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Datenbank Tierversuche

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Dokument 111Titel: Winterschlaf beeinträchtigt Geruchsunterscheidung – Auswirkung auf die Alzheimer-Erkrankung
Hintergrund: In einem frühen Stadium verlieren viele Alzheimer-Patienten ihren Geruchssinn. Hier soll herausgefunden werden, ob Hamster sich als „Modell“ für dieses Symptom eignen. Es stellt sich heraus, dass Hamster nach einem Winterschlaf Geruchsdefizite haben.
Tiere: 76 Hamster (Goldhamster)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Leipzig unter der Nummer T74/05 genehmigt. Die männlichen und weiblichen Goldhamster werden von der Harlan Winkelmann GmbH, Borchen, gekauft und im Medizinischen Technischen Zentrum der Universität Leipzig gehalten und gezüchtet.

Die Tiere werden zunächst unter standarisierten Bedingungen (gleiche Temperatur, gleiche Luftfeuchtigkeit) in einem künstlichen Hell- Dunkel- Zyklus gehalten, es herrscht 12 Stunden lang Licht und 12 Stunden ist es dunkel. 76 Hamster werden dann 2 Monate in einem Tierinkubator gehalten und 8 Stunden Helligkeit und 16 Stunden Dunkelheit ausgesetzt.

In dieser Zeit wird mehrfach ein Riechtest gemacht: Dafür wird ein großer Käfig in drei Bereiche geteilt, in das linke und rechte Kompartiment wird je ein Geruch (Rose und Zitrone) platziert, nur einer wird mit Futter versehen. Die Tiere sollen also lernen, das Futter mit einem bestimmten Geruch verbunden ist.

Danach werden die Tiere in einen Kaltraum gebracht, in dem die Helligkeit auf 4:20 Stunden am Tag herabgesetzt und die Temperatur auf 5-7 Grad heruntergeregelt wird. Dies soll die Bedingungen simulieren, die dazu führen, dass Tiere sich in den Winterschlaf begeben. Ob sie in den Winterschlaf treten, wird mittels einer Infrarot-Kamera überwacht, die die Bewegungen der Tiere aufzeichnet.

Wenn die Hälfte der Tiere in den Winterschlaf gefallen ist, werden sie für 2 Tage wieder bei 25 Grad gehalten und der Riechtest wird wiederholt. Danach werden alle wieder in den Kaltraum gebracht und der Test nach 2 Monaten noch einmal wiederholt. Hamster, die keinen Winterschlaf gehalten haben, zeigen eine Vorliebe für den Geruch, mit dem sie auf Futter trainiert worden sind, während Tiere, die Winterschlaf gehalten haben, keine Vorliebe für einen Geruch zeigen.

Am Ende werden die Tiere mit Kohlendioxid erstickt und es wird eine sogenannte „kardiale Perfusion“ gemacht, damit Gehirn und Organe konserviert werden. Dazu wird mit einer Spritze ins Herz gestochen und verschiedene Lösungen durch den Körper gepumpt. Dann wird das Gehirn für weitere Untersuchungen entnommen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Alzheimer-Forschung, Neurophysiologie

Originaltitel: Hibernation impairs odor discrimination – implications for Alzheimer’s Disease

Autoren: Torsten Bullmann (1) *, Emily Feneberg (1), Tanja Petra Kretzschmann (1), Vera Ogunlade (2), Max Holzer (1), Thomas Arendt (1) *

Institute: (1) Department of Molecular and Cellular Mechanisms of Neurodegeneration, Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Universität Leipzig, Liebigstraße 19, 04103 Leipzig, (2) Abteilung für Neuropathologie, Universität Leipzig, Leipzig

Zeitschrift: Frontiers in Neuroanatomy 2019; 13: 69

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5118



Dokument 112Titel: Nahe physiologische spektrale Selektivität der Hörschnecken-Optogenetik
Hintergrund: Es soll herausgefunden werden, welche Art der Stimulation (akustisch, elektrisch, optisch) am effektivsten bei Hörverlust ist.
Tiere: 46 Gerbils
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz, Lebensmittelsicherheit und Tierschutz (LAVES) genehmigt. 46 mindestens 8 Wochen alte Wüstenrennmäuse beiderlei Geschlechts werden mehrfach unter Narkose operiert.

In der ersten OP wird bei einigen der Gerbils ein Schnitt hinter dem Ohr gemacht, die Muskeln und Gewebe zur Seite geschoben und die Bulla, die knöcherne Struktur, die das Mittelohr umgibt, aufgebohrt. Durch das Loch werden spezielle Viren in die Spiralganglien der Hörschnecke (Cochlea) gespritzt. Diese führen dazu, dass die Hörzellen in der Cochlea Proteine bilden, die durch Licht verändert werden und daraufhin einen Nervenimpuls in der Zelle entstehen lassen. In den darauffolgenden 4 Wochen können sich die Wüstenrennmäuse von dem Eingriff erholen. Kontrolltiere werden diesem Eingriff nicht unterzogen, aber für die weiteren Experimente verwendet.

In einer zweiten Operation wird die Kopfhaut aufgeschnitten, die freiliegende Schädeldecke gesäubert und eine Halterung aufgeklebt, mit der der Kopf der Gerbils fixiert werden kann. Dann wird auf der linken Hirnhälfte eine Referenzelektrode zwischen Schädeldecke und Hirnhaut angebracht. Im Bereich der rechten Hirnhälfte wird ein Loch in die Schädeldecke gebohrt und eine Sonde mit 32 Elektroden in das Gehirn eingeführt, die die Nervensignale aufzeichnet.

Dann werden die Tiere beschallt oder optisch oder elektrisch stimuliert. Die Tonstimulation erfolgt über einen Lautsprecher, der 30 cm vor den Köpfen der Gerbils platziert ist. Die optische Stimulation erfolgt durch ein Glasfaserkabel, welches an einen Laser angeschlossen ist; dieses wird durch das Loch in der Bulla eingeführt. Die elektrische Stimulation erfolgt durch in die Hörschnecke eingeführte Elektroden. Durch das Loch in der Bulla wird zudem ein Hör-Implantat eingesetzt. Nach diesen Experimenten werden die Tiere auf nicht näher beschriebene Weise getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Die Arbeit wurde vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council; ERC) gefördert.

Bereich: Hörforschung

Originaltitel: Near physiological spectral selectivity of cochlear optogenetics

Autoren: Alexander Dieter (1,2), Carlos J. Duque-Afonso (1,2,3), Vladan Rankovic (1,4,5), Marcus Jeschke (1,4,6), Tobias Moser* (1,2,3,4)

Institute: (1) Institut für Auditorische Neurowissenschaften und InneresOhrenLabor, Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen, (2) Göttinger Graduiertenzentrum für Neurowissenschaften, Biophysik und Molekulare Biowissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen, (3) Auditory Neuroscience Group, Max Planck Institut für Experimentelle Medizin, Göttingen, (4) Auditorische Neurowissenschaften und Optogenetik, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (5) Restorative Cochlear Genomics Group, Auditorische Neurowissenschaften und Optogenetik, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (6) Forschungsgruppe Kognitives Hören in Primaten, Auditorische Neurowissenschaften und Optogenetik, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen

Zeitschrift: Nature Communications 2019; 10(1): 1962

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5117



Dokument 113Titel: Magnetresonanztomographie mit dem Magischen Winkel in vivo zur Auffindung von Zellen bei Pferden mittels Niedrigfeld-MRI
Hintergrund: Untersuchung von erkrankten Pferdebeinen mittels Magnetresonanztomographie.
Tiere: 6 Pferde
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Genehmigt werden die Versuche von der Landesdirektion Leipzig (TVV 34/13). Unter Narkose wird die Haut im mittleren Bereich des Mittelfußknochens der Pferde an beiden Vorderbeinen über der oberflächlichen Beugesehne 2 cm aufgeschnitten. Eine dicke Kanüle wird 2 cm tief in die Sehne gestochen und beim Wiederherausziehen ein Enzym in den Stichkanal gespritzt, welches die Fasern von Sehnen abbaut. So wird eine nichtentzündliche Sehnenerkrankung simuliert. In derselben Operation wird im Hüftbereich der Tiere Unterhautfettgewebe entnommen, um daraus Stammzellen herzustellen. Diese werden mit magnetischem Eisenoxid markiert. Anschließend werden die Wunden zugenäht und die Gliedmaßen bandagiert und Schmerzmittel wird über 6 - 10 Tage verabreicht. Drei Wochen nach der Operation werden die Tiere stehend leicht betäubt und der für die Sehne zuständige Nerv sowie das Gewebe um die Sehnenverletzung lokal betäubt. Mit einer Kanüle werden an einem der Vorderbeine Eisenoxid-markierte Stammzellen ins erkrankte Sehnengewebe gespritzt, an dem anderen Vorderbein nur Blutserum desselben Tieres zur Kontrolle. Kurz vor der Injektion, sowie 8 x innerhalb der nächsten 24 Wochen werden die behandelten Sehnenbereiche der Pferde unter Sedierung mittels Magnetresonanztomographie untersucht. Nach den 24 Wochen werden die Pferde getötet und Proben der Sehnen für weitere Untersuchungen entnommen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Universität Leipzig, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

Bereich: Tiermedizin, Bildgebende Verfahren

Originaltitel: In vivo magic angle magnetic resonance imaging for cell tracking in equine low-field MRI

Autoren: Carolin Horstmeier (1)*, Annette B. Ahrberg (2), Dagmar Berner (3), Janina Burk (4), Claudia Gittel (5), Aline Hillmann (6), Julia Offhaus (1), Walter Brehm (1,6)

Institute: (1) Klinik für Pferde, Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Leipzig, An den Tierkliniken 21, 04103 Leipzig, (2) Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universität Leipzig, Leipzig, (3) Royal Veterinary College, University of London, Hat?eld, Hertfordshire, Großbritannien, (4) Klinik für Pferde (Chirurgie), Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen, (5) Department of Veterinary Medicine, Queen’s Veterinary School, Cambridge, Großbritannien, (6) Sächsischer Inkubator für Klinische Translation (SIKT), Universität Leipzig, Leipzig

Zeitschrift: Stem Cells International 2019; 6: 1-9

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5116



Dokument 114Titel: Eignung der Gruppenentnahme von Speichelproben bei Wiederkäuerpopulationen zum Nachweis des Lumpy–Skin-Virus
Hintergrund: Bei Schweinen (Haus- oder Wildschwein) wird das Sammeln von Gruppen-Speichelproben an Futterstellen zum Nachweis von Krankheitserregern bereits erfolgreich praktiziert. Jetzt soll diese Methode bei Rindern ausprobiert werden.
Tiere: 12 Rinder (Holstein-Rinder)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Genehmigt werden die Versuche von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern in Rostock (Nummer: LALLF M-V/TSD/7221.3-1-061/16). Die ca. 6 Monate alten Rinder stammen von kommerziellen Züchtern. Sie werden in einer Isoliereinheit mit hohem Sicherheitsstandard untergebracht. Allen Tieren werden sowohl unter die Haut als auch in die Vene Lumpy-Skin-Viren gespritzt. Lumpy Skin Disease ist eine nicht auf den Menschen übertragbare Viruserkrankung bestimmter Wiederkäuerarten, die mit knotigen Veränderungen der Haut, Schleimhäute und inneren Organen einhergeht. Betroffene Tiere zeigen auch Abmagerung, vergrößerte Lymphknoten, Hautödeme und können an der Krankheit sterben. Die in der Studie verwendeten Viren wurden 2016 von erkrankten Tieren in Mazedonien gewonnen. Vom Tag vor dem Infizieren der Rinder bis zum 28. Tag nach dem Infizieren werden die Tiere täglich klinisch untersucht und ihre Symptome nach einem Schema bewertet. Während der gesamten Studie werden pro Tier je 10 Blutproben, Rachen- und Nasenabstriche genommen. Außerdem werden Speichelproben von den Lecksteinen der Tiere genommen. Alle Rinder entwickeln nach der Infektion Krankheitssymptome. 6 Kühe zeigen dabei ausgeprägte Symptome und 2 Kühe werden aufgrund starker Symptomatik vor Ende des Versuchs getötet. Nach Ablauf der 28 Tage werden die noch lebenden Tiere geschlachtet.

Bereich: Tierseuchenforschung, Infektionsforschung

Originaltitel: Suitability of group-level oral fluid sampling in ruminant populations for lumpy skin disease virus detection

Autoren: Dietze, K. (1)*, Moritz, T. (1), Alexandrov, T. (2), Krstevski, K. (3), Schlottau, K. (1), Milovanovic, M. (4), Hoffmann, D. (1), Hoffmann, B. (1)

Institute: (1) Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Südufer 10, 17493 Greifswald-Insel Riems, (2) Bulgarian Food Safety Agency, Sofia, Bulgarien, (3) University „Ss. Cyril and Methodius” Skopje, Faculty of Veterinary Medicine, Skopje, Mazedonien. (4) Belgrade University, Faculty of Veterinary Medicine Belgrade, University of Belgrade, Belgrad, Serbien

Zeitschrift: Veterinary Microbiology 2018; 221: 44-48

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5115



Dokument 115Titel: Modulation der Achse des Wachstumshormonrezeptor-Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors durch Nahrungsprotein bei jungen Wiederkäuern
Hintergrund: Man weiß bereits, dass niedriger Proteingehalt im Futter von Ziegen zu Verschiebungen im Mineralhaushalt führt. In dieser Studie wird untersucht, ob dies an einer Veränderung im Hormonhaushalt liegt.
Tiere: 17 Ziegen (Deutsche Hausziege (Capra aegagrus hircus))
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Die jungen, männlichen Ziegen (durchschnittliches Gewicht von 15,4 kg) werden in 2 Gruppen von 8 bzw. 9 Tieren aufgeteilt. Dabei erhält die erste Gruppe über 6 Wochen lang ein Futter mit einem gegenüber üblichen Ziegenfutter (11-12 %) erhöhten Proteingehalt von 20 % und die zweite Gruppe während desselben Zeitraums Futter mit reduziertem Proteingehalt (9 %). Tiere mit derselben Futterzusammensetzung werden in Gruppen von 4-5 zusammengehalten. Die Fütterung erfolgt zweimal täglich individuell um 7 und 16 Uhr. Angebotenes und nicht aufgenommenes Futter wird abgewogen. Auch das Gewicht der Ziegen wird wöchentlich bestimmt. Den Tieren wird ein Venenverweilkatheter in die Halsvene implantiert, um über einen Zeitraum von 24 Stunden alle 20 Minuten Blut zu nehmen. Außerdem erfolgt einmal täglich morgens früh eine Blutentnahme. Am Ende der 6 Wochen werden alle Tiere getötet, nachdem man sie mit einem Bolzenschuss in den Kopf betäubt hat. Die Lebern werden für weitere Untersuchungen entnommen.

Die Studie wurde gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Modulation of growth hormone receptor-insulin-like growth factor 1 axis by dietary protein in young ruminants

Autoren: Caroline S. Firmenich (1), Nadine Schnepel (1), Kathrin Hansen (1), Marion Schmicke (2), Alexandra S. Muscher-Banse (1)*

Institute: (1) Institut für Physiologie und Zellbiologie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Bischofsholer Damm 15, Gebäude 102, 30173 Hannover, (2) Endokrinologisches Labor, Klinik für Rinder, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Hannover

Zeitschrift: British Journal of Nutrition 2020; 123: 652–663

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5114



Dokument 116Titel: Neuronale Aktivierung nach offensiver Aggression bei Japanwachteln
Hintergrund: Welche Hirnareale sind bei aggressiveren Wachteln aktiver als bei ihren unterwürfigen Artgenossen? Und gibt es Unterschiede im Körperbau?
Tiere: 21 Wachteln (mindestens 21 Japanwachteln)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die männlichen Wachteln stammen von einem lokalen Züchter in Österreich. Für mindestens 10 Wochen werden sie ohne physischen, aber mit akustischem Kontakt zu den männlichen Artgenossen einzeln in 1,1 x 1,1 x 1,0 m großen Käfigen gehalten. 14 Tiere werden einzeln für 30 Minuten in einem neutralen Käfig jeweils mit einem ihrer Artgenossen konfrontiert. Das Verhalten wird beobachtet und auf Attacken (auf Hals, Kopf und Körper), Kämpfe, Verfolgungsjagden, Fluchtversuche und Lautäußerungen geachtet. Die in dieser Konfrontation jeweils aggressivere Wachtel wird unmittelbar nach dem Kampf durch Köpfen getötet und das Gehirn für feingewebliche Untersuchungen entnommen. 7 Tiere einer Kontrollgruppe werden für 5 Minuten vom Experimentator angefasst, für 30 Minuten zurück in ihren Käfig gesetzt und anschließend auch durch Köpfen getötet um ihre Gehirne zu untersuchen. Was mit den weniger aggressiven Wachteln geschieht, wird nicht erwähnt. Vor dem Töten werden Körpergewicht und Größe der Kloakendrüse gemessen.

Bereich: Verhaltensforschung, Tierphysiologie, Hirnforschung

Originaltitel: Neural activation following offensive aggression in Japanese quail

Autoren: Cornelia Voigt, Katharina Hirschenhauser, Stefan Leitner*

Institute: Max-Planck-Institut für Ornithologie, Abteilung Verhaltensneurobiologie, Eberhard-Gwinner-Straße, 82319 Seewiesen

Zeitschrift: Biology Open 2018; 7: bio038026

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5113



Dokument 117Titel: Der kleinste Hörwinkel von Schleiereulen
Hintergrund: Wie gut kann eine Eule räumlich hören?
Tiere: 3 Eulen (Schleiereulen)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Genehmigung der Versuche erfolgt durch die zuständige Regierungsbehörde LAVES in Niedersachsen (Az 33.9-42502-04-11/0647, Az 33.19-42502-04-16/2339). Zwei zweijährige Eulen stammen von der Universität Oldenburg, eine 24-jährige von der Technischen Universität München. Während der experimentellen Phase bekommen die Tiere nur so viel zu essen, dass sie etwa 15 % unter ihrem Normalgewicht wiegen. Die Versuche werden in einer schalldämpfenden, echoreduzierten Kammer mit den Außenmaßen 2,8 x 2,7 x 2,5 m durchgeführt, in deren Mitte sich ein Sockel mit zwei Sitzstangen (Warte- und Zielstange) befindet. An einer Wand ist in 1,2 m Höhe ein Ring von 1,8 m Durchmesser montiert, an dem sich in einem Halbkreis auf Höhe des Eulenkopfes 30 Lautsprecher befinden. Mittels Infrarot-Lichtschranken, die sich an den Sitzstangen befinden, kann die Bewegung der Tiere gemessen werden. Vor der Zielstange gibt es einen Futterautomaten, der bis zu 24 x erwünschtes Verhalten „belohnt“.

Die Eulen bekommen Rauschsignale mit verschiedenen Frequenzen vorgespielt. Diese haben eine Lautstärke von 40 dB, was für das sehr gute Gehör der Eulen bereits extrem laut ist. Kommen diese Tonsignale von demselben Lautsprecher oder denselben zwei benachbarten Lautsprechern, so dienen sie als „Wartesignal“, bei dem die Tiere die Wartestange nicht verlassen sollen. Ändert sich die Richtung, aus der die Signale kommen, müssen die Tiere innerhalb einer bestimmten Zeit von der Warte- auf die Zielstange wechseln, um über den Futterautomaten etwas Futter (Eintagsküken) zu bekommen. Das nächste Signal gibt es erst, wenn die Eule sich wieder auf der Wartestange befindet. Jede Sitzung besteht aus 42 Versuchen, aufgeteilt in mehreren Blöcken. Über den Verbleib der Tiere nach den Messungen gibt es keine Erwähnung.

Bereich: Hörforschung, Tierphysiologie

Originaltitel: The barn owls’ minimum audible angle

Autoren: Bianca Krumm (1,2), Georg M. Klump (1), Christine Köppl (2), Ulrike Langemann (1)*

Institute: (1) Exzellenzcluster „Hearing4all“, Abteilung Zoophysiologie & Verhalten, Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften, Department für Neurowissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Carl-von-Ossietzky-Str. 9-11, 26129 Oldenburg, (2) Exzellenzcluster „Hearing4all“, Abteilung Cochlea- und Hirnstammphysiologie, Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften, Department für Neurowissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg

Zeitschrift: PLoS ONE 2019; 14(8): e0220652

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5112



Dokument 118Titel: Unterdrückung spontaner otoakustischer Emissionen in der Schleiereule (Tyto alba)
Hintergrund: Es ist bereits bekannt, dass es bei verschiedenen Wirbeltieren, auch beim Menschen und der Schleiereule, zu spontanen Ohrgeräuschen kommt. Welche Ursache diese haben, meint man in dieser Studie an Schleiereulen herausfinden zu können.
Tiere: 7 Eulen (Schleiereulen)
Jahr: 2020

Versuchsbeschreibung: Genehmigt werden die Versuche vom LAVES in Oldenburg (33.9-42502-04-13/1182). Die 1,5 – 5 Jahre alten Eulen stammen von der Zuchtkolonie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Durch eine Spritze in den Muskel werden die Tiere in leichte(!) Narkose versetzt und in eine doppelwandige, schallgedämpfte Kammer gebracht. Über Nadelelektroden in Flügel- und Beinmuskulatur wird die Herzfunktion überwacht. Der Schnabel wird in einer handgefertigten Vorrichtung eingespannt, um den Kopf in einer bestimmten Position zu fixieren. Auf einer Schädelseite wird im Bereich des Mittelohrs ein Hautschnitt gemacht und zur Entlüftung eine Kanüle reingestochen.

Die Eulen werden über Schaumstoff-Ohrstöpsel in den Ohren an ein Mikrofon-Lautsprechersystem angeschlossen, mit dem über 35 Minuten spontan ausgesendete Ohrlaute gemessen werden. Außerdem werden über das Mikrofon verschieden laute Töne mit unterschiedlichen Frequenzen abgespielt und geschaut, ob und wie die spontanen Ohrlaute unterdrückt werden. Diese Töne haben teilweise eine Lautstärke von über 80 dB, was vergleichbar ist mit dem Krach einer Hauptverkehrsstraße. Am Ende der Messungen wird die Kanüle aus dem Kopf entfernt und der Hautschnitt vernäht. Die Tiere bekommen ein Schmerzmittel gespritzt und dürfen aus der Narkose erwachen. Es wird nicht erwähnt, was weiter mit den Eulen geschieht.

Die Arbeit wurde durch das EU-Programm Horizon 2020 unterstützt.

Bereich: Hörforschung, Tierphysiologie

Originaltitel: Suppression tuning of spontaneous otoacoustic emissions in the barn owl (Tyto alba)

Autoren: Sina Engler (1,2)*, Christine Köppl (3), Geoffrey A. Manley (3), Emile de Kleine (1,2), Pim van Dijk (1,2)

Institute: (1)* University of Groningen, University Medical Center Groningen, Department of Otorhinolaryngology/Head and Neck Surgery, Hanzeplein 1, 9713 GZ Groningen, Niederlande, (2) Graduate School of Medical Sciences, Research School of Behavioural and Cognitive Neurosciences, University of Groningen, Niederlande, (3) Exzellenzcluster “Hearing4all” und Forschungszentrum Neurosensorik, Department für Neurowissenschaften, Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, 26129, Oldenburg

Zeitschrift: Hearing Research 2020; 385: 107835

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5111



Dokument 119Titel: Virulenz von drei europäischen hochpathogenen Vogelgrippe H7N1 und H7N7 Viren in Peking- und Moschusenten
Hintergrund: Wie ansteckend sind zwei verschiedene Vogelgrippeviren bei Moschus- und Pekingenten und welche Rolle spielt der Infektionsweg?
Tiere: 60 Enten (40 Moschusenten, 20 Pekingenten, unbekannte Anzahl Hühnerembryonen)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Genehmigt werden die Versuche von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (Nr. 7221.3-1-060/17). Die Enten stammen von Czarkowski GbR in Storkow.

Im Alter von 10 Tagen werden insgesamt 6 Gruppen zu je 10 Enten gebildet (4 Gruppen mit Moschusenten und 2 mit Pekingenten). Die Tiere werden entweder über die Kloake oder eine Spritze in den Muskel mit einem hochpathogenen (= hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Virus die Tiere krankmacht) Vogelgrippevirus infiziert. Bei den Moschusenten wird zusätzlich noch ein anderer Virusstamm, ebenfalls hochpathogen, getestet. In den folgenden 10 Tagen wird beobachtet, welche Krankheitssymptome die Tiere entwickeln. Außerdem erfolgt zu Beginn der Versuche eine Blutentnahme über eine Flügelvene. Und es werden während des Versuchs an verschiedenen Tagen Kloaken- und Rachenabstriche genommen. Die Enten leiden in unterschiedlicher Ausprägung an Abgeschlagenheit, Durchfall und Bewegungsstörungen (Kreis- oder Rollbewegungen, Koordinationsstörungen, Krämpfe, Schiefhals). Je nach Gruppe ist die Sterberate bis zu 100%. Insgesamt sterben 18 Moschus- und 10 Pekingenten innerhalb weniger Tage nach der Infektion oder sie werden aufgrund starker Probleme getötet. Alle Tiere, die 10 Tage nach der Infektion noch leben, werden mit einer Überdosis Narkosemittel ebenfalls getötet.

Gefördert wurde die Studie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und DELTA-FLU.

Bereich: Vogelgrippe-Forschung, Virologie, Tierseuchenforschung

Originaltitel: Virulence of three European highly pathogenic H7N1 and H7N7 avian influenza viruses in Pekin and Muscovy ducks

Autoren: David Scheibner, Claudia Blaurock, Thomas C. Mettenleiter, Elsayed M. Abdelwhab*

Institute: Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Südufer 10, 17493 Greifswald-Insel Riems, Greifswald

Zeitschrift: BMC Veterinary Research 2019; 15: 142

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5110



Dokument 120Titel: Variable Auswirkung der polybasischen Hämagglutinin-Spaltungs-Stelle auf Virulenz und Pathogenese des Vogelgrippe-H7N7-Virus bei Hühnern, Truthähnen und Enten
Hintergrund: Wie krank werden Hühner, Truthähne und Enten, wenn sie mit verschiedenen Vogelgrippeviren infiziert werden?
Tiere: 330 Tiere verschiedener Arten (Mind. 90 Hühner (Leghorn), mind. 120 Truthähne, mind. 120 Enten (Moschus-, Peking- und Mallardente), unbekannte Anzahl Hühnerembryonen)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Die Hühner stammen von der VALO BioMedia GmbH, die Enten und Truthähne von lokalen Züchtern.

Für die Versuchsreihen werden drei verschiedene Vogelgrippevirus-Stämme eingesetzt: Virus 1 (mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Krankheit auslösend), Virus 2 (mit niedriger Wahrscheinlichkeit eine Krankheit auslösend) und Virus 3 (Unterform des Virus 2). Hergestellt werden die Viren u.a. durch die Passage in Hühnerembryonen. Dabei werden Viren in die bebrüteten Hühnereier gespritzt, wo sie sich vermehren, die Viren werden gewonnen und in weitere Eier injiziert usw.

Im Alter von 6 – 8 Wochen werden Hühner, Truthähne und Enten in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Je 6 – 10 Tiere werden mit einem der drei Erreger über die Nase oder Kloake infiziert. Einen Tag später werden je 4 - 5 gesunde Tiere zu den Gruppen dazugesetzt, um die Ansteckung von Tier zu Tier zu simulieren. Anschließend werden die Vögel für 10 Tage beobachtet und anhand ihrer sichtbaren Krankheitssymptome in vier Kategorien eingeteilt. Die Tiere zeigen in unterschiedlicher, zum Teil starker Ausprägung Durchfall, Bewegungsstörungen wie Schiefhals und Lähmungen, Atemprobleme, Blutungen, Blutarmut, Federverlust uvm. In drei weiteren Gruppen werden je 10 - 15 Hühner, Truthähne und Enten mit den jeweiligen Virusstämmen über eine Spritze in die Vene infiziert. Auch diese Tiere werden danach 10 Tage beobachtet und die Symptome in Kategorien eingeteilt.

Am Tag 4 nach der Infektion werden zum Virusnachweis von allen Tieren Abstriche von Rachen und Kloake genommen. Extrem viele Hühner sterben innerhalb von wenigen Tagen nach der Virusinfektion über den Rachen, der Kloake oder die Vene. Auch von den Truthähnen werden viele Tiere wegen starker neurologischer Symptome getötet oder sterben innerhalb weniger Tage. Am Ende des Beobachtungszeitraums werden die überlebenden Tiere für weitere Untersuchung mit einer Überdosis Narkosemittel getötet.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und DELTA-FLU gefördert.

Bereich: Vogelgrippe-Forschung, Virologie, Tierseuchenforschung

Originaltitel: Variable impact of the hemagglutinin polybasic cleavage site on virulence and pathogenesis of avian influenza H7N7 virus in chickens, turkeys and ducks

Autoren: David Scheibner (1), Reiner Ulrich (2), Olanrewaju I. Fatola (2), Annika Graaf (3), Marcel Gischke (1), Ahmed H. Salaheldin (1), Timm C. Harder (3), Jutta Veits (1), Thomas C. Mettenleiter (1), Elsayed M. Abdelwhab (1)*

Institute: (1) Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Südufer 10, 17493 Greifswald-Insel Riems, Greifswald, (2) Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Greifswald-Insel Riems, (3) Institut für Virusdiagnostik, Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Greifswald-Insel Riems

Zeitschrift: Scientific Reports 2019; 9(1): 11556

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 5109



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