facebook
twitter
youtube
instagram

Datenbank Tierversuche

Ihre Abfrage

5045 Ergebnisse wurden gefunden

Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen und zum Markieren und Kopieren von Textstellen bitte hier klicken >>

Dokument 1221Titel: Osteoarthritis bei ob/ob-Mäusen mit Leptin-Mangel als Folge von biomechanischer Belastung im Micro-CT
Hintergrund: Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen dem Appetit-Hormon Leptin, Übergewicht und Gelenksentzündung bei Mäusen, denen durch eine Genmutation dieses Hormon fehlt. Das Ergebnis: Dicke Mäuse leiden durch das Gewicht, das auf den Gelenken lastet, eher unter Gelenksentzündungen, als dünne Mäuse. Die Autoren geben zu bedenken "Es ist nicht möglich, daraus zu schließen, dass diese Ergebnisse auch für Menschen gültig sind." Trotzdem kündigen sie weitere Studien an: "Das Ziel folgender Studien sollte sein, zwischen Mäusen mit Leptin-Mangel und Wildtyp-Mäusen zu unterscheiden."
Tiere: 40 Mäuse
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden sogenannte ob/ob-Mäuse verwendet, ein Zuchtstamm, bei dem durch eine Genmutation das Hormon Leptin fehlt, das für die Regulierung des Appetits zuständig ist. Diese Mäuse fressen ungehemmt und werden ungewöhnlich dick. Sie werden in der tierexperimentellen Forschung oft als "Modelle" für Diabetes oder Übergewicht beim Menschen verwendet.

Eine Gruppe von 20 ob/ob-Mäusen erhält ab einem Alter von 5 Wochen Futter zur freien Verfügung. Bei einer zweiten Gruppe von 20 Mäusen wird das Futterangebot reduziert, in welchem Grad wird nicht erwähnt. Die Mäuse der Gruppe A wiegen im Alter von 20 Wochen durchschnittlich über 50g, während die wenig gefütterten Tiere nur 35g wiegen. Alle Mäuse werden auf eine nicht genannte Art getötet, um die Knie und Hüften zu untersuchen. Die dicken Mäuse haben zu 75% Gelenkentzündungen, die dünnen Mäuse zu 0%.

Bereich: Pathophysiologie

Originaltitel: Osteoarthritis of leptin-deficient ob/ob mice in response to biomechnaical loading in micro-CT

Autoren: Hansjoerg Heep (1)*, Gero Hilken (2), Sebastian Hofmeister (1), Christian Wedemeyer (1)

Institute: (1) Abteilung für Orthopädie, Universität Duisburg-Essen, Pattbergstr. 1-3, 45239 Essen, (2) Zentrales Tierlaboratorium, Klinisches Zentrum, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45122 Essen

Zeitschrift: International Journal of Biological Sciences 2009, 5(3), 265-275

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3926



Dokument 1222Titel: Extrakorporale Zelltherapie mit Granulozyten bei einem Schweinemodell für gram-positive Blutvergiftung
Hintergrund: Behandlung einer Blutvergiftung bei Ferkeln mit menschlichen Blutzellen. Die Autoren geben zu bedenken, dass die Studie ihre Grenzen hat. Es handelt sich um junge, gesunde Schweine und auch das Hervorrufen einer Blutvergiftung durch die Infusion mit Bakterien entspricht nicht der klinischen Situation auf der Intensivstation. Dennoch bezeichnen die Autoren ihr Experiment als erfolgreich und rufen zu weiteren Studien auf.
Tiere: 21 Schweine (Deutsche Landrasse, 7-9 Wochen alt, 7,5-12 kg)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Schweine stammen von einem lokalen Händler. Es handelt sich um 7-9 Wochen alte Ferkel. Unter Narkose wird den Tieren eine Stunde lang eine Bakterienlösung aus Eiterbakterien (Staphylococcus aureus) in die Blutbahn infundiert. Nach einer Stunde Wartezeit werden jeweils 7 Schweine unterschiedlich behandelt. Gruppe 1 bleibt unbehandelt. Gruppe 2 erhält eine Plasmalösung infundiert. Das Plasma (Blutflüssigkeit) wurde zuvor aus dem Blut anderer Schweine gewonnen. Die dritte Gruppe erhält eine Mischung aus Schweineplasma und menschlichen Blutzellen (Granulozyten). Die Infusion dauert 4 Stunden. Dann erwachen die Tiere aus der Narkose. Die Folgen der Blutvergiftung mit den Bakterien müssen die Schweine bei vollem Bewusstsein erleiden. In Gruppe 1 sterben alle Schweine innerhalb von 70 Stunden. In Gruppe sterben 5, in Gruppe 3 ein Schwein den Beobachtungszeitraum von 7 Tagen. Die überlebenden Tiere werden durch Injektion eines Barbiturates getötet.

Bereich: Intensivmedizin

Originaltitel: Extracorporeal cell therapy with granulocytes in a pig model of gram-positive sepsis

Autoren: Martin Sauer (1), Jens Altrichter (3), Hans J. Kreutzer (2), Tim Lögters (4), Martin Scholz (4), Gabriele Nöldge-Schomburg (1), Reinhard Schmidt (3), Steffen R. Mitzner (3)*

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, (2) Abteilung für Pathologie und Medizin, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, (3) Klinik für Nephrologie, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, (4) Klinik für Trauma- und Handchirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf (Keine Adresse angegeben)

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2009: 37(2), 606-613

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3925



Dokument 1223Titel: Eine angereicherte Umgebung hat keine Wirkung auf die Entwicklung der dopaminergen und GABAergen Fasern während einer Behandlung mit Methylphenidat bei früh traumatisierten Gerbils
Hintergrund: Soziale und Umweltbedingungen spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndrom bei Kindern. Zur Behandlung wird oft Methylphenidat (Ritalin ®) eingesetzt. In dieser Studie wird der Einfluss der Umweltbedingungen und die Behandlung mit Ritalin bei Gerbils untersucht, bei denen künstlich Hirnschäden hervorgerufen wurden, die denen des Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndroms ähneln.
Tiere: 20 Gerbils (mehr als 20 Gerbils (Wüstenrennmäuse))
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Eine ungenannte Anzahl von Gerbils wird von Harlan Winkelmann, Borchen, bezogen. Für den Versuch werden 20 ihrer Jungen verwendet. Den Tieren wird am 14. Lebenstag Methamphetamin in die Bauchhöhle injiziert. Dieses bewirkt eine Störung der Entwicklung des Nervensystems im Gehirn. Die Störungen ähneln denen des Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndrom bei Kindern. Am 30. Lebenstag werden die jungen Gerbils von ihren Müttern entwöhnt. Neun Tiere werden fortan einzeln in kahlen Plastikkästen gehalten. Elf Gerbils wachsen mit ihren Geschwistern in 1 x 1 m großen, mit vielen Versteck- und Spielmöglichkeiten ausgestatteten Käfigen auf. Beide Gruppen erhalten täglich ein Medikament (Ritalin ®), das zur Behandlung der oben genannten psychiatrischen Erkrankung eingesetzt wird, mit einer Pipette in den Mund verabreicht. Am 90. Lebenstag werden die Gerbils betäubt und mittel Durchströmung mit giften Substanzen getötet. Ihre Gehirne werden in Scheiben geschnitten und untersucht.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Environmental enrichment has no effect on the development of dopaminergic and GABAergic fibers during methylphenidate treatment of early traumatized gerbils

Autoren: Susanne Brummelte (1,3), Thorsten Grund (1), Gunther H. Moll (2), Gertraud Teuchert-Noodt (1) Ralph R. Dawirs (2)*

Institute: (1) Abteilung für Neuroanatomie/Kognitive Neurowissenschaften, Biologische Fakultät, Universität Bielefeld, Universitätsstr. 25, 33615 Bielefeld, (2) Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen, (3) Department of Psychology, University of British Columbia, Vancouver, Kanada

Zeitschrift: Journal of Negative Results in BioMedicine 2008: 7:2, doi:10.1186/1477-5751-7-2

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3924



Dokument 1224Titel: Bß15-42 (FX06) reduziert Lungen-, Herzmuskel-, Leber- und Dünndarmschäden in einem Schweinemodell für Blutungsschock und Wiederdurchblutung
Hintergrund: Behandlung eines Blutungsschocks.
Tiere: 16 Schweine (Deutsche Landrasse, 27-32 kg)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Schweine werden narkotisiert auf den Rücken gelegt. In die rechte Halsvene und beide Hinterbeinarterien werden Katheter gelegt. Der Halsvenenkatheter wird bis in die Lungenarterie vorgeschoben. Der Bauch wird in der Mitte aufgeschnitten. Im Bauchraum werden zwei weitere Blutgefäße (linke Lebervene und Pfortader) mit Kathetern versehen. Um die beiden Blutgefäße werden außerdem Blutflussmesssonden gelegt. An die Katheter und Sonden im Bauchraum werden Schläuche angeschlossen, die nach außen führen. Der Bauch wird verschlossen. Es wird ein Blutungsschock hervorgerufen, indem aus einem der Katheter Blut abgezogen wird bis der Blutdruck auf einen bestimmten Wert (40 mm Hg) gesunken ist. Nach 60 Minuten wird das aufgefangene Blut wieder in den Blutkreislauf der Schweine zurückinfundiert. Zusätzlich wird noch eine Infusionslösung infundiert. Zwei Stunden später wird bei 8 Schweinen eine Testsubstanz verabreicht. Die 7 Tiere der Kontrollgruppe erhalten eine wirkungslose Substanz. Es werden diverse Messungen durchgeführt. Schließlich werden die Schweine durch Überdosis eines Giftes (Kaliumchlorid) getötet. Verschiedene Organe werden auf Schäden untersucht.

Bereich: Intensivmedizin

Originaltitel: Bß15-42 (FX06) reduces pulmonary, myocardial, liver, and small intestine damage in a pig model of hemorrhagic shock and reperfusion

Autoren: Jan P. Roesner (1), Peter Petzelbauer (2)*, Alexander Koch (3), Nguyen Tran (3), Thomas Iber (1), Dierk A. Vagts (1), Thomas W.L. Scheeren (1), Brigitte Vollmar (4), Gabriele E.F. Nöldge-Schomburg (1), Kai Zacharowski (3)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Rostock, (2) Abteilung für Allgemeine Dermatologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, (3) Department of Anaesthesia, Bristol Royal Infirmary, University of Bristol, Großbritannien, (4) Institut für Experimentelle Chirurgie, Universität Rostock (Keine Adresse angegeben)

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2009, 37(2), 598-605

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3923



Dokument 1225Titel: Durch Endotoxin hervorgerufene Überreaktion der Atemwege bei Kaninchen: Beitrag der Neuropeptide
Hintergrund: Auswirkungen von in der Luft zerstäubtem Bakteriengift auf die Atmung.
Tiere: 24 Kaninchen (Weiße Neuseeländer)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Es werden Versuche an anästhesierten Kaninchen durchgeführt. Die Tiere liegen auf dem Rücken. In die rechte Halsvene, die rechte Hinterbeinarterie und die linke Hinterbeinvene werden Katheter gelegt für Messungen und die Infusion von Substanzen. Die Kaninchen werden in 4 Gruppen zu je 6 Tieren eingeteilt. Bei Gruppe 1 wird ein aus Darmbakterien (E.coli) isoliertes Bakteriengift (Endotoxin) in die Blutbahn infundiert. Die zweite Gruppe erhält das Bakteriengift in zerstäubter Form. Davor und danach müssen die Tiere beider Gruppen eine in Luft zerstäubte Nervenüberträgersubstanz (Azetylcholin-Aerosol) einatmen. Gruppe 3 und 4 werden behandelt wie die ersten beiden Gruppen. Zusätzlich wird bei diesen Tieren zuvor 4 Tage lang eine Substanz täglich unter die Haut gespritzt, die Nervenüberträgersubstanzen hemmt. Das weitere Schicksal der Kaninchen wird nicht beschrieben.

Bereich: Pathophysiologie

Originaltitel: Endotoxin-induced airway hyperresponsiveness in rabbits: contribution of neuropeptides

Autoren: W. Marek (1)*, M. Ozyurt (1), J. Potthast (1), T. Mensing (2)

Institute: (1) Institut für Arbeitsphysiologie an der Augusta-Krankenanstalt, Bergstr. 26, 44971 Bochum, (2) Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin, Ruhr-Universität Bochum

Zeitschrift: Journal of Physiology and Pharmacology 2008: 59(6), 421-432

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3922



Dokument 1226Titel: NeuroXidence: zuverlässige und effiziente Analyse eines Überschusses oder Mangels an Joint-Spike-Events
Hintergrund: Nervenaktivitäten in der Sehrinde der Katze.
Tiere: 1 Katze
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Katze wird narkotisiert und medikamentös gelähmt. Über der Sehrinde (ein Hirnbereich) wird ein Loch gebohrt. Elektroden werden in einen bestimmten Bereich des Gehirns eingeführt, um Nervenaktivitäten zu messen. Vor den Augen der Katze werden auf einem Bildschirm driftende Rechteckmuster gezeigt. Das weitere Schicksal der Katze wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde teilweise durch die Hertie-Stiftung unterstützt.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: NeuroXidence: reliable and efficient analysis of an excess or deficiency of joint-spike events

Autoren: Gordon Pipa (1,2)*, Dick W. Wheeler (1,2), Wolf Singer (1,2), Danko Nikoloc (1,2)

Institute: (1) Frankfurt Institute for Advances Studies, Johann Wolfgang Goethe Universität, Ruth-Moufang-Str. 1, 60438 Frankfurt/M, (2) Abteilung für Neurophysiologie, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Deutschordenstr. 46, 60528 Frankfurt/M.

Zeitschrift: Journal of Computer Neuroscience 2008: 25, 64-88

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3921



Dokument 1227Titel: Die Korrelation zwischen quantitativem T2 und regionalem Hirnblutfluss nach akutem Hirnschlag bei früher Wiederdurchblutung, demonstriert an einem Rattenmodell für Verschluss/Wiederdurchblutung der mittleren Hirnarterie
Hintergrund: Magnetresonanztomographie nach künstlich erzeugtem Schlaganfall.
Tiere: 7 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Sprague-Dawley-Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Deutschland. Unter Narkose wird durch eine Halsarterie ein chirurgischer Nahtfaden bis in die mittlere Hirnarterie vorgeschoben. Mit Hilfe einer Laser-Doppler-Sonde wird überprüft, ob der Faden an der richtigen Stelle sitzt. Diese Prozedur wird nicht beschrieben. Es ist wahrscheinlich, dass zum Einführen der Sonde ein Loch in den Schädelknochen gebohrt wird. Der Faden in der mittleren Hirnarterie verhindert, dass das Hirngewebe dahinter durchblutet wird. Auf diese Weise wird ein Schlaganfall simuliert. Nach 60 Minuten wird der Faden wieder herausgezogen, so dass das Gewebe wieder normal durchblutet werden kann. 90 Minuten danach wird der Kopf der Ratte mittels Magnetresonanztomographie gescannt. Dazu wird eine Flüssigkeit in eine Beinvene injiziert. Drei der sieben Ratten zeigen verminderte, 3 Tiere gar keine und eine Ratte hat eine erhöhte Durchblutung des Hirngewebes. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht erwähnt. Eine Tötung ist wahrscheinlich.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Schlaganfallforschung

Originaltitel: The correlation between quantitative T2 and regional cerebral blood flow after acute brain schemia in early reperfusion as demonstrated in a middle cerebral artery occlusion/reperfusion model of the rat

Autoren: Ulf R. Jensen (1)*, Jian-Ren Liu (1,2,3), Christoph Eschenfelder (2), Johannes Meyne (2), Yi Zhao (4), Günter Deutschl (2), Olav Jansen (1), Stephan Ulmer (1)

Institute: (1) Institut für Neuroradiologie, Universität von Schleswig-Holstein, Campus Kiel, 24105 Kiel, (2) Abteilung für Neurologie, Universität von Schleswig-Holstein, Campus Kiel, (3) Department of Neurology, College of Medicine, Zhejiang University, Hangzhou, China, (4) Institut für Pharmakologie, Universität von Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Zeitschrift: Journal of Neuroscience Methods 2009: 178, 55-58

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3920



Dokument 1228Titel: Neuronale Codierung der Beduetung: Etablierung von Kategorie-selektiven Antwortmustern im "Frontallappen” des Vogels
Hintergrund: Nervenaktivitäten im Gehirn bei zielgerichteten Aktivitäten von Vögeln.
Tiere: 2 Tauben
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Den Tauben wird unter Narkose ein Gestell auf den Schädelknochen fixiert, an dem später der Kopf des Tieres unbeweglich angeschraubt werden kann. Dann werden die Tiere "trainiert". Als Trainingsmethode wird Wasserentzug eingesetzt. Die Tiere bekommen außerhalb der Trainingssitzung nichts zu trinken. Der Kopf einer Taube wird an dem Gestell unbeweglich angeschraubt. Vor den Augen ist ein Bildschirm angebracht, auf dem abwechselnd vier verschiedene Symbole gezeigt werden: Herz, Blitz, Dreieck oder Kreuz. Bei Herz oder Blitz muss die Taube innerhalb von 2 Sekunden den unteren Schnabel bewegen, bei Dreieck oder Kreuz darf sie den Schnabel nicht bewegen. Die Schnabelbewegungen werden durch einen Lichtschranke registriert. Macht sie die Aufgabe richtig, erhält sie etwas Wasser in den Mund. Macht sie etwas falsch, gibt es nichts zu trinken und der Bildschirm bleibt für 3 Sekunden dunkel. Dann wird ein neues Bild gezeigt. Während die Taube die Aufgaben erfüllt, werden mit einem Antriebsgerät Elektroden durch ein Bohrloch im Schädel in bestimmte Hirnbereiche getrieben, um Nervenströme zu messen. Üblicherweise wird hierfür zuvor eine verschließbare Kammer über einem Bohrloch auf dem Schädel angebracht. Diese Operation wird hier nicht erwähnt. Die Tauben werden in einer frühen und einer späten (mehr als 70% richtige Antworten) Trainingsphase getestet. Nach einem nicht genannten Zeitraum werden die Tiere in Narkose mit Formalin durchströmt und getötet, um das Gehirn zu untersuchen.

Bereich: Neurobiologie, Hirnforschung

Originaltitel: Neuronal encoding of meaning: Establishing category-selective response patterns in the avian "prefrontal cortex"

Autoren: Janina A. Kirsch (1,2)*, Ioannis Vlachos (3), Markus Hausmann (2), Jonas Rose (1), Man Yi Yim (3), Ad Aertsen (3), Onur Güntürkün (1)

Institute: (1) Abteilung für Biopsychologie, Institut für Kognitive Neurowissenschaften, Psychologische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, (2) Department of Psychology, Durham University, Durham, England, (3) Bernstein Zentrum für Computerneurowissenschaft, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 79104 Freiburg

Zeitschrift: Behavioral Brain Research 2009: 198, 214-223

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3919



Dokument 1229Titel: Wirkung des bromierten Flammenschutzmittels Hexabromocyclododecan (HBCD) auf das Dopamin-abhängige Verhalten und auf auditorisch hervorgerufene Hirnstammpotentiale in einer Ein-Generationen-Reproduktionsstudie bei Wistar-Ratten
Hintergrund: Wirkung des Flammenschutzmittels Hexabromocyclododecan (HBCD) auf die Nachkommen von Ratten.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)(Mehrere Hundert)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Wistar-Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan, Horst, Niederlande. Der Anfang der Studie wird in Bilthoven, Niederlande, durchgeführt, der zweite Teil im Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGFA), Bochum. Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Arnsberg genehmigt. Die Tiere werden in Gruppen eingeteilt. Männliche und weibliche Ratten erhalten das bromierte Flammenschutzmittel Hexabromocyclododecan (HBCD) in Maisöl gelöst in verschiedenen Dosierungen täglich in das Futter gemischt. Es gibt 9 Dosierungsgruppen. Zwei oder 10 Wochen später werden die Ratten verpaart. Die Testsubstanz wird weiterhin auch während der Trächtigkeit und der Stillzeit verabreicht. Im Alter von 21 Tagen werden die Rattenjungen von der Mutter entwöhnt und in Einzelkäfige gesetzt. Sie erhalten das Flammenschutzmittel Zeit ihres Lebens täglich ins Futter gemischt.

Im Alter von 90 Tagen werden 108 Rattennachkommen (jeweils ein männliches und ein weibliches Tier aus jedem Wurf) in das BGFA gebracht. Es werden insgesamt 43 Würfe erwähnt. Im Alter von 110 Tagen wird mit den 108 Ratten ein neurologischer Test gemacht. Dazu wird das Antipsychotikum Haloperidol in die Bauchhöhle injiziert. 30 und 60 Minuten nach der Injektion werden die Ratten in ungewöhnliche Körperpositionen gebracht: 1. Aufrecht stehend mit den Vorderpfoten an einem 9 cm hohen Stab gelehnt, 2. an ein steiles Gitter gehängt, 3. mit allen 4 Pfoten in Löchern auf einer Platte stehend. Es wird die Zeit gemessen, bis sich die Ratte aus dieser Position bewegt.

Weitere 20 Tage später wird ein Hörtest durchgeführt. Dazu werden die Ratten durch Injektion in die Bauchhöhle betäubt. Um die Ohren werden Nadelelektroden in die Haut eingestochen. Das linke Ohr wird durch einen Wattestopfen verschlossen. Vor dem rechten Ohr werden Klicktöne abgespielt. Gleichzeit werden elektrische Nervenimpulse am Ohr gemessen. Das weitere Schicksal dieser Ratten sowie der Eltern und der nicht verwendeten Geschwister wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde von der Europäischen Kommission unterstützt.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Effects of the brominated flame retardant hexabromocyclododecane (HBCD) on dopamine-dependent behavior and brainstem auditory evoked potentials in a one-generation reproduction study in Wistar rats

Autoren: Hellmuth Lilienthal (1)*, Leo T.M. van der Ven (2), Aldert H. Piersma (2), Josephus G. Vos (2)

Institute: (1) Neurotoxikologie-Gruppe, Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGFA), Ruhr-Universität Bochum, Buerkle de la Camp Platz 1, 44789 Bochum, (2) Laboratory for Health Protection Research, RIVM – National Intsitute for Public Health and Environment, Bilthoven, Niederlande

Zeitschrift: Toxicology Letters 2009: 63-72

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3918



Dokument 1230Titel: Messung von Verzögerungen unter einer Sekunde bei der Nervenaktivität im Millisekunden-Bereich
Hintergrund: Nervenaktivitäten in der Sehrinde von Katzen.
Tiere: 2 Katzen
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden zwei erwachsene Katzen nicht genannter Herkunft verwendet. Die Tiere werden anästhesiert und mit Pancuroniumbromid gelähmt. Die Augenpupillen werden medikamentös geweitet und die Augen mit Kontaktlinsen auf einen Bildschirm gerichtet, der 57 cm vor der Katze aufgebaut ist. Die visuellen Reize bestehen aus beweglichen Kurven. Ein Loch wird in den Schädelknochen gebohrt und eine Messsonde in einen bestimmten Bereich des Hirngewebes eingeführt. Es werden Messungen an 32 Stellen des Gehirns vorgenommen, während die Katze auf den Monitor blickt. Für Details zur Operation wird auf ältere Veröffentlichungen verwiesen. Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde unterstützt von: der Alexander Humboldt-Stiftung, der Hertie-Stiftung, der Ernst Schering-Stiftung, der Deutschen Akademischen Stiftung und der Friedrich Ebert-Stiftung.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung, Neurophysiologie

Originaltitel: Measuring sub-millisecond delays in spiking activity with milisecond time-bins

Autoren: Martha N. Havenith (1), Ajmal Zemmar (1), Shan Yu (1), Simon M. Baudrexel (2), Wolf Singer (1,3), Danko Nikolic (1,3)*

Institute: (1) Abteilung für Neurophysiologie, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Deutschordenstr. 46, 60528 Frankfurt/M., (2) Abteilung für Neurologie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M., (3) Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), Johann Wolfgang Goethe-Universität, 60528 Frankfurt/M

Zeitschrift: Neuroscience Letters 2009: 450, 296-300

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3917



<< Zurück zur Suche


Weitere Resultate finden Sie auf den folgenden Seiten:

<< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 >>

Drucken | Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen