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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1471Titel: Wirkung von chronischer Citalopram-Behandlung auf die Serotonin- und stressregulierenden Gene in einer bestimmten Hirnregion der Ratte
Hintergrund: Genveränderungen im Gehirn von sozial gestressten Ratten, die mit einem schon lange beim Menschen angewendeten Antidepressivum behandelt werden.
Tiere: 32 Ratten (mehr als)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die männlichen Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borchen. Die Tiere werden einzeln in Plastikkäfigen gehalten. Fünf Wochen lang werden sie einmal täglich eine Stunde lang chronisch-sozialem Stress ausgesetzt. Dazu werden sie in den Käfig eines anderen Männchens gesetzt. Dieses Männchen lebt normalerweise mit einem sterilisierten Weibchen in einem Käfig. Das Weibchen wird herausgenommen und das Versuchsmännchen hineingesetzt. Das Käfigbewohnermännchen attackiert den Eindringling. Daraufhin wird das Versuchsmännchen in einem kleinen Drahtkäfig eine Stunden lang in den Käfig der Käfigbewohnerratte gesetzt. Dadurch ist dieses zwar vor Verletzungen durch den Bewohner geschützt, ist aber dennoch einem dauernden Stress ausgesetzt. Jeden Tag wird das Versuchsmännchen zu einem anderen Käfigbewohner gesetzt, damit die Tiere sich nicht aneinander gewöhnen können. Eine Woche nach Beginn des Stresses, erhält ein Teil der Tiere Citalopram über das Trinkwasser, ein beim Menschen schon lange im Einsatz befindliches Antidepressivum. Eine andere Gruppe Ratten wird gestresst, aber nicht behandelt. Die gestressten, unbehandelten Tiere zeigen stärkere Depressionserscheinungen, wie verminderte Gewichtszunahme. Schließlich werden die Ratten durch Köpfen getötet. Das Blut wird aufgefangen und untersucht, ebenso wie das Gehirn.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Psychiatrie, Psychopharmakologie

Originaltitel: Effect of chronic citalopram on serotonin-related and stress-regulated genes in the dorsal raphe nucleus of the rat

Autoren: Nashat Abumaria (1)*, Rafal Rygula (1,2,3), Christoph Hiemke (4), Eberhard Fuchs (1,2,5), Ursula Havemann-Reinecke (2,3), Eckart Rüther (2,3), Gabriele Flügge (1,2)

Institute: (1) Labor für Klinische Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum, 37077 Göttingen, (2) DFG Forschungszentrum "Molekulare Physiologie des Gehirns" (CMPB), Göttingen, (3) Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Göttingen, Kellnerweg 4, 37075 Göttingen, (4) Abteilung für Psychiatrie , Universität Mainz, (5) Abteilung für Neurologie, Universität Göttingen

Zeitschrift: European Neuropsychopharmacology 2007: 17, 417-429

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3738



Dokument 1472Titel: Monoaminoxidase-Hemmung und MPTP-induzierte Nervengiftigkeit bei nicht-menschlichen Primaten: Vergleich von Rasagilin (TVP 1012) und Selegilin
Hintergrund: Vergleich zweier Parkinson-Medikamente bei Weißbüscheläffchen, die durch Injektion eines Nervengiftes Parkinson-ähnliche Symptome zeigen.
Tiere: 24 Affen (Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Den Weißbüscheläffchen wird täglich Rasagilin oder Selegilin, beides Parkinson-Medikamente, injiziert. Am vierten Behandlungstag erhalten die Tiere viermal hintereinander ein Nervengift gespritzt, das bei unbehandelten Tieren Parkinson-ähnliche Symptome erzeugt. Eine Gruppe bekommt nur das Nervengift, zwei weitere nur die Medikamente. Die Kontrollgruppe wird mit einer Kochsalzlösung behandelt. In den folgenden Tagen werden die Affen täglich zwei Stunden lang in einen Käfig gesperrt, der mit 19 Infrarotschranken ausgestattet ist. So können die Bewegungen der Tiere registriert werden. Die Affen zeigen Bewegungsstörungen, Steifheit und gebeugte Haltung. Einige Tiere sind mitunter nicht mehr in der Lage, selbstständig zu fressen. Sie müssen handgefüttert werden. Am 7. Tag nach Beginn der Experimente werden die Affen unter Narkose getötet. Ihre Gehirne werden entfernt und untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Forschung und Technologie, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und TEVA Pharmaceutical Company Israel Golding Parkinson"s Disease Research Fund, Jerusalem.

Bereich: Parkinson-Forschung

Originaltitel: Monoamine oxidase-inhibition and MPTP-induced neurotoxicity in the non-human primate: comparison of rasagiline (TVP 1012) with selegiline

Autoren: A. Kupsch (1,5)*, J. Sautter (1), M.E. Götz (3,6), W. Reithaupt (3), J. Schwarz (1), M.B.H. Youdim (4), P. Riederer (3), M. Gerlach (3), W.H. Oertel (1,2)

Institute: (1) Abteilung für Neurologie, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität und Institut für Physiologie, (2) Abteilung für Neurologie, Medizinisches Zentrum für Nervenheilkunde, Philipps-Universität Marburg, (3) Klinische Neurochemie, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, (4) Department of Pharmacology, Rappaport Family Research Institute, Faculty of Medicine, Technion, Haifa, Israel, (5)* Abteilung für Neurologie, Campus Virchow, Charite, 13353 Berlin, (6) Abteilung für Toxikologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Zeitschrift: Journal of Neuronal Transmission 2001: 108, 985-1009

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3737



Dokument 1473Titel: Reduzierte Ausprägung von Complexin I und II bei Ratten, die auf erlernte Hilflosigkeit gezüchtet wurden
Hintergrund: Erstellung einer Zuchtlinie von Ratten mit erlernter Hilflosigkeit als "Modell" für Depressionen und Untersuchungen ihrer Gehirne.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Ratten werden über mehr als 50 Generationen auf erlernte Hilflosigkeit bzw. nicht erlernte Hilflosigkeit gezüchtet. Die erlernte Hilflosigkeit gilt als "Modell" für Depressionen.

Dazu werden Ratten im Alter von 9 Wochen in eine Box mit einem Metallgitterboden gesetzt. Das Gitter wird 60 Sekunden unter Strom gesetzt. Das Drücken eines Hebels kann den Strom und damit den Schmerz beenden. Ratten, die sich ihrem Schicksal ergeben und den Hebel in 10 von 15 Versuchen nicht drücken, werden als "erlernt hilflos" bezeichnet. Ratten, die den Hebel bei 15 Fußschocks mindestens 10mal drücken, sind "nicht erlernt hilflos". Mit diesen Tieren wird jeweils weitergezüchtet. Jeweils einige Ratten aus den über mehr als 50 Generationen erstellten Zuchtlinien werden fünf Wochen lang mit den Fußschocks getestet, bevor sie getötet werden, um die Gehirne zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Reduced expression of complexins I and II in rats bred for learned helplessness

Autoren: Mathias Zink (1)*, Barbara Vollmeyer (1), Peter J. Gebicke-Haerter (1), Fritz A. Henn (2), Johannes Thome (3)

Institute: (1) Zentralinstitut für Mentale Gesundheit, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, 68072 Mannheim, (2) Brookhaven National Laboratory, New York, USA, (3) University of Wales, The School of Medicine, Department of Psychiatry, Swansea, Großbritannien

Zeitschrift: Brain Research 2007: 1144, 202-208

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3736



Dokument 1474Titel: Gradient-Echo- und CRAZED-Imaging zur Darstellung von Alzheimer-Ablagerungen bei einem (…) Mäusemodell
Hintergrund: Darstellung von Alzheimer-Ablagerungen bei transgenen Mäusen mit Hilfe der Kernspintomographie.
Tiere: 8 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Es werden transgene Mäuse verwendet, die durch gentechnische Veränderung Ablagerungen im Gehirn aufweisen, die denen von Alzheimer-Patienten ähneln. Außerdem werden fünf normale Mäuse verwendet. Die Mäuse werden unter Betäubung mittels Kernspintomographie untersucht. Anschließend werden die Tiere durch Genickbruch getötet. Ihre Gehirne werden entnommen und ebenfalls kernspintomographisch gescannt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Alzheimer-Forschung, Bildgebende Verfahren

Originaltitel: Gradient-echo and CRAZED imaging for minute detection of Alzheimer plaques in an APP v7171X ADAM10-dn mouse model

Autoren: Cornelius Faber (1)*, Benjamin Zahneisen (1), Frank Tippmann (2), Anja Schroeder (2), Falk Fahrenholz (2)

Institute: (1) Abteilung für Experimentelle Physik 5, Universität Würzburg, Am Hubland, 97074 Würzburg, (2) Institut für Biochemie, Universität Mainz

Zeitschrift: Magnetic Resonance in Medicine 2007: 57, 696-703

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3735



Dokument 1475Titel: Hoch dosiertes Aspirin und eine Umbildung der linken Herzkammer nach einem Herzinfarkt
Hintergrund: Untersuchung, ob Aspirin die Entzündung des Herzens nach einem Herzinfarkt vermindert. Diese Therapie ist beim menschlichen Patienten längst etabliert.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Mäusen wird die linke Herzkranzarterie abgebunden, um einen Herzinfarkt auszulösen. Den Tieren wird eine Minipumpe unter die Haut zwischen den Schulterblättern implantiert. Diese gibt in den nächsten vier Wochen bei der Hälfte der Mäuse kontinuierlich eine Aspirin-Lösung an das Gewebe ab. Die andere Hälfte erhält eine Kochsalzlösung. Nach zwei Wochen wird die Pumpe ausgewechselt. Einen, 7 und 28 Tage nach ersten Operation wird bei den Tieren unter leichter Betäubung eine Herzultraschalluntersuchung vorgenommen. Schließlich werden die Mäuse auf nicht beschriebene Weise getötet. Die Herzen werden entnommen und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft untersucht.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: High dose aspirin and left ventricular remodeling after myocardial infarction

Autoren: Anna Adamek, Kai Hu, Barbara Bayer, Helga Wagner, Georg Ertl, Johann Bauersachs, Stefan Frantz*

Institute: Medizinische Klinik und Poliklinik I der Universität Würzburg, Josef-Schneider-Straße 2, , 97080 Würzburg

Zeitschrift: Basic Research in Cardiology 2007: 102, 334-340

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3734



Dokument 1476Titel: R2- und R2*-Mapping zum Aufspüren von zellgebundenen superparamagnetischen Nanopartikeln: In-vitro- und In-vivo-Tests an Mäusen
Hintergrund: Aufspüren von Zellen mittels Kernspintomographie.
Tiere: 9 Mäuse
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. In menschliche Lungenkarzinomzellen werden Eisenoxidpartikel in Nanogröße eingebracht. Die Krebszellen mit den Nanopartikeln werden drei narkotisierten Mäusen unter die Haut beider Flanken injiziert. Drei Mäuse erhalten nur die Eisenoxidpartikel, weitere drei Tiere nur die Zellen injiziert. Anschließend werden die Mäuse mittels Kernspintomographie gescannt. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Gesundheit und Forschung.

Bereich: Bildgebende Verfahren

Originaltitel: R2 and R2* mapping for sensing cell-bound superparamagnetic nanoparticles: in vitro and murine in vivo testing

Autoren: Rebecca Kuhlpeter (1), Hannes Dahnke (2), Lars Matuszewski (1), Thorsten Persigehl (1), Angelika von Waldbrunn (1), Thomas Allkemper (1), Walter L. Heindel (1), Tobias Schaeffer (2), Christoph Bremer (1,3)*

Institute: (1) Abteilung für Klinische Radiologie, Universitätsklinikum Münster, Albert-Schweitzer-Straße 33, 48129 Münster, (2) Philips Research Laboratories Hamburg, Hamburg, (3) Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung, Münster

Zeitschrift: Radiology 2007: 245 (2), 449-457

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3733



Dokument 1477Titel: Aus Nanopartikeln freigesetzte Thioflavine zielen ab auf Amyloid-ß im Hippocampus von APP/PS1-transgenen Mäusen
Hintergrund: Wirkstofftransport in bestimmte Hirnregionen durch Nanopartikel bei transgenen Mäusen, die als "Modell" für die Alzheimer-Krankheit dienen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Es werden in Finnland gezüchtete, transgene Mäuse sowie deren "normale" Geschwister verwendet. Die Versuche finden an der Universität Leipzig statt. Die gentechnische Veränderung bei den Mäusen bewirkt, dass sie ab einem Alter von vier Monaten Ablagerungen im Gehirn ausbilden. Diese dienen als "Modell" für die Alzheimer-Krankheit. Unter Narkose wird der Kopf einer Maus in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Durch ein Loch im Schädelknochen wird eine Testsubstanz in einen bestimmten Hirnbereich injiziert. Diese besteht aus Latex-Nanopartikeln, die mit einem Wirkstoff gefüllt sind. Nach drei Tagen werden die Mäuse getötet, indem sie unter Narkose mit Formalin durchströmt werden.

Bereich: Nanomedizin, Alzheimer-Forschung

Originaltitel: Thioflavins released from nanoparticles target fibrillar amyloid ß in the hippocampus of APP/PS1 transgenic mice

Autoren: T. Siegemund (1,2), B.-R. Paulke (3), H. Schmiedel (2), N. Bordag (1), A. Hoffmann (4), T. Harkany (5), H. Tanila (6), J. Kacza (4), W. Härtig (1)*

Institute: (1) Abteilung für Neurochemie, Paul Flechsig Institut für Hirnforschung, Universität Leipzig,Jahnallee 59, 04109 Leipzig, (2) Fakultät für Physik und Geowissenschaften, Universität Leipzig, (3) Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung, Golm, (4) Abteilung für Histologie und Embryologie, Institut für Veterinäranatomie, Universität Leipzig, (5) Department of Medical Biochemistry and Biophysics, Karlolinska Institutet, Stockholm, Schweden, (6) Department of Neuroscience and Neurology, University of Kuopio, Kuopio, Finnland

Zeitschrift: International Journal of Developmental Neuroscience 2006: 24, 195-201

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3732



Dokument 1478Titel: STAT-1-Decoy-Oligonucleotid verbessert die Mikrodurchblutung und reduziert die akute Abstoßung bei allogenen Dünndarmtransplantaten bei der Ratte
Hintergrund: Verlangsamung der Abstoßungsreaktion von Darmtransplantaten durch Gentherapie.
Tiere: 60 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Ratten wird der gesamte Dünndarm entnommen. Dieser wird zwei Stunden lang behandelt: Einige Därme werden mit einer bestimmten DNA-Lösung (Erbsubstanz) durchströmt, andere nur mit Kochsalzlösung. Dann werden die Därme in andere Ratten eingepflanzt. Vorausgegangene Experimente haben ergeben, dass die Abstoßungsreaktion nach drei Tagen einsetzt, der Darm wird dann nicht mehr richtig durchblutet. Am 7. Tag nach der Operation wird der transplantierte Darm gar nicht mehr durchblutet. Die Tiere werden betäubt, der Bauch wird aufgeschnitten. Die Durchblutung des Darms wird unter dem Mikroskop beurteilt, dann werden die Ratten getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Gentherapie, Transplantationsmedizin

Originaltitel: STAT-1 decoy oligonucleotide improves microcirculation and reduces acute rejection in allogeneic rat small bowel transplants

Autoren: T. Stojanoviv (1)*, L. Scheele (2), A.H. Wagner (2), P. Middel (3), J. Bedke (4), I. Lautenschläger (1), I. Leister (5), S. Panzner (6), M. Hecker (2)

Institute: (1) Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen, (2) Institut für Physiologie und Pathophysiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, (3), Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Göttingen, (4) Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Novosom AG, Halle, (6) Abteilung für Allgemeine Chirurgie, Universitätsklinikum Göttingen

Zeitschrift: Gene Therapie 2007: 14, 883-890

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3731



Dokument 1479Titel: Toxikologische Eigenschaften von Metaflumizon
Hintergrund: Gesamte Palette der Giftigkeitsprüfungen für ein neues Insektizid.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Ratten, Mäuse, Kaninchen, Meerschweinchen, Beagles (sehr viele))
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Es wird die ganze Palette der Giftigkeitsprüfungen für ein neues Insektenvernichtungsmittel durchgeführt:

- Toxikokinetik (Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung der Substanz) bei der Ratte: Die radioaktiv markierte Testsubstanz wird Ratten oral mit einer Schlundsonde eingegeben oder auf die Rückenhaut gerieben. Blut, Urin und Kot werden untersucht.

- Akute Toxizität: Die Substanz wird Ratten und Mäusen einmalig in verschieden hohen Dosen per Schlundsonde eingegeben. Ratten müssen die Substanz einatmen. Dazu werden sie in eine Röhre gesteckt, aus der nur die Nase herausschaut.

- Haut- und Schleimhauttest: Die Substanz wird Kaninchen auf die geschorene Rückenhaut geschmiert und in die Augen geträufelt.

- Allergietest: Meerschweinchen wird die Substanz zweimal in die Haut injiziert.

- Subchronische Toxizität: Ratten erhalten die Testsubstanz 28 oder 90 Tage lang täglich mit der Schlundsonde in den Magen verabreicht. Beagle-Hunden wird die Substanz 90 Tage oder 12 Monate täglich als Kapsel eingeben. Ratten und Hunde verlieren an Gewicht. Ratten wird die Substanz 90 Tage lang täglich auf die Rückhaut gerieben. Ratten müssen die Substanz täglich 28 Tage lang eingezwängt in eine Röhre einatmen. Da dies zu extremem Stress bei den Tieren mit erheblichem Gewichtsverlust führt, wird der Test mit einer Ganzkörperexposition wiederholt.

- Chronische Toxizität: Gruppen von Ratten wird die Substanz in vier verschiedenen Dosierungen 12 oder 24 Monate lang täglich mit einer Schlundsonde verabreicht, Mäusen 18 Monate lang.

- Erbgutschädigende Eigenschaften (Mutagenität/Genotoxizität): Es werden eine Reihe von In-vitro-Tests durchgeführt sowie ein Test mit Ratten.

- Reproduktionstoxizität (Zwei-Generationen-Studie): Trächtige Ratten und Kaninchen erhalten die Substanz per Schlundsonde, dann deren Nachkommen und deren Nachkommen. In hohen Dosen kommt es vermehrt zu Fehlgeburten und schlechtem Allgemeinbefinden bei den Kaninchenmüttern.

- Neurotoxizität: Ratten wird die Substanz einmalig oral verabreicht, um die Auswirkungen auf das Nervensystem zu untersuchen.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Toxicological properties of metaflumizone

Autoren: K. Hempel (1), F.G. Hess (2), C. Bögi (1), E. Fabian (1), J. Hellwig (1), I. Fegert (1)*

Institute: (1) BASF Aktiengesellschaft, 67056 Ludwigshafen, (2) BASF Cooperation, NC, USA

Zeitschrift: Veterinary Parasitology 2007: 150, 190-195

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3730



Dokument 1480Titel: Erhöhte Sterol- und Stanolwerte im Gehirn von Watanabe-Kaninchen, die mit Pflanzensterol- oder Pflanzenstanolestern aus Rabssamen gefüttert wurden
Hintergrund: Die Anreicherung von Margarine mit Substanzen aus Rapssamen ist ein neuer Ernährungstrend, um einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken. In der vorliegenden Studie sollten mögliche Risiken beurteilt werden.
Tiere: 54 Kaninchen
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Es werden 27 reinerbige Watanabe Kaninchen verwendet, die zuchtbedingt an einem zu hohen Cholesterinspiegel leiden sowie 27 mischerbige Watanabe-Kaninchen, bei denen dieser Defekt nicht ausgeprägt ist. Die Tiere stammen aus der hauseigenen Zucht des Dänischen Instituts für Ernährungs- und veterinärmedizinische Forschung. Die Versuche finden unter deutscher Federführung in Dänemark statt.

Die Kaninchen werden einzeln in Stahlkäfigen gehalten. Die reinerbigen Tiere erhalten entweder normales Futter oder mit Stenol oder Stanol angereichertes Futter. Diese aus Rapssamen gewonnenen Substanzen sollen in der menschlichen Ernährung Margarine zugesetzt werden, um den Cholesterinspiegel zu senken. Die mischerbigen Kaninchen erhalten mit Cholesterin angereichertes Futter sowie ebenfalls Stenol oder Stanol. Die Dosen liegen im Verhältnis zehnmal höher als die für Menschen empfohlene Menge. Nach 120 Tagen wird eine Blutprobe aus der Ohrvene entnommen. Dann werden die Tiere betäubt und durch Ausbluten getötet. Gehirn und Leber werden untersucht.

Die Arbeit wurde durch das 6. Rahmenprogramm der EU gefördert.

Bereich: Ernährungsforschung

Originaltitel: Increased plant sterol and stanol levels in brain of Watanabe rabbits fed rapeseed oil derived plant sterol or stanol esters

Autoren: Christiane B. Fricke (1), Marlene Schröder (2), Morten Poulsen (2), Klaus von Bergmann (1), Ingmar Wester (3), Ib Knudsen (2), Alicja Mortensen (2), Dieter Lütjohann (1)*

Institute: Abteilung für Klinische Pharmakologie, Universität Bonn, Sigmund-Freud-Straße 25, 53105 Bonn, (2) Danish Institute for Food and Veterinary Research, Söborg, Dänemark, Raisio Group, Raisio, Finnland

Zeitschrift: British Journal of Nutrition 2007: 98, 890-899

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3729



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