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Datenbank Tierversuche

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Dokument 891Titel: Bei Ratten, die auf erlernte Hilflosigkeit gezüchtet wurden, löst Stress Anhedonie aus, die Unfähigkeit Freude zu empfinden
Hintergrund: "Modell" der Anhedonie, der Unfähigkeit Freude zu empfinden, bei Ratten.
Tiere: 63 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Es werden Ratten zweier Linien verwendet, die seit 66 Generationen auf depressive oder nicht-depressive Eigenschaften gezüchtet wurden. Als "Modell" für Depression wird die erlernte Hilflosigkeit herangezogen, d.h. Ratten, die auf elektrische Fußschocks nicht reagieren und sie nicht durch Drücken eines Hebels beenden, werden als "erlernt hilflos" bezeichnet. Tiere der "nicht-erlernt hilflosen"-Linie drücken einen Hebel, der den Elektroschock beendet. Sie werden durch Stress nicht so leicht depressiv.

In dieser Studie soll die Anhedonie bei Ratten nachgeahmt werden, d.h. die Unfähigkeit Freude zu empfinden, ein Symptom der menschlichen Depression. Ratten beider Linien werden einzeln in eine Box mit einem Boden aus 24 Stahlstangen und Metallwänden. Sowohl der Boden als auch die Wände können unter Strom gesetzt werden. Eine Ratte erhält vier elektrische Schocks (0,8 mA) von je 2 Sekunden Länge. Anschließend wird die Ratte in eine kleine Box gesetzt, in der ihr gesüßte Kondensmilch angeboten wird. Es wird die Menge an Milch bestimmt, die das Tier innerhalb von 15 Minuten zu sich nimmt. In den folgenden vier Wochen werden die Tiere einmal pro Woche in die Box mit dem Milchangebot gesetzt. Nach 28 Tagen erfolgt ein erneuter Elektroschock und die Ratten werden wöchentlich für weitere drei Wochen auf ihren Süßigkeitenkonsum getestet. Normalerweise trinken Ratten gern süße Milch. Die Ratten der erlernt hilflosen Linie trinkt weniger, weil sie durch den Stressschock keine Freude mehr empfinden können.

In einem zweiten Experiment erhält eine Ratte ebenfalls erst süße Milch, dann einen Elektroschock und eine Woche später wieder das leckere Getränk. Einige Wochen später wird das Tier erneut dem Elektroschock ausgesetzt. dann wird die Ratte auf ihre Schreckreaktion in Zusammenhang mit einem angenehmen Erlebnis getestet. Dazu wird das Tier in eine Box gesetzt, wo ihm süße Milch und ein Orangenduft fünf Minuten lang angeboten wird. Dann ertönen 35 sehr laute Geräusche (100 dB). Die Schreckreaktion der Ratte wird mittels eines Erschütterungsmessfühler unter der Box ermittelt. 24 Stunden und 5 Tage später wird der Ratte erneut Milch und Orangenduft angeboten. Depressive Ratten erschrecken durch die lauten Geräusche weniger. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht erwähnt.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Stress triggers anhedonia in rats bred for learned helplessness

Autoren: Thomas Enkel (1), Rainer Spanagel (2), Barbarar Vollmayr (1), Miriam Schneider (2)*

Institute: (1) Abteilung für Psychiatrie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, J 5, 68159 Mannheim, (2) Abteilung für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2010, 209: 183-186

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4181



Dokument 892Titel: Strukturelle und funktionelle Regeneration nach Wirbelsäulenverletzung bei dem schwach elektrischen Fisch Apteronotus leptorhynchus
Hintergrund: Zitat aus der Publikation: "Im Gegensatz zu Säugetieren haben Knochenfische ein enormes Potential, Rückenmarksgewebe nach einer Verletzung zu regenerieren. Die Mechanismen dafür sind aber noch weitgehend unbekannt. … Mittels vergleichender Analysen zwischen verschiedenen Tierarten könnten neue Erkenntnisse gewonnen werden bezüglich der Faktoren, die die Regenerationsfähigkeit verletzten Rückenmarks beim Säugetier einschränken und damit neue Behandlungsstrategien für Menschen entwickelt werden."
Tiere: 90 Fische (Elektrische Fische der Art Brauner Messerfisch)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: 90 aus Südamerika stammende Braune Messerfische werden von einem Importeur für tropische Fische bezogen. Die Süßwasserfischart gehört zu den schwach elektrischen Fischen. Die Tiere werden einzeln in Aquarien gehalten. Die Fische werden betäubt und ihnen wird ein 1 cm langes Stück des Schwanzes abgeschnitten. In bestimmten Abständen (nach jeweils einigen Minuten, Stunden, Tagen, bis zu 50 Tagen) werden jeweils 3 Fische getötet. Dazu wird ihnen zunächst eine Markierungssubstanz in die Bauchhöhle injiziert. Zwei Stunden später wird unter Betäubung eine Fixierungslösung in das Herz injiziert. Die Markierungssubstanz markiert wachsende Zellen, die dann unter dem Mikroskop untersucht werden können.

Bei fünf Fischen kann sich der amputierte Schwanz 53-56 Tage regenerieren. Dann wird ein kleines Stück der Schwanzspitze abgeschnitten und es wird eine Markierungssubstanz aufgetragen. Diese Fische werden 14 Tage später getötet.

Bei 25 Fischen wird die Funktion des elektrischen Organs getestet. Dazu werden sie in eine enge Röhre gesteckt. An beiden Enden befindet sich eine Aufzeichnungselektrode mit der der vom Fisch produzierte elektrische Strom gemessen wird. Diese Prozedur erfolgt täglich 5-10 Minuten lang. Nach sechs Tagen erfolgt die Amputation eines 1 cm langen Schwanzstücks. Die elektrischen Messungen erfolgen danach für weitere sechs Tage. Eine Tötung dieser Fische wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: Wilhelm Herbst Stiftung zur Förderung von Kunst und Wissenschaft, Ernst A.-C. Lange-Stiftung, Conrad Naber Stiftung, Tönjes Vagt Stiftung und Jacobs University Bremen.

Bereich: Zoologie

Originaltitel: Structural and functional regeneration after spinal cord injury in the weakly electric teleost fish Apteronotus leptorhynchus

Autoren: Ruxandra F. Sirbulescu (1), Iulian Ilies (2), Günther K.H. Zupanc (1)*

Institute: (1) School of Engineering and Science, International Jacobs University Bremen, 28725 Bremen, (2) School of Humanities and Social Sciences, International Jacobs University Bremen

Zeitschrift: Journal of Comperative Physiology A 2009: 195, 699-714

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4180



Dokument 893Titel: In-vitro-Beurteilung eines Modells der Thrombose des oberen Sinus sagittalis bei der Ratte unter Verwendung von 3D-Mikro- und Nanocomputertomografie
Hintergrund: Darstellung von Blutgerinnseln im Gehirn mittels zweier bildgebender Verfahren.
Tiere: 8 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die männlichen Sprague Dawley Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borchen. Unter Narkose wird der Hals an der rechten Seite aufgeschnitten. Die rechte Halsarterie wird abgebunden und durchtrennt. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Die Kopfhaut wird aufgeschnitten. Aus dem Schädelknochen wird ein längliches Fenster von 10 x 1,5 mm Größe herausgeschnitten. Durch das Fenster wird ein mit Eisenchlorid getränktes Filterpapier für 5 Minuten auf die Hirnhaut gelegt. Dieses bewirkt, dass sich Blutgerinnsel in den Blutgefäßen in diesem Bereich des Gehirns bilden. Das Filterpapier wird entfernt, das Knochenstück wird mit Knochenkleber wieder eingesetzt und die Kopfhaut zugenäht. Diese Operation wird bei 4 Ratten durchgeführt. Vier "Kontrolltiere" werden auf die gleiche operiert, außer dass das Filterpapier aufgelegt wird, d.h. bei ihnen werden keine Blutgerinnsel hervorgerufen. Vier Stunden später (wobei nicht erwähnt wird, ob die Ratten zwischenzeitlich aus der Narkose aufwachen) wird der Brustkorb der Tiere aufgeschnitten. Ein Katheter (Schlauch) wird in die linke Herzkammer eingeführt. Das gesamte Blut des Tieres wird mit einer Kochsalzlösung ausgespült. Anschließend wird eine Silikonflüssigkeit in die Blutbahn injiziert. Das noch schlagende Herz transportiert das Silikon in alle Blutgefäße des Körpers. Innerhalb von 45 Minuten härtet die Flüssigkeit aus und füllt so das Blutgefäßsystem mit Silikon aus. Die Ratten sterben dabei. Das Gehirn wird entfernt und mittels zweier bildgebender Verfahren (Mikro-Computertomografie und Nanocomputertomografie) untersucht.

Die Arbeit wurde durch die humanmedizinischen Fakultät der Justus-Liebig-Universität Gießen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: In vitro evaluation of the sinus sagittalis superior thrombosis model in the rat using 3D micro-and nanocomputed tomography

Autoren: Alexander Claus Langheinrich (1)*, Mesut Yeniguen (2), Anne Ostendorf (1), Simone Marhoffer (2), Christian Dierkes (4), Susanne von Gerlach (4), Max Nedelmann (2), Marian Kampschulte (1), Georg Bachmann (3), Erwin Stolz (2), Tibo Gerriets (2)

Institute: (1) Radiologische Klinik, Justus-Liebig-Universität Gießen, Klinikstr. 36, 35385 Gießen, (2) Neurologische Klinik, Forschungsgruppe Experimentelle Neurologie, Justus-Liebig-Universität Gießen, (3) Abteilung für Radiologie, Kerckhoff Klinik,. Bad Nauheim, (4) Institut für Pathologie, Justus-Liebig-Universität Gießen

Zeitschrift: Neuroradiology 2010: 52, 815-821

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4179



Dokument 894Titel: Aufwandsbasierte Entscheidungsfindung bei der Ratte: Eine (18F)Fluorodeoxyglukose-Mikropositronenemissionstomographie-Studie
Hintergrund: Um herauszufinden, welche Hirnregion welche Leistungen verarbeitet, wurden früher bestimmte Hirnbereiche von Tieren geschädigt. In dieser Studie wird mittels eines bildgebenden Verfahrens untersucht, welcher Hirnbereich aktiviert wird, wenn eine Ratte eine Entscheidung trifft.
Tiere: 16 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden Ratten des Stamms Lister Hooded von der Versuchstierfirma Harlan-Winkelmann, Borchen, verwendet. Die Tiere werden durch reduzierte Futtermenge auf 85% ihres Normalgewichts gehalten. Zunächst müssen die Tiere eine Aufgabe erlernen: Eine Ratte wird in eine Box gesetzt, in die zwei Hebel ragen. Wenn die Ratte den ersten Hebel 8-mal drückt, erhält sie 4 Futterpellets, wenn sie 4-mal auf Hebel 2 drückt, gibt es 2 Futterpellets. Das Tier muss sich also entscheiden zwischen viel Aufwand und viel Futter oder wenig Aufwand und wenig Futter. In einem zweiten Versuchsaufbau gibt es bei Hebel 1 und 2 für jeweils 8-mal Hebeldrücken 4 bzw. 2 Pellets. Haben die Tiere die Aufgabe gelernt, erhalten sie unmittelbar vor dem Versuch eine radioaktive Flüssigkeit in die Bauchhöhle injiziert. Nach de Versuch mit den Hebeln werden die Tiere betäubt und mit einem bildgebenden Verfahren (Positronenemissionstomographie) gescannt. In einem zweiten Experiment werden 8 Ratten kurz vor dem Hebeltest gefüttert, um festzustellen, ob ihre Entscheidungsfindung vom Hunger abhängt oder Gewohnheit ist. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurophysiologie, Neurologie

Originaltitel: Effort-based decision making in the rat: an (18F)fluorodeoxyglucose micro positron emission tomography study

Autoren: Heike Endepols (1), Susanne Sommer (2), Heiko Backes (1), Dirk Wiedermann (1), Rudolf Graf (1), Wolfgang Hauber (2)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, 50931 Köln, (2) Biologisches Institut, Abteilung Tierphysiologie, Pfaffenwaldring 57, 70550 Stuttgart

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2010: 30(29), 9708-9714

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4178



Dokument 895Titel: Schistosoma Co-Infektion schützt vor krankhaften Veränderungen im Gehirn, aber nicht gegen schwere Erkrankung und Tod in einem Mäusemodell der zerebralen Malaria
Hintergrund: Auswirkung bei Mäusen, die gleichzeitig mit zwei tropischen Krankheiten infiziert wurden.
Tiere: 51 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Pärchenegel, Erreger der Bilharziose, einer tropischen Parasitenerkrankung, werden am Institut für Tropenmedizin Tübingen in Schnecken und Mäusen gehalten (die Parasiten vermehren sich in einem Zyklus, indem ihre verschiedenen Lebensstadien abwechselnd Schecken und Nagetiere befallen). Erreger einer Malariaform, die nur bei Nagetieren vorkommt, nicht aber beim Menschen, werden tiefgefroren besorgt und in drei Mäusen passagiert, d.h. die Malariaerreger werden in eine Maus injiziert, deren Blut wird in eine zweite Maus injiziert und deren Blut in eine dritte Maus.

Die eigentlichen Versuche finden am Institut für Tropenmedizin Tübingen statt. Die Mäuse stammen von der Firma Harlan-Winkelmann, Borchen. Die Mäuse werden zunächst mit Pärchenegel infiziert, indem ihnen 50 Exemplare einer Vorstufe auf die Haut gesetzt werden. Die Parasiten dringen in den Körper ein. Acht bis 9 Wochen später wird ein Teil der Mäuse zusätzlich mit Malaria infiziert. Dazu wird Blut der letzten passagierten Maus in die Bauchhöhle der Versuchsmäuse injiziert. Eine Gruppe Mäuse wird nur mit Malaria, eine Gruppe nur mit Bilharziose und eine Gruppe wird gar nicht infiziert.

Die mit Malaria infizierten Mäuse, unabhängig davon, ob sie zuvor mit Pärchenegel infiziert wurden oder nicht, zeigen nach wenigen Tagen schwere Symptome: Niedrige Körpertemperatur, blasse Ohren und Schleimhäute (Blutarmut), Gewichtsverlust, Atemnot, sie liegen auf der Seite oder zusammengekauert, haben Lähmungen oder Krämpfe, bis sie schließlich sterben. Die Symptome werden nach einem Punkteschema bewertet. Mäuse mit besonders schweren Symptomen werden vorzeitig getötet. Fast alle mit Malaria infizierten Mäuse sind nach sechs Tagen tot. Die toten Mäuse werden gewebekundlich untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Europäische Union und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie unterstützt.

Bereich: Parasitologie, Tropenmedizin

Originaltitel: Schistosoma co-infection protects against brain pathology but does not prevent severe disease and death in a murine model of cerebral malaria

Autoren: Kirsten Bucher (1), Klaus Dietz (2), Peter Lackner (3), Bastian Pasche (4), Rolf Fendel (1), Benjamin Mordmüller (1), Anne Ben-Smith (5), Wolfgang H. Hoffmann (1)*

Institute: (1) Institut für Tropenmedizin, Universität Tübingen, Wilhelmstr. 27, 72074 Tübingen, (2) Institut für Medizinische Biometrie, Universität Tübingen, (3) Abteilung für Neurologie, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich, (4) Institut für Infektionsgenetik, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig, (5) Mame Akua, Lilongwe, Malawi

Zeitschrift: International Journal of Parasitology 2011: 41, 21-31

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4177



Dokument 896Titel: Ein subschronischer Verabreichungszeitraum von Glukokortikoiden bewirkt eine kognitive Störung bei Ratten, während Physostigmin einen geringen Schutz der Nerven bewirkt
Hintergrund: Es ist bekannt, dass chronischer Stress bei Nagetieren und Menschen zu Gedächtnisstörungen führt. In dieser Studie wird der Frage nachgegangen, ob auch subchronischer Stress (24 Stunden – 4 Wochen) ebenfalls das Gedächtnis beeinträchtigt. Subchronischer Stress wird hier bei Ratten durch Injektion des Stresshormons Kortison simuliert.
Tiere: 40 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Elevage Janvier, Le Genest St. Isle, Frankreich. Die Tiere werden zunächst fünf Tage im "Wasser-Irrgarten-Test" trainiert. In einem runden Bassin mit 30 cm Wasser befindet sich 16x16 cm große, durchsichtige Plattform einen Zentimeter unter der Wasseroberfläche. An den Wänden des Bassins befinden sich zur Orientierung Bilder. Eine Ratte wird in das Bassin gesetzt und es wird die Zeit gemessen, bis sie zur Plattform geschwommen ist. Die Ratten sollen lernen, die Plattform möglichst schnell zu finden. Dann werden die Ratten in vier Gruppen zu je 10 Ratten aufgeteilt. Eine Gruppe erhält täglich das Stresshormon Kortison unter die Haut gespritzt. Eine Gruppe bekommt Physostigmin, eine stressreduzierende Substanz, täglich in die Bauchhöhle appliziert. Hierfür werden die Tiere mit einem Narkosegas kurz betäubt. Eine Gruppe erhält beide Wirkstoffe. Die vierte Gruppe erhält zum Vergleich wirkungsloses Lösungsmittel injiziert. Die Verabreichungen erfolgen täglich über 4 Tage. Einige Stunden nach der letzten Injektion wird der Wasser-Test wiederholt, um die Gedächtnisleistung der Tiere zu testen. Anschließend werden die Ratten betäubt und getötet.

Die Arbeit wurde durch die Firma Dr. F. Koehler Chemie GmbH, Bensheim, finanziell unterstützt.

Bereich: Neuropharmakologie

Originaltitel: A subchronic application period of glucocorticoids leads to rat cognitive dysfunction whereas physostigmine induces a mild neuroprotection

Autoren: Katrin Wüppen (1), Dirk Oesterle (1), Sabina Lewicka (2), Jürgen Kopitz (3), Konstanze Plaschke (1)*

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie, Experimentelle Anästhesiologie, Medizinische Fakultät, Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 110, 69120 Heidelberg, (2) Institut für Pharmakologie, Medizinische Fakultät, Universität Heidelberg, (3) Institut für Pathologie, Medizinische Fakultät, Universität Heidelberg

Zeitschrift: Journal of Neural Transmission 2010, doi 10.1007/s00702-010-0441-4

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4176



Dokument 897Titel: Periphere T-Lymphozyten, die zurück zur Thymusdrüse wandern, können eine positive Auswahl der Thymozyten vermitteln
Hintergrund: Wohin wandern bestimmte Zellen der Immunabwehr und warum?
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Es werden verschiedene transgene Mäuse, d.h. Mäuse, deren Erbgut manipuliert wurde, verwendet. Den Tieren fehlen verschiedene Gene, die für die Immunabwehr wichtig sind. Die Tiere haben dadurch Defekte in der Immunabwehr. Alle Mäuse werden in den Zuchteinrichtungen des Max-Planck-Instituts für Immunobiologie, Freiburg, und dem Commissariat á: l’Energie Atomique, Grenoble, Frankreich, gezüchtet. Es ist unklar, wo die Versuche stattgefunden haben.

Es werden diverse sogenannte Parabiose-Experimente durchgeführt. Dabei werden jeweils eine normale und eine transgene Maus an der Seite zusammengenäht. Die Tiere müssen fortan wie künstliche siamesische Zwillinge leben, was extrem leidvoll ist. Nach 14 Tagen werden die Mäuse getötet. Es soll festgestellt werden, ob Immunzelle (T-Lymphozyten) von den normalen in die transgenen Mäuse wandern.

In anderen Experimenten werden markierte T-Lymphozyten direkt in die Lymphknoten oder die Milz von verschiedenen transgenen Mäusen injiziert. Die Tiere werden nach 7 oder 14 Tagen getötet, um zu untersuchen, ob die Zellen in die Thymusdrüse gewandert sind.

Bereich: Immunologie

Originaltitel: Peripheral T lymphocytes recirculating back into the thymus can mediate thymocyte positive selection

Autoren: Jörg Kirberg (1), Nabil Bosco (2), Jean-Christophe Deloulme (3), Rod Ceredig (1,4), Fabien Agenes (5,6)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Immunobiologie, Freiburg, (2) Abteilung für Biomedizin, Labor für Entwicklungs- und Molekularimmunologie, Universität Basel, Schweiz, (3) Institut National de la Santé: et de la Recherche Mé:dicinale Unité: 836, Grenoble, Frankreich, (4) Institut National de la Santé: et de la Recherche Mé:dicinale Unité: 645, Besancon, Frankreich, (5) Institut National de la Santé: et de la Recherche Mé:dicinale Unité: ADR Lyon, Lyon, Frankreich, (6) Institut National de la Santé: et de la Recherche Mé:dicinale Unité: 743 Université: de Montreal, Montreal, Quebec, Kanada

Zeitschrift: The Journal of Immunology 2008: 181, 1207-1214

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4175



Dokument 898Titel: Dimethylarginin-Stoffwechsel während einer akuten und einer chronischen Abstoßung von Nierentransplantaten bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchungen zur akuten und chronischen Abstoßung von Transplantaten.
Tiere: 63 Ratten (ca.)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden männliche Ratten verschiedener Stämme (Lewis, Dark Agouti und Fischer 344) von der Versuchstierfirma Harlan Winkelmann, Borchen, verwendet. Die Tiere aller drei Stämme diesen als Transplantat-"Spender", Lewis-Ratten als Empfänger der Transplantate. Den "Spendern" wird eine Niere entfernt. Den Empfängern werden beide Nieren entfernt und die Spenderniere wird eingepflanzt. Die Empfänger der Dark Agouti-Nieren sterben innerhalb von etwa 7 Tagen an der Abstoßungsreaktion. Die Empfänger der Fischer 344 Nieren zeigen auch Abstoßungsreaktionen, überleben aber mindestens 180 Tage. Jeweils einige Ratten werden 4, 9 oder 42 Tage nach der Transplantation unter Narkose getötet, um die transplantierte Niere gewebekundlich zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Excellence Cluster "Cardiopulmonary System" (ECCPS) unterstützt.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: Dimethylarginine metabolism during acute and chornic rejection of rat renal allografts

Autoren: Dariusz Zakrzewicz (1), Anna Zakrzewicz (2), Sigrid Wilker (2), Rolf-Hasso Boedecker (3), Winfried Padberg (2), Oliver Eickelberg (4), Veronika Grau (2)*

Institute: (1) Medizin II, Lungenzentrum, Justus-Liebig-Universität Gießen, Aulweg 123, 35392 Gießen, (2) Labor für Experimentelle Chirurgie, Abteilung für Allgemeine und Thorax-Chirurgie, Justus-Liebig-Universität, Rudolf-Buchheim-Str. 7, 35385 Gießen, (3) Institut für Medizinische Informatik, Abteilung Medizinische Statistik, Justus-Liebig-Universität Gießen, (4) Comprehensive Pneumology Center, Ludwig-Maxmilians-Universität, Asklepios Klinik und Helmholtz-Zentrum München, Neuherberg

Zeitschrift: Nephrology Dialysis Transplantation 2011, 26(1), 124-135

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4174



Dokument 899Titel: Wirkung der Toll-like-Rezeptor-2-Expression bei der Abstoßung eines Nierentransplantats
Hintergrund: Untersuchungen zur Rolle eines Rezeptors bei der Abstoßung von Transplantaten.
Tiere: 150 Ratten (ca.)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden männliche Lewis- und Brauner Norweger Ratten von der Versuchstierfirma Charles River Laboratories, Sulzfeld, verwendet. Bei einem Teil der Ratten wird die linke Niere chirurgisch entfernt. Eine Gruppe dieser Ratten erhält zur Unterdrückung der Immunabwehr das Immunsuppressivum Cyclosporin A, die andere nicht. Die Verabreichung erfolgt durch tägliche Eingabe mit der Schlundsonde in den Magen. Nach 6 oder 28 Tagen werden jeweils einige Ratten aus jeder Gruppe getötet, um die Nieren zu untersuchen.

Weiterhin wird Lewis und Braunern Norweger Ratten die linke Niere entnommen. Die Nieren werden Lewis-Ratten eingepflanzt, nachdem diesen ihre linke Niere entfernt wurde. Nach der Transplantation wird auch noch die rechte Niere der Lewis-Ratten entfernt. Ein Teil der Tiere erhält in den folgenden Tagen Cyclosporin A, ein anderer nicht. Die behandelten Tiere werden nach 6 oder 28 Tagen getötet. Die nicht mit dem Immunsuppressivum behandelten Ratten werden nach 6 Tagen getötet, weil sie wegen der Abstoßungsreaktion den 28-Tage-Zeitraum gar nicht überleben würden. Die Ratten des 6-Tage-Experiments werden dreimal jeweils einen Tag in einen Stoffwechselkäfig gehalten, die 28-Tage-Gruppe fünfmal. Ein Stoffwechselkäfig ist ein kleines Glasgefäß, in dem alle Ausscheidungen des Tieres aufgefangen werden.

Bei einer weiteren Gruppe Ratten wird der Bauch aufgeschnitten. Die rechte Niere wird entfernt. Bei der linken Niere wird mit zwei Klemmen die Blutzufuhr für 30 Minuten abgeklemmt. Dann werden die Klemmen geöffnet und das Blut kann wieder normal zirkulieren. Der Bauch wird wieder zugenäht. Diese Ratten werden nach 6 Tagen getötet.

Die Arbeit wurde durch die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, die Regensburger Forschungsförderung der Medizin (ReForM) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: Impact of toll-like receptor 2 expression in renal allograft rejection

Autoren: Ute Hoffmann(1)*, Tobias Bergler (1), Munhie Rihm (1), Claudia Pace (1), Bernd Krüger (2), Bettina Jung (1), Stephan W. Reinhold (1), Stefan Farkas (3), Petra Rümmele (4), Bernhard K. Krämer (2), Bernhard Banas (1)

Institute: (1) Innere Medizin II, Universitätsklinikum Regensburg, (2) Innere Medizin V, Universitätsklinikum Mannheim, Universität Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68135 Mannheim, (3) Chirurgische Klinik, Universitätsklinikum Regensburg, (4) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Regensburg

Zeitschrift: Nephrology Dialysis Transplantation 2010, doi: 10.1093/ndt/gfq420

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4173



Dokument 900Titel: Bildgebung einer P-Glykoprotein-vermittelten Resistenz gegenüber Pharmaka im Hippocampus: Nachweis der Machbarkeit bei einem chronischen Rattenmodell der Schläfenlappenepilepsie
Hintergrund: Untersuchungen zur Frage, warum manche Epilepsie-Patienten auf bestimmte Antiepileptika ansprechen und andere nicht.
Tiere: 48 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Ratten (Sprague-Dawley) stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Netherlands, Horst, Niederlande. Der Versuch wurde von der zuständigen Genehmigungsbehörde in Oberbayern genehmigt. Unter Narkose wird eine Stahlelektrode dauerhaft im Gehirn der Tiere implantiert. Dazu wird der Kopf in einen stereotaktischen Apparat eingespannt und ein Loch wird in den Schädel gebohrt. Wie die Elektrode befestigt wird, wird nicht erwähnt. Sechs Wochen später wird über die Elektrode ein Stromstoß abgegeben. Bei den Tieren kommt es zu einem epileptischen Anfall. Spätestens nach 4 Stunden wird der Anfall durch Gabe des Beruhigungsmittels Diazepam in die Bauchhöhle beendet. In den folgenden Wochen werden die Ratten rund um die Uhr videoüberwacht und es wird über die implantierte Elektrode ein Dauer-EEG aufgezeichnet. Zwölf der 48 Ratten zeigen in dieser Zeit immer wieder spontane Anfälle. Sie werden für die weiteren Versuche verwendet. Das Schicksal der anderen Ratten wird nicht erwähnt.

Bei den 12 Ratten wird 16 Tage lang zweimal täglich das Antiepileptikum Phenobarbital in die Bauchhöhle gespitzt. Dreimal wird in dieser Zeit eine Blutprobe aus dem Venengeflecht hinter dem Auge entnommen. Dazu wird nur eine lokale Betäubung eingesetzt. Fünf Tiere haben durch die Phenobarbital-Behandlung weniger Anfälle, sieben Ratten reagieren nicht darauf. Bei ihnen bleibt die Anzahl der Anfälle gleich. Drei Wochen nach der Behandlung wird eine Aufnahme mit einem bildgebenden Verfahren (Positronenemissions-Tomographie PET) gemacht. Dazu wird den Ratten eine radioaktiv markierte Substanz in die Blutbahn injiziert, deren Weg zum Gehirn mit Hilfe der PET verfolgt werden kann. Die PET erfolgt unter Narkose. Zwei Wochen später wird ein Wirkstoff verabreicht und die PET wird wiederholt. Die Ratten werden am Ende dieses Experiments nicht getötet, sondern für andere pharmakologische Versuche verwendet.

Bereich: Epilepsieforschung, Pharmakologie

Originaltitel: Imaging of P-glycoprotein-mediated pharmacoresistance in the hippocampus: proof-of-concept in a chronic rat model of temporal lobe epilepsy

Autoren: Hero Bartmann (1), Christina Fuest (1), Christian la Fougere (2), Guoming Xiong (2), Theresa Just (2), Juli Schlichtiger (1), Petra Winter (1), Guido Böning (2), Björn Wängler (2), Anton Pekcec (1), Jonna Soerensen (1), Peter Bartenstein (2), Paul Cumming (2), Heidrun Potschka (1)*

Institute: (1) Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie, Ludwig-Maximilians-Universität München, Königinstr. 16, 80539 München, (2) Abteilung für Nuklearmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität München

Zeitschrift: Epilepsia 2010: 51(9), 1780-1790

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4172



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