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Datenbank Tierversuche

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Dokument 831Titel: Zyklisches RGD ist genauso wirksam wie rhBMP-2 in einer Fusion der vorderen Seite der Wirbelkörper der Halswirbelsäule beim Schaf
Hintergrund: Verbesserung einer chirurgischen Methode zur Verschmelzung zweier Wirbelkörper.
Tiere: 24 Schafe
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: 16 Schafe werden unter Narkose an der Halswirbelsäule operiert. Die Bandscheibe zwischen zwei der Wirbelkörper wird komplett entfernt. Die Knochenflächen im Spalt werden mit einem Bohrer aufgeraut, bis es zu kleinen Blutungen kommt. In den Spalt wird ein kleiner Titankäfig eingebracht, der mit einem künstlichen, knochenähnlichen Material gefüllt ist. Bei je 8 Schafen wird das Material zuvor unterschiedlich behandelt, einmal mit einer etablierten Substanz und einmal mit einer Testsubstanz aus gentechnisch verändertem, menschlichem Knochenprotein. Die beiden Wirbelkörper sollen so mit einander verwachsen. Muskeln und Haut über der Halswirbelsäule werden zugenäht. Nach 12 Wochen werden die Schafe auf nicht genannte Weise getötet und die Verschmelzungsstelle wird mittels Computertomographie und gewebekundlich untersucht. Zum Vergleich werden Gewebeschnitte von 8 Schafen verwendet, bei denen nur das Knochenmaterial ohne Zusatzstoffe in den Spalt eingebracht worden war. Diese 8 Schafe wurden nicht für diese vorliegende, sondern für eine frühere Studie getötet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung unterstützt.

Bereich: Knochenchirurgie, Biomaterialforschung

Originaltitel: Cyclic-RGD is as effective as rhBMP-2 in anterior interbody fusion of the sheep cervical spine

Autoren: Matti Scholz (1)*, Philipp Schleicher (1), Andreas Sewing (2), Michael Gelinsky (3), Frank Kandziora (1)

Institute: (1) Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie, Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Frankfurt am Main, Friedberger Landstr. 430, 60389 Frankfurt am Main, (2) Biomet Deutschland GmbH, Berlin, (34) Zentrum für translationelle Knochen-, Gelenk- und Weichteilforschung, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum, Technische Hochschule Dresden, Dresden

Zeitschrift: SPINE, 2013: 38 (2), E59-E65

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4389



Dokument 832Titel: Wirkung von PDE10A-Hemmern auf eine durch MK-801 hervorgerufene Immobilität im erzwungenen Schwimmtest
Hintergrund: Entwicklung eines "Mausmodells" für die negativen Symptome (Depression) der Schizophrenie.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen vom Versuchstierzüchter Charles River, Sulzfeld. Zunächst wird ein erzwungener Schwimmtest durchgeführt. Dazu wird eine Maus in einen wassergefüllten Glaszylinder von 15 cm Durchmesser gesetzt, aus dem sie nicht entkommen kann. Es wird die Zeit gemessen, bis sie nicht mehr schwimmt und sich treiben lässt. Tritt dieser Zeitpunkt früh ein, wird dies als Depression und in diesem Fall als ein Schizophrenie-Symptom gewertet. Nach 3 Minuten wird die Maus aus dem Wasserglas entfernt und abgetrocknet. In den folgenden 15 Tagen erhalten die Tiere täglich eine Injektion einer Substanz in die Bauchhöhle injiziert, die der Droge PCP ähnlich ist (MK-801). Diese ist bekannt dafür, dass sie beim Menschen depressionsartige Schizophrenie-Symptome auslöst. Schon Mitte der 1990er Jahre wurde PCP zur Auslösung von Schizophrenie-ähnlichen Symptomen bei Mäusen verwendet. Am 17. Tag nach dem ersten Schwimmtest wird dieser wiederholt, um zu sehen, ob die Mäuse weniger schwimmen, d.h. depressiv geworden sind.

Einige Tage später erfolgt ein Test im offenen Feld. Eine Maus wird in eine oben offene Box gesetzt und ihr Bewegungsverhalten wird mittels Infrarotschranken beurteilt. Dann wird dem Tier MK-801 injiziert und das Laufverhalten wird weiter beobachtet. Die Substanz erhöht die Aktivität. Anschließend werden verschiedene Wirkstoffe injiziert, die die Überaktivität aufheben sollen. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch den Freistaat Sachsen gefördert.

Bereich: Psychopharmakologie, Schizophrenie-Forschung

Originaltitel: Effect of PDE10A inhibitors on MK-801-induced immobility in the forced swim test

Autoren: Barbara Langen*, Rita Dost, Ute Egerland, Hans Stange, Norbert Hoefgen

Institute: BioCrea GmbH, Meissner Str. 191, 01445 Radebeul

Zeitschrift: Psychopharmacology 2012: 221, 249-259

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4388



Dokument 833Titel: Der Effekt von Detergentien basierten Dezellularisierungs-Verfahren auf Zellproteine und Immunogenität bei Halsarterien-Transplantaten
Hintergrund: Test, inwieweit sich Pferdehalsarterien, aus denen sämtliche Zellen entfernt wurden, als Ersatz für menschliche Blutgefäße in der Humanchirurgie eignen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es wird getestet, inwieweit sich vom Schlachthof stammende Pferdehalsarterien, aus denen sämtliche Zellen entfernt wurden, für den Einsatz in der Humanchirurgie eignen. Dazu wird das Gerüst des Blutgefäßes zerkleinert und Mäusen täglich in die Bauchhöhle injiziert. Nach 17 Tagen werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um ihr Blut auf eine Immunreaktion zu untersuchen.

Bereich: Biomaterial-Forschung

Originaltitel: The effect of detergent-based decellularization procedures on cellular proteins and immunogenicity in equine artery grafts

Autoren: Ulrike Böer (1,2)*, Andrea Lohrenz (1), Melanie Klingenberg (1,3), Andreas Pich (2), Axel Haverich (1,3), Mathias Wilhelmi (1,3)

Institute: (1) GMP Model Laboratory for Tissue Engineering, Feodor-Lynen-Str. 31, 30625 Hannover, (2) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Medizinische Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover, (3) Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Zeitschrift: Biomaterials 2011: 32, 9730-9737

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4387



Dokument 834Titel: Unterscheidung der Arginin-Vasopressin-Gegenspieler-Wirkung durch V2-Rezeptorblockade und doppelter V2/V1a-Rezeptorblockade in einem präklinischen Modell für Herzversagen
Hintergrund: Vergleich zweier ein Wirkstoff, die bereits in der Humanmedizin im Einsatz sind und die Symptome eines künstlich ausgelösten Herzversagens bei Hunden mindern sollen. Die Autoren bemerken, dass die Übertragbarkeit der Ergebnisse begrenzt ist, da Herzversagen beim Menschen meist die Folge von Erkrankungen der Herzkranzgefäße ist und nicht durch zu hohe Herzfrequenz ausgelöst wird wie in diesem Tierversuch. Trotzdem kündigen die Autoren Langzeit-Tierversuche an.
Tiere: 12 Hunde (Mischlingshunde)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Mischlingshunde (mongrel dogs) stammen aus der Versuchstierzucht Marshall BioResources, North Rose, NY, USA. Unter Narkose wird bei den Tieren durch die Achselvene ein Herzschrittmacherkabel in die rechte Herzkammer eingeführt. An welcher Stelle der Herzschrittmacher befestigt wird, wird nicht erwähnt. Nach sieben Tagen Erholungszeit wird der Schrittmacher dauerhaft auf 220 Schläge pro Minute eingestellt (normal sind 60-120). Nach 14 Tagen zeigen die Hunde Anzeichen von Herzversagen. Die Tiere werden unter erneuter Narkose verkabelt, d.h. es werden zur Bestimmung verschiedener Messgrößen mehrere Katheter in Blutgefäße und die Harnblase gelegt. Den Tieren wird Arginin-Vasopressin in die Blutbahn infundiert, ein Hormon, das bei Patienten mit Herversagen erhöht ist. Nun wird jeweils sechs Hunden einer von zwei Wirkstoffen in die Blutbahn injiziert, die bereits in der Humanmedizin im Einsatz sind und die Symptome des Herzversagens mindern sollen. Das weitere Schicksal der Hunde wird nicht erwähnt.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Differentiation of arginine vasopressin antagonistic effects by selective V2 versus dual V2/V1a receptor blockade in a preclinical heart failure model

Autoren: Thomas Mondritzki (1)*, Peter Kolkhof (1), Hani N. Sabbah (2), Mihai Gheorghiade (3), Chantal Fürstner (1), Carsten Schmeck (1), Harald Siedentop (4), Stefan Schaefer (5), Hubert Truebel (1,6)

Institute: (1) Bayer Health Care, Institut für Herz-Kreislauf-Forschung, Apratherweg 18, 42096 Wuppertal, (2) Cardiovascular Research, Henry Ford Health System, Detroit, MI, USA, (3) Northwestern University Feinberg School of Medicine, Chicago, IL, USA, (4) Bayer Health Care, Global Biostatistics, Berlin, (5) Synthon BV, Nijmegen, Niederlande, (6) Universität Witten-Herdecke, Witten

Zeitschrift: American Journal of Therapeutics 2011: 18, 31-37

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4386



Dokument 835Titel: Beurteilung einer diffusen Herzmuskelfibrose bei Ratten unter Verwendung eines Look-Locker Inversion Recovery T1 Mapping für Kleintiere
Hintergrund: Untersuchung mit einem bildgebenden Verfahren von Ratten mit einem künstlich geschädigten Herzen.
Tiere: 10 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Den Tieren wird unter Narkose eine Minipumpe an eine nicht genannte Stelle unter die Haut implantiert. Üblicherweise wird der Bereich zwischen den Schulterblättern gewählt. Die Pumpe gibt über zwei Wochen kontinuierlich ein Hormon (Angiotensin-2) ab, das Bluthochdruck verursacht. Dadurch kommt es zu einer Vergrößerung des Herzmuskels und einer Einlagerung von Bindegewebe im Herzgewebe. Einen Tag nach der Infusion durch die Minipumpe werden die Tiere mittels eines bildgebenden Verfahrens (Magnet-Resonanz-Imaging, MRI) untersucht. Nach dem zweiten MRI-Scan werden die Ratten auf nicht genannte Weise getötet, um ihre Herzen gewebekundlich zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Kardiologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Originaltitel: Assessment of diffuse myocardial fibrosis in rats using small-animal look-locker inversion recovery T1 mapping

Autoren: Daniel R. Messroghli (1)*, Sarah Nordmeyer (1), Thore Dietrich (2), Olaf Dirsch (3), Elena Kaschina (4), Kostas Savvatis (5), Darach O h-Ice (1), Christoph Klein (2), Felix Berger (1), Titus Kuehne (1)

Institute: (1) Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie, Deutsches Herzzentrum Berlin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Klinik für Innere Medizin – Kardiologie, Deutsches Herzzentrum Berlin, (3) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Jena, Jena, (4) Institut für Pharmakologie, Charite Universitätsmedizin Berlin, (5) Klinik für Kardiologie und Pneumologie, Charite Universitätsmedizin Berlin

Zeitschrift: Circulation and Cardiovascular Imaging 2011: 4, 636-640

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4385



Dokument 836Titel: Magnetresonanztomographie des Wiederaufbaus von Herzkranzgefäßwänden in einem Schweinemodell für Herzwandschädigung unter Verwendung eines an Elastin bindenden Kontrastmittels
Hintergrund: Test eines neuen Kontrastmittels zur Darstellung von geschädigten Blutgefäßen.
Tiere: 6 Schweine (30-35 kg)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Bei sechs jungen Landrasse-Schweinen werden unter Narkose zwei Herzkranzarterien geschädigt, indem in die eine ein Stent eingeführt wird und die andere ein Ballon. Durch Einfüllen einer Flüssigkeit dehnt sich der Ballon und schädigt die Innenwand des Blutgefäßes. Ebenso irritiert der Stent (eine ausfaltbare Metallröhre) das Gewebe. Wie der Stent und der Ballon eingeführt werden, wird nicht erwähnt, vermutlich über ein Blutgefäß in einem Bein. Nach 28 Tagen werden die Schweine erneut betäubt, um sie einer magnetresonanztomographischen Untersuchung zu unterziehen. Dazu wird ein Kontrastmittel in ein nicht genanntes Blutgefäß verabreicht. Zwei Tage später wird diese Untersuchung wiederholt. Dann werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um die Herzkranzgefäße gewebekundlich zu untersuchen.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: MRI of coronary wall remodeling in a swine model of coronary injury using an elastin-binding contrast agent

Autoren: Christian von Bary (1)*, Marcus Makowski (2), Anne Preissel (3), Alexandra Keithahn (2), Alice Warley (8), Elmar Spuentrup (4), Arno Buecker (5), Joel Lazewatsky (6), Richard Cesati (6), David Onthank (6), Nikolaus Schickl (9,10), Sylvia Schachoff (2), Jörg Hausleiter (7), Albert Schömig (7), Markus Schwaiger (2), Simon Robinson (6), Rene Botnar (2,9)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Regensburg, Franz-Josef-Strauß-Allee 11, 93053 Regensburg, (2) Nuklearmedizinische Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität, München, (3) Zentrum für Präklinische Forschung, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität, München, (4) Klinik für Radiologie, Universität Köln, Köln, (5) Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, (6) Lantheus Medical Imaging, North Billerica, MA, USA, (7) Deutsches Herzzentrum München, München, (8) Centre for Ultrastructural Imaging, King’s College London, London, Großbritannien, (9) Division of Imaging Sciences, King’s College London, London, Großbritannien, (10) Klinik für Anästhesiologie, HELIOS Klinik Wuppertal

Zeitschrift: Circulation and Cardiovascular Imaging 2011: 4; 147-155

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4384



Dokument 837Titel: Wiederholte Injektionen von rekombinantem morphogenetischen Humanknochen-Protein 2 verbessern die Kallus-Mikroarchitektur und die mechanische Steifigkeit bei einem Schafmodell für die Distraktions-Osteogenese
Hintergrund: Verbesserung einer etablierten Methode zur chirurgischen Verlängerung von Knochen.
Tiere: 12 Schafe
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Unter Narkose wird den Schafen am rechten Schienbein ein externer Halbringfixateur angelegt. Dazu werden oben und unten je drei lange Schrauben in den Knochen gedreht, die aus dem Knochen herausragen. Die herausragenden Enden der Schrauben werden mit Hilfe von Metallstangen miteinander verbunden. Nun wird der Knochen in der Mitte durchgesägt. Die Konstruktion aus Metallstreben und –schrauben hält die Knochenenden in der gleichen Position wie vor dem Sägeschnitt. Die Tiere erwachen aus der Narkose. Nach vier Tagen wird täglich an den Metallstreben manipuliert. Die Knochenenden werden täglich um 1,25 mm auseinandergezogen. Nach 20 Tagen ist der Schienbeinknochen 25 mm länger als vorher. Eine Gruppe von 6 Schafen erhält am Tag 3, 10 und 17 nach der Operation eine Injektion einer Testsubstanz in den Knochenspalt injiziert. Die anderen Tiere werden nicht behandelt. Nach der Knochenverlängerungsphase wird 50 Tage lang nicht am Knochen manipuliert. Dann werden die Schafe durch Überdosis eines Barbiturates getötet. Die Schienbeinknochen werden untersucht.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Repetitive recombinant human bone morphogenetic protein 2 injections improve the callus microarchitecture and mechanical stiffness in a sheep model of distraction osteogenesis

Autoren: Thilo Floerkemeier (1), Frank Witte (1), Jens Nellesen (2), Fritz Thorey (3), Henning Windhagen (1), Mathias Wellmann (1)*

Institute: (1) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Anna-von-Borries-Str. 1-6, 30625 Hannover, Institut für Qualitätskontrolle, Universität Dortmund, (3) Klinik für Orthopädische Chirurgie, ATOS-Klinik Heidelberg, Heidelberg

Zeitschrift: Orthopedic Reviews 2012: 4:e13; doi:10.4081/or.2012.e13. Epub 2012 Mar 9

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4383



Dokument 838Titel: Erste Ergebnisse nach zervikalem Bandscheibenersatz mit einem bioresorbierbaren Magnesium-Polymer-Cage – Eine tierexperimentelle und radiologische Studie im Schafmodell
Hintergrund: Test eines abbaubaren künstlichen Materials bei einer Operation, bei der ein Teil der Halswirbelsäule versteift wird.
Tiere: 24 Schafe
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Den Schafen wird unter Narkose etwas Knochenmaterial aus dem Beckenkamm entnommen. Im Nacken wird die Halswirbelsäule chirurgisch freigelegt. Zwei Bandscheiben der Halswirbelsäule werden entfernt. Die Lücken werden mit geraspeltem Knochenmaterial aus dem jeweils eigenen Becken sowie künstlichem, abbaubaren Material gefüllt. Die Wirbelkörper werden mit einer chirurgischen Metallplatte unbeweglich verschraubt und so versteift. Nach 3, 6, 12 und 24 Wochen werden jeweils sechs Schafe auf nicht genannte Weise getötet, um die Verwachsung der Halswirbelkörper zu beurteilen.

Bereich: Biomaterialforschung, Chirurgie

Originaltitel:

Autoren: Dorothea Daentzer (1), Thilo Flörkemeier (1), Ivonne Bartsch (1), Waseem Masalha (1), Bastian Welke (2), Theresa Kauth (3), Bernd Kujat (4), Katharina Kalla (2)

Institute: (1) Orthopädische Klinik, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (2) Labor für Biomechanik und Biomaterialien, Orthopädische Klinik, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (3) Institut für Kunststoffverarbeitung, RWTH Aachen, Aachen, (4) Institut für Werkstoffkunde, Leibniz-Universität Hannover, Garbsen (keine Adresse und kein federführender Autor angegeben)

Zeitschrift: Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012), Berlin, 23.-26.10.2012, doi:10.3205/12dkou439. und BioNanoMaterials 2012: 13 (1-4), 61

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4382



Dokument 839Titel: Deguelin vermindert Wiederdurchblutungsschäden und verbessert das Ergebnis nach einer orthotopen Lungentransplantation bei Ratten
Hintergrund: Verbesserung von Lungentransplantationen.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Janvier, St. Berthevin, Frankreich. Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt und fanden hauptsächlich an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Ein Teil der Versuche wurde bei der Firma Bayer, Wuppertal, durchgeführt.

Eine Testsubstanz, die die Entzündungsreaktion von transplantierten Lungen vermindern soll, wird zunächst an Ratten auf ihre mögliche Schädlichkeit geprüft. Den Ratten wird die Substanz drei Tage lang zweimal täglich mit einer Schlundsonde in den Magen verabreicht. Zum Vergleich erhalten einige Ratten eine wirkungslose Substanz (Kontrollgruppe). Nach drei Tagen werden die Ratten gewogen. Eine Tötung wird nicht erwähnt. In einem zweiten Experiment erhalten Gruppen von Ratten die Testsubstanz oder eine wirkungslose Substanz zweimal täglich per Schlundsonde in den Magen appliziert. Am vierten Tag werden die Ratten getötet. Die Lungen werden entnommen und untersucht.

In einem weiteren Experiment werden Lungentransplantationen vorgenommen. Dabei werden sowohl die Spender als auch die Empfänger drei Tage vor der Operation mit der Testsubstanz behandelt. Zum Vergleich werden in die Tiere einer Kontrollgruppe nicht behandelt. Nach drei Tagen wird der Brustkorb der Ratten unter Narkose auf der linken Seite aufgeschnitten. Bei den "Spendern" wird die linke Lunge entnommen und bei den "Empfängern" eingesetzt. Der Brustkorb wird chirurgisch verschlossen und die Ratten erwachen aus der Narkose. Die nicht mit der Testsubstanz vorbehandelten Tiere sterben durchschnittlich nach 17,4 Stunden. Die behandelten Ratten überleben bis sie 48 Stunden nach der Operation getötet werden.

Bereich: Transplantationsmedizin

Originaltitel: Deguelin attenuates reperfusion injury and improves outcome after orthotopic lung transplantation in the rat

Autoren: Patrick Paulus (1)*, Pia Ockelmann (1), Sabine Tacke (2), Nora Karnowski (3), Peter Ellinghaus (3), Bertram Scheller (1), Johannes Holfeld (4), Anja Urbschat (5), Kai Zacharowski (1)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Klinikum Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main, (2) Institut für veterinärmedizinische klinische Wissenschaften, Klinik für Kleintierchirurgie, Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen, (3) Klinische Pharmakologie, Global Biomarker, Bayer Pharma AG, Wuppertal, (4) Klinik für Herzchirurgie, Medizinische Hochschule Innsbruck, Innsbruck, Österreich, (5) Klinik für Urologie, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Zeitschrift: PLoS ONE 2012: 7(6), e39265

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4381



Dokument 840Titel: Ein neues Polytraumamodell bei Ratten: Molekulare Charakterisierung der frühen Entzündungsreaktion
Hintergrund: Untersuchung der Entzündungsreaktion bei Ratten mit mehreren Verletzungen. Das Ergebnis: Je mehr Verletzungen, desto mehr Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen.
Tiere: 352 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Jackson Laboratories, Bar Harbor, USA. Die Versuche wurden von der zuständigen Genehmigungsbehörde in Tübingen genehmigt. Die Versuche finden in finaler Narkose statt, d.h. die Tiere werden am Ende der Experimente getötet ohne dass sie aus der Narkose erwachen. Die Ratten werden in mehrere Gruppen eingeteilt. Je nach Gruppe werden den Tieren unterschiedliche Verletzungen zugefügt:

Um ein stumpfes Brustkorbtrauma hervorzurufen, wird eine einzelne Druckwelle auf den Brustkorb gerichtet. Ein Hirntrauma wird mit einer Vorrichtung erzeugt, bei der ein Gewicht auf den Schädel fallen gelassen wird. Aus 13 cm Höhe wird ein 650 g schweres Gewicht auf den rechten Unterschenkel fallen gelassen, so dass es zu einem Knochenbruch kommt. Im linken Unterschenkel wird eine Verletzung des Weichteilgewebes ohne Knochenbruch hervorgerufen, indem ein 170 g schweres Gewicht aus 180 cm Höhe fallen gelassen wird. Die Traumata werden je nach Gruppe einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen erzeugt.

Nach zwei oder vier Stunden werden jeweils einige Ratten getötet, um Blut und Organe zu untersuchen. Zum Vergleich werden jeweils einige "scheinoperierte", nicht verletzte Ratten getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Intensivmedizin, Traumatologie, Chirurgie

Originaltitel: A new experimental polytrauma model in rats: molecular characterization of the early inflammatory response

Autoren: Sebastian Weckbach (1), Mario Perl (1), Tim Heiland (1). Sonja Braumüller (1), Philip F. Stahel (2), Michael A. Flierl (2), Anita Ignatius (3), Florian Gebhard (1)*, Markus Huber-Lang (1)*

Institute: (1) Klinik für Orthopädie, Trauma-, Hand-, plastische und rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinikum Ulm, 89075 Ulm, (2) Department of Orthopaedic Surgery, Denver Health Medical Center, University of Colorado, Denver, CO, USA, (3) Institut für Orthopädische Forschung und Biomechanik, Zentrum für Muskuloskelettale Forschung Ulm, Universität Ulm, 89075 Ulm

Zeitschrift: Mediators of Inflammation 2012, doi:10.1155/2012/890816

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4380



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