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Dokument 291Titel: Kombination von Elektrostimulation und Tissue Engineering zur Behandlung großer Knochendefekte in einem Rattenmodell
Hintergrund: Beim Bone Tissue Engineering werden Knochentransplantate nachgebildet, indem Zellen, Gerüst und Wachstumsfaktoren kombiniert werden. Es gilt als Alternative zur herkömmlichen Behandlung großer, nicht heilender Knochendefekte. Hier wird in vitro und an Ratten untersucht, ob die zusätzliche Elektrostimulation die Knochenbildung und den Heilungsprozess fördert. Die Elektrostimulation ist seit mehr als 40 Jahren eine Standardbehandlung bei Knochenbrüchen.
Tiere: 81 Ratten
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt (Projektnummer FU1030). Es werden parallel In-vitro-Versuche an mesenchymalen Stammzellen und an Ratten durchgeführt. Bei den Zellen handelt es sich um Rattenmesenchymstammzellen aus Fettgewebe, die von der Firma Cyagen (CA, USA) bezogen werden. Bei den Ratten handelt es sich um 81 neun Wochen alte männliche Sprague Dawley-Ratten von Charles River Labs Int., Deutschland. Unter Vollnarkose wird das rechte Hinterbein der Ratten rasiert, über dem Oberschenkelknochen wird ein 3 cm langer Hautschnitt durchgeführt und der Oberschenkelknochen freigelegt. Eine Fünf-Loch-Platte wird am Oberschenkelknochen mit vier Schrauben befestigt. Dann wird mit einer Drahtsäge ein 5 mm langes Stück Knochen unterhalb der Plattenmitte herausgesägt. In die Lücke wird ein Gerüst eingebracht. Die Ratten werden in drei Gruppen mit je 27 Tieren eingeteilt, die jeweils unterschiedlichen Behandlungen unterzogen werden: Die Versuchsgruppe erhält ein Gerüst, in das mesenchymale Stammzellen von Ratten eingebracht werden sowie Elektrostimulation, eine zweite Gruppe erhält das Gerüst und die Stammzellen, jedoch keine elektrische Stimulation und die dritte Gruppe (Kontrollgruppe) erhält nur das Gerüst.

Die Elektrostimulation erfolgt mit einem extra angepassten Gerät, bestehend aus einer Batterie und zwei Elektroden. Die Batterie (2 x 1 cm) wird unter die Rückenhaut des Tieres gepflanzt. Zwei Drähte führen von der Batterie unter der Haut entlang zum Knochenspalt. Bei den Tieren der Gruppe 2 wird nur ein Edelstahldraht in der Mitte des Knochendefekts fixiert. Die Wunde wird vernäht.

Eine Ratte in der Kontrollgruppe stirbt aufgrund von Komplikationen bei der Narkose. Bei drei Ratten (1 Tier in der Kontrollgruppe, 2 in der unbehandelten Gruppe) kommt es zu Infektionen im Bereich der Knochenlücke. Bei zwei Ratten der behandelten Gruppe lösen sich die Knochenfixationsplatten. Diese Tiere werden aus der Studie entfernt, wodurch sich die Anzahl der Tiere in dieser Gruppe auf 25 reduziert.

Eine oder 8 Wochen nach der Operation werden jeweils einige Ratten aus jeder Gruppe durch Ersticken mit Kohlendioxid-Inhalation getötet. Die Oberschenkel werden entfernt und untersucht. Es wird nicht genannt, wie viele Tiere jeweils zu welchem Zeitpunkt getötet werden, nur dass mindestens fünf Tiere pro Gruppe pro Analyse verwendet werden.

Die Arbeit wurde durch ein AO-Gründungsstipendium S-14-03H, die Friedrichsheim-Stiftung und den Chinese Scholarship Council unterstützt.

Bereich: Tissue Engineering, Knochenchirurgie, Orthopädie

Originaltitel: Combining electrical stimulation and tissue engineering to treat large bone defects in a rat model

Autoren: Liudmila Leppik (1), Han Zhihua (1), Sahba Mobini (1,2), Vishnu Thottakkattumana Parameswaran (1,3), Maria Eischen-Loges (1), Andrei Slavici (1,4), Judith Helbing (1,5) , Lukas Pindur (1,6), Karla MC Oliveira (1), Mit B. Bhavsar (1), Lukasz Hudak (1), Dirk Henrich (7), John H. Barker (1)*

Institute: (1) Frankfurt Initiative for Regenerative Medicine, Experimental Trauma & Orthopedic Surgery, Goethe-Universität Frankfurt, Friedrichsheim gGmbH, Haus 97B 10G, Marienburgstr. 10, 60528 Frankfurt am Main, (2) J. Crayton Pruitt Family Department of Biomedical Engineering, University of Florida, Gainesville, USA, (3) Labor für Experimentelle Orthopädie, Orthopädie, Universität Gießen, (4) Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim, Universitätsklinikum Frankfurt am Main, (5) Department of Plastic, Reconstructive and Hand Surgery, University Medical Center, Utrecht, Niederlande, (6) Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Frankfurt am Main gGmbH, Abteilung für Plastische, Hand- und Rekonstruktive Chirurgie, (7) Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universität Frankfurt am Main

Zeitschrift: Scientific Reports 2018; 8 (6307): doi:10.1038/s41598-018-24892-0

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4938



Dokument 292Titel: Lineare verteilte Quellenmodellierung lokaler Feldpotentiale, aufgenommen mit intrakortikalen Elektrodenfeldern
Hintergrund: Kartierung der Nervenaktivitäten im Gehirn eines Affen.
Tiere: 1 Affe (Rhesusaffe)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wird vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt (Genehmigungsnummer F149/05). Verwendet wird ein Rhesusaffe (Macaca mulatta) aus der Zucht der Health Protection Ageny, Salisbury, Großbritannien. Der Affe wird mit anderen Affen in einem Gruppengehege im Ernst Strüngmann Institut, Frankfurt a.M., gehalten, wo der Tierversuch auch stattfindet. Freien Zugang zu Futter und Wasser erhält der Affe nur an Tagen, an denen kein „Training“ oder Versuch stattfindet.

Dem Affen werden eine Kopfhalterung und eine Elektrodenplatte unter Narkose auf dem Schädel montiert bzw. implantiert. Verwendet werden sogenannte 64-Elektroden-Gitter (Utah), als Referenzelektrode dient ein kleines Kabel, das aus der Apparatur herausschaut. Der Affe erhält ein Schmerzmittel.

Bei den Versuchen werden dem Affen schwarze und weiße Balken auf einem Bildschirm gezeigt. Die Balken werden verschiedentlich variiert: Kontrast, Ausrichtung oder von einem Kreis umgeben. Der Kopf des Affen ist an dem Haltebolzen fixiert. Der Affe muss seinen Blick auf die Balken richten und darf ihn nicht wegbewegen. An den „Trainings“- und Versuchstagen erhält der Affe nur Flüssigkeit, wenn er eine Aufgabe „richtig“ erledigt. Währenddessen werden über die in das Gehirn eingelassenen Elektroden Messungen der Nervenaktivitäten durchgeführt. Nach einer Trainingsphase folgen die Versuche mit 535 Wiederholungen. Am Ende der Versuchsreihe werden die Implantate entfernt und der Affe wird am Leben gelassen und bleibt in der Tierversuchseinrichtung.

Finanziert wurde die Arbeit vom Europäischen Forschungsrat, dem Spanischen Forschungsprojekt PSI2013-42091-P, dem CONSOLIDER-INGENIO 2010 Programme, dem 7. Rahmenprogramm und dem Emmy Noether Programme der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Linear distributed source modeling of local field potentials recorded with intra-cortical electrode arrays

Autoren: Rikkert Hindriks (1)*, Joscha Schmiedt (2), Xerxes D. Arsiwalla (3), Alina Peter (2), Paul F. M. J. Verschure (3,5,6,7), Pascal Fries (2), Michael C. Schmid (2,4), Gustavo Deco (1,5)

Institute: (1) Center for Brain Cognition, Computational Neuroscience Group, Department of Information and Communication Technologies, University Pompeu Fabra, Barcelona, Spanien, (2) Ernst Strüngmann Institut (ESI) für Neurowissenschaften in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft, Deutschordenstraße 46, 60528 Frankfurt am Main, (3) Synthetic Perceptive Emotive and Cognitive Systems (SPECS) Lab, Center of Autonomous Systems and Neurorobotics, University Pompeu Fabra, Barcelona, Spanien, (4) Institute of Neuroscience, Newcastle University, Newcastle upon Tyne, Großbritannien, (5) Katalanisches Institut für Forschung und fortgeschrittene Studien (ICREA), Universität Pompeu Fabra (UPF), Barcelona, Spanien, (6) Institute for Bioengineering of Catalonia, Barcelona, Spanien, (7) Barcelona Institute of Science and Technology, Barcelona, Spanien

Zeitschrift: PLoS ONE 2017; 12(12): e0187490. org/10.1371/journal.pone.0187490

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4937



Dokument 293Titel: C-Fos-Markierung von identifizierten Mittelhirnneuronen, die nach Nikotinverabreichung in vivo koaktiv sind
Hintergrund: Es wird an Mäusen untersucht, wie sich chronischer Nikotinkonsum auf das Gehirn auswirkt, indem ihnen 7 Tage lang Nikotin oder Kokain als Spritze verabreicht werden.
Tiere: 20 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt (Referenznummer G-49/16). Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. Die Mäuse werden einzeln in Käfigen gehalten (Mäuse sind hochsoziale Rudeltiere). Den Tieren wird zunächst 5 Tage lang täglich eine Spritze mit Kontrolllösung verabreicht, um sie an die Spritze per se zu gewöhnen. Anschließend wird den Mäusen eine Einzeldosis Nikotin unter die Haut oder Kokain in die Bauchhöhle gespritzt, einige Tiere erhalten eine Kontrolllösung. Bei einigen Mäusen wird eine chronische Behandlung angeschlossen, bei der 7 Tage lang täglich Nikotin oder eine Kontrolllösung wie oben beschrieben injiziert werden. Die Spritzen werden den Tieren am Vormittag verabreicht, was der Schlafenszeit der nachtaktiven Mäuse entspricht. Basierend auf Literaturwerten und eigenen Erfahrungen der Forscher wird die Dosierung so gewählt, dass die Tiere aller Voraussicht nach Verhaltensänderung zeigen. Einige Mäuse werden 2 Stunden nach der letzten Injektion getötet, einige erst 24 Stunden nach der letzten Nikotin-Gabe, um einen Nikotin-Entzug zu simulieren. Die Tötung erfolgt, indem die Tiere betäubt werden und ihnen eine Lösung (Formalin) ins Herz eingeleitet wird, die der späteren mikroskopischen Untersuchung des Gehirns dient. Das Gehirn wird für weitere Untersuchungen entnommen und präpariert.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Suchtforschung, Tabakforschung, Neurobiochemie

Originaltitel: C-Fos-marking of identified midbrain neurons co-acitve after nicotine administration in vivo

Autoren: Katja Lingelbach (1), Arian Hach (1), Rick E. Bernardi (2), Rainer Spanagel (2), Hilmar Bading (1), Colin Peter Bengtson (1)*

Institute: (1) Neurobiologie, Interdisziplinäres Zentrum für Neurowissenschaften (IZN), Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 364, 69120 Heidelberg, (2) Institut für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät Mannheim/Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: Journal of Comparative Neurology 2018; 526(13): 2019-2031

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4936



Dokument 294Titel: Knochenmorphogenetische Proteine -7 und -2 bei der Behandlung von verzögerter Knochenbildung als Folge einer bakteriellen Knochenentzündung bei einem Rattenmodell
Hintergrund: An Ratten wird der Effekt bestimmter Wachstumsfaktoren auf die Knochenbildung untersucht, nachdem den Tieren die Knochen gebrochen und bakterielle Entzündungen künstlich ausgelöst werden. Die Wachstumsfaktoren werden bereits in klinischen Studien am Menschen mit offenen Knochenbrüchen eingesetzt.
Tiere: 72 Ratten
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt (Referenznummer 35–9185.81/ G-171/11). Die Ratten der Zuchtlinie Sprague Dawley stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. Den Tieren wird unter Anästhesie das rechte Hinterbein (Wadenbein und Schienbein) gebrochen. Dazu wird ein 600g schweres Gewicht auf das Bein fallen gelassen, so dass es standardisiert bricht. Am Knie wird ein kleiner Einschnitt, in die Haut gemacht und ein Loch wird von oben in das Wadenbein gebohrt. Durch dieses wird ein Titan-Draht in die Markhöhle getrieben, um den Knochen zu stabilisieren. Die Ratten werden in 4 Gruppen eingeteilt. Bei 3 Gruppen werden Eiterbakterien durch das Bohrloch in das Knochenmark gespritzt, die eine Knochenentzündung auslösen. Die vierte Gruppe bleibt ohne Bakterien. Nach der Operation erhalten die Ratten 3 Tage lang Schmerzmittel. Knochenentzündungen sind extrem schmerzhaft; klinische Symptome der Ratten werden in der Arbeit nicht beschrieben. Fünf Wochen später werden die Tiere an denselben Stellen erneut operiert. Der Draht wird entfernt, die entzündete Knochenmarkhöhle ausgespült und bei zwei Gruppen werden den Ratten nun Lösungen mit Wachstumsfaktoren injiziert; die dritte Gruppe erhält eine Kontrolllösung. Anschließend wird der Knochen mit einem neuen Draht versehen und die Wunde zugenäht. Drei Tiere sterben im Verlauf der Operationen und zwei weitere müssen wegen entzündeten Blutergüssen getötet werden. Fünf Wochen nach der zweiten Operation werden die überlebenden Tiere erstickt, indem sie in eine Box gesetzt werden, in die Kohlendioxid eingeleitet wird.

Die Arbeit wurde vom Universitätsklinikum Heidelberg finanziert.

Bereich: Chirurgie, Knochenchirurgie

Originaltitel: Bone morphogenetic proteins -7 and -2 in the treatment of delayed osseous union secondary to bacterial osteitis in a rat model

Autoren: Lars Helbig (1), Georg W. Omlor (1)*, Adriana Ivanova (1), Thorsten Guehring (2), Robert Sonntag (3), J. Philippe Kretzer (3), Susann Minkwitz (4), Britt Wildemann (4,5), Gerhard Schmidmaier (1)

Institute: (1) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg, Schlierbacher Landstraße 200a, 69118 Heidelberg, (2) Clinic for Trauma and Orthopaedic Surgery, BG Trauma Center Ludwigshafen an der Universität Heidelberg, Ludwigshafen, (3) Labor für Biomechanik und Implantatforschung, Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, (4) Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Berlin, (5) Experimentelle Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Jena, Jena

Zeitschrift: BMC Musculoskeletal Disorders 2018; 19: 261, doi:10.1186/s12891-018-2203-7

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4935



Dokument 295Titel: Eingehende Charakterisierung der neuroinflammatorischen Reaktion ausgelöst durch periphere Chirurgie in einem Tiermodell
Hintergrund: An Ratten werden die molekularen Mechanismen von Gehirnstörungen (postoperatives Delirium) untersucht, die bei älteren Patienten nach einer Operation auftreten können.
Tiere: 30 Ratten
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Ratten der Zuchtlinie Wistar HAN stammen von Janvier Labs, Le Genest St. Isle, Frankreich. Den Tieren wird das Inhalations-Anästhetikum Sevofluran verabreicht, das nur eine schwach analgetische (schmerzstillende) und muskelrelaxierende Wirkung hat. Die Ratten werden in 3 Gruppen zu je 10 Tieren aufgeteilt. Bei den Ratten der Gruppen 1 und 2 wird der Bauch aufgeschnitten und die Leber teilweise entfernt. Den Tieren in Gruppe 2 wird Physostigmin, ein Mittel gegen postoperative Störungen, gespritzt. Gruppe 1 erhält eine wirkungslose Substanz. Gruppe 3 wird als Kontrolle nicht operiert. Zwei Stunden später werden alle Ratten erneut mit Sevofluran leicht betäubt und Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit entnommen, indem teilweise der hintere Schädelknochen freigelegt und mit einer Nadel in den Halswirbel gestochen wird. Anschließend werden die Tiere durch Enthauptung getötet und das Gehirn für weitere Untersuchungen herauspräpariert.

Die Arbeiten wurden von der Dr. Franz Köhler Chemie GmbH (Bensheim) finanziell unterstützt.

Bereich: Chirurgie, Neurobiochemie, Entzündungsforschung, Anästhesiologie

Originaltitel: In-depth characterization of the neuroinflammatory reaction induced by peripheral surgery in an animal model

Autoren: Konstanze Plaschke (1)*, Sara Schulz (1), Rebecca Rullof (1), Markus A. Weigand (1), Jürgen Kopitz (2)

Institute: (1) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät, Klinik für Anästhesiologie, Im Neuenheimer Feld 110, 69120 Heidelberg, (2) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät, Pathologie, Angewandte Tumorbiologie, Heidelberg

Zeitschrift: Journal of Neural Transmission 2018, 125(10): 1487-1494

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4934



Dokument 296Titel: Glycin schützt die Leber vor Reperfusions-Schäden nach Pneumoperitoneum
Hintergrund: Für Bauchspiegelungen wird üblicherweise CO2-Gas in die Bauchhöhle eingeleitet, was durch den Druck zu Leberschäden führen kann. An Ratten wird untersucht, ob Glycin die Leber davor schützen kann.
Tiere: 20 Ratten
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Die Ratten der Zuchtlinie Sprague Dawley stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. Die Tiere werden durch je eine Spritze in die Bauchhöhle und in den Muskel betäubt. Die Haut am Hals wird aufgeschnitten, die Halsvene mit einem Faden abgebunden und ein Katheter eingeführt. Bei einigen Ratten wird über den Katheter eine Lösung mit der Aminosäure Glycin eingeleitet, bei den anderen eine neutrale Kontroll-Lösung. Anschließend wird den Tieren mit einer Nadel in die Bauchhöhle gestochen und 90 Minuten lang Kohlendioxid-Gas in die Bauchhöhle gepumpt („Pneumoperitoneum“). Danach wird das Gas wieder abgelassen und die Tiere weitere 8 Stunden am Leben erhalten, währenddessen werden mehrmals Blutproben entnommen. Bei 10 Ratten wird die Leber fluoreszenzmikroskopisch untersucht. Hierzu wird operativ ein Katheter in die Halsschlagader eingeführt und ein Kontrastmittel sowie andere Lösungen und fluoreszierende Latex-Kügelchen für die anschließende Fluoreszenzmikroskopie der Leber eingeleitet. Dann wird die Bauchhöhle aufgeschnitten und am lebenden Tier die Leber mit einem speziellen Fluoreszenzmikroskop untersucht. Anschließend werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um das Lebergewebe zu untersuchen.

Bereich: Chirurgie, Leberforschung

Originaltitel: Glycine protects the liver from reperfusion injury following pneumoperitoneum

Autoren: Mohammed Al-Saeedi (1), Arash Nickkholgh (1), Daniel Schultze (1), Christa Flechtenmacher (2), Markus Zorn (3), Rui Liang (1), Carsten N. Gutt (1), Peter Schemmer (1,4)*

Institute: (1) Transplantations- und Leberchirurgie, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Im Neuenheimer Feld 110, Universitätsklinikum Heidelberg, 69120 Heidelberg, (2) Pathologisches Institut der Universität Heidelberg, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, (3) Innere Medizin I: Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Chemie, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, (4) Universitätsklinik für Chirurgie, Klinische Abteilung für Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Graz, Österreich

Zeitschrift: European Surgical Research 2018; 59: 91-99

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4933



Dokument 297Titel: Bildartefakte von Onyx und PHIL bei konventioneller CT, Kegelstrahl-CT und MRT in einem Tiermodell
Hintergrund: An Gehirnen von Schweinen wird eine neue Substanz zur Herbeiführung eines Blutgefäß-Verschlusses mit einer herkömmlichen verglichen. Dies soll für die Behandlung von missgebildeten Hirnarterien hilfreich sein.
Tiere: 10 Schweine
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Landrasse-Schweine wiegen 38-42 kg, d.h., sie sind etwa 3-4 Monate alt. Den Tieren wird unter Narkose eine Embolisation (Verschluss) bestimmter Blutgefäße des Hirns zugefügt. Hierfür wird ein Mikro-Katheter über die Rachenschlagader bis an die Schädelbasis gelegt und eine Substanz eingeleitet, die den Gefäß-Verschluss bewirkt. Um an die Rachenschlagader zu gelangen, wird die Haut seitlich am Hals aufgeschnitten. Fünf Schweine erhalten eine bestimmte Substanz, 5 Schweine eine andere und es wird verglichen, inwiefern die Substanzen störende Artefakte bei bildgebenden Verfahren, wie z.B. Computertomographie, erzeugen. Die Embolisation dauert fast eine dreiviertel Stunde, zwei Stunden lang werden die Gehirne der betäubten Tiere mit unterschiedlichen bildgebenden Verfahren beobachtet. Im Anschluss werden die Tiere mittels einer Injektion getötet.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Radiologie, Neurologie

Originaltitel: Imaging artifacts of Onyx and PHIL on conventional CT, cone-beam CT and MRI in an animal model

Autoren: Dominik F Vollherbst (1,2), Ruth Otto (1), Thuy Do (2), Hans U Kauczor (2), Martin Bendszus (1), Christof M Sommer (2,3), Markus A Möhlenbruch (1)*

Institute: (1) Neuroradiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, (2) Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 110, 69120 Heidelberg, (3) Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Klinikum Stuttgart, Kriegsbergstraße 60, 70174 Stuttgart

Zeitschrift: Interventional Neuroradiology 2018; 24(6): 693-701

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4932



Dokument 298Titel: Echo-akustischer Fluss beeinflusst den Flug von Fledermäusen
Hintergrund: Aufzeichnung des Flugs von Fledermäusen, die an vertikalen oder horizontalen Brettern vorbeifliegen.
Tiere: 9 Fledermäse (Kleine Lanzennase)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern unter der Nummer 55.2-1-54-2532-221-14 genehmigt. Die Herkunft der Fledermäuse (Kleinen Lanzennasen (Phyllostomus discolor)) wird nicht genannt. Die Tiere werden trainiert, in einem 3 m langen Tunnel zu fliegen. Von einem Startpunkt an einem Ende müssen sie ans andere Ende fliegen, wo sie eine Belohnung erhalten. Die Trainingsphase dauert 5 Tage. Nach zwei Tagen Erholung beginnt die Testphase, die 10 Tage dauert. Dabei werden die Wände mit durch Nut und Feder verbundene Holzbrettern ausgekleidet. Auf der einen Seite sind die Bretter horizontal angeordnet, auf der anderen vertikal. Dann werden die Seiten getauscht und auch die Breite der Bretter und der Feder zwischen den Brettern wird variiert. Über dem Tunnel ist eine Infrarotkamera installiert, die den Flug der Fledermaus in der Dunkelheit aufzeichnet. Lautsprecher nehmen die Ultraschallaute der Tiere auf. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die von Braun Stiftung unterstützt.

Bereich: Tierphysiologie, Neurophysiologie, Verhaltensforschung

Originaltitel: Echo-acoustic flow affects flight in bats

Autoren: Kathrin Kugler (1), Wolfgang Greiter (2), Harald Luksch (2), Uwe Fritzlaff (2), Lutz Wiegrebe (1)*

Institute: (1) Neurobiologie, Fakultät für Biologie II der Ludwig-Maximilians-Universität München, Großhadener Str. 2, 82152 Planegg-Martinsried, (2) Lehrstuhl für Zoologie, Technische Universität, Liesel-Beckmann-Str. 4, 85354 Freising

Zeitschrift: Journal of Experimental Biology 2016; 219: 1793-1797

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4931



Dokument 299Titel: Echo-akustische flussförmige Objektdarstellung in räumlich komplexen akustischen Szenarien
Hintergrund: Messung von Hirnaktivitäten bei der Echolokalisation von Fledermäusen.
Tiere: 3 Fledermäse (Kleine Lanzennase)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern unter der Nummer 55.2-1-54-2532-147-13 genehmigt. Die drei weiblichen kleinen Lanzennasen (Phyllostomus discolor) stammen aus der Zuchtkolonie der Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Unter Narkose wird die Haut über dem Schädel aufgeschnitten. Auf den Schädelknochen wird ein Metallröhrchen geklebt, an dem später der Kopf des Tieres in einem Gestell fixiert werden kann. Für Details der Operation wird auf Arbeiten aus den Jahren 2008 und 1986 verwiesen. Offensichtlich werden Löcher in den Schädel gebohrt, um Elektroden im Hirngewebe zu implantieren. Die Tiere erhalten anschließend 4 Tage lang Schmerzmittel verabreicht.

Über 8 Wochen, an drei Tagen pro Woche, bis zu 5 Stunden täglich finden Nervenableitungen statt. Die Fledermäuse werden jedes Mal dafür in Narkose gelegt. Über Kopfhörer werden den Tieren typische Echolokalisationslaute von Kleinen Lanzennasen vorgespielt. Diese bestehen jeweils aus einem Paar: ein Impuls und das von einem Objekt zurückkommende Echo. So wird eine virtuelle räumliche Landschaft simuliert, bei dem die Fledermaus auf zwei Objekte zufliegt. Gleichzeitig werden über die Elektroden Nervenströme gemessen.

Am Ende der Messungen wird bei den Tieren eine Markierungssubstanz ins Gehirn injiziert, mit der später evaluiert werden kann, ob die Elektroden an der richtigen Stelle gesessen haben. Dann werden die Tiere durch Injektion von Pentobarbital in die Bauchhöhle getötet. Das Gehirn wird untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Tierphysiologie, Neurophysiologie

Originaltitel: Echo-acoustic flow shapes objects representation in spatially complex acoustic scenes

Autoren: Wolfgang Greiter*, Uwe Firzlaff

Institute: Lehrstuhl für Zoologie, Technische Universität, Liesel-Beckmann-Str. 4, 85354 Freising

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2017; 117(6): 2113-2124

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4930



Dokument 300Titel: Pilotstudie zur Beurteilung der Sichtbarmachung und Behandlung der Entzündungsmechanismen nach erneuter Durchblutung der Blutgefäße in einem Schlaganfallmodell bei der Maus
Hintergrund: Wirkung eines entzündungshemmenden Medikaments bei einem künstlich ausgelösten Schlaganfall bei Mäusen.
Tiere: 28 Mäuse
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern genehmigt (Nr.: 55.2-1-54-2532-159-13). Die männlichen Mäuse der Zuchtlinie C57/BL6 werden von Charles River GmbH, Sulzfeld, bezogen. Unter Narkose wird an einer Halsseite die Haut aufgeschnitten. In die Halsarterie wird ein Nylonfaden eingefädelt und bis ins Gehirn geschoben. Die mittlere Hirnarterie ist so dünn, dass der Faden stecken bleibt, und so das Blutgefäß verstopft. Der Gewebebereich dahinter wird nicht mehr durchblutet. So wird ein Schlaganfall simuliert. Während einer Stunde werden mit einem Magnetresonanztomographen (MRT) Aufnahmen vom Gehirn gemacht, um die Gewebeschäden zu beurteilen. Dazu wird ein Kontrastmittel in die Schwanzvene injiziert. Nach einer Stunde wird der Faden wieder herausgezogen, das Blut kann wieder ungehindert fließen. Gleichzeitig wird bei der Hälfte der Mäuse ein entzündungshemmender Wirkstoff (Tacrolimus) in die Halsarterie injiziert. Kontrolltiere erhalten eine wirkungslose Kochsalzlösung als Placebo.

Die Mäuse erwachen aus der Narkose. 24 Stunden später werden die Tiere unter erneuter Narkose mittels MRT untersucht und anschließend durch Überdosis eines Giftes in die Bauchhöhle getötet.

Bei 18 der 28 Mäuse kommt es zu Komplikationen, so dass letztendlich nur die Daten von je 5 Mäusen aus der Versuchs- und der Kontrollgruppe ausgewertet werden können: 6 Mäuse sterben aufgrund von Komplikationen bei der Einführung des Fadens, 4 Mäuse sterben bei der Wirkstoff/Placebo-Gabe, bei 2 Mäusen treffen die Experimentatoren die Schwanzvene nicht, so dass kein Kontrastmittel injiziert werden kann und 6 Mäuse weisen beim MRI-Scan nicht die gewünschten Hirnschäden auf.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Schlagfallforschung

Originaltitel: Pilot study to assess visualization and therapy of inflammatory mechanisms after vessel reopening in a mouse stroke model

Autoren: Ebba Beller (1)*, Laura Reuter (1), Anne Kluge (1), Christine Preibisch (1), Ute Lindauer (3), Alexei Bogdanov (4), Friedrike Lämmer (5), Claire Delbridge (5), Kaspar Matiasek (6), Benedikt J. Schwaiger (1,7), Tobias Boeckh-Behrens (1), Claus Zimmer (1), Alexandr S. Gersing (1,7)

Institute: (1) Diagnostik und Interventionelle Neuroradiology, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Ismaninger Str. 22, 81675 München, (2) Diagnostik und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Rostock, Rostock, (3) Translationale Neurochirurgie, Medizinische Fakultät, RWTH Aachen, Aachen, (4) Department of Radiology, University of Massachusetts Medical School, Worcester, MA, USA, (5) Abteilung für Neuropathologie, Institut für Pathologie, Technische Universität München, München, (6) Klinische und Vergleichende Neuropathologie, Zentrum für Klinische Tiermedizin, Ludwig-Maximilians-Universität München, München, (7) Klinik für Radiologie, Technische Universität München, München

Zeitschrift: Nature.com/Scientific Reports 2018; 8: 745, doi:10.1038/s41598-017-17533-5

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4929



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