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Datenbank Tierversuche

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Dokument 641Titel: Gai2- und Gai3-defiziente Mäuse zeigen entgegengesetzte Schweregrade von Schäden durch Mangel- und Wiederdurchblutung des Herzmuskels
Hintergrund: Experimentelles Abklemmen von Herzkranzgefäßen bei Mäusen mit einem bestimmten Gendefekt.
Tiere: 54 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Es werden zwei verschiedene genetisch veränderte Mäuselinien gezüchtet. Hierfür werden die Mäuse in der Regel über 9 Generationen ingezüchtet. Mindestens 54 genmanipulierte Mäuse und ihre "normalen" Geschwister werden für die Experimente benutzt. Die Tiere werden mit Pentobarbital anästhesiert und der Brustkorb wird aufgeschnitten, um eine Herzkranzarterie für bis zu zwei Stunden abzuklemmen. Dann wird die Arterie wieder durchgängig gemacht und die abgestorbenen Gewebeteile markiert und dokumentiert. Die Mäuse wachen nicht mehr aus der Anästhesie auf. Die Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Open Access Publishing Fund der Universität Tübingen und der NIH finanziert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Gai2- and Gai3-Deficient Mice Display Opposite Severity of Myocardial Ischemia Reperfusion Injury

Autoren: David Köhler (1), Vasudharani Devanathan (2), Claudia Bernardo de Oliveira Franz (1), Therese Eldh (2), Ana Novakovic (2), Judith M. Roth (1), Tiago Granja (1), Lutz Birnbaumer (3), Peter Rosenberger (1), Sandra Beer-Hammer (2)*, Bernd Nürnberg (2)*

Institute: (1) Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Tübingen, (2)* Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Wilhelmstr. 56, 72074 Tübingen, (3) Laboratory of Neurobiology, Division of Intramural Research, Research Triangle Park, North Carolina, USA

Zeitschrift: PLoS One 2014: 9(5); e98325. doi: 10.1371/journal.pone.0098325

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4516



Dokument 642Titel: Verbesserte Heilung von Knorpel- und Knochen-Knorpel-Verletzungen der Trochlea im Vergleich zum medialen Kondylus beim Schaf
Hintergrund: Beim Menschen werden Bohrlöcher unter einem Knorpeldefekt eingesetzt, um die Knorpelbildung anzuregen. Hier werden die Erfahrungen aus der Klinik in ein "Tiermodell" umgesetzt. Dabei geben die Autoren zu bedenken, dass kein bisher getestetes "Tiermodell" (Hund, Schaf, Ziege, Pferd) alle klinischen Aspekte berücksichtigt. Insbesondere gibt es biomechanische Unterschiede, weil Tiere auf vier Beinen Laufen, Menschen auf zwei.
Tiere: 14 Schafe (weibliche Merinoschafe)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Bei den Schafen ungenannter Herkunft wird unter Narkose mittels minimalinvasiver Chirurgie jeweils ein Knie operiert. Bei 7 Tieren werden am unteren Ende des Oberschenkelknochens zwei Fenster von 4x8 mm Größe in den Knorpel geschnitten. Der gesamte Knorpel in diesen Fenstern wird entfernt. In den darunter liegenden Knochen werden 6 Löcher von 1 mm Durchmesser und 10 mm Länge gebohrt. Bei den anderen 7 Schafen werden zwei Löcher von 3,2 mm Durchmesser und 5 mm Tiefe in Knorpel und Knochen gebohrt. Die Knie werden wieder zu genäht und die Tiere erhalten ein Schmerzmittel. Sechs Monate nach der Operation werden alle Schafe auf nicht genannte Weise getötet. Die Knie werden herausgeschnitten und mittels bildgebender Verfahren und gewebekundlich untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch Gesellschaft für Orthopädische-Traumatologische Sportmedizin (GOTS), die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) und die Deutsche Arthrose-Hilfe e.V.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Improved repair of chondral and osteochondral defects in the ovine trochlea compared with the medial condyle

Autoren: Patrick Orth(1,2), Heinz-Lothar Meyer (1), Lars Goebel (1), Mona Eldracher (1), Mai Fang Ong (3), Magali Cucchiarini (1), Henning Madry (1,2)*

Institute: (1) Zentrum für Experimentelle Orthopädie, Universität des Saarlandes, Kirrberger Str. Gebäude 37, 66421 Homburg, (2) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg, (3) Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik, Universität des Saarlandes, Homburg

Zeitschrift: Journal of Orthopaedic Research 2013: 31; 1772-1779

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4515



Dokument 643Titel: Quantifying additive evoked contributions to the event-related potential
Hintergrund: Messung von Hirnströmen beim Affen.
Tiere: 1 Affe (Makake (ohne Nennung der Art))
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Ein Makake (ohne Nennung der Art) wird operativ mit einem Kopfhalter und einem Bohrloch ausgestattet. Durch das Bohrloch im Schädel werden später Elektroden in das Hirngewebe eingelassen. In die Bindehaut der Augen werden Metallspulen eingesetzt, mit denen die Augenbewegungen des Tieres verfolgt werden können. Der Affe wird in einen Affenstuhl gesetzt. Sein Kopf mit Hilfe des auf dem Schädelknochen verschraubten Haltebolzens unbeweglich fixiert. Dem Affen wird eine bestimmte Verhaltensweise antrainiert. Als "Trainingsmethode" wird üblicherweise Durst eingesetzt, d.h., der Affe erhält nur etwas Flüssigkeit, wenn er eine Aufgabe dem Forscherwunsch entsprechend erledigt hat. Außerhalb der Versuche erhält das Tier nichts zu Trinken. Die Aufgabe sieht vor, dass der Affe mit den Augen auf einen Punkt auf einem Bildschirm starren muss. Daneben tauchen Kurven auf, die unterschiedlich schnell über den Bildschirm wandern. Entsprechend der Richtung und Geschwindigkeit der Kurven muss er einen Hebel drücken. Dabei darf er den Blick nicht von dem Fixierungspunkt abwenden. Macht er alles richtig, bekommt er einen Tropfen Flüssigkeit in den Mund geträufelt. Gleichzeitig werden mittels über das Bohrloch eingelassener Elektroden Hirnströme gemessen. Das weitere Schicksal des Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden Affen über mehrere Jahre solchen Prozeduren unterzogen.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Quantifying additive evoked contributions to the event-related potential

Autoren: Georg Turi (1,2,3)*, Sascha Gotthardt (4), Wolf Singer (1), The Anh Vuong (5), Matthias Munk (6), Michael Wibral (2)

Institute: (1) Institut für Neuophysiologie, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Deutschordenstr. 46, 60528 Frankfurt, (2) MEG Unit, Brain Imaging Center, Goethe-Universität Frankfurt, (3) Cognitive Neuroscience Lab, Institut für Psychologie, Goethe-Universität Frankfurt, (4) Institute of Neuroscience, Newcastle University, Newcastle upon Tyne, Großbritannien, (5) Professur Graphische Datenverarbeitung, Institut für Informatik, Goethe-Universität Frankfurt, (6) Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Tübingen

Zeitschrift: NeuroImage 2012; 59, 2607-2624

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4514



Dokument 644Titel: Wirkung von Bohrungen unterhalb des Knorpels auf die Mikroarchitektur des Knochens unterhalb von Knorpel – Analyse eines Großtiermodells nach 6 Monaten
Hintergrund: An Schafen wird untersucht, inwieweit Bohrlöcher im Knochen den Knochen zerstören.
Tiere: 23 Schafe (weibliche Merinoschafe)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Herkunft der Schafe wird nicht genannt. Die Versuche finden am Zentrum für Experimentelle Orthopädie, Universität des Saarlandes in Homburg statt. 22 Schafe werden unter Narkose operiert, ein Schaf bleibt zum Vergleich unoperiert. Bei den 22 Tieren wird das linke Knie aufgeschnitten, die Kniescheibe zur Seite geschoben, um an das untere Ende des Oberschenkelknochens zu gelangen. Dort wird in den Knorpel ein Fenster von 4x8 mm Größe geschnitten. Der gesamte Knorpel in diesem Fenster wird entfernt. In den darunter liegenden Knochen werden 6 Löcher von 1 mm Durchmesser und 10 mm Länge gebohrt. Das Knie wird wieder zu genäht und die Tiere erhalten ein Schmerzmittel.

In den nächsten 1 – 6 Wochen werden drei Tiere aufgrund einer Wundinfektion getötet. Die restlichen 19 Schafe werden 6 Wochen nach der Operation auf nicht genannte Weise getötet. Die Knie werden herausgeschnitten und mittels bildgebender Verfahren und gewebekundlich untersucht.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Effect of subchondral drilling on the microarchitecture of subchondral bone – Analysis in a large animal model at 6 months

Autoren: Patrick Orth(1,2), Lars Goebel (1), Uwe Wolfram (3), Mai Fang Ong (4), Stefan Gräber (4), Dieter Kohn (2), Magali Cucchiarini (1), Anita Ignatius (3), Dietrich Pape (5), Henning Madry (1,2)*

Institute: (1) Zentrum für Experimentelle Orthopädie, Universität des Saarlandes, Kirrberger Str. Gebäude 37, 66421 Homburg, (2) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg, (3) Institut für Orthopädische Forschung und Biomechanik, Zentrum für Muskuloskeletale Forschung, Universität Ulm, Ulm, (4) Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik, Universität des Saarlandes, Homburg, (5) Olympic Medical Center, Centre Hospitalier de Luxembourg, Clinique d’Eich, Luxembourg

Zeitschrift: The American Journal of Sports Medicine 2012: 40(4), 828-836

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4513



Dokument 645Titel: Eine neue Tracking-Methode für genaues Hand- und Arm-Tracking bei kleinen Primaten
Hintergrund: Entwicklung und Tests eines mit Sensoren ausgestatteten Handschuhs für die Nachverfolgung von Hand- und Armbewegungen für die Affenhirnforschung.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Es werden ein 8 Jahre alter weiblicher Rhesusaffe und ein nicht weiter spezifizierter Affe verwendet. Die Tiere werden trainiert, einen speziellen, mit Sensoren ausgestatteten Handschuh an einer Hand zu tolerieren. Der Handschuh dient dazu, die Hand- und Armbewegungen ganz genau nachzuverfolgen. Als Trainingsmethode wird für diesen Teil des Versuchs positive Verstärkung eingesetzt, d.h. die Tiere werden durch Belohnungen motiviert, ohne ihnen zuvor etwas zu entziehen. Bei dem Weibchen dauert die Trainingsperiode, bis der Handschuh toleriert wird, 4 Monate, bei dem anderen Affen einen Monat.

Beim eigentlichen Versuch muss ein Affe seine Hand mit dem Handschuh auf einen Hebel legen. Bei unterschiedlichen Lichtsignalen muss der Affe entweder den Hebel präzise oder kräftig drücken. Als Trainingsmethode wird hier der üblicherweise eingesetzte Durst verwendet. Die Tiere bekommen außerhalb der Experimente nichts zu trinken und für eine richtig gelöste Aufgabe ein paar Tropfen Saft in den Mund geträufelt. Es ist denkbar, dass auch das Training zur Tolerierung des Handschuhs auf diese Weise erfolgt. Experimentatoren nennen die Gabe von Saft an durstende Affen "Belohnung". Tatsächlich jedoch kann das Tier seine lebensnotwendige Flüssigkeitsration nur durch "Mitarbeit" erhalten. Eine Tötung der Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden die Primaten für mehrere Studien, oft über Jahre, verwendet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: A new tracking method of accurate hand- and arm-tracking for small primates

Autoren: S. Schaffelhofer (1), H. Scherberger (1,2)*

Institute: (1) Deutsches Primatenzentrum GmbH, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Biologische Fakultät, Universität Göttingen, 37077 Göttingen

Zeitschrift: Journal of Neural Engineering 2012: 9(2); 026025. doi:10.1088/1741-2560/9/2/026025

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4512



Dokument 646Titel: Kodering für numerische Regeln im präfrontalen, prämotorischen und hinteren Parietalkortex von Makaken
Hintergrund: Nervenaktivitäten im Hirn während ein Affe Mengen (Anzahl von Punkte) abschätzt.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Bei den Affen wird unter Narkose ein Haltebolzen auf dem Schädelknochen verankert. Außerdem wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine verschließbare Kammer befestigt, durch die später Elektroden in das Hirngewebe eingelassen werden. In die Bindehaut der Augen werden Metallspulen eingesetzt, mit denen die Augenbewegungen verfolgt werden können.

Die Affen müssen in einem Primatenstuhl sitzend Aufgaben am Bildschirm erledigen. Der Kopf der Tiere ist dabei an dem Haltebolzen fixiert, so dass keine Kopfbewegung mehr möglich ist. Der Affe muss seine Augen auf einen Punkt auf dem Bildschirm richten und einen Hebel drücken. Es erscheint eine Anzahl schwarzer Punkte, die sich der Affe merken muss. Die Punkte verschwinden und ein eine andere Anzahl Punkte erscheint. Sind es mehr Punkte als zuvor, muss der Affe den Hebel loslassen, sind es weniger, muss er den Hebel gedrückt halten. Gleichzeitig werden Elektroden durch das Bohrloch in das Hirngewebe eingelassen, um Hirnströme an verschiedenen Stellen des Gehirns zu messen.

In dieser Arbeit wird nicht erwähnt, wie die Affen dazu gebracht werden, die Aufgaben zu erfüllen. Üblicherweise wird dazu Durst eingesetzt. Der Affe erhält außerhalb der Experimente im Affenstuhl nichts zu trinken. Macht er eine Aufgabe richtig, bekommt er ein paar Tropfen Flüssigkeit mit einem Schlauch in den Mund geträufelt. Eine Tötung der Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden die Primaten für mehrere Studien, oft über Jahre, verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die VolkswagenStiftung unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Numerical rule coding in the prefrontal, premotor, and posterior parietal cortices of macaques

Autoren: Daniela Vallentin, Sylvia Bongard, Andreas Nieder*

Institute: Institut für Neurobiologie, Lehrstuhl Tierphysiologie, Universität Tübingen, Geschwister-Scholl-Platz, 72074 Tübingen

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2012: 32 (19); 6621-6630

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4511



Dokument 647Titel: Nervenaktivitäten und Gamma-Schwingungen spiegeln ausdrücklich das Sehbewusstsein im seitlichen präfrontalen Kortex wieder
Hintergrund: Nervenaktivitäten im Affenhirn beim Aufblitzen eines Fotos vor den Augen des Tieres.
Tiere: 3 Affen (ohne Nennung der Art)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt.

Bei den Affen wird unter Narkose ein Haltebolzen auf dem Schädelknochen verankert. In die Bindehaut der Augen wird eine Metallspule einoperiert. Mit ihr können die Augenbewegungen verfolgt werden. Außerdem wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine verschließbare Kammer befestigt, durch die später Elektroden in das Hirngewebe eingelassen werden.

Die Affen müssen in einem Primatenstuhl sitzend Aufgaben am Bildschirm erledigen. Der Kopf der Tiere ist dabei an dem Haltebolzen fixiert, so dass keine Kopfbewegung mehr möglich ist. Der Affe muss seine Augen auf den Bildschirm richten und einen Hebel drücken. Seine Augenbewegungen werden mit Hilfe der Spule registriert. Vor einem Auge erscheint ein schwarz-weißes Muster. Dann blitzt für wenige Millisekunden das Foto eines Affen vor dem anderen Auge auf. Der Affe darf während der ganzen Zeit seinen Blick nicht vom Bildschirm wegbewegen. Wenige Millisekunden später ist die Aufgabe erledigt und der Affe kann den Blick wieder wegbewegen. Gleichzeitig werden Elektroden durch das Bohrloch in das Hirngewebe eingelassen, um Hirnströme zu messen.

Macht das Tier alles richtig, erhält es einen Tropfen Saft in den Mund geträufelt. Außerhalb der Experimente im Affenstuhl erhalten die Affen nichts zu trinken. Der Affe muss sich seine lebensnotwendige Flüssigkeitsration "erarbeiten". Eine Tötung der Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden die Primaten für mehrere Studien, oft über Jahre, verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Neuronal discharges and gamma oscillations explicitly reflect visual consciousness in the lateral prefrontal cortex

Autoren: Teofanis I. Panagiotaropoulos (1)*, Gustavo Deco (1,3), Vishal Kapoor (1), Nikos K. Logothetis (1,4)

Institute: (1) Abteilung für Physiologie und Kognitive Prozesse, Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Spemannstr. 38-44, 72076 Tübingen, (2) Department of Information and Communication Technologies, Universitat Pompeu Fabra, Barcelona, Spanien, (3) Institutio Catalana de la Recerca, Universitat Pompeu Fabra, Barcelona, Spanien, (4) Disvision of Imaging Science and Biomedical Engineering, University of Manchester, Manchester, Großbritannien

Zeitschrift: Neuron 2012: 74, 924-935

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4510



Dokument 648Titel: Supramodale Anzahlselektivität von Nervenzellen im präfrontalen Kortex und in der hinteren Parietalrinde beim Primaten
Hintergrund: Nervenaktivitäten im Hirn während ein Affe die Anzahl von Punkten vergleicht.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt.

Bei den Affen wird unter Narkose ein Haltebolzen auf dem Schädelknochen verankert. Außerdem wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine verschließbare Kammer befestigt, durch die später Elektroden in das Hirngewebe eingelassen werden. Die Affen müssen in einem Primatenstuhl sitzend Aufgaben am Bildschirm erledigen. Der Kopf der Tiere ist dabei an dem Haltebolzen fixiert, so dass keine Kopfbewegung mehr möglich ist. Der Affe muss seine Augen auf den Bildschirm richten und einen Hebel drücken. Auf dem Bildschirm erscheint nach einem akustischen Signal eine Anzahl von bis zu vier schwarzen Punkten. Die Punkte verschwinden und eine neue Anzahl Punkte erscheint. Wenn es sich um die gleiche Anzahl Punkte handelt, muss der Affe den Hebel loslassen. Bei unterschiedlicher Anzahl muss er den Hebel gedrückt lassen. Gleichzeitig werden Batterien von 4-8 Elektroden durch das Bohrloch in das Hirngewebe eingelassen, um Hirnströme zu messen. Insgesamt werden bei dieser Studie bei den beiden Affen die Nervenaktivitäten von 432 einzelnen Zellen gemessen.

In dieser Arbeit wird nicht erwähnt, wie die Affen dazu gebracht werden, die Aufgaben zu erfüllen. Üblicherweise wird dazu Durst eingesetzt. Der Affe erhält außerhalb der Experimente im Affenstuhl nichts zu trinken. Macht er eine Aufgabe richtig, bekommt er ein paar Tropfen Flüssigkeit mit einem Schlauch in den Mund geträufelt. Eine Tötung der Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden die Primaten für mehrere Studien, oft über Jahre, verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Supramodal numerosity selectivity of neurons in primate prefrontal and posterior parietal cortices

Autoren: Andreas Nieder

Institute: Institut für Neurobiologie, Lehrstuhl Tierphysiologie, Universität Tübingen, Geschwister-Scholl-Platz, 72074 Tübingen

Zeitschrift: PNAS 2012: 109(29), 11860-11865

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4509



Dokument 649Titel: Implantatstabilität bei der Behandlung von MRSA-Knochenimplantatinfektionen mit Linezolid gegenüber Vancomycin bei einem Kaninchenmodell
Hintergrund: Vergleich zweier Antibiotika, die seit mindestens Mitte der 1990 Jahre beim Menschen eingesetzt werden bei einer künstlichen Knocheninfektion beim Kaninchen.
Tiere: 36 Kaninchen (weiße Neuseelandkaninchen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Bei den weiblichen Kaninchen wird unter Narkose ein Loch am unteren Ende Oberschenkelknochens gebohrt. In das Loch wird ein 4 x 5 mm großes, zylindrisches Stück Titan im Knochen eingesetzt. Bei drei Gruppen mit je 4 Kaninchen wird das Titanimplantat vor dem Einbringen mit Bakterien bestrichen, um so eine Knocheninfektion zu erzeugen. Jeweils ein Teil der Kaninchen mit und ohne Bakterien erhalten nach der Operation zehn Tage lang zweimal täglich Antibiotika unter die Haut injiziert, bzw. mit einer Schlundsonde in den Magen eingegeben. Es kommen je nach Gruppe zwei verschiedene Antibiotika zum Einsatz, die miteinander verglichen werden sollen. Sechs Wochen nach der Operation werden die Kaninchen durch Überdosis eines Barbiturats getötet, um den Grad der Knocheninfektion zu beurteilen.

Die Arbeit wurden unterstützt durch die Firmen Pfizer, Karlsruhe, und Aeskulap, Tuttlingen.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Implant stability in the treatment of MRSA bone implant infections with Linezolid versus Vancomycin in a rabbit model

Autoren: Kerstin Schroeder (1), Hans-Georg Simank (2), Helga Lorenz (1), Stefanie Swoboda (3), Heinrich K. Geiss (4), Lars Helbig (1)*

Institute: (1) Orthopädische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Schlierbacher Landstr. 200a, 69118 Heidelberg, (2) Orthopädische Gemeinschaftspraxis, Hof, (3) Institut für Hygiene, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, (4) Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt

Zeitschrift: Journal of Orthopedic Research 2012: 30; 190-195

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4508



Dokument 650Titel: Die Hemmung von Phosphodiesterase 5 (PDE5), ANP und NO reduzieren schnell die Kontraktion des Nebenhodengangs, die Langzeit PDE5-Hemmung in vivo tut dies jedoch nicht
Hintergrund: Untersuchung des Mechanismus bei Potenzstörungen und Sterilität bei Männern und des Einflusses von Viagra an isoliertem Nebenhodengewebe von Ratten und Männern.
Tiere: 10 Ratten (mindestens)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wird vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt.

Es wird Nebenhodengewebe von 10 Ratten verwendet, die vermutlich für eine andere Studie getötet worden sind. Dabei handelte es sich um Versuche, bei denen Ratten drei Wochen lang täglich mit Sildenafil, dem Wirkstoff des Potenzmittels Viagra, behandelt wurden, um Lungenhochdruck zu erzeugen. Sildenafil hemmt ein bestimmtes Enzym im Nebenhodengewebe. Eine unbekannte Anzahl unbehandelter Ratten dient als Kontrolle. Die Ratten werden auf nicht genannte Weise getötet und die Organe sowie das Nebenhodengewebe zu Untersuchungen entnommen. Das Gewebe wird verschiedenen Tests unterzogen, für die teilweise polyklonale Antikörper von Kaninchen verwendet werden. Zudem werden Untersuchungen an menschlichem Nebenhodengewebe aus medizinisch notwendigen Operationen durchgeführt.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Land Hessen und von der Behring-Roentgen-Stiftung gefördert.

Bereich: Andrologie

Originaltitel: Phosphodiesterase 5 (PDE5) inhibition, ANP and NO rapidly reduce epididymal duct contractions, but long-term PDE5 inhibition does not

Autoren: A. Mietens (1), S. Tasch (1), C. Feuerstacke (1), G. Eichner (2), J. Volkmann (1), R. T. Schermuly (3), F. Grimminger (3), D. Müller (1), R. Middendorff (1)*

Institute: (1) Institut für Anatomie und Zellbiologie, Justus-Liebig-Universität Gießen, Aulweg 123, 35385 Gießen (2) Mathematisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen, (3) Abteilung für Innere Medizin, Justus-Liebig-Universität Gießen

Zeitschrift: Molecular and Cellular Endocrinology 2012: 349, 145-153

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4507



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