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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1061Titel: Dynamik der spezifischen Antikörperantwort bei Stockenten nach einer Infektion oder Immunisierung durch das wenig pathogene aviäre Influenza-Virus
Hintergrund: Untersuchung der Immunantwort bei natürlich oder künstlich mit einem wenig krankmachenden Vogelgrippevirus infizierten Enten. So sollen Ausbrüche der hochpathogenen (krankmachenden) Variante H5N1 besser verstanden werde.
Tiere: 37 Enten (Stockenten)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden 25 Stockenten aus externer (nicht genannter) Quelle (Gruppe A) sowie 12 im Friedrich-Loeffler-Institut ausgeschlüpfte Stockenten (Gruppe B) verwendet. Die erste Gruppe ist zum Teil natürlich mit wenig pathogenen (krankmachenden) Vogelgrippevirus infiziert. Bei dieser Gruppe werden wöchentlich Blutproben genommen. Nach 24 Wochen werden 9 dieser Tiere sowie die 12 nicht infizierten Enten aus Gruppe B mit dem wenig pathogenen Vogelgrippevirus H5N2 infiziert, indem eine Virensuspension in Augen, Nase und Rachen geträufelt wird. Die Enten werden 12 Wochen lang beobachtet. Es werden regelmäßig Blutproben genommen. Sechs Enten aus Gruppe A werden mit einem Vogelgrippe-Impfstoff behandelt. Über einen Zeitraum von 36 Wochen werden alle 1-4 Wochen Blutproben genommen. Eine Tötung der Enten wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) finanziell unterstützt.

Bereich: Vogelgrippeforschung, Virologie

Originaltitel: Dynamics of specific antibody responses induced in mallards after infection by or immunization with low pathogenicity avian influenza viruses

Autoren: Sasan R. Fereidouni (1)*, Christian Grund (1), Rafaela Häuslaigner (1), Elke Lange (2), Henrik Wilking (3), Timm C. Harder (1), Martin Beer (1), Elke Starick (1)

Institute: (1) Institut für Diagnostische Virologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Südufer 10, 17493 Greifswald Insel Riems, (2) Institut für Infektiologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald Insel Riems, (3) Institut für Epidemiologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Wusterhausen

Zeitschrift: Avian Diseases 2010: 54, 79-85

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4155



Dokument 1062Titel: Rolle von p75NTR in NMDAR-vermittelter exzitotoxischer Hirnschädigung bei neugeborenen Mäusen
Hintergrund: Rolle eines Rezeptors im Hirngewebe bei hirngeschädigten Neugeborenen.
Tiere: 112 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden Knockout-Mäuse verwende, denen ein Gen für einen bestimmten Rezeptor im Gehirn fehlt. Die Knockout-Mäuse stammen aus dem Institut für Neurowissenschaften der Medizinischen Universität Innsbruck. Außerdem werden normale Mäuse verwendet. Fünf Tage alten Knockout- und normalen Mäusen wird unter Betäubung der Kopf in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Mit einer Nadel wird eine Substanz (Ibotenat) in eine bestimmte Stelle des Gehirns injiziert, die das Gewebe schädigt. Jeweils einige Mäuse werden 4, 8 und 24 Stunden später durch Köpfen getötet, um ihre Gehirne zu untersuchen. Andere Mäuse werden 24 oder 120 Stunden nach der Injektion getötet.

Bereich: Neugeborenenkunde

Originaltitel: Role of p75NTR in NMDAR-mediated excitotoxic brain injury in neonatal mice

Autoren: Elke Griesmaier (1)*, Gerald Schlager (1), Karina Wegleiter (1), Martin Hermann (3), Martina Urbanek (1), Georg Simbruner (1), Matthias Keller (2)

Institute: (1) Kinderklinik IV, Neonatologie, Neuropädriatrie und Stoffwechselkrankheiten, Medizinische Universität Innsbruck, Anichstr. 35, 6020 Innsbruck, Österreich, (2) Kinderklinik I, Neonatologie, Universitätsklinikum Essen, Essen, (3) KMT-Labor, Abteilung für Viszeral- Transplantations- und Thoraxchirurgie, Zentrum für operative Medizin, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich

Zeitschrift: Brain Research 2010, doi: 10.1016/j.brainres.2010.07.095

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4154



Dokument 1063Titel: Synthese und In-vivo-Beurteilung von (11C)Tariquidar, einem Positronenemissionstomographie-Radiomarker, der auf einem P-Glycoprotein-Hemmer der dritten Generation basiert
Hintergrund: Entwicklung eines Markers für die Positronenemissionstomographie.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Mäuse, Ratten)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Sprague Dawley Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Netherlands, Horst, Niederlande. Die Knockout-Mäuse verschiedener Linien werden bei Taconic Inc., Germantown, USA, bestellt. Die Versuche finden in Österreich statt. Der Kopf der Ratten und Mäuse wird mit einem Positronenemissionstomographen gescannt. Dann wird den Tieren eine radiokaktiv markierte Substanz injiziert und sie werden erneut gescannt. Anschließend werden die Tiere getötet.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Synthesis and in vivo evaluation of (11C)tariquidar, a positron emission tomography radiotracer based on a third-generation P-glycoprotein inhibitor

Autoren: Florian Bauer (2,3), Claudia Kuntner (1), Jens P. Bankstahl (4), Thomas Wanek (1), Marion Bankstahl (4), Johann Stanek (1,3), Severin Mairinger (1,2,3), Bernd Dörner (2), Wolfgang Löscher (4), Markus Müller (3), Thomas Erker (2)*, Oliver Langer (1,3)

Institute: (1) Molekulare Medizin, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Seibersdorf, Österreich, (2) Abteilung für Medizinische Chemie, Universität Wien, Wien, Österreich, (3) Abteilung für Klinische Pharmakologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, (4) Abteilung für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie, Tiermedizinische Hochschule Hannover

Zeitschrift: Bioorganic & Medicinal Chemistry 2010: 18, 5489-5497

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4153



Dokument 1064Titel: Vergleichende Bewertung präklinischer In-vivo-Modelle für die Beurteilung von replizierenden retroviralen Vektoren für die Behandlung von Glioblastomen
Hintergrund: Gentherapie bei Hirntumoren.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden normale Mäuse verwendet sowie Nacktmäuse ohne Thymusdrüse und mit geschwächtem Immunsystem. Den Tieren werden Hirntumorzellen (Gliom) in das Gehirn injiziert. Es werden 11 verschiedene Gliomzelllinien verwendet, einige davon menschlichen Ursprungs, andere stammen von Nagetieren. Je nach Zelllinie entstehen bei den Mäusen Hirntumore oder nicht. Die Tiere mit Tumoren sterben unterschiedlich schnell, meist zwischen 2 und 5 Wochen. Andere überleben bis zu 9 Wochen. Andere Mäuse mit Gliomen werden zu unterschiedlichen, nicht genannten Zeitpunkten getötet. Bei weiteren Mäusen, denen Tumorzellen in das Gehirn injiziert wurden, werden sieben Tage später sogenannte Genfähren in das Gehirn injiziert. Dies sind gentechnisch veränderte Viren, die im Rahmen einer Gentherapie als Transportvehikel für die Übertragung fremder Gene dienen. Die Mäuse werden 2 und 3 Wochen nach der Virusinjektion getötet, um das Hirngewebe zu analysieren. Weitere Gruppen von Mäusen erhalten unterschiedliche Tumorzellen in das Gehirn injiziert und zwei Wochen später Genfähren. Sie werden zu unterschiedlichen, nicht genannten Zeitpunkten getötet. Es werden außerdem diverse Experimente mit Zellkulturen durchgeführt. Die Arbeit wurde vom Austrian Industrial Research Promotion Fund Program (FFF) gefördert.

Bereich: Gentherapie

Originaltitel: Comparative evaluation of preclinical in vivo models for the assessment of replicating retroviral vectors for the treatment of glioblastoma

Autoren: Juraj Hlavaty (1,2), Gerrit Jandl (1), Melissa Liszt (1), Helga Petznek (1), Marielle König-Schuster (1), Jenny Sedlak (1), Monika Egerbacher (3), Jakob Wiessenberger (4), Brian Salmons (5), Walter H. Günzburg (1,2), Matthias Renner (1,6)*

Institute: (1) Institut für Virologie, Abteilung für Pathobiologie, Veterinärmedizinische Universität, 1210 Wien, Österreich, (2) Christian-Doppler-Labor für Therapeutische Vektorentwicklung, Veterinärmedizinische Universität, Wien, (3) Institut für Histologie und Embryologie, Abteilung für Pathobiologie, Veterinärmedizinische Universität, (4) Experimentelle Neurochirurgie, Goethe-Universitätsklinikum, Neuroscience Center, 60590 Frankfurt/M., (5) Austrianova Singapore Pte Ltd., Singapur, (6) Abteilung für Medizinische Biotechnologie, Paul-Ehrlich-Institut, Paul-Ehrlich-Str. 51, 63225 Langen

Zeitschrift: Journal of Neurooncology 2010, DOI: 10.1007/s11060-010-0295-5

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4152



Dokument 1065Titel: Fibrin-Kleber (Tisseel) zur Fixierung eines Netzes am Hiatus (Durchtritt der Speiseröhre durch das Zwerchfell) in einem experimentellen Schweinemodell
Hintergrund: Verwendung eines künstlichen Gewebenetzes für eine Operation am Zwerchfell. Das Material wird für andere chirurgische Eingriffe bereits am menschlichen Patienten verwendet, aber sein Einsatz am Zwerchfell ist noch umstritten.
Tiere: 7 Schweine (Minischweine)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der zuständigen Behörde in Wien genehmigt. Bei sieben Minischweinen wird eine Operation unter Narkose durchgeführt. Dabei wird der Bauch aufgeschnitten. An der Stelle, wo die Speiseröhre durch das Zwerchfell in den Brustkorb tritt wird das Zwerchfell gelockert, um eine Hernie (Bruch) zu simulieren. Dieser Defekt wird dann sogleich chirurgisch versorgt, indem ein Netzgewebe aus Titan ummantelten Polypropylen darüber gewickelt und mit Fibrinkleber befestigt wird. Vier Wochen später werden die Schweine betäubt und mit dem Tötungsmittel T61 getötet. Der chirurgisch behandelte Bereich von Magen, Speiseröhre und Zwerchfell wird untersucht.

Bereich: Biomaterial-Forschung, Chirurge

Originaltitel: Fibrin sealant (Tisseel) for hiatal mesh fixation in an experimental model in pigs

Autoren: Rene H. Fortelny (1), Alexander H. Petter-Puchner (1,2)*, Karl S. Glaser (2), Claudia Keibl (1), Simone Gruber-Blum (1), Wolfgang Öhlinger (1), Heinz Redl (1)

Institute: (1) Ludwig-Boltzmann-Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie, Chirurgische Klinik, Donauschingenstr. 13, 1200 Wien, Österreich und Cluster for Tissue Regeneration, (2) Zweite Chirurgische Klinik, Wilhelminenspital der Stadt Wien, Wien, Österreich

Zeitschrift: Journal of Surgical Research 2010: 162, 68-74

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4151



Dokument 1066Titel: Stilllegung der Stammzellen in einem bestimmten Hirnbereich ist verbunden mit einer erhöhten Signalisierung des transformierenden Wachstumsfaktors-ß in einem Tiermodell für die Huntington Krankheit
Hintergrund: Veränderungen im Gehirn auf molekularer Ebene bei künstlich ausgelösten Symptomen der Huntington Krankheit.
Tiere: 48 Tiere verschiedener Arten (mehr als 48 Ratten, unbekannte Anzahl Mäuse)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden in der Zentralen Tierhaltungsanlage der Medizinischen Hochschule Hannover gezüchtet. Es werden gentechnisch veränderte (transgene) Ratten in mindestens zehnter Generation verwendet. Im Alter von drei Wochen wird anhand einer Gewebeprobe des Schwanzes untersucht, ob die gewünschte Genveränderung vorhanden ist. Die Genveränderung bewirkt, dass die Ratten im Alter von 8 – 12 Monaten neurologische Symptome entwickeln, die der menschlichen Huntington Krankheit ähneln sollen. Die Tiere zeigen verstärktes Angstverhalten, Bewusstseinsstörungen und langsam voranschreitende Bewegungsstörungen. Ab einem Alter von 15 Monaten sterben die Tiere.

Diese transgenen Ratten sowie ihre nicht genveränderten Geschwister erhalten im Alter von 8 oder 12 Monaten im Abstand von 12 Stunden zwei Injektionen einer Markierungssubstanz in die Bauchhöhle. Die Substanz markiert sich teilende Zellen. 24 Stunden nach der zweiten Injektion werden die Ratten auf nicht genannte Weise getötet. Bei anderen Ratten wird die Substanz an fünf Tagen hintereinander verabreicht. Die Tötung erfolgt 30 Tage später. Die Gehirne der Ratten werden entnommen und untersucht.

In einem anderen Experiment wird Ratten ein Wachstumsfaktor 14 Tage lang in das Gehirn eingeleitet. Die Prozedur dafür wird nicht geschildert. Üblicherweise wird den Ratten ein Loch in den Schädel gebohrt, durch das eine Pipette in das Hirngewebe eingeführt wird. Diese wird am Schädelknochen mit Zahnzement befestigt. Die Pipette ist über einen Schlauch mit einer Pumpe verbunden, die kontinuierlich die Testflüssigkeit an das Hirngewebe abgibt. Nach 14 Tagen werden die Ratten getötet.

Weiterhin werden transgene Mäuse getötet, die ebenfalls Huntington Symptome zeigen, aber schon im Alter von 2 – 4 Monaten sterben. Außerdem werden Antikörper von Eseln, Ziegen, Kaninchen, Mäusen und Ratten verwendet Neurologie,

Bereich: Neurologie, Molekulare Neurologie

Originaltitel: Stem cell quiescence in the hippocampal neurogenic niche is associated with elevated transforming growth factor-ß signaling in an animal model of Huntington disease

Autoren: Mahesh Kandasamy (1,2), Sebastien Couillard-Depres (1,2), Kerstin A. Raber (3,4), Michael Stephan (3,5), Bernadette Lehner (2), Beate Winner (2,4), Zacharias Kohl (7), Francisco J. Rivera (1,2), Huu Phuc Nguyen (8), Olaf Riess (8), Ulrich Bogdahn (2), Jürgen Winkler (7), Stephan von Hörsten (3), Ludwig Aigner (1)*

Institute: (1) Institut für Molekulare Regenerative Medizin, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Strubergasse 21, 5020 Salzburg, Österreich, (2) Abteilung für Neurologie, Universitätsklinikum Regensburg, Universität Regensburg, (3) Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (4) Experimentelle Therapie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (5) Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (6) The Salk Institut for Biological Studies, Laboratoriy of Genetics, La Jolla, California, USA, (7) Abteilung für Molekulare Neurologie, Universitätsklinikum Erlangen, (8) Institut für Medizinische Genetik, Universität Tübingen

Zeitschrift: Journal of Neuropathology and Experimental Neurology 2010: 69(7), 717-728

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4150



Dokument 1067Titel: Radiosynthese und Beurteilung der Pharmakokinetik im Auge von 124-I-markiertem Chitosan bei Kaninchen unter Verwendung eines Positronenemissionstomographen für Kleintiere
Hintergrund: Test einer Trägersubstanz für Augenmedikamente.
Tiere: 6 Kaninchen
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen werden von der Versuchstierzucht Charles River Deutschland bezogen. Die Tiere werden mit dem Narkosegas Isofluran betäubt. Vier Kaninchen erhalten eine radioaktiv markierte Trägersubstanz in das rechte Auge geträufelt, zwei Tiere eine radioaktiv markierte wirkungslose Kochsalzlösung. Das Auge der Tiere wird nach einer, 3, 6, 9 und 22 Stunden mit einem bildgebenden Verfahren, der Positronenemissions-Tomographie, untersucht, um die Verteilung der Substanzen im Auge nachzuverfolgen. Zwischen den Untersuchungen erwachen die Tiere aus der Narkose und es wird ihnen ein Halskragen angelegt, damit sie sich nicht die Augen reiben können. Vermutlich werden die Kaninchen am Ende der Versuche nicht getötet.

Bereich: Augenheilkunde, Pharmakologie

Originaltitel: Radiosynthesis and assessment of ocular pharmacokinetics of 124I-labeled chitosan in rabbits using small-animal PET

Autoren: Claudia Kuntner (1)*, Thomas Wanek (1), Martin Hoffer (2), Daniel Dangl (2), Margit Hornof (2), Herbert Kvaternik (3), Oliver Langer (1,4)

Institute: (1) Molekulare Medizin, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, 2444 Seibersdorf, Österreich, (2) Forschungsabteilung, Croma Pharma GmbH, 2100 Leobendorf, Österreich, (3) Radiopharmazeutika, Strahlensicherheit und –anwendung, Seibersdorf Labor GmbH, Seibersdorf, Österreich, (4) Abteilung für Klinische Pharmakologie, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich

Zeitschrift: Molecular Imaging and Biology 2010, DOI: 10/1007/s11307-010-0352-7

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4149



Dokument 1068Titel: Ein Vergleich zwischen Rinderalbumin/Glutaraldehyd-Kleber und Fibrinversiegelung zur Fixation eines Herniennetzes in einer experimentellen Wiederherstellung zweier unterschiedlicher Defekte bei Ratten
Hintergrund: Vergleich zweier Gewebekleber bei der chirurgischen Versorgung eines experimentellen Bauchbruchs.
Tiere: 18 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Zucht des Labors für Tierstudien und Genetik der Medizinischen Universität Wien in Himberg. Die Versuche finden am Ludwig-Boltzmann-Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie statt. Bei einer Gruppe von 6 Ratten wird unter Narkose die Bauchhaut aufgeschnitten und in die Bauchmuskulatur werden an zwei Stellen 0,5 mm große Schnitte gemacht, ohne die Bauchhöhle zu eröffnen. Die Haut wird wieder zugenäht. Durch die Schnitte in der Muskulatur kommt in den nächsten Tagen zu Bauchhernien (Brüchen). Zehn Tage nach der ersten Operation werden die Brüche unter erneuter Narkose repariert. Dazu wird ein Polypropylennetz auf den Defekt gelegt und mit unterschiedlichen Methoden befestigt: entweder mit einem von zwei verschiedenen Gewebeklebern oder mit Nähten.

Bei zwei weiteren Gruppen von Ratten wird unter Narkose der Bauch U-förmig aufgeschnitten. Der Bauchwandlappen wird umgeklappt und in das Bauchfell wird ein 0,5 mm großer Schnitt gemacht. Auf diesen wird ebenfalls ein Netz gelegt, das mit Kleber oder Nahtheften befestigt wird. Die Bauchwand wird wieder vernäht. Die Tiere erhalten 3 Tage lang ein Schmerzmittel. 30 Tage später werden alle Ratten durch ein Barbiturat (Thiopental) getötet. Die chirurgisch reparierten Defekte werden untersucht.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: A comparison of a bovine albumin/glutaraldehyde glue versus fibrin sealant for hernia mesh fixation in experimental onlay and IPOM repair in rats

Autoren: S. Gruber-Blum (1), H. Petter-Puchner (2)*, K. Mika (1), J. Brand (1), H. Redl (1), W. Öhlinger (1), T. Benesch (3), R.H. Fortelny (2)

Institute: (1) Ludwig-Boltzmann-Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie, Donauschingenstr. 13, 1200 Wien, Österreich, (2) Abteilung für Allgemeine Chirurgie, Wilhelminenspital der Stadt Wien, Montlearstr. 37, 1171 Wien, Österreich, (3) Abteilung für Medizinische Statistik, Universität Wien, Österreich

Zeitschrift: Surgery and Endoscopy 2010, 24(12), 3086-3094

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4148



Dokument 1069Titel: Verhinderung einer oxidativen Schädigung der DNA in inneren Organen und Lymphozyten von Ratten durch grünen Tee-Extrakt
Hintergrund: Es gibt Hinweise aus In-vitro-Studien und Studien mit Menschen sowie einigen Tierversuchen, dass grüner Tee vor bestimmten Krebsarten schützt. Als Ursache werden die antioxidativen Eigenschaften des grünen Tees vermutet In dieser Arbeit wird an Ratten untersucht, ob grüner Tee als Antioxidans die Schädigung des Erbguts (DNA) in den Zellen verhindern kann. Ergebnis: In einer Dosis, die 500 ml grüner Tee beim Menschen entsprechen würde, gibt es einen schützenden Effekt. Das Ergebnis bestätigt damit Bevölkerungsstudien, denen zufolge 5 Tassen grüner Tee pro Tag vor Krebs schützen können.
Tiere: 15 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Zucht der Medizinischen Universität Wien in Himberg. Die Tiere werden in drei Gruppen zu je 5 Tieren eingeteilt. Zwei Gruppen erhalten in Wasser gelösten Extrakt aus grünem Tee in zwei verschiedenen Dosierungen. Die Dosierungen entsprechen einer Menge von 100 ml bzw. 500 ml grünem Tee beim Menschen. Die Mischung wird den Tieren täglich mit einer Schlundsonde in den Magen verabreicht. Als Zeitraumlänge wird "mehr als fünf Tage" angegeben. Die dritte Gruppe erhält Wasser ohne grünen Tee. 24 Stunden nach der letzten Gabe werden die Ratten durch Genickbruch getötet. Blut, Darm und Leber werden untersucht.

Bereich: Ernährungswissenschaften

Originaltitel: Prevention of oxidative DNA damage in inner organs and lymphocytes of rats by green tea extract

Autoren: Nina Kager (1), Franziska Ferk (1), Michael Kundi (2), Karl-Heinz Wagner (3), Miroslav Misik (1), Siegfried Knasmüler (1)*

Institute: (1) Medizin I, Institut für Krebsforschung, Medizinische Universität Wien, Borschkegasse 8a, 1090 Wien, Österreich, (2) Center for Public Health, Institut für Umweltgesundheit, Medizinische Universität Wien, Österreich, (3) Abteilung für Ernährungswissenschaften, Medizinische Universität Wien, Österreich

Zeitschrift: European Journal of Nutrition 2010: 49, 227-234

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4147



Dokument 1070Titel: In vivo registrierte Vernetzungseffekte in der lawinenartigen Verteilung der Nerven
Hintergrund: Untersuchungen zur Vernetzung von Nerven im Gehirn.
Tiere: 3 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Das Training und die Hirnableitungen wurden von Matthias H.J. Munk vorgenommen, fanden also in Tübingen statt.

Die Vorbereitungen werden nicht beschrieben. Üblicherweise werden die Affen zunächst durch Wasserentzug "trainiert", in einem Primatenstuhl zu sitzen und bestimmte Aufgaben am Bildschirm zu erfüllen. Bei guter Kooperation erhalten die Tiere über einem Schlauch etwas Flüssigkeit in den Mund. Dann werden die Tiere operiert. Es wird ein Loch in den Schädelknochen gebohrt, über dem eine Kammer montiert wird, durch die später Elektroden in das Hirngewebe eingelassen werden können. Außerdem wird ein Haltebolzen auf dem Schädel befestigt, mit dem der Kopf unbeweglich angeschraubt werden kann.

In dieser Studie müssen die drei Rhesusaffen eine Kurzzeitgedächtnisaufgabe erfüllen. Auf einem Bildschirm erscheint ein Bild mit einem Objekt und 3 Sekunden später ein zweites. Die Tiere müssen durch Drücken eines von zwei Hebeln signalisieren, ob es sich um das gleiche Objekt handelt oder um ein anderes. Der Kopf der Tiere ist dabei unbeweglich am Haltebolzen angeschraubt. Durch die Kammer werden bis zu 16 Elektroden in das Hirngewebe eingelassen, die Nervenströme messen. Ingesamt werden die Daten von 3.418 Versuchen verwendet (wobei ein Versuch die Unterscheidung zwischen einem gleichem oder anderen Objekt ist). Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden Affen mehrere Jahre für Experimente dieser Art verwendet.

Bereich: Hirnforschung, Neurobiologie

Originaltitel: Subsampling effects in neuronal avalanche distribution recorded in vivo

Autoren: Viola Priesemann (1,2)*, Matthias H.J. Munk (3), Michael Wibral (4)

Institute: (1) Abteilung für Neurobiologie, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Deutschordenstr. 46, 60528 Frankfurt/M. (2) Group for Neural Theory, DEC, Ecole Normale Superieure, College de France, Paris, Frankreich, (3) Abteilung für Physiologie der Kognitiven Prozesse, Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Spemannstr. 38, 72076 Tübingen, (4) MEG Unit, Brain Imaging Centre, J.W. Goethe-Universität, Frankfurt/M.

Zeitschrift: BMC Neuroscience 2009: 10(4), doi:10.1186/1471-2202-10-40

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4146



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