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Datenbank Tierversuche

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Dokument 921Titel: Simvastatin verbessert das Überleben von Augennetzhautganglionzellen und das räumliche Sehvermögen bei Mäusen nach einer akuten Mangel- und Wiederdurchblutung
Hintergrund: Auswirkung einer Augennetzhautschädigung auf das Sehvermögen und die Hirnaktivitäten bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Bei den Mäusen wird unter Narkose eine Kanüle (Hohlnadel) in das rechte Auge gestochen. Die Kanüle ist über einen Schlauch mit einem Behälter mit Kochsalzlösung verbunden. Der Behälter wird hochgehalten, so dass der Augendruck erhöht wird. Dieser erhöhte Druck wird je nach Gruppe der Tiere 15, 30, oder 60 Minuten aufrechterhalten. Durch den Druck wird die Netzhaut für diesen Zeitraum nicht durchblutet und dadurch geschädigt. Dann wird die Kanüle entfernt und die Mäuse erwachen aus der Narkose. In das linke Auge wird eine Kanüle gestochen, ohne dass der Augendruck erhöht wird. In der Folgezeit werden verschiedene Experimente mit den Mäusen durchgeführt.

In einem Käfig frei herumlaufenden Mäusen werden auf einem Bildschirm driftende Sinuskurven gezeigt. Die Mäuse folgen den Kurven mit entsprechenden Kopfbewegungen. Will man das rechte Auge testen, laufen die Kurven nach rechts, beim Test für das linke Auge nach links. Bewegt die Maus ihren Kopf nicht parallel zu den Kurven, wird das als mangelndes Sehvermögen interpretiert. Dieser Test wird 1, 3, 6, 9, 12, 15 und 18 Tage nach Schädigung der Netzhaut wiederholt. Bei erhöhtem Augendruck von 60 Minuten sind die Mäuse auf einem Auge blind.

Bei einigen Mäusen wird die Hirnaktivität untersucht. Dazu werden die Mäuse betäubt. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Halteapparat eingespannt. Der Schädelknochen wird nicht geöffnet. Der Schädel wird mit speziellem Licht erleuchtet und mit einer speziellen Kamera gefilmt. So kann die Durchblutung in einzelnen Hirnarealen beurteilt werden. Den Tieren werden dabei verschiedene Muster auf einem Bildschirm vor den Augen gezeigt.

Einige Mäuse erhalten kurz nach der Netzhautschädigung vier Tage lang täglich ein Medikament in die Bauchhöhle injiziert. Sechs und 18 Tage nach der Netzhautschädigung werden einige Mäuse getötet, um die Augen gewebekundlich zu untersuchen.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Simvastatin improves retinal ganglion cell survival and spatial vision after acute retinal ischemia/reperfusion in mice

Autoren: Katja Krempler (1), Christian W. Schmeer (2), Stefan Isenmann (3), Otto W. Witte (2), Siegrid Löwel (1,4)*

Institute: (1) Institut für Allgemeine Zoologie und Tierphysiologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, (2) Hans Berger Klinik für Neurologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, (3) Klinik für Neurologie, Helios Klinikum Wuppertal und Universität Witten/Herdecke, (4) Bernstein Focus Neurotechnology (BFNT) und Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen

Zeitschrift: Investigative Ophthalmology and Visual Science 2011: 52, 2606-2618

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4297



Dokument 922Titel: Entwicklung einer chirurgischen Technik zur Implantation eines drahtlosen Netzhautimplantats bei Göttinger Minischweinen
Hintergrund: Chirurgische Technik zur Implantation eines Netzhautimplantats im Auge.
Tiere: 16 Schweine (Göttinger Minipigs)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Minipigs stammen aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dänemark. Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Düsseldorf genehmigt. Die Tiere werden unter Narkose am rechten Auge operiert. In die Lederhaut wird ein Schnitt gemacht, durch den ein Implantat in das Auge eingebracht wird. Das Gerät besteht aus einer kleinen Platte mit zahlreichen Elektroden, die an der Netzhaut befestigt wird. Von dort führt ein Kabel zu einem Empfänger-Chip, der hinter der Iris angebracht wird. Das Gerät funktioniert drahtlos. Es wird hier allerdings nicht die Funktion, sondern nur die chirurgische Technik getestet. Nach 3 und 12 Wochen werden jeweils 8 Schweine auf nicht genannte Weise getötet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Development of surgical technique for implantation of a wireless intraocular epiretinal retina implant in Göttingen minipigs

Autoren: Thomas Laube (1)*, Claudia Brockmann (1), Gernot Roessler (2), Peter Walter (2), Christine Krueger (3), Michael Goertz (4), Susanne Klauke (5), Norbert Bernfeld (1)

Institute: (1) Zentrum für Augenheilkunde, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45147 Essen, (2) Augenklinik, RWTH Aachen, Aachen, (3) Zentrales Tierlabor, Universität Duisburg-Essen, Essen, (4) Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme, Duisburg, (5) Institut für Physik, Neurophysik, Philipps-Universität Marburg, Marburg

Zeitschrift: Graefe’s Archive for Clinical and Experimental Ophthalmology 2012: 250 (1), 51-59

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4296



Dokument 923Titel: Ultraschall-Erkennung von flatternden echten Zielen durch frei fliegende Fledermäuse
Hintergrund: Zur Frage wie Fledermäuse flatternde Ziele per Ultraschall erkennen.
Tiere: 3 Fledermäse (Blütenfledermäuse (Glossophaga soricina))
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden drei männliche Blütenfledermäuse verwendet, eine in Südamerika beheimatete Art. Die Herkunft der Tiere, z.B., ob es sich um Zuchttiere handelt, wird nicht erwähnt. Die Autoren geben an, dass es sich um nicht-invasive Versuche handelt, die keiner behördlichen Genehmigung bedürfen! Eine Erlaubnis zur Haltung der genannten Fledermausart liegt für das Institut vor.

Die drei Fledermäuse werden mit Hilfe von Belohnungen in Form von Zucker oder Nektarlösung trainiert. In einem Raum sind drei Futterplätze eingerichtet: ein Startplatz und zwei Plätze vor zwei Lautsprechern. Jeweils ein Lautsprecher wird durch einen 10 Hz Ton zum Vibrieren gebracht. Die Fledermaus muss zunächst zum Startplatz fliegen und dann zu dem vibrierenden Lautsprecher. Macht sie es richtig, gibt es eine Belohnung. Die Versuche werden jeden Tag über mehrere Wochen durchgeführt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Verhaltenskunde, Zoologie

Originaltitel: Sonar detection of jittering real targets in a free-flying bat

Autoren: Holger R. Goerlitz*, Cornelia Gebert, Lutz Wiegrebe

Institute: Department Biologie II, Neurobiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, Großhadernstr. 2, 82152 München

Zeitschrift: Journal of the Acoustic Society of America 2010: 128 (3), 1467-1475

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4295



Dokument 924Titel: Beurteilung der Follikelentwicklung von kältekonserviertem Eierstockgewebe von Affen nach Xenotransplantation: Präpubertäre Gewebe sind bei der Wahl des Kältekonservierungsmittels weniger empfindlich
Hintergrund: Um jugendlichen Krebspatientinnen, die ihre Fruchtbarkeit verlieren, später einen Kinderwunsch ermöglichen zu können, soll in dieser Studie die Option untersucht werden, Eierstockgewebe einzufrieren und zu transplantieren.
Tiere: 14 Tiere verschiedener Arten (6 Weißbüscheläffchen, 8 Nacktmäuse)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Weißbüscheläffchen stammen aus der institutseigenen Zucht, wobei nicht erwähnt wird, um welches Institut es sich handelt. Drei der Affen sind 2-3 Jahre, drei Tiere 6-20 Wochen alt. Die gentechnisch veränderten Nacktmäuse werden von Charles River Laboratories, Sulzfeld, bezogen. Die Tiere weisen ein stark vermindertes Immunsystem auf und stoßen daher Fremdgewebe nicht ab. Die Mäuse werden in der "Tierhaltungsanlage der Universität" gehalten, wobei der Name der Universität nicht genannt wird.

Den Affen wird etwas Gewebe aus den Eierstöcken entnommen. Das Gewebe wird mit zwei verschiedenen Methoden mindestens 2 Wochen lang kältekonserviert. Den Mäusen werden die Eierstöcke entnommen. Zwei Wochen später werden den Tieren unter Narkose die aufgetauten Gewebestücke der Affen in kleine Taschen unter die Rückenhaut transplantiert. Jede Maus erhält 8 Gewebestücke. Vier Wochen später werden die Mäuse durch Genickbruch getötet. Die Gewebestücke werden entnommen und gewebekundlich untersucht. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Krebshilfe (German Cancer Aid) unterstützt.

Bereich: Reproduktionsmedizin

Originaltitel: Assessment of follicular development in cryopreserved primate ovarian tissue by xenografting: prepubertal tissues are less sensitive to the choice of cryoprotectant

Autoren: Viktoria von Schönfeldt (1,2), Ramesch Chandolia (2), Ludwig Kiesel (3), Eberhard Nieschlag (2), Stefan Schlatt (2), Barbara Sonntag (3,4)*

Institute: (1) Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Campus Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, (2) Zentrum für Reproduktive Medizin und Andrologie, Universität Münster, (3) Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universität Münster, (4) Amedes, Mönckebergstr. 10, 20095 Hamburg

Zeitschrift: Reproduction 2011: 141, 481-490

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4294



Dokument 925Titel: Fortgeschrittene Follikelentwicklung bei präpubertärem Eierstockgewebe, das von einer Tierart auf eine andere transplantiert wurde: Der Weißbüschelaffe als nicht-menschliches Primatenmodell für die Eierstockgewebetransplantation
Hintergrund: Entwicklung eines "Tiermodells" für die Transplantation von kältekonserviertem Eierstockgewebe.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Weißbüscheläffchen, Mäuse)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Weißbüscheläffchen stammen aus institutseigenen Zucht, wobei unklar ist, um welches Einrichtung in welcher Stadt es sich handelt. Die gentechnisch veränderten Nacktmäuse werden von Charles River Laboratories, Sulzfeld, bezogen. Die Tiere weisen ein stark vermindertes Immunsystem auf und stoßen daher Fremdgewebe nicht ab.

Den Affen wird im präpubertären Alter von 6-20 Wochen Eierstockgewebe entnommen. Das weitere Schicksal dieser Tiere wird nicht erwähnt. Das Gewebe wird 2, 4 oder 8 Wochen lang kältekonserviert. Den Mäusen werden unter Narkose die Eierstöcke entfernt. Zwei Wochen später erfolgt eine zweite Operation, bei der den Mäusen das aufgetaute Eierstockgewebe unter die Rückenhaut transplantiert wird. Die Mäuse werden durch Genickbruch getötet, wobei der Zeitpunkt der Tötung nicht genannt wird.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Krebshilfe (German Cancer Aid) unterstützt.

Bereich: Reproduktionsmedizin

Originaltitel: Advanced follicle development in xenografted prepubertal ovarian tissue: the common marmoset as a nonhuman primate model for ovarian tissue transplantation

Autoren: Viktoria von Schönfeldt (1,2), Ramesch Chandolia (2), Ludwig Kiesel (3), Eberhard Nieschlag (2), Stefan Schlatt (2), Barbara Sonntag (3,4)*

Institute: (1) Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Campus Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, (2) Zentrum für Reproduktive Medizin und Andrologie, Universität Münster, (3) Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universität Münster, (4) Amedes, Mönckebergstr. 10, 20095 Hamburg

Zeitschrift: Fertility and Sterility 2011: 95(4), 1428-1434

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4293



Dokument 926Titel: Erste Erfahrung mit einer heterotopen Xenotransplantation eines Schweineherzens in den Brustkorb eines Pavians
Hintergrund: In der tierexperimentellen Xenotransplantationsforschung werden Herzen normalerweise in die Bauchhöhle oder anstelle des Herzen des Transplantatempfängers eingepflanzt. In dieser Studie wird die Verpflanzung eines Schweineherzens in den Brustkorb eines Pavians, zusätzlich zum eigenen Herzen, getestet. Das transplantierte Herz soll auf die Weise nicht so stark beansprucht werden, weil es nur einen Teil der Herzleistung erbringen muss.
Tiere: 8 Tiere verschiedener Arten (4 Schweine, 4 Paviane)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden zwei transgene, also gentechnisch veränderte Schweine und zwei nicht-transgene Schweine verwendet. Die nicht-transgenen Schweine stammen aus der Veterinärmedizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Für die transgenen Schweine sind Revivicor Inc., Blacksburg, VA, USA, und Institut für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie, Genzentrum, Ludwig-Maximilians-Universität München, angegeben. Die vier Paviane stammen aus dem Primatenzentrum Göttingen. Die Versuche wurden von einer Bayerischen Behörde genehmigt.

Es werden zunächst die Herzen der beiden nicht-transgenen Schweine auf zwei Paviane übertragen. Dazu werden die Tiere narkotisiert. Das Herz eines Schweins wird in den Brustkorb eines Affen – zusätzlich zu dessen eigenem Herzen – eingepflanzt. Unmittelbar nach Abstellen der Herz-Lungen-Maschine, d.h. sobald das fremde Herz mit dem Blut des Affen durchströmt wird, kommt es zu einer akuten Abstoßungsreaktion. Das Herz bläht sich auf. Beide Affen werden getötet.

Im zweiten Experiment werden die Herzen der transgenen Schweine auf zwei Paviane, ebenfalls zusätzlich zum eigenen Herzen, transplantiert. Diese Affen bekommen ab zwei Wochen vor der Operation verschiedene Immunsuppressiva verabreicht, um die Abstoßungsreaktion zu vermindern. Ein Affe stirbt durch einen Fehler während der Operation. Der zweite Pavian überlebt die Transplantation und wird 50 Tage später getötet.

Bereich: Xenotransplantationsforschung

Originaltitel: First experience with heterotopic thoracic pig-to-baboon cardiac xenotransplantation

Autoren: Andreas Bauer (1,2)*, Johannes Postrach (2,3), Michael Thormann (2,3), Stefanie Blanck (2,3), Claudius Faber (4), Bernd Wintersperger (5), Sebastian Michel (2), Jan-Michael Abicht (1), Frank Christ (1), Christoph Schmitz (3), Michael Schmoeckel (4), Bruno Reichart (2)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, Machioninistr. 15, 81377 München, (2) Institut für Chirurgische Forschung, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, (3) Herzchirurgische Klinik, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, (4) Institut für Pathologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, (5) Klinik für Klinische Radiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, (6) Abteilung für Herzchirurgie, Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg

Zeitschrift: Xenotransplantation 2010: 17, 243-249

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4292



Dokument 927Titel: Veränderungen der Mikrozirkulation nach orthotopischer Herztransplantation vom Schwein auf den Pavian
Hintergrund: Auswirkung einer Transplantation von Schweineherzen auf Paviane auf die Durchblutung der dünnen Blutgefäße. Die Autoren stellen fest, dass diese Mikrozirkulation vermindert ist. Sie kündigen weitere Versuche an, um die Ursachen dafür zu ergründen.
Tiere: 12 Tiere verschiedener Arten (6 Schweine, 6 Paviane)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Schweine sind transgen, d.h. gentechnisch manipuliert. Die Tiere wiegen durchschnittlich 18 kg und stammen zum Teil aus der Mayo Clinic, Rochester, MN, USA, und zum Teil vom Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie, Veterinärmedizinische Fakultät, Ludwig-Maximilians-Universität München. Die sechs Paviane wurden im Primatenzentrum Göttingen gezüchtet. Den Schweinen werden unter Narkose Herz und Lunge entnommen. Bei den Affen wird das Brustbein in der Mitte aufgesägt, um den Brustkorb zu eröffnen. Der Blutkreislauf wird an eine Herz-Lungenmaschine angeschlossen. Das Herz des Affen wird durch ein Schweinherz ersetzt. Die Herz-Lungen-Maschine wird abgeschaltet, so dass jetzt das Schweineherz die Herzfunktion übernimmt. Die Tiere erhalten Immunsuppressiva, also Medikamente, die die Abstoßungsreaktion unterdrücken sollen. Mit speziellem Licht und Filtern wird der Blutfluss in den feinen Blutgefäßen in der Schleimhaut unter der Zunge sichtbar gemacht und mit einer Kamera aufgezeichnet. Diese Untersuchung dauert eine Stunde. Dann wird die Narkose (wahrscheinlich) beendet, d.h. die Affen müssen die Abstoßungsreaktion bei vollem Bewusstsein erleben. Alle Affen sterben innerhalb von 5 Stunden bis 4 Tagen. Die Ursachen sind unterschiedlich: Drei Tiere sterben innerhalb von 10 Stunden, 3 und 4 Tagen durch akute Abstoßungsreaktion und damit verbundenem Herzversagen. Zwei Affen sterben nach 5 und 10 Stunden an Herzversagen, wobei keine Anzeichen einer Abstoßungsreaktion gefunden wurden. Ein Affe entwickelt nach 2 Tagen Nierenversagen und ein Lungenödem. Er wird getötet.

Bereich: Xenotransplantationsforschung

Originaltitel: Microcirculatory alterations after orthotopic pig-to-baboon heart transplantation

Autoren: Andreas Bauer (1)*, Vivian Renz (1,2), Heiko Baschnegger (1), Jan-Michael Abicht (1), Andreas Beiras-Fernandez (3), Paolo Brenner (3), Eckart Thein (2), Michael Schmoeckel (4), Bruno Reichart (3), Frank Christ (1)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, Machioninistr. 15, 81377 München, (2) Institut für Chirurgische Forschung, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, (3) Herzchirurgische Klinik, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München

Zeitschrift: Xenotransplantation 2011: 18, 232-238

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4291



Dokument 928Titel: Körperliche Aktivität erhöht die Notch-Aktivität, die Zellteilung und den Zellzyklus von Typ-3-Progenitorzellen bei der Nervenbildung im adulten Hippokampus
Hintergrund: Ergebnis dieser Studie: Körperliche Aktivität regt die Neubildung bestimmter Nervenzellen im Gehirn an.
Tiere: 40 Mäuse
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Jackson Laboratories, Bar Harbor, USA. Die Versuche wurden in Dresden genehmigt. Die Tiere werden in Käfigen gehalten, in denen sie je nach Gruppe unterschiedlich lange Zugang zu einem Laufrad haben: 24 Stunden, 3, 7 oder 35 Tage. Eine Gruppe Mäuse wird ohne Laufrad gehalten. Jeweils zwei Tage vor Ablauf der Zeit erhalten die Tiere eine Markierungssubstanz in die Bauchhöhle injiziert. Diese Substanz markiert wachsende Zellen im Gehirn. Nach Ablauf der Laufradzeit werden die Tiere narkotisiert und mit Formalin durchströmt und so getötet. Die Gehirne werden in Scheiben geschnitten und die markierten Zellen angefärbt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch Forschungsprogramm der Medizinischen Fakultät und die Deutsche Forschungsgemeinschaft durch das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD).

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Physical exercise increases Notch activity, proliferation and cell cycle of type-3 progenitor cells in adult hippocampal neurogenesis

Autoren: Moritz D. Brandt (1,2), Antonia Maass (1), Gerd Kempermann (2), Alexander Storch (1,2)*

Institute: (1) Klinik für Neurologie, Technische Universität Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden, (2) DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD), Technische Universität Dresden, Tatzberg 47-49, 01307 Dresden

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2010: 32, 1256-1264

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4290



Dokument 929Titel: Natürliche Motive rufen in der primären Sehrinde der Katze Populationsdynamik hervor, die mittels Voltage-Sensitive Dye Imaging sichtbar gemacht wird
Hintergrund: Seit Jahrzehnten werden in der tierexperimentellen Sehforschung über den Bildschirm wandernde Streifenmuster als Stimuli verwendet, um Nervenaktivitäten im Gehirn zu untersuchen. Die Autoren bemerken, dass diese künstlichen Reize nicht die reale Welt abbilden. In dieser Studie an Katzen werden daher von Katzen gemachte Naturaufnahmen als visuelle Reize verwendet. Die Autoren finden heraus, dass sich die Hirnaktivitäten bei den verschiedenen Reizen in der Tat unterscheiden.
Tiere: 10 Katzen
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Katzen werden zwei Kameras auf den Kopf geschnallt. Sie werden in einem Wald laufen gelassen und filmen so die Umgebung aus der Katzenperspektive. Für die folgenden Versuche mit 10 Katzen werden 9 verschiedene Filme verwendet. Die Katzen werden narkotisiert, über einen Luftröhrenschnitt künstlich beatmet und medikamentös gelähmt. Kopfhaut und Schädelknochen über der Sehrinde werden aufgeschnitten. Über dem Loch im Schädel wird eine Stahlkammer angebracht. Die Augen werden mit einer speziellen Kontaktlinse auf einen Bildschirm gerichtet. Auf dem Bildschirm werden die zuvor von Katzen gemachten Filme gezeigt oder über den Bildschirm wandernde schwarze und graue Streifenmuster. Es wird ein Farbstoff auf das Hirngewebe gegeben, der aktive Nervenzellen anders anfärbt als inaktive. Mit einer speziellen Kamera, die über der Stahlkammer angebracht ist, werden Aufnahmen von der Hirnrinde gemacht, um so sichtbar zu machen, in welchen Hirnbereichen die Nerven aktiv sind. Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Sehforschung

Originaltitel: Natural scenes evoked population dynamics across cat primary visual cortex captured with voltage-sensitive dye imaging

Autoren: Selim Onat (1)*, Peter König (1), Dirk Jancke (2,3)

Institute: (1) Institut für Kognitive Wissenschaften, Abteilung für Neurobiopsychologie, Universität Osnabrück, 49069 Osnabrück, (2) Kognitive Neurobiologie, Institut für Neuroinformatik, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Bernstein Gruppe für Computer-Neurowissenschaften, Institut für Neuroinformatik, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum

Zeitschrift: Cerebral Cortex 2011: 21, 2542-2554

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4288



Dokument 930Titel: Die genetische Disposition für Angstverhalten prognostiziert die Reaktion auf den Geruch eines Fressfeindes
Hintergrund: Bei den üblichen Tests zum Angstverhalten von Mäusen wird die Angst vor dem Hellen als Indikator verwendet. Der ausgeprägte Geruchssinn der Mäuse wird dabei nicht berücksichtigt. In dieser Studie wird Fuchskotgeruch als Indikator für das Angstverhalten von Mäusen getestet.
Tiere: 31 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern genehmigt und finden im Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München, statt. Im ersten Experiment werden 31 Mäuse verwendet, im zweiten eine ungenannte Anzahl. Es handelt sich um erwachsene männliche Mäuse der Zuchtlinie CD-1, die auf besonderes Angstverhalten gezüchtet wurde.

Die Mäuse werden einzeln in Käfigen gehalten. Im ersten Experiment wird eine Maus 15 Minuten in die Mitte eines aus drei Kammern bestehenden Plastikkastens gesetzt. Die Kammern sind durch Öffnungen miteinander verbunden. Es wird beobachtet, ob die Maus sich lieber in der rechten oder linken Kammer aufhält. Dies wird täglich 7 Tage lang wiederholt. Am 8. Tag wird aus der Schwanzvene des Tieres ein Blut entnommen, um es auf Stresshormone zu untersuchen. In den folgenden 6 Tagen wird in die Kammer, die die Maus bevorzugt benutzt hat, ein Tuch mit Katzengeruch gelegt. Das Tuch hatte in der Nacht zuvor in den Korb einer Katze gelegen und die Katze wurde damit abgerieben. In die andere Kammer wird ein geruchloses Tuch gelegt. Bei anderen Mäusen wird statt des Katzengeruchs Buttersäure oder künstlicher Fuchskotgeruch verwendet. Diese beiden Gerüche werden mittels eines Filterpapiers in einer Petrischale präsentiert. In die jeweils andere Kammer wird ein geruchloses Filterpapier gelegt. Es wird das Verhalten der Mäuse beobachtet und mit einer Videokamera aufgezeichnet. Bevor das Experiment mit der nächsten Maus gemacht wird, werden die Gerüche abgesaugt und die Kammern gründlich gereinigt. Am Tag 10 des Experiments wird eine weitere Blutprobe aus der Schwanzvene entnommen.

Im zweiten Experiment werden Mäuse verwendet, die über mehr als 35 Generationen auf Angstverhalten gezüchtet wurden. Die Tiere werden mit einem üblichen Test ("erhöhter Plus-Irrgarten") für Angstverhalten in Gruppen eingeteilt: wenig ängstlich, mittel ängstlich, sehr ängstlich. Dazu wird eine Maus in die Mitte eines kreuzförmigen Irrgartens gesetzt. Zwei Arme des Kreuzes sind offen und hell erleuchtet, also Angst einflößend für die Maus. Zwei Arme sind geschlossen und dunkel. Es wird beobachtet, wie lange sich die Maus in den Angst einflößenden offenen Armen aufhält. Mit jeweils mehreren Mäusen, die wenig, mittel oder starkes Angstverhalten gezeigt haben, wird Experiment 1 durchgeführt, wobei nur der Fuchskotgeruch verwendet wird. Der Test wird an mehreren Tagen wiederholt. Dann wird statt des Geruchs eines Fressfeindes der angenehme Geruch von weiblichem Mäuseurin präsentiert. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Bereich: Psychiatrie, Verhaltensforschung

Originaltitel: Genetic predisposition to anxiety-related behavior predicts predator odor response

Autoren: S.V. Sotnikov (1,2,3)*, P.O. Markt (1), A.E. Umriukhin (2,3), R. Landgraf (1)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Psychiatrie, Kraepelinstr. 2, 80804 München, (2) P.K. Anokhin Institute of Normal Physiology, Moskau, Russland, (3) I.M. Sechenov First Moscow State Medical University, Moskau, Russland

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2011; 225, 230-234

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4287



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