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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1561Titel: Wirkung eines eingreifenden Lungenassistenten auf die Sauerstoffversorgung bei einem Lavage-Modell der akuten Lungenschädigung: eine prospektive experimentelle Studie
Hintergrund: Test einer pumpenlosen Lungenmaschine bei Schweinen mit akuter Lungenschädigung.
Tiere: 7 Schweine (48-60 kg)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Schweine stammen aus der Versuchstierzucht der Universität Kiel. Unter Narkose werden Katheter in eine Halsvene und –arterie sowie eine Hinterbeinvene und beide –arterien gelegt. Es werden verschiedene Parameter im Blut gemessen. An die Blutgefäße der Beine wird ein zu testendes Gerät angeschlossen, das für einen Gasaustausch im Blut sorgen soll. Die Lungen werden mit 1,5 Liter warmer Kochsalzlösung gespült, d.h., die Flüssigkeit wird in die Lunge geleitet und wieder abgesaugt. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt, bis der Sauerstoffdruck einen bestimmten Wert erreicht hat. Die Schweine werden vermutlich getötet.

Die Arbeit wurde durch die Firma Novalung, Hechingen, teilfinanziert.

Bereich: Anästhesiologie

Originaltitel: Oxygenation effect of interventional lung assist in a lavage model of acute lung injury: a prospective experimental study

Autoren: Günther Zick*, Inez Frerichs, Dirk Schädler, Gunnar Schmitz, Sven Pulletz, Erol Cavus, Felix Wachtler, Jens Scholz, Norbert Weiler

Institute: Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel

Zeitschrift: Citical Care 2006: 10:R56 (doi:10.1186/cc4889)

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3583



Dokument 1562Titel: Aktionspotentiale in motorischen Nervenendigungen ermöglichen im Tierversuch eine Unterscheidung zwischen motorischen und sensorischen ästen von peripheren Nerven
Hintergrund: Unterscheidung von verschiedenen Nervenästen.
Tiere: 10 Schafe
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Schafe werden unter Narkose auf dem Rücken liegend operiert. Die Haut über den Achseln sowie der Brustmuskeln werden auf beiden Seiten aufgeschnitten. Das in diesem Bereich gelegene Nervengeflecht sowie der Armnerv Nervus ulnaris werden freigelegt. Dieser Nerv hat zwei äste, ein motorischer, der die Impulse vom Gehirn an die Muskeln weiterleitet und ein sensorischer, der die Sinneswahrnehmungen vom Arm an das Zentralnervensystem leitet. Beide werden mit Elektroden versehen. Weitere Elektroden werden am Kopf angebracht. Diese werden elektrisch stimuliert. Über die Elektroden an den beiden Nervenästen wird gemessen, ob die Nervenströme ankommen. Die Schafe werden nach Abschluss der Experimente mit Kaliumchlorid, einem Gift, getötet.

Bereich: Wiederherstellungschirurgie

Originaltitel: Motor evoked potentials enable differentiation between motor and sensory branches of peripheral nerves in animal experiments

Autoren: Edvin Turkof (1)*, Nikita Jurasch (2), Erik Knolle (3), Ilse Schwendenwein (4), Danja Habib (1), Ewald Unger (5), Martin Reichel (5), Udo Losert (6)

Institute: (1) Abteilung für Wiederherstellende und Plastische Chirurgie, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien, A-1090 Wien, Österreich, (2) Institut für Anatomie, Abteilung III, Universität Wien, (3) Klinik für Anästhesiologie II, Universität Wien, (4) Veterinärmedizinische Universität Wien, (5) Abteilung für Biomedizinische Technik und Physik, Universität Wien, (6) Zentrum für Biomedizinische Forschung, Wien

Zeitschrift: Journal of Reconstructive Microsurgery 2006: 22(7), 525-532

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3582



Dokument 1563Titel: Validierung der IC-VIEW-Fluoreszenz-Videografie bei einem Kaninchen-Modell der Mangeldurchblutung und Wiederdurchblutung des Darms
Hintergrund: Darstellung von Mangeldurchblutung im Darm mit einer neuen Technik.
Tiere: 12 Kaninchen (Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Unter Narkose wird bei den Kaninchen der Bauch aufgeschnitten. Ein Katheter wird in die Aorta (Körperschlagader) gelegt. Der Dünndarm wird vorgelagert. Es werden vier Darmschlingen von je 10 cm Länge ausgewählt. Bei drei Schlingen wird die Blutzufuhr unterbrochen. Bei sechs Kaninchen erfolgt die Unterbrechung der Durchblutung über einen Zeitraum von 40 Minuten, bei sechs Kaninchen 60 Minuten. Bei dieser zweiten Gruppe wird der Darm anschließend 20 Minuten normal durchblutet. Dann wird mit zwei verschiedenen Methoden getestet, inwieweit die Blutgefäße des Darms noch durchgängig sind. Zunächst wird ein grüner Farbstoff in die Blutbahn injiziert. Dieser fluoresziert, wenn er mit einem Laser bestrahlt wird. Mit einer Videokamera wird der Weg des fluoreszierenden Farbstoffes verfolgt. Bei der zweiten Methoden werden winzige, radioaktive Kügelchen in die Blutbahn injiziert. Ihr Weg durch die Blutgefäße des Darms kann mit einem Gerät, das Radioaktivität misst, verfolgt werden. Anschließend werden die Kaninchen durch Überdosis eines Barbiturates getötet. Die Darmabschnitte werden gebewekundlich untersucht.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Valdidation of IC-VIEW fluorescence videography in a rabbit model of mesenteric ischemia and reperfusion

Autoren: C. Toens (1), C.J. Krones (2)*, U. Blum (3), V. Fernandez (1), J. Grommes (2), F. Hoelzl (2), M. Stumpf (2), U. Klinge (2), V. Schumpelick (2)

Institute: (1) Chirurgische Klinik, Marienhospital, Düsseldorf, (2) Chirurgische Klinik, Rheinisch-Westfälisch Technische Universität Aachen, 52074 Aachen, (3) Klinik für Nuklearmedizin, Rheinisch-Westfälisch Technische Universität Aachen, Aachen

Zeitschrift: International Journal of Colorectal Diseases 2006: 21, 332-328

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3581



Dokument 1564Titel: Cine and tagged Magnetresonanz-Imaging bei kurzzeitig mangeldurchblutetem Herzmuskel gegenüber abgestorbenem Herzmuskel
Hintergrund: Darstellung von kurzzeitig mangeldurchblutetem oder abgestorbenem Herzmuskel mit einem bildgebenden Verfahren.
Tiere: 12 Hunde (Mischlingshunde)
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: Bei den anästhesierten Hunden wird der Brustkorb auf der linke Seite zwischen der 5. und 6. Rippe geöffnet. Ein Katheter wird zur Blutdruckmessung und Blutentnahme in die vom Herzen wegführende Aorta und die linke Herzkammer gelegt. Eine pneumatische Manschette wird um eine Herzkranzarterie gelegt. Bei sechs Hunden wird die Manschette für 10 Minuten aufgepumpt, so dass ein Teil des Herzmuskels während dieses Zeitraums nicht durchblutet wird. Anschließend wird die Manschette geöffnet und der Herzmuskel wieder normal mit Blut versorgt. Bei fünf Hunden wird die Herzkranzarterie dauerhaft zugeklemmt. Es ist unklar, was mit dem 12. Hund geschieht. Eine Stunde später werden bei allen Hunden Aufnahmen mit bildgebenden Verfahren (Magnetresonanz-Imaging) gemacht. Die Tiere werden danach noch in Narkose durch Injektion eines Giftes getötet.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Cine and tagged magnetic resonance in short-term stunned versus necrotic myocardium

Autoren: Kai Uwe Jürgens (1)*, Peter Reimer (1,2), Thomas Peter Weber (3), Bernd Tombach (1), Christioph Bremer (1), Bernhard Renger (1,4), Hugo Van Aken (3), Walter Heindel (1)

Institute: (1) Abteilung für Klinische Radiologie, Universität Münster. 48149 Münster, (2) Abteilung für Radiologie, Städtisches Klinikum Karlsruhe, Karlsruhe, (3) Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universität Münster, Münster, (4) Abteilung für Diagnostische Radiologie, Technische Universität München, München

Zeitschrift: The International Journal of Cardiovascular Imaging 2005: 21, 271-281

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3580



Dokument 1565Titel: Beitrag anwesender Endoneurium-Makrophagen zur lokalen Zellantwort bei einer experimentellen Autoimmunneuritis
Hintergrund: Pathogenese (Krankheitsentstehung) einer entzündlichen Nervenerkrankung.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Transgene Ratten werden von BRL, Füllingsdorf, Schweiz bezogen, gentechnisch nicht veränderte Lewis-Ratten von Charles River, Sulzfeld. Bei den transgenen Ratten wurde das Erbgut verändert, aber ohne dass die Tiere selbst verändert erscheinen. Die transgenen Tiere werden mit einer tödlichen Dosis radioaktiver Kobald-Gamma-Strahlung bestrahlt. Lewis-Ratten werden getötet, um aus ihren Beinknochen Knochenmarkszellen zu gewinnen. Die Knochenmarkszellen werden den tödlich bestrahlten Ratten in die Schwanzvene injiziert. Umgekehrt werden auch Knochenmarkszellen von transgenen Ratten in das Blut von Lewis-Ratten injiziert. Drei Monate lang dürfen sich die Ratten erholen. Dann wird ein Gemisch aus Rindereiweiß und Mineralöl (Feund"sches Adjuvans) in die Hinterpfoten der Ratten injiziert. Dadurch wird eine experimentelle Autoimmunneuritis ausgelöst, das heißt, das Immunsystem des Körper greift die eigenen Nervenzellen an. Die Tiere werden täglich beobachtet. Der Grad der Lähmungserscheinungen wird mit einem Punktesystem bewertet. Elf bis 28 Tage nach Auslösen der Autoimunneuritis werden die Ratten getötet, indem (vermutlich in Narkose) Formalin in das Herz injiziert wird.

Bereich: Entzündungsforschung

Originaltitel: Contribution of resident endoneurial macrophages to the local cellular response in experimental autoimmune neuritis

Autoren: Marcus Müller (1)*, Markus Stenner (1), Karin Wacker (1), Erich B. Ringelstein (1), William F. Hickey (2), Reinhard Kiefer (1)

Institute: (1) Abteilung für Neurologie, Universitätsklinikum Münster, 48129 Münster, (2) Department of Pathology, Dartmouth-Hitchcock Medical Center, Dartmouth Medical School, Lebanon, New Hampshire, USA

Zeitschrift: Journal of Neuropathology and Experimental Neurology 2006: 65 (5), 499-507

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3579



Dokument 1566Titel: Gewebezüchtung von injizierbarem Muskel: Dreidimensionale Myoblast-Fibrin-Injektion in das syngenische Rattenmodell
Hintergrund: Gewebezüchtung von Muskelgewebe
Tiere: 24 Ratten (mehr als)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Aus den Hinterbeinen von drei Tage alten männlichen Ratten werden Muskelzellen gewonnen. Diese werden kultiviert und vermehrt und dann in ein dreidimensionales Gerüst aus Fibrin (Teil der Blutgerinnung) gegeben. Bei erwachsenen, weiblichen Ratten des gleichen Stammes wird unter Narkose etwas Muskelgewebe aus einem Muskel auf der Innenseite beider Oberschenkel entfernt. In diese Stelle werden die dreidimensionalen Konstrukte injiziert. Nach 2 Tagen, 2 Wochen, 6 Wochen und 12 Wochen werden jeweils 6 Tiere getötet.

Bereich: Wiederherstellungschirurgie

Originaltitel: Tissue engineering of injectable muscle: Three-dimensional myoblast-fibrin injection in the syngeneic rat animal model

Autoren: Justus P. Beier (1)*, Jena Stern-Straeter, Vanni T. Foerster, Ulrich Kneser, G. Björn Stark, Alexander D. Bach (Autoren nicht zugeordnet)

Institute: (1) Klinik für Plastische und Handchirurgie, Universitätsklinikum Erlangen. 91054 Erlangen, (2) Klinik für Plastische und Handchirurgie, Labor für Gewebezüchtung, Universitätsklinikum Freiburg

Zeitschrift: Plastic and Reconstructive Surgery 2006: 118: 1113-1121

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3578



Dokument 1567Titel: änderungen des Leberproteoms bei Mäusemodellen der toxisch hervorgerufenen Fibrogenese und der sklerosierenden Cholangitis
Hintergrund: Molekulare änderungen in der Leber bei Mäusen mit künstlich hervorgerufenen Leberschäden.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Mäuse eines Stammes (BALB/c), die besonders empfänglich für Leberschäden sind, werden von der Versuchstierzucht Taconic M&B, Ry, Dänemark, bezogen. Außerdem werden Knockout-Mäuse, also gentechnisch veränderte Mäuse verwendet, die aus der Versuchstierzucht Jackson Laboratory, Bar Harbor, ME, USA, stammen. Sie weisen einen Gendefekt auf, der mit der Entstehung einer bestimmten Form der Gallenblasenentzündung verbunden ist. Die Knockout-Mäuse werden mit den BALB/c-Mäusen über 10 Generationen gekreuzt. Den BALB/c-Mäusen wird zweimal wöchentlich in Mineralöl gelöster Tetrachlorkohlenstoff in die Bauchhöhle injiziert. Dadurch werden Leberschäden (Leberfibrose) hervorgerufen. Kontrolltiere erhalten nur Mineralöl gespritzt. Nach einer oder vier Wochen werden sowohl die Nachkommen der gekreuzten Mäuse als auch die BALB/c-Mäuse unter Inhalationsnarkose durch Genickbruch getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Universität Aachen und das Ministerium für Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen.

Bereich: Leberforschung

Originaltitel: Changes of the hepatic proteome in murine models for toxically induced fibrogenesis and sclerosing cholangitis

Autoren: Corinna Henkel (1), Martin Roderfeld (1), Ralf Weiskirchen (2), Marie-Luise Berres (3), Sonja Hillebrandt (4), Frank Lammert (4), Helmut E. Meyer (5), Kai Stühler (5), Jürgen Graf (6), Elke Roeb (1)*

Institute: (1) Medizin II, Gastroenterologie, Universitätsklinikum Gießen & Marburg, Campus Gießen, 35385 Gießen, (2) Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, Universitätsklinikum, RWTH Aachen, (3) Innere Medizin III, Universitätsklinikum, RWTH Aachen, (4) Medizin I, Universitätsklinikum Bonn, (5) Medizinisches Proteom-Zentrum, Ruhr-Universität Bochum, (6) Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum, RWTH Aachen, Campus Marburg, Marburg

Zeitschrift: Proteomics 2006: 6, 6538-6548

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3577



Dokument 1568Titel: Behandlung mit brain-derived neurotrophic factor verbessert die funktionelle Wiederherstellung nach Regeneration der Haarzellen bei der Taube nicht
Hintergrund: Während bei höheren Wirbeltieren einmal zerstörte Haarzellen des Innenohrs und die damit verbundene vollständige Taubheit irreversibel sind, ist von Vögeln bekannt, dass sie zerstörte Haarzellen regenerieren können. In dieser Studie sollen die Mechanismen untersucht werden, wie Tauben zerstörte Haarzellen im Innenohr wiederherstellen.
Tiere: 23 Tauben (ca.)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Tauben werden von einem lokalen Züchter bezogen. Unter Narkose wird die Haut um beide Ohren aufgeschnitten. In den Knochen hinter dem Ohr wird ein Loch gebohrt. Durch dieses wird ein mit dem Antibiotikum Gentamicin getränkter Schwamm an das runde Fenster des Mittelohrs gehalten. Dieses zerstört die Haarzellen des Innenohrs – es kommt zu vollständigem Hörverlust. Das Loch im Knochen wird mit Knochenwachs verschlossen, die Haut darüber zugenäht.

Drei Tage später werden die Tiere erneut operiert. Unter die Haut des Nackens wird eine Minipumpe gepflanzt. Von dieser führt ein Schlauch zum linken Ohr. Die Hautnähte werden wieder geöffnet, und das zuvor gebohrte Loch im Knochen wird erweitert. Der Schlauch wird in das Mittelohr eingeführt. Knochen und Haut werden wieder verschlossen. Die Pumpe pumpt nun eine Flüssigkeit, die einen bestimmten Faktor enthält, der bei der Entwicklung des Innenohrs eine Rolle spielt. Kontrolltiere erhalten eine Flüssigkeit ohne die Testsubstanz. Alle 14 Tage wird die Flüssigkeit in der Pumpe erneuert. Dazu werden die Tauben narkotisiert. Einmal pro Woche erfolgen Tests unter Narkose, um das Hörvermögen der Tauben zu testen. Vor dem Ohr werden Töne abgespielt. Mit einer hinter dem Ohr platzierten Elektrode werden Nervenströme gemessen. Die Versuche dauern 8 Wochen. Eine Tötung der Tiere am Ende der Versuche ist wahrscheinlich.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Originaltitel: Brain-derived neurotrophic factor treatment does not improve functional recovery after hair cell regeneration in the pigeon

Autoren: A. Radeloff (1,2), J.W.Th. Smolders (1)*

Institute: (1) Physiologisches Institut II, Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt, 60590 Frankfurt, (2) Zentrum für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt

Zeitschrift: Acta Oto-Laryngologica 2006: 126, 452-459

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3576



Dokument 1569Titel: Leistung von funktionellen Polyaktid- und Kalziumphosphat/Kalziumkarbonat-Implantaten an einem Schafmodell für computerassistierte Kranioektomie und Kranioplastie
Hintergrund: Test von abbaubaren Knochenersatzmaterialien.
Tiere: 8 Schafe (Schwarzkopfschafe)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Bei den Schafen wird unter Narkose die Kopfhaut aufgeschnitten. Mit einer oszillierenden Säge wird aus dem Schädelknochen ein etwa 4,5 x 5 cm großes Stück Knochen herausgesägt. Ein genau gleich großes, vorher angefertigtes Stück aus abbaubarem Biomaterial wird eingesetzt. Knochenhaut und Haut werden darüber zugenäht. Die Schafe erhalten drei Tage lang Schmerzmittel und Antibiotika. Ein Schaf stirbt unter der Operation an einer Herzmuskelinfektion, die das Tier wohl schon vorher hatte. Jeweils zwei Schafe werden 2, 9 (ein Schaf), 12 und 18 Monate nach der Operation auf nicht beschriebene Weise getötet. Vor den Tierversuchen werden Untersuchungen an Zellkulturen und Köpfen von toten Schafen durchgeführt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Biomaterial-Forschung

Originaltitel: Performance of functionally graded implants of polyactides and calcium phosphate/calcium carbonate in an ovine model for computer assisted cranioectomy and cranioplasty

Autoren: Harald Eufinger (1,4)*, Christian Rasche (1,4), Jutta Lehmbrock (2), Miachel Wehmöller (3), Stephan Weihe (4), Inge Schmitz (5), Carsten Schiller (6), Matthias Epple (6)

Institute: (1) Mund-, Kiefer-Gesichtschirurgie und plastische Operationen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen. Ruhr-Universität Bochum, 45657 Recklinghausen, (2) Klinik für Mund-, Kiefer-, und Plastische Gesichtschirurgie, Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer, (3) Institut für Produktionssysteme, Ruhr-Universität Bochum, (4) Zentrum für Klinische Forschung, Arbeitsgruppe Biomaterialien, Ruhr-Universität Bochum, (5) Institut für Pathologie, Ruhr-Universität Bochum, (6) Institut für Anorganische Chemie, Universität Duisburg-Essen, Essen

Zeitschrift: Biomaterials 2007: 28, 475-485

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3575



Dokument 1570Titel: Wirkung der Gruppe I metabotropischen Glutamatrezeptorblockade bei experimentellen Modellen der Parkinsonschen Krankheit
Hintergrund: Wirkung von Testsubstanzen bei Ratten mit künstlich erzeugten, Parkinson-ähnlichen Bewegungsstörungen.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden bei der Versuchstierzucht Janvier, Le Genest-Saint-Isle, Frankreich, bestellt. Bei den Tieren werden zunächst verschiedene Arten von Bewegungsstörungen hervorgerufen, die den Symptomen der Parkinsonschen Krankheit ähneln. Ein Teil der Ratten erhält eine Injektion mit Haloperidol in die Bauchhöhle. Dadurch werden die Gliedmaßen steif. Es wird getestet, ob die Injektion gewirkt hat. Es wird beobachtet, wie eine Ratte sich verhält, wenn sie an ein senkrechtes Gitter und anschließend ihre Vorderpfoten auf eine Stange gesetzt werden. Bei einem anderen Versuch wird den Ratten erst Haloperidol und 30 Minuten später eine von zwei Testsubstanzen injiziert. In einer Plastikbox werden ihre Bewegungen mittels Infrarotstrahlen registriert.

In einem anderen Versuchsansatz werden bestimmte Nervenzellen durch Injektion eines Nervengiftes in das Gehirn zerstört. Die Injektion erfolgt unter Narkose. Zwei Wochen später wird zunächst getestet, ob die Zellen zerstört sind. Eine Ratte erhält eine Injektion mit Amphetamin und wird in eine Plastikröhre mit 30 cm Durchmesser gesteckt. Die Röhre dreht sich 90 Minuten lang um sich selbst. Es wird beobachtet, inwieweit die Ratte die Drehbewegungen kompensiert. Ratten, die sich mehr als 5 mal überschlagen, werden für den nächsten Versuch verwendet. Diesen Tieren wird 21 Tage lang eine der beiden Testsubstanzen injiziert. Der Rotationstest wird zweimal wöchentlich wiederholt. Bei einem anderen Test zur Beurteilung von Bewegungsstörungen wird eine Ratte auf eine sich drehende Stange gesetzt. Es wird die Zeit bis zum Herunterfallen gemessen.

Bereich: Parkinson-Forschung

Originaltitel: Effects of group I metabotropic glutamate receptor blockade in experimental models of Parkinson's disease

Autoren: Andrzej Dekundy (1)*, Malgorzata Pietraszek (1,3), Daniela Schaefer (1), M. Angela Cenci (2), Wojciech Danysz (1)

Institute: (1) Preclinical R&D, Merz Pharmaceuticals GmbH, 60318 Frankfurt, (2) Wallenberg Neuroscience Centre, Neurobiology Division, Lund University, Lund, Schweden, (3) Institute of Pharmacology, Polish Academy of Sciences, Krakau, Polen

Zeitschrift: Brain Research Bulletin 2006: 69, 318-326

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3574



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