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Datenbank Tierversuche

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Dokument 2141Titel: Verabreichung von SIN-1 + VIP in den Schwellkörper in einem In-vivo-Kaninchen-Modell für die Erektionsfunktion
Hintergrund: Behandlung von Potenzproblemen.
Tiere: 28 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen werden narkotisiert und auf den Rücken gelegt, das Muskelgewebe am Penis wird abgeschnitten. Eine mit einem Druckmessgerät verbundene Nadel wird in den Schwellkörper gestochen. In eine Hinterbeinarterie wird zur Blutdruckmessung ein Katheter (Plastikschlauch) gelegt. Nun werden zwei pharmakologische Substanzen in unterschiedlicher Kombination in den Schwellkörper injiziert. Bis zu 2 Stunden lang wird gemessen, ob sich der Druck im Schwellkörper als Zeichen für eine Erektion erhöht. Das weitere Schicksal der Kaninchen wird nicht beschrieben.

Bereich: Urologie

Originaltitel: Intracavernous administration of SIN-1 + VIP in an in vivo rabbit model for erectile function

Autoren: O. Sazova (1), A. Kadioglu (3), L. Gürkan (3), Z. Kayaarasi (3), S. Bross (1), M. Manning (1), K.P. Jünemann (1,2)*

Institute: (1) Klinik für Urologie, Klinikum Mannheim, Universität Heidelberg, (2) Klinik für Urologie, Universitätsklinikum, Christian-Albrechts-Universität Kiel, 24105 Kiel, (3) Department of Urology, Istanbul Faculty of Medicine, Istanbul University, Türkei

Zeitschrift: International Journal of Impotence Research 2002: 14, 44-49

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3060



Dokument 2142Titel: Multimodale Echokardiographie beim Schaffetus in der Fruchtblase: ein neuer Darstellungszugang während eines fetoskopischen Eingriffs zur Beurteilung von risikoreichen Schwangerschaften, bei denen konventionelle Methoden versagen
Hintergrund: Ultraschalluntersuchung eines Fetus.
Tiere: 7 Schafe (und ihre Feten)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Vor dem Experiment bekommen die im dritten Monat trächtigen Schafe (Schafe lammen nach 5 Monaten) 24 Stunden nichts zu fressen. Unter Narkose wird durch die Bauchwand ein Führungsrohr in die Fruchtblase gelegt. Durch dieses wird ein Ultraschallkopf eingeführt, mit dem das Herz des Fetus untersucht wird. Anschließend wird mit einem Fetoskop (Endoskop, langer Schlauch mit optischen System) festgestellt, ob die Ultraschalluntersuchung in der Fruchtblase Schäden hervorgerufen hat. Das weitere Schicksal der Schafe wird nicht beschrieben.

Bereich: Frauenheilkunde, Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Intra-amniotic multimodal fetal echocardiography in sheep: a novel imaging approach during fetoscopic interventions and for assessment of high-risk pregnancies in which conventional imaging methods fail

Autoren: Thomas Kohl (1,3)*, Maike Große-Hartlage (2), Martin Westphal (2), Dagmar Kienitz (3), Sebastian Aryee (3), Sarah Achenbach (3), Tim Buller (3), Christina Kossobutzki (1), Wiebke Gogarten (2), Johannes Vogt (3), Hans H. Scheld (4), Hugo Van Aken (2), Ulrich Gembruch (1)

Institute: (1) Frauenklinik, Universität Bonn, 53105 Bonn, (2) Anästhesiologie, Universität Münster, (3) Kinderkardiologie, Universität Münster, (4) Herz- und Thoraxchirurgie, Universität Münster

Zeitschrift: Ultrasound in Medicine and Biology 2002: 28(6), 731-736

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3059



Dokument 2143Titel: Das Lernverhalten im offenen Feld wird durch Nikotin verbessert und Mecamylamin vermindert, wenn beide nach dem Test in den Nucleus accumbens verabreicht werden
Hintergrund: Zusammenhang zwischen Nikotin und Gedächtnisleistung
Tiere: 116 Ratten (ca.)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Den Ratten wird mit Zahnzement und Schrauben unter Narkose eine Stahlkanüle (dünnes Rohr) in den Schädel gepflanzt. In diese Führungskanüle wird eine weitere Metallkanüle eingeführt, durch die später Substanzen in das Gehirn injiziert werden können. Nun wird bei den Tieren ein Gedächtnisexperiment durchgeführt. Eine Ratte wird in ein "offenes Feld", eine 60x60x38 große Plastikbox gesetzt. Es wird protokolliert, wie oft sich die Ratte innerhalb von 10 Minuten aufrichtet. Am nächsten Tag wird sie wieder in das "offene Feld" gesetzt. Erinnert sich die Ratte an die Box, richtet sie sich weniger oft neugierig auf. Eine Woche später erfolgt ein weiterer Test im "offenen Feld". Unmittelbar anschließend oder 5 Stunden später wird den Tieren gruppenweise entweder Nikotin, ein Gegenspieler des Nikotins oder eine Salzlösung in das Gehirn injiziert. Am folgenden Tag wird die Gedächtnisleistung im "offenen Feld" überprüft. Danach werden die Ratten getötet und ihre Gehirne untersucht.

Bei einem Versuch mit 18 Ratten wird der Versuch ohne vorherigen Test im "offenen Feld" durchgeführt.

Bereich: Alzheimerforschung, Psychopharmakologie

Originaltitel: Open field habituation learning is improved by nicotine and attenuated by mecamylamine administered posttrial into the nucleus accumbens

Autoren: S. Schildein (1), J.P. Huston (1), R.K.W. Schwarting (1)*

Institute: (1) Institut für Psychologische Psychologie I und Zentrum für Biologische und medizinische Forschung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 40225 Düsseldorf

Zeitschrift: Neurobiology of Learning and Memory 2002: 77, 227-290

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3058



Dokument 2144Titel: Selbstverabreichung von Alkohol bei zwei Rattenlinien, die selektiv auf extremes Angstverhalten gezüchtet wurden
Hintergrund: Haben ängstliche Menschen wegen der angsthemmenden Eigenschaften des Alkohols eine höhere Motivation Alkohol zu konsumieren, als nicht so ängstliche Personen?
Tiere: 80 Ratten
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Ratten wurden 10 Jahre lang in Hinblick auf ihr Angstverhalten gezüchtet. Jeweils mit besonders ängstlichen oder nicht ängstlichen Nachkommen wurde weitergezüchtet. Daraus entstanden zwei Rattenlinien, eine extrem ängstliche und eine extrem nicht ängstliche. Für die Experimente werden jeweils zur Hälfte ängstliche und nicht ängstliche Tiere verwendet. Den Ratten wird 11 Tage lang Wasser oder Alkohol (5, 10 oder 20%) angeboten. Anschließend wird der Alkohol für 14 Tage entfernt, um danach wieder angeboten zu werden. Das Trinkverhalten wird genau protokolliert. In einem zweiten Experiment wird den Tieren 10 Tage lang Wasser und eine Zuckerlösung zur Auswahl angeboten. Weitere Gruppen von ängstlichen und nicht ängstlichen Ratten erhalten Alkohol in die Bauchhöhle gespritzt. Sie werden im "erhöhten Plus-Irrgarten-Test" auf ihr Angstverhalten getestet. Eine Ratte wird in die Mitte eines plus-förmigen Aufbaus aus PVC gesetzt. Zwei Arme des Plus sind offen und hell erleuchtet, zwei Arme sind dunkel. Es wird beobachtet, wie oft die Ratte die angsteinflößenden, hellen oder die schützenden, dunklen Arme betritt. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht beschrieben.

Bereich: Alkoholforschung, Suchtforschung

Originaltitel: Alcohol self-administration in two rat lines selectivity bred for extremes in anxiety-related behavior

Autoren: Markus S.H. Henniger (1)*, Rainer Spanagel (1,2), Alexandra Wigger (1), Rainer Landgraf (1), Sabine M. Hölter (1)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Psychiatrie, 80804 München, (2) Abteilung für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: Neuropsychopharmacology 2002: 26(6), 729-736

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3057



Dokument 2145Titel: Mangel an Simian Immunodefizienzvirus (SIV)-spezifischer IgA-Reaktion im Darm von SIV-infizierten Rhesusaffen
Hintergrund: Veränderungen im Darm bei einer Infektion mit SIV ("Affen-AIDS-Virus").
Tiere: 22 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Die Rhesusaffen werden in North Carolina, USA bestellt. Nach sechs Wochen Quarantänezeit beginnen die Experimente. Vier Affen werden über Injektion in eine Vene mit SIV ("Affen-AIDS-Virus") infiziert, 4 weitere über den Enddarm. Zwei Affen bleiben als Kontrolle nicht infiziert. In bestimmten Abständen, nach 1, 2, 4, 12, 24, 36 und 48 Wochen werden unter Narkose Blut- und Speichelproben sowie eine Biopsie aus dem Enddarm genommen. Bei 12 weiteren, infizierten Affen werden ebenfalls Biopsien aus dem Enddarm genommen. Die Tiere sterben zwischen 4 und 18 Monaten nach der Infektion, die meisten an einer schweren Darmentzündung. Zwei Affen sterben an Darmkrebs.

Bereich: AIDS-Forschung

Originaltitel: Lack of simian immunodeficiency virus (SIV) specific IgA response in the intestine of SIV infected rhesus macaques

Autoren: F. Schäfer (1), S. Kewenig (1), N. Stolte (2), C. Stahl-Hennig (2), A. Stallmach (1), F.-J. Kaup (3), M. Zeitz (1), T. Schneider (1)*

Institute: (1) Innere Medizin II, Universität des Saarlandes, 66421 Homburg/Saar, (2) Abteilung für Virologie und Immunologie, Deutsches Primatenzentrum Göttingen, (3) Abteilung für Veterinärmedizin und Primatenhaltung, Deutsches Primatenzentrum Göttingen

Zeitschrift: Gut 2002: 50, 608-614

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3056



Dokument 2146Titel: Darstellung der Richtung von Geräuschquellen im unteren Colliculus beim Meerschweinchen in einer virtuellen Hörumgebung
Hintergrund: Verarbeitung von Hörreizen im Gehirn.
Tiere: 10 Meerschweinchen
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Mit Hilfe eines Kieferhalters wird der Kopf eines Meerschweinchens unter Narkose fixiert. Mini-Mikrophone werden wenige Millimeter vor dem Ohrkanal auf beiden Seiten platziert. Über 11 im Raum verteilte Lautsprecher werden Geräusche abgespielt. Der Tisch, auf dem das Meerschweinchen fixiert ist, wird in verschiedene Richtungen gedreht. Gleichzeitig werden mit den Mikrophonen Aufzeichnungen gemacht. Nach diesem ersten Experiment dürfen sich die Tiere mindestens 12 Stunden lang erholen. Ein zweiter Versuch findet unter leichter Narkose statt. Außer den Mikrophonen werden jetzt auch zwei Kopfhörer an den Ohreingängen angebracht. Auf dem Schädel wird mit Zahnzement ein Metallbolzen befestigt, mit dessen Hilfe der Kopf des Meerschweinchens fixiert wird. Es werden mehrere Löcher in den Schädel gebohrt, durch die Mikroelektroden in das Gehirn eingeführt werden. Über die Kopfhörer werden Geräusche zwischen 16 und 200 Hertz abgespielt. Gleichzeitig erfolgen über die Elektroden Messungen der Hirnströme. Schließlich wird an der Stelle, an der Elektroden sitzen, eine kleine Verletzung gesetzt, um die korrekte Position der Elektrode später kontrollieren zu können. Die Meerschweinchen werden auf nicht näher beschriebene Weise getötet, ihre Gehirne untersucht.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Representation of sound source direction in the superior colliculus of the guinea pig in a virtual auditory environment

Autoren: Susanne J. Sterbing (1,3)*, Klaus Hartung (2), Klaus-Peter Hoffmann (1)

Institute: (1) Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, (2) Institut für Kommunikationsakustik, Ruhr-Universität Bochum, (3) University of Connecticut Health Center, Farmington, USA

Zeitschrift: Experimental Brain Research 2002: 142, 570-577

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3055



Dokument 2147Titel: Schnelle Gammaschwingungen in den Hirnbereichen MT und MST treten bei visueller Stimulierung auf, aber nicht bei visuell geführten Verfolgungsbewegungen
Hintergrund: Reaktion des Gehirns auf verschiedene visuelle Reize.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Bei den beiden Affen wird mit Hilfe von Schrauben und Zahnzement unter Narkose ein Kopfhalter, zwei Kammern und ein Stecker auf dem Schädeldach verankert. In den beiden Kammern werden Elektroden in die Hirnrinde eingeführt. Auf die Lederhaut der Augen werden kleine Metallspulen gepflanzt, mit denen die Augenbewegungen registriert werden können. Von den Spulen führt ein Draht zu dem Stecker auf dem Schädel. Bei den eigentlichen Experimenten erhält ein Affe zunächst nichts zu trinken, so dass er Durst bekommt. Dann wird er in einen Primatenstuhl gesetzt, der Kopf festgeschraubt. Die Hände des Tieres sind frei beweglich. Das Tier muss einen grünen Punkt auf dem vor ihm aufgebauten Bildschirm mit den Augen fixieren. Dann erscheint ein beweglicher Punkt, den es mit den Augen verfolgen muss. Die Augenbewegungen werden mithilfe der eingepflanzten Spule kontrolliert.

In einem anderen Experiment kann der Affe mit einem "Joy Stick" in der rechten Hand einen Cursor auf dem Bildschirm bewegen. Das Tier muss wieder den grünen Punkt in der Mitte des Bildschirms mit den Augen fixieren. Der Affe muss nun einen sich bewegenden Balken mit dem Cursor verfolgen, dabei aber die Augen auf dem grünen Punkt fixiert lassen. Wendet er die Augen ab oder verfolgt er den Balken nicht richtig, wird das Experiment abgebrochen und es beginnt von Neuem. Erst wenn der Affe, die Aufgabe vollständig richtig erledigt hat, bekommt er etwas zu Trinken. Während der Versuche werden über die eingepflanzten Elektroden Hirnströme gemessen. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht beschrieben.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Fast gamma oscillation in areas MT and MST occur during visual stimulation, but not during visually guided manual tracking

Autoren: Wolfgang Kruse (1)*, Klaus-Peter Hoffmann (1)

Institute: (1) Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum

Zeitschrift: Experimental Brain Research 2002: 147, 360-373

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3054



Dokument 2148Titel: Gerichtete Asymmetrie von Neuronen bei Makaken in den Hirnrindenbereichen MT und MST, die zum Bereich NOT-DTN projizieren
Hintergrund: Erforschung des Sehens.
Tiere: 10 Affen (6 Rhesusaffen, 4 Javaneraffen)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Die Affen werden die narkotisiert, neuromuskulär gelähmt und künstlich beatmet. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Apparat gespannt. Die Kopfhaut wird eingeschnitten, das Schädeldach geöffnet. Elektroden werden in bestimmte Bereiche des Gehirns gesteckt. Die Augen werden mithilfe von Kontaktlinsen auf einen Bildschirm gerichtet. Auf dem Bildschirm werden Punkt- und Streifenmuster gezeigt, gleichzeitig werden über die Elektroden Hirnströme gemessen. Insgesamt werden so bei den 10 Tieren über einen Zeitraum von 10 Jahren (!) 2.139 Nerven in 12 Hirnbereichen gemessen. Schließlich werden die Affen auf nicht näher beschriebene Weise getötet.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Directional asymmetry of neurons in cortical areas MT and MST projecting to the NOT-DTN in macaques

Autoren: Klaus-Peter Hoffmann (1), F. Bremmer (1), A. Thiele (1), C. Distler (1)

Institute: (1) Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2002: 87, 2113-2123

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3053



Dokument 2149Titel: Zeitliche Beziehung der Populationsaktivität in den Sehbereichen MT/MST und in der primären Bewegungsrinde während visuell geleiteter Verfolgungsbewegungen
Hintergrund: Mechanismen der Umsetzung im Gehirn von visuellen Reizen in Bewegungen der Hände.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Bei den beiden Affen wird mithilfe von Schrauben und Zahnzement unter Narkose ein Kopfhalter, zwei Kammern und ein Stecker auf dem Schädeldach verankert. In den beiden Kammern werden Elektroden in die Hirnrinde eingeführt. Auf die Lederhaut der Augen werden kleine Metallspulen gepflanzt, mit denen die Augenbewegungen registriert werden können. Von den Spulen führt ein Draht zu dem Stecker auf dem Schädel. Eine Woche nach der Operation beginnen die Experimente. Die Tiere müssen eine zeitlang dursten. Dann wird ein Affe in einen Primatenstuhl gesetzt, der Kopf festgeschraubt. Die Hände des Tieres sind frei beweglich. Vor dem Tier ist ein Bildschirm aufgebaut. Mit einem "Joy Stick" in der rechten Hand kann der Affe einen Cursor auf dem Bildschirm bewegen. Das Tier muss einen grünen Punkt in der Mitte des Bildschirms mit den Augen fixieren. Dies wird mit Hilfe der eingepflanzten Spulen kontrolliert. Dann erscheint ein breiter Balken, der sich über den Bildschirm bewegt. Der Affe muss den Balken mit dem Cursor verfolgen, dabei aber die Augen auf dem grünen Punkt fixiert lassen. Wendet er die Augen ab oder verfolgt er den Balken nicht richtig, wird das Experiment abgebrochen und es beginnt von Neuem. Erst wenn der Affe, die Aufgabe vollständig richtig erledigt hat, bekommt er etwas zu Trinken. In einem anderen Experiment muss der Cursor auf einen Punkt am Rand des Bildschirms bewegt werden. Während der Versuche werden über die eingepflanzten Elektroden Hirnströme gemessen. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht beschrieben.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Temporal relation of population activity in visual areas MT/MST and in primary motor cortex during visually guided tracking movements

Autoren: Wolfgang Kruse (1), Sabine Dannenberg (1), Raimund Kleister (1), Klaus-Peter Hoffmann (1)*

Institute: (1) Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum

Zeitschrift: Cerebral Cortex 2002: 12, 466-476

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3052



Dokument 2150Titel: Spatio-temporale Plastizität der Aufnahmefelder der Hirnrinde als Reaktion auf visuelle Reize bei der erwachsenen Katze
Hintergrund: Erforschung des Sehens
Tiere: 15 Katzen
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter Vollnarkose statt. In einen bestimmten Bereich des Gehirns werden dünne Mikropipetten (Röhren) aus Glas eingepflanzt. Die Operation hierzu wird nicht näher beschrieben. Vor den Augen der Katzen werden auf einem Monitor Lichtbalken gezeigt. Gleichzeitig werden mithilfe der Mikropipetten elektrische Entladungen im Gehirn gemessen. Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht erwähnt.

Bereich: Neurophysiologie, Sehforschung

Originaltitel: Spatio-temporal plasticity of cortical receptive fields in response to repetitive visual stimulation in the adult cat

Autoren: D. Eyding (1), G. Schweigart (1), U.T. Eysel (1)*

Institute: (1) Institut für Neurophysiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum

Zeitschrift: Neuroscience 2002: 112 (1), 195-215

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3051



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