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Datenbank Tierversuche

 

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Dokument 81Titel: Die von der Größe und Lokalisation des Schadens abhängige Verstärkung auf der dem Schaden gegenüberliegenden Seite im Thalamus und der motorischen Rinde erleichtert die Genesung nach einem Schlaganfall bei Mäusen
Hintergrund: In der Studie heißt es, bislang konnte noch keine einzige tierexperimentelle Schlaganfall-Studie erfolgreich in die Klinik umgesetzt werden, d.h., kein Tierversuch in diesem Bereich hat zu einem Erfolg für kranke Menschen geführt. Die Autoren versuchen es daher mit einem anderen Ansatz, um die neuronalen Prozesse bei der Genesung nach einem Schlaganfall zu ergründen.
Tiere: 18 Mäuse
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen unter der Nummer 84-02.04.2016.A461 genehmigt. Die Mäuse der Zuchtlinie C57Bl/6J stammen von der Zuchtfirma The Jackson Laboratory, USA. Die Tiere werden einzeln gehalten. Unter Narkose wird künstlich ein Schlaganfall ausgelöst. Dazu wird der Kopf einer Maus in einen stereotaktischen Metallrahmen eingespannt. Die Kopfhaut wird auf 1,5 cm Länge von den Augen bis zum Nacken aufgeschnitten. Die Knochenhaut auf dem Schädelknochen wird entfernt. In die Bauchhöhle wird der lichtempfindliche Farbstoff Bengalrosa injiziert. Fünf Minuten später wird ein Laserstrahl für 15 Minuten auf den Kopf gerichtet. Durch die Lichteinwirkung des Lasers bewirkt der Farbstoff an der Stelle eine Blutgerinnselbildung. Eine Gruppe Mäuse erhält eine niedrige Dosis Farbstoff und Laserbestrahlung mit niedriger Intensität. Bei einer Gruppe ist beides erhöht. Eine Kontrollgruppe erhält nur Bengalrosa, aber keine Laserbehandlung. Durch das Blutgerinnsel in den Blutgefäßen des Gehirns wird der Gewebebereich dahinter nicht mehr durchblutet, was einen Schlaganfall simulieren soll.

In den nächsten 4 Wochen werden die Mäuse 6 Mal magnetresonanztomographisch untersucht. Diese Untersuchung erfolgt im Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung Köln. Dazu werden die Tiere betäubt. An diesen Tagen wird außerdem das Verhalten mit drei Tests geprüft. Beim ersten Test muss die Maus über eine 120 cm lange, rotierende Stange laufen und es wird gezählt, wie oft sie mit den Pfoten abrutscht. Beim Grid Walk Test muss eine Maus 5 Minuten auf einem Metallgitter laufen und es wird ermittelt, wie oft die Füße durch das Gitter fallen. Beim dritten Test wird die Maus in einen Plastikzylinder gesetzt und es wird beobachtet, wie oft sie mit den Pfoten von der glatten Wand abrutscht. 5 Mäuse werden vorzeitig getötet, vermutlich, weil es ihnen zu schlecht geht (nicht genau erklärt). Die überlebenden Mäuse werden 28 Tage nach Auslösen des künstlichen Schlaganfalls getötet, indem eine Fixierungslösung in ihre Blutbahn injiziert wird. Nicht erwähnt, aber vermutlich werden die Tiere vorher betäubt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Friebe-Stiftung.

Bereich: Schlaganfall-Forschung

Originaltitel: Lesion size- and location-dependent recruitment of contralesional thalamus and motor cortex facilitates recovery after stroke in mice

Autoren: Markus Aswendt (1,2)*, Miklas Pallast (1), Frederique Wieters (1), Mayan Baues (1), Mathias Hoehn (2,3), Gereon R. Fink (1,2)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Neurologie, Klinikum der Universität zu Köln, Kempener Str. 62, 50937 Köln, (2) Kognitive Neurowissenschaften, Forschungszentrum Jülich, Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Jülich, (3) Department of Radiology, Leiden University Medical Center, Leiden, Niederlande

Zeitschrift: Translational Stroke Research 2020; doi:10.1007/s12975-020-00802-3

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5203



Dokument 82Titel: CYP17A1-defiziente XY-Mäuse zeigen Anfälligkeit für Arteriosklerose, verändertes Lipidomprofil und atypische Geschlechtsentwicklung
Hintergrund: Ein Gendefekt, der bei Menschen zu Störungen in der Geschlechtsentwicklung und Erkrankungen der Herzkranzgefäße führt, wird künstlich bei Mäusen erzeugt und in Kombination mit einem anderen künstlichen Gendefekt analysiert.
Tiere: 85 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der zuständigen Behörde in Schleswig-Holstein genehmigt. Wildtyp (ohne genetische Veränderungen) und Apoe-/- (bei denen das Gen Apoe künstlich ausgeschaltet ist) Mäuse werden von der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld, bezogen. Bei einem Teil der Tiere wird ein Gendefekt in dem Gen Cyp17a1 ausgelöst, das für die Verarbeitung wichtiger Geschlechtshormone wie Progesteron, Cortisol, Testosteron und Östradiol zuständig ist. Das führt dazu, dass die Geschlechtsorgane männlicher Mäuse mit dem Cyp17a1-Gendefekt sich nicht richtig entwickeln und weiblichen Geschlechtsorganen ähneln. Die Mäuse werden auf verschiedene Weise mit nicht genmanipulierten Tieren über mindestens 6 Generationen gekreuzt. Für die eigentlichen Versuche werden ihre Jungen verwendet. Es werden insgesamt mindestens 15 Wildtyp Mäuse, 18 Mäuse mit dem Cyp17a1-Gendefekt, 27 Mäuse mit dem Apoe-/- Gendefekt und 25 Mäuse mit beiden Defekten untersucht.

Acht Wochen lang bekommt die Hälfte der Mäuse normales Futter und die andere Hälfte wird einer „westlichen Ernährung“ ausgesetzt, die mehr Cholesterin und Fette enthält. Vor Beginn und nach Ende des 8-wöchigen Fütterungsversuchs wird von jedem Tier mit einer Spritze Blut aus einem Blutgefäß hinter dem Augapfel entnommen. Am Ende der achten Woche werden alle Mäuse unter Narkose durch Genickbruch getötet und ihre Herzen und Körperschlagadern (Aorta) werden entnommen, um zu untersuchen, ob sich Ablagerungen in den Blutgefäßen gebildet haben.

Diese Arbeit wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Helmholtz-Gemeinschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem FP7 EU Projekt, der Leducq-Stiftung und dem Förderprogramm „Medizinische Genetik“ der Universität zu Lübeck finanziell unterstützt.

Bereich: Arterioskleroseforschung, Genetik, Herz-Kreislauf-Forschung, Ernährungswissenschaft

Originaltitel: CYP17A1 deficient XY mice display susceptibility to atherosclerosis, altered lipidomic profile and atypical sex development

Autoren: Redouane Aherrahrou (1,2), Alexandra E. Kulle (3), Natalia Alenina (4,5), Ralf Werner (6,7), Simeon Vens-Cappell (8), Michael Bader (4,5,9,10), Heribert Schunkert (11), Jeanette Erdmann (1,12), Zouhair Aherrahrou (1,12)*

Institute: (1) Institut für Kardiogenetik, Universität zu Lübeck, Gebäude 67, BMF, Ratzeburger Allee 160, 23562 Lübeck, (2) Centre for Public Health Genomics, Department of Biomedical Engineering, University of Virginia, Charlottesville, VA, USA, (3) Hormonzentrum für Kinder und Jugendliche, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiel, (4) Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin, (5) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Standort Berlin, Berlin, (6) Institut für Endokrinologie und Diabetes, Universität zu Lübeck, Lübeck, (7) Institut für Molekulare Medizin, Universität zu Lübeck, Lübeck, (8) Bioanalytical Core Facility, CBBM (Center of Brain Behavior and Metabolism), Universität zu Lübeck, Lübeck, (9), Charité-Universitätsmedizin, Berlin, (10) Institut für Biologie, Universität zu Lübeck, Lübeck, (11) Kardiologie, Deutsches Herzzentrum München, Technische Universität München und Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Standort München, München, (12) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Standort Hamburg/Kiel/Lübeck, Medizinische Klinik II / Kardiologie, Angiologie, Intensivmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck

Zeitschrift: Scientific Reports 2020; 10: 8792

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5202



Dokument 83Titel: Mechanische Kräfte regulieren die Reifung der Herzzell-Myofilamente über die VCL-SSH1-CFL-Achse
Hintergrund: Der Einfluss des Herzschlags auf die Entwicklung der Herzzellen wird an Zebrafische untersucht.
Tiere: 224 Tiere verschiedener Arten (224 Zebrafische, unbekannte Anzahl Mäuse, unbekannte Anzahl Ratten)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Es wird nicht erwähnt. ob und von welcher Behörde die Tierversuche genehmigt wurden. Es werden mindestens 224 Zebrafische im Alter von bis zu 6 Tagen und eine nicht genannte Anzahl an neugeborenen, ein bis drei Tage alten C57BL/6-Mäusen und Sprague-Dawley-Ratten verwendet. Die Tiere stammen aus institutseigener Zucht. Die neugeborenen Mäuse und Ratten werden auf nicht genannte Weise getötet und ihre Herzen werden entnommen, um die Herzzellen für Zellkulturen zu verwenden. Verschiedene Gene werden bei den Zebrafischen verändert, so dass bei ihnen bestimmte Herzproteine in unterschiedlichen Farben fluoreszieren. Manchen Zebrafischen werden Gendefekte in sechs für die Herzfunktionen wichtigen Proteine angezüchtet, was zu Entwicklungs- und Funktionsstörungen des Herzens führt. Drei Wirkstoffe, die den Herzschlag verlangsamen, werden für 24 bis 31 Stunden dem Wassertank der Fische zugegeben. Lebende Zebrafische werden in ein weiches, durchsichtiges Gel eingebettet und unter einem Mikroskop angeschaut. Die Tiere werden auf nicht genannte Weise getötet und ihre Herzen werden für weitere Analysen entnommen.

Diese Arbeit wurde von der Max-Plank-Gesellschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Entwicklungsbiologie, Herzphysiologie, Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Mechanical forces regulate cardiomyocyte myo?lament maturation via the VCL-SSH1-CFL axis

Autoren: Ryuichi Fukuda (1)*, Felix Gunawan (1), Radhan Ramadass (1), Arica Beisaw (1), Anne Konzer (2), Sri Teja Mullapudi (1), Alessandra Gentile (1), Hans-Martin Maischein (1), Johannes Graumann (2,3), Didier Y.R. Stainier (1)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Ludwigstrasse 43, 61231 Bad Nauheim, (2) Biomolecular Mass Spectrometry, Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim, (3) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V. (DKFZ), Standort RheinMain, Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim

Zeitschrift: Cell Press 2019; 51: 62-77

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5201



Dokument 84Titel: Unterschiedliche Rollen des Calciumionenkanals TRPV4 in den Wirtsreaktionen auf Mycobacterium tuberculosis früh und spät in der Infektion
Hintergrund: Erforschung der Details der Immunantwort auf eine Tuberkuloseinfektion bei Mäusen.
Tiere: 58 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden unter der Nummer V 242-71197/2017(14-2/18) vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) des Landes Schleswig-Holstein genehmigt. Die Versuche und Züchtungen werden am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum durchgeführt. Bei Mäusen wird ein Gendefekt erzeugt, sodass der Calciumkanal TRPV4 nicht produziert wird. Diese genmanipulierten Tiere werden mit „normalen“ Mäuse der Zuchtlinie C57BL/J6 verpaart. Üblicherweise geschieht dies über mehrere Generationen. Von den Nachkommen werden sowohl Mäuse mit gewünschten Genveränderung und ihre nicht veränderten Geschwister („Wild-Typ“) für die eigentlichen Versuche verwendet.

Die Tiere werden in eine kleine Kammer gesetzt, in der sich Tuberkulose-Bakterien in der Luft befinden. Die Mäuse werden durch das Einatmen mit den Bakterien infiziert, was zu Lungenschäden führt. Die Mäuse werden regelmäßig gewogen und 15, 29, 55, 90 oder 150 Tage nach der Infektion werden jeweils einige von ihnen auf nicht genannte Weise getötet. Lunge, Milz und Leber der Tiere werden für weitere Analysen entnommen.

Diese Arbeit wurde von der Abteilung für Biotechnologie der Regierung Indiens, der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Rajiv Gandhi National Fellowship und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziell unterstützt.

Bereich: Infektionsforschung, Immunologie

Originaltitel: Differential roles of the calcium ion channel TRPV4 in host responses to Mycobacterium tuberculosis early and late in infection

Autoren: Sumanta K. Naik (1,2), Kaliprasad Pattanaik (1), Jacqueline Eich (2), Vivien Sparr (2), Matthias Hauptmann (2), Barbara Kalsdorf (2), Norbert Reiling (2), Wolfgang Liedtke (3), Wolfgang M Kuebler (4), Ulrich E. Schaible (2)*, Avinash Sonawane (1,5)*

Institute: (1) School of Biotechnology, KIIT University, Odisha, Indien, (2) Programmbereich Infektionen, Zelluläre Mikrobiologie, Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum, 23845 Borstel, (3) Duke University Center for Translational Neuroscience,, Durham, USA, (4) Charité – Institut für Physiologie, Berlin, (5) Indian Institute of Technology, Indore, Madhya Pradesh, Indien

Zeitschrift: iScience 2020; 23(6): 101206

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5200



Dokument 85Titel: Die H3K9me3-vermittelte epigenetische Regulation der Seneszenz bei Mäusen sagt das Ergebnis von Lymphompatienten voraus
Hintergrund: Um die Prognose über die Erfolgsrate gängiger Chemotherapeutika für einzelne Lymphom-Patienten zu verbessern, werden schon bekannte genetische Merkmale mehrerer Patienten mit den Genaktivitätsveränderungen bei Mäusen verglichen, denen genmodifizierte Krebszellen anderer Mäuse gespritzt werden.
Tiere: 117 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin genehmigt. Die Herkunft der Mäuse wird nicht genannt. Bei den Tieren werden verschiedene Gendefekte (Knock-out) erzeugt, die sie besonders anfällig für die Entwicklung eines Lymphoms (Lymphdrüsenkrebs) machen. Diese Mäuse werden mit nicht genmanipulierten Mäusen der Zuchtlinie C57BL/6 verpaart. Üblicherweise geschieht dies über mehrere Generationen. Von den Nachkommen werden sowohl Mäuse mit gewünschten Genveränderung und ihre nicht veränderten Geschwister („Wild-Typ“) für die eigentlichen Versuche verwendet.

39 genmodifizierte Mäuse werden auf nicht genannte Art getötet. Krebszellen werden von ihnen isoliert und in der Schwanzvene von 78 Wild-Typ (nicht genetisch veränderten) Mäusen gespritzt. Das führt zu einer Tumorentwicklung in den Lymphknoten der Tiere. Eine Gruppe von Mäusen erhält das bekannte Chemotherapeutikum Cyclophosphamid in die Bauchhöhle gespritzt. Eine zweite Gruppe Mäuse erhält eine Kombination von 4 Medikamenten einmalig und täglich über 4 Tage Kortison gespritzt. Eine Gruppe von Mäusen bleibt unbehandelt. Der Krankheitsverlauf wird bis zu 100 Tagen nach der Chemotherapie beobachtet. Bei 35 der 78 Mäuse wird eine erneute Tumorentwicklung beobachtet und die Chemotherapie wird bei ihnen ein- bis zweimal wiederholt. Viele Mäuse sterben an ihren Tumoren oder müssen wegen eines sehr schlechten Gesundheitszustandes getötet werden. Spätestens 100 Tage nach der ersten Verwendung der Chemotherapeutika werden alle überlebenden Mäuse mittels CO2 getötet. Ihre Lymphknoten und andere Organe werden für weiteren Analysen entnommen.

Diese Arbeit wurde von der Deutschen Krebshilfe, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Helmholtz Gemeinschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Förderverein Hämatologie und internistische Onkologie, der Stiftung Charité und der Volkswagenstiftung finanziell unterstützt.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: H3K9me3-mediated epigenetic regulation of senescence in mice predicts outcome of lymphoma patients

Autoren: Kolja Schleich (1), Julia Kase (1), Jan R. Dörr (1), Saskia Trescher (2), Animesh Bhattacharya (1), Yong Yu (3), Elizabeth M. Wailes (1), Dorothy N. Y. Fan (1,4), Philipp Lohneis (5), Maja Milanovic (1), Andrea Lau (1), Dido Lenze (6), Michael Hummel (4,6), Bjoern Chapuy (7), Ulf Leser (2), Maurice Reimann (1), Soyoung Lee (1,3,4), Clemens A. Schmitt (1,3,4,8,9)*

Institute: (1)* Charité – Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie (CVK) und Molekulares Krebsforschungszentrum (MKFZ), Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Institut für Informatik, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, (3) Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin der Helmholtz Gemeinschaft, Robert-Rössle-Straße 10, 13125 Berlin, (4) Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung, Standort Berlin, Berlin, (5) Institut für Pathologie, Uniklinik Köln, (6) Charité – Institut für Pathologie, Berlin, (7) Abteilung für Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, (8) Hämatologie und Internistische Onkologie, Johannes Kepler Universität, Krankenhausstraße 9, 4020 Linz, Österreich, (9) Berliner Institut für Gesundheitsforschung, Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, 10178 Berlin

Zeitschrift: Nature Communications 2020; 11: 3651

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5199



Dokument 86Titel: Darstellung der auditorischen Aufgabenkomponenten und ihrer Beziehungen in der Hörrinde von Primaten
Hintergrund: Da in vielen ähnlichen vorherigen Versuche unterschiedliche Ergebnisse gewonnen wurden, wird hier noch einmal an Javaneraffen untersucht, welche kognitive Prozesse die Aktivität der Hörrinde beeinflussen.
Tiere: 4 Affen (Javaneraffen)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesverwaltungsamt Halle genehmigt. Es werden 2 weibliche und 2 männliche Javaneraffen (Macaca fascicularis) verwendet. Die Herkunft der Tiere wird nicht genannt. Die männlichen Affen wurden vor mehr als einem Jahr in ähnlichen Versuchen eingesetzt, für die weiblichen Affen sind die Experimente völlig unbekannt. Die Tiere werden in Narkose gelegt und ein helmähnliches Metallimplantat wird mittels sechs scharfer langer Bolzen auf dem Schädel befestigt, um die zukünftige Fixierung des Kopfes zu ermöglichen. Ein 21 mm großes Loch wird links (bei 2 Affen) oder rechts (bei 2 Affen) in den Schädel gebohrt und eine verschließbare Elektrodenkammer wird über dem Bohrloch im Bereich der Hörrinde befestigt. Durch die Kammer können später mehrere nadelförmige Elektroden ins Gehirn der Affen eingeführt werden. Die Tiere bekommen Antibiotika und Schmerzmittel über eine nicht genannte Zeitspanne nach der Operation.

Die Affen werden „trainiert“ in einem Fixierstuhl (Primatenstuhl) mit fixiertem Kopf zu sitzen und bestimmte Aufgaben zu erfüllen. In ca. der Hälfte der Versuche wird der Kopf eines der männlichen Affen nicht fest fixiert, sondern wird in eine selbstgemachte Plastikbox geklemmt. Vor dem Primatenstuhl befinden sich drei LED-Lichter und eine Taste. Neben dem Kopf des Tieres gibt es einen Löffel, der jedes Mal mit 0,3 bis 0,8 ml Wasser oder Smoothie als Belohnung befüllt wird, wenn eine Aufgabe richtig erfüllt wird. Das Tier muss die Flüssigkeit vom Löffel ablecken. Die Affen bekommen ansonsten während der gesamten Versuchsdauer keine Flüssigkeit, sondern nur frische Früchte nach den Versuchen und am Wochenende. Die Trainingsphase, in der den Affen beigebracht wird, wie die einzelnen Aufgaben auszuüben sind, dauert 8 Monate. Bei den eigentlichen Versuchen bekommen die Affen verschiedene Licht- und Tonsignale und müssen je nach Aufgabe die Taste vor oder nach einem Tonsignal für eine bestimmte Zeitspanne berühren. Wenn ein Tier die gewünschte Tätigkeit nicht ausübt, zu langsam oder zu schnell ist, oder wenn es nur kurz die Taste berührt, bekommt es für diese Aufgabe keine Flüssigkeit. Die Affen bekommen 60 bis 160 Aufgaben pro Sitzung. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem russischen Staat finanziell unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Hörforschung, Neurobiologie, Neurophysiologie

Originaltitel: Representation of auditory task components and of their relationships in primate auditory cortex

Autoren: Stanislava Knyazeva (1), Elena Selezneva (1), Alexander Gorkin (2), Frank W. Ohl (1,3,4), Michael Brosch (1,4)*

Institute: (1)* Leibniz Institut für Neurobiologie, Brenneckestraße 6, 39118 Magdeburg, (2) Institute of Psychology, Russian Academy of Sciences, Moskau, Russland, (3) Institut für Biologie, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, (4) Zentrum für neurowissenschaftliche Forschung, Universitätsplatz 2, Otto-von-Guericke-Universität, 39106 Magdeburg

Zeitschrift: Frontiers in Neuroscience 2020; 14: 306

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5198



Dokument 87Titel: Einfluss der Proteinkonzentration und -qualität in Dosenfutter auf die Urinzusammensetzung, Nährstoffverdaulichkeit und Energieversorgung bei erwachsenen Katzen
Hintergrund: Aus einer früheren Studie mit Trockenfutter ist bekannt, dass ein hoher Proteinanteil das Risiko für Harnsteine bei Katzen erhöht. Dies soll jetzt auch mit Dosenfutter untersucht werden.
Tiere: 11 Katzen
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin genehmigt (Genehmigungsnummer G0138/12). Die Katzen (Europäisch Kurzhaar) stammen aus der Tierhaltungseinrichtung vom Institut für Tierernährung der Freien Universität Berlin. Kurz nach Beginn der Versuche wird eine Katze aufgrund von nicht näher beschriebenen Gesundheitsproblemen durch eine andere Katze ersetzt. Für die Versuchsreihe werden 10 Katzen auf 6 verschiedene Fütterungsprotokolle aufgeteilt. Die angebotenen Dosenfuttermittel unterscheiden sich in der Eiweißkonzentration und -qualität, jeweils drei mit hoher und drei mit einer niedrigen Proteinqualität. Dabei wird eine hohe Eiweißqualität über einen höheren Fleisch- und Blutanteil erreicht, wohingegen ein höherer Anteil an kollagenhaltigen Inhaltstoffen (Luftröhren und Nebenprodukte der Talg- und Fettgewinnung) zu einer schlechten Eiweißqualität führt.

Jedes Fütterungsprotokoll erstreckt sich über 6 Wochen. Nach den ersten 4 Wochen Gewöhnung, werden zweimal 4 Tage lang mit einer dreitägigen Pause dazwischen Proben gesammelt. Zur individuellen Sammlung von Urin- und Kotproben kommen die Katzen in sogenannte metabolische Käfige. Dabei werden die Urinproben über Container gesammelt, welche mit den Katzenklos verbunden sind. Der Kot verbleibt bis zur Probenentnahme im Katzenklo. Außerdem wird den Katzen am letzten der 4 Sammlungstage Blut abgenommen. Gehalten werden die Katzen in Gruppen, die Fütterung erfolgt aber individuell. Während der Sammlungsphase werden sie einzeln gehalten. Am Ende der 6 Wochen wird getauscht, d.h. jede Katze wird nach einem anderen Fütterungsprotokoll ernährt. Was mit den Katzen nach Beendigung der Versuche passiert ist dem Artikel nicht zu entnehmen.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Influence of protein concentration and quality in a canned diet on urine composition, apparent nutrient digestibility and energy supply in adult cats

Autoren: Nadine Paßlack (1)*, Barbara Kohn (2), Marcus G. Doherr (3), Jürgen Zentek (1)

Institute: (1)* Institut für Tierernährung, Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin, Königin-Luise-Str. 49, 14195 Berlin, (2) Klinik für kleine Haustiere, Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin, Berlin, (3) Institut für Veterinär-Epidemiologie und Biometrie, Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin, Berlin

Zeitschrift: BMC Veterinary Research 2018; 14; 225

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5197



Dokument 88Titel: Verschlimmerung der nachteiligen kardiovaskulären Auswirkungen von Fluglärm in einem Tiermodell der arteriellen Hypertonie
Hintergrund: Beim Menschen ist bereits bekannt, dass vor allem nächtlicher Fluglärm zu einem Anstieg des Blutdrucks und der Stresshormone führt. Hier wird untersucht, wie sich eine starke Lärmbelastung auf den Blutdruck von Mäusen auswirkt.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz (Genehmigungsnummer 23177-07/G15-094 und G18-1-084) genehmigt. Die männlichen Mäuse, von Janvier in Frankreich erworben, werden für die Versuche in 4 Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe mit Mäusen wird nicht behandelt und dient als Kontrollgruppe, eine zweite Gruppe wird 7 Tage mit Lärm beschallt. Die dritte Gruppe bekommt eine Infusion mit einem Hormon (Angiotensin II/ ATII), welches den Blutdruck erhöht. Die letzte Gruppe bekommt sowohl die Hormoninfusion als auch die 7-tägige „Behandlung“ mit Lärm.

Für eine dauerhafte Infusion bei den Gruppen 3 und 4 werden die Mäuse mit einer Minipumpe ausgestattet. Unter Narkose wird im Bereich der Flanke die Haut etwa 1 cm aufgeschnitten, die Minipumpen eingebracht und die Haut wieder zugenäht. Die Pumpe gibt über die folgenden 7 Tage das oben genannte blutdrucksteigernde Hormon an das Gewebe der Tiere ab. Nach der Operation werden die Wunden der Tiere mit einer Salbe versorgt. Danach kommen die Tiere in eine sogenannte Geräuschkammer.

Durch einen Lautsprecher, welcher 30 cm über den nach oben offenen Käfigen befestigt ist, kommt ein Ton, dessen maximale Lautstärke bei 85 Dezibel (vergleichbar mit dem Lärm einer Hauptverkehrsstraße oder eines Saxophonspiels) und minimaler Wert bei 72 Dezibel (ähnlich wie Kantinenlärm oder der Lärm eines Großraumbüros) liegt. Täglich 7 Tage lang kommen die Mäuse für zwei Stunden in die Geräuschkammer, wo sie in unregelmäßigen Abständen für jeweils 43 Sekunden mit Lärm beschallt werden.

Alle 2 Tage werden die Mäuse in einer Röhre fixiert und der Blutdruck wird mittels einer Manschette am Schwanz gemessen.

Nach 7 Tagen werden die Tiere unter Gasbetäubung mit einem Stich ins Herz getötet. Verschiedene Organe werden für weitere Untersuchungen entnommen.

Die Arbeit wurde gefördert durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Böhringer Ingelheim Stiftung, die Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Foundation for Polnish Science und durch das Deutsche Forschungszentrum für Herz-Kreislauf-Forschung.

Bereich: Lärmforschung, Stressforschung, Herz-Kreislauf-Forschung, Bluthochdruckforschung, Kardiologie

Originaltitel: Exacerbation of adverse cardiovascular effects of aircraft noise in an animal model of arterial hypertension

Autoren: Sebastian Steven (1,2) Katie Frenis (1), Sanela Kalinovic (1), Miroslava Kvandova (1), Matthias Oelze (1), Johanna Helmstädter (1), Omar Hahad (1), Konstantina Filippou (1), Kamil Kus (3), Chiara Trevisan (4), Klaus-Dieter Schlüter (5), Kerstin Boengler (5), Stefan Chlopicki (3,6), Katrin Frauenknecht (4), Rainer Schulz (5), Mette Sorensen (7,8), Andreas Daiber (1,9)*, Svenja Kröller- Schön (1), Thomas Münzel (1,9)*

Institute: (1)* Zentrum für Kardiologie, Kardiologie I – Labor für molekulare Kardiologie, Gebäude 605, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz, (2) Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH), Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz, Mainz, (3) Jagiellonian Centre for Experimental Therapeutics (JCET), Jagiellonian University, Krakow, Polen, (4) Institute of Neuropathology, University Hospital, Zürich, Schweiz, (5) Physiologisches Institut, Fachbereich Medizin, Justus Liebig Universität Gießen, Gießen, (6) Chair of Pharmacology, Jagiellonian University Medical College, Krakau, Polen, (7) Danish Cancer Society, Kopenhagen, Dänemark, (8) Department of Natural Science and Environment, Roskilde University, Roskilde, Dänemark, (9) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. (DZHK), Standort RheinMain, Mainz

Zeitschrift: Redox Biology 2020; 34: 1010515

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5196



Dokument 89Titel: Visualisierung der kortikalen Reaktion auf optogenetische Stimulation und sensorische Eingaben mittels handgehaltener multispektraler optoakustischer Bildgebung
Hintergrund: Es wird eine Methode vorgestellt, wie man das Gehirn mit einem bildgebenden Verfahren mit einer handgehaltenen Sonde untersuchen kann. ?
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Um Zugriff auf das Hirngewebe zu haben, werden die narkotisierten Ratten in einen sogenannten stereotaktischen Rahmen gespannt, mit dem der Kopf des Tieres fixiert wird. Zwei Löcher von 5 mm Durchmesser werden in die Schädeldecke gebohrt. Ein Gel wird aufgetragen und eine Sonde wird in eine bestimmte Gehirnregion eingeführt. An den Vorderpfoten und den Schnurrhaaren werden Elektroden angebracht, die mittels Strom einen Reiz auslösen, der im Gehirn mit der Sonde gemessen werden soll. Insgesamt werden diese elektrischen Stimulationen 68 Mal durchgeführt.

In einem anderen Experiment wird eine unbekannte Anzahl junger Ratten betäubt, die Kopfhaut wird aufgeschnitten und ein Loch in die Schädeldecke gebohrt. Durch dieses wird den Ratten eine Flüssigkeit in eine bestimmte Gehirnregion gespritzt. Nach 4-6 Wochen wird ein dünnes, lichtleitendes Kabel in das Gehirn eingeführt und an den Schädel geklebt. Sobald der Kleber fest geworden ist, wird die umliegende Hautwunde vernäht; das Kabel verbleibt im Schädel. In darauffolgenden Experimenten wird über dieses Kabel eine bestimmte Gehirnregion durch Lichtsignale stimuliert. Was nach den Experimenten mit diesen Ratten passiert, ist nicht beschrieben.

Gefördert durch den G. W. Leibnitz Preis DFG, dem PRISAR Grant und dem Helmholtz Association Developmental Grant.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Visualizing cortical response to optogenetic stimulation and sensory inputs using multispectral handheld optoacoustic imaging

Autoren: Saak V. Ovsepian (1,2,3,4)*, Yuanyuan Jiang (5), Thomas C.P. Sardella (6), Jaber Malekzadeh-Najafabadi (1,2), Neal C. Burton (6), Xin Yu (5,7), Vasilis Ntziachristos (1, 2)

Institute: (1) Institut für Biologische und medizinische Bildgebung (IBMI), Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg, (2) Lehrstuhl für Biologische Bildgebung, Fakultät für Medizin, Technische Universität München, München, (3) Department of Experimental Neurobiology, National Institute of Mental Health, Klecany, Czech Republic, (4) Department of Psychiatry and Medical Psychology, Third Faculty of Medicine, Charles University, Praha, Tschechische Republik, (5) Abteilung für Biomedizinische Magnetresonanz, Max Planck Institut für Biologische Kybernetik, Tübingen, (6) iThera Medical GmbH, München, (7) Athinoula A. Martinos Center for Biomedical Imaging, Massachusetts General Hospital and Harvard Medical School, Charlestown, MA, USA

Zeitschrift: Photoacustics 2020; 17: 100153

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5195



Dokument 90Titel: Von bildgebenden Verfahren abgeleitete Eingabefunktionen zur Quantifizierung der Verfügbarkeit von A1-Adenosinrezeptoren in Mäusehirnen unter Verwendung der PET und [18F]CPFPX
Hintergrund: Es soll herausgefunden werden, ob bestimmte Körperfunktionen von Mäusen mit einer bildgebenden Methode ähnlich analysiert werden können wie die Methode, bei der kontinuierlich Blut abgenommen wird.
Tiere: 5 Mäuse
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen genehmigt. 28 Wochen alte männliche Mäuse werden mit einem Inhalationsnarkosemittel betäubt. Die Narkose wird über den Zeitraum der Experimente aufrechterhalten. Eine Dauer-Kanüle wird in eine Hinterbeinarterie gestochen, über die die Blutproben genommen werden. Eine weitere Kanüle wird in die Schwanzvene gestochen, über die später ein Kontrastmittel eingespritzt wird. Eine Rektalsonde wird zur Messung der Körpertemperatur in den Anus eingeführt und die Atmung wird überwacht. Die Körpertemperatur wird mit einer Wärmelampe konstant gehalten. Dann werden die Mäuse auf dem Rücken in den PET-Scanner (Positronen-Emissions-Tomographie) gelegt, der Kopf wird an dem Narkose-System fixiert. Über einen Zeitraum von 60 Minuten werden Bilder aufgenommen. Während dieser Zeit werden 7 Mal Blutproben aus der Hinterbeinarterie genommen.

Am Ende der Versuche werden die Mäuse durch Abschneiden des Kopfes getötet und die Gehirne für weitere Untersuchungen entnommen.

Die Arbeit wurde vom China Scholarship Council finanziell gefördert.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Neurophysiologie, Versuchstierkunde

Originaltitel: Image-derived input functions for quantification of A1 adenosine receptors availability in mice brains using PET and [18F]CPFPX

Autoren: Xuan He (1,2), Franziska Wedekind (1), Tina Kroll (1), Angela Oskamp (1), Simone Beer (1), Alexander Drzezga (1,3), Johannes Ermert (4), Bernd Neumaier (4), Andreas Bauer (1,5), David Elmenhorst (1,6) *

Institute: (1) Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM-2), Forschungszentrum Jülich, Wilhelm-Johnen-Straße, 52428 Jülich, (2) Molekulare und Systemische Neurophysiologie, Institut für Biologie II (Zoologie), RWTH Aachen University, Aachen, (3) Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Köln, Köln, (4) Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Forschungszentrum Jülich, Jülich, (5) Institut für Neurologie, Medizinische Fakultät, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Düsseldorf (6) Institut für Psychologie - Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn, Bonn

Zeitschrift: Frontiers in Physiology 2020; 10: 1617

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5194



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