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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1311Titel: Die Veränderung des zeitweisen zellauswärtsgerichteten Kaliumstroms durch Hemmung des Endothelin-A-Rezeptors in normalen und vergrößerten Rattenherzen
Hintergrund: Der Beeinflussung der elektrischen Reizleitung im Herzen durch eine chemische Substanz (Darusentan) wird untersucht, außerdem deren Wirkung auf die Massenzunahme des Herzmuskels. Eine Verengung der Hauptschlagader bewirkt bei Ratten eine übermäßige Vergrößerung des Herzens. Dieser Effekt soll in dieser Arbeit durch eine chemische Substanz erreicht werden. Die gewünschte Verhinderung oder Verlangsamung des Wachstums konnte nicht gezeigt werden. Die Übertragbarkeit auf Menschen wurde nicht diskutiert.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)(mehrere Hundert)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Den Ratten wird eine Testsubstanz mit dem Trinkwasser verabreicht. Unter Narkose wird der Bauch aufgeschnitten und die Aorta (Hauptschlagader) freigelegt. Durch Einsetzen einer Metallklammer wird die Aorta auf 1 mm Innendurchmesser verengt. Dadurch wird der Ausstrom des Blutes aus dem Herz erschwert, das Herz reagiert mit übermäßigem Wachstum und Vergrößerung. Die Kontrollgruppe wird ohne die Verengung zu erzeugen "schein"-operiert. Nach 7 Tagen wird den Ratten unter Barbituratnarkose eine Nadel in die Vene eingesetzt zur Blutdruckmessung und das Herz mit einer weiteren Nadel zur Herzkammerdruckmessung angestochen. Gleichzeitig werden EKGs gemessen. Noch in Narkose wird den Tieren das Herz herausgeschnitten und die Zellen untersucht. Die Tötung findet durch Ausbluten in der Narkose statt. Angaben zu Haltungsbedingungen und Herkunft der Tiere werden nicht gemacht.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Herz-Kreislaufphysiologie

Originaltitel: Modulation of the transient outward K+ current by inhibition of endothelin-A receptors in normal and hypertrophied rat hearts

Autoren: Michael Wagner* (1,2), Diane Goltz (1), Carolin Stucke (1), Alexander Peter Schwoerer (1), Heimo Ehmke (1), Tilmann Volk (1,2)

Institute: (1) Institut für Vegetative Physiologie und Pathophysiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52, 20246 Hamburg, (2) Institut für Zelluläre und Molekulare Physiologie, Friedrich Wilhelm Universität Erlangen-Nürnberg

Zeitschrift: European Journal of Physiology 2007; 454:595-604

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3899



Dokument 1312Titel: Der Soforteffekt von löslichen Antigenen auf T-Effektorzellen in peripheren Organen des Immunsystems bei der Immuntherapie der experimentellen Autoimmun-Hirnhautentzündung (EAE)
Hintergrund: Bei Ratten wird durch das Einspritzen von Abwehrzellen eine experimentelle Hirnentzündung verursacht. Der "Behandlungsversuch" besteht in der Hemmung der Entzündung durch verschiedene Fremdeiweiße, die auf Zellen (sog. CD4-T) des körpereigenen Abwehrsystems wirken. Zusätzlich zur allenfalls teilweisen ähnlichkeit mit der Multiplen Sklerose der Menschen, weisen schon die Autoren für ihren "Behandlungsansatz" selbst auf Schockgefahr, Überreaktionen der körpereigenen Abwehr aufgrund der Bindung an die Körperzellen der Patienten, und mehrere(!) fehlgeschlagene therapeutische Versuche bei Patienten hin. Außerdem räumen sie ein, die eigentliche krankheitsauslösende Zielstruktur, das sogenannte Autoantigen für die Multiple Sklerose, unbekannt ist und es eher wahrscheinlich sei, dass mehrere davon in Menschen existieren, so dass alles in allem nur ein "Versprechen" sein könne.
Tiere: 147 Ratten (mindestens)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die 6-8 Wochen alten Ratten wurden vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bezogen. Bei den Ratten wird eine Hirnentzündung durch Gabe von aggressiven Abwehrzellen ins Blut ausgelöst. Sichtbare Krankheitszeichen sind Bewegungsstörungen und Lähmungen. Anschließend werden den Ratten Fremdeiweiße und Teile davon gespritzt, die an die Abwehrzellen binden. Die Milz wird als betroffenes Organ des Immunsystems erst in den lebenden Ratten mikroskopisch unter Narkose untersucht. Danach werden die Milz und das Rückenmark entnommen und untersucht. Zur "klinischen" Kontrolle werden auch änderungen der Bewegungsstörungen ausgewertet. Die Versuche wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Hertie-Stiftung unterstützt.

Bereich: Immunologie, Neurobiologie, Entzündungsforschung, Multiple Sklerose-Forschung

Originaltitel: Instant effect of soluble antigen on effector T cells in peripheral immune organs during immunotherapy of autoimmune encephalomyelitis

Autoren: Francesca Odoardi (1), Naoto Kawakami (1), Zhaoxia Li (1), Chiara Cordiglieri (1), Kristina Streyl (1), Mikhail Nosov (1), Wolfgang E. F. Klinkert (1), Joachim W. Ellwart (2), Jan Bauer (3), Hans Lassmann (3), Hartmut Wekerle (1) und Alexander Flügel* (1)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Am Klopferspitz 18, 82152 Martinsried, (2) Institut für molekulare Immunologie, Gesellschaft für Strahlenforschung, Nationales Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, München, (3) Hirnforschungszentrum, Universität Wien, Österreich

Zeitschrift: Proceedings of the National Academy of Sciences 2007; 104:920-925

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3898



Dokument 1313Titel: Der Einfluss von Blut auf die Wirksamkeit intraperitoneal (in die Bauchhöhle) eingebrachter Phospholipide zur Vorbeugung von Gewebeverwachsungen
Hintergrund: Die Anwendung von fettähnlichen Zellbestandteilen (sogenannten Phospholipiden) als "Trenn- bzw. Antihaftmittel" soll die Verwachsungen von Darm und Bauchwand bei Operationen in der Bauchhöhle verhindern.
Tiere: 40 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Es werden keine Angaben zur Herkunft der Tiere gemacht. Die Tiere werden in Einzelkäfigen unter ungehindertem Zugang zu Wasser und Nahrung gehalten. Nach "Eingewöhnung" werden die Tiere in vier gleichgroße Gruppen aufgeteilt. Nach Aufschneiden des Bauchs unter Narkose wird bei den Kaninchen eine 3x3 cm große Fläche der vorderen inneren Bauchwand und des Blinddarms mit Schleifpapier aufgeraut. Gruppe 1 bekommt eine Salzlösung, Gruppe 2 gelöste Zellmembranbestandteile (sogenannte Phospholipide) in die Bauchhöhle gespritzt. Gruppe 3 und 4 bekommen das gleiche wie 1 bzw. 2, zusätzlich wird den Tieren in Gruppe 3 und 4 vorher abgenommenes Blut in den Bauchraum dazugegeben. 10 Tage nach dem Eingriff werden die Tiere durch eine Barbituratspritze getötet. Das Gewebe wird durch Anschauen (makroskopisch) wie auch mikroskopisch untersucht.

Die experimentellen Arbeiten wurden unter deutscher Federführung an der Universität Moskau, Russische Föderation, durchgeführt, wo das Deutsche Tierschutzgesetz nicht gilt.

Die Arbeit wurde von der Fresenius AG, Bad Homburg unterstützt.

Bereich: Chirurgie, Entzündungsforschung

Originaltitel: The influence of blood on the efficacy of intraperitoneally applied phospholipids for prevention of adhesions

Autoren: Nick Butz* (1), Stefan A. Müller (2), Karl-Heinz Treutner (3), Michail Anurov (4), Svetlana Titkova (4), Alexander P. Oettinger (4), Volker Schumpelick (1)

Institute: (1) Universitätsklinikum Aachen, Chirurgische Klinik, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen, (2) Chirurgische Klinik I, Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Thorax-, Unfall- und Tumorchirurgie, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier, (3) Bauchzentrum, Park-Klinik Weißensee, Berlin, (4) Joint Institute for Surgical Research Russian Medical State University, Moscow, Russia

Zeitschrift: Biomed Central Surgery 2007, 7:14

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3897



Dokument 1314Titel: Der LPS-Rezeptor (CD 14) im Rahmen experimenteller autoimmunologischer Hirnhautentzündung und Multipler Sklerose
Hintergrund: Eine Gehirnentzündung wird in genetisch defekten und gesunden Mäusen erzeugt. Der Schweregrad der Entzündung wird der menschlichen Multiplen Sklerose verglichen, die damit nur begrenzt ähnlichkeit hat. Die Firma Biogen Idec stellt das Medikament Tysabri (Wirkstoff Natalizumab) her, ein Antikörper zur Behandlung von Multipler Sklerose. Die Anwendung fördert die Ausbreitung der Virus-Infektion (Auftreten pro Behandlung 1:1000) des Gehirns mit dem sogenannten JC-Virus, der in vielen Menschen nachweisbar, aber bei Gesunden unauffällig ist. Nach Todesfällen, die deswegen auftraten, wurde das Medikament 2005 vom Markt genommen und 2006 nach Revision durch die Behörden in der EU wieder mit strengerer Einsatzbeschränkung zugelassen. Es wirkt gegen MS, allerdings nicht bei akuten Verlaufsverschärfungen, wie sie im Experiment hier erzeugt werden.
Tiere: 93 Mäuse
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Tiere werden von Charles River (Sulzfeld) und Jackson Laboratories (Bar Harbor, Maine, USA) geliefert und in einer sterilen Umgebung gehalten. Bei den Mäusen fehlt der Hälfte der Tiere ein bestimmtes Merkmal des Immunsystems zur Erkennung von Bakterienbestandteilen (sogenannter CD 14). Dadurch reagieren sie empfindlicher auf Entzündungen. Allen Tieren wird eine reizende Flüssigkeit unter die Haut gespritzt. Diese besteht aus der Trägerlösung (sogenanntes inkomplettes Freundsches Adjuvans), ein darin aufgelöstes Gehirnzellenprotein sowie in der Lösung aufgeschwemmten, vorher getrockneten Tuberkulosebakterien. Damit wird eine experimentelle Gehirnentzündung ausgelöst. Einen und drei Tage später wird zusätzlich ein Eiweißstoff aus dem Bakterium, welches Keuchhusten auslöst (Pertussistoxin), den Mäusen in die Bauchhöhle gespritzt. Die Reaktion der körpereigenen Abwehr erzeugt Schäden im Nervensystem Bei den Tieren kommt es dadurch zu Lähmungen der Beine und Versagen der Darm- und Blasenschließmuskeln. Die Mäuse werden durch Austausch des Blutes mit Formaldehydlösung unter Narkose ca. 5 Wochen nach dem Auslösen der Hirnhautenzündung getötet. Gehirn und Rückenmark der Mäuse werden mit Gehirnschnitten und Körperflüssigkeiten von Multiple-Sklerose-Patienten verglichen.

Die Arbeit wurde von der Firma Biogen Idec unterstützt.

Bereich: Neurologie, Immunologie, Neurobiochemie, Entzündungsforschung, Multiple Sklerose-Forschung

Originaltitel: The LPS Receptor, CD 14 in Experimental Autoimmune Encephalomyelitis and Multiple Sclerosis

Autoren: Silke Walter (1), Axinia Doering (2), Maryse Letiembre (3), Yang Liu (1), Wenlin Hao (1), Ricarda Diem (3), Christian Bernreuther (4), Markus Glatzel (4), Britta Engelhardt (2), Klaus Fassbender* (1)

Institute: (1) Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Kirrberger Straße, Gebäude 90, 66421 Homburg / Saar, (2) Theodor-Kocher-Institut, Universität Bern, Schweiz, (3) Abteilung Neurologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, (4) Institut für Neuropathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg

Zeitschrift: Cellular Physiology and Biochemistry 2006; 17:167-172

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3896



Dokument 1315Titel: Die Microarray-Analyse zeigt unterschiedliche Genexpressionsmuster im Cortex der Maus nach Langzeitbehandlung mit Neuroleptika und Stimulantien: Auswirkungen auf Veränderungen des Körpergewichts
Hintergrund: Schizophrenie-Patienten nehmen unter der Therapie mit Medikamenten gegen Wahnvorstellungen (sogenannte Neuroleptika) an Körpergewicht zu. In der klinischen Praxis bereits etablierte Medikamente älteren und neuen Typs werden in Bezug auf diese Nebenwirkung und ihr zugrundeliegende Gene bei Mäusen verglichen. Die Gewichtsveränderungen bei Mäusen stimmen nicht mit denen bei Menschen überein.
Tiere: 55 Mäuse
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Herkunft der Tiere ist ungenannt. Die Tiere werden in Gruppen zu fünft unter einem 12-Stunden Tag- und Nacht-Rhythmus gehalten. Der Zugang zu Nahrung und Wasser ist unbeschränkt. Es werden humanmedizinisch etablierte Arzneimittel älteren und neueren Typs gegen Wahnvorstellungen und ein früher eingesetzter Appetitzügler verglichen. Der Appetitzügler, welcher nicht mehr als Medizin für Menschen im Handel ist, wird noch illegal als Partydroge, ähnlich wie Ecstasy, verwendet. Die Mäuse bekommen die Substanzen für 31 Tage in die Nahrung gemischt. Die Dosierung orientiert sich an den überwiegend bei Ratten bekannten unerwünschten Wirkungen der Substanzen. Die Mäuse werden regelmäßig gewogen. Danach wird der Kopf der Mäuse abgetrennt und die Gehirne auf das Vorkommen und die Häufigkeit der Genmuster untersucht.

Die Experimente wurden unter deutscher Projektleitung in der veterinärmedizinischen Abteilung der Universität Wien durchgeführt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das wissenschaftliche Herausgeberkollegium der Münchner Medizinischen Wochenschrift e. V., München.

Bereich: Neurologie, Psychiatrie, Neurobiochemie

Originaltitel: Microarray analysis reveals distinct gene expression patterns in the mouse cortex following chronic neuroleptic and stimulant treatment: implications for body weight changes

Autoren: C. Mehler-Wex* (1), E. Grünblatt (2), S. Zeiske (1), G. Gille (3), D. Rausch (4), A. Warnke (1), M. Gerlach (1)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Universitätsklinikum Würzburg, Nervenkliniken, Füchsleinstraße 15, 97080 Würzburg, (2) Klinische Neurochemie, Kompetenznetz Parkinson, Julius-Maximilians-Universität-Würzburg, (3) Klinik und Poliklinik für Neurologie, Neurologische Universitätsklinik, Klinikum Carl Gustav Carus, Dresden, (4) Veterinärmedizinische Universität Wien, Abteilung für Medizinische Chemie, Wien, Österreich

Zeitschrift: Journal of Neural Transmission. 2006; 113:1383-1393

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3895



Dokument 1316Titel: Untersuchung von hochporösem Knochenaufbaumaterial zur Mastoidhöhlenobliteration – introbulläre Applikation beim Meerschweinchen
Hintergrund: Vergleich zweier künstlicher Knochenmaterialien beim Meerschweinchen.
Tiere: 30 Meerschweinchen
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Meerschweinchen werden betäubt. Mit einem Bohrer wird auf beiden Seiten die Bulla aufgebohrt, eine knöchernde Struktur des Schädelknochens hinter dem Ohr, die das Mittelohr umgibt. In die rechte Bulla wird ein künstliches Knochenmaterial eingefüllt, in die linke ein Knochenmaterial, das aus Rinderknochen hergestellt wurde. Jeweils 5 Tiere werden nach 1, 2, 3, 4, 5 und 12 Wochen durch Injektion von Pentobarbital getötet, um die Knochen im Bereich des Ohres zu untersuchen.

Bereich: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Wiederherstellungschirurgie

Originaltitel:

Autoren: C. Punke (1)*, T. Zehlicke (2), C. Bolitze (1), H.W. Pau (1)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie "Otto Körner" der Universität Rostock, Doberaner Str. 137-139, 18057 Rostock, (2) Institut für Pathologie der Universität Rostock

Zeitschrift: Laryngo-Rhino-Otologie 2009: 88, 241-246

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3894



Dokument 1317Titel: In-vivo-Messungen des Blutflusses in den Herzkranzgefäßen mittels 16-Zelldetektor-Computertomographie (MDCT) am Schweinemodell
Hintergrund: Computertomographische Darstellung des Blutflusses nach einem künstlichen Herzinfarkt beim Schwein.
Tiere: 20 Schweine (80-100 kg)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Genehmigungsbehörde in Köln genehmigt. Drei Schweine werden für nicht näher beschriebene Vorversuche verwendet. Bei den 17 Schweinen des Hauptversuchs werden unter Narkose Katheter in die rechte Halsarterie und die rechte Halsvene gelegt. Ersterer dient der Blutdruckmessung, über den zweiten erfolgt eine Infusion. Das Brustbein wird aufgeschnitten und das Herz freigelegt. Eine Blutflussmesssonde wird entweder um die rechte vordere Herzkranzarterie oder die Brustaorta (Hauptschlagader) gelegt. Dann wird eine Manschette um die rechte Herzkranzarterie gelegt. Die Manschette wird zunächst nur etwas zugezogen, später stark. Dadurch wird das Herz weniger durchblutet. Gleichzeitig werden computertomographische Aufnahmen gemacht. Der Blutfluss wird mit den angebrachten Messgeräten gemessen. Bei 4 Schweinen wird außerdem eine Angiographie durchgeführt, d.h. eine Darstellung der Blutgefäße mit Hilfe eines Kontrastmittels. Bei 7 Tieren kommt es zu Komplikationen während der Operation: unkontrollierbare Blutungen, Herzversagen oder unkontrollierbares Absinken des Blutdrucks. Die Messungen bei diesen Schweinen können nicht verwendet werden. Am Ende der Experimente werden die Schweine durch Injektion von Pentobarbital (Narcoren (R))getötet.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: In-vivo measurements of coronary blood flow using 16-slice multidetector spiral computed tomography (MDCT) in a porcine model

Autoren: Kathrin Barbara Krug (1)*, H. Bovenschulte (1), H.J. Geißler (2), M. Flesch (3), T. Schneider (3), D. Brackrogge (4), I. Hoppelmann (4), H. Christ (5), J.H. Fischer (4), K.-J. Lackner (1)

Institute: (1) Institut und Poliklinik für Radiologische Diagnostik, Klinikum der Universität zu Köln, Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50931 Köln, (2) Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Klinikum der Universität zu Köln, (3) Klinik III für Innere Medizin, Klinikum der Universität zu Köln, (4) Institut für Experimentelle Medizin, Klinikum der Universität zu Köln, (5) Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie, Klinikum der Universität zu Köln

Zeitschrift: Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren 2009: 181, 220-229

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3893



Dokument 1318Titel: Biomechanische Evaluierung der Wiederherstellung der Rotationsmanschette bei einem Schafmodell: Verankerung der Nähte mittels arthroskopischer Mason-Allen-Nähte im Vergleich zu transossealen Nähten unter Verwendung von traditionellen, modifizierten Mason-Allen-Nähten
Hintergrund: Vergleich zweier chirurgischer Methoden zum Annähen des Schultermuskels, der für die Rotation des Arms zuständig ist. Anmerkung: Dabei wird nicht beachtet, dass Schafe im Gegensatz zum Mensch, ihre Vorderbeine nicht rotieren können. Der Muskel hat beim Schaf also eine ganz andere Funktion und ist anderen Belastungen ausgesetzt, als beim Menschen.
Tiere: 18 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Bei den Schafen wird jeweils eine Schulter operiert. Mit einem 12 cm langen Schnitt wird die Haut über der Schulter aufgeschnitten. Die Sehne des Muskels, der für die Rotation der Arme zuständig ist und der vom Schulterblatt zum oberen Ende des Oberarmknochens zieht (Musculus infraspinatus), wird dicht am Oberarmknochen abgeschnitten. Anschließend wird die Sehne wieder an der gleichen Stelle angenäht. Bei jeweils der Hälfte der Schafe wird eine unterschiedliche chirurgische Technik angewandt. Bei der einen Gruppe werden drei Löcher in den Oberarmknochen gebohrt, durch die chirurgische Fäden zum Fixieren der Sehne hindurchgezogen werden. In der zweiten Gruppe werden zwei Anker aus resorbierbarem Material im Knochen verankert, an denen die Sehne angenäht wird. Jeweils drei Tiere aus beiden Gruppen werden nach 6, 12 und 26 Wochen getötet, um die Schultern zu untersuchen. Außerdem werden die biomechanischen Eigenschaften der beiden Nahtmethoden an 16 Schafschultern von einem lokalen Schlachter untersucht.

Bereich: Orthopädische Chirurgie

Originaltitel: Biomechanical evaluation of rotator cuff repairs in a sheep model: Suture anchors using arthroscopic mason-Allen stitches compared with transosseous sutures using traditional modified Mason-Allen stitches

Autoren: Hans-Michael Klinger (1)*, Gottfried H. Buchhorn (1), Gabert Heidrich (2), Enrico Kahl (1), Mike H. Baums (1)

Institute: (1) Abteilung für Orthopädische Chirurgie, Universitätsklinikum Göttingen, Georg-August-Universität, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen, (2) Abteilung für Radiologie, Universitätsklinikum Göttingen, Georg-August-Universität Göttingen

Zeitschrift: Clinical Biomechanics 2008: 23, 291-298

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3892



Dokument 1319Titel: Ein bFGF/TCP-Gemisch hemmt die Knochenbildung bei einem Schafmodell
Hintergrund: Untersuchungen über das Füllen von Knochendefekten.
Tiere: 20 Schafe (Merino-Mix-Schafe)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Bei den 20 Schafen werden beide Hinterbeine operiert. Die Knieregion beider Beine wird geschoren, das Kniegelenk wird geöffnet, die Kniescheibe verschoben. In das untere Ende des Oberschenkelknochens wird ein Loch von 9,4 mm Dicke und 10 mm Länge gebohrt. Die Löcher werden bei jedem Bein unterschiedlich behandelt. Bei je 10 Beinen wird der Defekt entweder mit Knochenzement gefüllt oder mit Knochenzement und einem Wachstumsfaktor oder mit Knochenmaterial des eigenen Knochens (es wird nicht erwähnt, aus welchem Knochen des Schafes hierzu Knochenmaterial entnommen wird) oder das Loch wird leer gelassen. Die Kniescheibe wird zurückverlagert und das Knie chirurgisch verschlossen. Nach 7 und 12 Wochen werden die Beine der Schafe geröntgt. Anschließend werden die Tiere durch Überdosis von Pentobarbital und Kaliumchlorid getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Medizinische Fakultät der RWTH Aachen.

Bereich: Biomaterialforschung, Knochenchirurgie

Originaltitel: A bFGF/TCP-composite inhibits bone formation in a sheep model

Autoren: Uwe Maus*, Stefan Andereya, Jörg A.K. Ohnsorge, Sascha Gravius, Christian H. Siebert, Christopher Niedhart

Institute: Abteilung für Orthopädische Chirurgie, RWTH Aachen, Pauwelstr. 30, 52074 Aachen

Zeitschrift: Journal of Biomedical Material research Part B: Applied Biomaterials 2008: 85B, 87-92

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3891



Dokument 1320Titel: Vergleich der Sehfunktion mittels Elektroretinografie und visuell hervorgerufener Potentiale bei pigmentierten und Albino-Ratten
Hintergrund: Vergleich der Sehfunktion bei Albino- und pigmentierten Ratten.
Tiere: 30 Ratten (ca.)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Weibliche, trächtige Ratten zweier verschiedener Zuchtstämme (Albino Wistar-Ratten und pigmentierte Long-Evans-Ratten) werden bei der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Deutschland, bestellt. Die Jungen werden unter identischen Lichtverhältnissen (12 Stunden Dämmerlicht, 12 Stunden Dunkelheit) aufgezogen. Im Alter von 6 Wochen, 4, 7 und 10 Monaten wird bei den Tieren ein Elektroretinogramm (ERG) durchgeführt. Dazu werden die Ratten durch Injektion eines Narkosemittels in die Bauchhöhle betäubt. Das obere Augenlid wird mit einem chirurgischen Faden nach oben gezogen. Elektroden werden am Schwanz und im Mund zur Erdung angebracht. Die Pupillen werden medikamentös erweitert. Zwei Elektroden werden auf die Augenhornhäute aufgelegt. Nun werden die Augen mit Lichtblitzen verschiedener Intensität stimuliert. Gleichzeitig werden die Nervenimpulse der Augen gemessen. Insgesamt drei Ratten sterben bei "Narkosezwischenfällen". Das weitere Schicksal der anderen Ratten wird nicht erwähnt.

Bereich: Augenheilkunde, Versuchstierkunde

Originaltitel: Comparison of visual function in pigmented and albino rats by electroretinography and visual evoked potentials

Autoren: Peter Heiduschka*, Ulrich Schraermeyer

Institute: Abteilung für Experimentelle Vitreoretinale Chirurgie, Universitätsaugenklinik, Schleichstr. 12/1, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Graefes Archive of Clinical Experimental Ophthalmology 2008: 246, 1559-1573

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3890



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