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Datenbank Tierversuche

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Dokument 3751Titel: Wasserstrahl-Präparation bei einer Operation an der Ohrspeicheldrüse: Eine experimentelle Studie an Hunden
Hintergrund: Testung einer neuen Operationsmethode.
Tiere: 19 Hunde (Beagles)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Hunde werden narkotisiert. Vor dem Ohr wird die Haut eingeschnitten. Unter Schonung des Gesichtsnervs wird die darunter liegende Ohrspeicheldrüse freigelegt. Während der Operation wird die Funktion des Nervs immer wieder durch elektrische Stimulierung mit einer Elektrode überprüft. Mithilfe eines Wasserstrahlgerätes wird die Drüse herausoperiert, die Wunde wieder verschlossen. Auf der anderen Seite des Kopfes wird die gleiche Operation durchgeführt. In den folgenden Tagen wird das Gesicht jedes Hundes genau beobachtet. Nach 14 bis 35 Tagen werden die Hunde erneut in Narkose gelegt. Der Gesichtsnerv wird auf beiden Seiten herausgeschnitten, dann werden die Tiere getötet.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Water-jet dissection in parotid surgery: An experimental study in dogs

Autoren: Ralph Magritz (1)*, Viktor Jurk (1), Erich Reusche (2), Ralf Siegert (1)

Institute: (1) Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, Prosper-Krankenhaus, 45659 Recklinghausen, (2) Institut für Pathologie, Universität Lübeck

Zeitschrift: The Laryngoscope 2001: 11, 1579-1584

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1384



Dokument 3752Titel: Errechnen von Richtungskarten von inneren Signalen aufgedeckt durch optische Darstellung
Hintergrund: Optische Aufnahmen der Sehrinde.
Tiere: 4 Katzen
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Katzen werden narkotisiert und künstlich beatmet. Das Schädeldach wird aufgesägt und ein runder Kupferzylinder über die freigelegte Hirnregion (Sehrinde) gesetzt. Er wird mit Silikonöl gefüllt und mit einer runden Glasplatte abgedeckt. Darüber wird eine Kamera und Lichtquellen positioniert. Vor den Augen der Katzen werden auf einem Monitor Wellenmuster gezeigt. Gleichzeitig werden mit der Kamera Aufnahme von der Hirnrinde gemacht. Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht erwähnt.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Calculating direction maps from intrinsic signals revealed by optical imaging

Autoren: Zoltá:n F. Kisvá:rday (1)*, Pé:ter Buzá:s (1), Ulf T. Eysel (1)

Institute: (1) Institut für Physiologie, Abteilung für Neurophysiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44801 Bochum

Zeitschrift: Cerebral Cortex 2001: 11, 636-647

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1383



Dokument 3753Titel: Experimentelle Helicobacter pylori Infektion bei Rhesusaffen
Hintergrund: Etablierung eines "Tiermodells" für die chronische Magenentzündung.
Tiere: 4 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Drei männliche Rhesusaffen aus Indien im Alter von 3 bis 4 Jahren sowie ein nicht näher bezeichnetes Kontrolltier werden für diese Arbeit verwendet. Sie werden in Einzelkäfigen gehalten. Zunächst wird eine Magenspiegelung mithilfe eines Endoskops (langer Schlauch mit einem optischen System) vorgenommen, vermutlich unter Narkose. Natürlich im Magen vorkommende Bakterien werden mit einer 3-wöchigen Antibiotikagabe abgetötet. Drei Wochen später beginnen die eigentlichen Experimente. Unter Narkose wird ein Endoskop in den Magen eingeführt. Der saure Magensaft wird mit alkalischem Natriumbicarbonat neutralisiert. Dann werden Bakterien der Art Helicobacter pylori, auf die Magenwand gesprüht. Diese Bakterien werden beim Menschen für die Entstehung von chronischen Magenentzündungen verantwortlich gemacht. In bestimmten Abständen: nach 3 Tagen, 2, 3, 5 Wochen, 3, 5, 10, 12, 18 und 24 Monaten werden unter Narkose mittels Endoskop jeweils 5 bis 6 Biopsien (kleine Gewebeproben) aus dem Magen genommen. Ein erster Versuch scheitert, da die Infektion nicht angeht. Nach welchem Zeitraum das Scheitern bemerkt wird, ist nicht erwähnt. Bei einem zweiten Versuch mit (vermutlich) den gleichen Affen wird ein anderer Bakterienstamm verwendet. Diesmal geht die Infektion an, die Tiere bekommen eine chronische Gastritis. Bei den endoskopischen Untersuchungen werden gerötete Magenschleimhaut und punktförmige Blutungen beobachtet, bei einem Affen auch ein 5mm großes Geschwür. Bei dem Kontrolltier werden die gleichen Untersuchungen durchgeführt, jedoch ohne vorherige Infektion. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht beschrieben.

Bereich: Innere Medizin, Mikrobiologie

Originaltitel: Experimental Helicobacter pylori infektion of Rhesus macaques (Macaca mulatta)

Autoren: Kerstin Mätz-Rensing (1)*, Emanuela Kunz (1), Christian Kraft (2,3), Dirk Lorenzen (2), Sebastian Suerbaum (3), Franz-Joseph Kaup (1)

Institute: (1) Abteilung für Veterinärmedizin und Primatenhaltung, Deutsches Primatenzentrum, 37077 Göttingen, (2), Abteilung für Virologie und Immunologie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (3) Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Universität Würzburg, Würzburg

Zeitschrift: International Journal of Medical Microbiology 2001: 291, 33-43

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1382



Dokument 3754Titel: Herunterregulation des Zusammenziehvermögens des Herzens durch eine intakte Kopplung von Herzkammer und Herzvorhof beim hirntoten Organspender
Hintergrund: Überprüfung der Herzfunktion bei hirntoten Organspendern.
Tiere: 12 Hunde (Foxhounds)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Es werden zwei Experimente mit je 6 Foxhounds durchgeführt. In beiden Gruppen werden die Hunde narkotisiert, medikamentös gelähmt und durch einen Schnitt in der Luftröhre künstlich beatmet. In eine Hinterbeinarterie und -vene werden zur Blutdruckmessung und Blutprobenentnahme Katheter (dünne Plastikschläuche) gelegt. Der Brustkorb wird auf der linken Seite zwischen zwei Rippen eröffnet und der Herzbeutel aufgeschnitten. Bei der ersten Gruppe wird nun das Herz vom restlichen Körper und Kreislauf isoliert, wobei das Organ selbst in seiner ursprünglichen Lage verbleibt. Dazu werden alle zu- und abführenden Gefäße des Herzens mit Kathetern versehen, die an Maschinen angeschlossen werden. Das Herz mit dem eigenen Blut des Hundes durchströmt, aber unter Umgehung des normalen Körperkreislaufes. Bei den anderen 6 Hunden bleibt der Kreislauf im Normalzustand. Es werden einige Messsonden in die großen Blutgefäße des Herzens zur Bestimmung des Blutflusses eingebracht.

Bei allen Tieren wird nun ein Hirntod simuliert. Dazu wird in das Schädeldach ein Loch gebohrt, durch den ein Ballonkatheter unter die Hirnhaut geschoben wird. Durch eine Injektion von 25ml Kochsalzlösung in den Katheter weitet sich der Ballon. Es kommt zu einem starken Druckanstieg im Gehirn. Innerhalb weniger Minuten tritt der Hirntod ein. Bei beiden Versuchsgruppen werden verschiedene Messungen am Herzen vorgenommen. Das weitere Schicksal der Hunde ist unbekannt.

Bereich: Herz-Kreislauf-Chirurgie, Transplantationsforschung

Originaltitel: Downregulation of myocardial contractility via intact ventriculo-arterial coupling in the brain dead organ donor

Autoren: G. Szabo (1)*, T. Hackert (1), V. Nuhmann (1), A. Graf (1), C. Sebening (1), C.F. Vahl (1), S. Hagl (1)

Institute: (1) Abteilung für Herzchirurgie, Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg

Zeitschrift: European Journal of Cardio-thoracic Surgery 2001: 20, 170-176

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1381



Dokument 3755Titel: Urodilatin, ein natriuretisches Peptid, stimuliert vor allem das Enzym Guanylcyclase und der Phosphdiesterase-5-Hemmer Dipyridamol schwächt einen experimentell erzeugten Hochdruck der Lungenarterie ab
Hintergrund: Untersuchung der blutdruckregulierenden Eigenschaften eines hormonähnlichen Stoffes, der im Körper den Wasserhaushalt reguliert.
Tiere: 32 Kaninchen (mindestens)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Kaninchen werden narkotisiert und durch einen Schnitt in der Luftröhre beatmet. Über die rechte Halsvene wird ein langer Katheter (dünner Plastikschlauch) eingeführt und bis in die Lungenarterie vorgeschoben. Ein zweiter Katheter wird zur Blutdruckmessung in die linke Halsarterie gelegt. Es wird eine Substanz infundiert, die zu einem erhöhten Blutdruck in der Lungenarterie führt. Der Druck steigt um das Doppelte an. Nun wird 10 Minuten lang eine im Körper natürlicherweise vorkommende, hormonähnliche Substanz in verschiedenen Dosierungen infundiert. Eine andere Gruppe Kaninchen erhält zusätzlich einen Gegenspieler gespritzt. Der Blutdruck wird weiter gemessen. Über einen Blasenkatheter wird der Harn aufgefangen und untersucht. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht beschrieben.

Bereich: Innere Medizin

Originaltitel: Urodilatin, a natriuretic peptide stimulating particulate guanylate cyclase, and the phosphodiesterase 5 inhibitor dipyridamole attenuate experimental pulmonary hypertension

Autoren: Ralph Theo Schermuly (1)*, Norbert Weissmann, Beate Enke, Hossein Ardeschir Ghofrani, Wolf Georg Forssmann, Friedrich Grimminger, Werner Seeger, Dieter Walmrath

Institute: Zentrum für Innere Medizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, 35392 Gießen, Niedersächsisches Institut für Peptidforschung, Hannover

Zeitschrift: American Journal of Respiratory Cell Molecular Biology 2001: 25, 219-225

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1380



Dokument 3756Titel: Studie über die Sicherheit von Milnacipran (6. Bericht) - Studie über die Verabreichung von Milnacipran während der Organogenese bei Kaninchen
Hintergrund: Untersuchung einer möglichen fruchtschädigenden Wirkung eines Antidepressivums.
Tiere: 84 Kaninchen
Jahr: 1995

Versuchsbeschreibung: Drei Gruppen á: 21 oder 22 weiblichen Kaninchen erhält drei verschiedene Dosierungen des Antidepressivums Midalcipran ab dem 6. Tag der Trächtigkeit täglich bis zum 18. Tag oral eingegeben. Eine weitere Gruppe von 21 Kaninchen bekommt kein Medikament und dient als Kontrolle. Am 28. Tag der Trächtigkeit werden die Kaninchen getötet, ihre Feten entnommen und auf Veränderungen untersucht.

Bereich: Pharmakologie, Toxikologie

Originaltitel: Study on safety of milnacipran (6th report) -- study on administration of the milnacipran during the period of organogenesis in rabbits

Autoren: I. Osterburg (1), R. Korte (1), A. Sono (1), Y. Kabayashi (1), S. Yoshifune (1), K. Yoshida (1)

Institute: (1) Hazleton Deutschland (Covance Laboratories), Münster

Zeitschrift: Kiso To Rinsho 1995: 29(1), 7-15

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1379



Dokument 3757Titel: Rückbildung der Linksherzvergrößerung nach chirurgischer Behebung einer Aortenverengung ist verbunden mit einer Veränderung der Genexpression in der extrazellulären Matrix
Hintergrund: Untersuchung des Mechanismus der Rückbildung einer Herzvergrößerung nach chirurgischer Behebung einer Aorteneinengung.
Tiere: 44 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Junge Schafe im Alter von 6 bis 8 Monaten wird unter Narkose die linke Brustwand aufgeschnitten. Die vom Herzen wegführende Aorta (Hauptschlagader) wird umwickelt und damit eingeengt. Dadurch kommt in der Folgezeit zu einer Linksherzvergrößerung, da das Herz gegen den Widerstand arbeiten muss. Etwa 8 Monate später werden die Tiere erneut operiert. Das Brustbein wird aufgesägt und der normale Durchmesser der Aorta und somit der normale Blutfluss wiederhergestellt. Während dieser Zeit werden regelmäßig verschiedene Messungen durchgeführt. Weitere 10 Monate später hat sich die Herzvergrößerung zurückgebildet; die Schafe werden durch Injektion eines Tötungsmittels getötet.

Bereich: Herz-Kreislauf-Chirurgie

Originaltitel: Regression of left ventricular hypertrophy after surgical therapy for aortic stenosis is associated with changes in extracellular matrix gene expression

Autoren: Thomas Walther (1)*, Andreas Schubert (1), Volkmar Falk (1), Christian Binner (1), Andreas Kanev (1), Sabine Bleiziffer (1), Claudia Walther (1), Nico Doll (1), Rüdiger Autschbach (1), Friedrich W. Mohr (1)

Institute: (1) Abteilung für Herzchirurgie, Herzzentrum, Universität Leipzig, 04289 Leipzig

Zeitschrift: Circulation 2001: 104 (Suppl I), I-54 - I-58

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1378



Dokument 3758Titel: Ergebnisse der Röntgenaufnahmen vom Auseinanderziehen der Verwachsungsstellen von Knochenbruchenden mit Hilfe von pulsierendem Ultraschall niedriger Intensität
Hintergrund: Einfluss von Ultraschall auf die Knochenheilung bei auseinandergezogenen Knochen.
Tiere: 18 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Aus dem rechten Mittelfußknochen wird unter Narkose ein 1,5 cm langes Stück Knochen herausgeschnitten. 2 cm oberhalb dieses so entstandenen Spaltes wird der Knochen durchsägt, so dass ein Knochensegment entsteht, das zunächst an seiner Stelle bleibt. Das obere und untere Ende des Mittelfußknochens sowie das Knochensegment werden mit mehreren Metallpins und Schrauben versehen, die durch Muskeln und Haut nach außen ragen. Diese werden mit runden Metallverstrebungen verschraubt und zusammengehalten. Fünf Tage nach der Operation wird damit begonnen, das Knochensegment mit Hilfe der Verstrebungen jeden Tag um 1mm nach unten zu bewegen. Nach 15 Tagen ist das Stück am unteren Knochenende angekommen. Die eine Hälfte der Schafe erhält nun täglich 20-minütige Ultraschallbestrahlung, während die andere Hälfte unbehandelt bleibt. Bei 4 Schafen gibt es Komplikationen: eines bricht sich das operierte Bein, bei 3 treten Infektionen auf. Am 84. Tag nach der Operation werden alle Tiere getötet, um die Knochenheilung zu untersuchen.

Bereich: Orthopädie

Originaltitel: Radiographic results of callus distraction aided by pulsed low-intensity ultrasound

Autoren: Edgar Mayr (1)*, A. Laule (2), G. Suger (3), A. Rüter (1), L. Claes (2)

Institute: (1) Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Zentralklinikum, 86156 Augsburg, (2) Abteilung für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik, Universität Ulm, Abteilung für Chirurgie, Universität Ulm

Zeitschrift: Journal of Orthopaedic Trauma 2001: 15(6), 407-414

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1377



Dokument 3759Titel: Schnelle selektive Nervensynchronisation durch abhängige Verzögerungswechsel
Hintergrund: Elektrische Ableitung von Nervenströmen an der Sehrinde von Katzen und Affen.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Makaken (Anzahl unbekannt), Katzen (Anzahl unbekannt))
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Versuche an den Katzen werden unter Narkose vorgenommen. Den narkotisierten, neuromuskulär gelähmten Tieren werden 2 bis 8 Elektroden in verschiedene Stellen des Gehirns gestochen. Über die Elektroden werden Nervenströme abgeleitet, während auf einem Monitor vor ihren Augen visuelle Reize geboten werden. Die Versuche an den Affen erfolgen am wachen Tier. Vor ihren Augen erscheinen auf einem Monitor blinkende Lichtbalken, während gleichzeitig elektrische Ströme über zuvor implantierte Elektroden im Gehirn gemessen werden. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung, Neurophysiologie

Originaltitel: Rapid feature selective neuronal synchronization through correlated latency shifting

Autoren: Pascal Fries (1,2), Sergio Neuenschwander (1), Andreas K. Engel (1), Rainer Goebel (1), Wolf Singer (1)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Hirnforschung, 60528 Frankfurt/M., (2) Abteilung für Psychiatrie, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, 60528 Frankfurt/M.

Zeitschrift: Nature Neuroscience 2001: 4(2), 194-200

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1376



Dokument 3760Titel: Flüchtige Calciumionen bei der Depolarisierung um einen Infarkt herum können bei einer lokalen Minderdurchblutung des Gehirns bei Katzen das Ionengleichgewicht verschlechtern und den Infarkt ausweiten
Hintergrund: Auswirkungen eines langandauernden Hirninfarktes.
Tiere: 22 Katzen
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Katzen werden narkotisiert und neuromuskular gelähmt. In eine Vene und Arterie des linken Hinterbeins werden Katheter (Plastschläuche) gelegt. Die Luftröhre wird zur künstlichen Beatmung aufgeschnitten. In die linke Augenhöhle wird ein kleines Loch gebohrt, durch das ein Vorrichtung zum Verschließen der linken Hirnarterie geschoben wird. Durch ein 3mm Bohrloch im Schädeldach wird eine Elektrode in das Gehirn gesteckt. Die Bohrlöcher werden mit Gelschaum und Zahnzement verschlossen.

Zwölf Katzen erhalten eine Kochsalzinjektion, bei 10 Tieren wird eine Substanz injiziert. 30 Minuten später wird die linke Gehirnarterie dauerhaft verschlossen. Gleichzeitig werden über die Elektrode Messung im Gehirn vorgenommen. Nach 18 Stunden werden die Katzen mit Formalin durchströmt und dadurch getötet.

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: Calcium ion transients in peri-infarct depolarizations may deteriorate ion homeostasis and expand infarction in focal cerebral ischemia in cats

Autoren: Kouichi Ohta (1), Rudolf Graf (1)*, Gerd Rosner (1), Wolf-Dieter Heiss (1)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für neurologische Forschung, 50931 Köln

Zeitschrift: Stroke 2001: 32, 535-543

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1375



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