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Datenbank Tierversuche

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Dokument 721Titel: Unterscheidung von Schmerzwahrnehmungsreflexen durch TTX-Resistenz und Opioid-Empfindlichkeit, die durch Ab- und C-Fasern bei der Katze hervorgerufen werden
Hintergrund: Untersuchungen zur Nervenimpulsweiterleitung.
Tiere: 14 Katzen
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden von der "Ethikkommission der Universität Göttingen" genehmigt. Es werden Katzen nicht genannter Herkunft, beiderlei Geschlechts im Alter von 1,5 bis 2,7 Jahren verwendet. Die Katzen werden unter Narkose operiert. Für Details der Operation wird auf eine Arbeit des federführenden Autors aus dem Jahr 2000 verwiesen. Aus einer anderen Veröffentlichung des Autors geht hervor, dass bei den Katzen ein Hirntod ausgelöst wird, indem die zum Kopf führenden Halsarterien freigelegt und vollständig abgebunden werden, so dass das Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wird. Das Herz schlägt aber weiter. Die Narkose wird abgestellt! Die Katze wird durch Pancuroniumbromid gelähmt und künstlich mit Luft beatmet. Die Körpertemperatur wird mit einer Heizmatte auf 37,5 Grad gehalten.

In der vorliegenden Arbeit werden folgende Experimente beschrieben: Verschiedene Nerven eines Hinterbein werden freigelegt und es wird Tetrodotoxin auf die Nerven geträufelt, das Gift des Kugelfisches. Das Gift unterbricht die Impulsweiterleitung des Nervs. Auf die Pfote wird ein Hitzestrahl von 48-52 Grad gerichtet. Am oberen Ende des Nervs, nahe dem Rückenmark, werden die ankommenden Impulse gemessen. Die Nerven werden elektrisch gereizt und wiederum die ankommenden Impulse am Rückenmark gemessen. Nach 60-70 Minuten wird das Tetrodotoxin abgewaschen und weitere 60-75 Minuten später wird Capsaicin aufgeträufelt, eine reizende Substanz, die z.B. aus Chilischoten gewonnen wird. Das Rückenmark wird mit Opioiden (schmerzlindernden Mittel) umspült oder diese werden in eine Vene injiziert. Die Messungen zur Impulsweiterleitung werden wiederholt. Schließlich werden die Katzen durch Injektion von Kaliumchlorid getötet. Das Gift löst einen Herzstillstand aus.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Differentiation between Ab and C fibre evoked nociceptive reflexes by TTX resistance and opioid sensitivity in the cat

Autoren: Eike D. Schomburg (1)*, Payam Dibaj (2), Heinz Steffens (1)

Institute: (1) Institut für Physiologie, Universität Göttingen, Humboldtallee 23, 37073 Göttingen, (2) Abteilung für Neurogenetik, Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Göttingen

Zeitschrift: Neuroscience Research 2011: 69, 241-245

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4355



Dokument 722Titel: Reaktionen des spinal-motorischen Systems auf den u-Opioid-Rezeptor-Agonisten DAMGO bei der Katze
Hintergrund: Untersuchungen zur Nervenimpulsweiterleitung.
Tiere: 16 Katzen
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden von der Genehmigungsbehörde in Niedersachsen genehmigt. Es werden erwachsene Katzen beiderlei Geschlechts und nicht genannter Herkunft verwendet. Die Katzen werden narkotisiert. Die zum Kopf führenden Halsarterien werden freigelegt und vollständig abgebunden, so dass das Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wird. Die Katze ist damit hirntot. Das Herz schlägt aber weiter. Die Narkose wird abgestellt! Die Katze wird durch Pancuroniumbromid gelähmt und künstlich mit Luft beatmet. Die Körpertemperatur wird mit einer Heizmatte auf 37,5 Grad gehalten. Nun wird über der Lendenwirbelsäule die Haut aufgeschnitten und es werden Fenster in vier Wirbel geschnitten. Sämtliche Nerven, die vom Rückenmark zum linken Hinterbein führen, werden durchtrennt und an die Enden werden Elektroden angebracht. Im linken Hinterbein werden fast alle Nerven durchtrennt, außer den Nerven, die zur Fußsohle ziehen. An den Nervenenden werden ebenfalls Elektroden befestigt. Die Nervenenden im Bein werden elektrisch gereizt und Elektroden an den abgeschnittenen Rückenmarksnerven zeichnen die ankommenden elektrischen Impulse auf. Auf die Fußsohle wird ein Hitzestrahl gerichtet, um die Schmerzweiterleitung zu untersuchen. Dann wird eine Testsubstanz in eine Vene injiziert, deren schmerzlindernde Wirkung getestet werden soll. Die Nervenreizungen und –aufzeichnungen werden wiederholt. Am Ende der Experimente werden die Katzen durch Injektion von Kaliumchlorid getötet.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Spinal motor actions of the u-opoid receptor agonist DAMGO in the cat

Autoren: Heinz Steffens*, Eike D. Schomburg

Institute: Institut für Physiologie, Universität Göttingen, Humboldtallee 23, 37073 Göttingen

Zeitschrift: Neuroscience Research 2011: 70, 44-54

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4354



Dokument 723Titel: Natürlich vorkommende Autoantikörper gegen ß-Amyloid: Untersuchungen ihrer Rolle bei transgenen Tieren und in In-vitro-Modellen der Alzheimer Krankheit
Hintergrund: Untersuchung der Rolle eines Antikörpers bei gentechnisch veränderten "Alzheimer-Mäusen".
Tiere: 118 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden gentechnisch veränderte Mäuse verwendet, die menschliche ß-Amyloid-Ablagerungen in ihren Nervenfasern ablagern, die charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind. Die Mäuse werden daher als "Modell" für die Alzheimer-Krankheit verwendet. Die Tiere werden über mindestens 8 Generationen mit "normalen" Mäusen gekreuzt. Ihre Nachkommen weisen z.T. die genetische Veränderung auf, z.T. nicht (Wildtyp-Mäuse). Es werden Mäuse beider Typen im Alter von 4 und 13 Monaten verwendet. Den Tieren werden einmal täglich 4 Wochen lang Antikörper in die Bauchhöhle injiziert, die gegen ß-Amyloid gerichtet sind, und die die Ablagerungen verhindern sollen. Ein Teil der Mäuse wird 5 Tage nach der letzten Injektion getötet, um die Hirnstrukturen zu untersuchen. Mit anderen Mäusen wird ein Verhaltenstest gemacht. Eine Maus wird für 10 Minuten in eine Kiste gesetzt, in der sich zwei identische Objekte befinden. 30 Minuten später wird die Maus erneut in die Kiste gesetzt. Das eine Objekt wurde allerdings an einer anderen Stelle platziert. Beschäftigt sich die Maus mehr mit dem Objekt an der neuen Stelle als mit dem nicht versetzen Objekt, wird das als gute Gedächtnisleistung gewertet, da die Maus gemerkt hat, dass das Objekt verschoben wurde. Wenn die Maus also viel an dem versetzen Objekt schnüffelt, hat der Test-Antikörper gewirkt und hat Alzheimer bei ihr verhindert.

Der Antikörper wurde bereits an einer kleinen Anzahl Patienten erprobt und hat gute Resultate gezeigt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Universitätskliniken Marburg-Gießen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Alzheimer-Forschung

Originaltitel: Naturally occurring autoantibodies against ß-amyloid: investigating their role in transgenic animal and in vitro models of Alzheimer’s Disease

Autoren: Richard Dodel(1)*, Karthikeyan Balakrishnan (1), Kathy Keyvani (2), Oliver Deuster (1), Frauke Neff (1), Luminita-Cornelia Andrei-Selmer (1), Stephan Röskam (1), Carsten Stüer (3), Yousef Al-Abed (4), Carmen Noelker (1), Monika Balzer-Geldsetzer (1), Wolfgang Oertel (1), Yansheng Du (5), Michael Bacher (1)

Institute: (1) Neurologische Klinik, Philipps-Universität Marburg, Baldingerstraße, 35043 Marburg, (2) Institut für Pathologie und Neuropathologie, Universität Essen, Essen, (3) Abteilung für Neurochirurgie, Technische Universität München, München, (4) Laboratory of Medicinal Chemistry, The Feinstein Institute for Medical Research, Manhasset, New York, USA, (5) Department of Neurology, Indiana University Medical School, Indianapolis, Indiana, USA

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2011: 31(15), 5847-5854

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4353



Dokument 724Titel: Telemetrische Hirndruckmessung mit dem ersten CE-anerkannten Gerät: Daten aus Tierversuchen und erste klinische Erfahrungen
Hintergrund: Test zweier neuer Sonden zur Messung des Hirndrucks.
Tiere: 14 Tiere verschiedener Arten (5 Ratten, 9 Minipigs)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Herkunft der Ratten wird nicht genannt. Bei den Ratten wird unter Narkose ein Schnitt in die Bauchdecke gemacht. Eine neu entwickelte Druckmesssonde sowie eine herkömmliche, in der Humanmedizin eingesetzte Sonde werden in die Bauchhöhle einoperiert. Die Bauchdecke wird zugenäht. Die Schläuche der Sonden führen zu einem Messgerät, das unter der Haut der Flanke einoperiert wird. Es erfolgen Druckmessungen über etwa 60 Minuten. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht erwähnt.

In einem zweiten Experiment werden 9 männliche Minischweine aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dänemark, verwendet. Bei den Tieren wird unter Narkose die Kopfhaut aufgeschnitten und es werden zwei Bohrlöcher (1 cm) in den Schädelknochen gebohrt. Die harte Hirnhaut wird aufgeschnitten. In ein Loch wird eine herkömmliche, in der Humanmedizin eingesetzte, Hirndruckmesssonde in das Hirngewebe eingeführt. In das zweite Loch werden zwei neue Hirndruckmesssonden eingelassen, eine in das Hirngewebe und eine unterhalb der harten Hirnhaut. Der richtige Sitz der Sonden wird durch Röntgenbilder bestätigt. Die Löcher werden mit Schwämmen zur Blutstillung und Wachs verschlossen, die Kopfhaut wird vernäht. Die Schweine erwachen aus der Narkose. Nach 3 und 6 Monaten werden die Tiere erneut narkotisiert, um die herkömmliche Sonde auszutauschen. Dazu wird ein neues Loch gebohrt. Nach 9 und 12 Monaten werden insgesamt fünf Schweine auf nicht genannte Weise getötet. Die vier verbleibenden Schweine lebten noch zum Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Sie sollen nach zwei Jahren getötet werden. Die neuen Messsonden wurden über einen Zeitraum von 19 Tagen bei einer Patientin implantiert.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Universität des Saarlandes, RWTH Aachen und Raumedic AG (die Firma, die alle drei getesteten Messsonden herstellt).

Bereich: Neurochirurgie

Originaltitel: Telemetric ICP measurement with the first CE-approved device: data from animal experiments and initial clinical experiences

Autoren: Michael Kiefer (1)*, Sebastian Antes (1), Steffen Leonhardt (2), Melanie Schmitt (1), Berk Orakcioglu (3), Oliver W. Sakowitz (3)

Institute: (1) Klinik für Neurochirurgie, Universitätskliniken des Saarlands, Kirrbergerstraße, 66421 Homburg, (2) Helmholtz-Institut, RWTH Aachen, (3) Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 111-116

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4352



Dokument 725Titel: Hirndruck-Telemetrie: Erste Erfahrungen aus einer experimentellen In-vivo-Studie unter Verwendung eines neuen Gerätes
Hintergrund: Test zweier neuer Sonden zur Messung des Hirndrucks.
Tiere: 13 Schweine (Göttinger Minipigs)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Minischweine stammen aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dänemark. Bei den Tieren wird unter Narkose die Kopfhaut aufgeschnitten und es werden zwei Bohrlöcher (1 cm) in den Schädelknochen gebohrt. Die harte Hirnhaut wird aufgeschnitten. In ein Loch wird eine herkömmliche, in der Humanmedizin verwendete Sonde zur Messung des Hirndrucks eingeführt. In das zweite Loch wird eine neue Sonde unter die harte Hirnhaut gesteckt. Neunzig Minuten lang wird der Hirndruck mit beiden Sonden gemessen. Dann wird eine andere, neue Sonde in das Hirngewebe gesteckt. Es folgen Messungen über weitere 90 Minuten. Schließlich werden die Sonden entfernt, und die Haut wird zugenäht. Die Schweine erwachen aus der Narkose und werden nicht getötet. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Studie wurde durch die Firma Raumedic GmbH, die alle drei getesteten Messsonden herstellt, finanziert. Co-Autor Michael Kiefer ist Berater der Firma.

Bereich: Neurochirurgie

Originaltitel: Intracranial pressure telemetry: First experience of an experimental in vivo study using a new device

Autoren: Berk Orakcioglu (1)*, Christopher Beynon (1), Modar M. Kentar (1), Regina Eymann (2), Michael Kiefer (2) Oliver W. Sakowitz (1)

Institute: (1) Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, (2) Klinik für Neurochirurgie, Universitätskliniken des Saarlands, 66421 Homburg

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 105-109

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4351



Dokument 726Titel: Der Druckreaktionsindex korreliert mit einer Funktionsstörung des Stoffwechsels bei einer Hirnblutung im Schweinemodell
Hintergrund: Folgen einer künstlich ausgelösten Hirnblutung auf verschiedene Messgrößen.
Tiere: 17 Schweine (32 kg)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ferkel (32 kg) ungenannter Herkunft werden in Narkose gelegt. In eine Hinterbeinarterie und eine Ohrvene werden Katheter (Plastikschläuche) gelegt. Die Haut am Schädel wird aufgeschnitten und es werden vier Löcher in den Schädelknochen gebohrt. Durch jedes Loch wird eine Sonde gesteckt, die verschiedene Messgrößen wie Hirndruck, Blutfluss und Sauerstoffgehalt messen. Nach 2 Stunden wird eine Hirnblutung simuliert. Dazu wird eine Kanüle (Hohlnadel) in eine Oberschenkelarterie gestochen, von der ein Schlauch bis zum Gehirn führt. Der Puls der Oberschenkelschlagader treibt Blut durch den Schlauch in das Gehirn, bis 3 ml Blut vergossen wurden. In den folgenden 10 Stunden werden weitere Messungen gemacht. Schließlich werden die Schweine auf nicht genannte Weise getötet, um den richtigen Sitz der Sonden und die Blutung im Gehirn zu kontrollieren.

Bereich: Traumaforschung, Intensivmedizin

Originaltitel: Pressure reactivity index correlates with metabolic dysfunction in a porcine model of intracerebral hemorrhage

Autoren: Edgar Santos (1)*, Berk Orakcioglu (1), Modar M. Kentar (1), Jennifer Diedler (2), Yoichi Uozumi (3), Michael Schöll (4), Andreas Unterberg (1), Oliver W. Sakowitz (1)

Institute: (1) Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, (2) Neurologische Klinik, Universität Heidelberg, (3) National Medical College, Tokorozawa, Japan, (4) Institut für Medizinische Informatik, Universität Heidelberg

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 114; 363-367

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4350



Dokument 727Titel: Belege für eine Ausbreitung einer Depolarisation in einem Modell für Hirnblutung beim Schwein
Hintergrund: Folgen einer künstlich ausgelösten Hirnblutung auf verschiedene Messgrößen.
Tiere: 10 Schweine
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Schweine ungenannter Herkunft und ungenannter Größe und Alter werden in Narkose gelegt. In eine Hinterbeinarterie und eine Ohrvene werden Katheter (Plastikschläuche) gelegt. Die Haut am Schädel wird aufgeschnitten. Der Schädelknochen über der rechten Hirnhälfte wird großflächig eröffnet. Die harte Hirnhaut wird aufgeschnitten und das Gehirn freigelegt. Über der linken Hirnhälfte wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Es werden diverse Messsonden in das Loch und durch die große Öffnung in das Hirngewebe gesteckt. Dann wird eine Hirnblutung simuliert. Für die genaue Prozedur wird auf einen ältern Artikel verwiesen. Aus einer anderen Arbeit der Autoren geht hervor, dass Blut aus einer Oberschenkelarterie verwendet wird. Es wird ein Schlauch von der Arterie bis zum Gehirn gelegt. Der Puls der Schlagader treibt das Blut durch den Schlauch zum Gehirn. Mit Hilfe der Sonden werden diverse Messgrößen wie arterieller Druck, Hirndruck, Temperatur, Sauerstoffsättigung usw. über einen Zeitraum von 19 Stunden bestimmt. Eine Tötung der Schweine am Ende der Experimente wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich.

Bereich: Traumaforschung, Intensivmedizin

Originaltitel: Evidence of spreading depolarizations in a porcine cortical intracerebral hemorrhage model

Autoren: Berk Orakcioglu (1)*, Yoichi Uozumi (2), Modar M. Kentar (1), Edgar Santos (1), Andreas Unterberg (1), Oliver W. Sakowitz (1)

Institute: (1) Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, (2) National Medical College, Tokorozawa, Japan

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 114; 369-372

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4349



Dokument 728Titel: Einfluss von Isofluran auf den Nervenzelltod und das Ergebnis bei einem Rattenmodell für ein Hirntrauma
Hintergrund: Wirkung der Narkosetiefe auf den Zelltod im Gehirn nach einer künstlichen Hirnverletzung.
Tiere: 29 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden mit dem Gas Isofluran narkotisiert. Eine Gruppe Ratten erhält eine normale Narkose, die andere eine höhere Dosis Isofluran und wird damit in tiefe Narkose versetzt. Zwei Stunden nach Beginn der Betäubung wird bei den Tieren ein Loch in die linke Seite des Schädels gebohrt. Ein pneumatisch getriebener Bolzen (3-5 mm) wird mit definierter Kraft und Geschwindigkeit (7 m/s) durch das Loch auf das Hirngewebe prallen gelassen. Anschließend wird das Loch im Schädel verschlossen. Die Ratten erwachen aus der Narkose. Nach 4 und 48 Stunden wird ein Verhaltenstest mit den Ratten durchgeführt. Ein Tier wird mehrfach auf eine schräge Platte gesetzt und es wird beurteilt, inwieweit sich das Tier darauf halten kann. Danach werden die Ratten auf nicht genannte Weise getötet, um die entstandenen Gewebeschäden zu untersuchen.

Bereich: Traumaforschung, Anästhesiologie

Originaltitel: Influence of isoflurane on neuronal death and outcome in a rat model of traumatic brain injury

Autoren: Daniel Hertle*, Christopher Beynon, K. Zweckberger, B. Vienenkötter, C.S. Jung, K. Kiening, Andreas Unterberg, Oliver W. Sakowitz

Institute: Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, 69120 Heidelberg

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 114; 383-386

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4348



Dokument 729Titel: Vergleich der Wirkungsweise von Medikament-freisetzenden Ballonkathetern zur Behandlung einer erneuten Verengung von Herzkranzgefäßen mit Hilfe eines Schweine-Tiermodells
Hintergrund: Ballonkatheter, die einen Wirkstoff abgeben sollen den erneuten Verschluss von implantierten Stents durch Gewebeneubildung mit Hilfe einer kontrollierten, kurzen Gabe des Wirkstoffs Paclitaxel verhindern. Dieses Verfahren ist schon etabliert und klinisch erfolgreich erprobt. In dieser Studie wird ein neuer Ballonkatheter der Firma, die die Studie finanziert hat, mit herkömmlichen verglichen und schneidet dabei am besten ab.
Tiere: 15 Schweine
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Der Versuch fand vermutlich unter deutscher Federführung bei der Firma AccelLab in Boisbriand, Quebec, Kanada, statt. Die 15 Schweine stammen vom Sinclair Research Center Inc. Columbia, Missouri, USA. Den Schweinen wird unter Narkose jeweils ein Metall Stent in drei große Herzkrankgefäße implantiert. Das sind kleine Metallröhren, die in Blutgefäße eingesetzt werden, um diese offen und durchgängig zu halten. Vor, während und nach dem Eingriff werden die Blutgefäße unter Zugabe eines Kontrastmittels mit bildgebenden Verfahren untersucht (Angiografie).

Die Tiere werden vier Testgruppen zuwiesen und mit vier verschiedenen Ballonkathetern behandelt. Darunter befindet sich ein konventioneller Ballonkatheter ohne Wirkstoff und drei Katheter mit dem Wirkstoff Paclitaxel in verschiedenen Konzentrationen und auf unterschiedlichen Arzneimittelträgern. Dieser Wirkstoff wird auch in der Krebstherapie angewendet und verhindert die Bildung von Geweben durch Verhinderung der Zellteilung.

Nach Einsetzen der Stents, werden den Tieren die verschiedenen Ballonkatheter eingeführt und für 60 Sekunden aufgepumpt, so dass Verletzungen der Blutgefäße rings um die Implantationsgebiete entstehen und so eine Neubildung der innersten Schicht der Blutgefäße forciert wird. Dabei wird der Wirkstoff Paclitaxel freigesetzt. Es wird nicht erwähnt, auf welche Weise Stents und Katheter eingeführt werden, vermutlich über eine Beinarterie.

Nach 28 Tagen werden die Tiere getötet und das Herz, die Arterien und angrenzenden Gewebe mikroskopisch untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Firma Biotronik SE & Co. KG, Berlin-Neukölln, finanziert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Comparative assessment of drug-eluting balloons in an advanced porcine model of coronary restenosis

Autoren: Michael Joner (1)*, Robert A. Byrne (1), Jean-Martin Lapointe (2), Peter W. Radke (4), Gerd Bayer (3), Kristin Steigerwald (1), Eric Wittchow (3)

Institute: (1) Deutsches Herzzentrum München, Lazarettstr. 36, 80636 München, (2) AccelLAB Inc, Boisbriand, Quebec, Canada, (3) Biotronik SE & Co. KG, Berlin-Neukölln, (4) Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Camus Lübeck, Lübeck

Zeitschrift: Thrombosis and Haemostasis 2011: 105; 864-872

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4347



Dokument 730Titel: Der Antikörper MT204, ein Interleukin-2-Gegenspieler, verzögert die Abstoßung einer allogenen Hauttransplantation bei nicht-menschlichen Primaten und wird gut toleriert
Hintergrund: Test eines Antikörpers, der eine Immunreaktion vermindern soll.
Tiere: 14 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter Federführung von Mitarbeitern der Firma Micromet mit Sitz in München und den USA am Biomedical Primate Research Centre (BPRC) in den Niederlanden statt. Es wird ein neu entwickelter Antikörper getestet, der gegen einen Botenstoff des Immunsystems gerichtet ist und so eine Immunreaktion des Körpers abschwächen soll. Der Antikörper wird 8 Rhesusaffen in unterschiedlichen Dosierungen und Abständen durch Injektion in eine Vene verabreicht. Die Tiere werden täglich auf das Vorhandensein von klinischen Symptomen untersucht. Bei Rhesusaffen wird unter Narkose ein 2x2 cm großes Hautstück aus dem Bauch herausgeschnitten und auf andere Rhesusaffen transplantiert. Bei den Transplantatempfängern handelt es sich um sechs Tiere. Ob die Spender die gleichen oder anderen Affen sind, ist unklar. Das Hautstück wird den Empfängern auf den Rücken zwischen die Schulterblätter transplantiert. Außerdem wird ein 2x2 cm großes Stück der eigenen Bauchhaut auf den Rücken transplantiert. Die Transplantate werden festgenäht und mit einem Wundverband abgedeckt. Drei Affen erhalten in den folgenden Tagen den Antikörper injiziert, die anderen drei eine wirkungslose Flüssigkeit. Am 9. Tag nach der Operation wird der Wundverband entfernt und die Abstoßungsreaktion beobachtet. Die transplantierten Hautstücke werden blutig und krustig, bis sie schließlich vollständig abgestoßen werden.

Die Arbeit wurde durch das 6. Rahmenprogramm der EU unterstützt.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: The interleukin-2 antagonizing antibody MT204 delays allogeneic skin graft rejection in non-human primates and is well tolerated

Autoren: Christine Plater-Zyberk (1,2)*, Dave M. Lopes Estevao (2), Sandrine d’Argouges (1,2), Krista G. Haanstra (3), Ivanela Kondova (3), Michel Vierboom (3), Thomas Boehm (1,2), Rüdiger Neef (1,2), Eva M. Vieser (1,2), Benno Rattel (1,2), Patrick A. Baeuerle (1,2), Margeet Jonker (3)

Institute: (1) Micromet Inc., Bethesda, MD, USA, (2) Micromet AG, Staffelseestr. 2, 81477 München, (3) Biomedical Primate Research Centre (BPRC), Rijwijk, Niederlande

Zeitschrift: Transplant Immunology 2011: 25, 133-140

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4346



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