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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1611Titel: Einfluss der Tondauer und der Zeit zwischen zwei Tönen auf die Fähigkeit eines Makaken zwischen Frequenzkonturen zu unterscheiden
Hintergrund: Hörvermögen des Affen
Tiere: 1 Affe (Javaneraffe)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Der Affe wurde bereits für mindestens zwei andere Studien zur Unterscheidung von Tönen verwendet. In einer Studie musste er mehr als 100.000 Mal zwischen Tönen unterscheiden, während gleichzeitig in der Hörrinde Hirnströme gemessen wurden. Dem Tier muss schon vor längerer Zeit über einem Bohrloch im Schädelknochen eine verschließbare Kammer für Elektroden montiert worden sein. Diese Vorrichtung wird für die vorliegende Arbeit nicht gebraucht.

Der Affe wird in einem Affenstuhl fixiert. Bei Erleuchten einer Lampe muss er einen Hebel berühren. Es werden verschiedene Töne vorgespielt. Bei einem Ton mit sinkender Frequenz muss er den Hebel innerhalb weniger Millisekunden loslassen. Dafür erhält er 0,2 ml Wasser, also etwa ein bis zwei Tropfen. Bei einem falschen Ton oder bei zu langsamen Reagieren, gibt es kein Wasser. Affen erhalten bei dieser Art der Versuche üblicherweise außerhalb der Versuche überhaupt nichts zu trinken, damit sie genügend durstig sind, um zu kooperieren.

Jede Sitzung dauert eine bis drei Stunden mit ein bis zwei kurzen Pausen. Die Autoren bemerken, dass der Affe trotz seiner Erfahrung von mehr als 200.000 Versuchen, viele Fehler macht, was sie auf die sehr anspruchsvolle Arbeit, die eine hohe Konzentration des Tieres erfordert, zurückführen.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Hörforschung, Neurobiologie

Originaltitel: Influence of tone duration and intertone interval on the discrimination of frequency contours in a macaque monkey

Autoren: Michael Brosch*, Elena Oshurkova, Cornelia Bucks, Henning Scheich

Institute: Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39118 Magdeburg

Zeitschrift: Neuroscience Letters 2006: 97-101

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3533



Dokument 1612Titel: Adhäsion von roten Blutkörperchen an Endothelzellen nach akutem Training: Unterschiede bei den roten Blutkörperchen bei jungen und alten Ratten
Hintergrund: Veränderte Eigenschaften der roten Blutkörperchen nach körperlicher Ertüchtigung.
Tiere: 56 Ratten
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Es werden junge (10 Wochen) und alte (30 Wochen) Ratten verwendet. An vier Tagen vor dem Experiment müssen die Tiere vier Minuten lang mit einer Geschwindigkeit von 4m/min in einem Laufrad laufen. Am Versuchstag müssen sie eine Stunde bei 20m/min laufen. Den Tieren wird unmittelbar vor und nach dem Laufen eine Blutprobe aus der Schwanzvene entnommen. Weitere Blutentnahmen erfolgen 24 und 48 Stunden später. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Physiologie

Originaltitel: Adhesion of erythrocytes to endothelial cells after acute exercise: Differences in red blood cells from juvenile and adult rats

Autoren: A. Temiz Artmann (1)*, M. Akhisaroglu (2), Z. Sercan (3), H. Resmi (4), B.M. Kayatekin (2), K. Yorukoglu (5), G. Kirkali (4)

Institute: (1) Abteilung für Zellbiophysik und Biotechnik, Fachhochschule Aachen, 52428 Jülich, (2) Department of Physiology, Dokuz Eylul University School of Medicine, Izmir, Türkei, (3) Department of Medical Biology, Dokuz Eylul University School of Medicine, Izmir, Türkei, (4) Department of Biochemistry, Dokuz Eylul University School of Medicine, Izmir, Türkei

Zeitschrift: Physiology Research 2006: 55, 381-388

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3532



Dokument 1613Titel: Funktionelle Wiederherstellung eines Systems für die Schwerkraftwahrnehmung während der Entwicklung bei einem Insekt (Gryllus bimaculatus
Hintergrund: Bei Grillen wächst das Sinnesorgan zur Schwerkraftwahrnehmung nach, wenn man es abschneidet.
Tiere: 120 Wirbellose (mindestens 120 Grillen)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Grillen stammen aus der Zucht des Zoologischen Instituts der Universität Karlsruhe. Den Tieren werden während ihrer Entwicklung von verschiedenen Larvenstadien bis zum fertigen Insekt mehrfach die Fortsätze am Hinterleib abgeschnitten. Die Fortsätze, in denen sich bei Grillen ein Sinnesorgan zur Schwerkraftwahrnehmung befindet, wachsen nach und werden nach der nächsten Häutung wieder abgeschnitten. Manchmal werden auch nur die Härchen an einem oder beiden Fortsätzen abrasiert. Das Abschneiden und Rasieren geschieht unter CO2-Betäubung. An den nachgewachsenen Fortsätzen werden die Härchen gezählt. Vor und nach jedem Abschneiden oder Abrasieren werden die Tiere am Brustkorb an einem Halter fixiert und in eine fluoreszierende Röhre gesteckt. Die Röhre mit der Grille wird in 30-Grad-Schritten 360 Grad um die Längsachse gedreht. Vor dem Tier liegt in der Röhre eine Styroporkugel. Es wird beobachtet, wie die Grille beim Drehen den Kopf bewegt. Da die Antennen der Grillen dabei stören, werden diese auch abgeschnitten. Das weitere Schicksal der Tiere ist nicht bekannt.

Die Arbeit wurde durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Weltraumforschung

Originaltitel: Functional regeneration of a gravity sensory system during development in an insect (Gryllus bimaculatus)

Autoren: Eberhard Horn*, Werner Föller

Institute: Gravitations-Physiology, Abteilung für Neurobiologie, Universität Ulm, 89081 Ulm

Zeitschrift: NeuroReport 2001: 12(12), 2685-2691

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3531



Dokument 1614Titel: Veränderte Anziehungskräfte beeinflussen den statischen Gleichgewichtsaugenreflex bei Fischen (Oreochromis mossambicus)
Hintergrund: Wirkung der Schwerkraft auf das Gleichgewichtssystem von Fischen.
Tiere: Fische (Anzahl unbekannt)(Mosambik-Maulbrüter (unbekannte Anzahl))
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Fische (Mosambik-Maulbrüter) werden in der Versuchstiereinrichtung der Universität Ulm gezüchtet. Die Jungtiere werden zu fünft in Schalen mit 25 ml Wasser oder zu zwölft in Miniaquarien mit 42 ml Wasser gehalten. Die Tiere werden bei zwei Space Shuttle Missionen (STS-55, 1993 und STS-84, 1997) ins All geschossen und nach 9 Tagen wieder zurück gebracht. Zeitgleich werden Fische auf der Erde 9 Tage lang unter verschiedenen Schwerkräften (1g, 1,4g, 2g, 2,5g, 3g) gehalten. Eine erhöhte Schwerkraft wird erreicht, indem die Gläser mit den Tieren zentrifugiert werden. In den Wochen danach wird sowohl bei den Fischen des Raumflugs als auch bei den auf der Erde gebliebenen Tieren das Gleichgewichtssystem getestet. Ein Fisch wird dazu mechanisch immobilisiert. Wie, wird nicht erwähnt. Dann wird der Fisch in 15-Grad-Schritten 360 Grad um seine Längsachse gedreht. Zwei auf seine Augen gerichtete Kameras filmen die Augenbewegungen des Fisches. Das weitere Schicksal der Fische wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützt.

Bereich: Weltraumforschung

Originaltitel: Altered gravitational forces affect the development of the static vestibuloocular reflex in fish (Oreochromis mossambicus)

Autoren: C. Sebastian, K. Esseling, E. Horn*

Institute: Gravitations-Physiology, Abteilung für Neurobiologie, Universität Ulm, 89081 Ulm

Zeitschrift: Journal of Neurobiology 2001, 46 (1): 59-72

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3530



Dokument 1615Titel: Neurophysiologische Langzeitmessungen im Weltraum: Experiment SCORPI und SCORPI-T
Hintergrund: Die Arbeit beschreibt die Vorbereitungen für Langzeit-Experimente in der Internationalen Space Station ISS. Ziel ist es, eine Vorrichtung zu bauen, in der monatelang Messungen an Skorpionen durchgeführt werden können, um zu erforschen, inwieweit sich die Schwerkraft auf den Biorhythmus dieser Tiere auswirkt. Ein erster, zwei Wochen langer Probeflug sollte 2005 im Russischen Satelliten FOTON-M2 stattfinden, um die Auswirkungen von Stress durch den Raketenabschuss, Logistik und Erdanziehungskraft auf die Skorpione zu untersuchen.
Tiere: Wirbellose (Anzahl unbekannt)(Skorpione (Anzahl unbekannt))
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: Es wird eine Vorrichtung gebaut, mit der an einem lebenden, unbetäubten, fast unbeweglich gemachten Skorpion mehrere Monate lang Messungen durchgeführt werden können. Scheren und Leib des Tieres werden mit Aluminiumklammern auf einer Platte fixiert. Der Schwanz wird mit einem Faden angebunden, damit das Tier die Instrumente nicht damit beschädigt. In einer anderen Testvorrichtung werden alle 8 Beine mit Klammern fixiert. Elektroden werden an Auge, Bein, Leib und Gehirn eingestochen, um Nerven-, Muskel- und Herzaktivitäten zu messen. Die Tiere können in diesem Zustand monatelang ohne Nahrung überleben.

Die Arbeit wurde durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützt.

Bereich: Weltraumforschung

Originaltitel: Neurophysiological long-term recordings in space: experiments Scorpi and Scorpi-T

Autoren: Michael Schmäh, Eberhard Horn

Institute: Gravitations-Physiology, Abteilung für Neurobiologie, Universität Ulm, 89081 Ulm

Zeitschrift: Gravitational and space biology bulletin: Publication of the American Society for Gravitational and Space Biology 2005: 18 (2), 95-96

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3529



Dokument 1616Titel: Erhöhte Schwerkraft beeinflusst die Aktivität der Ventralwurzel bei Kaulquappen (Xenopus laevis)
Hintergrund: Nervenaktivitäten bei Kaulquappen, die in erhöhter Schwerkraft aufgewachsen sind.
Tiere: 36 Frösche (mindestens 36 Kaulquappen des Afrikanischen Krallenfrosches)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Es werden Kaulquappen des Afrikanischen Krallenfrosches verwendet. Die Tiere wachsen in 25ml-Gläsern in totaler Dunkelheit und in erhöhter Schwerkraft (1g und 3g) auf. Es wird nicht erwähnt, wie diese erzeugt wird, vermutlich durch eine sich drehenden Zentrifuge. Nach 10 oder 11 Tagen wird die erhöhte Schwerkraft beendet. Die Tiere werden durch ein Gift gelähmt. Die Haut am Rücken wird teilweise entfernt. An zwei Stellen werden Elektroden in das Tier bis zu einem Nervenknoten eingeführt. Die Kaulquappe wird nun mit einem Mäuseschnurrhaar am Schwanz gereizt. Dadurch wird "fiktives Schwimmen" ausgelöst, d.h. die Kaulquappe will wegschwimmen, kann aber nicht, weil sie gelähmt ist. Die Nerven feuern, aber die Muskeln reagieren wegen der Lähmung nicht. Die Nervenaktivitäten werden mit Hilfe der eingestochenen Elektroden gemessen. Diese Prozedur wird 8 Tage lang mehrfach täglich wiederholt. Das weitere Schicksal der Kaulquappen wird nicht erwähnt.

Bereich: Weltraumforschung

Originaltitel: Hypergravity exposure affects ventral root activity in tadpoles (Xenopus laevis)

Autoren: Sybille Böser, Eberhard Horn

Institute: Gravitations-Physiology, Abteilung für Neurobiologie, Universität Ulm, 89081 Ulm

Zeitschrift: Journal of gravitational physiology: a journal of the International Society for Gravitational Physiology 2002, 9 (1): P209-210

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3528



Dokument 1617Titel: Audio-vokale Interaktion in der Pons des Hirnstammes während selbst-intiierter Laute beim Totenkopfäffchen
Hintergrund: Hirnströme während der Lautäußerung bei Totenkopfäffchen.
Tiere: 3 Affen (Totenkopfäffchen)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Totenkopfäffchen sind zum Zeitpunkt der Versuche drei Jahre alt. Zunächst wird ihnen unter Narkose ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine Kunststoff-Platte mit Stahlschrauben und Zahnzement auf dem Schädelknochen montiert. Nach einer Erholungszeit von vier Wochen werden die Tiere erneut narkotisiert. Nun werden Führungsröhren aus Metall mit Elektroden, ein batteriebetriebenes Antriebsgerät für die Elektroden sowie ein Übertragungsgerät auf der Platte befestigt. Die Konstruktion wird mit einer Plexiglaskappe abgedeckt.

Für die Versuche wird ein Affe in einen Affenstuhl geschnallt, eine Plexiglasvorrichtung, aus der nur der Kopf herausschaut. Die Elektroden werden mit Hilfe des Antriebsgerätes ein Stück in das Gehirn geschoben. Dann wird der Affe zusammen mit ein oder zwei Artgenossen in einen 2,4 x 0,8 x 0,8 m großen Käfig gesetzt. Andere Affen befinden sich in anderen Käfigen im gleichen Raum. Mit einer Videokamera wird die Kommunikation des Affen aufgezeichnet. Gleichzeitig erfolgen mittels des Übertragungsgerätes Hirnstrommessungen. Manchmal wird ein Rauschgeräusch abgespielt, so dass der Affe die Laute der Artgenossen nicht mehr hören kann. Nach 10-15 Minuten wird der Affe wieder aus dem Käfig genommen, die Führungsröhren und die Elektroden werden entnommen und durch neue ersetzt. Vermutlich geschieht dieses wieder im Affenstuhl. Diese Prozedur wird zweimal täglich durchgeführt. Schließlich werden die Tiere durch Überdosis eines Barbiturates getötet.

Die Arbeit wurde durch die deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Audio-vocal interaction in the pontine brainstem during self-initiated vocalization in the squirrel monkey

Autoren: Steffen R. Hage (1)*, Uwe Jürgens (1), Günter Ehret (2)

Institute: (1) Institut für Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum, 37077 Göttingen, (2) Institut für Neurobiologie, Universität Ulm, Ulm

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2006: 23, 3297-3308

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3527



Dokument 1618Titel: Wirkung von Betain und kondensierten Melasselösungen auf das Stickstoffverhältnis und die Verdaulichkeit der Nahrung bei Ferkeln, die ein Futter erhalten, das einen Mangel an Methionin hat und arm an kompatiblen Osmolyten ist
Hintergrund: Optimierung von Schweinefutter.
Tiere: 32 Schweine (Jungtiere)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Jeweils die Hälfte der Schweine wird mit unterschiedlichem Futter ernäht. Die Tiere werden 24 Tage lang einzeln in metabolischen Käfigen aus rostfreiem Stahl gehalten. Nach einer 14-tägigen Anpassungsphase, erfolgt die 10-tägige Versuchsphase, wobei Urin und Kot aufgefangen werden. Der Urin wird unter der Metallbox gesammelt, der Kot, indem den Schweinen ein Beutel unter den Anus gehängt wird. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht beschrieben.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Effects of betaine and condensed molasses soluble on nitrogen balance and nutrient digestibility in piglets fed diet deficient in methionine and low in compatible osmolytes

Autoren: Meike Eklund (1), Rainer Mosenthin (1), Myqerem Tafaj (1), Jane Wamatu (2)

Institute: (1) Institut für Tierernährung, Universität Hohenheim, 70599 Stuttgart, (2) Institut für Tierproduktion in den Tropen und Subtropen, Universität Hohenheim, Stuttgart

Zeitschrift: Archives of Animal Nutrition 2006, 60(4), 289-300

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3526



Dokument 1619Titel: Beteiligung der GluR-C-Untereinheit des AMPA-Rezeptors bei Alkoholsuchtverhalten und –rückfall
Hintergrund: Rolle eines Rezeptors eines Nervenbotenstoffes im Gehirn bei Alkoholsucht und -rückfall.
Tiere: 196 Tiere verschiedener Arten (mehr als 48 Ratten und 148 Mäuse)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Alle Tiere werden einzeln gehalten. Die Ratten werden alkoholsüchtig gemacht, indem ihnen 10% Ethanol (Alkohol) mit dem Süßstoff Saccharin angeboten wird. Der Süßstoffanteil wird verringert, bis die Tiere von dem Alkohol abhängig werden. Es werden nun zwei Experimente durchgeführt.

1. Um an Alkohol zu kommen, müssen die süchtigen Ratten einen Hebel drücken. Gleichzeitig wird ein Orangengeruch verbreitet und eine Lampe erleuchtet. Bei Anisgeruch und einem Hupgeräusch muss ein anderer Hebel gedrückt werden, allerdings gibt es dann Wasser zu trinken. Die Tiere lernen den Zusammenhang zwischen Getränk, Geruch, Geräusch und Licht. Den Ratten wird nun eine Substanz in die Bauchhöhle injiziert, ein Gegenspieler eines Rezeptors für einen Nervenbotenstoff im Gehirn. Die Tiere werden den Gerüchen und dem Reiz (Lampe oder Hupe) ausgesetzt und es wird beobachtet, wie oft sie den entsprechenden Hebel für Alkohol oder Wasser drücken.

2. Alkoholsüchtige Ratten erhalten 40 Wochen lang Alkohol zur Selbstbedienung. Dann werden sie auf Entzug gesetzt: 20 Wochen lang nur Wasser. Am 21. Tag wird ihnen die Testsubstanz injiziert und sie bekommen wieder Alkohol angeboten. In den folgenden drei Tagen wird gemessen, wie viel Alkohol bzw. Wasser sie trinken.

Es werden außerdem Knock-out-Mäuse gentechnisch "hergestellt". Ihnen fehlt ein Rezeptor für einen Nervenbotenstoff im Gehirn. Um festzustellen, ob die gentechnische Veränderung gelungen ist, werden einige Mäuse getötet, um ihre Gehirne zu untersuchen. Mit anderen Tieren werden zunächst verschiedene Verhaltenstests durchgeführt: Ihr Angstverhalten auf einer offenen Fläche und in einem runden Irrgarten mit erleuchteten und schützenden dunklen Abschnitten wird registriert. Um ihre Bewegungsfähigkeit zu testen, werden sie auf einen rotierenden Stab gesetzt, auf dem sie balancieren müssen, bis sie herunterfallen. Schließlich wird ihr Gedächtnis in einem Wasserbassin mit einer Plattform knapp unter der Wasseroberfläche getestet. Die Tiere müssen die Plattform wiederfinden.

Die Mäuse werden mit der Süßstoffmethode alkoholabhängig gemacht. Dann werden ähnliche Experimente durchgeführt, wie mit den Ratten.

1. Für das Drücken eines von zwei Hebeln gibt es Alkohol und ein Lichtsignal. Drei Wochen lang werden die Tiere so konditioniert. In den folgenden drei Wochen erhalten die Tiere beim Drücken des Hebels keinen Alkohol. Anschließend wird der Alkohol zusammen mit dem Lichtsignal wieder angeboten und es wird beobachtet, wie oft die Tiere den Hebel drücken.

2. Die Mäuse werden alkoholabhängig gemacht, indem ihnen verdünnter Alkohol in steigenden Konzentrationen angeboten wird. Nach 14 Wochen Alkoholsucht werden sie auf Entzug gesetzt. Es gibt drei Wochen lang nur noch Wasser zu trinken. Schließlich wird der Alkohol drei Tage lang wieder angeboten. Die getrunkene Menge wird gemessen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die EU gefördert.

Bereich: Alkoholforschung, Suchtforschung

Originaltitel: Involvement of the AMPA receptor GluR-C subunit in alcohol-seeking behavior and relapse

Autoren: Carles Sanchis-Segura (1), Thilo Borchardt (2), Valentina Vengeliene (1), Tarek Zghoul (1), Daniel Bachteler (1), Peter Gass (1), Rolf Sprengel (2), Rainer Spanagel (1)

Institute: (1) Abteilung für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Mentale Gesundheit, Universität Heidelberg, 68072 Mannheim, (2) Abteilung für Molekulare Neurowissenschaften, Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung, Heidelberg

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2006: 26(4), 1231-1238

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3525



Dokument 1620Titel: Das "Kontrollsystem für den Körperflüssigkeitsdruck" verlässt sich auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System: Eine Bilanzstudie an frei beweglichen Hunden
Hintergrund: Regulation des Flüssigkeitshaushaltes.
Tiere: 21 Hunde (Beagles)
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: Die Hunde werden chronisch instrumentiert, d.h. unter Narkose werden verschiedene Katheter, Schläuche und Geräte in die Tiere implantiert. Unter anderem werden ein Harnblasenkatheter, eine Manschette zur Blutdruckmessung um die Aorta (Körperschlagader) sowie zwei Katheter in Arterien über- und unterhalb der Nieren zur Blutentnahme gelegt. Die Schläuche werden unter der Haut zum Nacken geführt, wo sie nach außen treten und über ein Drehgelenk in den Nachbarraum enden. So können an den wachen Hunden kontinuierlich Messungen erfolgen, ohne dass die Tiere angefasst werden müssen. Bei den eigentlichen Versuchen erhalten die Tiere Futter mit unterschiedlichem Natriumgehalt. Vier Tage lang werden Blut und Urin aufgefangen sowie verschiedene Messungen vorgenommen. Die Hunde werden nach Beendigung der Experimente an Privatpersonen gegeben.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Physiologie, Endokrinologie

Originaltitel: The "Body fluid pressure control system" relies on the renin-angiotensin-aldosterone system: Balance studies in freely moving dogs

Autoren: Erdmann Seeliger*, Thomas Wronski, Mechthild Ladwig, Till Rebeschke, Pontus B. Persson, H. Wolfgang Reinhardt

Institute: Institut für Physiologie, Charité: Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte, 10117 Berlin

Zeitschrift: Clinical and Experimental Pharmacology and Physiology 2005: 32, 394-399

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3524



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