Knochenneubildung mit Hilfe von Biomaterialien.
Tiere: 24 Mäuse (Nacktmäuse)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Nacktmäuse werden von der Firma Harlan-Winkelmann, Borchen, bezogen. Die Tiere haben zuchtbedingt keine Thymusdrüse und dadurch ein vermindertes Immunsystem, so dass fremdes Gewebe nicht abgestoßen wird. Die Mäuse werden durch eine Injektion in einen Hinterbeinmuskel narkotisiert. Auf dem Rücken wird beidseitig der Wirbelsäule die Haut einschnitten und unter der Haut eine Tasche gebildet. In jede Tasche wird jeweils ein kleines zylinderförmiges Konstrukt aus Rinderknochen (3 mm lang, 0,9 mm Durchmesser) eingesetzt. Die Konstrukte wurden zuvor mit kommerziell erhältlichen menschlichen Stammzellen besiedelt. Nach der Operation stirbt eine Maus. Zwölf Mäuse werden zwei Wochen nach der Operation, die verbleibenden elf nach zwölf Wochen erneut narkotisiert. Die Konstrukte werden entnommen. Es wird Blut aus dem Herzen gewonnen. Dann werden die Tiere durch Überstrecken der Wirbelsäule getötet, indem das Tier am Nacken festgehalten und am Schwanz gezogen wird.

Bereich: Tissue-Engineering, Biomaterialforschung

Originaltitel:

Autoren: Christina Ern (Berichterstatter: Wolf Mutschler, Mitberichterstatter: Andrea Baur-Melnyk, Peter Müller)

Institute: Experimentelle Chirurgie und Regenerative Medizin, Chirurgische Klinik und Poliklinik – Innenstadt, Klinikum der Universität München

Zeitschrift: Dissertation zum Erwerb des Doktorgrades der Zahnheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2008

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Dissertation

Dokumenten-ID: 3836



Dokument 1375Titel: Selektion von Referenzgenen für eine quantitative Echtzeit-PCR in einem Modell für einen Herzinfarkt mit Sauerstoffmangel bei der Ratte
Hintergrund: Genveränderungen im Gehirn nach einem Herzinfarkt und bei der Regeneration des Nervengewebes.
Tiere: 60 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Es werden männliche Ratten aus der Versuchstierzucht Harlan-Winkelmann, Borchen, verwendet. Sie werden in vier Gruppen aufgeteilt und unter Narkose operiert. Bei zwei Gruppen zu je 15 Tieren wird ein Herzinfarkt ausgelöst. Wie, wird nicht beschrieben. Bei den anderen zwei Gruppen wird ebenfalls eine Operation durchgeführt, allerdings ohne einen Herzstillstand hervorzurufen. Nach fünf Minuten Herstillstand wird mit der Wiederbelebung begonnen. Auch hier wird die Technik nicht beschrieben. Anschließend erwachen die Ratten aus der Narkose. Bei jeweils einer Gruppe mit Herzinfarkt und einer ohne wird zweimal täglich ein Antibiotikum in die Bauchhöhle injiziert, das auch bei "Tiermodellen" mit Nervenschäden wirksam ist. Nach 4, 7 und 21 Tagen wird jeweils ein Teil der Tiere getötet, indem sie unter erneuter Narkose geköpft werden. Die Gehirne werden zur Untersuchung entfernt.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Selection of reference genes for quantitative real-time PCR in a rat ashyxial cardiac arrest model

Autoren: Kristina Langnaese (1)*, Robin John (1), Hannes Schweizer (1), Uwe Ebmeyer (2), Gerburg Keilhoff (1)

Institute: (1) Institut für Medizinische Neurobiologie, Universität Magdeburg, Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg, (2) Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universität Magdeburg, Magdeburg

Zeitschrift: Biomedcentral (BMC) Molecular Biology 2008, 9(53), doi:10.1186/1471-2199-9-53

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3835



Dokument 1376Titel: Reaktion der Ganglion Gasseri der Ratte auf longitudinale Reizung der Schnurrhaare
Hintergrund: Die Nervenaktivitäten bei horizontalen und vertikalen Bewegungen der Rattenschnurrhaare sind bereits ausführlich untersucht. In dieser Arbeit werden nun die elektrischen Nervenimpulse bei longitudinaler Bewegung gemessen, d.h. wenn das Schnurrhaar in den Haarfollikel hineingedrückt wird.
Tiere: 10 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden durch eine Injektion eines Narkosemittels in die Bauchhöhle anästhesiert. An der der linken Seite des Kopfes wird der Schädelknochen entfernt. Ein Stück der linken Gehirnhälfte wird abgesaugt. Die harte Hirnhaut über einem Nervenknoten, dem Ganglion Gasseri, wird entfernt. An den Nervenknoten werden mehrere Aufzeichnungselektroden aus glasummantelten Platin angelegt. Die Schnurrhaare werden bis auf 5 mm abgeschnitten. Ein Schnurrhaarstumpf wird an ein Glasröhrchen geklebt, das mit einem Gerät verbunden ist, das einen Druck auf das Schnurrhaar ausübt. Das Haar wird so in den Haarfollikel hineingedrückt. Gleichzeitig werden die elektrischen Impulse am Ganglion gemessen. Am Ende der Experimente werden die Tiere durch Überdosis eines Barbiturates getötet.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Responses of rat trigeminal ganglion neurons to longitudinal whisker stimulation

Autoren: Maik C. Stüttgen (1), Stephanie Kullmann (1,2), Cornelius Schwarz (1)*

Institute: (1) Abteilung Kognitive Neurologie, Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, Universität Tübingen, Ottfried-Müller-Str. 27, 72076 Tübingen, (2) Graduate School for Neural and Behavioural Science, Universität Tübingen, Tübingen

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2008: 100, 1879-1884

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3834



Dokument 1377Titel: In-vivo-Messungen des Impedanz-Spektrums der Hirnrinde beim Affen: Konsequenzen für die Signalweiterleitung
Hintergrund: Messungen der Nervenaktivitäten in der Sehrinde des Affenhirns.
Tiere: 2 Affen (Art nicht genannt)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die beiden Affen werden zunächst einer Operation unterzogen. Über einem Bohrloch im Schädelknochen wird eine Kammer für Elektroden auf dem Kopf verankert. Außerdem wird ein Kopfhalter auf dem Schädel befestigt. Die eigentlichen Versuche finden unter Narkose statt, vermutlich einige Zeit nach der ersten Operation. Der Kopf eines Affen wird mit Hilfe des Kopfhalters ruhig gestellt. Durch die Kammer und das Loch werden Elektroden mit einem Antriebsgerät in die Sehrinde des Gehirns eingeführt. Es werden verschiedene Messungen der Nervenaktivitäten vorgenommen. das weitere Schicksal der Affen wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: In vivo measurement of cortical impedance spectrum in monkeys: Implications for signal propagation

Autoren: Nikos K. Logothetis (1,2)*, Christoh Kayser (1), Axel Oeltermann (1)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Spemannstraße 38, 72076 Tübingen, (2) Division of Imaging Science and Biomedical Engineering, University of Manchester, Manchester, UK

Zeitschrift: Neuron 2007: 55, 809-823

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3833



Dokument 1378Titel: Reaktionen auf Gesichstausdruck und Blickauswahl in der Amygdala (Hirnbereich) des Affen
Hintergrund: Nervenaktivitäten im Gehirn von Rhesusaffen beim Erkennen von Gesichtsausdrücken anderer Affen.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Den Rhesusaffen wird ein Bolzen auf dem Schädel verankert. Für die Versuche werden die Tiere in Primatenstühle gesetzt, der Kopf wird an dem Bolzen angeschraubt. Üblicherweise wird die "Kooperation" der Tiere durch Flüssigkeitsentzug erzwungen. Die Tiere erhalten nichts zu trinken. Wehren die Affen sich bei den Experimenten nicht, gibt es über einen Schlauch im Mund etwas Saft. Den Tieren werden Bilder von Affen mit verschiedenen Gesichtsausdrücken gezeigt, neutral, drohend, ängstlich. Während die Affen die Bilder betrachten, wird ihr Gehirn mit einem Imaging-Verfahren (funktionelle Magnetresonanz-Tomographie) gescannt. Bei dem einen Affen werden sechs Testreihen, bei dem anderen acht Testreihen mit je 72 Gesichtsausdrücken durchgeführt. Wahrscheinlich werden der Affen für weitere Experimente verwendet.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Facial-expression and gaze-selective responses in the monkey amygdala

Autoren: Kari L. Hoffmann (1)*, Katalin M. Gothard (2), Michael C. Schmid (1), Nikos K. Logothetis (1)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Spemannstraße 38, 72076 Tübingen, (2) Department of Physiology, College of Medicine, University of Arizona, Tuscon, Arizona 85724, USA

Zeitschrift: Current Biology 2007: 17, 766-772

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3832



Dokument 1379Titel: Analoge numerische Darstellung bei Rhesusaffen: Beweise für parallele Verarbeitung
Hintergrund: Neurologische Grundlagenforschung zum Zählvermögen von Rhesusaffen.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: Es werden Affen verwendet, denen zuvor über einem Bohrloch im Schädelknochen eine Kammer für Elektroden auf dem Schädel implantiert wurde. Diese Vorrichtung wird in der hier beschriebenen Versuchsanordnung aber nicht verwendet. Außerdem wird normalerweise ein Metallbolzen auf dem Schädel verankert, mit dem später der Kopf des Tieres bewegungslos fixiert werden kann. Für die Experimente sitzen die Affen in einem Primatenstuhl, der Kopf wird an dem Bolzen unbeweglich angeschraubt. Der Affe muss seinen Blick auf einen Punkt auf einem Bildschirm richten. Die Augenbewegungen werden mit einem Infrarotmessgerät verfolgt. Der Affe muss dann mit der Hand einen Hebel drücken. Es erscheint ein Bild mit 1 bis 7 schwarzen Punkten um den Fixpunkt. Eine Sekunde später erscheint ein zweites Bild mit einer anderen oder gleichen Anzahl von Punkten. Stimmt die Anzahl der Punkte mit dem ersten Bild überein, muss der Affe den Hebel loslassen. Stimmen sie nicht überein, muss er den Hebel gedrückt bis ein drittes Bild erscheint.

Macht das Tier die Aufgabe richtig, erhält es über einem Schlauch in seinem Mund einige Tropfen Apfelsaft. Die Affen müssen sich ihre tägliche Flüssigkeitsration bei den Experimenten "erarbeiten". Bewegt der Affe seine Augen von dem Fixpunkt weg, lässt er den Hebel zu früh los oder vergleicht er die Anzahl der Punkte nicht richtig, gibt es nichts zu trinken. nach einer kurzen Pause kommt der nächste Versuch. Pro Tag werden 500 bis 1000 Versuche mit einem Tier durchgeführt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, der Human Frontier Science Program Organization, durch einen NIMH-Zuschuss sowie das RIKEN-MIT Neuroscience Research Center unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Analog numerical representations in rhesus monkeys: Evidence for parallel processing

Autoren: Andreas Nieder*, Earl K. Miller

Institute: Abteilung Kognitive Neurologie, Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, Universität Tübingen, Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Journal of Cognitive Neuroscience 2004: 16:5, 889-901

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3831



Dokument 1380Titel: Semantische Assoziation zwischen Zeichen und numerischen Kategorien im Präfrontallappen der Großhirnrinde
Hintergrund: Nervenaktivitäten im Gehirn des Rhesusaffen beim Erkennen von arabischen Ziffern. In der Arbeit werden von anderen Autoren durchgeführte Versuche zur gleichen Fragestellung mit Menschen erwähnt.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Es werden Affen verwendet, die zuvor operiert worden sind. Die Details werden nicht beschrieben. Üblicherweise wird bei den Affen unter Narkose über einem Bohrloch im Schädelknochen eine Aufzeichnungskammer für Elektroden mit Zahnzement und Schrauben fixiert. Außerdem wird normalerweise ein Metallbolzen auf dem Schädel angebracht, mit dem später der Kopf des Tieres bewegungslos angeschraubt werden kann. Für die Experimente sitzen die Affen in einem Primatenstuhl. Ein Affe muss seinen Blick auf einen Bildschirm richten. Die Augenbewegungen werden mit einem Infrarotmessgerät verfolgt. Der Affe muss dann mit der Hand einen Hebel drücken. Es erscheint ein Bild mit 1 bis 4 schwarzen Punkten. Eine Sekunde später erscheint ein zweites Bild mit einer anderen oder gleichen Anzahl von Punkten oder den arabischen Ziffern 1, 2, 3 oder 4. Stimmt die Anzahl der Punkte oder die Ziffer mit dem ersten Bild überein, muss der Affe den Hebel loslassen. Stimmen sie nicht überein, muss er den Hebel gedrückt bis ein drittes Bild erscheint.

Macht das Tier die Aufgabe richtig, erhält es zur "Belohnung" etwas Flüssigkeit. Üblicherweise erhalten die Affen außerhalb der Experimente nichts zu trinken und müssen sich ihre Flüssigkeitsration "erarbeiten". Dieses "Training" dauert mehrere Monate. Während der Affe die Aufgaben löst, werden über in das Gehirn eingeführte Elektroden Hirnströme gemessen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und dem Career Development Award from the International Human Frontier Science Program Organization (HFSP) unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Semantic associations between signs and numerical categories in the prefrontal cortex

Autoren: Ilka Diester, Andreas Nieder*

Institute: Abteilung Kognitive Neurologie, Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, Universität Tübingen, Ottfried-Müller-Str. 27, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Public Library of Science (PLOS) Biology 2007: 5(11), e294 (2684-2694)

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3830



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