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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1551Titel: änderungen bei dem neuen C5a-Rezeptor (C5L2) bei experimenteller Sepsis und Sepsis beim Menschen
Hintergrund: Rolle eines Faktors der menschlichen Immunabwehr bei Blutvergiftung.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: In Kaninchen werden Antikörper gegen einen Faktor der Immunabwehr beim Menschen erzeugt. Dazu wird der Faktor Kaninchen injiziert. Nach einiger Zeit wird ihnen Blut abgenommen. Daraus werden die Antikörper gewonnen. Ratten werden narkotisiert. Der Bauch wird in der Mitte aufgeschnitten. Der Blinddarm wird abgebunden. Mit einer Kanüle wird ein Loch in den Blindarm gestochen. Der Blinddarm wird zurück in die Bauchhöhle gelegt und die Wunde wird zugenäht. Einige Tiere erhalten Kaninchenantikörper gespritzt. Durch das Loch tritt Darminhalt in die Bauchhöhle, wodurch es bei den Ratten zu einer Bauchfellentzündung und Blutvergiftung kommt. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht beschrieben. Eine Tötung ist äußerst wahrscheinlich.

Es werden außerdem In-vitro-Studien mit dem Immun-Faktor sowie Blutuntersuchungen von 26 menschlichen Patienten mit Blutvergiftung oder Blutvergiftungsschock durchgeführt. Zur Kontrolle werden auch 14 freiwillige Personen untersucht.

Bereich: Immunologie, Schockforschung

Originaltitel: Changes in the novel orphan C5a receptor (C5L2), during experimental sepsis and sepsis in humans

Autoren: Markus Huber-Lang (1), J. Vidya Sarma (4), Daniel Rittirsch (1), Heike Schreiber (1), Manfred Weiss (2), Michael Flierl (1), Ellen Younkin (4), Marion Schneider (2), Heidemarie Suger-Wiedeck (2), Florian Gebhard (1), Shannon D. McClintock (4), Thomas Neff (4), Firas Zetoune (2), Uwe Bruckner (1), Ren-Feng Guo (4), Peter N. Monk (3), Peter A. Ward (4)*

Institute: (1) Abteilung für Traumatologie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universität Ulm, Ulm, (2) Abteilung für Anästhesiologie, Universität Ulm, (3) Department of Neurology, University of Sheffield Medical School, Sheffield, (4) Department of Pathology, University of Michigan Medical School, Ann Arbor, MI, USA. (Obwohl der federführende Autor eine amerikanische Adresse hat, wurden die Versuche sehr wahrscheinlich in Ulm durchgeführt.)

Zeitschrift: The Journal of Immunology 2005: 174, 1104-1110

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3658



Dokument 1552Titel: Axonopathie bei einem APP/PS1-transgenen Mausmodell der Alzheimer Krankheit
Hintergrund: "Modell" für geschädigte Nervenfasern im Rückenmark bei der Alzheimer Krankheit.
Tiere: 51 Mäuse
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Es werden transgene Mäuse "hergestellt", die zuviel eines menschlichen Proteins produzieren. Dieses bewirkt eine Schädigung der Nervenfasern im Rückenmark. Jeweils Gruppen von einigen gentechnisch veränderten und normalen Mäusen werden im Alter von 3, 8 und 13 Monaten getötet.

Bereich: Alzheimer-Forschung

Originaltitel: Axonopathy in an APP/PS1 transgenic mouse model of Alzheimer’s disease

Autoren: Oliver Wirths (1), Joachim Weis (2), Jacek Szczygielski (1), Gerd Multhaup (3), Thomas A. Bayer (1)*

Institute: (1) Klinik für Psychiatrie, Abteilung für Neurobiologie, Universität des Saarlandes, 66421 Homburg/Saar, (2) Institut für Neuropathologie, RWTH Aachen, (3) Institut für Biochemie, Freie Universität Berlin

Zeitschrift: Acta Neuropathologica 2006: 111: 312-319

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3657



Dokument 1553Titel: Luftröhrentransplantation bei Ratten: Die Rolle verschiedener Immunsuppressiva für den Schutz der oberen Zellschicht der Luftwege
Hintergrund: Untersuchungen zu Komplikationen bei Lungentransplantationen.
Tiere: 60 Ratten
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. 30 Ratten dienen als "Transplantatspender". Ihnen wird die Luftröhre entnommen. Die Luftröhren werden 30 "Empfängerratten" in die Bauchhöhle eingepflanzt. Dazu wird die Bauchdecke aufgeschnitten. Die Luftröhre wird in das große Netz, eine Gewebestruktur in der Bauchhöhle, gewickelt und dort festgenäht. Die Tiere erhalten in den nächsten 28 Tagen einmal täglich eines von drei Immunsupressiva mittels Schlundsonde in den Magen eingegeben. Einige Tiere erhalten keine Behandlung. Am 28. Tag nach der Operation werden die Ratten auf nicht beschriebene Weise getötet. Die transplantierten Luftröhren werden untersucht.

Bereich: Transplantationsmedizin

Originaltitel: Tracheal allograft transplantation in rats: The role of different immunosupressants on preservation of respiratory epithelium

Autoren: Sonja Schrepfer (1), Tobias Deuse (1)*, K. Sydow (2), Hansjörg Schäfer (3), Christian Detter (1), Hermann Reichenspurner (1)

Institute: (1) Abteilung für Kardiovaskuläre Chirurgie, Universitäts-Herzzentrum, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 20246 Hamburg, (2) Universitäts-Herzzentrum Hamburg, (3) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Zeitschrift: Transplantation Proceedings 2006: 38, 741-744

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3656



Dokument 1554Titel: Reaktive Veränderungen in der oberen und unteren Rückenmarkswurzel nach einer oberen Nervenfaserdurchtrennung und Ausreißen und Wiedereinpflanzen der unteren Rückenmarkswurzel im Bereich des 7. Halswirbels bei Kaninchen
Hintergrund: Durchtrennte und ausgerissene Rückenmarkswurzeln.
Tiere: 28 Kaninchen (Weiße Neuseelandkaninchen)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Bei den Tieren wird unter Narkose der 7. Halswirbel aufgeschnitten. Einige Nervenfasern im Bereich des Rückenmarks werden durchtrennt, andere werden ausgerissen. Die ausgerissenen werden mit Fibrinkleber wieder angeklebt. Die Operationswunde wird verschlossen. Sechs Monate später werden die Tiere getötet.

Bereich: Neurochirurgie

Originaltitel: Reactive changes in dorsal roots and dorsal root ganglia after C7 dorsal rhizotomy and ventral root avulsion/replantation in rabbits

Autoren: N. Schlegel (1), E. Asan (1), G.O. Hofmann (2), E.M. Lang (3)*

Institute: (1) Universität Würzburg, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Würzburg, (2) Klinik für Traumachirurgie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, (3) Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Zeitschrift: Journal of Anatomy 2007: 210, 336-351

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3655



Dokument 1555Titel: Diagnose einer Bauchfellentzündung mit Fast-Infrarot-Bildgebung von in vivo markierten Monozyten-Makrophagen
Hintergrund: Diagnose einer Bauchfellentzündung.
Tiere: 9 Mäuse
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Durch Injektion eines Wirkstoffes wird bei den Tieren eine Bauchfellentzündung ausgelöst. Ein Teil der Tiere erhält außerdem einen fluoreszierenden Farbstoff in die Schwanzvene injiziert, der bestimmte Entzündungszellen anfärbt. Unmittelbar vor den Injektionen und sechs Stunden danach werden die Mäuse mit einem bildgebenden Verfahren gescannt, mit dem die angefärbten Zellen dargestellt werden können. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Diagnosis of peritonitis using near-infrared optical imaging of in vivo labelled monocytes-macrophages

Autoren: Marcus-Rene Lisy (1)*, Elisabeth Schüler (1), Frank Lehmann (2), Peter Czerney (2), Werner A. Kaiser (1), Ingrid Hilger (1)

Institute: (1) Institut für Diagnostische und interventionelle Radiologie, Friedrich Schiller Universität Jena, 07747 Jena, (2) Dyomics GmbH, Jena

Zeitschrift: Journal of Biomedical Optics 2006: 11(6), DOI: 10.1117/1.2409310

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3654



Dokument 1556Titel: Verstärkte Glukokortikoidrezeptorsignale bei T-Zellen haben einen Einfluss auf den programmierten Zelltod von Thymozyten und auf die angepasste Immunantwort
Hintergrund: Bedeutung eines bestimmten Rezeptors in der Thymusdrüse.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Es werden transgene Ratten "hergestellt", die zu viel eines Rezeptors für Glukokortikoide in der Thymusdrüse aufweisen. Neben den gentechnisch veränderten Ratten werden auch "normale" Ratten verwendet. Einigen Ratten werden die Nebennieren operativ entfernt. Bei anderen Ratten wird eine experimentelle Autoimmunenzephalomyelitis hervorgerufen. Bei dieser künstlich hervorgerufenen Krankheit greift das Immunsystem Zellen des eigenen Körpers an und verursacht eine Entzündung des Zentralnervensystems. Dieses wird bei den Ratten ausgelöst, indem Bestandteile von Nervenumhüllungen von Meerschweinchen in eine Pfote gespritzt werden. Andere Ratten erhalten eine Eiweißinjektion in die Bauchhöhle. Vier Wochen später wird das Eiweiß über die Nase verabreicht. Der Körper reagiert mit einer allergischen Reaktion. Alle Ratten werden am Ende der Experimente getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Volkswagen-Stiftung, das interdisziplinäre Zentrum für klinische Forschung, Würzburg und die gemeinnützige Hertie-Stiftung.

Bereich: Immunologie

Originaltitel: Enhanced glucocorticoid receptor signaling in T cell impacts thymocyte apoptosis and adaptive immune responses

Autoren: Jens van den Brandt (1), Fred Lühder (2), Kirsty G. McPherson (1), Katrien L. de Graaf (3), Denise Tischner (1), Stefan Wiehr (1), Thomas Hermann (1), Robert Weissert (3), Ralf Gold (3); Holger M. Reichardt (1)*

Institute: (1) Institut für Virologie und Immunologie, Universität Würzburg, 97078 Würzburg, (2) Institut für Multiple Skleroseforschung, Medizinische Fakultät und Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Universität Göttingen, (3) Hertie-Stiftung für Klinische Hirnforschung, Universität Tübingen

Zeitschrift: The American Journal of Pathology 2007: 170, (3), 1041-1053

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3653



Dokument 1557Titel: Verstärkte Aktivität bei neuen Objekten, reduzierte Angst, verlangsamte Resynchronisation bei umgekehrten Tageslicht und schwächere Muskelstärke bei Mäusen mit Tenascin-C-Mangel
Hintergrund: Funktion eines im Nervensystem vorkommenden Proteins.
Tiere: 114 Mäuse (weit mehr)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Mit gentechnischen Methoden werden Knockout-Mäuse "hergestellt", die einen Mangel an einem Eiweiß aufweisen, das im Nervensystem vorkommt. Jeweils einige Knockout- und normale Geschwister werden verschiedenen Test unterzogen: Das Verhalten einer Maus in einem neuen Plastikkäfig und in einer großen, hell erleuchteten Box ("Offenes Feld") wird beobachtet.

Eine Maus wird in die Mitte eines Kreuzes gesetzt. Zwei Arme des Kreuzes sind mit 15 cm hohen Wänden ausgestattet, die anderen beiden sind offen. Das Verhalten wird mit einer Videokamera registriert.

Eine Maus wird in einen Käfig mit Gitterboden gesetzt. Es wird beobachtet, wie sich das Tier verhält, wenn über den Fußboden elektrische Stromstöße erfolgen.

Beim Angstkonditionierungstest erhält eine Maus in einem Käfig mit Gitterboden Stromstöße an die Füße kurz nachdem ein hoher Ton ertönt. Am Nächsten Tag wird der Ton abgespielt, ohne dass ein Fußschock erfolgt. Es wird beobachtet, wie die Maus vor Angst erstarrt. Einige Stunden später wird die Maus in einem Käfig ohne Gitterboden gesetzt. Das Verhalten des Tieres bei Ertönen des Tons wird registriert. Nach 8 bzw. 9 Tagen wird das Experiment (Reaktion bei Ertönen des Tons) wiederholt.

Eine Maus muss auf einem Holzstab balancieren. In einem weiteren Test rotiert der Stab. Die Zeit bis zum Herunterfallen wird gemessen.

Eine Maus muss einen 100 cm langen Stab zu ihrem Käfig entlang laufen. Zuerst ist der Stab 5 cm breit, beim nächsten Mal 2,5 cm und dann nur einen cm breit. Es wird beobachtet, wie oft das Tier daneben tritt.

In den Käfig einer Maus wird eine unten abgeschnittene Plastikflasche gelegt, um ihr Neugierverhalten zu beobachten.

Eine Maus wird auf eine Plattform gesetzt. In dem Moment, wenn sie von der Plattform herunterklettern will, erhält sie einen Fußschock. 24 Stunden später wird das Tier wieder auf die Plattform gesetzt. Es wird gemessen, ob sich das Tier dort länger aufhält als zuvor.

Eine Maus wird in einen Box bestehend aus einem dunklen und einem hell erleuchteten Bereich gesetzt. Läuft sie in den dunklen Bereich, erhält sie einen elektrischen Fußschock. Nach 24 Stunden wird gemessen, ob das Tier den dunklen Bereich länger meidet.

Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Molekularbiologie, Neurobiologie

Originaltitel: Enhanced novelty-induced activity, reduced anxiety, delayed resynchronization to daylight reversal and weaker muscle strength in tenascin-C-deficient mice

Autoren: Fabio Morellini*, Melitta Schachner

Institute: Zentrum für Molekulare Neurobiologie, Universität Hamburg, 20251 Hamburg

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2006: 23, 1255-1268

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3652



Dokument 1558Titel: Sirolimus und FK778: ein Vergleich von zwei anti-proliferativen Immunsuppressiva zur Verhinderung der experimentellen obliterativen Luftwegkrankheit
Hintergrund: Untersuchungen zu Komplikationen bei Lungentransplantationen.
Tiere: 96 Ratten
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. 48 Ratten dienen als "Transplantatspender". Ihnen wird die Luftröhre entnommen. Die Luftröhren werden 48 "Empfängerratten" in die Bauchhöhle eingepflanzt. Die Tiere werden in den nächsten 28 Tagen mit unterschiedlichen Immunsupressiva behandelt, um die körpereigene Abwehr gegen die Transplantate abzuschwächen. Einige Tiere erhalten keine Behandlung. Am 28. Tag nach der Operation werden die Ratten auf nicht beschriebene Weise getötet. Es wird untersucht, inwieweit sich die transplantierten Luftröhren zugesetzt haben.

Bereich: Transplantationsmedizin

Originaltitel: Sirolimus and FK778: a comparison of two anti-proliferative immunosuppressants for prevention of experimental obliterative airway disease

Autoren: Tobias Deuse (1), Sonja Schrepfer (1)*, Friedrich Koch-Nolte (2), Munif Haddad (3), Hansjörg Schäfer (4), Christian Detter (1), Hermann Reichenspurner (1)

Institute: (1) Abteilung für Kardiovaskuläre Chirurgie, Universitäts-Herzzentrum, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 20246 Hamburg, (2) Institut für Immunologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, (3) Institut für Klinische Chemie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, (4) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Zeitschrift: Transplant International 2006: 19, 310-318

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3651



Dokument 1559Titel: änderung der durch L-DOPA hervorgerufenen unwillkürlichen Bewegungen mit klinisch erprobten Wirkstoffen: Weitere Validierung des Ratten-Dyskinesiemodells
Hintergrund: Bei 80% der mit dem Medikament L-DOPA behandelten menschlichen Parkinson Patienten treten Bewegungsstörungen als Nebenwirkung auf. Zahlreiche Medikamente zur Behandlung der Nebenwirkungen wurden bereits klinisch erprobt. In dieser Arbeit wird diese Nebenwirkungsbehandlung bei Ratten getestet.
Tiere: 78 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden von der Versuchstierzucht Elevage-Janvier, Strasbourg, bezogen. Die Experimente finden zum Teil in Frankfurt, zum Teil in Schweden statt. Zunächst wird bei den Ratten die Parkinson Krankheit simuliert. Dazu wird eine Kanüle durch den Schädel in das Gehirn gestochen, um ein Nervengift zu injizieren. Zwei Wochen später werden die Ratten getestet, inwieweit sich die Parkinson-Symptome eingestellt haben. Die Ratten erhalten eine Injektion von Amphetamin in die Bauchhöhle und werden dann in eine rotierende Plastikröhre gesetzt. Es wird 90 Minuten lang beobachtet, wie oft sich die Tiere in der Röhre überschlagen. 51 Ratten, die sich mehr als 5mal pro Minute überschlagen, werden für die weiteren Experimente ausgewählt.

Die Tiere werden drei Wochen lang mit L-DOPA, einem Parkinson-Medikament, behandelt. Dieses Medikament hat als Nebenwirkung (bei 80% der menschlichen Patienten) bestimmte Bewegungsstörungen. 48 der 51 Ratten entwickeln solche Bewegungsstörungen. Sie werden für die weiteren Experimente verwendet. Innerhalb der nächsten 7 Monate werden bei diesen Tieren sieben verschiedene Medikamente zur Behandlung der Nebenwirkungen getestet. Dazu wird immer L-DOPA plus eines der Testmedikamente verabreicht. Anschließend werden die Bewegungen der Tiere beobachtet. Bei einem Balance-Test wird eine Ratte auf einen rotierenden Stab gesetzt. Die Rotation wird erhöht und es wird registriert, wie lange sich die Ratte auf dem Stab halten kann. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Parkinson-Forschung

Originaltitel: Modulation of L-DOPA-induced abnormal involuntary movements by clinically tested compounds: Further validation of the rat dyskinesia model

Autoren: Andrzej Dekundy (1,2)*, Martin Lundblad (2), Wojciech Danysz (1), M. Angela Cenci (2)*

Institute: (1) In vivo Pharmacology, Preclinical Research and Development, Merz Pharmaceuticals GmbH, 60318 Frankfurt, (2) Department of Experimental Medical Science, Lund University, Lund, Schweden

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2007: 179, 76-89

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3650



Dokument 1560Titel: Das Immun-Mikromilieu in Lunge und Leber und sein Beitrag zur frühen systemischen Entzündung nach stumpfem Brustkorbtrauma
Hintergrund: Untersuchungen von Entzündungsfaktoren nach künstlich erzeugtem, stumpfen Brustkorbtrauma bei der Maus.
Tiere: 141 Mäuse
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden von der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld bezogen. Bei den Tieren wird unter Narkose die Lunge gequetscht. Dazu wird ein Gerät mit komprimierter Luft auf den Brustkorb über dem Brustbein gesetzt. Die Luft wird plötzlich freigesetzt und trifft den Brustkorb wie ein Schlag. So wird eine definierte, wiederholbare (reproduzierbare) Lungenschädigung mit Entzündungsreaktion erzeugt. Bei einigen Mäusen wird nach 0,5, 2 oder 24 Stunden die Lunge mit einer Kochsalzlösung gespült. Anschließend werden die Tiere getötet. Bei anderen Tieren werden nach Tötung Lungen und Leber zur Untersuchung entnommen. Bei einem weiteren Experiment wird den Mäusen ein blauer Farbstoff in die Blutbahn injiziert, der bestimmte Strukturen anfärbt, bevor die Tiere 10 Minuten später getötet werden. Bei einer Gruppe von Mäusen wird unter leichter Anästhesie eine Lösung mit einem menschlichen Entzündungsfaktor in den Mund gegeben. Die Zunge wird herausgezogen, so dass das Tier die Lösung einatmet und nicht abschluckt. Zehn Minuten später werden auch diese Mäuse getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Intensivmedizin

Originaltitel: The pulmonary and hepatic immune microenvironment and its contribution to the early inflammation following blunt chest trauma

Autoren: Mario Perl (1), Florian Gebhard (1), Sonja Braunmüller (1), Björn Tauchmann (1), Uwe B. Brückner (2), Lothar Kinzl (1), Markus W. Knöferl (1)

Institute: (1) Klinik für Trauma-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universität Ulm, (2) Abteilung für chirurgische Forschung, Universität Ulm

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2006: 34, 1152-1159

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3649



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