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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1011Titel: Leber-Rekrutierung der entzündlichen Gr1+ Monozyten-Untergruppe bei Leberschaden begünstigt Leberfibrose
Hintergrund: Die Beteiligung von bestimmten Entzündungszellen an der Entstehung gewisser akuter und chronischer Leberschäden wird untersucht.
Tiere: 104 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die sechs bis acht Wochen alten Mäuse stammen aus institutseigener Zucht. Es kommen normale (über viele Generationen auf bestimmte Eigenschaften hin selektierte), sowie genetisch veränderte Varianten zum Einsatz. Eine reizende Chemikalie (Tetrachlormethan), vermischt mit Mais-Öl, wird verschiedenen Gruppen von Mäusen in die Bauchhöhle gespritzt, um in der Leber eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes (Fibrose) zu provozieren. Bei den Mäusen der Gruppen, bei denen eine akute Leberfibrose ausgelöst werden soll, kommt es innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Injektion zu einer massiven Lebervergiftung und –entzündung. Um eine chronische Leberfibrose hervorzurufen, wird bei anderen Gruppen von Mäusen die Mischung aus Tetrachlormethan und Mais-Öl zweimal wöchentlich für sechs Wochen injiziert. Einem Teil der Mäuse wird außerdem eine weitere Substanz gespritzt, die jene Zellen (Monozyten), deren Beteiligung an der Fibrose-Bildung untersucht werden soll, unterdrückt. Den genetisch veränderten Mäusen fehlen außerdem jeweils ein oder zwei Anhaftungs-Moleküle auf diesen Zellen, die für ihren Einsatz gebraucht würden. Dafür wird den "natürlichen" Mäusen wiederum eine Lösung von Monozyten wiederholt injiziert, was sie quasi daran "übersättigt". Zur Einstufung des herbei geführten Leberschadens werden Blutproben genommen, um die Leberenzyme zu messen. Für die Untersuchungen zur Entwicklung der Fibrose in der Leber werden die Mäuse zu verschiedenen Zeitpunkten getötet, und die Menge und Verteilung verschiedenerer Entzündungs-Zellen sowie ihre Produktion bestimmter Moleküle werden gemessen.

Die Arbeit wurde unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Interdisziplinären Zentrum für klinische Forschung (IZKF, früher Biomat) Aachen.

Bereich: Leberforschung, Entzündungsforschung

Originaltitel: Hepatic recruitment of the inflammatory Gr1+ monocyte subset upon liver injury promotes hepatic fibrosis

Autoren: Karlin Raja Karlmark (1), Ralf Weiskichen (2), Henning W. Zimmermann (1), Nikolaus Gassler (3), Florent Ginhoux (5), Christian Weber (4), Miriam Merad (5), Tom Luedde (1), Christian Trautwein (1), Frank Tacke (1)*

Institute: (1) Medizinische Klinik III, RWTH Universitätsklinikum Aachen, Pauwelstraße 30, 52074 Aachen, (2) Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, RWTH Universitätsklinikum Aachen, (3) Institut für Pathologie RWTH Universitätsklinikum Aachen (4) Institut für Molekulare Herz-Kreislaufforschung des RWTH Universitätsklinikum Aachen, (5) Department of Gene and Cell Medicine, Mount Sinai School of Medicine, New York, USA

Zeitschrift: Hepatology 2009: 50(1), 261-274

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4206



Dokument 1012Titel: In vivo optische Abbildung zellulärer Entzündungsreaktion bei Granulom-Bildung unter Verwendung von Fluorenzenz-markierten Makrophagen
Hintergrund: Es wird untersucht, ob Fluoreszenz-Tomographie dafür geeignet ist, Entzündungsreaktionen des Körpers darzustellen.
Tiere: 45 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Zunächst werden in einer nicht beschriebener Vorgehensweise Mäusen Knochenmarks-Stammzellen entnommen und daraus in vitro Makrophagen (eine an Entzündungsreaktionen beteiligte Zellart) gezüchtet. In der beschriebenen Studie werden diese dann mit der Lösung einer fluoreszierenden (Licht aussendenden) Chemikalie zusammengebracht. Diese heftet sich an die Zellen an und macht die Zellen so in dafür entwickelten Geräten, die diese Fluoreszenz auffangen, sichtbar. Diese Makrophagen werden in verschiedenen Versuchsreihen Mäusen nicht erwähnter Herkunft in die Blutbahn injiziert. Außerdem wird den Mäusen ein Polyacrylamid (Kunststoff)-Gel-Pelett in die Flankenregion gespritzt. Bei einem Teil der Mäuse wird dieses Gel mit Bakterienbestandteilen versetzt, um eine Entzündungsreaktion auszulösen.

Die Mäuse werden sieben Tage lang einmal täglich in Narkose gelegt und in zwei verschiedene Geräte verbracht, die die Fluoreszenz der Makrophagen darstellen und so deren Verbleib im Körper der Mäuse sichtbar machen. Schließlich werden die Mäuse getötet, um das injizierte Gel zu entnehmen und auf die Anzahl der darin befindlichen Makrophagen zu untersuchen. In einer Versuchsreihe werden Mäusegruppen unterschiedliche Konzentrationen von Makrophagen-Lösung gespritzt, um die entsprechende Fluoreszenz mit der im Gel gefundenen Makrophagen-Anzahl zu vergleichen. Bei wieder anderen Mäusegruppen wird die Intensität der Fluoreszenz mit dem Vorhandensein von verschiedenen Oberflächen-Molekülen auf den Makrophagen verglichen.

Die Arbeit wurde unterstützt vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem European Diagnostic Molecular Imaging Network.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Immunologie

Originaltitel: In vivo optical imaging of cellular inflammatory response in granuloma formation using fluorescence-labeled macrophages

Autoren: Michael Eisenblätter (1), Jan Ehrchen (2-4), Georg Varga (2), Cord Sunderkötter (3,4), Walter Heindel (1), Johannes Roth (2,3), Christoph Bremer (1,3), Alexander Wall (1)*

Institute: (1) Institut für klinische Radiologie, Universitätsklinikum Münster, Albert-Schweizer-Straße 33, 48129 Münster, (2) Institut für Immunologie, Universitätsklinikum Münster (3) Interdisziplinäres Zentrum für klinische Forschung (IZKF), Universitätsklinikum Münster, (4) Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster

Zeitschrift: The Journal of Nuclear Medicine 2009: 50 (10), 1676-1682

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4205



Dokument 1013Titel: Funktionelle Auswirkung des Rhabdosphinkter-Asts des Nervus pelvicus auf die membranöse Harnröhre im Vergleich zu dem des Nervus pudendus bei männlichen Kaninchen
Hintergrund: Die Versuchsreihe soll bestätigen, dass nicht nur, wie bereits bekannt, die Schamnerven für das Zusammenziehen der Harnröhren-Muskulatur verantwortlich sind, sondern auch die Rhabdosphinkter-äste der Beckennerven.
Tiere: 6 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen-Kreuzungen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die 6 männlichen Chinchilla-Kaninchen-Kreuzungen im Alter von 3-3,5 Monaten aus der Versuchstierzucht Harlan-Winkelmann Ltd., Borchen, werden in Narkose gelegt. Die Luftröhre wird eröffnet, so dass zur künstlichen Beatmung ein Schlauch eingeführt werden kann. Ein Schlauch mit einem System zur Messung des Druckes wird von außen in die Harnröhre eingeführt; ein weiterer Schlauch durch die Bauchdecke in die Blase, um durch Zuführung von Kochsalzlösung deren konstante Füllung sicher zu stellen. An der hinteren Bauchunterseite werden links und rechts je ein 3,5-4 cm langer Schnitt angelegt und darunter die Schamnerven frei präpariert, um eine Elektrode an sie anlegen zu können. Der Bauch wird auch mittig eröffnet, um die nahe der Prostata liegenden äste der Beckennerven, die zu einem bestimmten Blasenschließmuskel (Rhabdosphinkter) führen, frei zu legen und auch hier Elektroden an zu bringen. Diese verschiedenen Nerven werden über die Elektroden in einer von 4 verschiedenen Frequenzen immer wieder jeweils 15 Sekunden lang mit 5-minütigen Pausen durch elektrischen Strom stimuliert. Der sich dadurch verändernde Druck in der Harnröhre wird über den dort liegenden Katheter registriert. Dann werden die Nerven jeweils unterhalb der Elektrode durchgeschnitten, und die Stimulierungen wiederholt. Danach werden die Tiere getötet und der Harnleiter seziert, um die angenommene Lage des dort verweilenden Katheters zu bestätigen.

Bereich: Urologie

Originaltitel: Functional impact of the rhabdosphincter branch oft the pelvic nerve on the membraneous urethra in comparison to that oft the pudendal nerve in male rabbits

Autoren: Christof van der Horst (1)*, Moritz F. Hamann (1), Johann P. Kuhtz-Buschbeck (2), Sascha Kaufmann (1), Klaus P. Jünemann (1), Carsten M. Naumann (1)

Institute: (1) Klinik für Urologie und Kinderurologie, Universitäts-Klinik Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Arnold-Heller-Str. 5, 24105 Kiel, (2) Physiologisches Institut, Christian-Albrechts-Universität, Kiel

Zeitschrift: Urologia Internationalis 2009: 83, 80-85

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4204



Dokument 1014Titel: Schützende Rolle von Komplement C5a bei einem experimentellen Modell der Blutvergiftung mit Staphylococcus aureus
Hintergrund: Rolle eines Faktors der Immunabwehr bei einer Infektion mit Eiterbakterien.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Mäuse verschiedener Stämme werden vom Versuchstierzüchter Harlan-Winkelmann, Borchen, bezogen. Gentechnisch veränderte Mäuse, denen das Gen für einen bestimmten, für die Immunabwehr wichtigen Blutfaktor fehlt, stammen aus der Versuchstierzucht Jackson Laboratory, Bar Harbor, Maine, USA. Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg genehmigt, das für das in Braunschweig ansässige Helmholtz-Institut zuständig ist.

Die Mäuse werden mit dem Eitererreger Staphylococcus aureus infiziert, indem die Bakterien in die Schwanzvene injiziert werden. Die Tiere mancher Zuchtlinie sterben zu 100% innerhalb von 1-3 Tagen nach der Injektion. Andere Zuchtlinien sind weniger empfänglich, d.h. die Mäuse überleben die Infektion größtenteils. Diese Tiere werden durch CO2-Erstickung getötet, um die Anzahl der Bakterien in den Nieren zu bestimmen. Einige Gruppen von Mäusen erhalten 30 Minuten vor der Injektion mit den Eitererregern eine Injektion eines Blutproteinfaktors (Komplement C5a), der bei der Immunabwehr eine Rolle spielt. Das Protein stammt aus dem Blut anderer Mäuse. Ein Teil der Mäuse erhält diesen Faktor. Bei anderen wird er zuvor durch Erhitzung inaktiviert. Mäuse mit dem inaktivierten Faktor sterben schneller (2-3 Tage) als die, die das aktive Protein bekommen haben (bis zu 7 Tage). In einem weiteren Experiment wird den Mäusen vor der Infektion das Blutprotein Komplement C5a gespritzt. Überlebende Mäuse werden nach 24 Stunden durch Ersticken getötet.

Bereich: Entzündungsforschung, Immunologie

Originaltitel: Protective role of complement C5a in an experimental model of Staphylococcus aureus bacteremia

Autoren: Maren von Köckritz-Blickwede (1), Stephanie Konrad (2), Simon Foster (3), J. Engelbert Gessner (2), Eva Medina (1)*

Institute: (1) Forschungsgruppe Infektionsimmunologie, Helmholtz-Institut für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig, (2) Klinik für Immunologie und Rheumatologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (3) Department of Molecular Biology and Biotechnology, University of Sheffield, Western Bank, Sheffield, Großbritannien

Zeitschrift: Journal of Innate Immunity 2010: 2, 87-92

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4203



Dokument 1015Titel: Altersabhängige Empfänglichkeit für eine Streptococcus pyogenes Infektion bei Mäusen: Zugrundeliegende Funktionsstörung des Immunsystems und Strategie dieses zu verbessern
Hintergrund: Vergleich der Immunabwehr von alten und jungen Mäusen bei einer Infektion mit Scharlach-Bakterien.
Tiere: 110 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Weibliche Mäuse des Stammes BALB/c werden vom Versuchstierzüchter Harlan-Winkelmann, Borchen, bezogen. Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg genehmigt, das für das in Braunschweig ansässige Helmholtz-Institut zuständig ist.

Es werden jeweils junge (2-3 Monate) und alte (über 20 Monate) Mäuse verwendet. Die Mäuse werden mit Bakterien (Streptococcus pyogenes, Erreger des Scharlachs, Haut- und anderer Infektionen) infiziert, indem die Bakterien in die Schwanzvene oder unter die Haut an der rechten vorderen Flanke injiziert werden. Für die Injektion werden die Tiere betäubt. Es wird der LD50-Wert ermittelt, das heißt, die Menge an Bakterien, bei der 50% der Mäuse einer Gruppe sterben. Gruppen von je 10 alten und jungen Mäusen werden mit vier verschiedenen Dosierungen der Bakterien infiziert. Die Todesrate wird über einen Zeitraum von 12 Tagen registriert. Die alten Mäuse sterben schon bei geringen Bakterienmengen.

In einem weiteren Test wird die Todesrate von alten und jungen Mäusen bei einer bestimmten Bakterienmenge ermittelt. Die alten Mäuse sterben innerhalb von 4-12 Tagen, während die jungen Mäuse überleben. Weitere junge und alte Mäuse werden infiziert, um sie zu bestimmten Zeitpunkten nach der Infektion zu töten und ihre Organe zu untersuchen. Die Tötung erfolgt durch CO2-Erstickung.

Junge Mäuse erhalten 2 Tage vor der Infektion eine Substanz, die die für die Immunabwehr wichtigen Makrophagen (Blutzellen) zerstört. Nach 5 Tagen ist die Hälfte der so behandelten Mäuse tot, während die unbehandelte Kontrollgruppe überlebt. Überlebende Mäuse werden durch CO2 getötet.

Schließlich werden Gruppen von alten Mäusen mit einer Substanz in die Bauchhöhle injiziert, die die Immunabwehr stärken soll. Ob die Infektion davor oder danach erfolgt, wird nicht erwähnt. Die Tiere werden 48 Stunden nach der Infektion getötet, um die Bakterienmenge in ihren Organen zu untersuchen.

Bereich: Entzündungsforschung, Immunologie

Originaltitel: Age-related susceptibility to Streptococcus pyogenes infection in mice: underlying immune dysfunction and strategy to enhance immunity

Autoren: Oliver Goldmann, Sabine Lehne, Eva Medina*

Institute: Forschungsgruppe Infektionsimmunologie, Helmholtz-Institut für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig

Zeitschrift: Journal of Pathology 2010: 220, 521-529

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4202



Dokument 1016Titel: Durch induzierbare Cyclooxygenase freigesetztes Prostglandin E2 verändert den Schweregrad einer Streptococcus pyogenes Infektion
Hintergrund: Zum Verständnis der Vorgänge bei der Krankheitsentstehung bei einer bakteriellen Infektion.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Mäuse des Stammes C3H/HeN werden vom Versuchstierzüchter Harlan-Winkelmann, Borchen, bezogen. Gentechnisch veränderte Mäuse, denen das Gen für ein bestimmtes Enzym fehlt, stammen aus der Versuchstierzucht Taconic Farms, Tornbjerg, Dänemark. Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg genehmigt, das für das in Braunschweig ansässige Helmholtz-Institut zuständig ist.

Die Mäuse werden mit Bakterien (Streptococcus pyogenes, Erreger des Scharlachs, Haut- und anderer Infektionen) infiziert, indem die Bakterien entweder in die Bauchhöhle oder in die Schwanzvene injiziert werden. Bei einigen Gruppen von Mäusen wird 2 Stunden vor und 2 Stunden nach der Infektion ein Enzymhemmer in die Bauchhöhle injiziert. In einem weiteren Versuch wird ein Antagonist eines Entzündungsbotenstoffes 24 Stunden vor der Infektion verabreicht. Eine weitere Testsubstanz, die die Entzündungsbotenstoffe hemmen soll, wird 2 Stunden vor der Infektion und danach zweimal täglich verabreicht. Je nach Gruppe sterben die Mäuse schnell oder weniger schnell. In manchen Gruppen sterben 100% innerhalb von 3 – 5 Tagen. Bei anderen Gruppen leben nach 10 Tagen noch 20 % der Tiere. Die Überlebenden werden durch CO2-Erstickung getötet.

Es werden auch Experimente mit Biopsiegewebe von 3 infizierten Patienten durchgeführt sowie In-vitro-Versuche mit menschlichen Abwehrzellen.

Bereich: Entzündungsforschung, Immunologie

Originaltitel: Inducible cyclooxygenase released prostaglandin E2 modulates the severity of infection caused by Streptococcus pyogenes

Autoren: Oliver Goldmann (1), Erika Hertzen (2), Alexander Hecht (1), Heike Schmidt (1), Sabine Lehne (1), Anna Norrby-Teglund (2), Eva Medina (1)*

Institute: (1) Forschungsgruppe Infektionsimmunologie, Abteilung für Mikrobielle Pathogenese, Helmholtz-Institut für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig, (2) Department of Medicine, Center for Infectious Medicine, Karolinska University Hospital, Stockholm, Schweden

Zeitschrift: The Journal of Immunology 2010: 185, 2372-2381

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4201



Dokument 1017Titel: Molekulares Mapping der Bereiche des Vogelgehirns, die mit Bewegungen verbunden sind: Eine Theorie für einen motorischen Ursprung des Lernens des Gesangs
Hintergrund: Untersuchungen zur Frage, ob sich bei verschiedenen Vogelarten das Hirnareal für das Erlernen des Gesangs in der Nähe des Areals für Bewegungen befindet.
Tiere: 97 Sonstige Vögel (38 Gartengrasmücken, 35 Zebrafinken 9 Wellensittiche, 6 Ringeltauben, 9 Annakolibri)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Gartengrasmücken werden im Jahr 2002/2003 auf Helgoland und in der Umgebung von Oldenburg gefangen, Die Zebrafinken und Wellensittiche stammen von lokalen Züchtern oder vom Duke University Medical Center, Durham, USA. Die Ringeltauben sind aus der Iowa State University und die Kolibris von der University of California, Riverside. Die Experimente mit Gartengrasmücken finden an der Universität Oldenburg statt, die mit Zebrafinken, Wellensittichen und Ringeltauben am Duke University Medical Center, USA, und die mit den Kolibris an der University of California, Riverside, USA, statt.

Die Gartengrasmücken (Zugvögel) wurden zuvor schon in anderen Experimenten zum Zugverhalten verwendet. Sie werden einzeln für mehrere Stunden in eine zylindrische Kammer mit Dämmerlicht und einer Stange gesetzt. Ihnen wird ein Infrarot-reflektierendes Klebeband auf den Kopf geklebt, um die Bewegungen des Vogels mit einer Infrarotkamera verfolgen zu können. Einige Vögel zeigen Zugverhalten, d.h. sie schlagen mit den Flügeln und richten sich nach Süden aus, in die Richtung, in die es sie zum Winter hin zieht.

Um die Zebrafinken und Wellensittiche dazuzubringen, zu hüpfen und zu gehen, werden sie einzeln in ein Plexiglasrad gesetzt, das sich mit 20 Umdrehungen pro Minute dreht. Nach 5 Minuten wird das Licht auf Dämmerlicht reduziert. Nach weiteren 10 Minuten wird das Rad angehalten und das Verhalten der Vögel in den nächsten 2-3 Stunden beobachtet. Einige Vögel bleiben sitzen, andere hüpfen oder wandern umher. Einige Zebrafinken und Wellensittiche werden zuvor ertaubt. Dazu werden den Tieren unter Narkose Haut, Nackenmuskel und Schädelknochen auf beiden Seiten hinter dem Ohr aufgeschnitten. Dann wird die Schnecke aus dem Innenohr entfernt und Knochen, Muskel und Haut vernäht.

Die Kolibris werden einzeln unter Dämmerlicht in eine Plexiglasbox mit einer Stange gesetzt. Einige der Tiere beginnen nach einer Weile mit einem Schwebflug. Einige Kolibris werden zuvor auf einer Seite taub und blind gemacht. Dazu wird ein Ohr mit Ton verstopft, Das Auge auf der gleichen Seite wird mit schwarzem Klebeband verklebt. Die Ränder werden mit Sekundenkleber angeklebt, damit kein Licht an das Auge dringt. Die so behinderten Kolibris fliegen im Schwebflug in der Box in die Richtung des offenen Auges. Was mit den Tauben gemacht wird, ist nicht klar.

Alle Vögel werden während bestimmter Verhaltensweisen (Flügel schlagen, Hüpfen, Gehen, Schweben) gegriffen und schnell geköpft. Das Gehirn wird in Scheiben geschnitten und auf molekulare Veränderungen untersucht. Sechs Kolibris und 6 Zebrafinken werden geköpft während sie singen oder den Gesang anderer Vögel hören.

Bereich: Neurobiologie, Verhaltensforschung

Originaltitel: Molecular mapping of movement-associated areas in the avian brain: a motor theory for vocal learning origin

Autoren: Gesa Feenders (1), Miriam Liedvogel (1), Miriam Rivas (2), Manuela Zapka (1), Haruhito Horita (2), Erina Hara (2), Kazuhiro Wada (2), Henrik Mouritsen (1)*, Erich D. Jarvis (2)

Institute: (1) Volkswagen Nachwuchsgruppe Animal Navigation, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Universität Oldenburg, (2) Duke University Medical Center, Department of Neurobiology, Durham, North Carolina, USA

Zeitschrift: PLoS one 2008: 3(3) e1768

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4200



Dokument 1018Titel: Diffusion-weighted MRI zur Skizzierung des Tumorvolumens: Vergleich mit morphologischer MRI
Hintergrund: Vergleich zweier bildgebender Verfahren (Magnetresonanztomographie) bei der Untersuchung von Tumoren. Beide Verfahren werden in der Humanmedizin eingesetzt.
Tiere: 16 Ratten (mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden männliche Nacktratten verwendet, denen zuchtbedingt die Thymusdrüse fehlt und die dadurch eine verminderte Immunabwehr aufweisen. Die Tiere stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Die Ratten werden zunächst mit 5 Gy ganzkörperbestrahlt, um das Immunsystem noch mehr zu schwächen. Unter die Haut des rechten Hinterbeins werden menschliche Krebszellen injiziert. Eine Gruppe Ratten erhält menschliche Lungenkrebszellen, die andere Zellen eines menschlichen Plattenepithelkarzinoms. Durch die Schwächung des Immunsystems sollen die Tumorzellen nicht abgestoßen werden. Die Größe des sich entwickelnden Krebsgeschwürs wird regelmäßig gemessen. Nach 5-10 Wochen (Lungenkrebs) bzw. 3-5 Wochen (Plattenepithelkarzinom) hat der Tumor einen Durchmesser von 2 cm erreicht. Die Tiere werden unter Narkose einer Magnetresonanztomographie (auch Kernspintomographie genannt) unterzogen, wobei zwei verschiedene Systeme zum Einsatz kommen. Der Zeitpunkt dieser Untersuchung ist nicht klar, vermutlich bei einer Tumorgröße von 2 cm. Die Ratten werden anschließend nicht getötet, sondern für eine Therapiestudie verwendet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Diffusion-weighted MRI for tumour volume delineation: Comparison with morphological MRI

Autoren: G. Wolf, S. Schindler, A. Koch, N. Abolmaali*

Institute: OncoRay – Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie, Biologisches und Molekulares Imaging, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 01307 Dresden

Zeitschrift: Journal of Medical Imaging and Radiation Oncology 2010: 54, 194-201

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4199



Dokument 1019Titel: Symbiotische Darmflora reduziert die Empfänglichkeit gegenüber experimentell hervorgerufener Dickdarmentzündung durch Interleukin-10 aus T-Zellen
Hintergrund: Rolle eines körpereigenen Entzündungsbotenstoffs und der natürlichen Darmbakterien bei einer künstlich hervorgerufenen Dickdarmentzündung bei Mäusen.
Tiere: 233 Mäuse (Mindestens)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden Knockout-Mäuse 7 verschiedener Stämme sowie normale "Wildtyp"-Mäuse verwendet. Den Knockout-Mäusen fehlt durch gentechnische Manipulation ein Botenstoff, der bei Entzündungsvorgängen eine Rolle spielt. Die Tiere werden teilweise im Helmholtzzentrum für Infektionsforschung bzw. im Institut für Versuchstierkunde der Medizinischen Hochschule Hannover gehalten und gezüchtet. Der Ort der Versuche ist unklar.

Bei den Mäusen wird eine Dickdarmentzündung (Kolitis) künstlich hervorgerufen, indem die Tiere sieben Tage lang eine Substanz (Dextran Natriumsulfat) ins Trinkwasser verabreicht wird. Viele Mäuse zeigen ab Tag 5 zum Teil schwere Krankheitssymptome: blutiger Kot, Durchfall, Apathie, Gewichtsverlust um mehr als 20%. Aufgrund der Schwere der Symptome werden manche Mäuse vorzeitig getötet. Überlebende Mäuse werden nach 7, 14 oder 21 Tagen auf nicht genannte Weise getötet.

Alle Mäuse werden SPF (specific pathogen free) aufgezogen, das bedeutet, ohne krankmachende Krankheitskeime. In einem weiteren Experiment werden Mäuse keimfrei aufgezogen, also noch steriler as SPF. Die Mäuse haben dadurch keine natürlichen Darmbakterien. Auch bei ihnen wird die Kolitis auslösende Substanz ins Trinkwasser gegeben. Die Tiere haben besonders schwere Krankheitssymptome. Am 7. Tag nach Beginn der Verabreichung wird das Experiment abgebrochen und die Mäuse werden getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Entzündungsforschung

Originaltitel: Commensal gut flora reduces susceptibility to experimentally induced colitis via t-cell-derived interleukin-10

Autoren: Marina C. Pils (1)*, Andre Bleich (2), Immo Prinz (3), Nicolas Fasnacht (1), Mariela Bollati-Fogolin (4), Angela Schippers (1,5), Björn Rozell (6), Werner Müller (1)

Institute: (1) Zentrale Tierhaltung, Helmholtzzentrum für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig, (2) Institut für Versuchstierkunde, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (3) Institut für Immunologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (4) Cell Biology Unit, Institut Pasteur de Montevideo, Uruguay, (5) Kinderklinik, Medizinische Fakultät, RWTH Aachen, Aachen, (6) Department of Veterinary Disease Biology, Faculty of Life Sciences, University of Copenhagen, Dänemark

Zeitschrift: Inflammatory Bowel Disease 2011 (Epub ahead of print), DOI: 10.1002/ibd.21587

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4198



Dokument 1020Titel: Das hnRNP- und das Zytoskelettprotein Raver1 tragen zur synaptischen Plastizität bei
Hintergrund: Rolle eines bestimmten Gens bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Bei Mäusen wird ein Gen ausgeschaltet, das für die Produktion eines Zellproteins zuständig ist. Die gentechnisch veränderten Mäuse werden über mindestens 7 Generationen mit normalen Mäusen verpaart und gezüchtet. Um festzustellen, welche Mäuse den Gendefekt im Erbgut haben und welche nicht, wird die Schwanzspitze abgeschnitten und untersucht. Die Mäuse mit Gendefekt zeigen keine anatomischen oder Entwicklungsstörungen. Die Mäuse werden getötet (Tötungsmethode und Alter der Tiere werden nicht erwähnt), um das Gehirn in Scheiben zu schneiden. In der feingeweblichen Struktur des Gehirns finden sich Veränderungen bei den Genmäusen.

Bereich: Molekularbiologie, Zellbiologie, Gentechnik

Originaltitel: The hnRNP and cytoskeletal protein raver1 contributes to synaptic plasticity

Autoren: Ines Lahmann (1), Manuela Fabienke (1), Berenike Henneberg (2), Oliver Pabst (2), Franz Vauti (1), Daniel Minge (3), Susanne Illenberger (2), Brigitte M. Jockusch (2), Martin Korte (3), Hans-Henning Arnold (1)*

Institute: (1) Zell- und Molekularbiologie, Institut für Biochemie und Biotechnologie, Technische Universität Braunschweig, 38116 Braunschweig, (2) Zellbiologie, Zoologisches Institut, Technische Universität Braunschweig, (3) Physiologie, Zoologisches Institut, Technische Universität Braunschweig

Zeitschrift: Experimental Cell Research 2008: 314, 1048-1060

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4197



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