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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4541Titel: Der Beitrag von Endothelin auf den Tonus und die Autoregulation der Nierengefäße beim wachen Hund
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen verschiedener Medikamente auf die Niere
Tiere: 6 Hunde (Foxhounds)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Hunden wird eine Substanz unter die Haut gespritzt, die sie schläfrig werden läßt. Zur Anästhesie bekommen sie eine Injektion in eine Vene und danach wird die Narkose mit einem Gasgemisch fortgesetzt. Durch einen Schnitt in der linken Flanke wird ein Katheter (Plastikschlauch) über die Hauptschlagader in die linke Nierenarterie gelegt. Ein zusätzlicher Katheter wird in der linken Nierenvene plaziert. Die Vene des Eierstocks bzw. des Samenstrangs wird unterbunden. Dann wird ein aufblasbarer Ballon um die linke Nierenarterie gelegt und eine spezielle Sonde zwischen diesem Ballon und der Hauptschlagader angebracht. Die Katheter und der Ballon werden unter der Haut zum Hals der Hunde und dort schließlich nach außen geführt. Nun können sich die Tiere für mindestens 10 Tage erholen. Dabei wird ihnen jeden dritten Tag ein Antibiotikum unter die Haut gespritzt. Für das eigentliche Experiment erhalten die Hunde 90 Minuten vor und 20 Minuten nach Beginn des Versuchs eine Substanz, mit der die Funktion der Niere beurteilt werden kann. Zusätzlich wird jedem Tier eines von zwei Medikamenten oder eine Kombination beider Medikamente intravenös verabreicht. Diese Medikamente beeinflussen den Blutdruck über die Niere. In einer anderen Versuchsreihe erhalten die Hunde zusätzlich zu der Kombination der beiden Medikamente eine weitere Substanz. Die Tiere sind bei dem Versuch bei Bewußtsein und liegen auf der Seite. Der Blutdruck, die Herzfrequenz und die Durchblutung der Niere werden über einen Zeitraum von 100 Minuten aufgezeichnet und alle 20 Minuten Blutproben entnommen und untersucht. Danach wird der Ballon um die linke Nierenarterie mit ansteigendem Druck aufgeblasen und somit die Durchblutung der Niere vermindert, bis sie schließlich versiegt. Auch hierbei werden der Blutdruck, die Herzfrequenz, die Nierendurchblutung und der Blutdruck in der Niere überprüft und alle 5 Minuten Blutproben entnommen. Über den Verbleib der Hunde wird nichts berichtet.

Bereich: Physiologie, Pharmakologie

Originaltitel: Contribution of endothelin to renal vascular tone and autoregulation in the conscious dog

Autoren: Heike Berthold (1), Klaus Münter (2), Armin Just (1), Hartmut R. Kirchheim (1), Heimo Ehmke (1)*

Institute: (1)* I.Physiologisches Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg, und (2) Knoll AG, Ludwigshafen

Zeitschrift: American Journal of Physiology 1999: 276, F417-F424

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 596



Dokument 4542Titel: Zeitlicher Verlauf von enzymatischen und absorptiven Funktionen des Dünndarms von Ratten nach kurzzeitiger Gabe von kadmiumchlorid-haltiger Nahrung
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen kadmiumhaltiger Nahrung bei Ratten
Tiere: 24 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Weibliche Ratten erhalten Nahrung, die Kadmiumchlorid in unterschiedlicher Konzentration enthält. Eine Kontrollgruppe bekommt weiterhin normales Futter. Alle Tiere haben freien Zugang zu Nahrung und Trinkwasser. Die Gewichtszunahme der Ratten wird überprüft. Nach 8 Tagen wird den Tieren der Kopf abgetrennt, der Dünndarm entnommen und untersucht.

Bereich: Umwelttoxikologie

Originaltitel: Longitudinal pattern of enzymatic and absorptive functions in the small intestine of rats after short-term exposure to dietary Cadmium chloride

Autoren: B.Elsenhans (1)*, G.Hunder (1), G.Strugala (1), K.Schümann (1)

Institute: (1)* Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, 80336 München

Zeitschrift: Archives of Environmental Contamination and Toxicology 1999: 36, 341-346

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 595



Dokument 4543Titel: N-Methyl-D-Aspartat-Antagonisten und Zelltod, ausgelöst durch Kopftrauma im sich entwickelnden Gehirn der Ratte
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung verschiedener Medikamente bei Hirnquetschung
Tiere: 111 Ratten (mindestens)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Rattenjungen werden mit einem Narkosegas anästhesiert und danach in eine spezielle Form gelegt, die den Kopf der Tiere in einer bestimmten Position hält. Durch einen Hautschnitt wird die Schädeloberfläche freigelegt. Mit einem Gerät, bestehend aus einem 40 cm langem Stahlrohr und einer runden Fußplatte von 2 mm Durchmesser, wird durch ein fallendes 10-g-Gewicht eine Kraft von 160 gxcm senkrecht auf die rechte Schädelseite ausgeübt und das Gehirn somit gequetscht. Die Ratten sind 3, 7, 10, 14 oder 30 Tage alt. Je nach Alter der Tiere werden unterschiedliche Positionen für die Quetschung des Gehirns ausgewählt. Bei einigen Kontrolltieren wird die Kontusion nur simuliert. 24 h später erhalten die Ratten eine Überdosis eines Narkosemittels. Das Herz wird mit einer Lösung durchspült, das Gehirn entnommen und untersucht. In einer anderen Versuchsreihe wird 7 Tage alten Ratten in unterschiedlichen Zeitabständen vor und/oder nach der Quetschung des Gehirns eines von drei Medikamenten in die Bauchhöhle gespritzt. Bei den Kontrolltieren wird die Hirnquetschung simuliert. Alle Tiere werden entweder 0,5 , 2, 4, 6, 24, 48 Stunden oder 5 Tage später getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Bereich: Kinderheilkunde, Unfallmedizin, Pharmakologie

Originaltitel: N-Methyl-D-aspartate antagonists and apoptotic cell death triggered by head trauma in developing rat brain

Autoren: D.Pohl (1), P.Bittigau (1), M.J.Ishimaru (2), D.Stadthaus (1), C.Hübner (1), J.W.Olney (2), L.Turski (3), und C.Ikonomidou (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Pädiatrische Neurologie, Charite-Virchow Kliniken, Kinderklinik, Humboldt Universität, 13353 Berlin, (2) Abteilung für Psychiatrie, Medizinische Fakultät der Universität Washington, und (3) Eisai London Research Laboratories, University College London, England

Zeitschrift: Proceedings of the National Academy of Science/Pharmacology 1999: 96, 2508-2513

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 594



Dokument 4544Titel: Epidermaler Wachstumsfaktor erhöht die renale Aminosäurentransportkapazität bei Ratten, die mit Aminosäuren behandelt wurden
Hintergrund: Untersuchung der Wirkungen einer Substanz (EGF) in Kombination mit verschiedenen Aminosäuren
Tiere: 80 Ratten (Anzahl nicht eindeutig)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten wird über 10 Tage zweimal täglich eine Substanz unter die Haut gespritzt. Eine Kontrollgruppe erhält eine einfache Kochsalzlösung. Dann werden die Ratten durch eine Injektion in einen Muskel anästhesiert. Ein kleiner Schlauch wird in eine Schwanzvene der Tiere plaziert, über den während des gesamten Versuchs eine Lösung verabreicht wird. Zusätzlich erhalten die Tiere über diesen Schlauch bestimmte Aminosäuren. Einigen Kontrolltieren wird dabei eine einfache Kochsalzlösung infundiert. Ein Katheter wird in die Harnblase eingeführt. In Abständen von 20 Minuten werden über 3 Stunden Urinproben entnommen und analysiert. Zweimal wird den Tieren während des Versuchs Blut aus einem Venengeflecht hinter den Augen entnommen. Der gleiche Versuchsaufbau wird auch mit einer anderen Substanz zur Überprüfung der Nierenfunktion durchgeführt. Über den Verbleib der Tiere wird nichts berichtet.

Bereich: Pharmakologie

Originaltitel: Epidermal growth factor (EGF) increases the renal acid transport capacity in amino acid loaded rats

Autoren: Ch.Fleck (1)* , J.Pertsch (1)

Institute: (1)* Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Klinikum der Friedrich Schiller Universität, 07740 Jena

Zeitschrift: Amino Acids 1998: 15, 307-320

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 593



Dokument 4545Titel: Reduktion der Cholecystokinin-8S-Neuronen im paraventrikulären hypothalamischen Kern bei neonatal überernährten, entwöhnten Ratten
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen von Überernährung bei neugeborenen Ratten
Tiere: 12 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Weibliche Ratten werden im Alter von 3 Monaten mit männlichen Ratten gepaart. Am Tag der Geburt werden die Neugeborenen unter den Müttern verteilt. Um eine frühe Überernährung der Jungtiere zu erreichen, wird die Wurfzahl am 3.Tag auf drei Nachkommen reduziert. Zur Kontrolle wird die Wurfgröße einiger Tiere auf 10 Junge begrenzt. Die Muttertiere werden während der Trag- und Säugezeit einzeln in Plexiglaskäfigen untergebracht. Sie haben freien Zugang zu Futter und Wasser, und es wird ein Tag/Nachtrhythmus von je 12 Stunden eingehalten. Das Gewicht des Nachwuchses wird mehrmals kontrolliert. Die männlichen Jungtiere werden am 21.Lebenstag durch Enthaupten getötet. Einigen Tieren wird am 20.Lebenstag eine Substanz direkt in das Gehirn injiziert. 24 Stunden später wird auch ihnen der Kopf abgeschnitten, das Gehirn entnommen und untersucht.

Bereich: Hormonforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Reduction of cholecystokinin-8S-neurons in the paraventricular hypothalamic nucleus of neonatally overfed weanling rats

Autoren: Andreas Plagemann (1)* , Annett Rake (1), Thomas Harder (1), Kerstin Melchior (1), Wolfgang Rohde (1), Günther Dörner (1)

Institute: (1)* Institut für Experimentelle Endokrinologie, Medizinische Fakultät der Humboldt Universität, 10098 Berlin

Zeitschrift: Neuroscience Letters 1998: 258, 13-16

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 592



Dokument 4546Titel: Steht Thallium-induzierte Nephrotoxizität im Zusammenhang mit Riboflavin und / oder GSH ? - Überdenken von Hypothesen der Mechanismen der Thalliumtoxizität
Hintergrund: Untersuchung der Nierengiftigkeit von Thallium in Kombination mit anderen Substanzen
Tiere: 48 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden unter standardisierten Bedingungen gehalten, mit Rattenfutter ernährt und haben freien Zugang zu Trinkwasser. Vor Beginn des Versuchs werden allen beteiligten Ratten Urinproben entnommen und untersucht. Dann erhält eine Gruppe eine Spritze mit einer Thalliumlösung in das Bauchfell. Bei Thallium handelt es sich um ein giftiges Schwermetall. Die drei anderen Gruppen erhalten ebenfalls eine Injektion von Thallium in die Bauchhöhle, zusätzlich wird den Tieren vor, während und nach der Thalliumgabe noch Vitamin B2 und weitere Substanzen in unterschiedlichen Mengen und Zeitabständen verabreicht. Nach 5 Tagen wird noch einmal der Urin der Ratten untersucht. Zum Schluß läßt man die Tiere ausbluten, nachdem ihnen der Kopf abgeschnitten wurde. Die Nieren werden entnommen und untersucht.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Is Thallium-induced nephrotoxity in rats connected with Riboflavin and / or GSH ? - Reconsideration of hypotheses on the mechanisms of Thallium toxicity

Autoren: Dorothea Appenroth(1)* und Klaus Winnefeld (2)

Institute: (1)* Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Friedrich Schiller Universität, 07740 Jena, und (2) Institut für Klinische Chemie und Labordiagnostik, Friedrich Schiller Universität, Jena

Zeitschrift: Journal of Applied Toxicology 1999: 19, 61-66

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 591



Dokument 4547Titel: Diastolische Dysfunktion und Kollagenstruktur bei Schrittmacher-induziertem Herzversagen von Hunden
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen eines durch Herzschrittmacher ausgelösten Herzversagens
Tiere: 12 Hunde
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wird an 7 Hunden durchgeführt. An weiteren 5 Hunden, die als Kontrolltiere dienen, wird das Experiment partiell simuliert. Den Hunden werden Anästhetika in eine Vene gespritzt. Dann wird ein Schlauch in die Luftröhre gelegt und mit einem Narkosegasgemisch künstlich beatmet. Mit Hilfe einer Wärmematte wird die Körpertemperatur konstant bei ca. 37°C gehalten. Der Brustkorb wird auf der linken Seite zwischen der 5. und 6. Rippe aufgeschnitten und der Herzbeutel eröffnet. In die linke Herzkammer wird ein Druckmessgerät zusammen mit einem flüssigkeitsgefüllten Katheter (Plastikschlauch) eingebracht. Um die Hauptschlagader und die untere große Körpervene werden hydraulische Verschlusszwingen gelegt. Zusätzlich werden spezielle (piezoelektrische) Kristalle in die Wand des linken Herzmuskels eingepflanzt, mit deren Hilfe man die Dicke der Kammerwand bestimmen kann. Ein Herzschrittmacher wird partiell an der linken Herzkammer angenäht. Danach wird der Brustkorb der Hunde wieder zugenäht. Die Tiere erhalten 6 Tage lang Antibiotika und können sich 7 bis 10 Tage erholen.

Anschließend wird unter örtlicher Betäubung ein Herzschrittmacher in eine Hauttasche eingebracht, der durch schnelle Stimulation im Laufe von 3-5 Wochen (!) Herzversagen hervorruft. Anzeichen des Herzversagens sind Wasseransammlungen im Bauch und in anderen Körperbereichen, Abmagerung, körperliche Schwäche, Anstieg der Herzschlaggeschwindigkeit und Veränderung von Eigenschaften, die sich auf den Blutfluß beziehen. Schließlich wird der Herzschrittmacher ausgeschaltet und eine Stunde später werden Messungen durchgeführt. Die Hunde sind dabei bei Bewußtsein und liegen auf der rechten Seite. Blutgefäße werden durch Aufblasen der zuvor angebrachten hydraulischen Verschlüsse verengt, einigen Tieren werden zusätzlich Medikamente verabreicht. Die Messungen werden vor und nach Eintreten des Herzversagens durchgeführt. Zum Schluß werden die Hunde durch eine Überdosis einer intravenös gegebenen kaliumhaltigen Lösung getötet, das Herz entnommen und untersucht.

Bereich: Innere Medizin, Pathologie, Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Diastolic dysfunction and collagen structure in canine pacing-induced heart failure

Autoren: T.Neumann (1), A.Vollmer (1), Th.Schaffner (2), O.M.Hess (2) und G.Heusch (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Pathophysiologie, Zentrum der Inneren Medizin, Universität Essen, 45122 Essen, und (2) Abteilung für Kardiologie, Inselspital, Universität Bern, Schweiz

Zeitschrift: Journal of Molecular and Cellular Cardiology 1999: 31, 179-192

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 590



Dokument 4548Titel: Kurzzeitige Immobilisierung von Mäusen mit Methohexiton
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung unterschiedlicher Dosierungen einer Substanz, die Bewegungsunfähigkeit hervorruft
Tiere: 48 Mäuse
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Mäusen wird eine Substanz in die Bauchhöhle gespritzt, die zur Bewegungsunfähigkeit der Tiere führt. Um die richtige Konzentration für eine wirksame Immobilisierung zu finden, erhalten die Tiere die Substanz gruppenweise in aufsteigender Dosierung und in unterschiedlichen Injektionsvolumina. Bewegungsunfähigkeit und Sterblichkeit der Tiere werden laufend überprüft. In einem zweiten Versuch erhalten Mäuse ebenfalls eine Injektion der Substanz in die Bauchhöhle. Es werden nun Zeiten, die den Ausfall und das Wiederauftreten eines Reflexes der Tiere betreffen, überprüft. In einem letzen Versuch bekommen 8 Mäuse an 10 aufeinanderfolgenden Tagen die Substanz in konstanter Dosierung in die Bauchhöhle gespritzt. Danach werden die Mäuse durch Genickbruch getötet und untersucht.

Bereich: Pharmakologie

Originaltitel: Short-term immobilization of mice by methohexitone

Autoren: W.Dörr (1),(2)*, M.Weber-Frisch (2)

Institute: (1)* Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Technische Universität, 01307 Dresden, und (2) GSF-Institut für Stahlenbiologie, Oberschleissheim

Zeitschrift: Laboratory Animals 1999: 33, 35-40

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 589



Dokument 4549Titel: Das chirurgische Vorgehen hat Einfluß auf physiologische Parameter bei myokardialer Ischämie von Ratten: Notwendigkeit der mechanischen Beatmung
Hintergrund: Untersuchung verschiedener Blutwerte bei Operationen am Herzen mit und ohne künstlicher Beatmung
Tiere: 29 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Ratten werden durch eine Injektion in die Bauchhöhle anästhesiert. In eine hirnversorgende Arterie wird ein Plastikschlauch eingeführt, um Blutdruck und Blutwerte bestimmen zu können. Die Herzaktivität der Tiere wird elektronisch registriert. Zusätzlich wird die Körpertemperatur über eine Sonde im Rektum der Ratten, die mit einer Wärmedecke verbunden ist, konstant bei ca. 38C gehalten. Es werden nun zwei verschiedene chirurgische Techniken angewendet. Bei der ersten Methode wird der Brustkorb an der linken Seite aufgeschnitten. Das Herz wird durch Ausübung leichten Drucks auf den rechten Brustkorb nach außen gedrückt. Während der Experimentator das schlagende Herz zwischen zwei Fingern hält, wird ein Faden um die linke Herzkranzarterie geschlungen, ohne dabei das Gefäß zu verschließen. Das Herz wird dann zurück an seinen ursprünglichen Platz gelegt und der Brustkorb geringgradig komprimiert, damit Luft daraus entweichen kann. Anschließend wird die Naht wieder verschlossen. Diese Art von Operation wird an zwei Gruppen, bestehend aus jeweils 4 Tieren, angewendet. Die Operationszeit beträgt bei der einen Gruppe 1 Minute , bei der anderen 2 Minuten. Alle Ratten atmen während der Operation eigenständig. Die Tiere werden nach Eröffnung des Brustkorbs eine Stunde lang überwacht. Die zweite Operationsmethode wird an drei Gruppen bestehend aus jeweils 4 Tieren ausgeführt. Dabei wird den Ratten ein Plastikschlauch in die Luftröhre eingeführt; sie werden 60 Minuten lang mechanisch beatmet. Der Brustkorb wird zwischen der 4. und 5. Rippe auf der linken Seite eröffnet und durch ein kleines Fenster Zugang zum Herz geschaffen. Das Herz wird an seinem ursprünglichen Platz belassen, ein Faden wird um die linke Herzkranzarterie gelegt, ohne das Gefäß zu verschließen. Eine weitere Gruppe von 5 Ratten wird einer kombinierten Operation unterzogen, d.h. die Tiere werden beatmet und das Herz wird herausgenommen. Nicht alle Ratten überleben das Experiment. Weiteres Schicksal der Tiere nicht erläutert.

Bereich: Chirurgie, Physiologie

Originaltitel: Surgical procedure affects physiological parameters in rat myocardial ischemia: need for mechanical ventilation

Autoren: Georg Horstick (1)* , Oliver Berg (1), Axel Heimann (2), Harald Darius (1), Hans Anton Lehr (4), Sucharit Bhakdi (3), Oliver Kempski (2), Jürgen Meyer (1)

Institute: (1)* Medizinische Klinik II, (2) Institut für Neurochirurgische Pathophysiologie, (3) Institut für Mikrobiologie und Hygiene und (4) Institut für Pathologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 55101 Mainz

Zeitschrift: American Physiological Society 1999: 276, H472-H479

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 588



Dokument 4550Titel: Oxidativer Stress hat Einfluß auf pankreatische Proteine während der frühen Pathogenese einer Caerulein-induzierten Pankreatitis bei Ratten
Hintergrund: Untersuchungen einer künstlich ausgelösten Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Ratten
Tiere: 18 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Ratten wird bis zu viermal in stündlichen Abständen eine Substanz unter die Haut gespritzt, die eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hervorruft. Eine Kontrollgruppe erhält Injektionen mit einer Kochsalzlösung. 1, 2, 4, 8 oder 24 Stunden nach der ersten Spritze werden die Ratten getötet, wobei keine Angaben zur Vorgehensweise gemacht werden. Zur Untersuchung werden Bauchspeicheldrüse und Blut entnommen.

Bereich: Innere Medizin

Originaltitel: Oxidative stress affects pancreatic proteins during the early pathogenesis of rat caerulein pancreatitis

Autoren: Thomas Reinheckel (1), Juliane Prause (1), Barbara Nedelev (1), Wolfgang Augustin (2), Hans-Ulrich Schulz (1), Hans Lippert (1), Walter Halangk (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Chirurgie, Fachbereich für Experimentelle Chirurgie und Institut für Klinische Chemie, Otto von Guericke Universität, 39120 Magdeburg, und (2) Abteilung für Pathologische Biochemie, Otto von Guericke Universität Magdeburg

Zeitschrift: Digestion 1999: 60, 56-62

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 587



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