facebook
twitter
youtube
instagram

Datenbank Tierversuche

Ihre Abfrage

5108 Ergebnisse wurden gefunden

Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen und zum Markieren und Kopieren von Textstellen bitte hier klicken >>

Dokument 71Titel: Verletzungen der basolateralen Amygdala der Ratte reduzieren die Verhaltensreaktion auf Ultraschalllaute
Hintergrund: Welches Hirnareal ist für das bereits bekannte Verhalten von Ratten verantwortlich, auf bestimmte Lautfrequenzen positiv oder negativ zu reagieren?
Tiere: 32 Ratten
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Genehmigt werden die Versuche vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, NRW. Die ca. 10 Wochen alten Ratten der Zuchtlinie Long Evans stammen von Charles River in Italien. Unter Narkose wird ihr Kopf in einen sogenannten stereotaktischen Rahmen eingespannt und sie bekommen beidseits hinter den Ohren und seitlich am Kopf ein lokales Betäubungsmittel gespritzt. Anschließend werden auf beiden Seiten seitlich am Kopf je zwei Löcher gebohrt, die sich bezüglich ihrer Position genau im Bereich einer bestimmten Gehirnregion befinden. Die sogenannte Amygdala ist für sozialrelevante Wahrnehmung, Verhalten und Belohnung zuständig. Je Kopfseite werden zwei Kanülen, die mit Mikropumpen verbunden sind, in das Gehirn gestochen. Über diese Mikropumpen wird bei der Hälfte der Tiere zur Zerstörung der Zellen in der Gehirnregion eine bestimmte Säure ins Gewebe gespritzt. Die restlichen Ratten dienen als Kontrollgruppe und bekommen eine wirkungslose Flüssigkeit injiziert. Die Wunden werden verschlossen, die Ratten „dürfen“ sich 10 Tage erholen und bekommen zwei Tage lang Schmerzmittel.

Der eigentliche Versuchsaufbau besteht aus einem Labyrinth mit einer Plattform, von der sternförmig acht 60 cm lange und 14 cm breite Gänge abgehen. Am Ende von zwei sich gegenüberliegenden Gängen befindet sich ein Lautsprecher, wobei nur immer einer genutzt wird. Über diese Lautsprecher werden Töne mit verschiedenen Frequenzen abgespielt. Ratten reagieren bekanntermaßen positiv auf Ultraschall-Laute mit 50 kHz, was zum Annähern führen kann, wohingegen 22 kHz für sie als Drohung gilt und sie sich von der Tonquelle entfernen. Diese Töne werden den Ratten abwechselnd mit Hintergrundrauschen aus jeweils einem Lautsprecher präsentiert. Täglich erfolgt eine Testphase pro Tier, 6 Tage lang. Anhand von Software, die die Bewegungen der Ratten kontrolliert, wird analysiert wie lange sich die Tiere während der verschiedenen Tonpräsentationen in welchen Bereichen aufhalten bzw. ob bestimmte Töne zum Annähern an den Lautsprecher oder zu Meideverhalten führt. Am Ende der Versuchsreihe werden die Ratten durch Formaldehyd-Injektion ins Herz getötet und ihre Gehirne für weitere Untersuchungen entnommen.

Die Arbeit wurde gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Hirnforschung, Verhaltensforschung

Originaltitel: Lesions of the rat basolateral amygdala reduce the behavioral response to ultrasonic vocalizations

Autoren: Lisa-Maria Schönfeld (1), Maurice-Philipp Zech (1), Sandra Schäble (1), Markus Wöhr (2), Tobias Kalenscher (1)*

Institute: (1) Arbeitsgruppe Vergleichende Psychologie, Institut für Experimentelle Psychologie, Heinrich-Heine-Universität, Universitätsstraße 1, Gebäude 23.02 und 23.03, 40225 Düsseldorf, (2) Arbeitseinheit Verhaltensneurowissenschaft, Forschungsschwerpunkt Experimentelle und Klinische Biopsychologie, Fachbereich Psychologie, Philipps-Universität Marburg, Marburg

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2020; 378: 112274

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5158



Dokument 72Titel: Histologischer Score für Schweregrade in einem implantatassoziierten Infektionsmodell bei Mäusen
Hintergrund: Bei Patienten mit durch Brüche verursachten Knocheninfektionen wurden bereits diagnostische Punktesysteme zur Einteilung der Gewebeveränderungen entwickelt. In dieser Studie wird dies jetzt bei Mäusen mit künstlich hergestellten Knochenbrüchen nachvollzogen.
Tiere: 35 Mäuse
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Genehmigt werden die Versuche von der lokalen Behörde (LANUV, Genehmigungsnr. 87-51.04.2010.A375). Die weiblichen, 10-12 Wochen alten Mäuse werden in Gruppen gehalten. Unter Narkose wird jeweils der linke Oberschenkel freipräpariert und im mittleren Drittel mit einer Säge durchgeschnitten. Anschließend wird der durchtrennte Knochen mit einer Metallplatte und 4 Schrauben wieder zusammengesetzt. Bei 27 der Mäuse wird die Schnittstelle des Knochens mit Bakterien infiziert, die beim Menschen zum Abbau des Knochengewebes führen. 8 der Mäuse werden zwar operiert, aber ihr Knochen nicht infiziert. Nach der Operation bekommen die Tiere 5 Tage lang Schmerzmittel und werden täglich einmal auf Symptome kontrolliert. Außerdem werden am 7., 14. und 28. Tag unter Narkose Röntgenbilder des operierten Knochens gemacht. Ebenfalls an diesen Tagen werden jeweils einige der narkotisierten Mäuse mittels Genickbruch getötet und ihre Oberschenkel für weitere Untersuchungen entnommen. Außerdem werden die Tiere getötet, wenn sie innerhalb einer Woche das Laufrad nicht benutzen (Hinweis auf Schmerzen), starken Gewichtsverlust zeigen, der Bruch instabil wird oder sie Zeichen einer Infektion zeigen. Ob Tiere deshalb vor Ablauf des Versuches getötet werden, wird nicht erwähnt. Die Autoren heben nur positiv hervor, dass keine Mäuse aufgrund der Narkose oder der Operation versterben. In der feingeweblichen Knochenuntersuchung nach dem Töten zeigt das Gewebe der bakterieninfizierten Tiere eine hochgradige Zerstörung im Bereich des Bruchspaltes. Solch eine Veränderung des Knochens ist mit starken Schmerzen verbunden, die Mäuse als Fluchttiere kaum zeigen.

Bereich: Knochenchirurgie, Unfallmedizin

Originaltitel: Histological score for degrees of severity in an implant?associated infection model in mice

Autoren: Carina Büren (1)*, Michael Hambüchen (2), Joachim Windolf (1), Tim Lögters (3), Ceylan Daniela Windolf (1)

Institute: (1) Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Medizinische Fakultät, Heinrich-Heine-Universität, Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf, (2) Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Florence-Nightingale-Krankenhaus, Düsseldorf, (3) Abteilung für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie, St. Antonius Krankenhaus, Köln

Zeitschrift: Archives of Orthopaedic and Trauma Surgery 2019; 139(9): 1235-1244

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5157



Dokument 73Titel: Extrazelluläre Vesikel aus neuralen Vorläuferzellen - eine präklinische Bewertung für die Schlaganfallbehandlung bei Mäusen
Hintergrund: Zellextrakte von Gehirnen neugeborener Mäuse werden als Schlaganfallmedikament an Mäusen mit verstopfter Arterie im Gehirn getestet.
Tiere: 137 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von einer ungenannten Behörde genehmigt. Es werden 137 männliche 10 Wochen alte C57BL6-Mäuse und eine ungenannte Anzahl einen Tag alte Mäuse verwendet. Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Laboratories, Darmstadt. Die neugeborenen Mäuse werden mit CO2 betäubt, ihre Gehirne werden für die Herstellung bestimmter Zellextrakte entnommen, wodurch die Tiere sterben. Fast alle der erwachsenen Mäuse werden in Narkose gelegt und zwei der drei zum Gehirn verlaufenden Halsarterien werden auf der linken Seite dauerhaft abgebunden. Die dritte Halsarterie wird eingeschnitten, um einen Faden einzuführen und bis ins Gehirn zu schieben. Die mittlere Hirnarterie ist so dünn, dass sie durch den Faden verstopft wird. Der normale Blutfluss durch die Arterie wird dadurch um mindesten 80% reduziert, um einen Schlaganfall zu imitieren. Mit einem Laser-Doppler-Gerät, das auf dem Kopf aufgesetzt wird, wird der Blutfluss überprüft. 10 Mäuse sterben innerhalb von weniger als 24 Stunden an den Folgen der OP und 7 weitere Mäuse müssen frühzeitig wegen extremer Schmerzen eingeschläfert werden. Fünf weitere Mäuse sterben vor dem geplanten Ende der Experimente.

24 Stunden nach der Operation werden unterschiedliche Mengen der Zellextrakte, die von den Gehirnen der neugeborenen Mäuse gewonnen wurden, in eine Vene am Hinterbein der operierten Tiere gespritzt. Drei und 5 Tage nach der OP werden weitere Zellextrakte in das Venengeflecht hinter einem Auge der Mäuse gespritzt. 12 Mäuse werden direkt nach der Operation mit markierten Zellextrakten gespritzt und nach zwei Stunden durch Überdosis eines Narkosemittels getötet, verschiedene Gewebe werden für weitere Analysen entnommen.

Ein und zwei Tage vor der OP, sowie 7, 14, 28, 56 und 84 Tage nach der OP werden drei Versuche mit den überlebenden Mäusen durchgeführt, um ihre motorischen Fähigkeiten zu analysieren. Bei den ersten zwei Tests werden die Tiere auf einer schmalen Stange oder auf ein Seil über den Boden gesetzt und müssen auf diesen entlanggehen, bis sie eine Plattform erreichen. Diese Versuche werden dreimal am Tag gemacht. Bei dem dritten Test werden die Mäuse zehnmal täglich in eine Ecke eines Behälters gesetzt und es wird beobachtet, wie sie sich umdrehen. 84 Tage nach der Operation werden alle Mäuse mit einer Überdosis eines Narkosemittels getötet.

Diese Arbeit wurde von TÜBITAK, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und der Leducq Stiftung finanziell unterstützt.

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: Extracellular vesicles derived from neural progenitor cells — a preclinical evaluation for stroke treatment in mice

Autoren: X. Zheng (1), L. Zhang (1), Kuang (1), V. Venkataramani (2), F. Jin (3), K. Hein (1), M. P. Zafeiriou (4,5,6), C. Lenz (7,8), W. Moebius (9), E. Kilic (10), D. M. Hermann (11), M. S. Weber (1,12), H. Urlaub (7,8), W.-H. Zimmermann (4,5,6), M. Bähr (1), Thorsten R. Doeppner (1,10)*

Institute: (1) Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch Str. 40, 37075 Göttingen, (2) Institut für Pathologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, (3) Department of Hematology, Cancer Center, The First Hospital of Jilin University, Changchun, Jilin, China, (4) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, (5) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Göttingen, (6) Cluster of Excellence “Multiscale Bioimaging: from Molecular Machines to Networks of Excitable Cells” (MBExC), Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, (7) Bioanalytische Massenspektrometrie, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, (8) Institut für klinische Chemie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, (9) Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, Göttingen, (10) Regenerative and Restorative Medical Research Center, Istanbul Medipol University, Istanbul, Türkei, (11) Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Essen, Essen, (12) Institut für Neuropathologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen

Zeitschrift: Translational Stroke Research 2020; doi: 10.1007/s12975-020-00814-z

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5156



Dokument 74Titel: Der selektive Androgenrezeptor-Modulator Ostarin verbessert die Knochenheilung bei kastrierten weiblichen Ratten
Hintergrund: Ein Mittel, das eventuell für Knochenheilung bei Frauen mit Osteoporose benutzt werden könnte, wird an weiblichen Ratten getestet, denen die Eierstöcke entfernt und die Schienbeine durchgesägt wurden.
Tiere: 63 Ratten
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der zuständigen Behörde in Oldenburg (14/1396) genehmigt. Es werden 63 weibliche 12 Wochen alte Spague-Dawley Ratten aus der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borchen, verwendet. Die Tiere werden in Gruppen von 3 bis 4 Ratten pro Käfig gehalten. Zunächst werden alle Tiere in Narkose gelegt. Bei 10 Ratten wird ein Identifikationschip unter die Haut gesetzt und die Tiere werden nicht weiter behandelt (Kontroll-Gruppe). Bei 46 Ratten wird ein Chip eingepflanzt und ihre beiden Eierstöcke werden chirurgisch entfernt. Nach 8 Wochen wird bei allen Tieren unter Narkose ein 0,5 mm breiter Spalt in beide Schienbeine gesägt. Mit einer Titanplatte und fünf Schrauben werden die beiden Knochenende des Schienbeins fixiert. Die Tiere erhalten vier Tage lang ein Schmerzmittel. 10 Ratten bekommen keine weiteren Medikamente und drei Gruppen von je 12 Ratten bekommen jeweils eine niedrige, mittlere oder hohe Dosis der Substanz Ostarin über 5 Wochen mit dem Futter. 12, 19, 27 und 35 Tage nach der Operation an den Schienbeinen wird jeweils ein unterschiedlicher Farbstoff unter die Haut der Tiere gespritzt, um damit sich neu bildendes Knochengewebe zu färben. Am Tag 35 nach der Operation werden alle Ratten mit CO2 betäubt und geköpft. Blut, Knochen und andere Gewebe werden für weitere Analysen entnommen.

Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Frauenheilkunde, Hormonforschung, Knochenchirurgie

Originaltitel: The selective androgen receptor modulator ostarine improves bone healing in ovariectomized rats

Autoren: Marina Komrakova (1)*, Judith Furtwängler (1), Daniel Bernd Hoffmann (1), Wolfgang Lehmann (1), Arndt Friedrich Schilling (1), Stephan Sehmisch (1)

Institute: (1) Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und plastische Chirurgie, Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch Str. 40, 37075 Göttingen

Zeitschrift: Calcified Tissue International 2020; 106: 147–157

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5155



Dokument 75Titel: Die Aufmerksamkeit verstärkt neuronale Darstellungen von Änderungen der sensorischen Eingabe auf Kosten der Wahrnehmungsgenauigkeit
Hintergrund: Es wird an Rhesusaffen untersucht, welche Hirnregionen aktiviert werden, während die Tiere sich bewegende Muster auf einem Monitor beobachten.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von einer nicht genannten Behörde genehmigt. Der Ort der Versuche wird nicht genannt. Es werden zwei männliche Rhesusaffen verwendet. Die Herkunft der Tiere wird nicht genannt. Die Affen werden „trainiert“, in einem Fixierstuhl (Primatenstuhl) zu sitzen. Als Belohnung bekommen sie ein bisschen Flüssigkeit, was darauf hinweist, dass die Tiere für eine ungenannte Zeit vorher durstig gehalten werden. Die Affen werden in Narkose operiert. Ein Metallimplantat wird auf dem Schädel der Tiere implantiert, um die zukünftige Fixierung des Kopfes zu ermöglichen. Ein weiteres Implantat, eine verschließbare Elektrodenkammer, wird über einem Bohrloch im Schädelknochen im Bereich der Sehrinde befestigt. Durch die Kammer können später mehrere nadelförmige Elektroden ins Gehirn der Affen eingeführt werden. Ein drittes Implantat, eine Metallspule, wird in die Bindehaut der Augen der Tiere eingebracht, um ihre Augenbewegungen zu registrieren.

Bei den eigentlichen Versuchen müssen die Affen über längere Zeitperioden in einem Fixierstuhl mit an dem Metallimplantat angeschraubtem Kopf sitzen. Die Tiere beobachten einen Punkt auf einem Computermonitor und müssen je nach Bewegungsrichtung anderer Punkte, die auf dem Bildschirm auftauchen, einen Hebel betätigen. Wenn sie die Aufgabe richtig ausführen, bekommen sie ein bisschen Flüssigkeit als Belohnung, was wieder davon spricht, dass die Tiere vor den Versuchen Durst ausgesetzt sind. Wenn sie den Blick vom Punkt abwenden oder nicht in dem gewünschten Augenblick den Hebel loslassen, bekommen sie keine Flüssigkeit. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Es werden auch Versuche mit 21 Probanden gemacht, die Punkte auf einem Monitor beobachten müssen.

Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Neurobiologie, Neurophysiologie

Originaltitel: Attention ampli?es neural representations of changes in sensory input at the expense of perceptual accuracy

Autoren: Vahid Mehrpour (1,2,3,6)*, Julio C. Martinez-Trujillo (4), Stefan Treue (1,2,3,5)*

Institute: (1) Abteilung Kognitive Neurowissenschaften am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) - Leibniz-Institut für Primatenforschung, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience (BCCN), Hermann-Rein-Str. 3, 37075 Göttingen, (3) Leibniz-WissenschaftsCampus Primatenkognition, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (4) Department of Physiology and Pharmacology, University of Western Ontario, London, Kanada, (5) Fakultät für Biologie und Psychologie, Georg-August-Universität, Wilhelm-Weber-Str. 2, 37073 Göttingen, (6) Department of Psychology, University of Pennsylvania, Philadelphia, USA

Zeitschrift: Nature Communications 2020; 11: 2128. doi: 10.1038/s41467-020-15989-0

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5154



Dokument 76Titel: Die drahtlose Aufzeichnung von sich freibewegenden Affen zeigt, dass die Kodierung des motorischen Ziels im frontoparietalen Kortex außerhalb der unmittelbaren Reichweite liegt
Hintergrund: Es wird eine neue Einrichtung für eine drahtlose Aufnahme der Hirnaktivität an nicht fixierten Rhesusaffen getestet und es wird gemessen, welche Hirnregionen während verschiedener Bewegungen aktiviert werden.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES, 3392 42502-04-13/1100) genehmigt. Die Versuche finden am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen statt. Es werden zwei männliche Rhesusaffen (6 und 15 Jahre alt) verwendet. Die Herkunft der Tiere wird nicht genannt. In einer vorhergehenden Operation, die nicht Teil dieser Studie ist, sind die Affen mit einem am Kopf verankerten Haltebolzen ausgestattet worden, der dazu dient, den Kopf des Tieres unbeweglich zu fixieren. Die Affen werden „trainiert“, in einem Fixierstuhl (Primatenstuhl) mit fixiertem Kopf zu sitzen. Als Belohnung bekommen sie etwas Saft, was darauf hinweist, dass die Tiere für eine ungenannte Zeit vorher durstig gehalten werden.

Die Affen werden in Narkose gelegt. Ein Teil des Schädelknochens und die darüber liegenden Gewebe werden über der rechten Gehirnhälfte entfernt und eine Platte mit 32 nadelförmigen Elektroden wird darüber angebracht. Die Elektroden werden tief ins Gehirn der Affen eingeführt. Das ganze System wird mittels 13 Schrauben fest an den Schädel der Tiere geschraubt. Am Ende der Operation wird die Öffnung am Schädel mittels des ausgeschnittenen Knochens und Zahnzement gefüllt.

Die Fixierung am implantierten Haltebolzen wird nur kurzzeitig vorgenommen, um Manipulationen an der Elektrodenkammer vorzunehmen. Für die weiteren Versuche verbringt jeder der zwei Affen ca. 40 bis 65 Minuten alleine in einem speziellen Käfig mit mehreren Knöpfen. Sie sind dabei nicht fixiert. Mit Hilfe der Elektroden werden die Gehirnaktivitäten bei verschiedenen Bewegungen drahtlos gemessen. Lichtsignale weisen die Tiere ein, wann genau welcher Knopf gedrückt werden muss. Wenn ein Tier die Aufgabe korrekt ausführt, bekommt es Saft als „Belohnung“. Die zwei Affen wiederholen diese Tests 10 und 19 Mal. In einem in das Paper integrierten Video sieht man, dass der eine Affe an Haarausfall am Rücken leidet. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Europäischen Kommission finanziell unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Neurobiologie, Neurophysiologie

Originaltitel: Wireless recording from unrestrained monkeys reveals motor goal encoding beyond immediate reach in frontoparietal cortex

Autoren: Michael Berger (1,2)*, Naubahar Shahryar Agha (1), Alexander Gail (1,2,3,4)

Institute: (1) Abteilung Kognitive Neurowissenschaften am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Fakultät für Biologie und Psychologie, Georg-August-Universität, Göttingen, (3) Leibniz-WissenschaftsCampus Primatenkognition, Göttingen, (4) Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience (BCCN), Göttingen

Zeitschrift: eLife 2020; 9:e51322. doi: 10.7554/eLife.51322

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5153



Dokument 77Titel: Gesichtsausdrücke von Emotionszuständen und deren neuronale Korrelationen bei Mäusen
Hintergrund: In der Studie soll untersucht werden, ob Mäuse auf emotionale Reize mit Gesichtsausdrücken reagieren und ob diese wichtige emotionale Eigenschaften widerspiegeln. Um die Gesichtsausdrücke zu untersuchen werden die Tiere einer Vielzahl von Reizen ausgesetzt, von denen angenommen wird, dass sie Veränderungen im Emotionszustand auslösen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern genehmigt. Es werden 4 verschiedene Mäuselinien verwendet, 3 transgene (genmanipulierte) und eine „normale“ Linie. Den Tieren wird unter Narkose ein Stab zum Fixieren auf dem Kopf implantiert sowie ein Fenster in den Schädel gesägt, bei dem Teile des Gehirns für die Messungen frei gelegt werden. Um bei den Tieren die zellulären Aktivitäten mit Licht zu kontrollieren, wird unter Narkose der Schädel geöffnet und es werden verschiedene Viruslösungen injiziert. Nachdem die Tiere sich von den diversen Operationen erholt haben, werden sie an die Fixierung gewöhnt. Zur Befestigung am Kopfhalter werden die Mäuse kurz anästhesiert. Nach jeder Kopffixierung und den verschiedenen Versuchen können sich die Mäuse mindestens 30 Minuten erholen.

Die eigentlichen Versuche sind sogenannte Stimulusversuche. Hier werden die fixierten Mäuse verschiedenen Reizen ausgesetzt. Diese sind

1. Fütterung mit einer Sonde von verschiedenen Zucker-, Salz-, Chininlösungen oder nur Wasser für durstige Tiere.

2. Elektroschocks am Schwanz.

3. Spritzen von Lithiumchlorid in den Bauchraum um Übelkeit auszulösen.

4. Angstauslösen durch wiederholte Elektroschocks am Schwanz für 30 Minuten, danach Ausruhen im Käfig und 24 Stunden später erneut fixieren und schocken.

5. Durst durch Wasserentzug für bis zu 20 Stunden. Danach werden die fixierten Tiere mit verschiedenen Lösungen gefüttert.

6. Konditionierte Geschmacksaversion. Hier werden die Tiere wieder durch Wasserentzug für 20 Stunden durstig gemacht, und dann im fixierten Zustand mit einer Zuckerlösung gefüttert und gleichzeitig mit Lithiumchlorid in den Bauchraum gespritzt, damit sie die Schmerzen mit der Zuckerlösung in Verbindung bringen.

Mit den Stimuli sollen folgende Emotionen ausgelöst werden: Chinin = Ekel, Zucker = Freude, Elektroschock = Schmerz, Lithiumchlorid = Übelkeit, Flucht = aktive Angst, Erstarren = passive Angst. Die Tiere werden den Reizen in Blocks von je 3 ausgesetzt, wobei die schlimmsten zum Schluss kommen.

Die Mäuse werden während der Versuche gefilmt und durch das Schädelfenster werden mit einem bildgebenden Verfahren Aufnahmen gemacht. Die Mimik der Mäuse wird zunächst von Menschen beobachtet und zugeordnet und später von einem computergesteuerten System analysiert.

In weiteren Experimenten werden durch die geöffnete Schädeldecke bestimmte Hirnbereiche aktiviert, um Emotionen bei den Mäusen zu erzeugen. Dazu werden optische Glasfaserkabel in das Hirngewebe implantiert und das Gehirn mit einem Laser stimuliert. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Diese Studie wurde finanziert von der Max-Planck-Gesellschaft, dem Europäischen Forschungsrat (ERC) im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Deutschen Israelischen Stiftung.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Facial expressions of emotion states and their neuronal correlates in mice

Autoren: Nejc Dolensek (1,2), Daniel A. Gehrlach (1,3), Alexandra S. Klein (1,3), Nadine Gogolla (1)*

Institute: (1) Forschungsgruppe Schaltkreise der Emotionen, Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Am Klopferspitz 18, 82152 Martinsried, (2) Ludwig-Maximilians Universität München, LMU BioCenter, Graduate School of Systemic Neurosciences, Großhaderner Str. 2, 82152 Planegg-Martinsried, (3) International Max Planck Research School for Molecular Life Sciences, München

Zeitschrift: Science 2020; 368: 89-94

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5152



Dokument 78Titel: Mikrobielle Umweltfaktoren bestimmen das Muster von entzündlichen Schäden in einem Mausmodell der Morbus Crohn-Entzündung
Hintergrund: „Versuchs“tiere, bei denen künstlich eine menschliche Morbus Crohn Entzündung ausgelöst wird, entwickeln andere Symptome, als Menschen. Hier wird gezeigt, dass die genetische Änderung der Tiere meist nicht reicht, um eine Morbus Crohn-ähnliche Entzündung auszulösen. Damit die Symptome der Tiere mehr denen der Menschen ähneln, muss die Darmflora (Keimbesiedelung im Darm) beeinflusst werden. Hierfür werden verschiedene „Keimmischungen“ ausprobiert und später untersucht, was für Entzündungen die Tiere entwickelt haben.
Tiere: 50 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: gezüchtete Mäuselinien verwendet, bei denen Gene ausgeschaltet wurden, damit die Tiere Entzündungen entwickeln, die an Morbus Crohn beim Menschen erinnern. Diese Mäuselinien werden bei drei unterschiedlichen Laboren bestellt. Woher genau, wird nicht erwähnt. Am Institut für Versuchstierkunde in Hannover wird manchen Tieren die Gebärmutter entfernt.

Die Tiere werden unterschiedlich gehalten, manche keimfrei, manche „konventionell“, um sie mit einer unterschiedlichen Keimumgebung zu konfrontieren. Mäuse der genmanipulierten Linie, die mit Keimen in der Umgebung konfrontiert werden, entwickeln schwerwiegende Darmentzündungen. Die Symptome werden mit Hilfe einer Darmspiegelung untersucht. Eine schwere Darmentzündung charakterisiert sich durch Schleimhautverdickung, Zysten, Geschwüre, Ausschüttung von Wundsekreten und veränderte Gefäßneubildung. Manche Tiere werden mit einem Mäuse-Norovirus infiziert. Wie lange die Tiere mit der schweren Darmentzündung am Leben gehalten werden, wieviel Tiere vorzeitig sterben und wann und wie die Tiere getötet werden, wird nicht erwähnt.

Die Studie wird finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Universität Erlangen-Nürnberg.

Bereich: Gastroenterologie, Entzündungsforschung

Originaltitel: Environmental microbial factors determine the pattern of inflammatory lesions in a murine model of Crohn’s Disease-like inflammation

Autoren: Iris Stolzer (1), Valentina Kaden-Volynets (2), Barbara Ruder (1), Marilena Letizia (6), Miriam Bittel (1), Philipp Rausch (3, 4), Marijana Basic (5), André Bleich (5), John F. Baines, Markus F. Neurath (1), Stefan Wirtz (1), Carl Weidinger, Stephan C. Bischoff (2), Christoph Becker (1), Claudia Gu?nther (1)*

Institute: (1) Medizin 1, Universitätsklinikum Erlangen , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nu?rnberg, Hartmannstrasse 14, 91052 Erlangen, (2) Universität Hohenheim, Ernährungsmedizin/Prävention und Genderforschung, Stuttgart, (3) Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön, (4) Institut für Experimentelle Medizin, Evolutionäre Genomik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, (5) Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Versuchstierkunde und Zentrales Tierlaboratorium, Hannover, (6) Medizinische Klinik fu?r Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

Zeitschrift: Inflammatory Bowel Diseases 2020; 26(1): 66-79

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5151



Dokument 79Titel: Einleitung einer akuten Transplantat-versus-Wirt-Erkrankung durch Neubildung von Blutgefäßen
Hintergrund: Forschungen zur Neubildung von Blutgefäßen nach einer Knochenmarkstransplantation.
Tiere: 300 Mäuse (wahrscheinlich sehr viel mehr)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden von Charles River, Sulzfeld, bezogen. Es handelt sich um Mäuse 6 verschiedener Zuchtlinien oder genmanipulierter Linien. Die Tiere werden in der Tierhaltungseinrichtung der Charité – Universitätsmedizin gehalten. Es werden 7 verschiedene Experimente durchgeführt, bei denen Mäusen Knochenmarkszellen von anderen Mäusen injiziert werden, um eine akute Transplantat-versus-Wirt-Erkrankung auszulösen; das ist eine akute Entzündungsreaktion nach einer Transplantation.

Bei einer Versuchsreihe erhalten die Mäuse zunächst 5 Tage ein Zytostatikum (Krebsmedikament) in die Bauchhöhle injiziert, dann Cyclophosphamid zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen für 3 Tage und schließlich Knochenmarks- und Milzzellen von anderen Mäusen in eine Vene injiziert. Bei der zweiten Versuchsreihe werden Mäuse mit einer hohen Dosis (900 cGy) bestrahlt, bevor ihnen Knochenmark- und Milzzellen injiziert werden. Bei zwei weiteren Versuchsreihen werden den Mäusen bestimmte Antikörper von Ratten gespitzt, die die Gefäßneubildung hemmen sollen. In drei weiteren Experimenten wird bei Mäusen eine Dickdarmentzündung (Kolitis) künstlich ausgelöst, indem Dextransulfatnatrium ins Trinkwasser gemischt wird, bevor ihnen Knochenmarkszellen oder Fluoreszenz-markierte Zellen injiziert werden.

Die Tiere werden zweimal pro Woche auf 5 klinische Anzeichen (Körperhaltung, Aktivität, Fell, Haut und Gewichtsabnahme) überprüft. Ob Tiere gestorben sind, wird einmal täglich kontrolliert. In einer Gruppe sterben alle Mäuse innerhalb von etwa 11 Tagen, in einer anderen innerhalb von 50 Tagen. Alle überlebenden Mäuse werden schließlich getötet, um ihre Gewebe zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Deutsche Krebshilfe, DKMS Stiftung Leben Spenden, Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, José Carreras Leukämie-Stiftung, Monika-Kutzner-Stiftung, Stefan-Mosch-Stiftung, Wilhelm-Sander-Stiftung und die Kommission für Nachwuchsförderung der Charité - Universitätsmedizin.

Bereich: Transplantationsforschung, Krebsforschung, Immunologie

Originaltitel: Initiation of acute graft-versus-host disease by angiogenesis

Autoren: Katarina Riesner (1)*, Yu Shi (1), Angela Jacobi (2), Martin Kräter (3), Martina Kapula (1), Aleixandria McGearey (1), Sarah Merlitz (1), Steffen Cordes (1), Jens-Florian Schrezenmeier (1,4), Jörg Mengwasser (1), Sabine Westphal (1), Daniel Perez-Hernandez (4), Clemens Schmitt (1,4), Gunnar Dittmar (4), Jochen Guck (2), Olaf Penack (1)

Institute: (1) Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie , Charité – Universitätsmedizin, Campus Virchow-Klinik, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Biotechnologisches Zentrum, Technische Universität Dresden, Dresden, (3) Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Technische Universität Dresden, Dresden, (4) Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gesellschaft, Berlin

Zeitschrift: Blood 2017; 129(14): 20212030

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5150



Dokument 80Titel: Wirkung von Alkohol auf eine durch Interleukin-6 vermittelte Entzündungsantwort bei einem Mausmodell für akute-zu-chronische Leberschädigung
Hintergrund: Es wird ein neues „Tiermodell“ für alkoholbedingte Leberschäden vorgestellt.
Tiere: 128 Mäuse
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Als genehmigende Behörde wird die Universität des Saarlands genannt (TV 44/2015). Es werden nicht genmanipulierte Mäuse der Zuchtlinie C57BL/6J verwendet sowie Knockout-Mäuse, die durch Fehlen eines Gens chronische Leberentzündung, Leberfibrose und später Leberkrebs entwickeln. Die Herkunft der Mäuse wird nicht erwähnt. Den Tieren wird zunächst 5 Tage lang Flüssignahrung angeboten, um sie daran zu gewöhnen. Anschließend erhält die Hälfte der Tiere über 10 Tage mit Alkohol (Ethanol) versetzte Flüssignahrung. Kontrolltiere bekommen Flüssignahrung ohne Alkohol. Nach 10 Tagen wird der Alkoholgruppe eine große Menge Alkohol per Schlundsonde in den Magen eingegeben. Dieses soll Binge-Trinken simulieren („Rauschtrinken“). Kontrolltiere bekommen eine Flüssigkeit ohne Alkohol. 7-9 Stunden nach der Verabreichung werden alle Tiere auf nicht näher genannte Weise getötet. Blut und Lebergewebe werden untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Universitätsklinikum des Saarlands und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Bereich: Alkoholforschung, Suchtforschung

Originaltitel: Effect of alcohol on the interleukin 6-mediated inflammatory response in a new mouse model of acute-on-chronic liver injury

Autoren: Ersin Karatayli (1)*, Rabea A. Hall (1), Susanne N. Weber (1), Steven Dooley (2), Frank Lammert (1)

Institute: (1) Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum des Saarlands, Kirrberger Str. 100, Gebäude 41, 66421 Homburg, (2) II. Medizinische Klinik, Uniklinik Mannheim, Medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: BBA – Molecular Basis of Disease 2019; 1865: 298-307

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5149



<< Zurück zur Suche


Weitere Resultate finden Sie auf den folgenden Seiten:

<< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 >>

Drucken | Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen