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Datenbank Tierversuche

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Dokument 831Titel: Verhaltensänderungen und änderungen der Ca/Calmodulinkinase-II-Werte im Striatum von Mäusen mit Connexin36
Hintergrund: änderungen im Angstverhalten bei Mäusen, bei denen ein bestimmtes Gen ausgeschaltet wurde.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde in NRW genehmigt. Mit gentechnischen Mitteln werden Mäuse "hergestellt", denen ein bestimmtes Protein im Hirnstoffwechsel fehlt. Die Mäuse werden über mindestens 5 Generationen mit "normalen" Mäusen gezüchtet (rückgekreuzt). Die Tiere werden zunächst in Gruppen und ab einer Woche vor Beginn der Experimente in Einzelkäfigen gehalten. Im Alter von 12 Monaten werden sie verschiedenen Verhaltensexperimenten unterzogen. 1. Eine Maus wird in ein "offenes Feld" gesetzt, eine Kiste mit 30 cm hohen Wänden. Mit Hilfe einer Videokamera werden die Bewegungen des Tieres verfolgt. Es wird ermittelt, wie lange sich die Maus in der für das Tier Furcht einflößenden offenen Mitte oder entlang der schützenden Wände aufhält.

2. Eine Maus wird in einen Y-förmigen Irrgarten gesetzt. Am Ende eines der Y-Arme wird ein 18 cm großes Plastikobjekt gesetzt. Die Maus kann das Objekt 5 Minuten lang beobachten. Dann wird sie für 15 Minuten herausgenommen, das Objekt wird in einen anderen Arm platziert und die Maus wird erneut bei der Begutachtung des Irrgartens und des Objektes beobachtet. Es soll ermittelt werden, ob die Maus das Objekt erkennt und sich beim zweiten Mal weniger dafür interessiert.

3. Eine Maus wird in eine zweigeteilte Box gesetzt. Die eine Hälfte der Box ist verdunkelt, also für Mäuse angenehm, die andere Hälfte ist hell erleuchtet, also für Mäuse unangenehm. Zwischen beiden Räumen ist eine kleine Tür. Es wird gemessen wir lange sich die Maus in dem hellen Raum aufhält, bevor sie in den dunklen läuft. Bleibt die Maus lange im Hellen wird das als nicht ängstliches Verhalten gewertet. Schließlich werden die Mäuse betäubt und durch Durchströmen mit Formaldehyd getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Gentechnik, Neurophysiologie

Originaltitel: Behavioral alternations and changes in Ca/calmodulin kinase II levels in the striatum of connexin36 deficient mice

Autoren: A. Zlomuzica (1,2)*, D. Viggiano (3,4), J. Degen (5), S. Binder (1), L.A. Ruocco (3), A.G. Sadile (3), K. Willecke (5), J.P. Huston (1), E. Dere (1,6)

Institute: (1) Zentrum für Verhaltensneurowissenschaften, Institut für Experimentelle Psychologie, Universität Düsseldorf, (2)* Zentrum für Psychotherapie, Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44780 Bochum, (3) Laboratory of Neurophysiology, Behavior and Neural Networks, Department of Experimental Medicine, II Univ. Naples, Naples, Italien, (4) Department of Health Sciences, University of Molise, Italien, (4) Institut für Genetik, Universität Bonn, Bonn, (6) Universite Pierre et Marie Curie, Neurobiologie des Processus Adaptatifs, Paris, Frankreich

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2012, 226: 293-300

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4241



Dokument 832Titel: Cilengitid hemmt das Wachstum von experimentellen Brustkrebsknochenmetastasen, die unter Verwendung von VCT, MRI und DCE-MRI als nicht-invasiv abgebildet werden in einer longitudinalen In-vivo-Studie
Hintergrund: Behandlung von experimentell ausgelösten Knochenmetastasen bei Ratten.
Tiere: 24 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden in der zentralen Tierhaltung des Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg statt. Die Nacktratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan-Winkelmann, Borchen. Es werden Nacktratten verwendet, die ein geschwächtes Immunsystem haben und deswegen artfremde Zellen nicht abstoßen. Bei den Tieren wird unter Narkose eine Arterie des rechten Hinterbeines freigelegt. Es werden menschliche Brustkrebszellen in die Arterie injiziert. Nach 30 Tagen sind Knochenmetastasen in den Knochen des rechten Hinterbeins (Oberschenkelbein, Wadenbein, Scheinbein) entstanden. Zwölf Ratten erhalten nun eine Behandlung mit dem Medikament Cilengitid. Der Wirkstoff wird täglich an fünf Tagen pro Woche in die Bauchhöhle injiziert. Die 12 anderen Ratten erhalten eine wirkungslose Substanz gespritzt. Am Tag 30, 35, 45 und 55 nach der Krebszellinjektion werden die Ratten unter Betäubung mit verschiedenen bildgebenden Verfahren gescannt. Am 55. Tag werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um die Hinterbeinknochen zu untersuchen. Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Cilengitide inhibits progression of experimental breast cancer bone metastases as imaged noninvasively using VCT, MRI and DCE-MRI in a longitudinal in vivo study

Autoren: Tobias Bäuerle (1)*, Dorde Komljenovic (1), Maximilian Merz (1), Martin R. Berger (2), Simon L. Goodman (3), Wolfhard Semmler (1)

Institute: (1) Abteilung für Medizinische Physik in der Radiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg, (2) Chemotherapie und Toxikologie, Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg, (3) Therapeutic Area Oncology, Cellular Pharmacology, Merck-Serono, Merck KGaA, Darmstadt

Zeitschrift: International Journal of Cancer 2011: 128, 2453-2462

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4240



Dokument 833Titel: Nichtinvasive Magnetresonanztomografie von Blutgefäßen, die durch Transplantsarteriosklerose beeinträchtigt werden, bei einer Allotransplantation der Aorta bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchung, ob man das Zusetzen von Blutgefäßtransplantaten, das bei Patienten häufig vorkommt, mittels Magnetresonanztomografie kontrollieren kann.
Tiere: 44 Mäuse
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse zweier verschiedener Linien (CBA.J und C57BL/6) stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Die Tiere werden am Franz-Penzoldt-Zentrum, Erlangen, gehalten. Bei 22 Mäusen wird unter Narkose eine Transplantation eines Stücks der Aorta (Hauptschlagader im Brustkorb) vorgenommen. Es ist nicht ganz klar, ob die Transplantate zwischen den Mäusen ausgetauscht werden, d.h., dass insgesamt 22 Mäuse verwendet werden. Vermutlich werden die 22 "Spender"-Mäuse nach der Entnahme des Transplantats getötet, so dass es 22 "Spender" und 22 "Empfänger" gibt. Die Transplantationen erfolgen teilweise zwischen Mäusen gleicher oder unterschiedlicher Linien. Bei der Transplantation wird der Brustkorb der Mäuse aufgeschnitten, um das Blutgefäßstück zu entnehmen und in andere Mäuse zu verpflanzen. Zwei "Empfänger"-Mäuse sterben nach der Transplantation. Nach 35 Tagen werden die Mäuse unter erneuter Betäubung mit magnetresonanztomografischen und angiografischen Verfahren untersucht. Anschließend werden die Tiere durch Überdosis des Narkosemittels getötet. Die Aortenstücke werden herausgeschnitten und gewebekundlich untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: ELAN-Fonds des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF) der Universität Erlangen-Nürnberg und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: Noninvasive magnetic resonance imaging of vessels affected by transplant arteriosclerosis in an experimental mouse aortic allograft model

Autoren: J. Gebhardt (1), L. Budinsky (2), U. Reulbach (3), M. Weyand (1), A. Hess (2), S.M. Ensminger (1)*

Institute: (1) Abteilung für Herzchirurgie, Universität Erlangen-Nürnberg, Krankenhausstr. 42, 91054 Erlangen, (2) Abteilung für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg, (3) Department of Epidemiology and Public Health, University College of Cork, Cork, Irland

Zeitschrift: Thoracic Cardiovascular Surgery 2011: 59, 85-92

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4239



Dokument 834Titel: Beitrag bestimmter Bereiche der Hirnrinde des Affen zur Darstellung von Länge und Anzahl
Hintergrund: Messung von Hirnströmen während Affen Punkte zählen oder Längen abschätzen.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Den Affen werden bestimmte Aufgaben am Bildschirm "antrainiert". Bei gewünschtem Verhalten erhalten die Tiere Flüssigkeit als "Belohnung". Üblicherweise werden die Tiere außerhalb der Experimente durstig gehalten, um eine Kooperation zu erzwingen. Den Affen werden ein Kopfhalter und eine Kammer auf dem Kopf montiert. Die verschließbare Kammer befindet sich über einem Bohrloch im Schädelknochen, durch das während der Versuche 12-16 Elektroden mit Hilfe eines Antriebsgerätes in das Hirngewebe eingelassen werden. Damit die Affen den Kopf ruhig halten, wird er an dem Haltebolzen angeschraubt. In ein Auge wird eine Metallspule einoperiert, mit deren Hilfe die Augenbewegungen verfolgt werden können. Die Aufgabe sieht folgendes vor: Der Affe greift einen Hebel. Er fixiert seinen Blick auf einen hellen Punkt auf grauem Grund in der Mitte eines Bildschirms. Es erscheinen für 800 Millisekunden zwischen 1 und 4 schwarze Punkte. Die Punkte verschwinden und nach kurzer Verzögerung taucht wieder eine Anzahl Punkte auf. Der Affe muss den Hebel loslassen, wenn es sich um die gleiche Anzahl Punkte handelt wie vorher. Ist es eine andere Anzahl muss er den Hebel gedrückt halten. Bei einer ähnlichen Aufgabe muss der Affe die Länge von schwarzen Strichen abschätzen. Gleichzeitig werden über die Elektroden im Gehirn Nervenströme gemessen. Es wird nicht erwähnt über welchen Zeitraum die Versuche erfolgen. Die Affen werden nach Abschluss der Experimente nicht getötet, sondern für weitere Studien verwendet.

Bereich: Hirnforschung, Neurophysiologie

Originaltitel: Contributions of primate prefrontal and posterior parietal cortices to length and numerosity representation

Autoren: Oana Tudusciuc, Andreas Nieder

Institute: Abteilung für Tierphysiologie, Institut für Zoologie, Universität Tübingen, Auf der Morgenstelle 28, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2009: 101, 2984-2994

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4238



Dokument 835Titel: Repräsentanz der Amplitutenmodulation in Hörnervenfasern des Amerikanischen Laubfrosches: neuroethologische Folgen für die Erkennung von Mustern und der Lautlokalisierung
Hintergrund: Zur Frage, wie Amerikanische Laubfrösche die Richtung und das Muster von Quaktönen erkennen.
Tiere: 64 Frösche (Amerikanische Laubfrösche)
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: 32 männliche Amerikanische Laubfrösche ungenannter Herkunft werden durch Injektion von Pentobarbital in einen Muskel betäubt. Am Kopf wird ein bestimmter Hirnnerv freigelegt. Die Operation wird nicht näher beschrieben. Mit einem Antriebsgerät werden Elektroden in das Hirngewebe eingelassen. Wenn die Vollnarkose nachlässt erhält der Frosch eine Injektion einer lähmende Substanz, d.h. der Frosch ist sodann bei vollem Bewusstsein, aber gelähmt! Der unbewegliche Frosch wird auf einen Tisch gesetzt. Feuchte Tücher verhindern ein Austrocknen des Tieres. Mittels eines Lautsprechers werden Einzel- oder Doppeltöne abgespielt, die von der Frequenz her dem Quaken dieser Froschart ähnelt. Der Lautsprecher wird an verschiedenen Stellen um den Frosch herum positioniert. Gleichzeitig werden im Gehirn Nervenströme von 86 Nervenfasern gemessen. Wenn der Frosch wieder anfängt, sich zu bewegen, wird die lähmende Substanz nachinjiziert.

32 schwangere weibliche Amerikanische Laubfrösche werden in der Nähe von Savannah im US-Bundesstaat Georgia, gefangen. Diese Tiere werden einzeln in einen Käfig gesetzt. Der Käfig wird in eine größere Kammer gestellt und geöffnet. Über einen Lausprecher am Rand der Kammer werden die Einzel- und Doppeltöne abgespielt, wie zuvor bei den gelähmten Fröschen. Mit einer Videokamera über der Kammer wird das Verhalten des Frosches beobachtet. Die Frösche klettern aus dem kleinen Käfig und springen dann in Richtung Lautsprecher, oftmals sogar mehrfach. Das weitere Schicksal der Frösche aus beiden Experimenten wird nicht erwähnt.

Die Experimente fanden unter deutscher Federführung (möglicherweise in den USA) statt. Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Tierphysiologie

Originaltitel: AM representation in green treefrog auditory nerve fibres: neuroethological implications for pattern recognition and sound localization

Autoren: G.M. Klump (1)*, J.H. Benedix Jr. (2), H.C. Gerhardt (3), P.M. Narins (4)

Institute: (1) AG Zoophysiologie und Verhalten, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, 26111 Oldenburg, (2) Department of Biology, DePauw University, Greencastle, IN, USA, (3) Division of Biological Sciences, University of Missouri, Columbia, MO, USA, (4) Department of Physiological Science and Organismic Biology, Ecology and Evolution, UCLA, Los Angeles, CA, USA

Zeitschrift: Journal of Comperative Physiology A 2004: 190, 1011-1021

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4237



Dokument 836Titel: High-Definition-Oszillometrie: eine neue Technik zur nicht-invasiven Blutdruckmessung beim Javaneraffen (Macaca fascicularis)
Hintergrund: Affen werden häufig als Nichtnagertierart für Giftigkeitsprüfungen verwendet. Üblicherweise werden Blutdruckmessungen am Affen durch in eine Arterie gelegten Messkatheter oder durch in die Bauchhöhle einoperierte Telemetriegeräte bestimmt. Hier wird eine Methode getestet, den Blutdruck am wachen Affen zu messen, ohne ihn zuvor zu operieren.
Tiere: 18 Affen (Javaneraffen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Bei den Javaneraffen, auch Langschwanzmakaken genannt, handelt es sich um 3-8 Jahre alte Nachzuchttiere. Die Herkunft wird nicht genannt. Die Affen werden jeweils zu zweit in Käfigen von 248 cm Höhe, 151,5 cm Breite und 151 cm Tiefe gehalten. Die Käfige sind mit Holzspänen und Beschäftigungsmöglichkeiten (Enrichment) ausgestattet.

Bei sechs Affen wird unter Narkose ein Telemetriegerät mit Sender in die Bauchhöhle einoperiert. Dieses misst den Blutdruck und verschiedene andere Messgrößen und sendet die Daten über den Sender an einen im Labor befindlichen Empfänger. Bei 12 Tieren wird eine Methode zur Blutdruckmessung am wachen Tier vorgenommen. Dazu wird ein Affe auf dem Bauch liegend von 2-3 Personen festgehalten. Eine Person hält den linken Arm des Affen und stützt seinen Unterarm auf den Rücken des Tieres. Eine zweite Person hält den rechten Arm und nimmt daran die Blutdruckmessung mit einer Manschette vor. Je nach dem, ob sich das Tier wehrt, wird noch eine dritte Person benötigt, die die Beine und den Schwanz des Tieres festhält. Es wird einige Minuten gewartet, bis sich das Tier beruhigt hat, dann wird mit der Blutdruckmessung begonnen. Es werden 15 Messungen hintereinander vorgenommen. Der Vorgang dauert insgesamt etwa 9 Minuten. An den folgenden beiden Tagen wird die Prozedur wiederholt.

Sechs Affen, die mit einem Telemetriegerät ausgestatte sind sowie sechs der Tiere ohne Telemetriegerät werden durch Injektion eines Narkosemittels betäubt. Bei ihnen wird ebenfalls der Blutdruck mittels Manschette gemessen.

Die Affen werden am Ende der Versuche nicht getötet. Das weitere Schicksal wird nicht erwähnt.

Bereich: Versuchstierkunde

Originaltitel: High definition oscillometry: a novel technique for non-invasive blood pressure monitoring in the cynomolgus monkey (Macaca fascicularis)

Autoren: B. Schmelting (1)*, M. Niehoff (1), B. Egner (2), S.H. Korte (1), G.F. Weinbauer (1)

Institute: (1) Covance Laboratories GmbH, Kesselfeld 29, 48163 Münster, (2) S+B medVet GmbH, Babenhausen

Zeitschrift: Journal of Medical Primatology 2009: 38(5), 293-301

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4236



Dokument 837Titel: Die Fähigkeit des Gewöhnlichen Tintenfisches (Sepia officinalis) den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren als Reaktion auf die Erhöhung des Kohlendioxids in der Umwelt
Hintergrund: Durch den durch den Menschen verursachten erhöhten CO2-Ausstoß nehmen die Meere verstärkt CO2 auf und übersäuern dadurch. Hier soll untersucht werden, wie Tintenfische mit diesen veränderten Umweltbedingungen umgehen.
Tiere: 10 Wirbellose (Mindestens 10 Gewöhnliche Tintenfische)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Eier Gewöhnlicher Tintenfische werden in der Seine-Flussmündung in der Normandie gesammelt und im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven aufgezogen. Die Experimente erfolgen an erwachsenen Tintenfischen. Bei fünf Tintenfischen werden unter Betäubung ein Druckmessfühler und ein Katheter (Kunststoffschlauch) einoperiert. Der Messfühler wird durch den Mantelmuskel gestochen, der Katheter wird in ein Blutgefäß gelegt, um später regelmäßig Blutproben nehmen zu können. Beide Instrumente werden am Tier festgenäht. Im Wasser der Tiere wird nun der CO2-Gehalt für 48 Stunden erhöht. Es werden mehrfach über den Katheter Blutproben genommen. Das Blut wird auf pH und Sauerstoffdruck untersucht und anschließend wieder in den Tintenfisch infundiert. Fünf weitere Tintenfische werden ebenfalls unter erhöhter CO2-Konzentration gehalten. Diese Tiere werden mittels Kernspinresonanzspektroskopie untersucht. Am Ende der Experimente werden die Tintenfische betäubt und durch Blutentzug getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: Excellence Cluster "Future Oceans" der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Fullbright Fellowship und dem AWI MARCOPOLI-Programm.

Bereich: Umweltforschung, Meeresbiologie

Originaltitel: Acid-base regulatory ability of the cephalopod (Sepia officinalis) in response to environmental hypercapnia

Autoren: Magdalena A. Gutowska (1)*, F. Melzner (2), M. Langenbuch (2), C. Bock (1), G. Claireaux (3), H.O. Pörtner (1)

Institute: (1) Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, 27570 Bremerhaven, (2) Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, IFM-GEOMAR, 24105 Kiel, (3) Universite de Bretagne Occidentale, Brest, Frankreich

Zeitschrift: Journal of Comparative Physiology B 2010: 180; 323-335

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4235



Dokument 838Titel: änderungen der Globinexpression beim Japanischen Reisfisch (Oryzias Latipes) als Reaktion auf akuten oder chronischen Sauerstoffmangel
Hintergrund: Veränderungen der Ausprägung bestimmter Gene im Gehirn von Japanischen Reisfischen bei Sauerstoffmangel. Die Autoren bemerken, dass die Reaktion dieser Fischart auf Sauerstoffmangel ganz anders ist als bei Zebrafischen und Goldfischen.
Tiere: 42 Fische (Mindestens 42 Japanische Reisfische)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Japanischen Reisfische (auch Medaka oder Reiskärpfling genannt) wurden von Dr. Jochen Wittbrodt vom European Molecular Biology Laboratory, Heidelberg, zur Verfügung gestellt. Vor Beginn der Versuche erhalten die Tiere 24 Stunden lang keine Nahrung. Bei Gruppen von Fischen wird der Sauerstoffgehalt des Wassers gesenkt, indem Stickstoff in das Wasser eingeleitet wird. Gruppen von Fischen werden 24 oder 48 Stunden lang bei einem Sauerstoffdruck von 2 oder 4 kPa gehalten. Kontrollgruppen werden bei einem normalen Sauerstoffdruck von 18 kPa gehalten. Bei einer weiteren Gruppe wird der Sauerstoffdruck bis auf 0,5 kPA abgesenkt. Diese Fische sind nach 2 Stunden tot. Alle anderen Fische werden durch Schockgefrierung getötet, indem sie in flüssigen Stickstoff getaucht werden. Die Gehirne werden herausgeschnitten und molekularbiologisch untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den Fonds der Chemischen Industrie unterstützt.

Bereich: Tierphysiologie, Meeresbiologie

Originaltitel: Changes of globin expression in the Japanese medaka (Oryzias Latipes) in response to acute and chronic hypoxia

Autoren: Agnes Wawrowski (1), Frank Gerlach (1), Thomas Hankeln (2), Thorsten Burmester (1)*

Institute: (1) Biocenter Grindel, Institut für Zoologie, Universität Hamburg, Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg, (2) Institut für Molekulare Genetik, Universität Mainz

Zeitschrift: Journal of Comparative Physiology B 2011: 181; 199-208

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4234



Dokument 839Titel: Transkatheter-Bildung eines aortopulmonaren Shunts bei einem Tiermodell
Hintergrund: Seit 1944 wurden verschiedene Techniken entwickelt, einen angeborenen Herzfehler chirurgisch zu korrigieren. Hier wird eine neue Technik an Ferkeln getestet.
Tiere: 10 Schweine (8-12 kg)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden 10 männliche Ferkel (8-12 kg) der Rasse "Deutsche Landrasse" ungenannter Herkunft verwendet. Die Versuche fanden in Berlin statt. Seit 1944 wurden verschiedene Techniken entwickelt, einen angeborenen Herzfehler chirurgisch zu korrigieren. Hier wird eine neue Technik getestet. Bei den narkotisierten Ferkeln wird ein langer Schlauch in eine Hinterbeinarterie eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben. Durch den Schlauch wird ein weiterer Schlauch eingeführt, an dessen Ende sich Instrumente befinden, mit denen die Wände der Aorta und der Lungenarterie am Herzen durchstoßen werden. Zwischen beiden Blutgefäßen wird ein Stent eingesetzt, eine Röhre, die den Blutfluss gewähren soll. Bei je fünf Schweinen kommt ein Stent aus beschichtetem oder unbeschichtetem Metall zum Einsatz. Je zwei Ferkel aus jeder Gruppe werden unmittelbar nach der Operation getötet, um den richtigen Sitz der Stents zu beurteilen. Die anderen sechs Schweine werden nach 4-5 Wochen getötet. Vier der sechs Stents hatten sich zugesetzt. Die Autoren kündigen weitere tierexperimentelle Studien an.

Bereich: Herzchirurgie

Originaltitel: Transcatheter creation of an aortopulmonary shunt in an animal model

Autoren: Titus Mbah Sabi (1), Boris Schmitt (1), Matthias Sigler (2), Keyhan Sayadpour Zanjani (3), Stanislav Ovroutski (1), Björn Peters (1), Oliver Miera (1), Nicole Nagdyman (1), Titus Kühne (1), Felix Berger (1), Peter Ewert (1)*

Institute: (1) Klinik für Angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie, Deutsches Herzzentrum Berlin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Klinik für Kinderkardiologie und Kinderintensivmedizin, Georg-August-Universität, Göttingen, (3) Department of Pediatric Cardiology, Children’s Medical Center, Teheran University of Medical Sciences, Teheran, Iran

Zeitschrift: Catheterization and Cardiovascular Interventions 2010: 75; 563-569

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4233



Dokument 840Titel: CD4+-T-Zellen, die den in der Darmschleimhaut vorkommenden Faktor FOXP3+ regulieren und CD4+-T-Zellen, die den Faktor nicht regulieren, werden durch eine Infektion mit dem Affen-Immundefizienzvirus bei Rhesusaffen unterschiedlich beeinträchtigt
Hintergrund: Untersuchung bestimmter Abwehrzellen in der Darmschleimhaut im Verlauf einer "Affen-AIDS"-Infektion bei Rhesusaffen.
Tiere: 9 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die 9 Rhesusaffen stammen aus China und werden im Primatenzentrum Göttingen gehalten. Drei Affen werden mit SIV, dem so genannten "Affen-HIV" infiziert, indem die Viren in eine Vene injiziert werden. Diese Tiere sowie ein nicht infizierter Affe werden nach neun Monaten auf nicht genannte Weise getötet. Eine zweite Gruppe von fünf Rhesusaffen wird ebenfalls mit SIV infiziert. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten (1 Woche vor der Infektion und dann 1, 2, 3, 4, 7, 10 und 12 Wochen nach der Infektion) wird jeweils unter Betäubung eine Gewebsprobe aus dem Darm entnommen. Keiner der Affen entwickelt AIDS-ähnliche Symptome. Das weitere Schicksal dieser Affen ist unklar.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: AIDS-Forschung

Originaltitel: Gut mucosal FOXP3+ regulatory CD4+ T cells and nonregulatory CD4+ T cells are differentially affected by simian immunodeficiency virus infection in rhesus macaques

Autoren: Kristina Allers (1)*, Christoph Loddenkemper (2), Jörg Hofmann (3), Anett Unbehaun (3), Desiree Kunkel (1), Verena Moos (1), Franz-Josef Kaup (4), Christiane Stahl-Hennig (5), Ulrike Sauermann (5), Hans-Jörg Epple (1), Thomas Schneider (1)

Institute: (1) Abteilung für Gastronenterologie, Infektionskrankheiten und Rheumatologie, Medizinische Klinik I, Campus Benjamin Franklin, Charite-Universitätsmedizin, Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin, (2) Institut für Pathologie/Research Center ImmunoSciences (RCIS), Campus Benjamin Franklin, Charite-Universitätsmedizin, Berlin, (3) Institut für Medizinische Virologie, Campus Mitte, Charite-Universitätsmedizin, Berlin, Abteilung Infektionspathologie, Deutsches Primatenzentrum Göttingen, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (5) Labor für Infektionsmodelle, Deutsches Primatenzentrum Göttingen

Zeitschrift: Journal of Virology 2010: 84(7), 3259-3269

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4232



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