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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1221Titel: Experimentelle Infektion mit dem hochpathogenen aviären Influenzavirus (H5N1)
Hintergrund: Können Kälber mit dem Virus der Vogelgrippe (H5N1) infiziert werden?
Tiere: 6 Rinder (Kälber)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Sechs Holstein-Kälber werden im Alter von drei Monaten von einem Züchter nahe Greifswald-Insel Riems bezogen. Die Experimente finden im Hochsicherheitstrakt des Friedrich-Loeffler-Instituts statt. Vier der Kälber werden mit dem "Vogelgrippe"-Virus H5N1 infiziert, das 2006 aus einer infizierten Katze gewonnen wurde. Das Virus wird den Kälbern auf die Nasenschleimhaut aufgetragen. Zwei Kälber werden nicht infiziert, aber zusammen mit den infizierten Tieren gehalten. Sieben Tage lang werden die Tiere regelmäßig untersucht. Es werden Nasentupfer genommen und auf Virusvorkommen untersucht. Keines der Tiere zeigt irgendwelche Krankheitssymptome. Das weitere Schicksal der Kälber wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt.

Bereich: Virologie, Vogelgrippe-Forschung

Originaltitel: Experimental infection of cattle with highly pathogenic avian influenza virus (H5N1)

Autoren: Donata Kalthoff, Bernd Hoffmann, Timm Harder, Markus Durban, Martin Beer*

Institute: Institut für Diagnostische Virologie, Friedrich-Loeffler-Institut, Südufer 10, 17493 Greifswald – Insel Riems

Zeitschrift: Emerging Infectious Diseases 2008: 14(7), 1132-1134

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3991



Dokument 1222Titel: Erythropoietin-Behandlung verbessert die Leberregeneration und das Überleben bei einem Rattenmodell für die großräumige Leberteilentfernung und die Lebertransplantation mit Lebendspender
Hintergrund: Wirkung des Hormons Erythropoietin auf die Regeneration der Leber nach Leberteilentfernung und bei Lebertransplantation.
Tiere: 240 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen von Versuchstierzüchter Charles River, Sulzfeld. In einem ersten Experiment erhalten Ratten das Hormon Erythropoietin einmal oder dreimal in die Bauchhöhle injiziert. Nach 4, 8 oder 12 Tagen werden jeweils 8 Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um in ihrem Blut verschiedene Leberwerte zu untersuchen. In einem zweiten Experiment wird ebenfalls Erythropoietin verabreicht. Neun Tage später werden die Ratten unter Narkose operiert. Der Bauch wird aufgeschnitten und 70% oder 90% der Leber werden entfernt. Anschließend erhalten die Tiere noch dreimal Erythropoietin injiziert. Nach 12, 24, 48 und 72 Stunden, bzw. 5 und 28 Tagen werden jeweils 8 Ratten getötet.

Auch im dritten Experiment erhalten die Ratten zunächst dreimal Erythropoietin in die Bauchhöhle injiziert. Neun Tage später wird eine Leberteiltransplantation vorgenommen. Bei den "Spendern" wird 30% der Leber entnommen und den "Empfängern" eingesetzt. Die "Empfänger"-Ratten erhalten weitere dreimal das Erythropoietin injiziert. Kontrollgruppen erhalten eine wirkungslose Substanz statt des Erythropoietin. Nach 24 Stunden oder 28 Tagen werden die Tiere getötet. Bei den Ratten in der 28-Tage-Gruppe soll die Überlebenszeit bestimmt werden. In der Kontrollgruppe sterben 5 der 8 Ratten, in der Erythropoietin-Gruppe stirbt nur eine Ratte.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: Erythropoietin treatment improves liver regeneration and survival in rat models of extended liver resection and living donor liver transplantation

Autoren: Maximilian Bockhorn (1)*, Christian D. Fingas (1), Ursula Rauen (2), Ali Canbay (3), Georgios C. Sotiropoulos (1), Ulrich Frey (4), Shin-Yi Sheu (5), Jeremias Wohlschläger (5), Christoph E. Broelsch (1), Jörg F. Schlaak (3)

Institute: (1) Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Hufelandstr. 55, 45122 Essen, (2) Institut für Physiologische Chemie, Universitätsklinikum Essen, (3) Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Universitätsklinikum Essen, (4) Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Essen, (5) Institut für Pathologie und Neuropathologie, Universitätsklinikum Essen

Zeitschrift: Transplantation 2008, 86(11), 1578-1585

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3990



Dokument 1223Titel: Anfälligkeit von vier Mäuseinzuchtlinien gegenüber einem wenig pathogenen Stamm von Yersinia enterolitica
Hintergrund: Untersuchung der unterschiedlichen Infektionsanfälligkeit verschiedener Mäuselinien gegenüber einem Durchfallerreger.
Tiere: 160 Mäuse
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden von der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borchen, bezogen. Es handelt sich um Tiere vier verschiedener Zuchtlinien. Durch Eingabe mit einer Schlundsonde werden die Mäuse mit Bakterien (Yersinia enterolitica) infiziert, einem Durchfallerreger, der bei verschiedenen Tierarten und beim Menschen vorkommt. Nach 3, 9 und 21 Tagen werden jeweils 10 Mäuse durch Ersticken mit CO2 getötet. Ihr Darm wird entnommen und untersucht.

Die Arbeit wurde von EUMORPHIA (European Union Mouse Research for Public Health and Industrial Application) unterstützt.

Bereich: Infektionsforschung

Originaltitel: Susceptibility of four inbred mouse strains to a low-pathogenic isolate of Yersinia enterolitica

Autoren: Angela Schippers (1), Silke Mateika (2), Blair Prochnow (1), Achim D. Gruber (3), Werner Müller (1), Ursula Frischmann (1)*

Institute: Abteilung für Experimentelle Immunologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig, (2) Institut für Pathologie, Tiermedizinische Hochschule Hannover. 30559 Hannover, (3) Institut für Pathologie, Tiermedizinische Fakultät, Freie Universität Berlin, Berlin

Zeitschrift: Mammalian Genome 2008: 19, 279-291

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3989



Dokument 1224Titel: Hemmung der löslichen Epoxidhydrolase senkt den durch Monocrotalin hervor gerufenen Bluthochdruck in der Rattenlunge
Hintergrund: Mithilfe dieser Studie soll bei Ratten mit künstlich erzeugtem Lungenbluthochdruck gezeigt werden, wie ein Ansteigen des Lungenblutdrucks verhindert oder gemindert werden kann.
Tiere: 36 Ratten (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden Wistar-Kyoto Ratten aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld, verwendet. Die Ratten nehmen einen Hemmstoff für ein bestimmtes Enzym mit dem Trinkwasser auf. Drei Tage nach Beginn der Verabreichung wird Monocrotalin unter die Haut gespritzt, eine Substanz, die bei den Tieren zu Lungenbluthochdruck führt. Zwei bis drei Wochen später wird den Ratten unter Betäubung (Gas) ein Katheter durch die Halsschlagader bis in die rechte Herzhälfte geschoben um dort den Blutdruck zu messen. Danach werden die Tiere ausgeblutet und das Blut durch Fixiermittel ersetzt. Dadurch sterben die Ratten. Die Lungen werden für molekulare Untersuchungen entnommen.

Die Genehmigung des Experiments erfolgte durch die zuständige Behörde des Regierungspräsidiums Darmstadt. Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Lungenforschung, Bluthochdruckforschung, Pharmakologie, Physiologie

Originaltitel: Inhibition of the soluble epoxide hydrolase attenuates monocrotaline-induced pulmonary hypertension in rats

Autoren: Marc Revermann (1,2), Eduardo Barbosa-Sicard (1), Eva Dony (3), Ralph T. Schermuly (4), Christophe Morisseau (5), Gerd Geisslinger(6), Ingrid Fleming (1), Bruce D. Hammock (5), Ralf P. Brandes (1)*

Institute: (1) Institut für Kardiovaskuläre Physiologie, Goethe Universität Frankfurt am Main, Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt am Main, r.brandes@em.uni-frankfurt.de, (2) Klinik für Anaesthesiologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main, (3) Lungenzentrum Universität Giessen, (4) Max-Planck-Institut für Herz-Lungen-Forschung, Bad Nauheim, (5) Department of Entomology, Davis Cancer Center, University of California, USA, (6) Pharmazentrum Frankfurt/ZAFES, Institut für Klinische Pharmakologie und ZAFES, Klinikum der Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Zeitschrift: Journal of Hypertension 2009, Vol. 27, No. 2, 322-331

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3988



Dokument 1225Titel: PPAR?s verändern das Interleukin-6-Vorkommen im den Schlaganfall umgebenden Hirnrindengewebe in der Früh- und Spätphase der Sauerstoffarmut jeweils unterschiedlich
Hintergrund: An Ratten soll hier molekular untersucht werden, welchen Mechanismen die Frühphase des Schlaganfalls beim Menschen unterliegt.
Tiere: 80 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die verwendeten Ratten stammen vom Versuchstierzüchter Charles River in Sulzfeld. Den Tieren wird unter Betäubung durch ein Bohrloch ein kleines Metallröhrchen 5 mm tief in das Gehirn eingeführt. Das Metallröhrchen wird auf der Schädeloberfläche mit Schrauben und Knochenzement befestigt. Ein Schlauch führt vom Metallröhrchen zu einer Minipumpe, die den Tieren unter der Rückenhaut eingepflanzt wurde. Die Minipumpe gibt ständig einen Stoff namens Pioglitazone in die Hirnflüssigkeit ab. Fünf Tage nach Einsetzen der Pumpen wird den Tieren unter Betäubung die Halsschlagader aufgeschnitten und ein Nylonfaden bis ins Gehirn eingeführt, um den Blutfluss zu unterbrechen und einen Schlaganfall nachzuahmen. 90 Minuten später wird der Nylonfaden wieder entfernt und die Blutversorgung wieder hergestellt. 24 bzw. 48 Stunden danach wird das Bewegungsverhalten der Tiere mit einem Punktsystem beurteilt. Anschließend werden die Ratten durch eine Überdosis Narkosemittel getötet und das Hirngewebe entnommen. Die Betäubung erfolgt durch Spritzen von Chloralhydrat in den Bauchraum.

Diese Experimente wurden von den zuständigen Behörden in Schleswig-Holstein genehmigt und durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neuropharmakologie, Schlaganfallforschung

Originaltitel: Peroxysome proliferator-activated receptors? (PPAR?) differently modulate the interleukin-6 expression in the peri-infarct cortical tissue in the acute and delayed phases of cerebral ischeamia

Autoren: Andreas Patzer, Yi Zhao*, Ivonne Stöck, Peter Gohlke, Thomas Herdegen, Juraj Culman

Institute: Institut für Pharmakologie, Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Hospitalstraße 4, 24105 Kiel, zhaoyi@pharmakologie.uni-kiel.de

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2008, Vol. 28, 1786-1794

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3987



Dokument 1226Titel: Erhöhtes Vorkommen von Glycodelin mRNA und Protein in Rattenlungen bei durch Ovalbumin hervorgerufener allergischer Atemwegsentzündung
Hintergrund: An Ratten soll hier genauer untersucht werden, welchen Mechanismen die Erkrankung Asthma beim Menschen unterliegt.
Tiere: 12 Ratten (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Um Asthmasymptome nachzuahmen, wird bei Ratten (Brown Norway Rats, Herkunft nicht angegeben) eine Atemwegsentzündung durch vierwöchiges Einatmen eines Eiweiß-Nebels hervorgerufen. Nach 28 Tagen werden die Ratten auf nicht genannte Weise getötet und die Lungen entnommen. Das Lungengewebe wird anschließend mit unterschiedlichen Methoden auf verstärktes Vorkommen von Glycodelin untersucht, ein Protein das mit Asthma in Verbindung stehen soll.

Bereich: Pathophysiologie, Asthmaforschung

Originaltitel: Increased expression of glycodelin mRNA and protein in rat lungs during ovalbumin-induced allergic airway inflammation

Autoren: Christiane Kunert-Keil (1)*, Udo Jeschke (2), Giles Simms (3), Michael Kasper (3)

Institute: (1) Institut für Pathophysiologie, Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald, Greifswalder Straße 11C, 17495 Karlsburg, keil@uni-greifswald.de, (2) Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie, LMU München, (3) Institut für Anatomie, Technische Universität Dresden

Zeitschrift: Histochemistry and Cell Biology 2009, 131(3): 383-390

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3986



Dokument 1227Titel: Dauerhafte Behandlung mit dem Dipeptidyl Peptidase-4 Hemmer "BI 1356” [...] erhöht das Vorkommen von Glucagon-Like Peptide-1 und verbessert die Kontrolle des Blutzuckerspiegels in Nagermodellen für Diabetes
Hintergrund: Es soll an Nagern getestet werden, ob die Substanz BI 1356 antidiabetisch wirkt und zum Beispiel (neben einigen anderen Effekten) den Blutzuckerspiegel bei den künstlich zuckerkrank gemachten Tieren senkt.
Tiere: 70 Tiere verschiedener Arten (Min. 30 Ratten, min. 40 Mäuse)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Mäuse (bezogen von Charles River, Wilmington, USA) werden künstlich zuckerkrank gemacht, indem sie ab einem Alter von 4 Wochen extrem fettreich ernährt werden und im Alter von 7 Wochen eine Spritze mit dem Gift Streptozotocin in den Bauchraum erhalten. Das Gift zerstört die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse und führt so zu Symptomen der Zuckerkrankheit. Ab einem Alter von 12 Wochen bekommen die Tiere vier Wochen lang das Präparat BI 1356 mit der Nahrung verabreicht. An bestimmten Tagen wird den Tieren dann Blut abgenommen, indem man ihnen unter Betäubung Glaskapillaren seitlich am Auge vorbei schiebt und das Blut austropfen lässt, oder durch Kappen der Schwanzspitze. Das Blut wird dann auf den Gehalt an Blutzucker, GLP-1, Insulin u. a. hin untersucht.

Die hier außerdem verwendeten "Zucker diabetic fatty rats" (bezogen von Charles River, Wilmington, USA) sind Ratten, denen ein Gendefekt anhaftet, der sie von Geburt an zuckerkrank macht. Auch diese Tiere bekommen einmal täglich das Präparat BI 1356 mit der Nahrung verabreicht, und zwar ab einem Alter von sechs (Männchen) bzw. sieben Wochen (Weibchen) und für einen Zeitraum von fünf bzw. 7,5 Wochen. An einem bestimmten Tag wird der Verlauf des Blutzuckerspiegels während einer 24-stündigen Phase untersucht. Dazu wird den Tieren alle vier Stunden die Schwanzspitze gekappt und Blut entnommen, das dann ähnlich untersucht wird wie das der Mäuse. Bei den weiblichen Tieren wird außerdem auf die "Glaskapillarentechnik" zurückgegriffen.

Bereich: Diabetesforschung

Originaltitel: Chronic Treatment with the Dipeptidyl Peptidase-4 Inhibitor BI 1356 [(R)-8-(3-Amino-piperidin-1-yl)-7-but-2-ynyl-3-methyl-1-(4-methyl-quinazolin-2-ylmethyl)-3,7-dihydro-purine-2,6-dione] Increases Basal Glucagon-Like Peptide-1 and Improves Glycemic Control in Diabetic Rodent Models

Autoren: Leo Thomas*, Moe Tadayyon, Michael Mark

Institute: Abteilung für Stoffwechselkrankheiten, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & CoKG, Birkendorfer Straße 65, 88397 Biberach an der Riss

Zeitschrift: Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics 2009, Vol. 328, No. 2, 556-563

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3985



Dokument 1228Titel: Durch Fettleibigkeit hervorgerufene "Zentren veränderter Darmkrypten” in DMH-behandelten, fettleibigen Zucker-Ratten gehen einher mit krankhaft veränderten Blutfettwerten und nicht mit erhöhtem Blutinsulin
Hintergrund: Bestimmung von Faktoren im Blut, die bei Fettleibigkeit eventuell mit Darmkrebs in Verbindung stehen könnten.
Tiere: 71 Ratten (mindestens)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Sogenannte Zucker-Ratten, die zuchtbedingt an Fettleibigkeit und Diabetes leiden, werden vom Versuchstierhändler Charles River, Lyon, Frankreich, bezogen. Die fünf Wochen alten weiblichen Ratten werden mit einer speziellen Diät ernährt und erhalten dann nach zwei Wochen einmal wöchentlich eine Spritze mit dem Gift DMH (1,2-Dimethylhydrazin) in den Bauchraum, um Darmkrebs auszulösen. Nach viermaligem Spritzen und einer weiteren Wartezeit von fünf Wochen nach der letzten DMH-Verabreichung erfolgt das Töten der Tiere durch Enthaupten. Den Ratten wird Blut abgenommen und der Dickdarm wird herausgenommen. Der Dickdarm wird anschließend unter anderem auf Zentren krebsartig veränderter Krypten (Grübchen in der Schleimhaut) untersucht und gleichzeitig das Blut auf veränderte Zusammensetzung.

Diese Experimente wurden durch die Genehmigungsbehörde Karlsruhe genehmigt und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Bereich: Ernährungsforschung, Darmkrebsforschung

Originaltitel: Obesity-related promotion of aberrant crypt foci in DMH-treated obese Zucker rats correlates with dyslipidemia rather than hyperinsulinemia

Autoren: Tatiana C. L. Koch, Karlis Briviba, Bernhard Watzl, Achim Bub, Stephan W. Barth*

Institute: Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, Max-Rubner-Institut, Haid-und-Neu-Straße 9, 76131 Karlsruhe, stephan.barth@mri.bund.de

Zeitschrift: European Journal of Nutrition 2008 (April), Vol. 47, No. 3, 161-170

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3984



Dokument 1229Titel: Zimt-Extrakt schützt gegen vor akuter, alkohol-bedingter Leberverfettung bei Mäusen
Hintergrund: In der Studie wird der Frage nachgegangen, ob Zimt vor alkoholbedingter Leberverfettung schützt. Zimt wird dabei 4 Tage lang über das Trinkwasser verabreicht, anschließend Alkohol in einer hohen, aber einmaligen Dosis. Die Autoren finden heraus, dass Zimt einen schützenden Effekt hat und kündigen weitere Studien an, um die Mechanismen zu studieren. Sie folgern weiterhin, dass Zimtextrakt bei der Behandlung von alkoholkranken Menschen im Frühstadium eingesetzt werden kann.
Tiere: 20 Mäuse
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Den Mäusen wird eine alkoholische Zimtlösung 4 Tage lang in das Trinkwasser gegeben. Am 5. Tag wird den Tieren eine hohe Dosis Alkohol (6g/kg) mit einer Schlundsonde in den Magen verabreicht. In vorangegangenen Experimenten hatte diese einmalige Gabe Alkohol eine massive Verfettung der Leber verursacht. Die Mäuse sind nach der Alkoholgabe zunächst apathisch, erholen sich aber innerhalb von 6 Stunden. Zwölf Stunden nach Verabreichung der Alkoholdosis werden die Tiere narkotisiert und getötet. Proben von Leber und Blut werden entnommen.

Es werden auch Versuche mit Zellkulturen mit Mäusezellen durchgeführt.

Bereich: Alkoholforschung

Originaltitel: Cinnamon extract protects against acute alcohol-induced liver steatosis in mice

Autoren: Giridhar Kanuri, Synia Weber, Valentina Volynets, Astrid Spruss, Stephan C. Bischoff, Ina Bergheim*

Institute: Institut für Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim, Schloss, Kolleggang, 70593 Stuttgart

Zeitschrift: Journal of Nutrition 2009: 139, 482-487

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3983



Dokument 1230Titel: Immunantwort von Schafen, die mit einer Theileria-Art infiziert wurden, auf rekombinante Theileria-Eiweiße
Hintergrund: Untersuchung der Immunreaktion von Schafen auf eine Infektion mit einem in China bei Schafen und Ziegen vorkommenden Krankheitserreger.
Tiere: 8 Schafe
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Versuche fanden unter deutscher Federführung vermutlich in China statt.

Schafe werden mit dem in Norden Chinas vorkommenden einzelligen Parasiten Theilleria infiziert. Bei einem Teil der Schafe erfolgt die Infektion durch Ansetzen von je 200 Zecken aus Theilleria-Gebieten. Den anderen Schafen wird Blut eines infizierten Schafes injiziert. Die Schafe mit den Zecken entwickeln in den nächsten Tagen hohes Fieber. In den nächsten 32 Tagen werden täglich von allen Tieren Blutproben genommen. Das weitere Schicksal der Schafe wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die EU gefördert.

Bereich: Infektionsforschung, Impfstoffentwicklung, Immunologie

Originaltitel: Immune response of Theileria sp.-infected sheep to recombinant Theileria proteins

Autoren: Ulrike Seitzer (1)*, Zhijie Liu (2), Hong Yin (2), Doreen Beyer (1), Birgit Kullmann (1), Joana Miranda (3), Jabbar S. Ahmed (1)

Institute: (1) Abteilung für Veterinär-Infektiologie und -Immunologie, Institut für Immunologie und Zellbiologie, Forschungszentrum Borstel, Parkallee 22, 23845 Borstel, (2) Lanzhou Veterinary Research Institute, Lanzhou, Gansu, China, (3) Instittuto de Biologica Experimental e Tecnologica, Universidade Nova de Lisboa, Oeiras, Portugal

Zeitschrift: Animal Biodiversity and Emerging Diseases: Annals of the New York Academy of Science 2008: 1149, 186-190

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3982



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