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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4621Titel: Eine gestörte osteoklastische Knochenresorption führt bei Mäusen mit Cathepsin-K-Mangel zu Osteopetrosis
Hintergrund: Entwicklung eines Modells für eine seltene erbliche Knochenstörung des Menschen
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(Anzahl unklar, Hunderte)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Mit gentechnischen Methoden wird ein Tiermodell für die seltene Erbkrankheit Pycnodysostose, bei der das Knochenwachstum gestört ist, produziert. Dazu wird in den Stammzellen von Mäuseembryos ein bestimmter Erbfaktor (Cathepsin-K-Gen) gezielt zerstört. Die Embryozellen werden dann in Zellen der Keimentwicklung von weiblichen Mäusen injiziert. Die Nachkommen dieser Mäuse haben den gewünschten Gendefekt, der mit gestörtem Knochenwachstum verbunden ist. Zahlreiche mutierte Mäuse werden getötet, um die Knochen zu untersuchen.

Bereich: Erbkrankheiten, Knochenkrankheiten, Gentechnologie

Originaltitel: Impaired osteoclastic bone resorption leads to osteopetrosis in cathepsin-K-deficient mice

Autoren: Paul Saftig (1)* , Ernst Hunziker (2), Olaf Wehmeyer (1), Sheila Jones (3), Alan Boyde (3), Winfried Rommelskirch (4), Jörg Detlev Moritz (5), Peter Schu (1), Kurt von Figura (1)

Institute: (1)* Zentrum Biochemie und Molekulare Zellbiologie, Abteilung Biochemie II, Universität Göttingen, 37073 Göttingen, (2)Universität Bern, M.E.Müller-Institut für Biomechanik, CH-Bern, (3)Department of Anatomy and Developmental Biology, University College London, UK, (4)Institut für Biochemie, Universität Jena, und (5)Zentrum Radiologie, Universität Göttingen

Zeitschrift: Proceedings of the National Academy of Science USA 1998: 95, 13453-13458

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 367



Dokument 4622Titel: Bedeutung des sensorischen Input des Nervus trigeminus auf das erneute Wachstum von hypoglossalen und facialen Motoneuronen nach einer Anastomose von N. hypoglossus und N. facialis bei Ratten
Hintergrund: Untersuchungen im Zusammenhang mit der Regeneration von Gesichtsnerven
Tiere: 18 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: [Bei menschlichen Patienten, bei denen der zum Gesicht ziehende Gehirnnerv (N. facialis, Gesichtsnerv) z.B. durch Unfall oder Tumoroperation geschädigt wurde, wird dieser mit einem anderen Gehirnnerv, der zur Zunge zieht (N. hypoglossus, Zungennerv) zusammengenäht, um die Regeneration des Gesichtsnerven zu gewährleisten und damit die Funktion der Gesichtsmuskulatur wiederherzustellen. In den Ratten-Experimenten wird dies simuliert.]

Bei Ratten wird unter Narkose der Gesichtsnerv und der Zungennerv durchtrennt und dann aneinander genäht. Bei einem Teil der Ratten wird zusätzlich ein am Auge entlangziehender Gehirnnerv (N. trigeminus) der einen oder der anderen Seite durchtrennt. Die Ratten werden 56 Tage lang beobachtet. Als Kriterium für die erfolgreiche Regeneration des Gesichtsnervs wird die Bewegung der Tasthaare herangezogen. Normalerweise stehen sie seitlich ab und werden rhythmisch bewegt. Nach der Operation hängen sie herab, begleitet von einem völligen Verlust der rhythmischen Bewegung. Erstes Aufrichten der Tasthaare signalisiert eine beginnende Wiederherstellung der Nerven. Am 56. Tag wird den Tieren in äthernarkose eine Markierungssubstanz in die Tasthaarmuskulatur gespritzt. Zwei Tage später werden die Tiere in Narkose getötet, indem sie durch das Herz mit Formalin durchströmt werden. Das Gehirn wird untersucht.

Bereich: Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Originaltitel: Significance of trigeminal sensory input on regrowth of hypoglossal and facial motoneurons after hypoglossal facial anastomosis in rats

Autoren: Michael Streppel (1)* , Anastas Popratiloff (1), Doychin N. Angelov (2), Orlando Guntinas-Lichius (1), Ralf D. Hilgers (3), Eberhard Stennert (1), Wolfram F. Neiss (2)

Institute: (1)Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie der Universität zu Köln, 50931 Köln, (2)Institut I für Anatomie und (3)Institut für medizinische Statistik und Epidemiologie der Universität Köln

Zeitschrift: Acta Otolaryngol (Stockh) 1998: 118, 790-796

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 366



Dokument 4623Titel: Die Herunterregulierung der Mineralokortikiod- und Glukokortikoid-Rezeptoren durch eine Antisense-Oligodeoxynucleotid-Behandlung vermag die räumliche Navigation bei Ratten nicht zu ändern
Hintergrund: Untersuchung bestimmter Strukturen im Gehirn im Zusammenhang mit der räumlichen Orientierung
Tiere: 68 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Für die Experimente werden Braune Norwegische Ratten verwendet, weil andere Autoren vermuten, daß sich farbige Ratten von weißen Ratten in der räumlichen Navigierungsfähigkeit unterscheiden. Ratten werden narkotisiert und mit dem Kopf in einem stereotaktischen Apparat eingespannt. Eine Kanüle (Hohlnadel aus Stahl) wird durch die Schädeldecke in einen bestimmten Bereich des Gehirns eingeführt und mit Schrauben und Dentalkleber am Schädel fixiert. An die Kanüle ist eine Minipumpe angeschlossen, die auf dem Rücken des Tieres unter die Haut gepflanzt wird. Die Wunde wird vernäht. Die Minipumpe pumpt nun kontinuierlich eine bestimmte Substanz (Antisense Oligodeoxynukleotid) in das Gehirn. Am 6. Tag werden die Ratten erneut narkotisiert und ihre Nebennieren entnommen. Einen Tag später werden die Tiere noch einmal narkotisiert und geköpft (dekapitiert). Das Blut wird zur Untersuchung aufgefangen und das Gehirn entfernt.

In einem anderen Versuchsaufbau werden die Ratten zur Beurteilung ihrer räumlichen Orientierung 4 Tage nach Implantation der Kanüle und der Minipumpe in einen Wasser-Irrgarten gesetzt. In einem Wasserbecken von 180 cm Durchmesser befindet sich eine kleine Plexiglas-Plattform von 10 cm Durchmesser. Sie liegt einen Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche und ist für die Tiere nicht sichtbar. Die Ratten müssen in dem Becken schwimmen, bis sie die Plattform gefunden haben (maximal 60 Sekunden, sonst wird das jeweilige Experiment abgebrochen). Anschließend wird die Plattform entfernt und die Ratten werden erneut für 60 Sekunden zum Schwimmen gezwungen. Mit einem computerisierten Spurenverfolgungssystem werden die Wege, die das Tier schwimmend in dem Becken zurücklegt, nachvollzogen und ausgewertet. Das Ende dieser Ratten wird nicht erwähnt, es ist aber anzunehmen, daß sie anschließend getötet werden.

Bereich: Pharmakologie, Hirnforschung

Originaltitel: Downregulation of brain mineralocorticoid and glucocorticoid receptor by antisense oligodeoxynucleotide treatment fails to alter spatial navigation in rats

Autoren: Mario Engelmann (1), Rainer Landgraf (1), Patrick Lörscher (1), Charlotte Conzelmann (1), Joseph C.Probst (1), Florian Holsboer (1), Johannes M.H.M.Reul (1)*

Institute: (1)* Max Planck Institut für Psychiatrie, 80804 München

Zeitschrift: European Journal of Pharmacology 1998: 361, 17-26

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 365



Dokument 4624Titel: Die Aktivierung des Dopamin-D3-Rezeptors moduliert die Nierenfunktion bei anästhesierten Ratten
Hintergrund: Wirkung von physiologischen Bedingungen (Dopamin-Rezeptor) auf die Nierenfunktion
Tiere: 26 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei anästhesierten Ratten wird ein Luftröhrenschnitt durchgeführt und beide Halsvenen sowie eine Halsschlagader und die Harnblase mit einem Katheter (dünner Plastikschlauch) versehen. Der Katheter in der Halsschlagader dient zur Blutentnahme und zur Blutdruckmessung. In die Venen werden je nach Versuchsgruppe verschiedene Substanzen in unterschiedlichen Dosierungen infundiert. Der Urin wird über den Blasenkatheter aufgefangen und untersucht. Für andere Versuche werden die Nieren und die Leber aus narkotisierten Ratten entfernt. Die Tiere wachen vermutlich aus der Narkose nicht mehr auf.

Bereich: Neurobiologie, Pharmakologie

Originaltitel: Dopamine D3 receptor activation modulates renal function in anesthetized rats

Autoren: Gerd Luippold (1)* , Eberhard Küster (1), Thomas O.Joos (2), Bernd Mühlbauer (1)

Institute: (1)Abteilung für Pharmakologie, Universität Tübingen, 72074 Tübingen, und (2)Abteilung für Zellbiologie, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen

Zeitschrift: Naunyn-Schmiedeberg's Archive of Pharmacology 1998: 358, 690-693

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 364



Dokument 4625Titel: änderungen in der Konzentration der Interferon regulierenden Faktor-1 mRNA nach vorübergehender Minderdurchblutung im Rattenhirn
Hintergrund: Beurteilung von Veränderungen im Gehirn bei Mangeldurchblutung
Tiere: 20 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten wird in Narkose eine 30-minütige Mangeldurchblutung des Vorderhirns bewirkt, indem 4 Arterien verschlossen werden. (Details der Operation werden nicht beschrieben). Nach der Mangeldurchblutung werden die Gefäße geöffnet und das Gehirn für 2, 4, 8, oder 24 Stunden wieder normal durchblutet. Am Ende der Experimente werden die Ratten erneut anästhesiert (d.h. zwischenzeitlich waren sie aus der Narkose erwacht!). Die Gehirne werden unter Narkose entfernt und untersucht.

Bereich: Neurologie, Hirnforschung

Originaltitel: Changes in interferon-regulatory factor-1 mRNA levels after transient ischemia in rat brain

Autoren: Wulf Paschen (1)* , Cornelia Gissel (1), Sonja Althausen (1), Jens Doutheil (1)

Institute: (1)* Abteilung für Experimentelle Neurologie, Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, 50931 Köln

Zeitschrift: NeuroReport 1998: 9, 3147-3151

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 363



Dokument 4626Titel: Prechallenge hoch neutralisierende Antikörper und langfristige Immun-Reaktivität gegen gp41 korreliert mit dem Schutz von Rhesusaffen vor einer produktiven SIV-Infektion oder Krankheitsausbruch
Hintergrund: Entwicklung eines AIDS-Impfstoffes
Tiere: 15 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: SIV, ein bei Affen vorkommendes, dem AIDS-Virus-ähnliches Virus wird in Zellkulturen vermehrt, bestimmte Teile des Virus werden herausgelöst und 3 verschiedene Impfstoffe hergestellt. Damit werden insgesamt 12 Rhesusaffen wiederholt geimpft. Nach 20 Wochen werden sie mit SIV infiziert. Drei Affen werden als Kontrolltiere infiziert, ohne vorher geimpft worden zu sein. Bei den Affen wird regelmäßig Blut abgenommen, das auf Virusvermehrung und Antikörperbildung untersucht wird. Bei den Kontrolltieren und einigen der geimpften Tieren kommt es zu AIDS-ähnlichen Symptomen. Fünf Affen versterben daran innerhalb von 18 Monaten nach der experimentellen Infektion. Es wird nicht erwähnt, was mit den überlebenden Affen geschieht.

Bereich: AIDS-Forschung, Impfstoffforschung

Originaltitel: Prechallenge high neutralizing antibodies and long-lasting immune reactivity to gp41 correlate with protection of rhesus monkeys against productive simian immunodeficiency virus infection or dsease development

Autoren: Harald Petry (1), Ulf Dittmer (1), David Jones (2), Graham Farrar (2), Helmut Wachter (3), Dietmar Fuchs (3), Thomas Nißlein (1), Elke Jurkiewicz (1), Gerhard Hunsmann (1), Christiane Stahl-Hennig (1), Wolfgang Lüke (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Virologie und Immunologie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, 37077 Göttingen, (2)Experimental Vaccine, Center for Applied Microbiology and Research, Salisbury, UK, und (3)Institut für Medizinische Chemie und Biochemie und Ludwig-Boltzmann-Institut für AIDS-Forschung, Universität Innsbruck, Österreich

Zeitschrift: Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes and Human Retrovirology 1998: 19, 441-450

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 362



Dokument 4627Titel: Die Auslösung des knochenbildenden Proteins-6 in Hautwunden. Verspätete Reepithelialisierung und Narbenbildung in BMP-6 überproduzierenden transgenen Mäusen
Hintergrund: Rolle eines physiologischen Wachstumsfaktors bei der Wundheilung
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(unbekannte Anzahl)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Mäuse, die durch einen Gendefekt an einer Überproduktion eines für die Wundheilung verantwortlichen Wachstumsfaktors leiden, sowie normale Mäuse werden anästhesiert. Die Haut auf dem Rücken wird geschoren. Mit einer Schere werden mehrere 8 mm lange Wunden in die Haut geschnitten. Nachdem die Tiere aus der Narkose erwacht sind, werden sie in Einzelkäfige gesetzt und die Wundheilung täglich beobachtet und fotografiert. Bei einem anderen Versuch werden die Mäuse zu unterschiedlichen Zeitpunkten bis zu 42 Tage nach dem Setzen der Schnittverletzung "geopfert", d.h. auf nicht weiter beschriebene Weise getötet. Die Haut mit den Wunden wird herausgeschnitten und untersucht.

Bereich: Pathophysiologie, Wundheilung

Originaltitel: Induction of bone morphogenic protein-6 in skin wounds. Delayed reepitheliazation and scar formation in BMP-6 overexpressing transgenic mice

Autoren: Sibylle Kaiser (1), (2), Peter Schirmacher (3), Armin Philipp (4), Martina Protschka (1), (2), Ingrid Moll (4), Karin Nicol (1), (2), Manfred Blessing (1), (2)*

Institute: (1)Boehringer Ingelheim Forschungsgruppe, (2)* I.Medizinische Abteilung, Johannes Gutenberg-Universi-tät Mainz, 55131 Mainz, (3)Institut für Pathologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und (4)Institut für Dermatologie, Medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg

Zeitschrift: The Journal of Investigative Dermatology 1998: 111, 1145-1152

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 361



Dokument 4628Titel: Bewegung von Ratten und Freisetzung von Acetylcholinesterase
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung von Amphetamin im Gehirn
Tiere: 30 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Der Kopf einer narkotisierten Ratte wird in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. An einer bestimmten Stelle wird eine Kanüle (Hohlnadel aus Stahl) durch die Schädeldecke eingesetzt und mit Zahnzement und vier Schrauben am Schädel verankert. Nach einer 48-stündigen Erholungsphase werden die Ratten einzeln in Käfigen untergebracht. Durch die Kanüle wird Amphetamin in das Gehirn injiziert. Das Verhalten der wachen Ratten wird anschließend mit einer Videokamera aufgezeichnet, außerdem werden physiologische Substanzen im Gehirn gemessen. Mit einem computergesteuerten Spurenverfolgungssystem können die Bewegungen genau nachvollzogen werden. Die Anzahl der Drehbewegungen der Tiere um sich selbst wird ermittelt. Schließlich werden die Ratten in Narkose geköpft (dekapitiert) und die Gehirne untersucht. (Die Versuche wurden vermutlich in England unter Leitung des deutschen Autors durchgeführt).

Bereich: Neuropharmakologie

Originaltitel: Rat locomotion and release of acetylcholinesterase

Autoren: B. Heiland (1)* , S.A. Greenfield (1)

Institute: (1)University Department of Pharmacology, Oxford, UK, (*jetzt: Technische Hochschule Darmstadt, Institut für Zoologie, Entwicklungs- und Neurobiologie, 64287 Darmstadt)

Zeitschrift: Pharmacology Biochemistry and Behavior 1999: 62, 81-87

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 360



Dokument 4629Titel: Sehr langsame Schwingungensaktivitäten in lateralen, Genikulatus-Neuronen bei sich frei bewegenden und bei anästhesierten Ratten
Hintergrund: Vergleich von Nervenzell-Aktivitäten bei wachen und anästhesierten Ratten
Tiere: 60 Ratten (ca.)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden durch Wasserentzug darauf trainiert, auf Lichtsignale zu reagieren. Sie bekommen nur etwas zu Trinken, wenn sie auf ein Lichtsignal richtig reagieren. Nach zwei Wochen wird in Narkose ein kleiner Stahlrahmen am Schädel des Tieres dauerhaft angebracht. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Apparat eingespannt, kleine Löcher werden in das Schädeldach gebohrt und Kanülen (Hohlnadeln) eingesetzt. Eine Woche später werden an der wachen Ratte Mikroelektroden durch die Kanülen in bestimmte Bereiche des Gehirns eingeführt. Mit den Elektroden werden Hirnaktivitäten gemessen, während die durstige Ratte auf Lichtsignale reagiert. Dann wird die Ratte mit äther betäubt und "geopfert". Der Kopf wird gewebekundlich untersucht.

Weitere Ratten werden mit Urethan bzw. einem Barbiturat anästhesiert. Der Kopf wird in einem stereotaktischen Apparat fixiert, kleine Löcher werden durch die Schädeldecke gebohrt und das Gehirn freigelegt. Mit in das Gehirn eingeführten Elektroden werden Hirnströme gemessen, wobei vor den Augen des narkotisierten Tieres noch eine Lichtquelle angebracht wird. Die Ratten werden schließlich noch in Narkose mit einer Überdosis Narkosemittel getötet, geköpft und die Gehirne untersucht.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Very slow oscillatory activities in lateral geniculate neurons of freely moving and anesthetized rats

Autoren: Doris Albrecht (1)* , Georg Royl (1), Yoshiki Kaneoke (2)

Institute: (1)* Institut für Physiologie, Charité:, Humboldt Universität Berlin, 10117 Berlin, und (2)Department of Integrative Physiology, National Institute for Physiological Schiences, Modaiji-Cho; Okazaki, Japan

Zeitschrift: Neuroschience Research 1998: 32, 209-220

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 359



Dokument 4630Titel: Verspäteter Verlust der ETB Rezeptor vermittelten Vasorelaxation nach kalter Schädigung des parietalen Cortex bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung von Auswirkungen einer Schädigung des Gehirns
Tiere: 40 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden in drei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe bleibt als Kontrolle unbehandelt. Bei den Ratten der zweiten Gruppe wird unter Vollnarkose ein bestimmter Bereich des Gehirns durch Kälte geschädigt. Dazu wird der Schädel aufgebohrt und ein zuvor auf minus 78 Grad gekühlter Kupferzylinder von 5 mm Durchmesser für 60 Sekunden auf die Hirnhaut gepreßt. Die Kopfhaut wird vernäht. 16 bis 48 Stunden nach der Operation werden die Ratten unter erneuter Anästhesie getötet. Mit den Tieren der dritten Gruppe wird genauso verfahren, jedoch wird der Kupferzylinder nicht gekühlt. Das Gehirn der Tiere wird entfernt und untersucht.

Bereich: Neurophysiologie, Hirnforschung

Originaltitel: Delayed loss of ETB receptor-mediated vasorelaxation after cold lesion of the rat parietal cortex

Autoren: Christoph Görlach (1)* , Anna-Lena Siré:n (3), Frederike Knerlich (3), Gabriele Feger (1), Andreas Fricke (3), Martin Barth (4), Lothar Schilling (4), Hannelore Ehrenreich (2), (3), Michael Wahl (1)

Institute: (1)* Physiologisches Institut, Universität München, 80336 München, (2)Abteilungen für Neurologie und Psychiatrie, Universität Göttingen, (3)Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Göttingen, und (4)Abteilung für Neurochirurgie, Medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg

Zeitschrift: Journal of Cerebral Blood Flow and Metabolism 1998: 18, 1357-1364

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 358



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