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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1421Titel: Abschwächung der Umgestaltung des Herzens durch eine Erythropoietin-Injektion in das Herz: Ultraschall-Belastungsraten-Imaging bei einem Modell des hibernierenden Herzmuskels
Hintergrund: Hat Erythropoietin (EPO) eine Herzmuskel schützende Wirkung bei chronischer Minderdurchblutung des Herzens?
Tiere: 17 Schweine (Hausschweine (28-34 kg))
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde Kiel genehmigt. Es ist damit unklar, wo sie durchgeführt wurden.

Die Schweine werden unter Narkose operiert. Der Brustkorb wird aufgeschnitten. Um eine Herzkranzarterie wird eine Manschette gelegt, die den Blutfluss vermindert und so einen dauerhaften Zustand verminderter Funktion (hibernierendes Myocard) auslöst. Vier Schweine sterben im Laufe der Experimente an einer Blutvergiftung. Zwei Wochen später erhalten 8 Schweine eine Injektion Erythropoietin (EPO), 7 Tiere bekommen ein Placebo. Außerdem werden verschiedene Messungen und Untersuchungen unter Narkose durchgeführt. Sechs Wochen nach der ersten Operation werden erneut Untersuchungen durchgeführt. Dann werden die Schweine getötet.

Bereich: Herzchirurgie

Originaltitel: Attenuation of cardiac remodelling by endocardial injection of erythropoietin: ultrasonic strain-rate imaging in a model of hibernating myocardium

Autoren: Carsten Schneider (1), Kai Jaquet (1), Rainer Malisius (1), Stephan Geidel (2), Edda Bahlmann (1), Sigrid Boczor (1), Thomas Rau (3), Matthias Antz (1), Karl-Heinz Kuck (1)*, Korff Krause (1)

Institute: (1) Asklepios Klinik, St. Georg II. Medizinische Abteilung (Kardiologie), Lohmühlenstr. 5, 20099 Hamburg, (2) Abteilung für Herzchirurgie, St. Georg Krankenhaus, Hamburg, (3) Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg

Zeitschrift: European Heart Journal 2007: 28, 499-509

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3788



Dokument 1422Titel: Experimentelle Infektion und natürliche Kontaktexposition von Hunden mit dem Geflügelpestvirus (H5N1)
Hintergrund: Kann Vogelgrippe von Katzen auf Hunde übertragen werden?
Tiere: 18 Tiere verschiedener Arten (10 Beagles, 8 Katzen)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die 10-12 Wochen alten Hunde werden von Harlan Laboratories, Borchen, bezogen, die Katzen von Charles River Laboratories, Dublin, Irland. In der ersten Gruppen werden 5 Hunde und 3 Katzen zusammen in einem Raum gehalten. Vier der Hunde werden mit dem Vogelgrippevirus H5N1 über die Nase infiziert. In der zweiten Gruppen werden 3 Hunde und 3 Katzen zusammen gehalten. Hier werden die drei Katzen mit H5N1 infiziert. Eine dritte Gruppe mit 2 Hunden und 2 Katzen wird nicht infiziert und dient als Kontrolle.

Die Katzen haben die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, können aber auch direkten Kontakt mit den Hunden in ihrer Gruppe haben. Beide Tierarten erhalten ihr Futter in den gleichen Näpfen, ohne dass diese dazwischen gereinigt werden.

Die infizierten Hunde in Gruppe 1 bekommen Fieber, das nach einigen Tagen wieder abklingt. Die Katzen in Gruppe 2 zeigen schwere Symptome mit hohem Fieber, Abgeschlagenheit und Atemnot. Zwei Katzen werden nach 5 Tagen wegen der Schwere der Symptome getötet. Die dritte Katze erholt sich wieder. Die Hunde dieser Gruppe bekommen keine Symptome. Alle Tiere werden nach 10 oder 21 Tagen nach der Infektion getötet.

Die Arbeit wurde durch das Influenza-Forschungsprogramm "FSI" der Bundesregierung und dem Exzellenz-Netzwerk der EU unterstützt.

Bereich: Virologie

Originaltitel: Experimental infection and natural contact exposure of dogs with avian influenza virus (H5N1)

Autoren: Matthias Giese, Timm C. Harder, Jens P. Teifke, Robert Klopfleisch, Angele Breithaupt, Thomas C. Mettenleier, Thomas W. Vahlenkamp*

Institute: Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Südufer 10, 17493 Greifswald – Insel Riems

Zeitschrift: Emerging Infectious Diseases 2008, 14 (2), 308-310

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3787



Dokument 1423Titel: Autonome Herz-Kreislauf-Regulation bei Non-Obese Diabetic (NOD) Mäusen
Hintergrund: Es wird der Frage nachgegangen, ob NOD-Mäuse, die darauf gezüchtet sind, Typ-1-Diabetes zu entwickeln, als "Modell" für Herz-Kreislaufveränderungen bei menschlichen Diabetes-Patienten mit autonomer Neuropathie geeignet sind. Das Ergebnis: NOD-Mäuse sind nicht dafür geeignet.
Tiere: 15 Mäuse (Mindestens)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse einer Zuchtlinie verwendet, bei denen 80% der Weibchen und 20% der Männchen Typ-1-Diabetes bekommen, ohne dabei an Übergewicht zu leiden (NOD-Mäuse). Die Tiere stammen aus dem Deutschen Diabetes-Zentrum, Leibnitz-Institut der Heinrich-Hein-Universität Düsseldorf. Es werden nur weibliche Tiere verwendet. Unter Narkose wird den Mäusen ein Messgerät eingepflanzt, das in den nächsten 19 Wochen kontinuierlich Blutdruck und Puls misst. Dazu wird eine Sonde über die rechte Hinterbeinarterie bis in die Körperschlagader Aorta vorgeschoben. Ein in die rechte Flanke unter die Haut einoperiertes Übertragungsgerät überträgt die gewonnenen Daten drahtlos an ein Empfangsgerät.

Einmal pro Woche wird den Tieren eine Blutprobe aus dem Schwanz entnommen, um den Blutzuckerspiegel zu bestimmen. Zwischen drei und 14 Wochen nach der Operation werden acht der Mäuse diabetisch. Sieben nicht diabetische Mäuse dienen als Kontrolle. Das Gewicht der Tiere und die Trinkmenge werden regelmäßig protokolliert. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Diabetes-Forschung

Originaltitel: Cardiovascular autonomic regulation in Non-Obese Diabetic (NOD) mice

Autoren: Volkmar Gross (1)*, Jens Tank (1), Hans-Joachim Partke (3), Ralph Plehm (1), Andre Diedrich (4), Andrey C. da Costa Goncalves (1), Friedrich C. Luft (1,2), Jens Jordan (2)

Institute: (1) Max Delbrück Zentrum für Molekulare Medizin, Robert-Rössle-Straße 10, 13125 Berlin, (2) Medizinische Fakultät der Charite, Franz-Vollhard-Klinik, HELIOS Klinikum, Berlin, (3) Deutsches Diabetes Zentrum, Heinrich-Hein-Universität Düsseldorf, (4) Department of Medicine, Division of Clinical Pharmacology, Autonomic Dysfunction Service, Vanderbilt University School of Medicine, Nashville, TN, USA

Zeitschrift: Autonomic Neuroscience: Basic and Clinical 2008: 138, 108-113

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3786



Dokument 1424Titel: Nervenschädigung bei Ratten nach subarachnoidaler Blutung – Eine Vergleich funktionaler Tests
Hintergrund: Vergleich verschiedener Tests zur Beurteilung der Nervenschäden nach einer experimentellen Hirnblutung bei Ratten.
Tiere: 60 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden von Versuchstierzüchter Charles River Laboratory, Sulzfeld, bezogen. Unter Narkose werden Katheter in den Schwanzvene und eine Hinterbeinvene gelegt. Der Kopf wird in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Drei Löcher von 1 mm Durchmesser werden in den Schädel gebohrt, um Sonden zur Messung des Blutflusses und der Hirndruckes einzulassen. Der Hals wird an einer Seite aufgeschnitten. Durch eine Halsarterie wird ein Faden bis in die mittlere Hirnarterie gefädelt. Dann wird der Faden 2 mm vorgestoßen, um das Blutgefäß zu durchstoßen. Der Faden wird zurückgezogen. An der Stelle der perforierten Arterie kommt es zu einer Hirnblutung. Die Ratten werden in drei Gruppen eingeteilt. Je 20 Ratten erhalten eine wirksame und eine hochwirksame Lösung injiziert. Die dritte Gruppe dient als Kontrolle und wird mit einer Kochsalzlösung behandelt. Die Löcher im Kopf werden verschlossen. Danach erwachen die Ratten aus der Narkose.

In den folgenden 7 Tagen werden jeden Tag verschiedene Tests durchgeführt. Eine Ratte muss auf einem Holzstab balancieren. Die Zeit bis zum Herunterfallen wird gemessen. Eine Ratte wird mit den Vorderpfoten an einen Metalldraht gehängt. Die Zeit bis zum Herunterfallen wird gemessen. Eine Ratte wird in ein sich immer schneller drehendes Speichenrad gesetzt. Es wird gemessen, wann die Ratte nicht mehr mithalten kann und entweder herunterfällt oder sich überschlägt.

Über die Hälfte der Ratten (32 von 60) sterben in den ersten 1 bis 3 Tagen nach der Operation. Am siebten Tag werden die überlebenden Tiere betäubt und durch Injektion von Formalin in das Herz getötet. Die Gehirne werden entfernt und in Scheiben geschnitten.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Neurological impairment in rats after subarachnoid hemorrhage – A comparison of functional tests

Autoren: Serge C. Thal (1)*, Konrad Meßmer (1), Robert Schmid-Elsaesser (2), Stafen Zausinger (2)

Institute: (1) Institut für Chirurgische Forschung, Medizinisches Zentrum München – Großhadern, München, (2) Abteilung für Neurochirurgie, Medizinisches Zentrum München – Großhadern, München

Zeitschrift: Journal of Neurological Sciences 2008: 268, 150-159

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3785



Dokument 1425Titel: Werden durch zusätzliches Auftragen eines Polyactidfilms (SurgiWrap) auf ein leichtes Gewebe (TiMesh) die Verklebungen nach einer laparoskopischen Implantation in die Bauchhöhle reduziert? Experimentelle Ergebnisse aus einem laparoskopischen Schweinemodell
Hintergrund: Vergleich zweier künstlicher Gewebe für die minimalinvasive Chirurgie.
Tiere: 12 Schweine (20 kg)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Bei den Schweinen werden unter Narkose mit Trokaren (Metallröhren) zwei Löcher mit 10 und 5 mm Durchmesser in die Bauchwand gestanzt. Ein 10x15 cm großes Stück eines künstlichen Gewebes wird mit Hilfe von minimalinvasiver Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) in die Bauchhöhle eingebracht und von innen an der Bauchwand vernäht. Bei je 10 Schweinen werden unterschiedliche Gewebe verwendet. Die Löcher in der Bauchwand werden zugenäht. Drei Monate nach der Operation werden die Schweine durch Injektion eines Giftes getötet.

Bereich: Minimalinvasive Chirurgie

Originaltitel: Does the additional application of a polylactide film (SurgiWrap) to a lightweight mesh (TiMesh) reduce adhesions after laparoscopic intraperitoneal implantation procedures? Experimental results obtained with the laparoscopic porcine model

Autoren: Christine Schug-Paß (1)*, Florian Sommerer (2), Andrea Tannapfel (2), Hans Lippert (3), Ferdinand Köckerling (1)

Institute: (1) Klinik für Chirurgie und Zentrum für Minimalinvasive Chirurgie, Vivantes Krankenhaus Spandau, Neue Bergstraße 6, 13585 Berlin, (2) Institut für Pathologie, Ruhr-Universität Bochum, (3) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg

Zeitschrift: Surgical Endoscopy 2008: 22(11):2433-2439

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3784



Dokument 1426Titel: Charakterisierung der Hauptzellen des Nucleus cochlearis von Meriones unguiculatus und Monodelphis domestica mit Hilfe von Kalzium-bindendem Protein-Immunolabeling
Hintergrund: Vergleich der Hörsysteme von mongolischen Gerbils und Haus-Spitzmausbeutelratten.
Tiere: 8 Tiere verschiedener Arten (4 Mongolische Gerbils, 4 Haus-Spitzmausbeutelratten)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Mongolische Gerbils und Haus-Spitzmausbeutelratten werden im Institut für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie der Universität Leipzig gezüchtet. Unter Narkose werden sie durch eine Injektion ins Herz mit Formalin durchströmt und getötet. Ihre Gehirne werden untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Zooanatomie

Originaltitel: Characterization of cochlear nucleus principal cells of Meriones unguiculatus and Monodelphis domestica by use of calcium-binding protein immunolabeling

Autoren: Ivonne Bazwinsky (1)*, W. Härtig (2), R. Rübsamen (1)

Institute: (1) Institut für Biologie II, Universität Leipzig, 04109 Leipzig, (2) Paul Flechsig Institut für Hirnforschung, Universität Leipzig, 04109 Leipzig

Zeitschrift: Journal of Chemical Neuroanatomy 2008: 35, 158-174

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3783



Dokument 1427Titel: BMP-2 integriert in einen Trikalziumphosphat-Knochenersatz verbessert die Knochenwiederherstellung bei Schafen
Hintergrund: Test zweier Knochenersatzmaterialien.
Tiere: 20 Schafe (Merino-Schafe)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Bei den Schafen wird unter Narkose die Haut über dem Kniebereich bei beiden Hinterbeinen aufgeschnitten. In die Oberschenkelknochen wird nahe des Knies ein Loch von 9,4 mm Durchmesser und 10 mm Tiefe gebohrt. Das Loch wird bei je 10 Beinen mit zwei verschiedenen Sorten künstlichem Knochenzement gefüllt. Bei 10 Beinen wird etwas Knochenmaterial aus dem jeweils anderen Oberschenkelknochen desselben Schafes in das Loch gefüllt. Bei 10 Beinen bleibt das Loch leer. Die Haut wird wieder verschlossen. Die Schafe können sich anschließend frei bewegen. Nach 7 und 12 Wochen werden die Hinterbeine der Tiere geröntgt. Zwölf Wochen nach der Operation werden die Schafe durch Überdosis eines Barbiturates und Kaliumchlorid getötet, um die Knochen gewebekundlich zu untersuchen.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: BMP-2 incorpoarted in a tricalcium phosphate bone substitute enhances bone remodelling in sheep

Autoren: Uwe Maus*, Stefan Andereya, Sascha Gravius, Jörg A.K. Ohnesorge, Christopher Niedhart

Institute: Abteilung für Orthopädische Chirurgie, Universität Aachen, Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen

Zeitschrift: Journal of Biomaterials Application 2008: 22, 559-576

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3782



Dokument 1428Titel: Psychophysische und neurophysiologische Hörschwellen bei der Fledermaus Phyllostomus discolor
Hintergrund: Untersuchungen zum Hörvermögen von Fledermäusen.
Tiere: 20 Fledermäse (Bunte Lanzennase)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Fledermäuse stammen aus der Zucht der Biologie II der LMU. Vier Fledermäuse werden für ein Lernexperiment verwendet. Die Experimente finden an fünf Tagen pro Woche statt. In dieser Zeit erhalten die Tiere nichts zu fressen, außer als "Belohnung" für eine richtig erledigte Aufgabe. Diese "Belohnung" besteht aus einem Banane-Babymilch-Honig-Gemisch. An den zwei freien Tagen bekommen die Tiere Mehlwürmer und Früchte. Eine Fledermaus wird in einen Aufbau gesetzt, bei dem von einem mittleren Raum drei Schenkel abgehen. Am Ende eines jeden Schenkels befinden sich ein Lautsprecher, eine Lichtschranke und eine Fütterungsvorrichtung. Die Fledermaus wird in die Mitte gesetzt. Das Tier muss in den Schenkel kriechen, aus dem ein Ton mit einer bestimmten Frequenz ertönt. Durchbricht das Tier in dem richtigen Schenkel die Lichtschranke, erhält es etwas zu fressen. Das weitere Schicksal dieser vier Tiere wird nicht beschrieben.

Eine weitere Versuchsserie wird mit 16 Fledermäusen durchgeführt. Diesen Tieren wird unter Narkose die Kopfhaut aufgeschnitten. Ein Metallrohr wird mit Dentalzement auf dem Schädel befestigt. Außerdem werden mehrere Löcher in den Schädel gebohrt. Durch diese werden Elektroden in bestimmte Hirnregionen gesteckt. Nach dem Erwachen aus der Narkose werden 6 Wochen lang an 4 Tagen pro Woche 4 Stunden täglich Experimente durchgeführt. Die Fledermäuse werden dazu jeweils narkotisiert. Es werden Töne abgespielt, gleichzeitig werden über die Elektroden Hirnströme gemessen. Am Ende der Experimente werden die Fledermäuse getötet, um festzustellen, ob die Elektroden an der richtigen Position gesessen haben.

Die Arbeit wurde durch die Volkswagen Stiftung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Tierphysiologie, Neurophysiologie, Neurobiologie

Originaltitel: Psychophysical and neurophysiological hearing thresholds in the bat Phyllostomus discolor

Autoren: Susanne Hoffmann*, Leonie Baier, Frank Borina, Sven Schörnich, Lutz Wiegrebe

Institute: Abteilung Biologie II der Ludwig-Maximilians-Universität München, Großhadernerstr. 2, 82152 Martinsried

Zeitschrift: Journal of Comparative Physiology A 2008: 194, 39-47

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3781



Dokument 1429Titel: Phasenempfindlichkeit des Fledermausultraschalls
Hintergrund: Untersuchungen zum Hörvermögen von Fledermäusen.
Tiere: 4 Fledermäse (Bunte Lanzennase)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Fledermäuse werden an 5 Tagen die Woche täglich 20 Minuten lang trainiert. Eine Fledermaus wird in den einen Schenkel eines Y-förmigen Aufbaus gesetzt. Am Ende der beiden anderen Schenkel des Y befinden sich ein Mikrophon, ein Lautsprecher und eine Futtervorrichtung. Wenn die Fledermaus einen Ultraschalllaut abgibt, wird dieser von den Mikrophonen aufgenommen und über einen der Lautsprecher abgespielt. Es werden abwechselnd auch andere Laute abgespielt. Die Fledermaus muss zwischen anderen und ihrem eigenen Laut unterscheiden lernen. Sie muss auf den Schenkel mit ihrem eigenen Laut zukriechen, um dort etwas Bananenfutter zu bekommen. Außerhalb der Experimente erhalten die Tiere nichts zu fressen. An den zwei trainingsfreien Tagen erhalten sie Mehlwürmer als Futter. Die Trainingszeit dauert 7 bis 12 Wochen, bis die Tiere die Aufgabe gelernt haben. Die eigentlichen Experimente dauern dann weitere 1 bis 2 Wochen. Das weitere Schicksal der Fledermäuse wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurobiologie

Originaltitel: Phase sensitivity in bat sonar revisited

Autoren: Sven Schörnich*, Lutz Wiegrebe

Institute: Abteilung Biologie II der Ludwig-Maximilians-Universität München, Großhadernerstr. 2, 82152 Martinsried

Zeitschrift: Journal of Comparative Physiology A 2008: 194, 61-67

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3780



Dokument 1430Titel: Flickenverschluss eines Herzscheidewanddefekts mit einer neuen Hybridbehandlung in einem Schweinemodell
Hintergrund: Test einer neuen operativen Technik zum chirurgischen Verschluss eines Herzscheidewanddefektes.
Tiere: 6 Schweine (Ferkel, Landrasse, 20-30 kg)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Schweine werden von dem landwirtschaftlichen Betrieb der Universität in Oberschleissheim gekauft. Der Versuche finden im Labor für Chirurgische Forschung, Walter-Brendel-Zentrum für Experimentelle Medizin der LMU München statt.

Bei den Ferkeln wird unter Narkose der Hals auf der rechten Seite aufgeschnitten. In eine Halsarterie und –vene werden Katheter gelegt. Der Brustkorb wird der linken Seite geöffnet. Der Herzbeutel wird aufgeschnitten. Durch einen Schnitt in die linke Kammer wird mit einem Lochstanzer ein Loch in die Herzscheidewand gestanzt. Anschließend wird das Loch mit einem runden Polyesterflicken wieder verschlossen. Der Flicken wird an der Herzscheidewand mit Klammern befestigt. Schließlich werden die Schweine durch Überdosis von Kaliumchlorid getötet. Das Herz wird entnommen und untersucht.

Bereich: Herzchirurgie

Originaltitel: Patch closure of muscular ventricular septal defects with a new hybrid therapy in a pig model

Autoren: Rainer Kozlik-Feldmann (1)*, Nora Lang (1), Regine Aumann (1), Anja Lehner (1), Darius Rassoulian (2), Ralf Sodian (2), Christoph Schmitz (2), Martin Hinterseer (3), Rabea Hinkel (3), Eckart Thein (4), Franz Freudenthal (5), Nikolay V. Vasylev (6), Pedro J. del Nido (6), Heinrich Netz (1)

Institute: (1) Abteilung für Kinderkardiologie, Universitätsklinikum Großhadern, Marchioninistr. 15, 81377 München, (2) Abteilung für Herzchirurgie, Universitätsklinikum Großhadern, München, (3) Abteilung für Kardiologie, Universitätsklinikum Großhadern, München, (4) Institut für Chirurgische Forschung, Ludwig-Maximilians-Universität München, (5) Department of Pediatric Cardiology, Kardiozentrum, La Paz, Bolivien, (6) Department of Cardiac Surgery, Children's Hospital Boston and Harvard Medical School, Boston, MA, USA

Zeitschrift: Journal of American College of Cardiology 2008: 51 (16), 1597-1603

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3779



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