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Datenbank Tierversuche

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Dokument 821Titel: Exofokale dopaminerge Degeneration als antidepressives Target bei einem Maus-Modell der Depression nach einem Schlaganfall
Hintergrund: Erforschung der Depression nach einem Schlaganfall.
Tiere: 74 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Es werden männliche Mäuse der Zuchtlinie 129/SV verwendet. Bei den Tieren wird zunächst ein Schlaganfall ausgelöst, indem unter Narkose ein Faden in die rechte oder linke Halsarterie geschoben wird. Der Faden wird bis in die rechte bzw. linke mittlere Hirnarterie vorgeschoben. Das Blutgefäß ist so dünn, dass es durch den Faden vollständig verstopft wird. Das Hirngewebe dahinter wird nicht mehr durchblutet. Nach 30 Minuten wird der Faden wieder herausgezogen und das Blut fließt wieder in das Hirngewebe. Ab dem 7. Tag nach dem künstlich ausgelösten Schlaganfall erhalten die Mäuse jeden Tag ein Medikament (Antidepressivum) durch Injektion in die Bauchhöhle verabreicht. Eine Gruppe von Mäusen erhält eine wirkungslose Substanz. Weitere 7 Tage später erfolgen verschieden Verhaltenstests:

1. Erhöhter Plus-Irrgarten: Eine Maus wird in die Mitte eines plusförmigen Irrgartens gesetzt. Zwei Arme sind oben und an den Seiten geschlossen und zwei Arme sind offen, d.h. für die Maus Angst einflößend. Es wird registriert, wie viel Zeit die Maus in den offenen oder geschlossenen Armen verbringt, um so auf das Angstverhalten zu schließen.

2. Porsolt-Schwimmtest: Eine Maus wird in ein rundes Wasserbassin mit glatten Wänden gesetzt. Es wird die Zeit gemessen, bis sie nicht mehr schwimmt. Dies wird als Aufgabe, bzw. Depression gewertet.

3. Sukrose-Test: Einer Maus wird 24 Stunden lang eine Zuckerlösung angeboten. Mäuse, die wenig trinken gelten als anhedonisch, d.h. sie können keine Freude empfinden. 4. Eine Maus muss 48 Stunden lang hungern. Dann wird sie auf eine hell erleuchtete Plattform gesetzt. In der Mitte befindet sich Futter. So soll getestet werden, ob der Hunger stärker ist als die Angst sich in die hell erleuchtete Mitte des Feldes zu begeben.

Anschließend werden alle Mäuse auf nicht genannte Weise getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Sonderforschungsbereich TR 43 und Cluster of Excellence 257, VolkswagenStiftung, Bundesministerium für Bildung und Forschung, 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union.

Bereich: Schlaganfallforschung, Psychiatrie

Originaltitel: Exofocal dopaminergic degeneration as antidepressant target in mouse model of poststroke depression

Autoren: Golo Kronenberg (1,1,5,6), Mustafa Balkaya (1,2), Vincent Prinz (1,2), Karen Gertz (1,2), Shengbo Ji (1,2), Imke Kirste (5), Isabelle Heuser (5), Björn Kampmann (3), Julian Hellmann-Regen (5), Peter Gass (7), Reinhard Sohr (3), Rainer Hellweg (4), Christian Waeber (8), Georg Juckel (9), Heide Hörtnagl (3), Ralf Stumm (10), Matthias Endres (1,2)*

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Neurologie, Charite-Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte, Chariteplatz 1, 10117 Berlin, (2) Center for Stroke Research, Charite-Universitätsmedizin Berlin, (3) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Charite-Universitätsmedizin Berlin, (4) Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charite-Universitätsmedizin Berlin, (5) Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie, Charite-Universitätsmedizin Berlin, (6) Clinical Research Center, Max-Delbrück Center und Charite Medizinische Fakultät Berlin, (7) Verhaltensbiologie, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, Mannheim, (8) Stroke and Neurovascular Regulation Laboratory, Department of Radiology, Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Charlestown, Massachusetts, USA, (9) Klinik für Psychiatrie, Ruhr-Universität Bochum, Bochum, (10), Center for Behavioral Brain Sciences, Forschungsgruppe für Molekulare und systemische Neuropharmakologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg

Zeitschrift: Biological Psychiatry 2012, 72(4), 273-281

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4336



Dokument 822Titel: Beurteilung der Entstehung der Schäden bei einem neuen Tiermodell für Multiple Sklerose mittels multiparametrischer tomographischer Verfahren (MRI und DTI)
Hintergrund: Es gibt verschiedene "Tiermodelle" für die Multiple-Sklerose, die aber jeweils nur einige Symptome der menschlichen MS widerspiegeln. In dieser Arbeit werden zwei Modelle kombiniert, um die entstandenen Schäden an den Nerven mittels bildgebender Verfahren zu untersuchen.
Tiere: 31 Mäuse
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Bei den Mäusen werden auf unterschiedliche Weise Symptome der Multiplen Sklerose hervorgerufen. 26 Mäuse erhalten 4 Wochen lang eine giftige Kupferverbindung (Cuprizone) in das Futter gemischt. Dadurch löst sich die Hülle (Markscheide) um die Nerven auf. 13 Mäuse erhalten zusätzlich in Abständen zweimal ein Protein in die Bauchhöhle injiziert und anschließend 3-mal das Gift von Keuchhustenbakterien (Pertussistoxin). Dadurch wird eine Reaktion des Körpers ausgelöst, bei dem die körpereigene Abwehr die eigenen Nervenzellen angreift. Es kommt zu einer massiven Entzündung des Nervensystems vor allem im Rückenmark. Fünf Mäuse dienen als Kontrolle. Bei ihnen werden keine Symptome ausgelöst. 34 Tage nach Beginn der Giftfütterung werden alle Mäuse narkotisiert und mittels zweier bildgebender Verfahren (Magnetresonanz-Tomographie und Diffusions-Tensor-Bildgebung) untersucht. Anschließend werden die Tiere durch ein Betäubungsmittel getötet, um die Nervenstrukturen gewebekundlich zu untersuchen.

Bereich: Multiple-Sklerose-Forschung, Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Assessment of lesion pathology in a new animal model of MS by multiparametric MRI and DTI

Autoren: Susann Boretius (1,3)*, Angelika Escher (2), Tobias Dallenga (2), Claudia Wrzos (2), Roland Tammer (1,3), Wolfgang Brück (2,3), Stefan Nessler (2), Jens Frahm (1,3), Christine Stadelmann (2,3)

Institute: (1) Biomedizinische NMR Forschungs GmbH am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Am Faßberg 11, 37077 Göttingen, (2) Institut für Neuropathologie, Universitätsklinikum, Georg-August-Universität, 37099 Göttingen, (3) DFG Zentrum für Molekulare Physiologie des Gehirns, 37073 Göttingen

Zeitschrift: Neuroimage 2012: 59(3), 2678-2688

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4335



Dokument 823Titel: Lebertransplantation mesenchymaler Stammzellen in Nagetiermodellen
Hintergrund: Der Artikel ist eine Beschreibung für die Vorgehensweise bei der Transplantation von menschlichen Stammzellen auf Ratten und Mäuse.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Mäuse, Ratten)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Der Artikel ist eine Beschreibung für die Vorgehensweise bei der Transplantation von menschlichen Stammzellen auf Ratten und Mäuse. Es geht daraus auch hervor, dass Versuche dieser Art auch von den Autoren durchgeführt wurden.

Es werden Ratten verwendet, denen durch Genmanipulation das Gen für ein bestimmtes Protein fehlt. Die Tiere werden in der Zuchtanlage der Universität Halle-Wittenberg gezüchtet. Bei den Mäusen handelt es sich um gentechnisch veränderte Tiere mit einem verminderten Immunsystem, wodurch körperfremde Zellen nicht abgestoßen werden. Bei Ratten und Mäusen werden drei Tage vor der Transplantation Substanzen verabreicht (bei Ratten durch Injektion in die Bauchhöhle, bei Mäusen über das Trinkwasser), die die Regenerationsfähigkeit der Leber vorübergehend hemmen. Menschliche adulte Stammzellen, die aus dem Knochenmark von freiwilligen Spendern gewonnen werden, werden in vitro (im Reagenzglas) vorbereitet. Bei den Mäusen wird unter Narkose der Bauch aufgeschnitten. Ein Drittel der Leber wird abgeschnürt und abgeschnitten. Der Bauch wird wieder zugenäht. Nun werden die Tiere auf die Seite gelegt, um die Bauchwand unterhalb der Rippen aufzuschneiden. Die menschlichen Stammzellen werden in die Milz injiziert. Die seitliche Bauchwand wird wieder verschlossen. Bei den Ratten wird auf die gleiche Weise ein Drittel der Leber abgeschnitten. Bei diesen Tieren werden die Stammzellen in die Pfortader injiziert. Zu einem nicht genannten, späteren Zeitpunkt werden sowohl Ratten als auch Mäuse getötet, um in der Leber zu untersuchen, ob die dorthin geschwemmten Stammzellen angewachsen sind.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Stammzellforschung

Originaltitel: Hepatic transplantation of mesenchymal stem cells in rodent animal models

Autoren: Bruno Christ, Sandra Brückner, Peggy Stock (federführender Autor nicht genannt)

Institute: Medizin I, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale (ohne Adresse)

Zeitschrift: Methods in Molecular Biology 2011, 698, 315-330, DOI 10.1007/978-1-60761-999-4_24

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4334



Dokument 824Titel: Ein Typ-1-Pferdeherpesvirus (EHV-1), das VP2 und VP5 des Blauzungenvirus, Serotyp 8 (BTV-8) exprimiert, ruft einen Schutz bei einem Mäuseinfektionsmodell hervor
Hintergrund: Test eines Impfstoffs gegen die Blauzungenkrankheit.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: In einem ersten Versuch werden Gruppen von Mäusen mit einem neu entwickelten oder einem herkömmlichen Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit, die bei Schafen und anderen Wiederkäuern eine Rolle spielt, geimpft. Die Tiere erhalten die Impfstoffe entweder in die Nase gesprüht oder unter die Haut injiziert. Eine zweite Impfung erfolgt 20 Tage später. Zu bestimmten Zeitpunkten (14, 21, 28 und 35 Tage nach der ersten Impfung) werden den Tieren auf nicht genannte Weise Blutproben entnommen.

Für den zweiten Versuch werden gentechnisch veränderte Mäuse verwendet, die besonders anfällig für Viruserkrankungen sind. Gruppen dieser Mäuse erhalten einen von drei verschiedenen Impfstoffen. Kontrollgruppen erhalten statt des Impfstoffes, eine wirkungslose Substanz injiziert. Dann werden die Mäuse mit dem Blauzungenvirus infiziert. Die ungeimpften Kontrolltiere leider unter massivem Gewichtsverlust und sterben alle innerhalb von sechs Tagen. Mäuse der Gruppen, die einen bestimmten Impfstoff erhalten haben, sterben ebenfalls innerhalb von sieben Tagen. Mäuse mit einem Gewichtsverlust von über 20% werden durch Genickbruch getötet. Die meisten geimpften Tiere zeigen einige Symptome, wie gesträubtes Fell und leichten Gewichtsverlust (5%), erholen sich aber wieder. Vierzehn Tage nach der Virusinjektion werden die überlebenden Mäuse auf nicht genannte Weise getötet, um die Milzen zu untersuchen.

Bereich: Impfstoffforschung, Tierseuchenbekämpfung

Originaltitel: An equine herpesvirus type 1 (EHV-1) expressing VP2 and VP5 of serotype 8 bluetongue virus (BTV-8) induces protection in a murine infection model

Autoren: Guanggang Ma (1), Michael Eschbaumer (2), Abdelrahman Said (1), Bernd Hoffmann (2), Martin Beer (2), Nikolaus Osterrieder (1)*

Institute: (1) Institut für Virologie, Freie Universität Berlin, Berlin, (2) Institut für Virusdiagnostik, Friedrich-Löffler-Institut, Greifswald-Insel Riems

Zeitschrift: PLoS One 2012: 7(4), e34425

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4333



Dokument 825Titel: Isolierung und Charakterisierung eines Fragments eines human-ähnlichen Antikörpers (scFv), der VEEV in vitro und in vivo inaktiviert
Hintergrund: Test eines Antiserums gegen ein Virus, das potentiell als biologische Waffe eingesetzt werden kann.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(1 Langschwanzmakake, unbekannte Anzahl Mäuse)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche fanden unter deutscher Federführung in Frankreich (Affe) und Großbritannien (Mäuse) statt. Durchgeführt wurden die Experimente durch: Birgit Hülseweh, Thorsten Rülker, Luzie Voß, Lyn M. O’Brien und Claudia Langermann, also drei Personen aus dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologie (WIS) – ABC-Schutz, Munster.

Die Affen werden einzeln in Käfigen gehalten, wobei sechs Käfige in einem Raum stehen. Jeder Käfig ist mit einem Ast ausgestattet. Für diese Studie wird ein Affe verwendet. Er wird mit einem Pferdeimpfstoff geimpft. Dann erhält eine Injektion mit abgetöteten Viren (Venezuelanische Pferde-Enzephalomyelitis-Virus VEEV). Das Virus kann auf den Menschen übertragen werden und wird klassifiziert als biologischer Kampfstoff und für den Terrorismus potentiell geeignet. Der Affe erhält innerhalb von 350 Tagen 5 weitere Injektionen. Die Viren werden vermischt mit einer reizenden Substanz (Freunds Adjuvanz) zur Verstärkung der Immunabwehr verabreicht. Das Immunsystem des Affen entwickelt Antikörper gegen das Virus. Dem Tier wird Gewebe aus dem Knochenmark entnommen. Eine Tötung des Tieres wird nicht erwähnt. Aus den Blutzellen des Knochenmarks des Affen werden Antikörper isoliert, die in Zellkulturen weiter verarbeitet werden.

Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Großbritannien. Einigen Mäusen werden die VEE-Viren in die Bauchhöhle injiziert. Innerhalb der nächsten 25 Tage werden 7 Blutproben aus der Schwanzvene genommen. Anderen Mäusen werden die Viren mit einem Luftzerstäuber in die Nase gesprüht. Es wird eine Menge Virus gewählt, die in früheren Experimenten zu einer 100%igen Todesrate geführt hat. Zu verschiedenen Zeitpunkten (6 Stunden oder bis zu 6 Tage später) erhalten Gruppen von Mäusen die zuvor produzierten Antikörper in die Bauchhöhle injiziert. Kontrollgruppen erhalten keine Antikörper. Die klinischen Symptome werden täglich beobachtet. Je später die Verabreichung der Antikörper erfolgt, desto schwerer sind die Symptome und desto mehr Mäuse sterben. Die Tiere sitzen gekrümmt mit gesträubtem Fell und die Beine werden gelähmt. Bei schweren Symptome werden die Tiere "aus Tierschutzgründen" getötet, bevor sie von alleine sterben. In manchen Gruppen sterben 100% der Mäuse.

Bereich: Militärforschung, Impfstoffforschung

Originaltitel: Isolation and characterisation of a human-like antibody fragment (scFv) that inactivates VEEV in vitro and in vivo

Autoren: Thorsten Rülker (2), Luzie Voß (1), Philippe Thullier (3), Lyn M. O’Brien (4), Thibaut Pelat (3), Stuart D. Perkins (4), Claudia Langermann (1), Thomas Schirrmann (2), Hans-Jürgen Marshall (1), Michael Hust (2), Birgit Hülseweh (1)*

Institute: (1) Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologie (WIS) – ABC-Schutz, 29633 Munster, (2) Technische Universität Braunschweig, Institut für Biochemie und Biotechnologie, Braunschweig, (3), Centre de Recherché: du Service de Sante des Armees (CRSSA-IRBA), La Tronche, Frankreich, (4) Defence Science and Technology Laboratory, Biomedical Sciences Department, Porton Down, Salisbury, Wiltshire, Großbritannien

Zeitschrift: PLoS One 2012: 7 (5), e37242

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4332



Dokument 826Titel: Erhaltene Morphologie und Physiologie der erregenden Synapsen bei Mäusen mit einem Mangel an Profilin1
Hintergrund: Untersuchung der Funktion eines bestimmten Proteins in der Nervenzelle.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz genehmigt. Es werden transgene Mäuse, sogenannte Knockout-Mäuse "hergestellt". Diesen Tieren fehlt das Gen für ein bestimmtes Regulationsprotein in Nervenzellen. Die Mäuse werden auf nicht genannte Weise getötet, um ihr Hirngewebe zu untersuchen.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Preserved morphology and physiology of excitatory synapses in profilin1-deficient mice

Autoren: Andreas Görlich (1), Anika-Maria Zimmermann (1), Doreen Schober (1), Ralph T. Böttcher (2), Marco Sassoe-Pognetto (3), Eckhard Friauf (4), Walter Witke (5,6), Marco B. Rust (1,5)*

Institute: (1) Neurobiologie/Neurophysiologie-Gruppe, Universität Kaiserslautern, Kaiserslautern (ohne Adresse), (2) Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried, (3) Department of Anatomy, Pharmacology and Forensic Medicine and National Institute of Neuroscience Italy, University of Turin, Turin, Italien, (4) Tierphysiologie-Gruppe, Universität Kaiserslautern, Kaiserslautern, (5) Mouse Biology Unit, European Molecular Laboratory, Monterotondo, Italien, (6) Institut für Genetik, Universität Bonn, Bonn

Zeitschrift: PLoS ONE 2012: 7(1), e30068

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4331



Dokument 827Titel: Analyse der Übereinstimmung von Untersuchungsergebnissen mittels Optischer Kohärenztomografie mit Ergebnissen aus klinischen und Gewebeuntersuchungen anhand einer künstlich induzierten Augenkrankheit, der Experimentellen Autoimmunen Uveoretinitis
Hintergrund: Die Qualität eines schon bei menschlichen Patienten etablierten Verfahrens zur Augenuntersuchung, der optischen Kohärenztomografie, zur Beurteilung der Krankheitsstadien der experimentellen autoimmunen Uveoretinitis bei Ratten, soll ermittelt werden.
Tiere: 16 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die weiblichen Braunen Norweger-Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Die Versuchsreihe wurde von den Behörden der Stadt Braunschweig genehmigt und fand daher offensichtlich in Göttingen statt.

Am Tag 1 des Experiments werden die Ratten durch Inhalation von Diethylether narkotisiert. Dann bekommen 8 Ratten ein Protein (IRBP) in die Haut am Schwanzansatz injiziert, das eine Immunreaktion im Auge auslöst. Zur Verstärkung der Immunreaktion wird das Protein mit einer reizenden Substanz (Freunds Adjuvanz) und Tuberkulosebakterien vermischt. Zusätzlich wird ihnen Keuchhustenbakteriengift in die Bauchhöhle gespritzt. Weitere 8 Ratten bilden die Kontrollgruppe. Diese bekommen nur die Verstärkersubstanzen ohne das Protein.

Nun werden die Tiere jeden Tag unter Betäubung untersucht. Sie werden gewogen und ihre Augen werden erst mikroskopisch und dann mit einem bildgebenden Verfahren für Augen (optische Kohärenztomografie) untersucht.

Die Injektion des Proteins bewirkt, dass die körpereigene Abwehr das eigene Gewebe in den Augen angreift und zerstört. Diese sogenannte Experimentelle Autoimmun-Uveoretinitis (EAU) ist eine künstliche an Ratten induzierte Augenkrankheit und soll als "Modell" für die beim Menschen auftretende Autoimmune Uveitis sein. Diese Krankheit führt zu einer Entzündung verschiedener Augenbereiche und kann bis zur Erblindung führen. Die Tiere aus der Versuchsgruppe durchlaufen nun die verschiedenen Stadien der Krankheit, wobei sich der Zustand der Augen immer weiter bis zum Endstadium verschlimmert. Ab Tag 8 nach der Injektion zeigen sich geschwollene Blutgefäße in den Augen, später kommen blutige Absonderungen in der Augenkammer hinzu, die Pupille verformt sich, die Iris verkümmert und die Netzhaut löst sich ab.

Am Tag 20 werden alle Tiere durch Inhalation von Kohlendioxyd getötet. Die Augen werden entnommen, um das Augengewebe zu untersuchen.

Studie wurde durch die gemeinnützige Hertie-Stiftung gefördert (grant No. 1.01.1/02/007) sowie durch das serbische Wissenschaftsministerium (grant No. III41007).

Bereich: Augenkrankheiten

Originaltitel: Correlation of optical coherence tomography with clinical and histopathological findings in experimental autoimmune uveoretinitis

Autoren: Ivana Gadjanski (1,2,3) , Sarah K. Williams (4)*, Katharina Hein (1), Muriel B. Sättler (1), Mathias Bähr (1), Ricarda Diem (4)

Institute: (1) Abteilung für Neurologie, Georg-August Universität, Robert-Koch Str. 40, 37075 Göttingen, (2) Department of Biochemistry and Medicine, State University Novi Pazar, Novi Par, Serbien, (3) Research and Development Center for Bioengeneering, Kragujevac, Serbien, (4) Abteilung für Neurologie, Universität des Saarlandes, Kirrberger Straße, 66421 Homburg/Saar

Zeitschrift: Experimental Eye Research 2011: 93; 82-90

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4330



Dokument 828Titel: Untersuchung der Rolle von CD38 und funktional verwandten molekularen Risikofaktoren anhand eines CLL (Chronisch-lymphatische Leukämie) NOD/SCID-Xenograftmodells
Hintergrund: Untersuchung der Eignung von genmanipulierten Mäusen als "Modell" für die Chronisch-Lymphatische Leukämie des Menschen.
Tiere: 253 Mäuse (ca.)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse verwendet, die durch Genmanipulation ein geschwächtes Immunsystem haben und dadurch transplantierte körperfremde Zellen nicht abstoßen. Die Tiere werden mit einer fast tödlichen Dosis radioaktiv bestrahlt, um das Immunsystem noch weiter zu schwächen. 30-60 Minuten später werden den Mäusen Blutproben von 73 Patienten mit Chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) in die Schwanzvene injiziert. Ein Teil der Mäuse wird nach 24 Stunden durch Genickbruch getötet, um die Kurzzeit-Ablagerung von Krebszellen im Knochenmark und der Milz mit gentechnischen und histologischen Methoden zu messen. Die restlichen Tiere werden nach 4 Wochen getötet. Es wird die Krebszellenkonzentration und Ausprägung analysiert.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Jose Carreras Leukämie-Stiftung gefördert.

Bereich: Blutkrebsforschung

Originaltitel: Investigating the role of CD38 and functionally related molecular risk factors in the CLL NOD/SCID xenograft model

Autoren: Semra Aydin (1,2), Florian Grabellus (3), Lewin Eisele (1), Michael Möllman (1), Maher Hanoun (1), Peter Ebeling (4), Thomas Moritz (5), Alexander Carpinteiro (1), Holger Nückel (1), Ali Sak (6), Joachim R. Göthert (1), Ulrich Dührsen (1), Jan Dürig (1)*

Institute: (1) Abteilung für Hämatologie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45122 Essen, (2) PhD Course on Advanced Techniques in Tumor Localization, University of Turin, Turin, Italien, (3) Institut für Pathologie und Neuropathologie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, (4) Klinik für Innere Medizin (Tumorforschung) Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, (5) REBIRTH Research Group Reprogramming, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (6) Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen

Zeitschrift: European Journal of Haematology 2011: 87, 10–19

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4329



Dokument 829Titel: Tumoranreicherung von NIR-fluoreszierenden PEG-PLA-Nanopartikeln: Einfluss der Partikelgröße und des Modells für eine Transplantation von menschlichen Krebszellen
Hintergrund: Untersuchungen zur Anreicherung von Nanopartikeln in Tumorgewebe.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde in Sachsen-Anhalt genehmigt. Die Nacktmäuse mit geschwächtem Immunsystem stammen von der Versuchstierzucht Janviers, Le Genest Saint Isle, Frankreich. Gruppen von Mäusen werden zwei verschiedene Arten menschlicher Krebszellen (Dickdarmkarzinom und Eierstockkarzinom) unter die Haut in beide Flanken injiziert. Die Krebszellen sind genmanipuliert, so dass sie fluoreszieren, was mit einem speziellen Bild gebenden Verfahren sichtbar gemacht werden kann. Wenn die sich entwickelnden Tumoren eine Größe von 2 Kubikzentimeter erreicht haben, werden den Tieren rot gefärbte Nanopartikel in die Schwanzvene injiziert. Die Mäuse werden hierfür nicht betäubt. Es werden je nach Gruppe Nanopartikel in drei verschiedenen Größen verwendet. Für die folgenden Imaging-Techniken werden die Mäuse narkotisiert. Der Weg der Nanopartikel wird 24 Stunden lang verfolgt, wobei unklar ist, ob die Mäuse die ganze Zeit über betäubt sind oder ob die Aufnahmen in Stufen erfolgen. Nach 24 und 48 Stunden werden jeweils einige Mäuse je Gruppe durch Vergasung mit Kohlendioxid getötet, um das Tumorgewebe feingeblich zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Land Sachsen-Anhalt unterstützt.

Bereich: Nanomedizin, Krebsforschung

Originaltitel: Tumor accumulation of NIR fluorescent PEG-PLA nanoparticles: Impact of particle size and human xenograft tumor model

Autoren: Andreas Schädlich (1), Henrike Caysa (1,2), Thomas Müller (2), Frederike Tenambergen (1), Cornelia Rose (3), Achim Göpferisch (3), Judith Kuntsche (1), Karsten Mäder (1)*

Institute: (1) Abteilung für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazeutik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Wolfgang-Langenbeck-Str. 4, 06120 Halle/Saale, (2) Innere Medizin IV, Onkologie/Hämatologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale, (3) Abteilung für Pharmazeutische Technologie, Universität Regensburg, Regensburg

Zeitschrift: SCS Nano 2011: 5 (11), 8710-8720

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4328



Dokument 830Titel: Eine Methionin-Cholin-Mangelernährung ruft eine nicht-alkohol-bedingte Fettleberentzündung (NASH) hervor bei Mäusen mit geschwächtem Immunsystem als Modell für eine Leberzelltransplantation
Hintergrund: Entwicklung eines "Modells" für die bei übergewichtigen Menschen vorkommende Fettleber.
Tiere: 84 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden durch die Genehmigungsbehörde in Halle genehmigt. Es werden Mäuse aus der Versuchstierzucht Taconic, Ejby, Dänemark, verwendet, die durch Genmanipulation ein geschwächtes Immunsystem aufweisen. Den Tieren wird je nach Gruppe 3-5 Wochen lang eine spezielle Diät gefüttert, bei der bestimmte Nährstoffe fehlen. Als Folge verlieren die Mäuse 33-42 % ihres Gewichts. Es entwickelt sich eine Fettleber mit schweren Schäden der Leberzellen. Bei Mäusen, die nach einigen Wochen Mangeldiät wieder normal gefüttert werden, kann die Leberzerstörung rückgängig gemacht werden. Einige Mäuse erhalten eine Behandlung mit menschlichen leber-ähnlichen Stammzellen. Diese Zellen werden den Tieren in die Milz injiziert, von wo sie über den Blutkreislauf in die Leber transportiert werden. Die Mangelernährung wird weitere zwei Wochen nach Beginn der Therapie aufrecht erhalten. Die Mäuse werden unter Narkose durch Genickbruch getötet, um die Lebern zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Leberforschung, Transplantationsmedizin

Originaltitel: A methionine-choline-deficient diet elicits NASH in the immunodeficient mouse featuring a model for hepatic cell transplantation

Autoren: Sandra Pelz (1), Peggy Stock (1), Sandra Brückner (1), Bruno Christ (2)*

Institute: (1) Medizinische Klinik I, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Heinrich-Damerow-Str. 1, 06120 Halle/Saale, (2) Abteilung für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Labor für Angewandte Molekulare Hepatologie, Universitätsklinikum Leipzig, Liebigstr. 21, 04103 Leipzig

Zeitschrift: Experimental Cell Research 2012: 318, 276-287

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4327



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