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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1231Titel: Sicherheitspharmakologische Untersuchung der Funktion des Zentralnervensystems bei halbwüchsigen und erwachsenen Ratten: Wirkungen pharmakologischer Referenzsubstanzen
Hintergrund: Untersuchung der toxischen Wirkungen verschiedener bekannter Psychopharmaka auf die Entwicklung des Zentralnervensystems bei Ratten.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: In zahlreichen Testreihen werden die Auswirkungen von insgesamt 12 verschiedenen Psychopharmaka in bis zu sechs verschiedenen Dosierungen an weiblichen und männlichen Wistar-Ratten (BayerHealthcare, Wuppertal) im Alter von 2, 4 und 9 Wochen getestet. Während die halbwüchsigen Ratten alle folgend beschriebenen Verhaltenstests nacheinander durchlaufen, erfolgen diese Tests mit unterschiedlichen Gruppen erwachsener Ratten. Vor dem Beginn des Experiments wird die Körpertemperatur der Tiere mit einer Magensonde gemessen. Anschließend erhalten die Ratten eine einzige Dosis der zu testenden Substanz. Zu definierten Zeitpunkten danach durchlaufen die Ratten verschiedene Verhaltenstests. Nach jedem Verhaltenstest wird die Körpertemperatur der Tiere erneut gemessen.

In einem ersten Test werden die Ratten separiert und deren Verhalten über vier Minuten beobachtet. Alle Auffälligkeiten werden dokumentiert. In einem zweiten Test werden die Ratten einzeln für fünf Minuten in eine Box mit einem ungeschützten (offenen) Bereich gesetzt. Es werden die zurückgelegte Distanz, die Ruhezeit dokumentiert sowie wie oft sich die Tiere aufrichten. In einem dritten Test werden die Ratten mit ihren Vorderfüsschen an einen horizontalen Stab gehängt, der etwa 20 cm über einer Tischplatte angebracht ist. Die Zeit zum Erreichen des Stabs mit den Hinterfüssen wird erfasst. In einem vierten Test werden die Ratten einzeln auf eine heiße Platte mit einer Temperatur von 52°C gesetzt. Es wird die Zeit bis zur Schmerzreaktion (Lecken der Pfoten) gemessen. Der Test dauert maximal 1,5 Minuten. In einem fünften Test wird den Ratten eine krampfauslösende Substanz in die Schwanzvene infundiert. Mit Auftreten des ersten Krampfes wird die Infusion beendet und die bis dahin infundierte Menge des Krampfmittels berechnet. Alle Tiere werden nach Beendigung der Versuche durch Ersticken getötet.

Bereich: Psychopharmakologie, Toxikologie

Originaltitel: Safety pharmacology assessment of central nervous system function in juvenile and adult rats: Effects of pharmacological reference compounds

Autoren: Herbert M. Himmel

Institute: Abteilung für Sicherheitspharmakologie, Bayer HealthCare AG, Aprather Weg 18a, 42096 Wuppertal

Zeitschrift: Journal of Pharmacological and Toxicological Methods 2008: 58, 129-146

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3981



Dokument 1232Titel: Die Impfung mit ß-Amyloidpeptid-präsentierenden virusähnlichen Partikeln vermindert lösliche und unlösliche ß-Amyloidpeptide sowie ß-Amyloidpeptidablagerungen im Gehirn bei dem APP-Mausmodell für die menschliche Alzheimer Erkrankung
Hintergrund: Entwicklung eines Impfstoffes gegen die menschliche Alzheimer Erkrankung bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden der Versuchstiermausstamm C57BL/6J (Charles River, Sulzfeld und Paul-Ehrlich-Institut, Langen) sowie transgene APP23 Mäuse (Goethe Universität, Frankfurt am Main,) verwendet. Bei den transgenen APP23 Mäusen handelt es sich um ein "Tiermodell" für die menschliche Alzheimer Erkrankung. Das Erbgut dieser Mäuse wurde gentechnisch so manipuliert, dass die Tiere das sogenannte ß-Amyloidpeptid, welches sich bei Alzheimer Erkrankung im Gehirn ablagert, im Übermaß produzieren.

In einem ersten Experiment werden vier Monate alte C57BL/6J und APP23 Mäuse mit virusähnlichen Partikeln, die das ß-Amyloidpeptid auf ihrer Oberfläche tragen, geimpft. Weitere Injektionen erfolgen monatlich über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Blut wird zu unterschiedlichen Zeitpunkten entnommen. Die APP23 Mäuse werden im Alter von 49 Wochen getötet, um deren Gehirn zu untersuchen.

In einem zweiten Experiment werden C57BL/6J Mäuse mit entweder den virusählichen Partikeln oder einer synthetisch hergestellten ß-Amyloidpeptidlösung geimpft. In dreiwöchentlichen Intervallen werden fünf weitere Impfungen gegeben. Etwa 7-9 Tage nach jeder Impfung wird den Mäusen Blut abgenommen. Neun Tage nach der letzten Impfung werden die Mäuse getötet und die Milz untersucht.

Die Studie wurde von der Hans und Ilse Breuer Stiftung und dem Alzheimer Forschungsinitiative e.V. gefördert.

Bereich: Alzheimer-Forschung, Impfstoffforschung

Originaltitel: Vaccination with Aß-displaying virus-like particles reduces soluble and insoluble cerebral Aß and lowers plaque burden in APP transgenic mice

Autoren: Patricia Bach (1,7) Jakob-A. Tschäpe (2), Ferdinand Kopietz (3), Gundula Braun (3), Janina K. Baade (2), Karl-Heinz Wiederhold (4), Matthias Staufenbiel (4), Marco Prinz (5), Thomas Deller (6), Ulrich Kalinke (1,7), Christian J. Buchholz (3), Ulrike C. Müller* (2)

Institute: (1) Paul-Ehrlich-Institut, Abteilung für Immunologie, Langen, (2) Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie, Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 364, 69120 Heidelberg, (3) Paul-Ehrlich-Institut, Abteilung für Medizinische Biotechnologie, Langen, (4) Novartis Institutes for BioMedical Research Basel, Basel, Schweiz, (5) Institut für Neuropathologie, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, (6) Institut für Klinische Neuroanatomie, Neurowissenschaftliches Zentrum, Goethe-Universität, Frankfurt am Main, (7) Twincore, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, Hannover

Zeitschrift: The Journal of Immunology 2009: 182, 7613-7624

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3980



Dokument 1233Titel: Die Bioverfügbarkeit des Apigenin-7-Glukosids in Ratten wird durch die menschliche Darmflora beeinflusst
Hintergrund: Untersuchung der Verwertung eines Pflanzenfarbstoffes durch menschliche Darmbakterien bei Ratten.
Tiere: 25 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden 25 "keimfreie" männliche Sprague-Dawley Ratten aus der institutseigenen Zucht eingesetzt. Dieser Albino-Ratten-Stamm wird häufig als Versuchstier wegen seiner Gutmütigkeit und leichten Handhabung verwendet. Elf der "keimfreien" Ratten erhalten im Alter von 11 Wochen eine menschliche Fäkalienlösung über eine Magensonde verabreicht. Nach 14 Tagen wird die Kost der Ratten auf eine flavonoidfreie Diät (Flavonoide sind natürlich vorkommende pflanzliche Farbstoffe) umgestellt. Im Alter von 13 Wochen erhält jede Ratte 1 ml destilliertes Wasser über die Magensonde verabreicht. Kot und Urin werden anschließend über 24 Stunden gesammelt. Dazu werden die Ratten einzeln in sogenannten Stoffwechselkäfigen mit Bodengitter gehalten. Ebenso werden 30 Minuten und eine Stunde nach Verabreichung des Wassers Blutproben aus dem Venegeflecht hinter dem Auge entnommen. Im Alter von 16 sowie 22 Wochen wird den Ratten eine Flavonoidlösung (1 ml) über die Magensonde verabreicht. Anschließend werden Urin und Kot über 48 Stunden gesammelt. Blut wird jeweils 30 Minuten sowie 1, 2, 4, 8, 10, 24 und 48 Stunden nach Verabreichung der Flavonoidlösung aus dem Auge entnommen. Zum Ende der Studie werden die Ratten durch Ersticken getötet und verschiedene Organe zur Untersuchung entnommen.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Ernährungswissenschaft, Mikrobiologie

Originaltitel: The bioavailability of apigenin-7-glucoside is influenced by human intestinal microbiota in rats

Autoren: Laura Hanske, Gunnar Loh, Silke Sczesny, Michael Blaut, Annett Braune*

Institute: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, Abteilung für Mikrobiologie, 14558 Nuthetal

Zeitschrift: The Journal of Nutrition 2009: 139, 1095-1102

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3979



Dokument 1234Titel: Sirt7 erhöht die Stressresistenz von Herzmuskelzellen und verhindert den Zelltod sowie eine Herzmuskelerkrankung bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchung der biologischen Funktion eines bestimmten Eiweißstoffes im Herzmuskel bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden Wildtyp- und genetisch veränderte Mäuse vom Typ C57BL/6J verwendet. Mittels gentechnologischer Methoden wird das Gen Sirt7 ausgeschaltet, das für die Produktion bestimmter Eiweißstoffe zuständig ist. Die so generierten Sirt7-Knockout-Mäuse werden mit Wildtypmäusen verpaart. Die männlichen Nachkommen werden im Alter zwischen 0 und 2 Jahren getötet, um das Herzgewebe zu untersuchen.

Die Studie wurde von der Max-Planck-Gesellschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von Boehringer Ingelheim gefördert.

Bereich: Gentechnik, Herzforschung, Molekularbiologie

Originaltitel: Sirt7 increase stress resistance of cardiomyocytes and prevents apoptosis and inflammatory cardiomyopathy in mice

Autoren: Olesya Vakhrusheva, Christian Smolka, Praveen Gajawada, Sawa Kostin, Thomas Boettger, Thomas Kubin, Thomas Braun, Eva Bober*

Institute: Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Abteilung für kardiale Entwicklung und Remodelling, Parkstrasse 1, 61231 Bad Nauheim

Zeitschrift: Circulation Research 2008: 102, 703-710

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3978



Dokument 1235Titel: Die Synthese des Entkopplungsproteins 1 im Skelettmuskel bei Mäusen erhöht die AMPK-Aktivierung, den Glukosestoffwechsel und die Insulinsensitivität in vivo
Hintergrund: Die Studie untersucht die Bedeutung eines bestimmten Proteins für die Insulinwirkung bei genetisch veränderten Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden Wildtyp- und transgene Mäuse vom Typ C57BL/6J verwendet. Die Wildtypmäuse werden von Charles River WIGA, Sulzfeld, bezogen. Die transgenen Mäuse werden von der Firma DeveloGen, Göttingen, durch gezielte Veränderung des Erbmaterials generiert. Die transgenen Tiere produzieren das normalerweise nur im braunen Fettgewebe vorkommende "Entkopplungsprotein 1" auch in der Skelettmuskulatur. Das "Entkopplungsprotein 1" spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation der Körpertemperatur, des Körpergewichts und des Energiehaushalts. Die transgenen Mäuse werden mit Wildtypmäusen verpaart. In einer Versuchsreihe werden deren Nachkommen im Alter von neun Monaten einem "euglykämischen, hyperinsulinämen Clamp" unterzogen. Mit dieser Technik, die üblicherweise am Menschen zur Bestimmung der Insulinempfindlichkeit (= ein Maß, wie gut die Zellen auf das Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin ansprechen) angewendet wird, lassen sich verschiedene Parameter des Glukosestoffwechsels ermitteln.

Vor Beginn des Experiments wird die Körpertemperatur der Tiere über den Mastdarm sowie die Körperlänge und die Körperzusammensetzung bestimmt. Letztere erfolgt mit Hilfe der NMR-Spektrometrie. Bei 15 Mäusen wird die Effektivität der Nahrungsaufnahme im Darm über 70 Stunden ermittelt. Die Mäuse werden über diesen Zeitraum einzeln in Stoffwechselkäfigen gehalten und der Kot über ein Bodengitter gesammelt. Unter Narkose wird den Mäusen sieben Tage vor dem "Clamp" ein Katheter in die linke Drosselvene eingeführt. Da die Tiere für den Versuch nüchtern sein müssen, erhalten diese 16 Stunden vorher keine Nahrung mehr. Für den "Clamp" werden die Tiere in eine spezielle Haltevorrichtung gesetzt, durch die die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt wird. Nach einer ersten Basisperiode erfolgt eine zweistündige Infusion von Insulin. Während der Infusion wird in 10-minütigen Abständen jeweils 10 Mikroliter Blut von der Schwanzspitze entnommen. Zeitgleich erfolgt die Infusion einer 20%igen Glukoselösung. Zur Bestimmung der Ganzkörperglukoseverwertung wird über den gesamten Zeitraum eine mit "schwerem Wasserstoff" markierte Glukoselösung kontinuierlich infundiert. Alle Infusionen erfolgen über Mikrodialysepumpen. Nach dem "Clamp" bzw. nach 16-stündigem Fasten werden die Mäuse mit einer Überdosis Beruhigungsmittel getötet. Verschiedene Gewebe werden isoliert und untersucht.

Die Studie wurde von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Molekularbiologie, Gentechnik, Diabetes-Forschung

Originaltitel: Uncoupling protein 1 expression in murine skeletal muscle increases AMPK activation, glucose turnover, and insulin sensitivity in vivo

Autoren: Susanne Neschen, Yvonne Katterle, Julia Richter, Robert Augustin, Stephan Scherneck, Farshad Mirhashemi, Annette Schürmann, Hans-Georg Joost, Susanne Klaus*

Institute: Abteilung für Pharmakologie, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, 14558 Nuthetal

Zeitschrift: Physiological Genomics 2008: 33, 333-340

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3977



Dokument 1236Titel: Die wachstumsregulierende Funktion des Immunfaktors MIF beruht auf Proteininteraktionen und nicht auf dessen enzymatischer Aktivität: Nachweis in einem Mausmodell, bei dem die enzymatische Aktivität des Immunfaktors MIF ausgeschaltet ist
Hintergrund: Untersuchung der Funktion eines Immunproteins mittels gentechnischer Methoden bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden Wildtyp- und genetisch veränderte Mäuse vom Typ C57BL/6J verwendet. Die genetisch veränderten Mäuse werden am Institut für Genetik in Köln durch gezielte Veränderung des Erbmaterials generiert. Die Tiere weisen einen Defekt im Gen auf, das für die Produktion des "MIF"-Eiweiß zuständig ist. Das "MIF"-Eiweiß ist ein körpereigenes Immunprotein, welches die Wanderung von "Fresszellen" aus dem Blut ins Gewebe hemmt. Zum Nachweis des Erfolges der genetischen Manipulation werden einige genetisch veränderte Tiere getötet und deren Erbmaterial molekularbiologisch untersucht. Für ein erstes Experiment werden 14,5 Tage alte Embryonen trächtiger Mäuse gewonnen und getötet, um Zellen für molekularbiologische Versuche zu entnehmen. Für zahlreiche weitere molekularbiologische Versuchsreihen wird Lebergewebe aus acht Wochen alten Mäusen gewonnen. In einem weiteren Experiment werden 16 Wochen alte Mäuse einmal wöchentlich über einen Zeitraum von einer bis 20 Wochen mit der krebserregenden Substanz Benzpyren behandelt. Das Benzpyren wird auf die geschorene Rückenhaut aufgetragen. Wenn bei den Mäusen Tumoren entstehen, werden sie getötet (nach ca. 22 Wochen) und die Tumoren zur Untersuchung entnommen.

Die Studie wurde von den National Institutes of Health (NIH, USA), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Universität Aachen und der Universität Köln gefördert.

Bereich: Molekularbiologie, Gentechnik

Originaltitel: A tautomerase-null macrophage migration-inhibitory factor (MIF) gene knock-in mouse model reveals that protein interactions and not enzymatic activity mediate MIF-dependent growth regulation

Autoren: Günter Fingerle-Rowson (1), Dayananda Rao Kaleswarapu (1), Corinna Schlander (2), Nazanin Kabgani (1), Tania Brocks (1), Nina Reinart (1), Raymonde Busch (3), Anke Schütz (4), Hongqi Lue (4), Xin Du (5), Aihua Liu (5,6), Huabao Xiong (7), Yibang Chen (7), Alice Nemajerova (8), Michael Hallek (1), Jürgen Bernhagen (4), Lin Leng (5), Richard Bucala* (5)

Institute: (1) Klinik für Innere Medizin I, Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinikum Köln, Kerpener Straße 62, 50937 Köln, (2) Medizinische Klinik III, Klinikum Grosshadern, Ludwig Maximilians Universität, München, (3) Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie der Technischen Universität München, München, (4) Abteilung für Biochemie und Molekulare Zellbiologie, Institut für Biochemie, RWTH, Universität Aachen, Aachen, (5) Department of Medicine, Yale University School of Medicine, New Haven, Connectitut, USA (6) Department of Biochemistry and Molecular Biology, Kunming Medical University, Kunming, China, (7) Department of Pharmacology, Immunobiology Center, Mt. Sinai School of Medicine, New York, USA, (8) Department of Pathology, State University of New York at Stony Brook, New York, USA

Zeitschrift: Molecular and Cellular Biology 2009: 29(7), 1922-1932

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3976



Dokument 1237Titel: Die Wirkung von Alendronat und schubweise verabreichtes Parathormon auf Knochenimplantate bei Ratten nach Eierstockentfernung
Hintergrund: In der Studie wird die in den Wechseljahren der Frau vorkommenden Osteoporose (Knochenschwund) bei Ratten nachgeahmt, indem den Tieren die Eierstöcke operativ entfernt werden. An diesen Ratten wird die Wirksamkeit des Osteoporosemedikaments Alendronat und des den Knochenaufbau fördernden Parathormons bezüglich des Einbaus von Knochenimplantaten untersucht.
Tiere: 48 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden weibliche Wistar-Ratten von Charles River Laboratories (Frankreich) verwendet. Zwölf Wochen vor Beginn der Studie werden den Ratten operativ die Eierstöcke entfernt. Acht Tiere versterben während der Operation und werden entsprechend durch andere ersetzt. Im Rahmen der Wirksamkeitstestung des Osteoporosemedikaments Alendronat und des den Knochenaufbau fördernden Parathormons wird den Ratten unter Narkose ein Knochenimplantat in den Schienbeinknochen eingesetzt. Dazu wird zunächst ein Hinterbein der narkotisierten Ratten rasiert und der Schienbeinknochen mit einem Skalpell freigelegt. Mit einem Handbohrer wird ein 2 x 5 mm langes Loch in den Knochen gebohrt und ein Knochenimplantat aus Knochenzement eingesetzt. Der Hautschnitt am Bein wird mit einem Nylonfaden anschließend verschlossen. Nach der Implantation werden die Tiere täglich für 14 Tage mit Alendronat, Parathormon oder einer Kochsalzlösung injiziert. Danach werden die Ratten auf nicht genannte Art getötet und die Ober- sowie Unterschenkelknochen entnommen.

Bereich: Knochenchirurgie, Pharmakologie, Biomaterialforschung

Originaltitel: Effect of alendronate and intermittent parathyroid hormone on implant fixation in ovariectomized rats

Autoren: R. Skripitz* (1), H.R. Johansson (1,2), S.D. Ulrich (2), A. Werner (3), P. Aspenberg (4)

Institute: (1) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Universitätsklinikum Rostock, Doberaner Strasse 142, 18057 Rostock, (2) Rubin Institute for Advanced Orthopedics, Center for Joint Preservation and Reconstruction, Sinai Hospital of Baltimore, Baltimore, MD, USA, (3) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, (4) Section for Orthopedics and Sports Medicine, IKE, Faculty of Health sciences, Linköping, Schweden

Zeitschrift: The Journal of Orthopaedic Science 2009: 14, 138-143

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3975



Dokument 1238Titel: Das den Blutdruck regulierende Enzym Angiotensin II fördert die Bildung von entzündlichen und gerinnungsfördernden Eiweißen in der Niere
Hintergrund: Die Studie untersucht an Ratten die molekularbiologischen Grundlagen der durch chronischen Bluthochdruck hervorgerufenen krankhaften Bindegewebsvermehrung in der Niere.
Tiere: 18 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden männliche Sprague-Dawley Ratten, ein für die tierexperimentelle Forschung ausgezüchteter Albino-Ratten-Stamm, von Harlan-Winkelmann, Borchen, verwendet. Unter Narkose werden osmotische Minipumpen unter die Haut der Ratten implantiert. An welcher Stelle des Körpers wird nicht erwähnt. Üblicherweise erfolgt die Implantation auf dem Rücken. Über die osmotischen Minipumpen werden den Tieren entweder eine Kochsalzlösung oder die blutdrucksteigernde Substanz Angiotensin II kontinuierlich über einen Zeitraum von sechs Stunden, sieben oder 14 Tagen infundiert. Die Tiere werden anschließend getötet und das Nierengewebe zur Untersuchung entnommen. Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Europäischen Union und dem Excellence Cluster Cardiopulmonary System gefördert.

Bereich: Molekularmedizin, Bluthochdruckforschung

Originaltitel: Angiotensin II induces renal plasminogen activator inhibitor-1 and cyclooxygenase-2 expression post-transcriptionally via activation of the mRNA-stabilizing factor human-antigen R

Autoren: Anke Doller (1), Stefan Gauer (2), Ewelina Sobkowiak (2), Helmut Geiger (2), Josef Pfeilschifter (1), Wolfgang Eberhardt* (1)

Institute: (1) Pharmazentrum Frankfurt/Zentrum für Arzneimittelforschung, Entwicklung und Sicherheit, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main, (2) Funktionsbereich Nephrologie, Zentrum der Inneren Medizin, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

Zeitschrift: The American Journal of Pathology 2009: 174, 1252-1263

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3974



Dokument 1239Titel: Immunmechanismen der genetisch-bedingten Anfälligkeit für schwere Infektionen mit Staphylococcus aureus in einem Mausmodell
Hintergrund: Ziel der Studie ist es, die Immunmechanismen, die der natürlichen Resistenz gegenüber dem Bakterienstamm Staphylococcus aureus beim Menschen unterliegen, bei Mäusen zu untersuchen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden keimfreie Mäuse mit unterschiedlichen genetischen Eigenschaften von Harlan Winkelmann, Borchen, sowie genetisch veränderte Mäuse mit Defekten im Immunsystem aus dem Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig, verwendet. Um die Immunmechanismen zu untersuchen, die der natürlichen Resistenz gegenüber dem Bakterienstamm Staphylococcus aureus unterliegen, werden zahlreiche Versuchsreihen an den Mäusen durchgeführt.

In einem ersten Experiment werden Mäuse verschiedenster Inzuchtstämme über die Schwanzvene mit dem Bakterienstamm infiziert. Zur Bestimmung des bakteriellen Befalles werden die Tiere zu unterschiedlichsten Zeitpunkten nach der Infektion (bis maximal 14 Tage danach) durch Ersticken getötet und die Nieren sowie Blut für weitergehende Untersuchungen entnommen.

In einem zweiten Experiment werden Mäuse mit gentechnisch hergestellten biolumineszierenden (lichtaussendenden) Bakterien infiziert. Die Tiere werden nach 24 Stunden narkotisiert und die Anzahl sich vermehrender Bakterien im Körper der Mäuse mittels einer speziellen Kamera ermittelt.

In einem dritten Experiment werden den Mäusen einen Tag vor Infektion mit S. aureus Antikörper gegen bestimmte Immunzellen (sog. Neutrophile) injiziert. Um das Ausmaß der Hemmung dieser Immunzellen zu ermitteln, wird den Mäusen 24 und 48 Stunden nach der bakteriellen Infektion Blut entnommen.

In einem vierten Experiment wird die Wanderung der genannten neutrophilen Immunzellen vom Blut in das infizierte Gewebe unterdrückt, indem vier Stunden vor der bakteriellen Infektion Antikörper injiziert werden. Die Mäuse werden vier Stunden nach der bakteriellen Infektion getötet und das Exsudat (im Rahmen der Entzündung gebildete Flüssigkeit) aus der Bauchhöhle der Mäuse gesammelt.

In einem fünften Experiment wird Mäusen zwei oder vier Tage vor der bakteriellen Infektion eine Substanz in die Bauchhöhle injiziert, die Fresszellen inaktiviert und die Wanderung der neutrophilen Immunzellen fördert. Die Tiere werden eine Stunde nach der Infektion durch Ersticken getötet und das Exsudat aus der Bauchhöhle gesammelt.

Die Studie wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Bereich: Infektionsforschung, Immunologie

Originaltitel: Immunological mechanisms underlying the genetic predisposition to severe Staphylococcus aureus infection in the mouse model

Autoren: Maren von Köckritz-Blickwede (1), Manfred Rohde (2), Sonja Oehmcke (3), Lloyd S. Miller (4), Ambrose L. Cheung (5), Heiko Herwald (3), Simon Foster (6), Eva Medina* (1)

Institute: (1) Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig, (2) Abteilung für Mikrobiologische Pathogenese, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig (3) Department of Clinical Sciences, Section for Clinical and Experimental Infection Medicine, Lund University, Lund, Schweden, (4) Department of Microbiology, Immunology, and Molecular Genetics, Division of Dermatology, David Geffen School of Medicine, Los Angeles, California, USA, (5) Department of Microbiology and Immunology, Dartmouth Medical School Hanover, New Hampshire, USA, (6) Department of Molecular Biology and Biotechnology, University of Sheffield, Sheffield, Großbritannien

Zeitschrift: The American Journal of Pathology 2008: 173, 1657-1668

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3973



Dokument 1240Titel: Mit dem Futter verabreichte Polyphenole aus grünem Tee beeinflussen weder den Vitamin E-Status noch die antioxidative Kapazität und die Fleischqualität von heranwachsenden Schweinen
Hintergrund: Die Studie untersucht, ob mit dem Futter zugesetzter grüner Teeextrakt den Vitamin E Gehalt und die "Fleischqualität" von Schweinen beeinflusst.
Tiere: 8 Schweine
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Junge, männliche, kastrierte Schweine werden einem Fütterungsversuch unterzogen. Die Tiere erhalten über fünf Wochen mit grünem Teeextrakt angereichertes Futter, wobei nur 75 % der normalerweise verabreichten Futtermenge gefüttert wird. Die Tiere werden täglich gewogen. Vor Beginn des Fütterungsversuches wird den Tieren Blut aus der Drosselvene entnommen. Mit Abschluss des Versuches werden die über 24 Stunden gefasteten Tiere unter Narkose enthauptet. Die Körper werden in 70 Grad heißem Wasser gebrüht, gesäubert und anschließend Muskel, Leber und Lunge entnommen.

Die Studie wurde von der Wilhelm-Schaumann-Stiftung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Cognis Deutschland GmbH & Co Kg gefördert.

Bereich: Tierernährung, Nutztierwissenschaften

Originaltitel: Dietary green tea polyphenols do not affect vitamin E status, antioxidant capacity and meat quality of growing pigs

Autoren: K. Augustin (1,2), R. Blank (2), C. Boesch-Saadatmandi (1), J. Frank (1), S. Wolffram (2), G Rimbach* (1)

Institute: (1) Institut für Ernährungswissenschaft, Christian Albrechts Universität, Hermann-Rodewald-Str. 6, 24098 Kiel, (2) Institut für Tierernährung und Physiologie, Christian Albrechts Universität, Kiel

Zeitschrift: Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition 2008: 92, 705-711

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3972



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