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Datenbank Tierversuche

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Dokument 3981Titel: Thyroidale Kontrolle des sarkolemmalen Na+/Ca (2)+Austauschers und der SR Ca(2)+-ATPase im sich entwickelnden Rattenherzen
Hintergrund: Untersuchung zur Bedeutung der Schilddrüsenfunktion
Tiere: 79 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Wurfstärke neugeborener Ratten wird auf 8 Junge pro Muttertier begrenzt. In das Trinkwasser der Mutter wird vom 2. bis zum 21.Tag nach der Geburt eine Substanz gegeben, die eine Unterfunktion der Schilddrüse bewirkt. Über die Muttermilch gelangt das Medikament in die säugenden Jungtiere. In weiteren Experimenten wird Rattenjungen täglich ein Schilddrüsenhormon unter die Haut injiziert, wodurch ein erhöhter Schilddrüsenhormonspiegel induziert wird. Bei einigen Jungtieren wird medikamentös eine Unterfunktion der Schilddrüse erzeugt, diesen Tieren werden Schilddrüsenhormone injiziert. Am 21.Lebenstag werden die Tiere durch Genickbruch getötet. Die Herzen werden untersucht.

Bereich: Physiologie, Pharmakologie

Originaltitel: Thyroid control of sarcolemmal Na+/Ca(2)+ exchanger and SR Ca(2)+-ATPase in developing rat heart

Autoren: Jan Cernohorský (1), Frantisek Kolá:r (1), Vá:clav Pelouch (1), Borivoj Korecky (2), Roland Vetter (3),(4)*

Institute: (1) Institut für Physiologie, Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, Prag, Tschechische Republik, (2) Abteilung für Physiologie, Universität von Ottawa, Kanada, (3) Max-Dellbrück-Zentrum für Molekularmedizin, Berlin-Buch, und (4)* Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Freie Universität Berlin, 14195 Berlin

Zeitschrift: American Journal of Physiology (Heart Circ. Physiol.44) 1998: 275, H264-H273

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1096



Dokument 3982Titel: Modulierte Expression des c-Fos im Rückenmark nach schmerzhafter thermischer Reizung bei monoarthritischen Ratten
Hintergrund: Untersuchung von Veränderungen im Rückenmark nach thermischer Reizung eines entzündeten Gelenks
Tiere: 60 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden mit einem Narkosegas anästhesiert. Ihre linke Hinterpfote wird 10 mal 20 Sekunden lang in Abständen von 90 Sekunden in ein 52°C heißes Wasserbad gehalten. 2 Stunden später werden die Tiere durch Injektion einer konservierenden Lösung direkt in das Herz getötet. Anderen Ratten wird unter einer Kurznarkose eine Lösung in das Sprunggelenk der linken Hinterpfote injiziert, die dort eine Entzündung hervorruft. Die Gelenkentzündung wird nach einer Skala von 0 (keine Entzündungszeichen) bis 4 (maximale Entzündungsreaktion ) beurteilt. Diese Ratten werden 1, 4, 8 oder 21 Tage nach Auslösen der Gelenkentzündung getötet. Andere Tiere mit entzündetem Sprunggelenk werden nach 1, 4, 8 oder 21 Tagen mit der erkrankten oder einer gesunden Pfote wie oben beschrieben in das heiße Wasserbad getaucht. Auch sie werden 2 Stunden später getötet.

Bereich: Neurologie, Rheumaforschung

Originaltitel: Modulated expression of c-Fos in the spinal cord following noxious thermal stimulation of monoarthritic rats

Autoren: Jan Schadrack (1)*, José: M.Castro-Lopes (2), António Avelino (2), Walter Zieglgänsberger (1), Thomas R.Tölle (1),(3)

Institute: (1)* Max-Plack-Institut für Psychiatrie, Klinisches Institut, Abteilung für Klinische Neuropharmakologie, 80804 München, (2) Institut für Histologie und Embryologie und IBMC, Medizinische Fakultät von Oporto, Oporto Portugal, und (3) Technische Universität München, Abteilung für Neurologie, München

Zeitschrift: Journal of Neuroscience Research 1998: 53, 203-213

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1095



Dokument 3983Titel: Diffusionsmagnetresonanztomographie während akuter Subarachnoidalblutung bei Ratten
Hintergrund: Untersuchung des Gehirns bei einer Blutung in den Liquorraum
Tiere: 14 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden anästhesiert und künstlich beatmet. In eine Arterie und eine Vene am Bein wird eine Kanüle (Plastikschlauch) eingelegt, um den Blutdruck messen, stündlich Blutproben entnehmen und Medikamente verabreichen zu können. Die Körpertemperatur wird über eine Sonde im Enddarm überwacht und konstant bei 37°C gehalten. Die Tiere werden auf den Rücken gelegt und der Kopf in einem stereotaktischen Halter fixiert. Bei den Ratten wird nun eine Blutung (in den Liquorraum) im Gehirn erzeugt. Dazu wird die Halsschlagader auf der rechten Seite freigelegt. Einige von der Halsschlagader abgehende Arterien werden unterbunden oder durchtrennt. Die Blutung wird durch Vorschieben und Zurückziehen eines in eine Hirnarterie eingebrachten Drahtes und schließlich durch Aufreissen des Gefäßes erzeugt. Die Tiere werden anschließend 6 Stunden lang per Magnetresonanztomographie (bildgebendes Verfahren) untersucht. Abschließend werden sie durch Injektion einer Kaliumlösung getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Bereich: Bilgebende Verfahren, Neurologie

Originaltitel: Diffusion MR imaging during acute subarachnoid hemorrhage in rats

Autoren: Elmar Busch (1)*, Christian Beaulieu (2), Alex de Crespigny (2), Michael E.Moseley (2)

Institute: (1)* Abteilung für Neurologie, Universitätsklinikum Essen, 45122 Essen, und (2) Abteilung für Radiologie, Stanford University, Californien, USA

Zeitschrift: Stroke 1998: 29, 2155-2161

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1094



Dokument 3984Titel: Eine kritische Beurteilung des intraluminalen Faden-Modells bei fokaler zerebraler Ischämie: Nachweis von verfrühter Reperfusion und subarachnoidaler Blutung bei Ratten mit Laser-Doppler Flußmessung
Hintergrund: Untersuchung verschiedener Techniken des Gefäßverschlusses einer Arterie im Gehirn
Tiere: 100 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden anästhesiert und über einen Plastikschlauch in der Luftröhre künstlich beatmet. In den Enddarm wird eine Temperatursonde gelegt, mit deren Hilfe die Körpertemperatur über eine Wärmelampe und ein Heizkissen konstant bei 37°C gehalten werden kann. In eine Arterie am Schwanz wird eine Kanüle (Plastikschlauch) zur Entnahme von Blutproben und zur Überwachung der Blutgase gelegt. Zwei Löcher werden beidseitig in den Schädelknochen gebohrt, ohne die darunterliegende harte Hirnhaut zu verletzen. Anschließend werden die Tiere auf den Rücken gelegt und der Kopf in einen stereotaktischen Halter eingespannt. Unter mikroskopischer Sicht werden zwei Sonden über beiden Hirnhälften positioniert, um den Blutfluß im Versorgungsgebiet einer bestimmten Arterie messen zu können. Die Hirnströme werden aufgezeichnet. Bei einem Teil der Ratten wird ein Verschluß der mittleren Hirnarterie durch Einlage eines Drahtes hervorgerufen. Vor und nach Verschluß des Gefäßes erhalten die Tiere eine Injektion eines blutverdünnenden Medikamentes in die Bauchhöhle. Kontrolltieren wird eine einfache Kochsalzlösung injiziert. Der Gefäßverschluß wird 90 Minuten lang aufrechterhalten. Dann wird der Draht zurückgezogen und das Gefäß für 30 Minuten wieder durchblutet. Abschließend werden die Ratten durch ein Gift getötet. Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Der zweite Versuchsteil unterscheidet sich durch die angewandte Technik des Gefäßverschlusses und dadurch, daß kein blutverdünnendes Medikament verabreicht wird. 90 Minuten nach Gefäßverschluß wird die Arterie wieder eröffnet, weitere 30 Minuten später wird die Anästhesie ausgesetzt und die Tiere dürfen sich erholen. Nachfolgend werden die neurologischen Ausfälle der Ratten auf einer Skala von 1 (keine Spontanaktivität ) bis 5 (keine Defizite) verglichen. Nach 7 Tagen werden die Tiere erneut narkotisiert und durch Injektion einer giftigen Substanz getötet. Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Bereich: Neurochirurgie, Neurologie

Originaltitel: A critical reevaluation of the intraluminal thread model of focal cerebral ischemia: Evidence of inadvertent premature reperfusion and subarachnoid hemorrhage in rats by laser-doppler flowmetry

Autoren: Robert Schmidt-Elsaesser (1)*, Stefan Zausinger (1), Edwin Hungerhuber (2), Alexander Baethmann (2), Hans-Jürgen Reulen (1)

Institute: (1)* Abteilung für Neurochirugie, Klinikum Grosshadern, Ludwig-Maximilians-Universität , 81377 München, und (2) Abteilung für Chirurgische Forschung, Klinikum Grosshadern, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Zeitschrift: Stroke 1998: 29, 2162-2170

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1093



Dokument 3985Titel: Antitumoraktivität von Methotrexat-Albuminkonjugaten bei Ratten mit einem Walker-256-Karzinom
Hintergrund: Untersuchung der Wirksamkeit eines potentiellen Krebsmittels
Tiere: 142 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: In das rechte Hinterbein von Ratten wird eine Lösung aus Tumorzellen injiziert, um dort einen Tumor anzusiedeln. Durchmesser und Volumen der bösartigen Geschwulst werden regelmäßig gemessen. Zunächst wird die tolerierte Höchstdosis eines krebshemmenden Präparats (Methotrexat-Albumin) ermittelt. Für die einzelnen Injektionen werden die Tiere kurz anästhesiert. Die Tumoren werden jeden Tag vermessen und das Körpergewicht der Tiere überprüft. Die Medikamentengabe wird fortgesetzt, bis nach 4 Gaben Vergiftungserscheinungen wie Schleimhautentzündungen, Durchfall oder struppiges Fell auftreten. Daraufhin werden die Ratten getötet. Nachdem so die höchste tolerierte Dosis der Substanzen ermittelt wurde, werden andere Ratten einem weitergehenden Versuch unterzogen. Die Tiere erhalten am 1., 3. und 8. Versuchstag je nach Gruppenzugehörigkeit Injektionen der zu prüfenden Substanzen in unterschiedlicher Dosierung. Kontrolltieren wird eine einfache Kochsalzlösung verabreicht, jedoch müssen diese Tiere wegen der Größe des Tumors (3 cm) und dem damit verbundenen Leiden vorzeitig getötet werden. Bei allen Ratten wird täglich über einen Beobachtungszeitraum von 60 Tagen das Körpergewicht und die Größe des Tumors überprüft. Ein Teil der Ratten stirbt vor Abschluß des Versuchs an den Folgen des Tumors.

Bereich: Krebsforschung, Pharmakologie

Originaltitel: Antitumor activity of methotrexate-albumin conjugates in rats bearing a walker-256 carcinoma

Autoren: Andreas Wunder (1), Gerd Stehle (1),(2)*, Hans Herrmann Schrenk (1), Gernot Hartung (3), Dieter Ludwig Heene (2), Wolfgang Maier-Borst (1), Hansjörg Sinn (1)

Institute: (1)* Abteilung für Radiochemie und Radiopharmakologie FS 5, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, 69120 Heidelberg, (2) Erste Medizinische Klinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim, und (3) Dritte Medizinische Klinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: International Journal of Cancer 1998: 76, 884-890

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1092



Dokument 3986Titel: Antigen-induzierte Arthritis bei Ratten: Knorpelveränderungen, beurteilt mit Jod-123-Antileukoproteinase
Hintergrund: Untersuchung einer provozierten Gelenkentzündung
Tiere: 42 Ratten (ca.)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten wird eine Lösung, die unter anderem Tuberkulosebakterien enthält, unter die Haut injiziert, um eine Immunreaktion zu provozieren. Einige Zeit später wird den Tieren eine Albumin-Lösung in das rechte Kniegelenk gespritzt, die dort eine Gelenkentzündung verursacht. In das linke Knie wird zur Kontrolle eine nicht-entzündlich wirkende Lösung injiziert. Im folgenden wird die Schwellung des Kniegelenks gemessen und mit dem nicht entzündeten Kniegelenk verglichen. Außerdem wird den Ratten unter Narkose eine radioaktive Markierungssubstanz in die Bauchhöhle injiziert, die sich verstärkt in dem entzündlich veränderten Knorpel anreichert. 30 bis 40 Minuten später wird die Radioaktivität mit einer speziellen Kamera gemessen. Zur Überprüfung des Knorpelschadens und der Gelenkzerstörung durch die Entzündung werden einige Ratten getötet, die Kniegelenke entnommen und untersucht. Anderen Ratten wird unter äthernarkose ein 7 cm langer Schlauch in eine große Halsvene gelegt. Der Schlauch wird im Nacken nach außen geführt und dort mit Nähten fixiert. Auf der gleichen Halsseite wird ein Katheter in die Halsschlagader gelegt, um Blutproben entnehmen zu können. Danach können sich die Ratten 2 Stunden lang erholen. Schließlich werden sie erneut durch eine Injektion in einen Muskel anästhesiert und mit einer speziellen Kamera beobachtet. Schließlich werden die Tiere getötet und die Gelenke untersucht.

Bereich: Nuklearmedizin, Rheumaforschung

Originaltitel: Rat antigen-induced arthritis: cartilage alterations assessd with iodine-123-antileukoproteinase

Autoren: Raimund W.Kinne (1)*, Philipp Meyer, Winfried Gründer, Eberhard Buchner, Ernesta Palombo-Kinne, Regina Heinzel-Wieland, Wolfgang Becker, Friedrich Wolf, Joachim R.Kalden, Harald Burkhard

Institute: Institut für klinische Immunologie und Transfusionsmedizin und Institut für Biophysik, Universität Leipzig, Fachbereich Chemische Technologie, Fachhochschule Darmstadt, und Abteilung für Nuklearmedizin und Institut für klinische Immunologie und Rheumatologie, Abteilung der Inneren Medizin III, Universität Erlangen-Nürnberg ((1)* jetzt: Experimentelle Rheumatologie, 07740 Jena, ansonsten Autoren nicht zugeordnet)

Zeitschrift: The Journal of Nuclear Medicine 1998: 39, 1638-1645

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1091



Dokument 3987Titel: Auswirkung von Clobenpropit, einem zentral wirkenden Histamin H3-Rezeptor, auf Elektroschock- und Pentylentetrazol-induzierte Krampfanfälle bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchung der krampfhemmmenden Wirksamkeit von Clobenpropit
Tiere: 644 Mäuse (Albinomäuse)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Mäusen wird eine Substanz (Clobenpropit), dessen Wirksamkeit gegen epileptische Anfälle überprüft werden soll, in unterschiedlichen Dosierungen und Kombinationen mit anderen Substanzen in die Bauchhöhle injiziert. 45 oder 60 Minuten nach der Injektion wird über einen Ohrclip elektrischer Strom unterschiedlicher Stärke angelegt. Der Schwellenwert bis zur Auslösung einer Streckung der Hinterpfoten wird ermittelt. In weiteren Versuchen erhalten die Tiere Medikamente gegen epileptische Krampfanfälle oder Kontrollsubstanzen injiziert. 30 Minuten später wird ebenfalls die Schwelle bis zur Auslösung einer Überstreckung der Hinterpfoten durch Stromstöße ermittelt. In einem anderen Versuch wird zunächst das Testmedikament und 60 Minuten später eine Substanz, welche Krampfanfälle auslöst (Pentylentetrazol), unter die Nackenhaut gespritzt. Danach werden die Mäuse 30 Minuten lang beobachtet und das Auftreten epileptischer Anfälle sowie die Sterblichkeit dokumentiert. Einigen Mäusen wird die Testsubstanz in unterschiedlichen Dosierungen injiziert, um dadurch hervorgerufene Veränderungen des Verhaltens zu überprüfen. Unter anderem werden reduzierte motorische Aktivität (Rotarod-Ataxie-Test), erhöhte Atemfrequenz und ängstliches Verhalten beobachtet. Im Rotarod-Test wird untersucht, wieweit die Tiere auf langsam rotierenden Walzen ihr Gleichgewicht halten können. Zusätzlich werden unter äthernarkose aus dem Venengeflecht hinter dem Auge Blutproben zur Bestimmung von Medikamentenkonzentrationen entnommen.

Bereich: Neuropharmakologie

Originaltitel: Effect of clobenpropit, a centrally acting histamine H3-receptor antagonist, on electroshock- and pentylenetetrazol-induced seizures in mice

Autoren: W.Fischer (1)*, H. van der Goot (2)

Institute: (1)* Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Leipzig, 04109 Leipzig, und (2) Leiden/Amsterdam Zentrum für Medikamentenforschung, Abteilung für Pharmakochemie, Freie Universität Amsterdam, Niederlande

Zeitschrift: Journal of Neural Transmission 1998: 105, 587-599

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1090



Dokument 3988Titel: Serotonerge Hyperinnervation des frontalen Kortex in einem Tiermodell der Depression bei bulbektomierten Ratten
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen der Entfernung einer nervalen Struktur im Gehirn
Tiere: 128 Ratten (ca.)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden durch eine Injektion in die Bauchhöhle anästhesiert. Die Haut wird in der Mitte des Schädels aufgeschnitten und der darunterliegende Schädelknochen freigelegt. Anschließend werden zwei Löcher von 2 mm Durchmesser in den Schädelknochen gebohrt und beidseitig eine nervale Struktur, die für den Geruchssinn bedeutend ist, durchgeschnitten und durch Absaugen entfernt. Die so entstandenen Freiräume werden mit blutstillenden Tupfern ausgefüllt. Zum Abschluß wird die Haut über dem Schädel wieder vernäht. Die Kontrolltiere werden der gleichen Operation unterzogen, jedoch bleiben bei ihnen die für den Geruchssinn wichtigen Nervenfasern unversehrt. Durch das Entfernen der oben erwähnten Struktur aus dem Gehirn treten bei den Testtieren Verhaltensänderungen wie erhöhte Aggressivität oder motorische Hyperaktivität auf. Des weiteren sind Störungen im Hormonsystem und physiologische Veränderungen wie z.B. erhöhter Blutdruck oder erhöhte Herzfrequenz zu beobachten. 8 Wochen nach der Operation werden die Ratten getötet, indem der Kopf abgetrennt wird. Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Bereich: Psychiatrie, Pharmakologie

Originaltitel: Serotonergic hyperinnervation of the frontal cortex in an animal model of depression, the bulbectomized rat

Autoren: Dan Zhou (1), Gisela Grecksch (2), Axel Becker (2), Christian Frank (1), Jürgen Pilz (1), Gerald Huether (1)*

Institute: (1) Psychiatrische Klinik der Universität Göttingen, 37075 Göttingen, und (2) Pharmakologisches Institut der Universität Magdeburg

Zeitschrift: Journal of Neuroscience Research 1998: 54, 109-116

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1089



Dokument 3989Titel: Auswirkungen des antifibrotischen Wirkstoffes Silymarin auf die Leberzellregeneration in einem Rattenmodell der sekundär biliären Zirrhose: eine morphometrische Analyse
Hintergrund: Untersuchung der Wirksamkeit einer pflanzlichen Substanz bei Leberfibrose
Tiere: 90 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten wird eine Substanz (Amidotrizoat) in den Hauptgallengangsweg gespritzt, welche die Gallenwege in- und außerhalb der Leber verschließt und somit eine Fibrose (Gewebeveränderung) der Leber hervorruft. Den Tieren wird dann ein pflanzliches Medikament (Silymarin) in unterschiedlichen Dosierungen verabreicht. Nach 6 Wochen werden die Ratten getötet und die Leber untersucht.

Bereich: Innere Medizin, Pharmakologie

Originaltitel: Effect of antifibrotic agent Silymarin on liver cell regeneration in a rat model of secondary biliary fibrosis: a morphometric analysis

Autoren: Gabriele Boigk (1), Hermann Herbst (3), Ji-Dong Jia (4), Ernst Otto Riecken (1), Detlef Schuppan (1),(2)*

Institute: (1) Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Klinikum Benjamin-Franklin, Freie Universität Berlin, (2)* Medizinische Klinik I der Universität Erlangen-Nürnberg, 91054 Erlangen, (3) Institut für Pathologie, Universitätskrankenhaus Eppendorf, Hamburg, und (4) Leberforschungszentum, Capital University, Beijing Friendship Hospital, P.R.China

Zeitschrift: Phytotherapy Research 1998: 12, S42-S44

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1088



Dokument 3990Titel: Unterschiedliche Sensitivität von drei Untergruppen des Ratten Dunning Tumor Systems R3327 auf Bestrahlung und/oder lokale Tumorhyperthermie
Hintergrund: Untersuchung zur Wirksamkeit der Bestrahlung und Hyperthermiebehandlung von Tumoren
Tiere: 64 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Proben von Prostatatumoren (8 mm(3)) werden narkotisierten Ratten unter die Haut am Oberschenkel eingepflanzt. 14 bis 210 Tage später werden unterschiedliche Therapieansätze auf das Tumorwachstum überprüft. Drei Gruppen werden mit drei unterschiedlichen Strahlendosen bestrahlt. Eine Gruppe erhält eine Hyperthemiebehandlung, und drei Versuchsgruppen werden mit drei unterschiedlichen Strahlendosen bestrahlt und erhalten zusätzlich eine Hyperthemiebehandlung. Vor der Bestrahlung werden die Ratten anästhesiert und mit einer die Muskeln lähmenden Substanz behandelt. Die lokale Hyperthermiebehandlung wird 5 bis 10 Minuten nach der Bestrahlung in einem 43°C heißem Wasserbad durchgeführt. Dazu werden die Ratten auf einer Spannvorrichtung aus Kunststoff fixiert, wobei das tumortragende Bein durch ein Loch in einer Platte gezogen wird. Das Bein wird mit einem Draht, der die Pfote umschlingt und sie auf den Boden des Wasserbades zieht, in Position gehalten. Während der Behandlung wird die Körpertemperatur über eine Sonde im Enddarm überwacht. Das Volumen der Tumore wird vor und nach der Behandlung dreimal pro Woche gemessen. Zum Abschluß werden die Tiere getötet und die Tumoren untersucht.

Bereich: Strahlenmedizin, Krebsforschung

Originaltitel: Differential sensitivity of three sublines of the rat Dunning prostate tumor system R3327 to radiation and/or local tumor hyperthermia

Autoren: Peter Perschke (1)*, Eric W.Hahn (2), Frederik Wenz (3), Frank Lohr (1), Frieder Braunschweig (2), Gerd Wolber (2), Ivan Zuna (1), Michael Wannenmacher (3)

Institute: (1)* Abteilung für Strahlenonkologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, 69120 Heidelberg, (2) Abteilung für Biophysik und Medizinische Strahlenphysik, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, und (3) Abteilung für Klinische Radiologie, Universität Heidelberg

Zeitschrift: Radiation Research 1998: 150, 423-430

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1087



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