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Datenbank Tierversuche

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Dokument 241Titel: Evolution der H1N1-Influenza-Virus während der Pandemie in Jahr 2009 korrelliert mit einer erhöhten krankmachenden Eigenschaft und erhöhten Übertragbarkeit des Virus im Frettchen-Modell
Hintergrund: Untersuchungen zu den krankmachenden Eigenschaften und der Übertragbarkeit von „Schweinegrippeviren“ bei Frettchen.
Tiere: 36 Frettchen (mehr als)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter deutscher Federführung in der tierexperimentellen Abteilung der Public Health England in Porton Down, Großbritannien, statt und werden vom Home Office genehmigt. Die Frettchen stammen aus der Zucht Highgate Farm, Großbritannien.

Im ersten Experiment werden je 6 Frettchen mit zwei verschiedenen Varianten der H1N1-Influenza-Viren (bekannt als „Schweinegrippe“) infiziert. Diese stammen von menschlichen Patienten zur Zeit der Pandemie 2009/2010. Die Infektion erfolgt unter Betäubung durch Einsprühen in die Nase. Am Tag 3 und 6 nach der Infektion werden jeweils 3 Tiere getötet, um die Menge der Viren im Atemwegstrakt zu bestimmen. Im zweiten Experiment werden jeweils 6 Frettchen mit den beiden Virus-Varianten über die Nase infiziert. In einen Nachbarkäfig werden 14 Tage lang nicht infizierte Frettchen platziert. Die Tiere sind jeweils zu zweit in einem Käfig. Die beiden Käfige sind mit einem 10 cm langem Tunnel verbunden, durch den die Luft vom Käfig der infizierten Tiere in den Käfig der gesunden Tiere strömt. Es gibt auch Kontrollgruppen mit nicht infizierten Tieren ohne Nennung der Anzahl. Mehrmals wird unter Betäubung die Nase der Frettchen gespült, um die Spülflüssigkeit auf Viren zu untersuchen. Am Tag 14 und 21 werden den Tieren Blutproben entnommen. Das weitere Schicksal der Frettchen ist unklar.

Bereich: Infektionsforschung

Originaltitel: Evolution of 2009 H1N1 influenza viruses during the pandemic correlates with increased viral pathogenicity and transmissibility in the ferret model

Autoren: Anna Otte (1), Anthony C. Marriott (2), Carola Dreier (1), Brian Dove (2), Kyra Mooren (3), Thorsten R. Klingen (3), Martina Sauter (4), Katy-Anne Thompson (2), Allan Bennett (2), Karin Klingel (4), Debby van Riel (1,5), Alice C. McHardy (3), Miles W. Carroll (2), Gülsah Gabriel (1,6)*

Institute: (1) Virale Zoonosen, Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institute für Experimentelle Virologie, Martinistr. 52, 20251 Hamburg, (2) Public Health England, Porton Down, United Kingdom, (3) Bioinformatik der Infektionsforschung, Helmholtz–Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig, (4) Molekulare Pathologie, Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Tübingen, (5) Erasmus Medical Center, Rotterdam, Niederlande, (6) Zentrum für medizinische Struktur- und Zellbiologie, Universität Lübeck

Zeitschrift: nature - Scientific Reports 2016; 6:28583. DOI: 10.1038/srep28583

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4987



Dokument 242Titel: Verabreichung von menschlichen A-Beta-Peptiden über die Nase ruft verminderte Lern- und Gedächtnisleistung bei Wildtyp-Mäusen hervor
Hintergrund: Die meisten „Tiermodelle“ für Alzheimer beruhen auf gentechnisch veränderten Mäusen, die aber kaum die Fälle beim Menschen widerspiegeln. Deshalb wird hier ein „Alzheimer-Modell“ vorgestellt, mit dem schnell und einfach die Gedächtnisleistung von Mäusen vermindert werden kann (so als wenn die Alzheimer Krankheit nur aus Gedächtnisverlust bestehen würde).
Tiere: 20 Mäuse (weit mehr als)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) genehmigt. Die Mäuse stammen ursprünglich von den US-amerikanischen Zuchtfirmen Taconic und Jackson Laboratory und werden in der Tierversuchseinrichtung der Universität Mainz weitergezüchtet. Es werden drei verschiedenen Zuchtlinien verwendet, eine davon genmanipuliert.

Den Mäusen wird zunächst Manitol in die Bauchhöhle injiziert, was die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger machen soll. Dann wird den Tieren unter leichter Betäubung ein Eiweißstoff in beide Nasenlöcher gesprüht. Eine Stunde später werden die Mäuse unter Betäubung durch Enthauptung getötet. Ihre Gehirne werden entnommen und in Scheiben geschnitten. Bei weiteren Mäusen wird ein mit einem Fluoreszenzfarbstoff markierter Eiweißstoff in die Nase gesprüht. Eine Stunde später werden die Mäuse getötet, um die Wanderung des Eiweißstoffs ins Gehirn nachzuverfolgen.

Andere Mäuse erhalten an drei auf einander folgenden Tagen erst Manitol in die Bauchhöhle und dann den Eiweißstoff in die Nase. Kontrolltiere erhalten Wasser in die Nase. Nun wird die Lern- und Gedächtnisleistung getestet. Im Morris Water Maze wird eine Maus in ein Wasserbassin gesetzt, in dem sich an einer Stelle eine kleine Plattform direkt unter der Wasseroberfläche befindet. Die Maus schwimmt, bis sie die Plattform gefunden hat. Es werden 4 Versuche pro Tag an 5 Tagen durchgeführt. Kontrollmäuse finden die Plattform von Tag zu Tag schneller, da sie sich die Position merken. Die mit dem Eiweißstoff behandelten Tiere suchen vergeblich. Am 6. Tag wird die Plattform entfernt und es wird beobachtet, wie lange die Maus an der Stelle schwimmt, wo vorher die Plattform war. Beim Angst-Konditionierungs-Test mit insgesamt 20 Mäusen wird eine Maus in einem viereckigen Plastikbehälter erste einem lauten (75 dB, 30 Sek.) Ton ausgesetzt und am Ende einem leichten Elektroschock. Am nächsten Tag wird die Maus erst in den gleichen Käfig gesetzt und der Ton ertönt und dann in einen runden Käfig mit Ton. Es wird registriert, ob das Tier vor Angst erstarrt („Freezing“), was als gute Gedächtnisleistung gewertet wird. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt, eine Tötung ist wahrscheinlich.

Bereich: Alzheimer-Forschung

Originaltitel: Transnasal delivery of human A-beta peptides elicits impaired learning and memory performance in wild type mice

Autoren: Kathrin Endres (1)*, Sven Reinhardt (1), Anastasia Geladaris (1), Julia Knies (1), Marcus Grimm (2,3), Tobias Hartmann (2,3), Ulrich Schmitt (1)

Institute: (1) Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Mainz, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Untere Zahlbacher Str. 8, 55131 Mainz, (2) Deutsches Institut für DemenzPrävention (DIDP), Neurodegeneration und Neurobiologie, Universität des Saarlands, Homburg/Saar, (3) Experimentelle Neurobiologie, Universität des Saarlands, Homburg/Saar

Zeitschrift: BMC Neuroscience 2016; 17: 44. DOI 10.1186/s12868-016-0280-9

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4986



Dokument 243Titel: Positives Ergebnis einer experimentellen Insel-Xenotransplantation ohne Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr bei einem Diabetes-Modell am nicht-menschlichen Primaten
Hintergrund: Test einer Transplantation von Schweine-Inselzellen auf Rhesusaffen in einer Kapsel, um die Gabe von Immunsuppressiva zu vermeiden.
Tiere: 3 Tiere verschiedener Arten (3 Rhesusaffen, unbekannte Anzahl Göttinger Minipigs)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden am Deutschen Primatenzentrum Göttingen durchgeführt. Es werden weibliche Göttinger Minischweine im Alter von 3-4 Jahren verwendet. Den Tieren wird unter Narkose der Bauch aufgeschnitten, um die Bauchspeicheldrüse zu entnehmen. Eine anschließende Tötung der Schweine wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich.

Die Rhesusaffen werden zunächst „trainiert“, verschiedene Manipulationen an ihrem Körper, wie Blutentnahmen und Befüllung einer eingepflanzten Kapsel, über sich ergehen zu lassen. Dann wird unter Narkose der Bauch aufgeschnitten. Die Bauchspeicheldrüse wird fast vollständig herausgeschnitten, nur ein kleines Stück bleibt zurück. Die Tiere sind nun zuckerkrank und erhalten täglich Insulin-Injektionen. Täglich wird auch der Blutzuckerspiegel bestimmt. Eine Woche später wird den Tieren Streptozotocin, ein Stoff, der giftig für die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse ist. So werden auch die letzten insulinproduzierenden Zellen zerstört. Nach einem nicht genannten Zeitraum wird die Bauchdecke der Affen erneut unter Narkose aufgeschnitten. Zwischen Bauchfell und Muskelschicht wird eine runde Plastikkapsel von 68 mm Durchmesser und 18 mm Dicke eingebracht. Ein Schlauch führt von der Kapsel zum seitlichen Brustkorb, wo er festgenäht wird. Der Bauch wird wieder zugenäht. Die Kapsel enthält Inselzellen der Schweine sowie eine sauerstoffgefüllte Kammer. Einmal täglich wird über den Schlauch der Sauerstoff nachgefüllt. Auf diese Weise sollen die insulinproduzierenden Schweinezellen ihre Funktion erfüllen ohne eine Abstoßungsreaktion auszulösen. Es werden keine Immunsystem unterdrückenden Medikamente (Immunsuppressiva) gegeben.

Den Affen werden regelmäßig Blutproben entnommen. Nach 6 Monaten werden die Kapseln wieder herausoperiert. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt, wahrscheinlich überleben sie und werden für weitere Versuche verwendet.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und dem DFG-Zentrum für Regenerative Therapien Dresden unterstützt.

Bereich: Diabetes-Forschung

Originaltitel: Favorable outcome of experimental islet xenotransplantation without immunosupression in a nonhuman primate model of diabetes

Autoren: Barbara Ludwig (1,2,3)*, Stefan Ludwig (4), Anja Steffen (1,2,3), Yvonne Knauf (5), Baruch Zimmerman (6), Sophie Heinke (7), Susann Lehmann (1), Undine Schubert (1), Janine Schmid (1), Martina Bleyer (5), Uwe Schönmann (5), Clark K. Colton (8), Ezio Bonifacio (9), Michele Solimena (2,3,10), Andreas Reichel (1), Andrew V. Schally (11,12,13,14,15,16)*, Avi Rotem (6), Uriel Barkai (6), Helena Grinberg-Rashi (6), Franz-Josef Kaup (5), Yuval Avni (6), Peter Jones (17), Stefan R. Bornstein (1,2,3,17)

Institute: (1)* Medizinische Klinik III, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden, (2) Paul Langerhans Institut Dresden, Helmholtz Center München, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und Medizinische Fakultät der TU Dresden, Dresden, (3) Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD e.V.), Neuherberg, (4) Chirurgische Klinik, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, (5) Pathologie-Abteilung, Deutsches Primatenzentrum Göttingen, Leibniz-Institut für Primatenforschung, Göttingen, (6) Beta-O2 Technologies, Petach-Tikva, Israel, (7) Kinderklinik, Universitätsklinikum, Carl Gustav Carus, Dresden, (8) Department of Chemical Engineering, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA, (9) DFG-Zentrum für Regenerative Therapien Dresden, Technische Universität Dresden, (10) Max-Planck-Institut für Molekulare Biologie und Genetik, Dresden, (11) Department of Pathology, Miller School of Medicine, University of Miami, Miami, USA, (12) Division of Hematology-Oncology, Miller School of Medicine, University of Miami, Miami, USA, (13) Division of Endocrinology, Diabetes and Metabolism, Miller School of Medicine, University of Miami, Miami, USA, (14) Veterans Affairs Medical Center, Miami, USA, (15) Sylvester Comprehensive Cancer Center, Miller School of Medicine, University of Miami, Miami, USA, (16) Interdisciplinary Stem Cell Institute, Miller School of Medicine, University of Miami, Miami, USA, (17) Division of Diabetes & Nutritional Sciences, Faculty of Life Sciences & Medicine, King’s College London, London, Großbritannien

Zeitschrift: PNAS 2017; 14(44): 11745-11750

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4985



Dokument 244Titel: Fehlen des Lst1-Gens hat geringe Auswirkungen auf den Verlauf und den Ausgang der Reaktion des Wirts gegenüber einer Infektion mit A H1N1-Grippeviren bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchungen zur Rolle eines Gens bei der Empfänglichkeit für eine Grippeinfektion.
Tiere: 70 Mäuse
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Oldenburg, genehmigt (Genehmigungsnummern: 33.942502-04-051/09 und 3392 42502-04-13/1234). Es werden genmanipulierte Mäuse verwendet, denen ein Gen fehlt, das eine Rolle bei der Empfänglichkeit für eine Grippeinfektion spielen soll, sowie zum Vergleich nicht genveränderte „Wildtyp“-Mäuse (C57BL/6). Mäuse beider Gruppen werden unter Narkose Grippeviren in die Nase gesprüht. Die Viren sind nur gering krankmachend. Einmal täglich werden die Mäuse gewogen. Bei einer Gewichtsabnahme von mehr als 30% werden die Tiere getötet. Die genmanipulierten Mäuse verlieren am Tag 5 und 6 nach der Infektion stark an Gewicht. 20% von ihnen sterben innerhalb des Beobachtungszeitraums von 14 Tagen. Die Wildtyp-Mäuse überleben alle. Dann werden alle Mäuse getötet, um ihre Lungen feingeweblich zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Helmholtz-Gesellschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und FluResearchNet

Bereich: Infektionsforschung

Originaltitel: Lst1 deficiency has a minor impact on course and outcome of the host response to influenza A H1N1 infection in mice

Autoren: Sarah R. Leist (1), Heike Kollmus (1,2), Bastian Hatesuer (1,2), Ruth L.O. Lambertz (1,2), Klaus Schughart (1,2,3)*

Institute: (1) Infektionsgenetik, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig, (2) Tierärztliche Hochschule Hannover, (3) University of Tennessee Health Science Center, Memphis, TN, USA

Zeitschrift: Virology Journal 2016; 13:17. DOI 1186/s12985-016-0471-0

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4984



Dokument 245Titel: Eine Influenza H3N2-Infektion von Collaborative Cross Founder Mäusezuchtlinien offenbart sehr unterschiedliche Reaktionen des Wirts und identifiziert einen einzigartigen Phenotyp bei CAST/EiJ-Mäusen
Hintergrund: Versuche zur Frage, wie der genetische Hintergrund die Schwere einer Grippevirusinfektion beeinflusst. Dies soll als Modell für die Variabilität bei der Empfänglichkeit von Grippeinfektionen beim Menschen dienen.
Tiere: 500 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Oldenburg, genehmigt (Genehmigungsnummern: 33.9.42502-04-051/09 und 3392 42502-04-13/1234). Mäuse 8 verschiedener Zuchtlinien werden von Jackson Laboratories, Bar Harbor, USA, bestellt und in der Tierhaltungsanlage des Helmholtz-Zentrums Braunschweig über 2 bis 6 Generationen gezüchtet. Es werden männliche und weibliche Mäuse im Alter von 7 – 13 Wochen verwendet.

Unter Isofluran-Narkose werden mindestens 380 Mäusen Grippe-Viren in unterschiedlichen Dosierungen in die Nase gesprüht. Zum Vergleich werden mindestens 120 Mäuse nicht infiziert. Einmal täglich werden alle Mäuse gewogen. Tiere, die mehr als 30 % ihres Gewichts verloren haben, werden aus „ethischen Gründen“ getötet. Überlebenskurven zeigen den Zeitpunkt des Todes, wobei nicht deutlich wird, ob sie der Infektion erliegen oder wegen hoher Gewichtsabnahme getötet werden. Je nach Zuchtlinie sterben die Mäuse nach 4 bis 12 Tagen. Manche Mäuse überleben den Beobachtungszeitraum von 14 Tagen und werden dann getötet. Manchen Mäusen werden am Tag 3, 5, 8, 18 und 30 nach der Infektion unter Isofluran-Narkose eine Blutprobe aus dem Venengeflecht hinter dem Auge entnommen. Die Kontrollmäuse werden zu unterschiedlichen, nicht genannten Zeitpunkten unter Narkose durch Ausbluten über das Venengeflecht hinter dem Auge getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Helmholtz-Gesellschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Gesellschaft der Freunde der Tierärztlichen Hochschule Hannover e.V. und FluResearchNet.

Bereich: Infektionsforschung

Originaltitel: Influenza H3N2 infection of the collaborative cross founder strains reveals highly divergent host responses and identifies a unique phenotype in CAST/EiJ mice

Autoren: Sarah R. Leist (1), Carolin Pilzner (1), Judith M.A. van den Brand (2), Leonie Dengler (1), Robert Geffers (3), Thijs Kulken (2), Rudi Balling (4), Heike Kollmus (1), Klaus Schughart (1,5)*

Institute: (1)* Infektionsgenetik, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig und Tierärztliche Hochschule Hannover, (2) Department of Viroscience, Erasmus Medical Center, Rotterdam, Niederlande, (3) Genomanalyse, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig, (4) Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB), University of Luxembourg, Esch-sur-Alzette, Luxemburg, (5) University of Tennessee Health Science Center, Memphis, TN, USA

Zeitschrift: BMC Genomics 2016; 17:143. DOI 10.1186/s12864-016-2483-y

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4983



Dokument 246Titel: Lokal ablative Strahlentherapie eines primären humanen kleinzelligen Lungenkarzinoms senkt die Anzahl an spontanen Metastasen in zwei Xenograft-Modellen
Hintergrund: An Mäusen wird untersucht, inwiefern 4 verschiedene Krebstherapien eine Auswirkung auf Metastasierung und Tumorwachstum haben.
Tiere: 164 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, USA. Es handelt sich um gentechnisch veränderte Mäuse mit geschwächtem Immunsystem, die u.a. besonders anfällig für die Entwicklung von Tumoren sind. Den Tieren werden zwei verschiedene humane Krebszelllinien unter die Haut gespritzt, damit sich Tumore ausbilden.

Nach 13 bis 68 Tagen haben alle Mäuse Tumore entwickelt und die Krebstherapien werden begonnen. Zwei Gruppen von Mäusen dienen als „Kontrollen“ und werden nicht mit einer Krebstherapie behandelt. Die Tiere der einen Gruppe werden für weitere Untersuchungen getötet, sobald die Therapien bei den anderen Tieren beginnen. Die Mäuse in der anderen Gruppe werden zusammen mit den restlichen Mäusen (Therapie-Gruppen) getötet, 15 Tage nach Beginn der Therapien. 4 Gruppen von Mäusen erhalten jeweils eine der folgenden Krebsbehandlungen: Strahlentherapie, operatives Entfernen des Tumors, Chemotherapie und Strahlentherapie + Chemotherapie.

Bei der Strahlentherapie werden die Tumore der Tiere an 5 aufeinanderfolgenden Tagen bestrahlt, wobei die Mäuse jedes Mal betäubt werden. Den Tieren der Operations-Gruppe werden die primären Tumore operativ entfernt, nach dem belastenden Eingriff müssen die Mäuse tagelang Schmerzmittel erhalten. Die Mäuse der Chemotherapie-Gruppe erhalten unter Narkose das Zytostatikum Cisplatin einmalig per Injektion in die Bauchhöhle. Vor der Chemotherapie-Behandlung wird zunächst ein Vorexperiment zur Dosis-Findung durchgeführt, wobei 5 Mäusen eine Kombination zweier Zytostatika (Cisplatin und Etoposid) verabreicht wird. Alle 5 Tiere versterben aufgrund extremer Toxizität (Vergiftung) oder müssen deswegen getötet werden. Das Vorexperiment wurde basierend auf Ergebnissen aus der Fachliteratur durchgeführt. Bei der Kombinationstherapie erhalten die Mäuse eine lokale Bestrahlung des Tumors an 5 aufeinanderfolgenden Tagen und direkt nach der ersten Bestrahlung einmalig eine Chemotherapie mit Cisplatin. Alle Tiere werden nach 15 Tagen getötet und diverse Gewebe und Organe für weitere Untersuchungen entnommen.

Finanziert wurde die Studie u.a. von der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Günther-Elin-Krempel-Stiftung.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Locally ablative radio therapy of a primary human small cell lung cancer tumor decreases the number of spontaneous metastases in two xenograft models

Autoren: Thorsten Frenzel (1)*, Jordana Siekmann (2), Carsten Grohmann (2), Ursula Valentiner (2), Rüdiger Schmitz (2), Kristoffer Riecken (3), Boris Fehse (3), Udo Schumacher (2), Tobias Lange (2), Andreas Krüll (4)

Institute: (1) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Anatomie und Experimentelle Morphologie und Core Facility Small Animal Irradiation, Universitäres Cancer Center Hamburg, Hamburg; Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Ambulanzzentrum, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52, 20246 Hamburg, (2) Institut für Anatomie und Experimentelle Morphologie und Core Facility Small Animal Irradiation, Universitäres Cancer Center Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, (3) Klinik für Stammzelltransplantation, Forschungsabteilung Zell- und Gentherapie, Universitäres Cancer Center Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, (4) Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Ambulanzzentrum, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg

Zeitschrift: International Journal of Radiation Oncology - Biology - Physics 2018; 100(4): 1044-1056

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4982



Dokument 247Titel: Auditorisches Mittelhirn kodiert für statistisches Lernen resultierend aus diskontinuierlicher sensorischer Stimulation
Hintergrund: In dieser Studie wird an Mäusen untersucht, wie das Gehirn Geräusche in der Umgebung erfasst, Zusammenhänge erlernt und sich diese merkt. Daraus sollen Rückschlüsse auf die Funktion des menschlichen Gehirns gezogen werden.
Tiere: 63 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom LAVES in Oldenburg genehmigt (Referenznummern 33.14-42502-04-10/0288 und 33.19-42502-04-11/0658). Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Janvier Labs, Frankreich.

Vor Beginn der Versuche wird den Mäusen operativ ein Transponder unter die Rückenhaut implantiert. Über zwei Wochen lang leben die Mäuse in Gruppen von bis zu 10 Tieren in sogenannten Audioboxen. Diese Käfige sollen eine „sozial, akustisch und verhaltensbiologisch angereicherte Umgebung“ simulieren. Darin befinden sich ein Bereich mit Futter und ein Bereich mit Trinkwasser, verbunden über einen Korridor. In den Audioboxen werden den Mäusen verschiedene Geräusche vorgespielt, die mit einem bestimmten Kontext assoziiert sind und mehr oder weniger vorhersehbar für die Tiere sind. Das Verhalten der Mäuse, sowie physiologische und molekulare Konsequenzen werden analysiert. Die Tiere der ersten Gruppe hören jedes Mal bestimmte Töne, wenn sie sich im Trinkwasser-Bereich befinden (vorhersehbar). Den Mäusen der zweiten Gruppe werden dieselben Töne vorgespielt, allerdings im Futter-Bereich und nicht einem festen Muster folgend (zufällig). Die Tiere der dritten Gruppe werden gar keinen Tönen ausgesetzt (Kontrolle). Es folgen weitere Konditionierungsexperimente, bei denen den Mäusen in bestimmten Situationen Luft ins Gesicht geblasen wird, was gezielt Unwohlsein bei den Tieren hervorrufen soll.

Um die Gehirnaktivitäten zu beobachten und zu vergleichen, die beim Vorspielen der erlernten Konditionierungs-Töne ausgelöst werden, werden alle Mäuse betäubt und es werden ihnen in einer komplizierten Gehirnoperation bis zu 16 Elektroden in unterschiedlichen Positionen ins Gehirn implantiert. Zur Implantation der Elektroden kommt eine stereotaktische Apparatur zum Einsatz. Der Schädel wird freigelegt, die Ohren mit Metallzylindern fixiert und eine Schädelhalterung aus Metall am Schädelknochen festgeklebt. Nun werden den Mäusen erneut Töne vorgespielt und die Nervenaktivitäten aufgezeichnet. Um eine bestimmte Gehirnregion zu inaktivieren, wird einigen Mäusen in einem Versuchsteil Muscimol ins Gehirn injiziert. Es werden erneut Töne vorgespielt und mittels Elektroden die Gehirnaktivität gemessen. Muscimol ist eine hochgiftige, stark halluzinogene Substanz, die u.a. in Fliegenpilzen vorkommt und beim Menschen bei Überdosierung u.a. Psychosen und tödliches Kreislaufversagen verursachen kann.

In einem weiteren Verhaltensexperiment werden die Mäuse in einen engen Kunststoffzylinder gesteckt, der einen Durchmesser von 4 cm und eine Länge von 12 cm hat. Wieder werden den Mäusen Töne vorgespielt und die Bewegung der Tiere mittels eines Erschütterungssensors registriert. Die Tiere verbleiben zunächst 10 min. lang zur „Eingewöhnung“ in dem Zylinder, dann wird ihnen 5 min. lang ein konstanter Hintergrundton vorgespielt und anschließend folgt die ca. 10-minütige Testphase, in der den Mäusen verschiedene Tonabfolgen vorgespielt werden. Alle Tiere werden getötet und das Gehirngewebe für neurologische Untersuchungen auf molekularer Ebene entnommen.

Die Versuche wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Bereich: Hirnforschung, Verhaltensforschung

Originaltitel: Auditory midbrain coding of statistical learning that results from discontinuous sensory stimulation

Autoren: Hugo Cruces-Solis (1,2), Zhizi Jing (3), Olga Babaev (2,4), Jonathan Rubin (5), Burak Gür (2), Dilja Krueger-Burg (4), Nicola Strenzke (3), Livia de Hoz (1)*

Institute: (1) Abteilung für Neurogenetik, Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, Hermann-Rein-Straße 3, 37075 Göttingen, (2) International Max Planck Research School Neurowissenschaften, Göttingen Graduate School für Neurowissenschaften und molekulare Biowissenschaften, Göttingen, (3) Auditory Systems Physiology Group, InnerEarLab, Abteilung Otolaryngology, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, (4) Abteilung für molekulare Neurobiologie, Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, Göttingen, (5) Holon Institute of Technology, Holon, Israel

Zeitschrift: PLoS Biology 2018; 16(7). Doi: 10.1371/journal.pbio.2005114

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4981



Dokument 248Titel: Erhöhte Expression des Enzyms Metalloproteinase ADAM8 ist verknüpft mit Gefäßerkrankungen bei Mäusen und Menschen
Hintergrund: Gen-Ausprägung bei Mäusen mit künstlich ausgelöster Gefäßverkalkung und Herzinfarkt.
Tiere: 66 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden vermutlich in Aachen statt, da bei den Details auf ältere Publikationen der Aachener Forscher verwiesen wird. Es werden Mäuse mit zwei unterschiedlichen Genmanipulationen verwendet. Den Tieren fehlt jeweils ein bestimmtes Gen, das bei der Entstehung von Arteriosklerose (Arterienverkalkung) eine Rolle spielt. Mindestens 50 Mäuse erhalten 14 Wochen lang eine sogenannte westliche Diät, d.h. Futter mit einem erhöhten Fettanteil. So soll eine Arteriosklerose hervorgerufen werden. Dann werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um die Ausprägung bestimmter Gene der Aorta (Körperschlagader) zu untersuchen. Bei anderen Mäusen wird künstlich ein Herzinfarkt ausgelöst. Dazu wird den narkotisierten Tieren ein Schnitt zwischen zwei Rippen gemacht. Der Herzbeutel wird entfernt. Um eine Herzkranzarterie wird ein Faden gelegt und zugezogen. Der Brustkorb wird wieder zugenäht. Unmittelbar danach sowie nach 1, 4 und 7 Tagen werden jeweils mindestens 4 Mäuse getötet, um die Gen-Ausprägung in den Blutgefäßen zu ermitteln.

Es werden zudem Untersuchungen an Blutgefäßen von menschlichen Patienten gemacht (Abfälle bei Bypass-Operationen) sowie an Blutproben von gesunden Freiwilligen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Arteriosklerose-Forschung, Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Elevated expression of the metalloproteine ADAM8 associates with vascular diseases in mice and humans

Autoren: Daniel Schick (1), Aaron Babenreyer (1), Justyna Wozniak (1), Tanzeela Awan (1), Heidi Noels (3), Elisa Liehn (3,4), Jörg-W. Bartsch (5), Ann-Kathrin Vlacil (6), Karsten Grote (6), Rashad Zayat (7), Andreas Goetzenich (7), Andreas Ludwig (1), Daniela Dreymüller (2)*

Institute: (1) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, RWTH Aachen, Wendlingweg 2, 52074 Aachen, (2)* Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, PZMS, ZHMB, Universität des Saarlandes, UKS Gebäude 46, 66421 Homburg, (3) Institut für Molekulare Herz-Kreislauf-Forschung, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, (4) National Heart Center Singapore, Singapur und Human Genetic Laboratory, University of Medicine, Craiova, Rumänien, (5) Klinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Marburg, Philipps-Universität Marburg, Marburg, (6) Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Universitätsklinikum Marburg, Philipps-Universität Marburg, Marburg, (7) Klinik für Thorax, Herz- und Gefäßchirurgie, RWTH Aachen, Universitätsklinikum, Aachen

Zeitschrift: Atherosclerosis 2019; 286: 163-171

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4980



Dokument 249Titel: Herzschlag- und Atembewegungs-Korrektur für simultane PET/MR des Herzens
Hintergrund: An Hunden wird ein optimiertes bildgebendes Verfahren getestet, das die Bildqualität durch Ausgleich der Herzschlag- und Atembewegungen verbessern soll. Obwohl das Verfahren in derselben Studie zeitgleich am Menschen getestet wird, werden Hunde eingesetzt.
Tiere: 5 Hunde (Mischlingshunde)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Es wird nicht erwähnt, wer die Versuche genehmigt hat und woher die Tiere stammen. Bei den Hunden wird in einer 90-minütigen Operation ein Herzinfarkt ausgelöst, indem eine Herzarterie verschlossen wird. Die Hunde entwickeln daraufhin eine sogenannte myokardiale Fibrose, die mit dem Auftreten von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen assoziiert wird. Zwei Monate nach der Operation werden die Hunde einem PET/MR-Scan (Positronen-Emissions-Tomographie/Magnetresonanztomographie) unterzogen, um Narbengewebe, das sich aufgrund des Herzinfarktes gebildet hat, sichtbar zu machen. Was danach mit ihnen geschieht, wird nicht erwähnt. Gleichzeitig wird dieselbe Messung mit annähernd identischen Parametern an einer weiblichen Testperson durchgeführt.

Die Studie wurde u.a. von der Europäischen Union finanziert.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Cardiac and Respiratory Motion Correction for Simultaneous Cardiac PET/MR

Autoren: Christoph Kolbitsch (1,2)*, Mark A. Ahlman (3), Cynthia Davies-Venn (3), Robert Evers (3), Michael Hansen (4), Devis Peressutti (1), Paul Marsden (1), Peter Kellman (4), David A. Bluemke (3), and Tobias Schaeffter (1,2)

Institute: (1) King’s College London, Division of Imaging Sciences and Biomedical Engineering, London, UK, (2)* Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Medizinphysik und metrologische Informationstechnik, Abbestrasse 2-12, 10587 Berlin, (3) National Institutes of Health, Clinical Center, Radiology and Imaging Sciences, Bethesda, USA, (4) National Institutes of Health, National Heart, Lung, and Blood Institute, Bethesda, USA

Zeitschrift: Journal of Nuclear Medicine 2017; 58(5): 846-852

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4979



Dokument 250Titel: Verwendung Parodontose-geschädigter Zahnwurzeln für laterale Alveolarkamm-Augmentation. Ein Konzeptnachweis
Hintergrund: An Hunden soll eine Methode getestet werden, um Titanimplantate in Parodontose geschädigten Zähnen zu verankert, wobei die neue Methode nicht besser abschneidet als eine bekannte. In Anbetracht etlicher erfolgreich etablierter Ansätze für die Verankerung von Zahnimplantaten ist der Zweck der vorliegenden Studie von vornherein fragwürdig. Die Hunde sind durch die massiven operativen Eingriffe bei diesen Versuchen fast ein Jahr lang erheblichen Schmerzen ausgesetzt, die mit intensiver Schmerzmittelgabe behandelt werden.
Tiere: 8 Hunde (Foxhounds)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom LANUV in Recklinghausen genehmigt. Es wird nicht erwähnt, woher die Tiere stammen. Die Hunde werden narkotisiert und Phase 1 der Prozedur eingeleitet. Im Oberkiefer wird bei 3 Backenzähnen eine Parodontose (Zahnfleischentzündung) ausgelöst, indem ein Baumwollfaden zwischen Zahn und Zahnfleisch geschoben wird und dort verbleibt, so dass sich Bakterien ansiedeln können. Im Unterkiefer werden alle 12 Backenzähne gezogen und 6 quaderförmige Löcher (6 x 9 x 9 mm Kantenlänge) in den Unterkiefer gesägt. Nach 4 bis 6 Monaten hat sich im Oberkiefer eine Parodontose der geschädigten Zähne gebildet, die mit einem 30-prozentigen Verlust der Zahnstabilität durch den Zahnfleischrückgang einhergeht. Die Baumwollfäden, die unter das Zahnfleisch geschoben wurden, werden entfernt und die 3 von der Parodontose betroffenen Zähne, sowie 3 nicht betroffene Zähne des Oberkiefers gezogen. Aus dem Unterkiefer werden 2 Knochenstücke (sogenannte autologe Knochenblöcke) herausgefräst, die im weiteren Verlauf zur Verankerung einiger der Implantate dienen. Dies ist eine bereits bekannte Methode, mit der die neue Technik (Verankerung über die Zahnwurzeln der Parodontose-geschädigten Zähne) verglichen werden soll. Die autologen Knochenblöcke sowie die präparierten Zahnwurzeln der zuvor aus dem Oberkiefer gezogenen Zähne werden in die Löcher gesetzt, die in den Unterkiefer gefräst wurden und mit Titanschrauben im Kiefer befestigt. Nach weiteren 3 Monaten werden die Titanimplantate in die Verankerungen eingeschraubt. Nach weiteren 3 Wochen werden die Hunde getötet, die Kiefer entnommen und die Lage der Implantate im Kieferknochen mikroskopisch analysiert.

Die Studie wurde vom International Team of Oral Implantology (ITI, Basel, Schweiz) finanziert.

Bereich: Implantologie

Originaltitel: Periodontally diseased tooth roots used for lateral alveolar ridge augmentation. A proof-of-concept study

Autoren: Frank Schwarz, Vladimir Golubovic, Ilja Mihatovic*, Jürgen Becker

Institute: Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Aufnahme, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf

Zeitschrift: Journal of clinical peridontology 2016; 43(9): 797-803

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4978



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