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Datenbank Tierversuche

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Dokument 961Titel: Unterschiede im genetischen Hintergrund beeinflussen die Auslösung von angeborenen und erworbenen Immunantworten bei Hühnern in Abhängigkeit von der Virulenz des infizierenden Virusstammes der infektiösen Bursitis
Hintergrund: Untersuchung der Frage, warum manche Hühnerzuchtlinien mehr empfänglich für eine Viruserkrankung der Hühner sind als andere.
Tiere: 556 Hühner (mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Zunächst werden Viren, die die infektiöse Bursitis der Hühner hervorrufen, vermehrt und angereichert. Dazu wird eine Lösung mit Viren in die Augen von Hühnern getropft. Nach fünf Tagen werden die Tiere getötet, um ihre Bursa fabricii zu entnehmen. Die Bursa fabricii ist ein für die Immunabwehr wichtiges Organ an der Kloake von Vögeln. Das Organ wird zerkleinert und in angebrütete Hühnereier geimpft. Aus den Eiern werden später die Viren gewonnen.

Für die Versuche werden Hühner zwei verschiedener Zuchtlinien verwendet: spezifisch-pathogen-freie (keimfreie) Legetyp-Hühner (LT) von Lohmann Tierzucht, Cuxhaven, sowie Broiler (Masthühner) von BWE Brüterei Weser-Ems GmbH & Co, Visbek-Rechterfeld. Die Legetyp-Hühner sind bekannt dafür, dass sie besonders anfällig für die infektiöse Bursitis sind, die Masthühner dagegen nicht.

Im Alter von drei Wochen erhalten Gruppen von Hühnern beider Zuchtlinien entweder eine virusloses Medium, wenig krank machende (wenig virulente), stark krank machende (virulente) oder sehr stark krankmachende (sehr virulente) Viren in die Augen getropft. Die Symptome werden täglich protokolliert. Die LT-Hühner, die virulente oder sehr virulente Viren bekommen haben, zeigen schwere Symptome: Muskelblutungen und Entzündungen der Bursa. Mit aufgeplustertem Gefieder sitzen sie geschwächt und zusammengekauert da, bis sie sterben. Die Todesrate bei diesen Gruppen beträgt 100% innerhalb von 7 Tagen, wenn sie nicht laut Plan zuvor getötet werden. Jeweils einige Hühner aus jeder Gruppe werden am Tag 1, 2 3, 5 und 7 nach der Infektion getötet. Alle überlebenden Masthühner und die Tiere, die der wenig virulenten Gruppen werden am 7. Tag getötet.

Die Arbeit wurde von der Deutsch-Israelischen Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF) unterstützt.

Bereich: Tierseuchenkunde, Veterinärvirologie, Veterinärimmunologie

Originaltitel: Differences in genetic background influence the induction of innate and acquired immune responses in chickens depending on the virulence of the infecting infectious bursal disease virus (IBDV) strain

Autoren: Merve Aricibasi (1), Arne Jung (1), E. Dan Heller (2), Silke Rautenschlein (1)*

Institute: (1) Geflügelklinik, Tierärztliche Hochschule Hannover, Bünteweg 17, 30559 Hannover, (2) The Hebrew University, Robert H. Smith Faculty of Agriculture, Food and Environment, Rehovot, Israel

Zeitschrift: Veterinary Immunology and Immnopathology 2010: 135, 79-92

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4110



Dokument 962Titel: Bandscheibenregeneration nach Implantation eines zellfreien, abbaubaren Implantats bei einem Bandscheibendegenerationsmodell am Kaninchen
Hintergrund: Test eines neuen Biomaterials zur Regeneration bei Bandscheibendefekten. Die Autoren haben zuvor gleiche Tests mit einer Dauer von 6 Monaten durchgeführt. Hier werden die Implantate 12 Monate lang an Kaninchen getestet. Die Autoren bemerken, dass Kaninchen nicht aufrecht gehen und daher die Bandscheiben anderen Belastungen ausgesetzt sind. Sie kündigen weitere Studien mit größeren und aufrecht gehenden Tieren an.
Tiere: 12 Kaninchen (Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Bei den Kaninchen wird unter Narkose der Bauch aufgeschnitten. Über diesen bauchseitigen Zugang wird die Wirbelsäule operiert. Die Bandscheibe zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Steißbein wird teilweise herausgeschnitten. Bei sechs Kaninchen wird der Defekt mit einem Biomaterial ausgefüllt. Dieses besteht aus einem Gerüst aus resorbierbarem, künstlichen Material und Hyaluronsäure (Bestandteil des Bindegewebes), das zuvor in Kaninchenserum eingelegt wurde. Sechs Kaninchen erhalten kein Implantat. Nach einer Woche und 12 Monaten werden von der Wirbelsäule tomographische Aufnahmen mit MRI gemacht. Abschließend werden die Kaninchen auf nicht genannte Weise getötet, um die operierte Bandscheibe feingeweblich zu untersuchen.

Bereich: Biomaterialforschung

Originaltitel: Intervertebral disc regeneration after implantation of a cell-free bioresorbable implant in a rabbit disc degeneration model

Autoren: Michaela Endres (1,2), Alexander Abbushi (3), Ulrich W. Thomale (3), Mario Cabraja (3), Stefan N. Kropenstedt (3), Lars Morawietz (4), Pablo A. Casalis (3), Maria L. Zenclussen (3), Arne-Jörn Lemke (5), Peter Horn (3), Christian Kaps (2)*, Christian Woiciechowsky (3,6)

Institute: (1) Abteilung für Rheumatologie, Tissue Engineering Laboratories, Charite – Universitätsmedizin Berlin, (2) TransTissue Technologies GmbH, 10117 Berlin, (3) Klinik für Neurochirurgie, Charite - Universitätsmedizin Berlin, (4) Institut für Pathologie, Universitätsmedizin Berlin, (5) Abteilung für Radiologie, Universitätsmedizin Berlin, (6) Wirbelsäulenzentrum Berlin

Zeitschrift: Biomaterials 2010: 22, 5836-5841

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4109



Dokument 963Titel: Knochenintegration in ein neues Titanschaumimplantat in den distalen Oberschenkelknochen des Kaninchens
Hintergrund: Test eines neuen Titanmaterials für den Einsatz als künstliches Knie- oder Hüftgelenk am Kaninchen.
Tiere: 121 Kaninchen (männliche Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Bei den Kaninchen werden unter Narkose beide Kniegelenke chirurgisch eröffnet. Am unteren Ende des Oberschenkelknochens wird vom Kniegelenk ausgehend ein Loch bis in das Mark des Oberschenkelknochens gebohrt. In diese Bohrung wird ein 5 mm dicker, 25 mm langer Titanzylinder gesetzt. Dabei werden je nach Gruppe der Tiere drei verschiedene Materialien verwendet: herkömmliches Perlentitan oder ein neuer Titanschaum in zwei verschiedenen Ausführungen. Das Knie wird wieder zugenäht. Noch in Narkose oder 3, 6 oder 12 Wochen später werden jeweils einige Kaninchen getötet, um die Kniegelenke und das Einwachsen der Materialien zu untersuchen. Jeweils 16 und 5 Tage vor der Tötung wird den Tieren ein fluoreszierender Farbstoff in de Blutbahn injiziert, der Knochenzellen anfärbt. Fünfzehn Kaninchen werden wegen Komplikationen während der Operation getötet: bei 13 kommt es zu Knochenbrüchen, ein Tier erleidet eine Ausrenkung und bei einem Kaninchen kommt es zu einem Narkosezwischenfall. Diese 15 Tiere werden durch neue Kaninchen ersetzt.

Die Versuche haben vermutlich unter deutscher Federführung in New York stattgefunden.

Bereich: Biomaterialforschung

Originaltitel: Osseointegration into a novel titanium foam implant in the distal femur of a rabbit

Autoren: Bettina M. Willie (1,2)*, Xu Yang (2), Natalie H. Kelly (2), Justin Merkow (2), Shawn Gagne (2), Robin Ware (2), Timothy M. Wright (2), Mathias P.G. Bostrom (2)

Institute: (1) Julius-Wolff-Institut, Charite – Universitätsmedizin Berlin (ohne Adresse), (2) Hospital for Special Surgery, New York

Zeitschrift: Journal of Biomedical Material Research Part B: Applied Biomaterials 2010: 92B, 479-488

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4108



Dokument 964Titel: Verbessert ein Mangel an Endothelin B Rezepter die Auslösung einer Bauchfellfibrose bei einer experimentellen Blutwäsche?
Hintergrund: Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung, die eine Blutwäsche über die Bauchhöhle erhalten, kann es zu Komplikationen mit bindegewebigen Veränderungen des Bauchfells kommen. Die Mechanismen und die Rolle eines Botenstoffs sollen in dieser Arbeit untersucht werden. Die Autoren haben zuvor Studien mit Patienten und Zellkulturen menschlicher Zellen der Körperhöhlenauskleidung durchgeführt.
Tiere: 40 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden von Masashi Yanagisawa (ohne Nennung von Ort und Land) zur Verfügung gestellt. Es werden 20 normale Ratten verwendet sowie 20 transgene Ratten, denen durch Genmanipulation ein bestimmter Botenstoff fehlt, der bei der Entstehung von Entzündungen und fibrotischen Veränderungen (Einlagerung von Bindegewebe) eine Rolle spielt. Den Tieren wird unter Narkose durch einen Stich in den Bauch ein Dauerkatheter in die Bauchhöhle gelegt. Der Schlauch wird vom Bauch unter der Haut bis zum Nacken verlegt, wo er nach außen tritt und in einem Zugang endet. Der Zugang wird an der Nackenhaut festgenäht. Eine Woche lang werden die Tiere an eine tägliche Blutwäsche gewöhnt. Dazu wird einmal täglich 2 ml Kochsalzlösung über den Zugang am Nacken in die Bauchhöhle infundiert. Dann erfolgt die Blutwäsche über 12 Wochen zweimal täglich mit je 15 ml. Jeweils die Hälfte der normalen und transgenen Ratten erhält 15 ml Kochsalzlösung oder eine kommerziell erhältliche Blutwäschelösung mit Glukose. Es werden prophylaktisch Antibiotika verabreicht. Schließlich werden die Ratten getötet. Das Bauchfell wird herausgeschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Nierenforschung

Originaltitel: Does endothelin B receptor deficiency ameliorate the induction of peritoneal fibrosis in experimental peritoneal dialysis?

Autoren: Philipp Kalk (1,2), Matthias Rückert (2), Michael Godes (1), Karoline von Websky (1), Katharina Relle (1,3), Hans-Helmut Neumayer (2), Berthold Hocher (1), Stanislao Morgera (2)*

Institute: (1) Zentrum für Kreislaufforschung / Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie, Charite, Berlin (ohne Adresse), (2) Abteilung für Nephrologie, Charite, Berlin, (3) Institut für Vegetative Physiologie, Charite, Berlin

Zeitschrift: Nephrology Dialysis and Transplantation 2010: 25, 1474-1478

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4107



Dokument 965Titel: Kopplung zwischen Nerven- und Blutgefäßsystem im Rattenhirn operiert unabhängig von einem Deoxygenierung des Hämoglobins
Hintergrund: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Blutfluss im Hirn, Nervenaktivität und Sauerstoff-Stoffwechsel.
Tiere: 35 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin genehmigt. Die männlichen Wistar-Ratten werden narkotisiert. In die linke Hinterbeinarterie wird ein Katheter gelegt für spätere Blutgasanalysen und andere Messungen. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Halterahmen eingespannt. Aus dem knöchernen Schädeldach wird ein viereckiges Fenster geschnitten. An einer anderen Stelle wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Das Fenster wird mit einem Glasplättchen abgedeckt. Eine Vorderpfote wird elektrisch gereizt. Gleichzeitig werden die Nervenaktivitäten mittels einer durch das Fenster in das Hirngewebe eingelassen Elektrode gemessen. Durch das Fenster wird außerdem mittels Laser-Doppler-Flowmetry der Blutfluss im Hirngewebe gemessen.

Bei einer anderen Gruppe Ratten wird eine Kaliumchlorid-Lösung auf das Hirngewebe im Fenster getropft. Eine Elektrode im Bohrloch misst die Nervenströme. Nun wird die Ratte in eine Überdruckkammer überführt. Die Kammer wird mit 100% Sauerstoff gefüllt und es wird ein Überdruck von 3 oder 4 ATA erzeugt. Die vorhergehenden Reizungen an der Vorderpfote oder Auftropfen des Giftes sowie Messungen der Nervenaktivitäten und des Blutflusses werden wiederholt. Über den Arterienkatheter werden Blutgase und andere Blutwerte gemessen. Am Ende der Experimente werden die Ratten durch Injektion von Kaliumchlorid in eine Vene getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Hermann und Lilly Schilling-Stiftung und die Europäische Union unterstützt.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Neurovascular coupling in rat brain operates independent of hemoglobin deoxygenation

Autoren: Ute Lindauer (1,2)*, Christoph Leithner (1,3,6), Heike Kaasch (1), Benjamin Rohrer (1), Marco Foddis (1,3), Martina Fürchtemeier (1), Nikolas Offenhauser (1), Jens Steinbrink (3), Georg Royl (1,3), Matthias Kohl-Bareis (5), Ulrich Dirnagl (1,3,4)

Institute: (1) Abteilungen für Neurologie und Experimentelle Neurologie, Charite – Universitätsmedizin Berlin, (2) Abteilung für Neurochirurgie, Technische Universität München, Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Str. 22, 81675 München, (3) Zentrum für Schlaganfallforschung Berlin, (4) NeuroCure Forschungszentrum Berlin, (5) Abteilung für Mathematik und Technologie, Universität für Angewandte Wissenschaften Koblenz, RheinAhrCampus Remagen, Remagen

Zeitschrift: Journal of Cerebral Blood Flow & Metabolism 2010: 30, 757-768

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4106



Dokument 966Titel: Veränderung eines einzelnen Nukleotids im Mäuseerbgut beschleunigt die Brustkrebsentwicklung
Hintergrund: Patientenstudien hatten ergeben, dass eine bestimmte Veränderung eines Gens zu beschleunigtem Wachstum bei Brustkrebs führt. In dieser Studie wird diese Erkenntnis an Zellen von Mäuseembryonen und gentechnisch veränderten Mäusen bestätigt.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden verschiedene transgene, d.h. gentechnisch veränderte Mäuse verwendet. Sie stammen z.T. aus dem Institut für Ernährungsmedizin, Else-Körner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin, Technische Universität München, Freising-Weihenstephan. Mit gentechnischen Mitteln werden Mäuse "hergestellt", die eine Veränderung eines bestimmten Gens aufweisen. Patientenstudien haben ergeben, dass diese Veränderung für ein beschleunigtes Wachstum von Brustkrebs eine Rolle spielt. Die Mäuse werden im Alter von 3, 6 oder 9 Monaten durch Genickbruch getötet, um die Tumorgröße zu messen. Weiterhin werden Untersuchungen mit Zellen aus Mäuse-Embryonen vorgenommen.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: A single nucleotide change in the mouse genome accelerates breast cancer progression

Autoren: Nina Seitzer, Thomas Mayr, Sylvia Streit, Axel Ullrich*

Institute: Institut für Molekularbiologie, Max-Planck-Institut für Biochemie, Am Klopferspitz 18, 85152 Martinsried

Zeitschrift: Cancer Research 2010: 70(2), 802-812

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4105



Dokument 967Titel: INNO-206, das (6-Maleimidocaproylhydrazon-Derivat von Doxorubicin), zeigt eine bessere Anti-Tumor-Wirksamkeit verglichen mit Doxorubicin in verschiedenen xenogenen Tumor-Modellen und in einem orthotopen Bauchspeicheldrüsenkrebsmodell
Hintergrund: Vergleich verschiedener tumorhemmender Substanzen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die krebshemmende Wirkung von INNO-206 (Derivat des Anti-Krebs-Mittels Doxorubicin, das in der Chemotherapie Anwendung findet) wird an verschiedenen "Tiermodellen" untersucht, die Brust-, Eierstocks-, Bauchspeicheldrüsen oder Lungenkrebs simulieren sollen. Hierfür wird eine nicht genau spezifizierte Zahl weiblicher Mäuse verwendet. Die Tiere werden unter sterilen Bedingungen in Einzelkäfigen gehalten und erhalten sterilisiertes Futter sowie Wasser mit saurem pH-Wert (zwecks Desinfektion). Tumorzellen (beim Bauchspeicheldrüsenmodell menschliche Tumorzellen) aus In-vitro-Kulturen werden den betäubten Tieren unter die Haut der linken Rumpfseite transplantiert. Die Mäuse werden in verschiedene Gruppen zu je sechs bis acht Tieren aufgeteilt. Wenn der Tumor eine bestimmte Größe erreicht hat, bekommen die Tiere intravenös entweder eine Glucose-Phosphatpufferlösung als Placebo, Doxorubicin oder INNO-206 in wöchentlichen Zeitabständen verabreicht. Die Tumorgröße wird zweimal wöchentlich gemessen und das Körpergewicht der Tiere alle drei bis vier Tage erfasst.

Beim "Tiermodell" für Bauchspeicheldrüsenkrebs werden die Mäuse mit Isofluran-Gas narkotisiert und der Bauch wird aufgeschnitten, um Tumorzellen in die Bauchspeicheldrüse zu injizieren. Die Tiere werden wieder zugenäht. Nach 18 Tagen werden die Tiere in Gruppen unterteilt und zwei Zyklen einer wöchentlichen Behandlung entweder mit Doxorubicin oder INNO-206 unterzogen. Das Tumorwachstum wird beobachtet.

Alle Tiere werden nach einem nicht genanntem Zeitraum getötet, um den Tumor fotografisch zu dokumentieren und dessen Gewicht zu erfassen. Leber, Nieren, Milz und Magen werden ebenfalls entfernt, um die Streuung des Tumors zu untersuchen. Die Autoren geben an, dass Doxorubicin ab einer bestimmten Dosierung zu inakzeptabler Toxizität und Todesfällen bei Nacktmäusen führt.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: INNO-206, the (6-maleimidocaproylhydrazone derivative of doxorubicin), shows superior antitumor efficacy compared to doxorubicin in different tumor xenograft models and in an orthotopic pancreas carcinoma model

Autoren: R. Graeser (1,2)*, N. Esser (1,2)*, H. Unger (1)*, I. Fichtner (3), A. Zhu (4), C. Unger (1)*, F. Kratz (1)*

Institute: (1) Abteilung für medizinische Onkologie, klinische Forschung, Breisacher Str. 117, 79106 Freiburg, Deutschland, (2) ProQinase GmbH, Breisacher Straße 117, 79106 Freiburg, (3) Max Delbrück Center, 13122 Berlin, (4) Innovive Pharmaceuticals, New York, NY 10022

Zeitschrift: Invest New Drugs: 2010, 28, 14-19

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4104



Dokument 968Titel: Umgekehrte genetische Charakterisierung einer natürlich Genlöschung beim SARS-Coronavirus-Stamm Frankfurt-1 zeigt eine abgeschwächte Funktion des 7b-Proteins in vitro und in vivo
Hintergrund: Charakterisierung eines SARS-Virus von einem Patienten aus Frankfurt.
Tiere: 18 Hamster (Syrische Goldhamster)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: SARS-Viren von einem beim Ausbruch 2002/2003 infizierten Patienten aus Frankfurt/M werden "nachgebaut". Es werden verschiedene Untersuchungen mit Zellkulturen gemacht. Außerdem werden vier Gruppen zu je drei Goldhamster über die Nase mit SARS-Viren infiziert. Kontrolltiere erhalten abgetötete Viren. Die Hamster stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories. Die Tiere werden einen oder drei Tage nach der Infektion getötet, um ihre Lungen zu untersuchen. Die Tierversuche fanden in Bonn statt.

Die Autoren bemerken, dass es bei den kleinen Tiergruppen keine wesentlichen Unterschiede feststellbar waren, dass sie aber nicht mehr Tiere verwenden wollten.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, (Projekt "Ökologie und Pathogenese von SARS"), die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Sino-German Center für Science Promotion.

Bereich: Virologie

Originaltitel: Reverse genetic characterization of the natural genomic deletion in SARS-Coronavirus strain Frankfurt-1 open reading frame 7b reveals an attenuating function of the 7b protein in-vitro and in-vivo

Autoren: Susanne Pfefferle (1)*, Verena Krähling (2), Vanessa Ditt (3), Klaus Grywna (1), Elke Mühlberger (2,4,5), Christian Drosten (1,3)

Institute: (1) Klinische Virologie Gruppe, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Bernhard-Nocht-Str. 74, 20359 Hamburg, (2) Institut für Virologie, Philipps-Universität Marburg, (3) Institut für Virologie, Medizinisches Zentrum Universität Bonn, (4) National Infectious Diseases Laboratories Institute, Boston, USA, (5) Department of Microbiology, Boston University School of Medicine, Boston, USA

Zeitschrift: Virology Journal 2009: 6, 131, doi:10.1186/1743-422X-6-131

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4103



Dokument 969Titel: Sialinisierte Liganden auf pathogenen Trypanosoma cruzi interagieren mit Siglec-E (Sialinsäure-bindendem Ig-ähnlichem Lectin-E)
Hintergrund: Untersuchung krankmachender Faktoren eines tropischen Parasiten.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse verschiedener Zuchtlinien werden im Bernhard-Nocht-Institut und im Universitätskrankenhaus Eppendorf gezüchtet. Trypansoma cruzi, ein einzelliger Parasit, ist der Erreger der tropischen Chagas-Krankheit Latein-Amerikas, die durch Insekten auf Menschen übertragen wird. Die Parasiten hemmen die körpereigene Immunabwehr. Im Labor werden die Einzeller in Zellkulturen gezüchtet. Durch eine Injektion in die Bauchhöhle werden Mäuse mit den Parasiten infiziert. 5, 15, 20 und 25 Tage nach der Infektion werden Blutproben aus der Schwanzvene entnommen, um die Menge der Parasiten im Blut zu bestimmen. Andere infizierte Mäuse werden getötet, um die Milzen für weitere Experimente zu verwenden. Es werden außerdem diverse In-vitro-Versuche mit Zellkulturen durchgeführt.

Die Studie wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Tropenmedizin, Parasitologie, Immunologie, Molekularimmunologie

Originaltitel: Sialylated ligands on pathogenic Trypanosoma cruzi interact with Siglec-E (sialic acid-binding Ig-like lectin-E)

Autoren: Hanna Erdmann (1), Christiane Steeg (1), Friedrich Koch-Nolte (2), Bernhard Fleischer (1,2), Thomas Jacobs (1)*

Institute: (1) Abteilung für Immunologie, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Bernhard-Nocht-Str. 74, 20359 Hamburg, (2) Institut für Immunologie, Universitätskrankenhaus Eppendorf Hamburg

Zeitschrift: Cellular Microbiology 2009: 11(11), 1600-1611

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4102



Dokument 970Titel: Natürliche Killerzellen, die durch ein Lipopeptidophosphoglycan von Entamoeba histolytica aktiviert worden sind, sind äußerst wichtig für die Bekämpfung von Amöben-Leberabszessen
Hintergrund: Studium der krankmachenden Mechanismen der Bildung von Leberabszessen bei einer Amöben-Infektion.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden neun verschiedene Linien transgener Mäuse sowie normale Mäuse verwendet. Die Tiere stammen aus den Zuchten des Bernhard-Nocht-Instituts, Hamburg, dem Forschungszentrum Borstel und aus La Jolla, Californien, USA. Die Versuche finden (sehr wahrscheinlich) im Bernhard-Nocht-Instituts, Hamburg, statt. Die transgenen Mäuse werden über mindestens zehn Generationen mit normalen Mäusen rückgekreuzt. Den transgenen Mäusen fehlen z.T. bestimmte Immunzellen ("Killerzellen"). Den Tieren werden Amöben (Entamoeba histolytica), einzellige Darmparasiten, die beim Menschen die Amöbenruhr hervorrufen und auch zu Leberabszessen führen können, in die Leber injiziert. Mäuse, denen die Killerzellen fehlen, entwickeln größere Leberabszesse. Nach sieben Tagen werden die Tiere getötet. Vorherige Versuche hatten ergeben, dass der 7. Tag nach der Infektion am günstigsten ist, um die Größe der Leberabszess zu beurteilen. Anderen Mäusen wird ein Molekül von der Oberfläche der Amöben in die Bauchhöhle injiziert, welches die Killerzellen aktiviert. Auch sie werden am 7. Tag getötet.

Bereich: Tropenmedizin, Parasitologie, Immunologie

Originaltitel: Natural Killer T cells activated by a lipopeptidophosphoglycan from Entamoeba histolytica are citically important to control amebic liver abscess

Autoren: Hannelore Lotter (1)*, Nestor Gonzalez-Roldan (1,2,3,4), Buko Lindner (5), Florian Winau (6), Armando Isibasi (3), Martha Moreno-Lafont (4), Artur J. Ulmer (7), Otto Holst (2)*, Egbert Tannich (1), Thomas Jacobs (1)

Institute: (1) Abteilung für Immunologie, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Bernhard-Nocht-Str. 74, 20359 Hamburg, (2) Abteilung für Strukturelle Biochemie, Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften Borstel, (3) Unidad de Investigacion Medica en Immunoquimica, Hospital de Especialidades del Centro Medico Nacional Siglo XXI, Mexico City, Mexiko, (4) Departemento de Immunologia, Instituto Politecnico Nacional, Mexico City, Mexiko, (5) Abteilung für Immunochemie, Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften Borstel, (6) Immune Disease Institute and Department of Pathology, Havard Medical School, Boston, Massachusetts, USA, (7) Abteilung für Immunologie und Zelbiologie, Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften Borstel

Zeitschrift: PLoS Pathogens 2009: 5(5), e1000434

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4101



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