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Datenbank Tierversuche

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Dokument 591Titel: Experimentelle Sepsis beeinträchtigt das humorale Gedächtnis bei Mäusen
Hintergrund: Immunreaktion bei experimenteller Blutvergiftung bei Mäusen.
Tiere: 96 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Die Mäuse werden bei Charles River, Sulzfeld gekauft. Den Mäusen werden verschiedene Substanzen in den Bauchraum injiziert, die das Immunsystem in Alarmbereitschaft versetzen. Die Injektion wird nach drei Wochen wiederholt. Nach acht Wochen wird unter Anästhesie der Bauch aufgeschnitten. In den Dickdarm wird ein Loch gestochen und ein Stent (kleines Rohr aus Draht, das normalerweise zum Offenhalten von Blutgefäßen verwendet wird) eingesetzt. Dadurch wird das Loch im Darm dauerhaft offen gehalten und Darminhalt kann in die Bauchhöhle fließen. Der mit Bakterien versetzte Darminhalt verursacht eine äußerst schmerzhafte Bauchfellentzündung. Die Bakterien treten in das Blut über und verursachen eine Blutvergiftung. Die Tiere erhalten ein Schmerzmittel. Innerhalb von 72 Stunden sterben 62 % der Mäuse. Vier Wochen nach der Operation werden die überlebenden Mäuse narkotisiert und getötet. Milz, Knochenmark und weitere Organe werden entfernt und auf Immunzellen untersucht.

Die Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Intensivmedizin, Sepsisforschung

Originaltitel: Experimental sepsis impairs humoral memory in mice

Autoren: Christian Pötschke (1), Wolfram Kessler (2), Stefan Maier (2), Claus-Dieter Heidecke (2), Barbara M. Bröker (1)*

Institute: (1) Institut für Immunologie und Transfusionsmedizin, Universität Greifswald, Sauerbruchstraße, 17487 Greifswald, (2) Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Abteilung für Allgemeine Chirurgie, Universität Greifswald, Greifswald

Zeitschrift: PLoS One 2013: 8(11); e81752. doi: 10.1371/journal.pone.0081752

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4485



Dokument 592Titel: Die Lektin-ähnliche Domäne von Thrombomodulin reduziert myokardiale Schäden durch Störung der HMGB1-vermittelten TLR2 Signale
Hintergrund: Untersuchungen von genmanipulierten Mäusen nach Herbeiführung eines Herzinfarktes durch Abklemmen der Herzarterien.
Tiere: 200 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg genehmigt. Es wird zuerst eine spezielle genetisch veränderte Mäuselinie gezüchtet. Wie, wird nicht erwähnt, aber im Allgemeinen werden dazu Mäuse über etwa 10 Generationen ingezüchtet. Den Tieren fehlt Leptin, ein Protein, das bei Entzündungen eine Rolle spielen soll. Die genetisch veränderte Inzuchtlinie hat eine erhöhte Anfälligkeit für Blutvergiftung, entzündliche Arthritis (Gelenkentzündung), Lungenschäden und Herzschäden nach Infarkt.

Den Mäusen wird eine Substanz in die Bauchhöhle injiziert, die die weißen Blutkörperchen zerstört. Zwei Tage später werden die Mäuse mit Isofluran betäubt und ein künstlicher Herzinfarkt wird herbeigeführt. Hierfür wird der Brustkorb aufgeschnitten und die linke Herzkranzarterie abgeklemmt. Nach 30 Minuten wird die Klemme entfernt und das Herz wird wieder durchblutet. Bei anderen Mäusen wird die Abschnürung dauerhaft belassen. Wie viele Mäuse danach sterben, wird nicht erwähnt, nur dass der künstliche Infarkt für die genetisch veränderten Mäuse "schädlich" sei. Die Tiere erhalten ein Schmerzmittel ins Trinkwasser. Die überlebenden Mäuse werden spätestens 7 Tage nach dem Infarkt betäubt und durch Entnahme des Herzens getötet.

Diese Studie wird unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung Münster (IZKF), der CSL Behring und dem kanadischen Institutes of Health Research.

Bereich: Herz-Kreislaufforschung

Originaltitel: Thrombomodulin’s lectin-like domain reduces myocardial damage by interfering with HMGB1-mediated TLR2 signaling

Autoren: Christine Herzog (1), Anika Lorenz (1), Hans-Jörg Gillmann (1), Arpita Chowdhury (1), Jan Larmann (1), Thomas Harendza (1), Frank Echtermeyer (1), Martin Müller (1), Martina Schmitz (2), Jörg Stypmann (3), Daniela G. Seidler (4), Martin Damm (5), Sebastian N. Stehr (6), Thea Koch (5), Kai C. Wollert (7), Edward M. Conway (8), Gregor Theilmeier (1)*

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover, (2) Anatomie und Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) Münster, Universitätsklinikum Münster, (3) Klinik für Kardiologie und Angiologie und IZKF Münster, Universitätsklinikum Münster, (4) Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie, Universitätsklinikum Münster, (5) Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Universitätsklinikum Dresden, Dresden, (6) Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Universitätsklinikum Jena, (7) Klinik für Kardiologie und Angiologie, Medizinische Hochschule Hannover, (8) Centre for Blood Research (CBR), Life Sciences Institute (LSI), Faculty of Medicine, Division of Hematology, University of British Columbia, Vancouver, Kanada

Zeitschrift: Cardiovascular Research 2013: 101(3), 400-4010

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4484



Dokument 593Titel: Verschiedene Aspekte von Immunzellen-Infiltration und Neurodegeneration bei akuter experimenteller autoimmuner Enzephalitis
Hintergrund: Untersuchung der verschiedenen Stadien einer experimentellen Hirnhautentzündung bei Mäusen als "Modell" für die Multiple Sklerose beim Menschen.
Tiere: 55 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Spezielle genveränderte, ingezüchtete Mausestämme werden bei Charles River in Sulzfeld gekauft und am Institut für Anatomie in Köln gehalten. Den Mäusen werden Freunds Adjuvans (ein Mineralöl), Tuberkulosebakterien und Keuchhustenbakteriengift unter die Haut injiziert, wodurch es zu einer Reaktion des körpereigenen Immunsystems kommt. Auf diese Weise wird eine experimentelle, akute Gehirnhautentzündung hervorgerufen. Diese gilt als "Modell" für die Multiple Sklerose des Menschen. Die darauf Symptome der Tiere werden in 5 Kategorien unterteilt: 0 - keine Symptome, 1 - hängender Schwanz, 2 - Hinterbeinschwäche, 3 - Hinterbeinlähmung, 4 - alle vier Gliedmaßen gelähmt und 5 - Tod.

Die Krankheit bricht meist etwa 10 Tage nach der Injektion aus. Am 15. Tag nach der Injektion werden die Symptome schwächer und am 20. Tag gibt es einen erneuten Schub. Bei jedem Krankheitsstadium werden einige injizierte Mäuse und einige nicht injizierte Kontrollmäuse getötet. Die letzten Mäuse werden nach drei Monaten getötet.

Diese Arbeit wurde durch Forschungsgelder von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Köln Fortune-Programm und der Imhoff-Stiftung unterstützt.

Bereich: Multiple-Sklerose-Forschung, Neurophysiologie

Originaltitel: Differential aspects of immune cell infiltration and neurodegeneration in acute and relapse experimental autoimmune encephalomyelitis

Autoren: Isabel A. Soellner (1), Jennifer Rabe (1), Victor Mauri (1), Janina Kaufmann (1), Klaus Addicks (1), Stefanie Kuerten (2)*

Institute: (1) Universität zu Köln, Institut I für Anatomie, Joseph Stelzmann-Straße 9, D-50931 Köln (2)* Anatomie und Zellbiologie, Universität Würzburg, Koellikerstr. 6, 97070 Wuerzburg

Zeitschrift: Clinical Immunology 2013: 149; 519-529. doi: 10.1016/j.clim.2013.10.011

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4483



Dokument 594Titel: Auswirkungen auf das Herz und die Nieren einer salzreichen Ernährung bei GDNF + / - Mäusen, mit einer niedrigen Anzahl von Nephronen
Hintergrund: Auswirkung von Salz auf die Nieren von genetisch veränderten Mäusen.
Tiere: 75 Mäuse
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wird von der Regierung von Mittelfranken genehmigt. Spezielle genveränderte, ingezüchtete Mausestämme kommen von Prof. K. Krieglstein und Dr. S. Hermann von der Universität Göttingen. Die Tiere weisen eine geringere Anzahl von Nephronen in der Niere auf. Ein Nephron ist die funktionelle Untereinheit in der Niere. Drei Gruppen von Mäusen werden für vier Wochen verschiedene Salzkonzentrationen im Trinkwasser verabreicht. Dann wird den Mäusen unter Isofluran-Narkose ein Halsschlagader Katheter gelegt. Dadurch kann bei den wachen Mäusen zwei Stunden nach der Narkose der Blutdruck in der Arterie gemessen werden. Danach werden den Mäusen unter Narkose Nieren, Herz und Aorta (Hauptschlagader) zur Untersuchung entfernt.

Die Studie wird von der Friedrich-Alexander Universität (ELAN + IZKF) und der Deutschen Hochdruckliga unterstützt.

Bereich: Innere Medizin, Nierenforschung

Originaltitel: Cardiovascular and Renal Effects of High Salt Diet in GDNF+/- Mice with Low Nephron Number

Autoren: Julia Schlote, Agnes Schröder, Anke Dahlmann, Britta Karpe, Nada Cordasic, Christoph Daniel, Karl Friedrich Hilgers, Jens Titze, Kerstin Amann, Kerstin Benz*

Institute: IZKF Nachwuchsgruppe, Kinder- und Jugendklinik, Universitätsklinikum Erlangen, Loschgestraße 15, 91054 Erlangen

Zeitschrift: Kidney and Blood Pressure Research 2013: 37(4-5); 379-391. DOI: 10.1159/000355716

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4482



Dokument 595Titel: Phospholipase D1 ist bei einer a1-adrenergen Kontraktion der glatten Gefäßmuskulatur beteiligt
Hintergrund: Blutgefäße im Zusammenspiel mit Muskeln bei toten Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern genehmigt. Es werden drei verschiedene genetisch veränderte Mäusestämme inngezüchtet (über mehrere Generationen rückgekreuzt). Für wie viele Generationen wird nicht erwähnt, normalerweise sind dies etwa 10 Generationen. Die Mäuse werden 5 Tage mit Tamoxifen behandelt. Tamoxifen ist ein Brustkrebsmittel, das normalerweise oral gegeben wird, dies wird im Artikel aber nicht erwähnt. Alle Mäuse werden durch Enthauptung getötet. Danach werden die Versuche mit dem toten Körper gemacht.

Die Studie wurde von der Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Zellphysiologie

Originaltitel: Phospholipase D1 is involved in a1-adrenergic contraction of murine vascular smooth muscle

Autoren: Jörg W. Wegener (1), Florian Loga (1), David Stegner (2), Bernhard Nieswandt (2), Franz Hofmann (1)*

Institute: (1) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Technische Universität München, Biedersteiner Str. 29, 80802 München (2) Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin, Universitätsklinikum Würzburg und Rudolf-Virchow-Zentrum, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin, Universität Würzburg, Würzburg

Zeitschrift: The FASEB Journal 2013: fj.13-237925.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4481



Dokument 596Titel: DMBT1 hat keinen Einfluss auf einen durch westliche Ernährungsweise induzierten Leberschaden bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchungen der Lebern von Mäusen, bei denen unser "Westlicher Ernährungsstil" nachgeahmt wird.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Es werden spezielle, genveränderte Mäuse über mehrere Generationen gezüchtet. Wie viele Generationen und wie viele Mäuse wird nicht erwähnt. Die Hälfte der Mäuse wird mit normalem Mäusefutter gefüttert, die andere Hälfte erhält ein Futter mit erhöhtem Anteil von Zucker, Fett und Cholesterin ("Westlicher Ernährungsstil"). Bei diesen Tieren kommt es zur Ausbildung einer Fettleber. Die Mäuse werden nach etwa 10 Wochen unter Narkose durch Entnahme der Leber getötet.

Die Arbeit wird vom Zentrum für Ernährungsmedizin Tübingen - Hohenheim (ZEM) finanziert.

Bereich: Ernährungswissenschaften

Originaltitel: Dmbt1 does not affect a Western style diet-induced liver damage in mice

Autoren: Astrid Reichold (1), Sibylle A. Brenner (1), Karin Förster-Fromme (1), Ina Bergheim (2), Jan Mollenhauer (3), Stephan C Bischoff (1)*

Institute: (1)* Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim, Fruwirthstrasse 12, 70599 Stuttgart (2) Institut für Ernährungswissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Jena (3) Molecular Oncology and NanoCAN Center of Excellence, University of Southern Denmark, Odense, Denmark

Zeitschrift: Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition 2013: 53(3); 145-9. doi: 10.3164/jcbn.13-31. Epub 2013 Sep 27

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4480



Dokument 597Titel: Der zytotoxische nekrotisierende Faktor von Yersinia pseudotuberculosis (CNFY) verstärkt die Entzündung und Yop-Lieferung während der Infektion durch Aktivierung der Rho-GTPasen
Hintergrund: Bakterieninfektion bei Mäusen und Untersuchung der Organe.
Tiere: 100 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genehmigt. Genetisch veränderte Mäuse werden von Janvier, Sankt Berthevin Cedex, Frankreich, erworben und in der Tierhaltung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung gehalten. Die Mäuse werden in Gruppen von 7-10 Tieren oral unter Verwendung einer Magensonde mit Bakterien von verschiedenen Stämmen infiziert. Bei den Bakterien handelt es sich um Erreger der Pseudotuberkulose, einer Infektionskrankheit, die hauptsächlich bei Nagetieren und Vögeln vorkommt.

Die Infektion führt in der Regel zu einer Magen-Darm-Entzündung und zur Bildung von Abszessen oder Schäden mit absterbendem Gewebe (Nekrosen). Die Anzeichen bei den Mäusen sind Gewichtsverlust und Lethargie. Die meisten Mäuse sterben innerhalb von 4-6 Tagen. Manche Mäuse werden mit Kohlendioxid vergast, um die Organe zu entnehmen. Spätestens nach 14 Tagen werden die letzten Mäuse vergast.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Helmholtz Stiftung (HGF) und dem Fonds der Chemischen Industrie finanziert.

Bereich: Bakteriologie, Infektionsforschung

Originaltitel: The cytotoxic necrotizing factor of Yersinia pseudotuberculosis (CNFY) enhances inflammation and Yop delivery during infection by activation of rho GTPases

Autoren: Janina Schweer (1), Devesha Kulkarni (2), Annika Kochut (1), Joern Pezoldt (2), Fabio Pisano (1), Marina C. Pils (3), Harald Genth (4), Jochen Huehn (2), Petra Dersch (1)*

Institute: (1)* Molekulare Infektionsbiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig (2) Molekulare Immunologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Braunschweig (3) Mauspathologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Braunschweig (4) Institut für Toxikologie, Medizinische Hochschule Hannover

Zeitschrift: PLoS Pathog. 2013: 9(11); e1003746. doi: 10.1371/journal.ppat.1003746. Epub 2013 Nov 7.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4479



Dokument 598Titel: Exogene Gabe einer rekombinanten Variante von TWEAK beeinträchtigt die Heilung nach einem Myokardinfarkt durch Verschlimmerung der Entzündung
Hintergrund: Untersuchung von Mäusen mit einem künstlichen Herzinfarkt in Bezug auf verschiedene Proteine. Bei einigen Mäusen platzt das Herz infolge der Behandlung.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung in Unterfranken genehmigt. Genetisch veränderte Mäuse werden von Harlan Laboratories, Eystrup, gekauft. Die Mäuse werden betäubt und das linke Herzkranzgefäß wird mit einem Seidenfaden abgebunden. Direkt nach dem künstlichen Infarkt werden den Mäusen verschiedene Proteine, die bei der Entzündung eine Rolle spielen, in die Bauchhöhle injiziert. Die Behandlung mit den Proteinen wird sechsmal für 3 Wochen wiederholt. Bei einem Teil der Mäuse platzt das Herz infolge der Behandlung! Die Tiere werden tot mit Blutgerinnseln in der Brusthöhle im Käfig aufgefunden. Überlebenden Mäusen wird unter Narkose ein Gift ins Herz injiziert, um sie zu töten. Die letzten Tiere werden spätestens nach 8 Wochen getötet. Es wird nicht erwähnt wie viele Mäuse für die jeweiligen Experimente verbraucht wurden oder wie viele Mäuse während der Versuche gestorben sind.

Die Arbeit wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Krebshilfe (DKH) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Bereich: Innere Medizin, Herz-Kreislaufforschung

Originaltitel: Exogenous Administration of a Recombinant Variant of TWEAK Impairs Healing after Myocardial Infarction by Aggravation of Inflammation

Autoren: Christina Pachel (1,2), Denise Mathes (1,2), Barbara Bayer (1,2), Charlotte Dienesch (1,2), Gaby Wangorsch (3), Wolfram Heitzmann (1,2), Isabell Lang (4), Hossein Ardehali (5), Georg Ertl (1,2), Thomas Dandekar (3), Harald Wajant (4), Stefan Frantz (1,2)*

Institute: (1)* Medizinische Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums, Zentrum Innere Medizin (ZIM), Oberdürrbacher Straße 6, D-97080 Würzburg (2)* Herzzentrum Würzburg, Josef-Schneider-Str. 2, 97080 Würzburg (3) Lehrstuhl für Bioinformatik, Biozentrum, Universität Würzburg (4) Abteilung für Molekulare Innere Medizin, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg (5) Feinberg Cardiovascular Research Institute, Northwestern University, Chicago, Illinois, USA

Zeitschrift: PLoS One 2013: 8(11); e78938. doi: 10.1371/journal.pone.0078938.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4478



Dokument 599Titel: Die Aktivierung von Rac-1 und RhoA führt zur Verletzung von Nierenzellen bei chronischer Nierenkrankheit
Hintergrund: Untersuchungen von Mäusen mit zu 5/6 entfernten Nieren.
Tiere: 100 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von einer Genehmigungsbehörde in Hessen genehmigt. Genetisch veränderte Mäuse werden bei Harlan, Borchen, gekauft. Unter Betäubung wird die linke Nierenarterie abgebunden, damit die Niere nicht mehr durchblutet werden kann (renale Ischämie) und es wird etwa ein Drittel der Niere entfernt. Nach 7 Tagen Erholung wird die rechte Niere komplett entfernt. Die Entfernung von insgesamt 5/6 der Nieren soll chronisches Nierenversagen beim Menschen simulieren. Innerhalb der ersten 3 Tage sterben etwa 20% der Mäuse.

Anschließend werden den überlebenden Tieren verschiedene Substanzen über das Trinkwasser verabreicht. Einige Mäuse erhalten eine Injektion mit einer Chemikalie namens "Rac -1-Inhibitor EHT 1864". In der folgenden Zeit wird mehrfach der Blutdruck gemessen, indem eine Manschette um den Schwanz gelegt wird. Einige Mäuse werden für 24 Stunden in einen so genannten metabolischen Käfig gesperrt, in dem der Urin der Tiere aufgefangen wird. Nach spätestens acht Wochen werden die noch lebenden Mäuse unter Narkose, durch Entnahme der Organe, getötet.

Die Arbeit wird durch die Goethe Universität Frankfurt und der Firma Sanofi-Aventis finanziert.

Bereich: Innere Medizin, Nierenforschung

Originaltitel: Activation of Rac-1 and RhoA Contributes to Podocyte Injury in Chronic Kidney Disease

Autoren: Andrea Babelova (1), Felix Jansen (1), Kerstin Sander (2), Matthias Löhn (3), Liliana Schäfer (4), Christian Fork (1), Hartmut Ruetten (3), Oliver Plettenburg (3), Holger Stark (2), Christoph Daniel (5), Kerstin Amann (5), Hermann Pavenstädt (6), Oliver Jung (1,7), Ralf P. Brandes (1)*

Institute: (1)* Zentrum der Physiologie, Goethe-Universität Frankfurt, Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt am Main (2) Pharmazeutische Chemie, Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt am Main (3) Sanofi Deutschland GmbH, Frankfurt am Main (4) Pharmazentrum Frankfurt, Universitätsklinikum, Frankfurt am Main (5) Nephropathologische Abteilung im Pathologischen Institut, Universitätsklinikum Erlangen (6) Universitätsklinikum Münster, Allgemeine Innere Medizin, Medizinische Klinik D, Münster (7) Medizinische Klinik III: Kardiologie, Angiologie/Hämostaseologie, Nephrologie, Universitätsklinikums Frankfurt, Frankfurt am Main

Zeitschrift: PLoS One. 2013: 8(11); e80328. doi: 10.1371/journal.pone.0080328.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4477



Dokument 600Titel: Anvisieren von myeloischen Zellen ins Gehirn durch nicht-myeloablative Konditionierung
Hintergrund: Untersuchung des Mäusegehirns nach Zerstörung des Knochenmarks und einer Knochenmarktransplantation.
Tiere: 100 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Genetisch veränderte Mäuse werden von Charles River, Sulzbach, erworben oder kommen aus der Zuchteinrichtung der Charité:, Berlin. Vor jeder Behandlung werden die Mäuse durch eine Injektion betäubt. Jeweils ein Teil der Mäuse wird unterschiedlich bestrahlt: nur der Kopf oder der ganze Körper. Die Bestrahlung erfolgt mit einer Caesium137 Quelle. Caesium137 verursacht eine Strahlenkrankheit, zerstört das Knochenmark und bewirkt eine Entzündung des zentralen Nervensystems. Manche Tiere erhalten zwei Injektionen von Busulfan, ein Zytostatikum, das das Zellwachstum, beziehungsweise die Zellteilung hemmt. Bei manchen Mäusen wird der rechte Gesichtsnerv durchschnitten, wodurch es zur Lähmung der Tasthaare auf der Seite kommt. Nach den verschiedenen Behandlungen werden Knochenmarkszellen aus anderen genetisch veränderten Mäusen in die Blutbahn injiziert. Nach der Knochenmarkstransplantation erhalten die Tiere täglich Injektionen von Rapamycin, ein Medikament, dass das Immunsystem unterdrückt. Spätestens 16 Wochen später werden alle Mäuse getötet.

Die Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Targeting Myeloid Cells to the Brain Using Non-Myeloablative Conditioning

Autoren: Chotima Böttcher (1), Francisco Ferná:ndez-Klett (1), Nadine Gladow (1), Simone Rolfes (1), Josef Priller (1,2)*

Institute: (1) Experimentelle und Molekulare Psychiatrie, Labor für Molekulare Psychiatrie, Charité: - Universitätsmedizin Berlin, Charité:platz 1, 10117 Berlin. (2) NeuroCure, Exzellenzkluster, Berlin

Zeitschrift: PLoS One 2013: 8 (11); e80260. doi: 10.1371/journal.pone.0080260.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4476



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