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Datenbank Tierversuche

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Dokument 2071Titel: Flimmern im Hintergrund beeinträchtigt die Fähigkeit einen beweglichen visuellen Reiz zu verarbeiten
Hintergrund: Wird das Sehvermögen durch Flimmern im Hintergrund eines Bildschirmbildes beeinträchtigt?
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Den beiden Rhesusaffen wird unter Narkose ein Kopfhalter und eine Kammer, durch die später Elektroden in das Gehirn eingeführt werden, eingepflanzt und mit Dentalzement befestigt. In die Augen werden kleine Metallspulen eingesetzt, mit der die Augenbewegungen verfolgt werden können. Nach einer Erholungszeit beginnen die Experimente. Ein Affe erhält für einige Zeit keine Flüssigkeit und wird dann in einen Primatenstuhl gesetzt. Der Kopf wird mit Hilfe des Halters festgeschraubt. Während über die eingepflanzten Elektroden Hirnströme gemessen werden, muss das Tier mit den Augen ein kleines rotes Kreuz oben auf einem Bildschirm fixieren. Im Hintergrund flimmern weiße Punkte mit unterschiedlicher Intensität. Weiter unten auf dem Bildschirm bewegt sich ein Balken aus weißen Punkten nach links oder rechts. Anschließend muss der Affe die Auge nach links oder rechts bewegen, je nachdem, ob sich der Balken nach links oder rechts bewegt hat. Für eine richtig gelöste Aufgabe erhält das Tier ein paar Tropfen Wasser oder Apfelsaft. Der eine Affe wird am Ende der 3 Jahre (!) dauernden Versuche auf nicht beschriebene Weise getötet. Der zweite Affe wird für weitere Experimente verwendet.

Die gleichen Versuche werden auch mit 6 menschlichen Probanden durchgeführt. Allerdings wird weder eine Vorrichtung auf den Kopf gepflanzt, noch werden sie am Ende der Versuche getötet. Ein weiterer Unterschied: die Menschen müssen einen von zwei Hebeln drücken, wenn sich der Balken nach links oder rechts bewegt.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Flicker in the visual background impairs the ability to process a moving visual stimulus

Autoren: Jan Churan (1), Uwe J. Ilg (1)*

Institute: (1) Abteilung Kognitive Neurologie, Neurologische Universitätsklinik, 72076 Tübingen

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2002: 16, 1151-1162

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3066



Dokument 2072Titel: Virussicherheit bei der Xenotransplantation: Erste Sondierungs-In-vivo-Studien mit kleinen Versuchstieren und nichtmenschlichen Primaten
Hintergrund: Beurteilung der potentielle Gefahr durch das Schweinevirus PERV bei der Übertragung von Schweineorganen auf den Menschen.
Tiere: 20 Tiere verschiedener Arten (Ratten (unbekannte Anzahl), 6 Meerschweinchen, 8 Nerze, 6 Affen (2 Rhesusaffen, 2 Paviane, 2 Schweinsaffen))
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Ratten wird PERV gespritzt, das Schweinevirus, das bei einer Übertragung von Schweineorganen auf den Menschen eine Gefahr für den Empfänger darstellen könnte. Die Injektion erfolgt in eine Vene oder in die Bauchhöhle und in einen Muskel. Ein Teil der Tiere erhält ein Immunosuppressivum, um die körpereigene Abwehr zu unterdrücken. Einigen dieser Ratten wird zusätzlich Kobragift injiziert. Sechs Meerschweinchen, 5 erwachsenen und 3 neugeborenen Nerzen wird ebenfalls PERV in die Bauchhöhle und in den Muskel gespritzt. Den Nerzen wird alle 4 Wochen Blut abgenommen, indem eine Nadel in Herz gestochen wird. Sechs, aus dem Deutschen Primatenzentrum in Göttingen stammende Affen werden 5 Tage lang mit einem Immunosuppressivum behandelt. Dann erhalten auch sie PERV in eine Vene injiziert. Alle 4 Wochen wird eine Blutprobe genommen. Nach 3 Monaten werden alle Tiere auf nicht näher beschriebene Weise getötet. Ihre Organe werden untersucht.

Bereich: Xenotransplantation

Originaltitel: Virus safety in xenotransplantation: first exploratory in vivo studies in small laboratory animals and non-human primates

Autoren: V. Specke (1), H.-J. Schuurman (3,4), R. Plesker (2), C. Coulibaly (2), M. Özel (1), G. Langford (4), R. Kurth (1), J. Denner (1)*

Institute: (1) Robert-Koch-Institut, 13353 Berlin, (2) Paul-Ehrlich-Institut, Langen, (3) Immerge BioTherapeutics, Boston, USA, (4) Imutran Ltd., Cambridge, UK

Zeitschrift: Transplant Immunology 2002: 9, 281-288

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3065



Dokument 2073Titel: Einfluss einer ausgestalteten Umwelt bei Mäusen. 1: Auswirkung der Haltungsbedingungen auf Körpergewicht, Organgewicht und Blutwerte bei verschiedenen Mäuselinien
Hintergrund: Einfluss von ausgestalteten Käfigen ("Enrichment") auf verschiedene Parameter bei Mäusen.
Tiere: 48 Mäuse
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Es werden je 16 Mäuse drei verschiedener Zuchtlinien verwendet. Jeweils 8 Tiere pro Linie werden im Alter von 3 Wochen entweder in ausgestaltete oder in herkömmliche Käfige gesetzt. In den herkömmlichen befindet sich nur Hobelspäne, die ausgestalteten Käfige beinhalten zusätzlich eine Nestbox, einen Kletterbalken aus Holz und Nestmaterial. Einmal wöchentlich werden die Tiere gewogen. In der 14. Lebenswoche wird unter leichter äthernarkose eine Blutprobe aus dem Venengeflecht hinter dem Augapfel genommen. Mit 15 Wochen werden die Mäuse getötet, indem bei geschlossenem Deckel CO2 in ihre Käfige eingeleitet wird. Ihre inneren Organe werden gewogen.

Die Autoren vom "Tierschutzzentrum" kommen zu dem Schluss, dass die Ausgestaltung der Käfige die Ergebnisse von Tierversuchen beeinflussen kann, so dass eine größere Anzahl von Tieren für einen Versuch nötig werden kann, um die Variabilität auszugleichen.

Bereich: Versuchstierkunde, Tierschutz

Originaltitel: Impact of environmental enrichment in mice. 1: Effect of housing conditions on body weight, organ weight and haematology in different strains

Autoren: P.-P. Tsai (1), U. Pachowsky (1), H.D. Stelzer (1), H. Hackbarth (1)

Institute: (1) Tierschutzzentrum der Tierärztlichen Hochschule Hannover, 30559 Hannover

Zeitschrift: Laboratory Animals 2002: 36, 411-419

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3064



Dokument 2074Titel: Objektpräferenz und Nikotinaufnahme bei Ratten mit einer hohen bzw. einer niedrigen Aufrichtungsaktivität in einem neuen offenen Feld
Hintergrund: Zusammenhang zwischen Nikotinaufnahme und Neugier- und Angstverhalten.
Tiere: 35 Ratten
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Eine Ratte wird in ein "offenes Feld" gesetzt, eine 60x60x40 große Plastikkiste. Mit einer Videokamera wird beobachtet, wie oft sich das Tier, als Zeichen für neugieriges, aktives Verhalten, innerhalb von 10 Minuten aufrichtet. Dieser Test wird zweimal durchgeführt. Die Ratten werden entsprechend ihres Verhaltens in aktive und nicht so aktive Tiere eingeteilt. Vier Tage später erfolgt ein Test zum Angstverhalten. Im "Plus-Irrgarten" wird eine Ratte in die Mitte eines großen plus-förmigen Aufbaus gesetzt. Zwei Arme des Plus sind oben geschlossen und bieten der Ratte Schutz, während die zwei offenen Arme für das Tier eher angsteinflössend sind. Es wird registriert, wie oft die Ratte die geschlossenen oder offenen Arme aufsucht. Dieser Test wird am nächsten Tag wiederholt. Zwölf Tage später werden die Ratten wieder in das offene Feld gesetzt, diesmal befinden sich zwei fremden Objekte darin, zwei rote Metallblocks. Dann wird ein Metallblock durch einen Glaszylinder ersetzt. Das Erkundungsverhalten des Tieres wird aufgezeichnet. In einem zweiten Experiment werden jeweils 12 besonders aktive und passive Tiere ausgewählt. Sie werden einzeln in Käfigen gehalten, in denen ihnen Wasser oder Nikotin in zwei verschiedenen Verdünnungen angeboten werden. Nach 6 Tagen wird zwei Tage lang nur noch eine Nikotinlösung angeboten. Schließlich werden wieder alle drei Flüssigkeiten bereitgestellt. Das Trinkverhalten wird registriert. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht beschrieben.

Bereich: Psychologie

Originaltitel: Object preference and nicotine consumption in rats with high vs. low rearing activity in a novel open field

Autoren: Cornelius R. Pawlak (1)*, Rainer K.W. Schwarting (1)

Institute: (1) Experimentelle und Physiologische Psychologie, Philipps-Universität Marburg, 35032 Marburg

Zeitschrift: Pharmacology, Biochemistry and Behavior 2002: 73, 679-687

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3063



Dokument 2075Titel: Mycoplasma gallisecticum: Einfluss der Zellinvasivität auf das Ergebnis einer experimentellen Infektion bei Hühnern
Hintergrund: Erkenntnisse über den Erreger einer Geflügel-Infektionskrankheit.
Tiere: 120 Hühner (Küken)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Bei 1-Tage-alten Küken wird auf nicht näher beschrieben Weise Blut genommen, zwölf von ihnen werden getötet, um festzustellen, ob sie nicht an einer bestimmten Infektionskrankheit leiden. Im Alter von 21 Tagen werden die Küken einzeln in eine Kammer gesetzt, wo sie mit dem Erreger einer Geflügel-Infektionskrankheit besprüht werden. Die Tiere entwickeln eine Luftsackentzündung und zeigen Symptome wie Niesen, Husten und Atemnot. Nach 3, 6 und 9 Tagen wird jeweils ein Teil der Küken getötet.

Bereich: Mikrobiologie

Originaltitel: Mycoplasma gallisepticum: influence of cell invasiveness on the outcome of experimental infection in chickens

Autoren: Petr Much (1), Florian Winner (1), Lazlo Stipkovits (2), Rentae Rosengarten (1), Christine Citti (1)*

Institute: (1) Institut für Bakteriologie, Mykologie und Hygiene, Veterinärmedizinische Hochschule, 120 Wien, Österreich, (1) Veterinary Medical Research Institute, hungarian Academy of Sciences, Budapest, Ungarn

Zeitschrift: FEMS Immunology and Medical Microbiology 2002: 34, 181-186

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3062



Dokument 2076Titel: Selektive Unterbrechung der Kontraktion des Harnröhrenschließmuskel unter Verwendung einer modifizierten Brindley Elektrode für die Stimulierung der vorderen Kreuzbein-Nervenwurzeln beim Hund
Hintergrund: Regulierung des Harnröhrenschließmuskels bei Rückenmarksverletzung.
Tiere: 11 Hunde (Foxhounds)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Den narkotisierten, auf dem Bauch liegenden Hunden wird die Haut im hinteren Rückenbereich aufgeschnitten. In drei der Lendenwirbel werden Fenster gefräst, so dass das darunter liegende Rückenmark mit seinen Nervenfasern sichtbar wird. Vom Rückenmark zur Harnblase und zum Harnröhrenschließmuskel ziehen 4 Nervenstränge, zwei treten vorne, zwei hinten aus dem Rückenmark aus. Die beiden hinteren werden durchtrennt. An die beiden vorderen wird eine Elektrode angelegt. Durch unterschiedliche starke Stromstöße wird das Öffnen und Schließen des Harnröhrenschließmuskel reguliert. Das weitere Schicksal der Hunde wird nicht erwähnt.

Bereich: Urologie

Originaltitel: Selective block of urethral sphincter contraction using a modified Brindley electrode in sacral anterior root stimulation of the dog

Autoren: Ch. Seif (1), P.-M. Braun (1), J. Scheepe (1), J. Weiß (1), S. Schumacher (1), S. Zendler (1), P. Alken (1), K.-P. Jünemann (1)*

Institute: (1) Urologische Klinik, Klinikum Mannheim der Universität Heidelberg, 68135 Mannheim

Zeitschrift: Neurology and Urodynamics 2002: 21, 502-510

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3061



Dokument 2077Titel: Verabreichung von SIN-1 + VIP in den Schwellkörper in einem In-vivo-Kaninchen-Modell für die Erektionsfunktion
Hintergrund: Behandlung von Potenzproblemen.
Tiere: 28 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen werden narkotisiert und auf den Rücken gelegt, das Muskelgewebe am Penis wird abgeschnitten. Eine mit einem Druckmessgerät verbundene Nadel wird in den Schwellkörper gestochen. In eine Hinterbeinarterie wird zur Blutdruckmessung ein Katheter (Plastikschlauch) gelegt. Nun werden zwei pharmakologische Substanzen in unterschiedlicher Kombination in den Schwellkörper injiziert. Bis zu 2 Stunden lang wird gemessen, ob sich der Druck im Schwellkörper als Zeichen für eine Erektion erhöht. Das weitere Schicksal der Kaninchen wird nicht beschrieben.

Bereich: Urologie

Originaltitel: Intracavernous administration of SIN-1 + VIP in an in vivo rabbit model for erectile function

Autoren: O. Sazova (1), A. Kadioglu (3), L. Gürkan (3), Z. Kayaarasi (3), S. Bross (1), M. Manning (1), K.P. Jünemann (1,2)*

Institute: (1) Klinik für Urologie, Klinikum Mannheim, Universität Heidelberg, (2) Klinik für Urologie, Universitätsklinikum, Christian-Albrechts-Universität Kiel, 24105 Kiel, (3) Department of Urology, Istanbul Faculty of Medicine, Istanbul University, Türkei

Zeitschrift: International Journal of Impotence Research 2002: 14, 44-49

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3060



Dokument 2078Titel: Multimodale Echokardiographie beim Schaffetus in der Fruchtblase: ein neuer Darstellungszugang während eines fetoskopischen Eingriffs zur Beurteilung von risikoreichen Schwangerschaften, bei denen konventionelle Methoden versagen
Hintergrund: Ultraschalluntersuchung eines Fetus.
Tiere: 7 Schafe (und ihre Feten)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Vor dem Experiment bekommen die im dritten Monat trächtigen Schafe (Schafe lammen nach 5 Monaten) 24 Stunden nichts zu fressen. Unter Narkose wird durch die Bauchwand ein Führungsrohr in die Fruchtblase gelegt. Durch dieses wird ein Ultraschallkopf eingeführt, mit dem das Herz des Fetus untersucht wird. Anschließend wird mit einem Fetoskop (Endoskop, langer Schlauch mit optischen System) festgestellt, ob die Ultraschalluntersuchung in der Fruchtblase Schäden hervorgerufen hat. Das weitere Schicksal der Schafe wird nicht beschrieben.

Bereich: Frauenheilkunde, Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Intra-amniotic multimodal fetal echocardiography in sheep: a novel imaging approach during fetoscopic interventions and for assessment of high-risk pregnancies in which conventional imaging methods fail

Autoren: Thomas Kohl (1,3)*, Maike Große-Hartlage (2), Martin Westphal (2), Dagmar Kienitz (3), Sebastian Aryee (3), Sarah Achenbach (3), Tim Buller (3), Christina Kossobutzki (1), Wiebke Gogarten (2), Johannes Vogt (3), Hans H. Scheld (4), Hugo Van Aken (2), Ulrich Gembruch (1)

Institute: (1) Frauenklinik, Universität Bonn, 53105 Bonn, (2) Anästhesiologie, Universität Münster, (3) Kinderkardiologie, Universität Münster, (4) Herz- und Thoraxchirurgie, Universität Münster

Zeitschrift: Ultrasound in Medicine and Biology 2002: 28(6), 731-736

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3059



Dokument 2079Titel: Das Lernverhalten im offenen Feld wird durch Nikotin verbessert und Mecamylamin vermindert, wenn beide nach dem Test in den Nucleus accumbens verabreicht werden
Hintergrund: Zusammenhang zwischen Nikotin und Gedächtnisleistung
Tiere: 116 Ratten (ca.)
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Den Ratten wird mit Zahnzement und Schrauben unter Narkose eine Stahlkanüle (dünnes Rohr) in den Schädel gepflanzt. In diese Führungskanüle wird eine weitere Metallkanüle eingeführt, durch die später Substanzen in das Gehirn injiziert werden können. Nun wird bei den Tieren ein Gedächtnisexperiment durchgeführt. Eine Ratte wird in ein "offenes Feld", eine 60x60x38 große Plastikbox gesetzt. Es wird protokolliert, wie oft sich die Ratte innerhalb von 10 Minuten aufrichtet. Am nächsten Tag wird sie wieder in das "offene Feld" gesetzt. Erinnert sich die Ratte an die Box, richtet sie sich weniger oft neugierig auf. Eine Woche später erfolgt ein weiterer Test im "offenen Feld". Unmittelbar anschließend oder 5 Stunden später wird den Tieren gruppenweise entweder Nikotin, ein Gegenspieler des Nikotins oder eine Salzlösung in das Gehirn injiziert. Am folgenden Tag wird die Gedächtnisleistung im "offenen Feld" überprüft. Danach werden die Ratten getötet und ihre Gehirne untersucht.

Bei einem Versuch mit 18 Ratten wird der Versuch ohne vorherigen Test im "offenen Feld" durchgeführt.

Bereich: Alzheimerforschung, Psychopharmakologie

Originaltitel: Open field habituation learning is improved by nicotine and attenuated by mecamylamine administered posttrial into the nucleus accumbens

Autoren: S. Schildein (1), J.P. Huston (1), R.K.W. Schwarting (1)*

Institute: (1) Institut für Psychologische Psychologie I und Zentrum für Biologische und medizinische Forschung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 40225 Düsseldorf

Zeitschrift: Neurobiology of Learning and Memory 2002: 77, 227-290

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3058



Dokument 2080Titel: Selbstverabreichung von Alkohol bei zwei Rattenlinien, die selektiv auf extremes Angstverhalten gezüchtet wurden
Hintergrund: Haben ängstliche Menschen wegen der angsthemmenden Eigenschaften des Alkohols eine höhere Motivation Alkohol zu konsumieren, als nicht so ängstliche Personen?
Tiere: 80 Ratten
Jahr: 2002

Versuchsbeschreibung: Ratten wurden 10 Jahre lang in Hinblick auf ihr Angstverhalten gezüchtet. Jeweils mit besonders ängstlichen oder nicht ängstlichen Nachkommen wurde weitergezüchtet. Daraus entstanden zwei Rattenlinien, eine extrem ängstliche und eine extrem nicht ängstliche. Für die Experimente werden jeweils zur Hälfte ängstliche und nicht ängstliche Tiere verwendet. Den Ratten wird 11 Tage lang Wasser oder Alkohol (5, 10 oder 20%) angeboten. Anschließend wird der Alkohol für 14 Tage entfernt, um danach wieder angeboten zu werden. Das Trinkverhalten wird genau protokolliert. In einem zweiten Experiment wird den Tieren 10 Tage lang Wasser und eine Zuckerlösung zur Auswahl angeboten. Weitere Gruppen von ängstlichen und nicht ängstlichen Ratten erhalten Alkohol in die Bauchhöhle gespritzt. Sie werden im "erhöhten Plus-Irrgarten-Test" auf ihr Angstverhalten getestet. Eine Ratte wird in die Mitte eines plus-förmigen Aufbaus aus PVC gesetzt. Zwei Arme des Plus sind offen und hell erleuchtet, zwei Arme sind dunkel. Es wird beobachtet, wie oft die Ratte die angsteinflößenden, hellen oder die schützenden, dunklen Arme betritt. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht beschrieben.

Bereich: Alkoholforschung, Suchtforschung

Originaltitel: Alcohol self-administration in two rat lines selectivity bred for extremes in anxiety-related behavior

Autoren: Markus S.H. Henniger (1)*, Rainer Spanagel (1,2), Alexandra Wigger (1), Rainer Landgraf (1), Sabine M. Hölter (1)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Psychiatrie, 80804 München, (2) Abteilung für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: Neuropsychopharmacology 2002: 26(6), 729-736

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3057



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