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Dokument 841Titel: Eine neues, hoch reproduzierbares und letales nicht-menschliches Primatenmodell für die Infektion mit Orthopox-Virus
Hintergrund: Entwicklung eines "Tiermodells" für die beim Menschen vorkommenden Kuh- und Affenpocken.
Tiere: 28 Affen (Mindestens 28 Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Experimente wurden in Niedersachsen genehmigt. Marit Kramski, Kerstin Mätz-Rensing, Christine Stahl-Hennig und Heinz Ellerbrok führten die Experimente durch. Die Weißbüscheläffchen stammen aus der Zucht des Primatenzentrums Göttingen. Sie sind zwischen 2 und 6 Jahre alt und werden einzeln in Käfigen von 130 x 53 x 80 cm Größe gehalten.

Die Weißbüscheläffchen werden mit Calpox infiziert, einem zu den Kuhpocken zählenden Virus. Calpox war in einem niedersächsischen Zoo neu aufgetreten und hat dort 30 Affen verschiedener Arten getötet. Es werden verschiedene Infektionswege (in die Vene, in die Nase, in den Rachen) getestet sowie verschiedene Dosierungen des Virus. Je nach Gruppe leiden die Tiere unter Atembeschwerden, Nasenausfluss, Abgeschlagenheit, Appetitmangel, Hautveränderungen und Blutungen im Rachenbereich. Die Affen sterben zwischen vier und 15 Tage nach der Infektion. Drei Tiere, die eine niedrige Dosierung erhalten haben, überleben zunächst und werden erneut mit einer niedrigen Dosis infiziert. Ein Tier erkrankt und stirbt. Die beiden verbleibenden Affen werden nun mit einer hohen Dosis infiziert. Ein Affe stirbt nach 12 Tagen. Der zweite Affe überlebt ohne klinische Symptome. Dieser Affe wird (vermutlich) getötet. Die inneren Organe aller Affen werden untersucht.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstützt.

Bereich: Virologie

Originaltitel: A novel highly reproducible and lethal nonhuman primate model for orthopox virus infection

Autoren: Marit Kramski (1), Kerstin Mätz-Rensing (2), Christine Stahl-Hennig (2), Franz-Josef Kaup (2), Andreas Nitsche (1), Georg Pauli (1), Heinz Ellerbrok (1)*

Institute: (1) Robert-Koch-Institut, Berlin, (2) Deutsches Primatenzentrum Göttingen, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen

Zeitschrift: PloS One 2010: 5(4), e10412

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4231



Dokument 842Titel: Aktivitäts-abhängige Regulation der MHC-Klasse-1-Genexpression der sich entwickelnden Sehrinde des Weißbüscheläffchens
Hintergrund: Rolle bestimmter Gene im Hirngewebe bei der Entwicklung des visuellen Systems. Die Autoren bemerken, dass es große Unterschiede zwischen Nagern und Primaten gibt, weswegen eine Übertragung der Ergebnisse nicht möglich sei. Dies wird als Grund für die Verwendung für Primaten in dieser Studie herangezogen. Die Verwendung von nicht-menschlichen Primaten in der Forschung sei aber stark beschränkt. Die Autoren hoffen, dass eine "flexiblere Forschungspolitik … zukünftigen Forschern ermöglichen wird, die Unterschiede der neuronalen Moleküle bei Nagern und Primaten detaillierter zu untersuchen."
Tiere: 36 Affen (Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Experimente wurden durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg genehmigt. Christina Schlumbohm und Kerstin Mätz-Rensing führten die chirurgischen Eingriffe durch.

Die Weißbüscheläffchen stammen aus der Zucht des Primatenzentrums Göttingen. Je drei Tiere im Alter von 1 Tag, 7 Tagen, 1, 3, 5, 7, 12 und 21 Monaten werden getötet, um die Genausprägungen im Hirngewebe zu untersuchen. Die Tötung erfolgt durch Überdosis von Narkosemitteln. Bei sechs äffchen wird im Alter von einem Monat ein Auge chirurgisch entfernt. Im Alter von fünf Montane werden diese Tiere sowie weitere sechs nicht operierte Affen getötet. Bei ihnen wird ebenfalls Hirngewebe der Sehrinde zur Untersuchung entnommen.

Bereich: Molekularmedizin, Hirnforschung

Originaltitel: Activity-dependent regulation of MHC class 1 expression in the developing primary visual cortex of the common marmoset monkey

Autoren: Adema Ribic (1,2,6)*, Gabriele Flügge (1,5), Christina Schlumbohm (1), Kerstin Mätz-Rensing (3), Lutz Walter (2), Eberhard Fuchs (1,4,5)

Institute: (1) Labor für Klinische Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum / Leibniz-Institut für Primatenforschung, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Labor für Primatengenetik, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (3) Abteilung für Pathologie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (4) Abteilung für Neurologie, Medizinische Fakultät, Universität Göttingen, Göttingen, (5) DFG Forschungszentrum für Molekulare Physiologie des Gehirns (CMPB), Universität Göttingen, Göttingen, (6) Department of Molecular Biophysics and Biochemistry, Yale University, New Haven, CT, USA

Zeitschrift: Behavioral and Brain Functions 2011: 7; 1, doi: 10.1186/1744-9081-7-1

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4230



Dokument 843Titel: Zusammengesetzte Transkriptom-Aufstellung von RNA-Sequenz-Daten bei einem Schafmodell für die verzögerte Knochenheilung
Hintergrund: Genveränderungen bei normaler und verzögerter Knochenheilung.
Tiere: 63 Schafe (weibliche Merinoschafe)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Experimente wurden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales, Berlin, (LaGeSo) genehmigt. Hanna Schell und Jasmin Lienau führten die Tierexperimente durch.

Die Schafe ungenannter Herkunft sind zu Beginn der Experimente 2,5 Jahre alt. Die Schafe werden in zwei Gruppen zu 32 und 31 Tiere eingeteilt. Bei den Tieren beider Gruppen wird unter Narkose ein Schienbeinknochen durchgesägt und mit einem 3 mm Spalt wieder zusammengefügt. Bei Gruppe 1 wird dafür ein so genannter Fixateur externe angelegt, eine Vorrichtung, die die Knochenenden in der richtigen Position hält. Dazu werden je drei Nägel in jede Hälfte des Schienbeinknochens gebohrt. Die Nägel werden außerhalb des Beins mit Metallstreben verschraubt. Die Breite des Sägespalts bleibt so unverändert. Bei der zweiten Gruppe wird ein Fixateur angelegt, bei dem die Knochenenden nicht stabil sind, sondern beweglich. Durch den instabilen Knochenspalt kommt es zu einer verzögerten Knochenheilung.

Sieben Tage nach der Operation wird bei den Tieren beider Gruppen unter Narkose Gewebe aus der Knochenheilungszone entnommen. 11, 14 und 21 Tage nach der Operation werden jeweils einige Tiere aus beiden Gruppen getötet, um Genveränderungen im Gewebe zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Bereich: Molekularmedizin

Originaltitel: Composite transcriptome assembly of RNA-seq data in a sheep model for delayed bone healing

Autoren: Marten Jäger (1,2), Claus-Eric Ott (1), Johannes Grünhagen (1), Jochen Hecht (2,3), Hanna Schell (2,4), Stefan Mundlos (1,2,3)*, Georg N. Duda (2,4), Peter N. Robinson (1,2,3)*, Jasmin Lienau (2,4)

Institute: (1) Institut für Medizinische Genetik, Charité:-Universitätsmedizin Berlin, Augustenburgerplatz 1, 13353 Berlin, (2) Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies (BCRT), Charité:-Universitätsmedizin Berlin, Augustenburgerplatz 1, 13353 Berlin, (3) Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik, Berlin, (4) Julius-Wolff-Institut und Zentrum für Muskel- und Knochenforschung, Charité:-Universitätsmedizin Berlin, Augustenburgerplatz 1, 13353 Berlin

Zeitschrift: BMC Genomics 2011: 12; 158

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4229



Dokument 844Titel: Im Hippocampus von erwachsenen Mäusen gebildete Nervenzellen erlauben die flexible Anwendung von räumlich präzisen Lernstrategien
Hintergrund: Funktion bestimmter Nervenzellen im Gehirn von Mäusen beim räumlichen Lernen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von Alexander Garthe und Joachim Behr im Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin-Buch, durchgeführt und vom Landesamt für Technische Sicherheit und Gesundheit (LaGetSi), Berlin genehmigt.

Bei den Mäusen wird zunächst eine Substanz in die Bauchhöhle injiziert, die wachsende Zellen im Körper markiert. Dann wird ein Medikament verabreicht, das in der Humanmedizin zur Behandlung bestimmter bösartiger Hirntumore (Gliom) eingesetzt wird. Es hat die Eigenschaft, die Neubildung von Nervenzellen zu hemmen. Zunächst werden Vorversuche durchgeführt, um eine geeignete Dosis des Medikaments zu finden.

Bei den eigentlichen Experimenten erhalten Gruppen von Mäusen das Medikament täglich über drei Tage in die Bauchhöhle injiziert. Tiere der Kontrollgruppen erhalten eine wirkungslose Kochsalzlösung. Einen Tag vor der ersten Injektion, einen Tag nach der letzten sowie 4 Wochen später werden bei allen Tieren folgende Verhaltens- und Lernexperimente durchgeführt:

1. Eine Maus wird auf eine rotierende Stange von 3 cm Durchmesser gesetzt. Es wird die Zeit gemessen, bis sie sich nicht mehr halten kann und herunterfällt.

2. Eine Maus wird in ein offenes Feld von 60 x 60 cm Größe mit 20 cm hohen Wänden gesetzt. Mit einer Videokamera wird aufgezeichnet, ob die Maus sich ängstlich am Rand aufhält oder sich auch in die Mitte traut.

3. Eine Maus wird in ein zylindrisches Wasserbecken von 189 cm Durchmesser gesetzt. Das Wasser ist mit Farbe eingetrübt. An einer Stelle befindet sich eine Plattform unterhalb der Wasseroberfläche, die die Maus wegen der Wassertrübung nicht sehen kann. Die Maus muss 120 Sekunden schwimmen. Findet sie die Plattform innerhalb dieser Zeit nicht selbst, wird sie draufgesetzt. Der Versuch wird 6-mal pro Tag (mit je 30 Minuten Pause dazwischen) an 5 aufeinander folgenden Tagen wiederholt. Am 3. Tag wird die Plattform an einer anderen Stelle des Beckens angebracht. So soll beurteilt werden, ob die Maus die Lage der Plattform gelernt hat. Schließlich werden alle Mäuse mit Formalin getötet. Ihre Gehirne werden herausgeschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Adult-generated hippocampal neurons allow the flexible use of spatially precise learning strategies

Autoren: Alexander Garthe (1), Joachim Behr (2), Gerd Kempermann (1)*

Institute: (1) CRTD – Center for Regenerative Therapies Dresden, Fetscherstraße 105 01307 Dresden, (2) Abteilung für Psychiatrie, Charité: Universitätsmedizin, Berlin

Zeitschrift: PLoS one 2009, 4 (5), e5464

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4228



Dokument 845Titel: Amilorid senkt den arteriellen Blutdruck von transgenen cyp1a1ren-2-Ratten ohne die Nierenfunktion zu beeinträchtigen
Hintergrund: Untersuchungen zur Regulierung des Blutdrucks.
Tiere: 49 Ratten (Mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden transgene Ratten aus der eigenen Institutszucht verwendet. Den Tieren wurde ein Mäusegen eingebaut, das zunächst keine Auswirkungen hat. Wenn den Ratten eine bestimmte Substanz (I3C) gefüttert wird, erhöht sich ihr Blutdruck. Je nach Menge der zugefütterten Substanz, kann der Blutdruck experimentell reguliert werden. Den Ratten wird unter Narkose ein Telemetrie-Gerät in die Bauchhöhle eingepflanzt, das den Blutdruck misst und die Messwerte drahtlos an einem Empfangsgerät überträgt. Die Operation wird nicht näher beschrieben. Anschließend dürfen sich die Tiere 10 Tage erholen.

Es werden Pilotexperimente erwähnt, bei denen zunächst geeignete Dosierungen für die verschiedenen Substanzen ermittelt werden.

Für die eigentlichen Experimente werden die Ratten einzeln gehalten. Durch Zugabe von I3C über zwei Wochen wird der Blutdruck erhöht. Dann erhalten die Tiere je nach Gruppe eine von drei Testsubstanzen ins Futter gemischt, während I3C weiter verabreicht wird. Nach einer Woche werden die Tiere durch äther betäubt. Eine Blutprobe wird aus dem Venengeflecht hinter dem Auge entnommen. Dann werden die Ratten durch Genickbruch getötet.

Bei einem zweiten Experiment werden mit Telemetrie-Geräten ausgestattete Ratten auf die gleiche Weise mit I3C und den Testsubstanzen behandelt. In der dritten Woche werden die Tiere in einem metabolischen Käfig gehalten, in dem alle Ausscheidungen aufgefangen werden können. Am Ende der dritten Woche werden die Ratten betäubt und durch Genickbruch getötet.

In einem dritten Experiment werden die wie in Experiment 1 behandelten Ratten am Ende der dritten Woche narkotisiert. Der Bauch wird aufgeschnitten. Mit einer Messsonde werden Messungen an der Nierenarterie vorgenommen. Diese Ratten werden durch Überdosis eines Narkosemittels (Pentobarbital) getötet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMBF) unterstützt.

Bereich: Physiologie

Originaltitel: Amiloride lowers arterial pressure in cyp1a1ren-2 transgenic rats without affecting renal vascular function

Autoren: Torsten Schlüter, Robert Rohsius, Heike Wanka, Catherina Schmid, Anja Siepelmeyer, Rainer Rettig, Jörg Peters, Olaf Grisk*

Institute: Institut für Physiologie, Universität Greifswald, Greifswalder Str. 11c, 17495 Karlsburg

Zeitschrift: Journal of Hypertension 2010: 28, 2267-2277

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4227



Dokument 846Titel: Systemisch verabreichte Liganden des Toll-like-Rezeptors 2, -4 und -9 rufen in der Mäuselunge eine deutliche Entzündungsreaktion hervor
Hintergrund: Zur Frage, welche Rolle bestimmte Entzündungsfaktoren bei der Entstehung einer Lungenentzündung spielen.
Tiere: 158 Mäuse (Mehr als)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Mehr als 158 männliche C57BL/6 Mäuse werden von der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld, bezogen. Gruppen von Mäusen erhalten Bakterienbestandteile in die Bauchhöhle injiziert. Es werden drei verschiedene Bestandteile verschiedener Bakterien verwendet. Auf diese Weise soll eine Lungenentzündung bei den Tieren hervorgerufen werden. Kontrollgruppen von Mäusen bekommen nur ein Lösungsmittel ohne Bakterienbestandteile injiziert. Unmittelbar nach der Injektion sowie nach 2, 4 und 6 Stunden werden jeweils einige Mäuse aus jeder Gruppe getötet. Dazu werden die Tiere mit dem Narkosegas Isofluran betäubt. Die Tötung erfolgt auf nicht genannte Weise. Die Lungen der Tiere werden herausgeschnitten und auf das Vorkommen von Entzündungsfaktoren untersucht.

Es werden Pilotexperimente erwähnt, so dass die Zahl der Tiere höher als 158 ist.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Medizinische Fakultät der Universität Bonn unterstützt.

Bereich: Entzündungsforschung

Originaltitel: Systemically administered ligands of toll-like-receptor 2, -4, and -9 induce distinct inflammatory responses in the murine lung

Autoren: H. Ehrentraut (1), R. Meyer (2), M. Schwederski (1), S. Ehrentraut (1), M. Velten (1), C. Grohe (3), P. Knuefermann (1), G. Baumgarten (1), O. Boehm (1)*

Institute: (1) Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Bonn, Sigmund-Freud-Straße 25, 53105 Bonn, (2) Institut für Physiologie II, Universität Bonn, 53115 Bonn, (3) Abteilung für Pneumologie, Evangelische Lungenklinik, Berlin

Zeitschrift: Mediators of Inflammation 2011, doi.10.1155/2011/746532

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4226



Dokument 847Titel: Enterobacteriaceae-Populationen während einer experimentellen Salmonelleninfektion bei Schweinen
Hintergrund: Schweinefleisch ist die Hauptursache für Salmonelleninfektionen beim Menschen. In dieser Studie wird untersucht, wie andere Darmbakterien durch eine Salmonelleninfektion beim Schwein beeinflusst werden.
Tiere: 46 Schweine
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi), Berlin, genehmigt. Die Schweine (Deutsche Landrasse x Duroc) sind zu Beginn der Experimente 29 Tage alt. Die Tiere werden mit Salmonellen infiziert. Die Infektionsroute wird nicht erwähnt, vermutlich oral (über den Mund). Die Bakterien stammen von einem Schwein mit Salmonellen-Blutvergiftung. Die Salmonellen werden zuvor mit gentechnischen Methoden markiert, um sie nach Tötung der Tiere in deren Organen aufspüren zu können. Drei, 24 und 72 Stunden sowie 28 Tage nach der Infektion werden jeweils einige Schweine getötet. Der Darm und verschiedene innere Organe werden auf das Vorkommen von Bakterien untersucht. In einem zweiten Experiment werden bei auf die gleiche Weise infizierten Schweinen regelmäßig Stuhlproben aus dem After entnommen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Schaumann-Stiftung unterstützt.

Bereich: Tierseuchenforschung, Lebensmittelhygiene

Originaltitel: Enterobacteriaceae populations during experimental Salmonella infection in pigs

Autoren: Sebastian Guenther (1), Matthias Filter (2), Karsten Tedin (1), Istvan Szabo (3), Lothar H. Wieler (1), Karsten Nöckler (3), Nicole Walk (1), Peter Schierack (1,4)*

Institute: (1) Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen, Freie Universität Berlin, Philippstr. 13, 10115 Berlin, (2) Institut für Molekularbiologie und Bioinformatik, Charite, Humboldt-Universität Berlin, (3) Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin, (4) Fachbereich Bio-, Chemie- und Verfahrenstechnik, Hochschule Lausitz (FH), Großenhainer Str. 57, 01968 Senftenberg

Zeitschrift: Veterinary Microbiology 2010: 14, 352-360

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4225



Dokument 848Titel: Modulation der verhängnisvollen Faktoren Olig2 und Pax6 in Gliazellen ruft die Bildung von Neuroblasten hervor bei einem Modell der milden Hirnmangeldurchblutung
Hintergrund: Untersuchung der molekularen Mechanismen bei der Regeneration der Nervenzellen im Gehirn nach einem künstlich ausgelösten Schlaganfall bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Bei den Mäusen wird ein Schlaganfall ausgelöst, indem unter Narkose ein Faden durch eine Halsarterie bis in die mittlere Hirnarterie vorgeschoben wird. Dieses Blutgefäß wird dadurch verstopft, so dass der Gewebebereich dahinter nicht mehr durchblutet wird. Nach 30 Minuten wird der Faden herausgezogen und das Hirngewebe wird wieder normal durchblutet. 48 Stunden später werden die Mäuse erneut betäubt. Der Schädel wird in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. An der Stelle, an der das Gewebe zuvor mangeldurchblutet worden war, wird eine Kanüle (Hohlnadel) durch den Schädelknochen gestochen. Viren, die als sogenannte Genfähren mit bestimmten Faktoren beladen sind, werden in das Hirngewebe injiziert. Nach 10 oder 17 Tagen wird jeweils ein Teil der Mäuse auf nicht genannte Art getötet. Das Gehirn wird in Scheiben geschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: VolkswagenStiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Europäischen Union (ARISE, Eustroke und EUTRACC)

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: Modulation of fate determinants Olig2 and Pax6 in resident glia evokes spiking neuroblasts in a model of mild brain ischemia

Autoren: Golo Kronenberg (1,3), Karen Gertz (1,2,3), Giselle Cheung (4), Annalisa Buffo (5,6), Helmut Kettenmann (4), Magdalena Götz (5,6), Matthias Endres (1,3)*

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Neurologie, Charite Universitätsmedizin Berlin, Chariteplatz 1, 10117 Berlin, (2) Klinik und Hochschulambulanz, Charite Universitätsmedizin Berlin, (3) Zentrum für Schlaganfallforschung, Charite Universitätsmedizin Berlin, (4) Zelluläre Neurowissenschaften, Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin, Berlin-Buch, (6) Institut für Stammzellforschung, Helmholtzzentrum München, Ludwig-Maximilians-Universität München

Zeitschrift: Stroke 2010: 41, 2944-2949

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4224



Dokument 849Titel: Empfindlichkeit von notochordalen Bandscheibenzellen auf mechanische Belastung: eine experimentelle Tierstudie
Hintergrund: In der Bandscheibe des Menschen kommen bestimmte Zellen vor, die im Alter von etwa 10 Jahren verschwinden. Kaninchen haben diese Zellen ihr Leben lang. In dieser Studie soll der Grund für das Verschwinden der Zellen beim Menschen untersucht werden, indem bei Kaninchen die Bandscheiben mechanisch belastet werden.
Tiere: 36 Kaninchen (Weiße Neuseelandkaninchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden durch das Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Unter Narkose wird bei den Kaninchen eine Vorrichtung an der Lendenwirbelsäule angebracht: Metallstreben werden durch zwei Lendenwirbel gebohrt. Diese werden von außen durch weitere Metallstangen zusammengehalten. Mittels einer Feder werden die Wirbel dauerhaft zusammengeschoben, um eine mechanische Belastung der Zwischenwirbelscheibe (Bandscheibe) zu simulieren. Diese Belastung wird bei Gruppen von Kaninchen unterschiedlich lange aufrechterhalten: 1, 28 oder 56 Tage. Bei einer Gruppe Kaninchen wird keine Belastung ausgelöst und bei einer weiteren Gruppe wird nicht operiert. Nach Ablauf der jeweiligen Zeit werden die Kaninchen auf nicht genannte Weise getötet. Die nicht operierten Tiere werden nach 56 Tagen getötet. Die Bandscheiben werden auf das Vorkommen bestimmter Zellen untersucht.

Bereich: Orthopädie, Knochenchirurgie

Originaltitel: Sensitivity of notochordal disc cells to mechanical loading: an experimental animal study

Autoren: Thorsten Guehring (1), Andreas Nerlich (2), Markus Kroeber (3), Wiltrud Richter (4), Georg W. Omlor (4)*

Institute: Abteilung für Trauma- und orthopädische Chirurgie, BG Trauma-Zentrum Ludwigshafen, Universität Heidelberg, Ludwig-Guttmann-Str. 13, 67071 Ludwigshafen, (2) Institut für Pathologie, Akademisches Krankenhaus München-Bogenhausen, München, (3) Abteilung für orthopädische Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen, St. Gallen, Schweiz, (4) Abteilung für Experimentelle Orthopädie, Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg

Zeitschrift: European Spine Journal 2010: 19, 113-121

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4223



Dokument 850Titel: Metabolische Profile einer einzelnen und kombinierten Verabreichung von Dibutylphthalat und Di(2-Ethylhexyl)Phthalat über 28-Tage an Ratten
Hintergrund: Verabreichung einer Kombination von in Kunststoffen vorkommenden Chemikalien an Ratten.
Tiere: 80 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Deutschland. Die Tiere werden einzeln in Standard-Käfigen gehalten. Die Ratten werden in Gruppen zu je 5 männlichen und 5 weiblichen Tieren aufgeteilt. Jede Gruppe erhält eine von zwei Chemikalien einzeln oder kombiniert in verschiedenen Dosierungen mit dem täglichen Futter verabreicht, die bei der Produktion von Kunststoffen Verwendung finden. Es werden mehrfach Blutproben aus dem Venengeflecht hinter dem Auge genommen. Hierfür werden die Ratten mit dem Narkosegas Isofluran betäubt. Die Tiere werden täglich beobachtet. In keiner Gruppe werden Vergiftungssymptome festgestellt. Nach 28 Tagen werden die Ratten durch Köpfen unter Narkose getötet, um Veränderungen ihrer Organe zu untersuchen.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: The individual and combines metabolite profiles (metabolomics) of dibutylphthalate and di(2-ethylhexyl)phthalate following a 28-day dietary exposure in rats

Autoren: B. van Ravenzwaay (1)*, G. Coelho-Palermo Cunha (1), V. Strauss (1), J. Wiemer (2), E. Leibold (1), H. Kamp (1), T. Walk (2), W. Mellert (1), R. Looser (2), A. Prokoudine (2), E. Fabian (1), G. Krennrich (1), M. Herold (2)

Institute: (1) BASF SE, Experimentelle Toxizität und Ökologie, Z 470, 67056 Ludwigshafen, (2) Metanomics GmbH, Tegeler Weg 33, 10589 Berlin

Zeitschrift: Toxicology Letters 2010: 198, 159-170

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4222



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