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Datenbank Tierversuche

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Dokument 221Titel: Phosphodiesterase 2 schützt gegen die durch Katecholamine ausgelöste Herzrhythmusstörung und erhält die Pumpfunktion des Herzens nach Herzinfarkt
Hintergrund: Untersuchungen zur Rolle eines bestimmten Enzyms bei Herzfunktion und Herzinfarkt bei Hunden und Mäusen.
Tiere: 133 Tiere verschiedener Arten (12 Beagle, mind. 121 Mäuse)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Abteilung Tierschutzdienst, Oldenburg, sowie von einer Institution in Frankreich genehmigt.

12 Beagle-Hunde im Alter von einem bis fünfeinhalb Jahren werden in vier Gruppen aufgeteilt. Alle Hunde erhalten in Narkose zur Blutdruck- und Herzschlagmessung einen Katheter über die Leiste, der in die Bauchschlagader vorgeschoben wird und einen Katheter über die Halsschlagader, der in der linken Herzkammer platziert wird. Über eine Sonde in den Zwölffingerdarm wird je nach Gruppenzugehörigkeit ein auf Herz und Kreislauf wirkendes Medikament (BAY 60-7550) in drei unterschiedlich hohen Dosierungen oder eine wirkstofffreie Lösung verabreicht. In den folgenden vier Stunden werden Herz- und Kreislauf-Werte ermittelt. Das weitere Schicksal der Beagle wird nicht erwähnt.

Bei den nachfolgend beschriebenen Versuchen an unterschiedlich genveränderten sowie nicht genveränderten „Wildtyp“-Mäusen wird bei allen Tieren in Narkose im Nackenbereich über einen Hautschnitt eine Minipumpe zur Verabreichung von Medikamenten und Infusionslösungen in eine operativ geschaffene Hauttasche eingenäht. Über einen Hautschnitt an der Brust wird ein Gerät zur Ableitung eines EKGs unter der Haut bis zum Rücken vorgeschoben. Ultraschalluntersuchungen werden in Narkose durchgeführt.

Mindestens 18 Mäusen wird über die osmotische Pumpe sieben Tage lang Isoproterenol, ein dem Adrenalin ähnlicher Wirkstoff, eingespritzt. 14 Mäuse erhalten zweimalig eine sehr hohe Dosis Isoproterenol. Bei allen Tieren wird dadurch der Herzschlag beschleunigt, ihr Herz vergrößert sich krankhaft, sie leiden unter Herzrhythmusstörungen, Angst, Atemnot, Herzschmerzen.

Mindestens 44 Mäusen wird ein ähnliches Medikament, Dobutamin, verabreicht und sie erleiden dadurch Herzrhythmusstörungen. Durch Gabe unterschiedlicher Wirkstoffe sollen diese aufgehoben werden. Mindestens 16 Wildtyp- und 15 gentechnisch veränderten Mäusen wird in Narkose der Brustkorb operativ eröffnet, das Herz wird freigelegt und eine Herzkranzarterie wird abgebunden. Dadurch erleiden die Tiere einen Herzinfarkt. Nach dem Erwachen aus der Narkose leiden die Mäuse unter den Folgen: heftige Schmerzen, Untergang von Herzgewebe, Herzrhythmusstörungen und eingeschränkte Herzfunktion. Mindestens 7 Mäuse sterben an den Folgen des künstlich hervorgerufenen Herzinfarktes, die anderen Tiere werden nach 14 Tagen getötet. In einer „Langlebigkeitsstudie“ wird bei 12 Wildtyp- und 16 genmanipulierten Mäuse gewartet, bis sie natürlicherweise sterben. Bei schweren Leiden werden sie vorzeitig getötet. Wildtyp-Mäuse leben im Schnitt 24, genmanipulierte Mäuse 29 Monate. Nach 38 Monaten werden die noch lebenden 3 Mäuse getötet. Im Rahmen der Studie wird eine ungenannte Zahl von Mäusen einzig zur Entnahme ihrer Herzen getötet. An den Herzmuskelzellen werden unterschiedliche Untersuchungen durchgeführt. Die Tötung aller Mäuse erfolgt durch Genickbruch in Narkose.

Die Arbeit wird finanziell gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Bereich: Herz-Kreislaufforschung

Originaltitel: Phosphodiesterase 2 protects against catecholamine-induced arrhythmia and preserves contractile function after myocardial infarction

Autoren: Christiane Vettel (1,2,12), Marta Lindner (3), Matthias Dewenter (2,4,12), Kristina Lorenz (5,6), Constanze Schanbacher (5), Merle Riedel (2,12), Simon Lämmle (7), Simone Meinecke (2,12), Fleur E. Mason (8,12), Samuel Sossalla (8,9,12), Andreas Geerts (10), Michael Hoffmann (10), Frank Wunder (10), Fabian J. Brunner (11,12), Thomas Wieland (1,2), Hind Mehel (3), Sarah Karam (3), Patrick Lechêne(3), Jérôme Leroy (3), Grégoire Vandecasteele (3), Michael Wagner (7), Rodolphe Fischmeister (3), Ali El-Armouche (7)*

Institute: (1) Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinikum Mannheim, Universität Heidelberg, (2) Institut für Pharmakologie, Universitätsmedizin Göttingen, Herzzentrum, Göttingen, (3) INSERM Université Paris-Saclay, Châtenay- Malabry, Frankreich, (4) Abteilung Molekulare Kardiologie und Epigenetik, Universitätsklinikum Heidelberg, (5) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Würzburg und Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften-ISAS-e.V. Dortmund, (6) Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz, Würzburg, Universitätsklinikum Würzburg und Westdeutsches Herz- und Gefäßzentrum Essen, (7)*Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden, (8) Abteilung für Kardiologie und Pneumonologie, Zentrum für Molekulare Kardiologie, UMG Herzzentrum, Georg August Universitätsmedizin Göttingen, (9) Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie und Angiologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel, (10) BAYER Pharma AG, Wuppertal, (11) Universitäres Herzzentrum, Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, (12) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V., Standorte Heidelberg/Mannheim, Göttingen und Hamburg/Kiel/Lübeck

Zeitschrift: Circulation Research 2017; 120(1): 120-132

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4944



Dokument 222Titel: Die Kopf-Dreh-Reaktionen zur Beurteilung der auditorischen Lateralität bei Katzen: Einfluss der Ohrposition und wiederholte Schallpräsentation
Hintergrund: Menschen drehen bei einem Geräusch genau hinter ihnen ihren Kopf eher nach rechts. Versuche mit verschiedenen Säugetieren, Vögeln, Amphibien, Rhesusaffen und Seelöwen haben gezeigt, dass diese Tiere auch eher nach rechts drehen. Hier wird diese Frage an Katzen untersucht. Ergebnis: Katzen drehen eher nach links, aber das kann auch durch das Versuchs-Set-up bedingt sein.
Tiere: 15 Katzen
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden von den zuständigen Behörden unter der Nummer 42500/1H genehmigt. Die Tiere stammen aus der Zuchtstation des Instituts für Versuchstierkunde, Hannover, und werden auch dort in Gruppen gehalten. Die Katzen sind bei Beginn des Experiments 1 bis 8 Jahre alt. Den Tieren wird über einen Lautsprecher genau hinter ihnen die Laute von kleinen Kätzchen, die von Menschen gehändelt werden, abgespielt. Hierfür wird das Tier in einen speziellen Experimentierkäfig gesetzt. Genau gegenüber dem Lautsprecher befindet sich eine Trinkflasche mit einem Milch-Wasser-Gemisch. Leckt die Katze daran, werden die Laute abgespielt und die Reaktion des Tiers wird auf Video aufgenommen und analysiert. Nach Ende der Versuche werden die Tiere vermutlich weiter für die Zucht und andere Versuche benutzt.

Die Arbeit wurde von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Konrad-Adenauer-Stiftung finanziert.

Bereich: Verhaltensforschung

Originaltitel: The head turn paradigm to assess auditory laterality in cats: influence of ear position and repeated sound presentation

Autoren: Wiebke S. Konerding (1), Elke Zimmermann (2), Eva Bleich (3), Hans-Jürgen Hedrich (3), Marina Scheumann (2)*

Institute: (1) Verbundinstitut für AudioNeurotechnologie (VIANNA) und Experimentelle Otologie, Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Stadtfelddamm 34, 30625 Hannover, (2)* Institut für Zoologie, Tierärztliche Hochschule Hannover, Bünteweg 17, 30559 Hannover, (3) Institut für Versuchstierkunde und Zentrales Tierlaboratorium, Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Hannover

Zeitschrift: PeerJ 2017; 5: e3925. doi: 10.7717/peerj.3925. eCollection 2017

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4943



Dokument 223Titel: Angeborene Taubheit reduziert, aber eliminiert nicht die auditive Reaktionsfähigkeit in der extrastriaten Sehrinde der Katze
Hintergrund: Untersuchungen zur Frage, wie sich angeborene Taubheit auf die Sehrinde im Gehirn von Katzen auswirkt.
Tiere: 8 Katzen
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Experimente sind vom Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg (LAVES) genehmigt worden. Von den 8 Katzen sind 3 Tiere hörend und 5 Tiere taub. Die tauben Katzen stammen aus einer speziellen Zucht, CDC (congenitally deaf cat), wo sich diese befindet, wird nicht erwähnt. Der Herkunftsort der hörenden Katzen wird ebenfalls nicht genannt.

Sowohl hörende als auch taube Tiere werden kurz nach ihrer Geburt auf ihre Hörfähigkeit untersucht. Dazu wird unter Narkose ein Loch in den Schädel gebohrt, durch das eine Elektrode gesteckt und auf die harte Hirnhaut gelegt wird. Über einen Lautsprecher werden Klicklaute in verschiedenen Lautstärken abgespielt, während die Elektrode die Reaktionen im Gehirn misst.

Im Alter von 2-4 Jahren werden diese Messungen wiederholt. Die Narkose wird für das ganze folgende Experiment aufrechterhalten. Allen Katzen wird beidseitig ein Cochlea-Implantat implantiert, eine Hörprothese für Gehörlose. Die hörenden Katzen werden ertaubt, indem das Antibiotikum Neomycin beidseitig in die Hörschnecke im Innenohr gespritzt wird. Dadurch werden die feinen Haarzellen im Innenohr zerstört. Dann wird der Schädel großflächig geöffnet und Elektroden werden platziert. Damit das Gehirn nicht austrocknet oder unterkühlt, wird es mit Silikon, Agar und „Knochenwachs“ abgedeckt. Die Cochlea-Implantate werden elektrisch stimuliert und mit den Elektroden die Nervenaktivitäten in verschiedenen Hirnregionen aufgezeichnet. Wie lange die Narkose und die Versuche gehen, wird nicht erwähnt, mindestens aber über 12 Stunden. Am Ende der Versuche werden die Katzen noch in Narkose getötet, indem der Brustkorb aufgeschnitten und die Fixierungslösung Formalin in das Herz infundiert wird.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der MedEl Comp (Cochlea-Implantat-Industrie) finanziert.

Bereich: Hörforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Congenital deafness reduces, but does not eliminate auditory responsiveness in cat extrastriate visual cortex

Autoren: Rüdiger Land (1,2)*, Jan-Ole Radecke (1,2), Andrej Kral (1,2)

Institute: (1) Verbundinstitut für Audio- und Neurotechnologie, Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Stadtfelddamm 34, 30625 Hannover, (2) Experimentelle Otologie, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover

Zeitschrift: Neuroscience 2018; 375: 149-157

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4942



Dokument 224Titel: Ferngesteuerte linksventrikuläre hämodynamische Überwachung mit einem neuartigen intrakardialen Sensor
Hintergrund: Test eines neuen Herzüberwachungsgeräts für das Telemonitoring von Herzversagen.
Tiere: 5 Hunde (Beagle)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Arbeit wird vom LANUV NRW in Düsseldorf genehmigt. Es werden fünf männliche Beagle bei Marshall BioResources gekauft. Den Tieren wird unter Anästhesie ein Herzschrittmacher und ein neuer zu untersuchender Sensor (um den diastolischen Blutdruck am Herzen zu messen) ins Herz operiert. Die Geräte werden über die Achselvene bzw. Halsarterie eingebracht, bis zum Herzen geschoben und dort verankert. Mit dem Sensor wird der Blutdruck der Tiere gemessen, indem eine Antenne von außen an den Brustkorb gehalten wird. Sieben Tage nach der Operation wird der Schrittmacher dazu verwendet, um die Herzfrequenz auf 220 Schläge pro Minute am wachen Hund zu erhöhen (Die normale Herzfrequenz eines Beagles liegt etwa bei 80-100). Dadurch kommt es bei den Tieren zu einer Herzinsuffizienz bzw. einem vorübergehenden Herzversagen, was sich u.a. über einen erhöhten Blutdruck und vergrößerte Herzkammern bemerkbar macht. Am Tag der Operation, sowie 21 und 35 Tage nach der Operation werden Messungen mit dem Sensor durchgeführt. Dabei werden den Tieren unter Anästhesie nacheinander die Substanzen Dobutamin und Vasopressin gespritzt, die den Blutdruck bzw. das Schlagvolumen erhöhen. Gleichzeitig werden verschiedene Messgrößen ermittelt. 35 Tage nach der Operation werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet und untersucht.

Die Arbeit wird von der Bayer AG und CardioMEMS (Abbott) finanziert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Chirurgie

Originaltitel: Remote left ventricular hemodynamic monitoring using a novel intracardiac sensor

Autoren: Thomas Mondritzki (1,2)*, Philip Boehme (1,2), Jason White (3), Jin Woo Park (3), Jessica Hoffmann (1), Julia Vogel (1), Peter Kolkhof (1), Stuart Walsh (1), Peter Sandner (1,4), Erwin Bischoff (1), Wilfried Dinh (1,5), Jörg Hüser (1), Hubert Truebel (1,2)

Institute: (1) Bayer AG, DD-TRG-CV III, Gebäude 500, 42096 Wuppertal, (2) Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausen-Straße 50, 58455 Witten, (4) St Jude Medical (heute Abbott), Atlanta, USA, (5) Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (6) Herzzentrum HELIOS Klinik Wuppertal, Universitätsklinikum Witten/Herdecke, Wuppertal

Zeitschrift: Circulation and Cardiovascular Intervention 2018; 11(5): e006258 Doi: 10.1161/CIRCINTERVENTIONS.117.006258

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4941



Dokument 225Titel: Erhöhte Knochenbildung in einem Kaninchen-Modell für Röhrenknochen-Defekte nach einmaliger lokaler und systemischer Applikation von Erythropoietin
Hintergrund: Untersuchungen an Kaninchen zur Frage, ob das Hormon Erythropoietin die Knochenheilung verbessert. Erythropoietin ist ein Hormon, das die Blutbildung fördert und als Dopingmittel missbraucht wird.
Tiere: 19 Kaninchen
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt (Referenznummer AZ35-9185.81/G-109/06). Es werden Kaninchen der Rasse Weiße Neuseeländer eingesetzt. Die Tiere werden durch eine Injektion betäubt. Bei allen Tieren wird die Haut an einem Vorderbein aufgeschnitten. Mit einer Handsäge wird im mittleren Bereich der Speiche ein Knochenstück von 1,5 cm Länge herausgesägt. In die Lücke wird ein spezieller Gelatine-Schwamm eingebracht, der bei 6 Kaninchen mit einer neutralen Kontrolllösung getränkt ist (Kontrollgruppe), bei 7 Tieren mit Erythropoietin. Sechs Kaninchen wird Erythropoietin unter die Haut am Rücken gespritzt. Danach wird die zuvor aufgeschnittene Haut wieder zugenäht. Das Bein wird nicht durch z.B. eine Schiene stabilisiert. Im Anschluss werden die Kaninchen in Einzelkäfigen gehalten und mit einem Schmerzmittel behandelt. Nach 4, 8 und 12 Wochen werden die Knochenbrüche jeweils computertomografisch analysiert. Die Kaninchen werden hierfür in eine speziell konstruierte Apparatur gelegt und das zu untersuchende Vorderbein für den radiologischen Scan in einem Aluminiumrohr fixiert. Eine Betäubung wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich. Nach den 12 Wochen werden alle Tiere durch eine Spritze getötet und die Vorderbeine entnommen, um die Knochenheilung näher zu untersuchen.

Die Arbeiten wurden vom Universitätsklinikum Heidelberg finanziell unterstützt.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Radiologie, Knochenchirurgie

Originaltitel: Increased bone formation in a rabbit long-bone defect model after single local and single systemic application of erythropoietin

Autoren: Georg W Omlor (1), Kerstin Kleinschmidt (2), Simone Gantz (1), Anja Speicher (2), Thorsten Guehring (3), Wiltrud Richter (2)*

Institute: (1) Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, (2)* Forschungszentrums für Experimentelle Orthopädie, Universitätsklinikum Heidelberg, Schlierbacher Landstr. 200a, 69118 Heidelberg, (3) BG Klinik Ludwigshafen, Ludwigshafen

Zeitschrift: Acta Orthopaedica 2016; 87(4): 425–431

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4940



Dokument 226Titel: Evaluierung eines neuen embolischen Wirkstoffs (präzipitierende hydrophobe injizierbare Flüssigkeit (PHIL)) in einem Tiermodell für endovaskuläre Embolisierung
Hintergrund: An Schweinen werden die Eigenschaften eines neuen Wirkstoffs zum künstlichen Verschluss von Blutgefäßen im Vergleich zu einem kommerziellen Wirkstoff untersucht, der bereits in der Klinik etabliert ist. Der neue Wirkstoff schneidet in keinem Punkt besser ab als der herkömmliche.
Tiere: 16 Schweine (Landrasse)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Landrasse-Schweine wiegen maximal 40 kg, d.h. sie sind etwa 3-4 Monate alt. An ihnen sollen die Eigenschaften eines neuen Wirkstoffs zur Embolisation, also dem künstlichen Verschluss von Blutgefäßen, untersucht werden. Das Verfahren wird in verschiedenen Bereichen der Humanmedizin eingesetzt, z.B. um innere Blutungen zu stoppen. Unter Narkose werden Computertomographie-Aufnahmen, Röntgen-Bilder und Angiografien (radiologische Untersuchungen der Blutgefäße) an den Schweinen durchgeführt. Für letztere wird ein Katheter in die Rachenschlagader eingeführt. Dazu wird die Haut seitlich am Hals aufgeschnitten. Über den Katheter wird 8 Tieren der neu entwickelte Embolisations-Wirkstoff eingeleitet, die übrigen 8 erhalten zum Vergleich einen kommerziellen Wirkstoff, der bereits in der Klinik eingesetzt wird. Es kommt zum Verschluss bestimmter Gefäße im Gehirn der Schweine. Anschließend werden die anfangs durchgeführten bildgebenden Untersuchungen wiederholt. Einige Schweine werden 2 Stunden nach dem Eingriff durch eine Injektion getötet. Die anderen erwachen aus der Narkose und werden 7 weitere Tage am Leben erhalten, während dieser Zeit werden ihnen täglich Antibiotika und Schmerzmittel verabreicht. Danach werden auch diese Tiere durch eine Injektion getötet. Allen Schweinen werden nach der Tötung Blutgefäße an der Schädelbasis entnommen, um die Auswirkungen der verabreichten Wirkstoffe auf den Blutgefäß-Verschluss zu untersuchen.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Radiologie, Chirurgie

Originaltitel: Evaluation of a novel liquid embolic agent (precipitating hydrophobic injectable liquid (PHIL)) in an animal endovascular embolization model

Autoren: Dominik F Vollherbst (1,2), Ruth Otto (1), Andreas von Deimling (3), Johannes Pfaff (1), Christian Ulfert (1), Hans U Kauczor (2), Martin Bendszus (1), Christof M Sommer (2,4), Markus A Möhlenbruch (1)*

Institute: (1) Abteilung für Neuroradiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, (2) Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, (3) Abteilung für Neuropathologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Klinische Kooperationseinheit Neuropathologie, Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung und Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, (4) Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Klinikum Stuttgart, Stuttgart

Zeitschrift: Journal of Neurointerventional Surgery 2018; 10(3): 268-274

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4939



Dokument 227Titel: Kombination von Elektrostimulation und Tissue Engineering zur Behandlung großer Knochendefekte in einem Rattenmodell
Hintergrund: Beim Bone Tissue Engineering werden Knochentransplantate nachgebildet, indem Zellen, Gerüst und Wachstumsfaktoren kombiniert werden. Es gilt als Alternative zur herkömmlichen Behandlung großer, nicht heilender Knochendefekte. Hier wird in vitro und an Ratten untersucht, ob die zusätzliche Elektrostimulation die Knochenbildung und den Heilungsprozess fördert. Die Elektrostimulation ist seit mehr als 40 Jahren eine Standardbehandlung bei Knochenbrüchen.
Tiere: 81 Ratten
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt (Projektnummer FU1030). Es werden parallel In-vitro-Versuche an mesenchymalen Stammzellen und an Ratten durchgeführt. Bei den Zellen handelt es sich um Rattenmesenchymstammzellen aus Fettgewebe, die von der Firma Cyagen (CA, USA) bezogen werden. Bei den Ratten handelt es sich um 81 neun Wochen alte männliche Sprague Dawley-Ratten von Charles River Labs Int., Deutschland. Unter Vollnarkose wird das rechte Hinterbein der Ratten rasiert, über dem Oberschenkelknochen wird ein 3 cm langer Hautschnitt durchgeführt und der Oberschenkelknochen freigelegt. Eine Fünf-Loch-Platte wird am Oberschenkelknochen mit vier Schrauben befestigt. Dann wird mit einer Drahtsäge ein 5 mm langes Stück Knochen unterhalb der Plattenmitte herausgesägt. In die Lücke wird ein Gerüst eingebracht. Die Ratten werden in drei Gruppen mit je 27 Tieren eingeteilt, die jeweils unterschiedlichen Behandlungen unterzogen werden: Die Versuchsgruppe erhält ein Gerüst, in das mesenchymale Stammzellen von Ratten eingebracht werden sowie Elektrostimulation, eine zweite Gruppe erhält das Gerüst und die Stammzellen, jedoch keine elektrische Stimulation und die dritte Gruppe (Kontrollgruppe) erhält nur das Gerüst.

Die Elektrostimulation erfolgt mit einem extra angepassten Gerät, bestehend aus einer Batterie und zwei Elektroden. Die Batterie (2 x 1 cm) wird unter die Rückenhaut des Tieres gepflanzt. Zwei Drähte führen von der Batterie unter der Haut entlang zum Knochenspalt. Bei den Tieren der Gruppe 2 wird nur ein Edelstahldraht in der Mitte des Knochendefekts fixiert. Die Wunde wird vernäht.

Eine Ratte in der Kontrollgruppe stirbt aufgrund von Komplikationen bei der Narkose. Bei drei Ratten (1 Tier in der Kontrollgruppe, 2 in der unbehandelten Gruppe) kommt es zu Infektionen im Bereich der Knochenlücke. Bei zwei Ratten der behandelten Gruppe lösen sich die Knochenfixationsplatten. Diese Tiere werden aus der Studie entfernt, wodurch sich die Anzahl der Tiere in dieser Gruppe auf 25 reduziert.

Eine oder 8 Wochen nach der Operation werden jeweils einige Ratten aus jeder Gruppe durch Ersticken mit Kohlendioxid-Inhalation getötet. Die Oberschenkel werden entfernt und untersucht. Es wird nicht genannt, wie viele Tiere jeweils zu welchem Zeitpunkt getötet werden, nur dass mindestens fünf Tiere pro Gruppe pro Analyse verwendet werden.

Die Arbeit wurde durch ein AO-Gründungsstipendium S-14-03H, die Friedrichsheim-Stiftung und den Chinese Scholarship Council unterstützt.

Bereich: Tissue Engineering, Knochenchirurgie, Orthopädie

Originaltitel: Combining electrical stimulation and tissue engineering to treat large bone defects in a rat model

Autoren: Liudmila Leppik (1), Han Zhihua (1), Sahba Mobini (1,2), Vishnu Thottakkattumana Parameswaran (1,3), Maria Eischen-Loges (1), Andrei Slavici (1,4), Judith Helbing (1,5) , Lukas Pindur (1,6), Karla MC Oliveira (1), Mit B. Bhavsar (1), Lukasz Hudak (1), Dirk Henrich (7), John H. Barker (1)*

Institute: (1) Frankfurt Initiative for Regenerative Medicine, Experimental Trauma & Orthopedic Surgery, Goethe-Universität Frankfurt, Friedrichsheim gGmbH, Haus 97B 10G, Marienburgstr. 10, 60528 Frankfurt am Main, (2) J. Crayton Pruitt Family Department of Biomedical Engineering, University of Florida, Gainesville, USA, (3) Labor für Experimentelle Orthopädie, Orthopädie, Universität Gießen, (4) Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim, Universitätsklinikum Frankfurt am Main, (5) Department of Plastic, Reconstructive and Hand Surgery, University Medical Center, Utrecht, Niederlande, (6) Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Frankfurt am Main gGmbH, Abteilung für Plastische, Hand- und Rekonstruktive Chirurgie, (7) Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universität Frankfurt am Main

Zeitschrift: Scientific Reports 2018; 8 (6307): doi:10.1038/s41598-018-24892-0

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4938



Dokument 228Titel: Lineare verteilte Quellenmodellierung lokaler Feldpotentiale, aufgenommen mit intrakortikalen Elektrodenfeldern
Hintergrund: Kartierung der Nervenaktivitäten im Gehirn eines Affen.
Tiere: 1 Affe (Rhesusaffe)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wird vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt (Genehmigungsnummer F149/05). Verwendet wird ein Rhesusaffe (Macaca mulatta) aus der Zucht der Health Protection Ageny, Salisbury, Großbritannien. Der Affe wird mit anderen Affen in einem Gruppengehege im Ernst Strüngmann Institut, Frankfurt a.M., gehalten, wo der Tierversuch auch stattfindet. Freien Zugang zu Futter und Wasser erhält der Affe nur an Tagen, an denen kein „Training“ oder Versuch stattfindet.

Dem Affen werden eine Kopfhalterung und eine Elektrodenplatte unter Narkose auf dem Schädel montiert bzw. implantiert. Verwendet werden sogenannte 64-Elektroden-Gitter (Utah), als Referenzelektrode dient ein kleines Kabel, das aus der Apparatur herausschaut. Der Affe erhält ein Schmerzmittel.

Bei den Versuchen werden dem Affen schwarze und weiße Balken auf einem Bildschirm gezeigt. Die Balken werden verschiedentlich variiert: Kontrast, Ausrichtung oder von einem Kreis umgeben. Der Kopf des Affen ist an dem Haltebolzen fixiert. Der Affe muss seinen Blick auf die Balken richten und darf ihn nicht wegbewegen. An den „Trainings“- und Versuchstagen erhält der Affe nur Flüssigkeit, wenn er eine Aufgabe „richtig“ erledigt. Währenddessen werden über die in das Gehirn eingelassenen Elektroden Messungen der Nervenaktivitäten durchgeführt. Nach einer Trainingsphase folgen die Versuche mit 535 Wiederholungen. Am Ende der Versuchsreihe werden die Implantate entfernt und der Affe wird am Leben gelassen und bleibt in der Tierversuchseinrichtung.

Finanziert wurde die Arbeit vom Europäischen Forschungsrat, dem Spanischen Forschungsprojekt PSI2013-42091-P, dem CONSOLIDER-INGENIO 2010 Programme, dem 7. Rahmenprogramm und dem Emmy Noether Programme der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Linear distributed source modeling of local field potentials recorded with intra-cortical electrode arrays

Autoren: Rikkert Hindriks (1)*, Joscha Schmiedt (2), Xerxes D. Arsiwalla (3), Alina Peter (2), Paul F. M. J. Verschure (3,5,6,7), Pascal Fries (2), Michael C. Schmid (2,4), Gustavo Deco (1,5)

Institute: (1) Center for Brain Cognition, Computational Neuroscience Group, Department of Information and Communication Technologies, University Pompeu Fabra, Barcelona, Spanien, (2) Ernst Strüngmann Institut (ESI) für Neurowissenschaften in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft, Deutschordenstraße 46, 60528 Frankfurt am Main, (3) Synthetic Perceptive Emotive and Cognitive Systems (SPECS) Lab, Center of Autonomous Systems and Neurorobotics, University Pompeu Fabra, Barcelona, Spanien, (4) Institute of Neuroscience, Newcastle University, Newcastle upon Tyne, Großbritannien, (5) Katalanisches Institut für Forschung und fortgeschrittene Studien (ICREA), Universität Pompeu Fabra (UPF), Barcelona, Spanien, (6) Institute for Bioengineering of Catalonia, Barcelona, Spanien, (7) Barcelona Institute of Science and Technology, Barcelona, Spanien

Zeitschrift: PLoS ONE 2017; 12(12): e0187490. org/10.1371/journal.pone.0187490

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4937



Dokument 229Titel: C-Fos-Markierung von identifizierten Mittelhirnneuronen, die nach Nikotinverabreichung in vivo koaktiv sind
Hintergrund: Es wird an Mäusen untersucht, wie sich chronischer Nikotinkonsum auf das Gehirn auswirkt, indem ihnen 7 Tage lang Nikotin oder Kokain als Spritze verabreicht werden.
Tiere: 20 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt (Referenznummer G-49/16). Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. Die Mäuse werden einzeln in Käfigen gehalten (Mäuse sind hochsoziale Rudeltiere). Den Tieren wird zunächst 5 Tage lang täglich eine Spritze mit Kontrolllösung verabreicht, um sie an die Spritze per se zu gewöhnen. Anschließend wird den Mäusen eine Einzeldosis Nikotin unter die Haut oder Kokain in die Bauchhöhle gespritzt, einige Tiere erhalten eine Kontrolllösung. Bei einigen Mäusen wird eine chronische Behandlung angeschlossen, bei der 7 Tage lang täglich Nikotin oder eine Kontrolllösung wie oben beschrieben injiziert werden. Die Spritzen werden den Tieren am Vormittag verabreicht, was der Schlafenszeit der nachtaktiven Mäuse entspricht. Basierend auf Literaturwerten und eigenen Erfahrungen der Forscher wird die Dosierung so gewählt, dass die Tiere aller Voraussicht nach Verhaltensänderung zeigen. Einige Mäuse werden 2 Stunden nach der letzten Injektion getötet, einige erst 24 Stunden nach der letzten Nikotin-Gabe, um einen Nikotin-Entzug zu simulieren. Die Tötung erfolgt, indem die Tiere betäubt werden und ihnen eine Lösung (Formalin) ins Herz eingeleitet wird, die der späteren mikroskopischen Untersuchung des Gehirns dient. Das Gehirn wird für weitere Untersuchungen entnommen und präpariert.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Suchtforschung, Tabakforschung, Neurobiochemie

Originaltitel: C-Fos-marking of identified midbrain neurons co-acitve after nicotine administration in vivo

Autoren: Katja Lingelbach (1), Arian Hach (1), Rick E. Bernardi (2), Rainer Spanagel (2), Hilmar Bading (1), Colin Peter Bengtson (1)*

Institute: (1) Neurobiologie, Interdisziplinäres Zentrum für Neurowissenschaften (IZN), Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 364, 69120 Heidelberg, (2) Institut für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät Mannheim/Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: Journal of Comparative Neurology 2018; 526(13): 2019-2031

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4936



Dokument 230Titel: Knochenmorphogenetische Proteine -7 und -2 bei der Behandlung von verzögerter Knochenbildung als Folge einer bakteriellen Knochenentzündung bei einem Rattenmodell
Hintergrund: An Ratten wird der Effekt bestimmter Wachstumsfaktoren auf die Knochenbildung untersucht, nachdem den Tieren die Knochen gebrochen und bakterielle Entzündungen künstlich ausgelöst werden. Die Wachstumsfaktoren werden bereits in klinischen Studien am Menschen mit offenen Knochenbrüchen eingesetzt.
Tiere: 72 Ratten
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt (Referenznummer 35–9185.81/ G-171/11). Die Ratten der Zuchtlinie Sprague Dawley stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. Den Tieren wird unter Anästhesie das rechte Hinterbein (Wadenbein und Schienbein) gebrochen. Dazu wird ein 600g schweres Gewicht auf das Bein fallen gelassen, so dass es standardisiert bricht. Am Knie wird ein kleiner Einschnitt, in die Haut gemacht und ein Loch wird von oben in das Wadenbein gebohrt. Durch dieses wird ein Titan-Draht in die Markhöhle getrieben, um den Knochen zu stabilisieren. Die Ratten werden in 4 Gruppen eingeteilt. Bei 3 Gruppen werden Eiterbakterien durch das Bohrloch in das Knochenmark gespritzt, die eine Knochenentzündung auslösen. Die vierte Gruppe bleibt ohne Bakterien. Nach der Operation erhalten die Ratten 3 Tage lang Schmerzmittel. Knochenentzündungen sind extrem schmerzhaft; klinische Symptome der Ratten werden in der Arbeit nicht beschrieben. Fünf Wochen später werden die Tiere an denselben Stellen erneut operiert. Der Draht wird entfernt, die entzündete Knochenmarkhöhle ausgespült und bei zwei Gruppen werden den Ratten nun Lösungen mit Wachstumsfaktoren injiziert; die dritte Gruppe erhält eine Kontrolllösung. Anschließend wird der Knochen mit einem neuen Draht versehen und die Wunde zugenäht. Drei Tiere sterben im Verlauf der Operationen und zwei weitere müssen wegen entzündeten Blutergüssen getötet werden. Fünf Wochen nach der zweiten Operation werden die überlebenden Tiere erstickt, indem sie in eine Box gesetzt werden, in die Kohlendioxid eingeleitet wird.

Die Arbeit wurde vom Universitätsklinikum Heidelberg finanziert.

Bereich: Chirurgie, Knochenchirurgie

Originaltitel: Bone morphogenetic proteins -7 and -2 in the treatment of delayed osseous union secondary to bacterial osteitis in a rat model

Autoren: Lars Helbig (1), Georg W. Omlor (1)*, Adriana Ivanova (1), Thorsten Guehring (2), Robert Sonntag (3), J. Philippe Kretzer (3), Susann Minkwitz (4), Britt Wildemann (4,5), Gerhard Schmidmaier (1)

Institute: (1) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg, Schlierbacher Landstraße 200a, 69118 Heidelberg, (2) Clinic for Trauma and Orthopaedic Surgery, BG Trauma Center Ludwigshafen an der Universität Heidelberg, Ludwigshafen, (3) Labor für Biomechanik und Implantatforschung, Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, (4) Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Berlin, (5) Experimentelle Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Jena, Jena

Zeitschrift: BMC Musculoskeletal Disorders 2018; 19: 261, doi:10.1186/s12891-018-2203-7

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4935



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