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Datenbank Tierversuche

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Dokument 3871Titel: Kornea-Kindling bei Mäusen: Unterschiede hinsichtlich des Verhaltens und der Pharmakologie zum konventionellen Kindling
Hintergrund: Auswirkung bestimmter Medikamente auf epileptische Anfälle
Tiere: 90 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Mit Mäusen werden sogenannte "Kindling"-Experimente durchgeführt. Beim Kindling findet eine regelmäßige elektrophysiologische Reizung statt, die zu epileptischen Anfällen führt. Die Mäuse werden an 12 hintereinanderfolgenden Tagen alle 6 Stunden über die Hornhaut des Auges elektrisch gereizt, bis epileptische Anfälle auftreten. Dazu werden in Kochsalz getränkte Kupfer-Elektroden an der Hornhaut des Auges angebracht und Stromstöße von 3 mA Stärke und 3 Sekunden Dauer verabreicht. Die Intensität der entstandenen epileptischen Anfälle wird mit einer Skala von 1 bis 6 beurteilt (1 = leichte Zuckungen im Gesicht und Auge, bis 6 = tonische Streckung der Hinterpfoten). Mäuse, die nach 12 Tagen mit Anfällen der Stärke 3 oder größer reagieren, werden als "gekindelt" definiert. Um die krampfhemmende Wirkung von Phenytoin zu testen, werden den Mäusen zwei Stunden vor der Elektrostimulation unterschiedliche Dosierungen des Medikamentes in den Bauchraum gespritzt. Jede Maus wird viermal im Abstand von einer Woche mit Phenytoin behandelt. Zwei Stunden nach der letzten Medikamentengabe werden die Mäuse enthauptet und Blut und Gehirn untersucht. Ein erheblicher Teil der Tiere stirbt bereits während der Kindling-Reizung.

In einem weiteren Test werden gekindelte und gesunde Mäuse mit einer bestimmten Substanz (D-CPPene) behandelt. Das Verhalten der Tiere bzw. deren übermäßige bis verminderte Bewegungsaktivität im Käfig oder auf einer offenen Fläche, Bewegungsstörungen und ähnliches werden mithilfe weiterer Skalen beurteilt.

Bereich: Epilepsieforschung, Neuropharmakologie

Originaltitel: Corneal kindling in mice: behavioral and pharmacological differences to conventional kindling

Autoren: Heidrun Potschka (1), Wolfgang Löscher* (1)

Institute: (1)* Abteilung für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie, Veterinärmedizinische Hochschule, 30559 Hannover

Zeitschrift: Epilepsy Research 1999: 37, 109-120

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1206



Dokument 3872Titel: Vom Tagesrhythmus abhängige Schmerzreaktion bei Mäusen, bestimmt im Heizplattentest und im Schwanzschnipptest nach intravenöser Injektion von dalargin-beladenen Nanopartikeln
Hintergrund: Untersuchung von Schmerzreaktionen
Tiere: 120 Mäuse (mindestens)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Sechs Wochen alte Mäuse werden vor und nach intravenöser Injektion einer Testsubstanz (Dalargin mit Nanopartikeln) hinsichtlich ihrer Schmerzreaktion getestet. Beim Heizplattentest werden die Mäuse auf eine 58 Grad heiße Platte gesetzt und bei ersten Anzeichen einer Schmerzreaktion (d.h. wenn sich die Tiere die Pfoten lecken oder hochspringen) weggesetzt, spätestens jedoch nach 30 Sekunden, so dass keine größeren Verletzungen entstehen. Beim Schwanzschnipptest wird untersucht wie lange es dauert, bis die Tiere nach einem lokalen Schmerzreiz ihren Schwanz wegschlagen. Weiteres Schicksal der Tiere unbekannt.

Bereich: Schmerzforschung, Physiologie

Originaltitel: Circadian phase-dependent antinociceptive reaction in mice determined by the hot-plate test and the tail-flick test after intravenous injection of dalargin-loaded nanoparticles

Autoren: Peter Ramage (1), Jörg Kreuter (2), Björn Lemmer (2)*

Institute: (1) Institut für Pharmazeutische Technologie, Johann-Wolfgang-Goethe Universität, Biozentrum, Frankfurt, und (2)* Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fakultät für Klinische Medizin, 68169 Mannheim

Zeitschrift: Chronobiology International 1999: 16, 767-777

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1205



Dokument 3873Titel: Räumlich-zeitliche Muster der Induktion von Bradykininrezeptoren und Entzündungen in der Hinterwurzel nach einseitiger Nervenligatur bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung von beschädigten Nerven
Tiere: 16 Ratten (Anzahl unklar)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert und der Beinnerv (N. Ischiaticus) in mittlerer Höhe der Hüfte mit einem Faden abgebunden. Die Wunde wird anschließend Schicht für Schicht vernäht. Nach der Operation werden die Tiere täglich untersucht. Nach 2, 4, 10 oder 20 Tagen werden die Ratten erneut betäubt und die Nervenganglien auf der Höhe verschiedener Wirbelkörper entfernt. In Kontrollversuchen werden die Ganglien von nicht zuvor operierten bzw. nur scheinoperierten Ratten entnommen und untersucht.

Bereich: Schmerzforschung

Originaltitel: Spatio-temporal pattern of induction of bradykinin receptors and inflammation in rat dorsal root ganglia after unilateral nerve ligation

Autoren: Astrid Eckert (1), Gisela Segond von Banchet (1), Sieghart Sopper (2), Marlen Petersen (1)*

Institute: (1)* Institut für Physiologie, Universität Würzburg, 97070 Würzburg, und (2) Institut für Virologie und Immunobiologie, Universität Würzburg

Zeitschrift: Pain 1999: 83, 487-497

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1204



Dokument 3874Titel: Hirnwasser-Diffusion bei normalen und mit Kreatinin supplementierten Ratten während einer globalen Minderdurchblutung des Gehirns
Hintergrund: Untersuchung der Wasserdiffusion im Gehirn von Ratten während vorübergehender Minderdurchblutung
Tiere: 17 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Den 8 Ratten der Versuchsgruppe wird 10 Tage lang eine Substanz (Kreatinin), deren das Nervengewebe schützende Eigenschaft getestet werden soll, gefüttert. Die 9 Tiere der Kontrollgruppe erhalten normales Futter. Im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs werden die das Gehirn versorgenden Schlagadern 12 Minuten lang abgebunden, anschließend wird das Gehirn über 60 Minuten wieder durchblutet. Weiterhin wird durch eine Injektion ein Herzstillstand erzeugt. In jeder Phase des Experimentes werden Magnetresonanzuntersuchungen zur Beurteilung der Wasserdiffusion im Gehirn durchgeführt.

Bereich: Schlaganfallforschung, Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Brain water diffusion in normal and creatinin supplemented rats during transient global ischemia

Autoren: Markus Wick (1), Hiroyuki Fujimori (1), Thomas Michaelis (1)*, Jens Frahm (1)

Institute: (1)* NMR-Forschungs-GmbH am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, 37070 Göttingen

Zeitschrift: Magnetic Resonance in Medicine 1999: 42, 798-802

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1203



Dokument 3875Titel: Der Einfluß von Erfahrung auf die Orientierungskarten im visuellen Kortex bei der Katze
Hintergrund: Untersuchung von Nervenzellen in der Hirnrinde von jungen Kätzchen, die nur der Dunkelheit und einem Streifenmuster als optischem Reiz ausgesetzt waren
Tiere: 13 Katzen (13 junge Katzen (sowie deren Katzenmütter))
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Vom Zeitpunkt der Geburt an werden die kleinen Kätzchen und ihre Mütter in einem dunklen Raum gehalten. Nach etwa zwei Wochen werden die Kätzchen in einen Zylinder (2 m hoch, 65 cm im Durchmesser) gesetzt, der innen mit weißen und schwarzen Streifen in unterschiedlicher Neigung bestrichen ist. Die Tiere verbringen drei bis vier Stunden am Tag in dem Zylinder, die restliche Zeit in dem dunklen Raum ohne Licht. Zwei der Kätzchen mussten in den Zylindern brillenartige Gebilde mit Linsen von -14,75 Dioptrien tragen. Die eigentliche Experimente beginnen im Alter von 37 bis 54 Tagen, wenn die Kätzchen insgesamt zwischen 75 und 120 Stunden in dem Zylinder verbracht haben.

Die Kätzchen werden durch eine intramuskuläre Injektion anästhesiert, intubiert und künstlich beatmet. Dabei werden kontinuierlich die Herzaktion, die Atmung und die Körpertemperatur überwacht. Nun werden den Kätzchen verschiedene Lichtreize präsentiert. Eine Kamera wird dabei auf eine freigelegte Stelle des Gehirns (500 µm unterhalb der Hirnoberfläche) scharf eingestellt. (Details nicht beschrieben, siehe aber frühere Arbeiten: Schädeldecke wird geöffnet und die Gehirnoberfläche freigelegt). Bei einem Tier werden 18 Mess-Elektroden ins Gehirn eingebracht und die Nervenzellaktivität gemessen. (Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben. Offensichtlich am Ende der Experimente getötet.) Weitere 7 Kätzchen werden zur Kontrolle ohne die oben beschriebene Aufzucht im Dunkeln für entsprechende Experimente eingesetzt.

Bereich: Sehforschung, Neurophysiologie

Originaltitel: Influence of experience on orientation maps in cat visual cortex

Autoren: Frank Sengpiel (1)*, Petra Stawinski (1), Tobias Bonhoeffer (1)

Institute: (1)* Max-Planck-Institut für Neurobiologie, 82152 München-Martinsried

Zeitschrift: Nature Neuroscience 1999: 8, 727-732

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1202



Dokument 3876Titel: Verteilung von Neurofilamentproteinen im dorsolateralen prämotorischen Kortex beim Affen
Hintergrund: Untersuchung bestimmter Proteine im Gehirn
Tiere: 5 Affen (Makaken)
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Affen werden betäubt und mit einer intravenösen Injektion eines Schlafmittels getötet. Die Gehirne werden entfernt und untersucht.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Neurofilament protein distribution in the macaque monkey dorsolateral premotor cortex

Autoren: Stefan Geyer (1), (4)*, Karl Zilles (1), (2), (3), Guiseppe Luppino (4), Massimo Matelli (4)

Institute: (1)* Abteilung für Neuroanatomie, (2) C. und O.Vogt-Institut für Hirnforschung, Universität Düsseldorf, 40001 Düsseldorf, (3) Institut für Medizin, Forschungszentrum Jülich, und (4) Institut für Humanphysiologie, Universität Parma, Italien

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2000: 12, 1554- 1566

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1201



Dokument 3877Titel: Röntgenologische Analyse von Bewegungen der Vorderpfoten beim Berühren von Zielobjekten und bei der Nahrungseinnahme bei der Katze
Hintergrund: Untersuchungen der Bewegungen der Vorderpfoten von Katzen
Tiere: 5 Katzen
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die "kooperativen" ("co-operativ") Katzen sitzen in einer Box, in deren vorderen Wand in Schulterhöhe ein Futternapf angebracht ist. In einer Entfernung von 10 cm befindet sich zwei 3 x 3 cm große Plattformen, auf die die Katzen ihre Vorderpfoten setzen müssen. Die Hinterpfoten ruhen ebenfalls auf einer Plattform. Unter Röntgen- und Videokontrolle werden die Bewegungen der Tiere zum Ergreifen von Futter aus dem Napf untersucht.

Bereich: Physiologie

Originaltitel: X-ray kinematic analysis of forelimb movements during target reaching and food taking in the cat

Autoren: A.Boczek-Funcke (1)*, J.-P.Kuhtz-Buschbeck (1), B.Paschmeyer (1), M.Illert (1)

Institute: (1)* Abteilung für Physiologie, Christian- Albrechts-Universität Kiel, 24098 Kiel

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2000: 12, 1817-1826

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1200



Dokument 3878Titel: Effekte von künstlichen Klappen auf die Anpassung des Darms beim Kurzdarmsyndrom: eine integrierte Studie über morphologische und funktionale Veränderungen bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung der Dünndarmfunktion bei Teilresektion
Tiere: 100 Ratten (mindestens)
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert. Der Bauch wird in der Mitte aufgeschnitten und die Länge des Dünndarms ausgemessen. Nun wird den Ratten entweder der obere oder der untere Teil des Dünndarms entfernt und die Enden wieder aneinander genäht. Bei einigen wird zusätzlich eine künstliche Darmklappe geschaffen. Am Ende wird die Wunde geschlossen und die Tiere erhalten Flüssigkeit und 48 Stunden später auch Nahrung. Acht Wochen nach der Operation werden die Tiere erneut betäubt und ein Schlauch in den Magen vorgeschoben. Nun wird ein Kontrastmittel verabreicht und die Passagezeit des Kontratsmittels durch den Darm durch Röngenaufnahmen untersucht. Zusätzlich werden die Tiere erneut operiert. Unter Narkose wird wieder der Bauchraum geöffnet, die operierte Darmstelle freigelegt, mit einer Plastikkanüle geschient und eine physiologische Nährlösung verabreicht. Anschliessend wird der Bauch zugeklebt. Direkt nach der Perfusion des Darms wird Blut aus der Pfortader (zur Leber führende Vene) entnommen und die Konzentration des Verdauungshormons Gastrin gemessen. Am Ende der Experimente werden die Ratten auf nicht näher beschriebene Art und Weise getötet und der Darm untersucht.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Effect of artificial valves on intestinal adaptation in the short-bowel syndrom: an integrated study of morphological and functional changes in rats

Autoren: S.Willis (1)*, B.Klosterhalfen (3), S.Titkova (4), M.Anurov (4), M.Polivoda (4), M.Max (2), A.P.Öttinger (4), V.Schumpelick (1)

Institute: (1)* Abteilung für Chirurgie und (2) Anästhesiologie, (3) Institut für Pathologie, Universität Aachen, 52057 Aachen, und (4) Joint Institut of Surgical Research, Moscow, Russia

Zeitschrift: European Surgical Research 2000: 32, 111- 119

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1199



Dokument 3879Titel: Wirkung von Propentofyllin (HWA 285) auf fokale Ischämie bei Ratten: Effekte der Behandlung and Nachbehandlung auf die Infarktgröße
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung eines Medikaments auf die Infarktgröße beim Schlaganfall
Tiere: 37 Ratten
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden mit einer Injektion in den Bauchraum anästhesiert und Katheter in die Blutgefäße der Leiste gelegt, um Blutdruck und Herzfrequenz zu messen, bzw. Medikamente verabreichen zu können. Nun wird die mittlere Gehirnarterie verschlossen und somit die Gehirndurchblutung unterbunden. Dazu wird ein Nylonfaden durch die Halsschlagader bis in die Hirnarterie vorgeschoben und diese abgebunden. Nach dem experimentell erzeugten Schaganfall werden die Tiere in mehrere Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhält als Therapie nur eine Salzlösung, die anderen das zu testende Medikament als Infusion und als Injektion innerhalb eines Zeitraums von 12 Stunden. Nach 24 bzw. 48 Stunden werden die Ratten getötet, die Gehirne entnommen und die Infarktgröße untersucht.

Bereich: Schlaganfallforschung, Neurologie

Originaltitel: Effect of propentofyllin (HWA 285) on focal ischemia in rats: effect of treatment and posttreatment duration on infarct size

Autoren: Peter Haag (1)*, Tom Schneider (1), Wolf-Rüdiger Schäbnitz (1), Werner Hacke (1)

Institute: (1)* Abteilung für Neurologie, Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg

Zeitschrift: Journal of Neurological Sciences 2000: 175, 52- 56

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1198



Dokument 3880Titel: Neurologische Beeinträchtigung bei Ratten nach vorübergehendem Verschluss der Arteria cerebri media: Eine Vergleichsstudie unter verschiedenen Behandlungs-Paradigmen
Hintergrund: Untersuchung der Wirksamkeit unterschiedlicher Behandlungsmethoden nach zeitweiliger Minderdurchblutung des Gehirnes bei Ratten
Tiere: 44 Ratten
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Ratten werden betäubt, ein Schlauch wird in die Luftröhre geschoben. Die Tiere werden künstlich beatmet. In die Schwanzarterie wird ein Schlauch zur Überwachung der Kreislaufparameter und der Blutwerte gelegt. Zur Beurteilung der Durchblutung des Gehirnes wird über beiden Gehirnhälften ein Loch in die Schädeldecke gebohrt und ein Messgerät eingebracht. Eine Minderdurchblutung des Gehirns wird herbeigeführt, indem die rechte Halsschlagader freigelegt und von dort aus ein Faden in das Gehirn vorgeschoben wird, bis die zuvor angebrachten Messgeräte einen starken Abfall der Durchblutung anzeigen. Dieser Zustand wird für 90 Minuten aufrechterhalten. Anschließend folgt die Behandlung entsprechend der Behandlungsgruppe, der die Tiere zugeordnet wurden. So wird zum Beispiel eine Gruppe medikamentös behandelt, wohingegen bei einer anderen künstlich eine Unterkühlung durch Lagerung auf Eis herbeigeführt wird. Danach wird der Defektzustand der Ratten durch mehrere Tests beurteilt, wie z.B. das Laufen über einen Holzbalken oder das Festhalten an einem Stahldraht. Sieben Tage nach der Erzeugung der Minderdurchblutung werden die Ratten erneut narkotisiert und über das Herz mit einem Konservierungsmittel durchblutet. Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Bereich: Neurochirurgie, Neurologie

Originaltitel: Neurological impairment in rats after transient middle cerebral artery occlusion. A comparative study under various treatment paradigms

Autoren: Stefan Zausinger (1)*, Edwin Hungerhuber (2), Alexander Baethmann (2), Hans-Jürgen Reulen (1), Robert Schmid-Elsaesser (1)

Institute: (1)* Abteilung für Neurochirurgie, Klinikum Grosshadern, 81377 München, und (2) Institut für Chirurgische Forschung, Klinikum Grosshadern, München

Zeitschrift: Brain Research 2000: 863, 94-105

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1197



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