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Datenbank Tierversuche

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Dokument 841Titel: Ein neues Polytraumamodell bei Ratten: Molekulare Charakterisierung der frühen Entzündungsreaktion
Hintergrund: Untersuchung der Entzündungsreaktion bei Ratten mit mehreren Verletzungen. Das Ergebnis: Je mehr Verletzungen, desto mehr Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen.
Tiere: 352 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Jackson Laboratories, Bar Harbor, USA. Die Versuche wurden von der zuständigen Genehmigungsbehörde in Tübingen genehmigt. Die Versuche finden in finaler Narkose statt, d.h. die Tiere werden am Ende der Experimente getötet ohne dass sie aus der Narkose erwachen. Die Ratten werden in mehrere Gruppen eingeteilt. Je nach Gruppe werden den Tieren unterschiedliche Verletzungen zugefügt:

Um ein stumpfes Brustkorbtrauma hervorzurufen, wird eine einzelne Druckwelle auf den Brustkorb gerichtet. Ein Hirntrauma wird mit einer Vorrichtung erzeugt, bei der ein Gewicht auf den Schädel fallen gelassen wird. Aus 13 cm Höhe wird ein 650 g schweres Gewicht auf den rechten Unterschenkel fallen gelassen, so dass es zu einem Knochenbruch kommt. Im linken Unterschenkel wird eine Verletzung des Weichteilgewebes ohne Knochenbruch hervorgerufen, indem ein 170 g schweres Gewicht aus 180 cm Höhe fallen gelassen wird. Die Traumata werden je nach Gruppe einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen erzeugt.

Nach zwei oder vier Stunden werden jeweils einige Ratten getötet, um Blut und Organe zu untersuchen. Zum Vergleich werden jeweils einige "scheinoperierte", nicht verletzte Ratten getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Intensivmedizin, Traumatologie, Chirurgie

Originaltitel: A new experimental polytrauma model in rats: molecular characterization of the early inflammatory response

Autoren: Sebastian Weckbach (1), Mario Perl (1), Tim Heiland (1). Sonja Braumüller (1), Philip F. Stahel (2), Michael A. Flierl (2), Anita Ignatius (3), Florian Gebhard (1)*, Markus Huber-Lang (1)*

Institute: (1) Klinik für Orthopädie, Trauma-, Hand-, plastische und rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinikum Ulm, 89075 Ulm, (2) Department of Orthopaedic Surgery, Denver Health Medical Center, University of Colorado, Denver, CO, USA, (3) Institut für Orthopädische Forschung und Biomechanik, Zentrum für Muskuloskelettale Forschung Ulm, Universität Ulm, 89075 Ulm

Zeitschrift: Mediators of Inflammation 2012, doi:10.1155/2012/890816

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4380



Dokument 842Titel: Die verminderte Empfindlichkeit gegenüber Belohnungen bei der Rattenzuchtlinie Fischer344 im Vergleich zu Wistar-Ratten geht einher mit Unterschieden bei den Endocannabinoid-Signalen
Hintergrund: Vergleich zweier Rattenzuchtlinien hinsichtlich des Verhaltens bei Belohnungen.
Tiere: 93 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Die Ratten der Zuchtlinien Wistar und Fischer344 stammen aus der Versuchstierzucht Harlan-Winkelmann, Borchen. Die Tiere werden hinsichtlich ihres Verhaltens gegenüber Belohnungen getestet, was Rückschlüsse auf Motivation und Frustration geben soll. Die Tiere werden zunächst zwei Tage lang an einen Einzelkäfig gewöhnt, in dem es mit Süßstoff gesüßte Kondensmilch zur freien Verfügung gibt. Am Testtag wird eine Ratte wieder in den Käfig gesetzt und es wird die Menge Kondensmilch gemessen, die die Ratten innerhalb von 15 Minuten trinkt.

In einem zweiten Test wird eine Ratte täglich 20 Minuten trainiert, dass sie einen Hebel drücken muss, um eine Belohnung in Form einer kleinen Menge gesüßter Kondensmilch zu bekommen. Wenn die Ratte den Hebel mindestens 60-mal in 20 Minuten drückt, erfolgt der eigentliche Test. Dabei muss die Ratte den Hebel von Mal zu Mal häufiger drücken, um an die Belohnung zu kommen, also 1, 2, 4, 6, 8, 10-Mal usw. Es wird der Zeitpunkt bestimmt, an dem die Ratte zwei Minuten lang keine Aktion zeigt, d.h. die Frustration über den mangelnden Erfolg größer ist als die Motivation weiter zu machen.

In einem weiteren Test wird das Schreckverhalten der Ratten untersucht. Dazu wird eine Ratte in eine Box gesetzt, in der Schreckerschütterung gemessen werden kann. Wistar-Ratten werden mit einem lauten Geräusch von 100 dB und Fischer344-Ratten mit 115 dB erschreckt. In Vorversuchen hatte sich herausgestellt, dass sich die Fischer344-Ratten nicht so leicht erschrecken lassen. Dann wird eine Petrischale mit Orangenduft in der Box platziert und die Tiere werden erneut erschreckt. Es soll festgestellt werden, ob der Schreck durch den angenehmen Geruch geringer ausfällt.

Schließlich wird Ratten eine Cannabis-ähnliche Substanz in die Bauchhöhle injiziert. Anschließend wird das Bewegungsverhalten in einer Box ("Offenes Feld") beobachtet. Am Ende der Versuche werden alle Ratten unter Kohlendioxid-Betäubung durch Köpfen getötet, um das Gehirn zu untersuchen.

Bereich: Psychopharmakologie

Originaltitel: Decreased reward sensitivity in rats from the Fischer344 strain compared to Wistar rats is paralleled by differences in endocannabinoid signaling

Autoren: Theresa Brand (1), Rainer Spanagel (2), Miriam Schneider (1)*

Institute: (1) Forschungsgruppe Entwicklungs-Neuropsychopharmakologie, Institut für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim, (2) Institut für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Zeitschrift: PLoS One 2012: 7(2), e31169

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4379



Dokument 843Titel: Die Insulin/IGF-1-Signale der inneren Zellschicht der Blutgefäße kontrollieren den Blutgefäßaufbau in Hautwunden
Hintergrund: Untersuchungen an genmanipulierten Mäusen zur Frage, warum bei Diabetes-Patienten Wunden schlecht heilen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Gentechnisch veränderten Mäusen wird fünf Wochen lang das Brustkrebsmedikament Tamoxifen ins Futter gemischt. Dies bewirkt eine Ausschaltung zweier Gene, die für den Insulinstoffwechsel wichtig sind. Unter Narkose wird das Rückenfell der Mäuse geschoren. Vier runde Hautstücke (Biopsien) werden aus der Rückenhaut gestanzt. Die Größe der Biopsien wird nicht angegeben. Einige Mäuse werden sieben Tage später getötet, um die Hautwunden histologisch (gewebekundlich) zu untersuchen. Vermutlich werden noch weitere Gruppen von Mäusen zu anderen Zeitpunkten getötet (unklar). Bei anderen Mäusen wird Crotonöl, eine reizende Substanz, auf die Ohren geschmiert. Es kommt zu einer Entzündung des Gewebes. Das Ohr schwillt an. Nach 24 Stunden nimmt die Schwellung wieder ab. Jeweils einige Mäuse werden 24 und 48 Stunden nach Auftragen des Crotonöls getötet, um die Ohren histologisch zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das EFRE-Programm für NRW im Ziel 2. "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung".

Bereich: Wundheilung, Diabetes-Forschung

Originaltitel: Vascular endothelial insulin/IGF-1 signaling controls skin wound vascularization

Autoren: Saeed Yadranji Aghdam (1,2,3), Sabine A. Eming (1,3,4), Sebastian Willenborg (1,3,4), Brit Neuhaus (5), Carien M. Niessen (1,3,4), Linda Partridge (4,5), Thomas Krieg (1,3,4)*, Jens C. Bruning (3,4,6,7,8)*

Institute: (1) Hautklinik Köln, Universität Köln, Kerpener Str. 62, 50937 Köln, (2) International Graduate School for Genetics and Functional Genomics (IGS-GFP), (3) Zentrum für Molekulare Medizin Köln, (4) Cologne Excellence Cluster on Stress Responses in Age associated Diseases (CECAD), Köln, (5) Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, Köln, (6) Institut für Genetik, Universität Köln, (7) Zentrum für Endokrinologie, Diabetes und präventive Medizin, Universitätsklinikum Köln, (8) Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, Köln

Zeitschrift: Biochemical and Biophysical Research Communications 2012: 421, 197-202

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4378



Dokument 844Titel: Vergleich zweier magnetresonanztomographischer Verfahren zur Darstellung der Bauchschlagader von Mäusen bei 9,4 Tesla
Hintergrund: Mäuse haben eine Herzrate von 400-600 Schlägen pro Minute und eine Atemfrequenz von 30-60 Atemzügen pro Minute, weswegen die Darstellung mit bildgebenden Verfahren schwierig ist. Hier werden zwei magnetresonanztomographische Verfahren miteinander verglichen.
Tiere: 10 Mäuse
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden betäubt und mit zwei unterschiedlichen magnetresonanztomographischen Verfahren gescannt. Die Darstellung der Aorta (Bauchschlagader) wird beurteilt. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht beschrieben. Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Comparision of retrospectively self-gated and prospectively triggered FLASH sequences for cine imaging of the aorta in mice at 9.4 Tesla

Autoren: Peter Fries (1)*, Alexander Maßmann (1), Roland Seidel (1), Andreas Müller (1), Jonas Stroeder (1), Florian Custodis (2), Jan Reil (2), Günther Schneider (1), Arno Buecker (1)

Institute: (1) Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universität des Saarlandes, Universitätsklinikum, Gebäude 57, Kirrberger Str., 66421 Homburg/Saar, (2) Herzklinik, Universität des Saarlandes, Universitätsklinikum, Homburg/Saar

Zeitschrift: Investigative Radiology 2012: 47, 259-266

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4377



Dokument 845Titel: Translations-Magnetresonanzspektroskopie offenbart exzessive zentrale Glutamatwerte während Alkoholentzug bei Menschen und Ratten
Hintergrund: Vergleich der mittels Magnetresonanzspektroskopie (MRS) festgestellten Veränderungen im Gehirn von Menschen und Ratten mit Alkoholentzugserscheinungen. Die Autoren geben an, dass es bislang nur Tierversuchsdaten zu dem Thema geben würde und führen eine Patientenstudie durch. Parallel dazu werden erneut Tierversuche durchgeführt.
Tiere: 16 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Es werden männliche Ratten aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld, verwendet. Die Ratten werden mit Hilfe eines speziellen bildgebenden Verfahrens, der Magnetresonanzspektroskopie (MRS), mehrfach gescannt. Dann werden die Tiere alkoholsüchtig gemacht, indem sie jeden zweiten Tag verdampften Alkohol einatmen müssen. Es ist unklar, ob der Alkoholnebel in den Käfig eingeleitet wird oder ob die Tiere beim Einatmen fixiert werden. Über mehrere Wochen atmen die Tiere so abwechselnd Alkohol oder normale Luft. Nach einigen Wochen – die Ratten sind inzwischen süchtig und leiden an den jeweils alkoholfreien Tagen an Entzugserscheinungen wie steifer Schwanz und gesträubtes Fell – werden die Tiere an drei aufeinander folgenden Tagen gescannt. Dann wird der Alkohol für drei Wochen ganz abgesetzt. Am Ende der dreiwöchigen Periode erfolgt eine weiterer Scan mit MRS. Eine anschließende Tötung der Ratten wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich.

Parallel wird eine Studie mit 47 alkoholkranken Patienten sowie 57 gesunden Freiwilligen durchgeführt. Die MRS-Scans erfolgen am Anfang und Ende eines freiwilligen Entzugs.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN), ERA-Net Translational Neuroimaging in Alcoholism (TRANSALC) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Bereich: Alkoholforschung

Originaltitel: Translational magnetic resonance spectroscopy reveals excessive central glutamate levels during alcohol withdrawal in humans and rats

Autoren: Derik Hermann (1), Wolfgang Weber-Fehr (6), Alexander Sartorius (4,6), Mareen Hoerst (2), Ulrich Frischknecht (1), Nuran Tunc-Starka (2), Stephanie Perreau-Lenz (3), Anita C. Hansson (3), Bertram Krumm (5), Falk Kiefer (1), Rainer Spanagel (3), Karl Mann (1), Gabriele Ende (2), Wolfgang H. Sommer (3)*

Institute: (1) Abteilung Suchtmedizin, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, J5, 68159 Mannheim, (2) Abteilung Neuro-Imaging, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, (3) Abteilung Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, (4) Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, (5) Abteilung Biostatistik, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, (6) Forschungsgruppe für Translationales Neuro-Imaging, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Zeitschrift: Biological Psychiatry 2012: 71; 1015-1021

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4376



Dokument 846Titel: Clarithromycin wird durch einen Aufnahmemechanismus im Darm aufgenommen, der empfindlich gegenüber einer erheblichen Hemmung durch Rifampicin ist: Ergebnisse einer Kurzzeit-Wechselwirkungsstudie bei Fohlen
Hintergrund: Wechselwirkung zweier Antibiotika beim Fohlen.
Tiere: 9 Pferde (Fohlen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde in Mecklenburg-Vorpommern genehmigt und fanden daher wahrscheinlich in Greifswald statt. Die Fohlen sind zu Beginn der Experimente 6-10 Wochen alt. Die Tiere werden in Einzelboxen gehalten. Die Tiere erhalten nacheinander zwei verschiedene Antibiotika (Clarithromycin und Rifampicin) erst einzeln und dann in Kombination verabreicht. Die Verabreichungsdauer beträgt 5 Tage. Zwischen den 5-tägigen Verabreichungen liegen jeweils 11 Tage, damit das vorhergehende Medikament vom Körper abgebaut ("ausgewaschen") werden kann. In eine Halsvene wird ein Dauerkatheter (Plastikschlauch) gelegt, um mehrfach Blutproben zu entnehmen. Die Fohlen werden am Ende der Experimente nicht getötet.

Die Studie wurde das Paul-Schöckemöhle-Gestüt Lewitz, Neustadt-Glewe, und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Tiermedizin

Originaltitel: Clarithromycin is absorbed by an intestinal uptake mechanism that is sensitive to major inhibition by rifampicin: results of a short-term drug interaction study in foals

Autoren: Jette Peters (1), Karen Eggers (2), Stefan Oswald (1), Wiebke Block (2), Dieter Lütjohann (3), Marc Lämmer (2), Monica Venner (2), Werner Siegmund (1)*

Institute: (1) Institut für Klinische Pharmakologie, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Felix-Hausdorff-Str. 3, 17487 Griefswald, (2) Paul-Schöckemöhle-Gestüt Lewitz, Neustadt-Glewe, (3) Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie, Universität Bonn, Bonn

Zeitschrift: Drug Metabolism and Disposition 2012: 40, 522-528

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4375



Dokument 847Titel: Wirkung eines hochgereinigten 2,2’,3,4,4’,5,5’-Hepatochlorbiphenyl (PCB 180) auf die Leber von männlichen und weiblichen Ratten
Hintergrund: Polychloritierte Biphenyle (PCB) sind bekannt als lebergiftig und weit verbreitet in der Umwelt, Lebensmitteln, menschlichem Gewebe sowie der Muttermilch. In dieser Studie wird die Lebergiftigkeit eines PCBs bei männlichen und weiblichen Ratten untersucht.
Tiere: 80 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche fanden unter deutscher Federführung in Kuopio, Finnland, statt. Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan, Zeist, Niederlande. Den Ratten wird per Schlundsonde ein polychloritiertes Biphenyl (PCB) in den Magen verabreicht. Acht Gruppen zu je 10 Ratten (5 männliche und 5 weibliche) erhalten die Chemikalie in unterschiedlichen Dosierungen. Die Verabreichung erfolgt täglich über 28 Tage. Anschließend werden die Ratten durch CO2 betäubt und durch Ausbluten getötet. Dazu wird eine Nadel in der Herz gestochen, und das Blut wird abgesaugt.

Die Versuche wurden durch die Europäische Kommission unterstützt.

Bereich: Toxikologie, Lebensmitteltoxikologie

Originaltitel: Hepatic effects of a highly purified 2,2’,3,4,4’,5,5’-hepatochlorbiphenyl (PCB 180) in male and female rats

Autoren: Robert Roos (1), Patrick L. Anderson (2), Krister Halldin (3), Helen Håkansson (3), Emma Westerholm (3), Timo Hamers (4), Gerd Hamscher (5), Päivi Heikkinen (6), Merja Korkalainen (6), Heather A. Leslie (4), Marjo Niittynen (6), Satu Sankari (7), Hans-Joachim Schmitz (1), Leo T.M. van der Ven (8), Matti Viluksela (7), Dieter Schrenk (1)*

Institute: (1) Fachbereich Chemie, Abteilung für Lebensmittelchemie und Toxikologie, Technische Universität Kaiserslautern, Erwin-Schrödinger-Str. 52, 67663 Kaiserslautern, (2) Department of Chemistry, Umeå University, Umeå, Schweden, (2) Institute of Environmental Medicine, Karolinska Institute, Stockholm, Schweden, (4) Institute of Environmental Studies, Amsterdam, Niederlande, (5) Institut für Lebensmittelchemie und -biotechnologie, Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen, (6) Department of Environmental Health, National Institute for Health and Welfare, Kuopio, Finnland, (7) Department of Equine and Small Animal Medicine, University of Helsiniki, Finnland, (8) Laboratory of Health Protection Research, National Institute for Public Health and the Environment, Bilthoven, Niederlande

Zeitschrift: Toxicology 2011: 284, 42-53

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4374



Dokument 848Titel: N7-Glycidamid-Guanin-DNA-Adduktformation durch oral aufgenommenes Acrylamid bei Ratten: Eine Dosis-Reaktions-Studie, ausgerichtet an den nahrungsbezogenen Aufnahmewerten beim Menschen
Hintergrund: Giftigkeit von Acrylamid bei Ratten.
Tiere: 54 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden von der Versuchstierzucht Charles River bezogen. Die Tiere werden zunächst für viermal 8 Stunden in einen metabolischen Käfig gesetzt, um sie daran zu gewöhnen. Dabei handelt es sich um einen hermetisch verschlossenen Glaszylinder mit einem Lochboden, mit dem alle Ausscheidungen sowie die Atemluft aufgefangen werden. In einem Vorversuch werden fünf verschieden hohe Dosen Acrylamid an je drei Ratten durch Eingabe per Schlundsonde verabreicht. Dazu werden die Tiere mit einem Narkosegas für 60 Sekunden leicht betäubt. Beim eigentlichen Versuch werden vier unterschiedliche, eher niedrige Dosen Acrylamid an je 8 Ratten verabreicht. Acrylamid ist ein giftiger Stoff, der beim Erhitzen von Lebensmitteln entstehen kann, und der in Verdacht steht, Krebs auszulösen. Nach Verabreichung werden die Ratten einzeln in metabolischen Käfigen gehalten. Nach 16 Stunden werden die Tiere durch Genickbruch getötet, um verschiedene Organe zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Institut für Wissenschaftliche Informationen über Kaffee, la Tour de Peilz, Schweiz.

Bereich: Toxikologie, Lebensmitteltoxikologie

Originaltitel: N7-glycidamide-guanine DNA adduct formation by orally ingested acrylamide in rats: A dose-response study encompassing human diet-related exposure levels

Autoren: Nico Watzek (1), Nadine Böhm (1), Julia Feld (1), Denise Scherbl (1), Franz Berger (1), Karl Heinz Merz (1), Alfonso Lampen (2), Thorsten Reemtsma (2), Steven R. Tannenbaum (3), Paul L. Skipper (3), Matthias Baum (1), Elke Richling (1), Gerhard Eisenbrand (1)*

Institute: (1) Fachbereich Chemie, Abteilung für Lebensmittelchemie und Toxikologie, Technische Universität Kaiserslautern, Erwin-Schrödinger-Str. 52, 67663 Kaiserslautern, (2) Bundesinstitut für Risikobewertung, 14195 Berlin, (3) Biological Engineering Division, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, MA, USA

Zeitschrift: Chemical Research in Toxicology 2012: 25, 381-390

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4373



Dokument 849Titel: Hemmung der IL-6 Trans-Signalübertragung schützt Mäuse vor dem Tod durch Malaria
Hintergrund: Rolle eines Botenstoffs des körpereigenen Abwehrsystems bei einer Malaria-Infektion.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Mäuse werden mit gentechnischen Methoden generiert, denen das Gen für einen Botenstoff des körpereigenen Immunsystems fehlt (Knockout-Mäuse). Die Tiere werden durch Injektion in die Bauchhöhle mit Malaria-Parasiten infiziert. Es handelt sich um eine Malaria-Art, die der schwersten, beim Menschen vorkommenden Art ähnelt. Mäuse, bei denen das Gen noch vorhanden ist, sterben 10-15 Tage nach Infektion mit den Malaria-Erregern zu 100%. Die Tiere sterben an einem multiplen Organversagen, d.h., alle Organe fallen aus. Bei den Knock-out-Mäusen stirbt nur die Hälfte der Tiere. Weiteren Gruppen von Knockout-Mäusen und Nicht-Knockout-Mäusen wird der Botenstoff 1, 4 und 7 Tage nach der Infektion in die Bauchhöhle injiziert. Nun sind die Knockout-Mäuse alle nach 10 Tagen tot, während bei den Nicht-Knock-out-Mäusen nach 10 Tagen 40 % überleben.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: Zentrum für Molekulare Medizin und Exzellenz-Cluster Zelluläre Stressantwort bei altersbedingten Krankheiten, Universität Köln; Europäische Union, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Competence Network for Adipositas, Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Bereich: Immunologie, Parasitologie

Originaltitel: Inhibition of IL-6 trans-signaling protects from malaria-induced lethality in mice

Autoren: Claudia M. Wunderlich (1), Denis Delic (1,2), Kristina Behnke (2), Andreas Meryk (2), Peter Ströhle (1), Bhagiarth Chaurasia (1), Saleh Al-Quraishy (3), Frank Wunderlich (2), Jens C. Brüning (1), F. Thomas Wunderlich (1)*

Institute: (1) Zentrum für Endokrinologie, Diabetes und Präventive Medizin, Zentrum für Molekulare Medizin Köln, Exzellenz-Cluster Zelluläre Stressantwort bei altersbedingten Krankheiten, Institut für Genetik Köln, Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, Gleuelerstr. 50, 50931 Köln, (2) Molekulare Parasitologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, (3) Department of Zoology, College of Science, King Saud University, Riad, Saudi-Arabien

Zeitschrift: The Journal of Immunology 2012: 188, 4141-4144

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4372



Dokument 850Titel: Immunoregulatorische Eigenschaften in vivo des neuen Antioxidants SkQ1, dessen Ziel die Mitochondrien sind
Hintergrund: Wirkung einer Testsubstanz auf die Zellen der körpereigenen Abwehr bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt und finden in der Tierversuchsanlage der Universität Heidelberg statt. Die Mäuse erhalten eine Testsubstanz über das Trinkwasser verabreicht. In einer zweiten Gruppe Mäuse enthält das Trinkwasser keine Testsubstanz. Nach 21 Tagen werden die Tiere beider Gruppen auf nicht genannte Weise "geopfert", um ihre Milzen auf Veränderungen bestimmter Immunzellen zu untersuchen. Es werden außerdem Antikörper von Mäusen, Ratten und Hamstern verwendet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Russian Foundation for Basic Research.

Bereich: Immunologie, Molekularbiologie

Originaltitel: In vivo immunoregulatory properties of the novel mitochondria-targeted antioxidant SkQ1

Autoren: Yuhui Yang (1), Svetlana Karakhanova (1), Sabine Soltek (1), Jens Werner (1), Pavel P. Philippov (2,3), Alexandr V. Bazhin (1)*

Institute: (1) Klinik für Allgemeine Chirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg, 69120 Heidelberg, (2) Department of Cell Signalling, Belezersky Institute of Physico-Chemical Biology, Lomonosov Moscow State University, Moskau, Russland, (3) Institute of Mitoengineering, Lomonosov Moscow State University, Moskau, Russland

Zeitschrift: Moleculare Immunology 2012: 52, 19-29

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4371



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