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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4441Titel: Lokaler zerebraler Blutfluß, lokaler zerebraler Glukoseverbrauch und Kopplung von Blutfluß und Stoffwechsel während Anästhesie durch Sevofluran bzw. Isofluran bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung des Glukoseverbrauchs und des Blutflusses im Gehirn bei Anästhesie
Tiere: 60 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden in kleine Boxen gesetzt und narkotisiert. Dann werden Katheter (Plastikschläuche) zur Messung des Blutdrucks und zur Verabreichung von Medikamenten in die Blutgefäße der rechten Leiste gelegt und die Tiere durch einen Schnitt in die Luftröhre künstlich beatmet. Kontrolltiere werden anästhesiert, sonst jedoch bis auf den Schnitt in der Luftröhre genauso behandelt wie die anderen Versuchstiere. Nach der Operation wird den Kontrolltieren eine Salzlösung infundiert. Die Tiere dürfen sich während eines Zeitraums von 3 Stunden erholen, wobei der Glukoseverbrauch und der Blutfluß im Gehirn gemessen wird. Bei anderen Ratten werden radioaktiv markierte Substanzen durch den Venenkatheter verabreicht und Messungen der Blutgase, der Ausatmungskonzentration von Kohlendioxid, des Blutzuckers u.ä. durchgeführt. Danach werden die Tiere enthauptet und die Gehirne eingefroren.

Bereich: Anästhesiologie, Pharmakologie

Originaltitel: Local cerebral blood flow, local cerebral glucose utilization, and flow-metabolism coupling during sevoflurane versus isoflurane anesthesia in rats

Autoren: Christian Lenz (1),(2)*, Annette Rebel (1), Klaus van Ackern (1) Wolfgang Kuschinsky (2), Klaus F. Waschke (1)

Institute: (1) Abteilung für Anästhesiologie, Fakultät für Klinische Medizin, Mannheim, und (2)* Abteilung für Physiologie, Fakultät für Medizin, Heidelberg, 69120 Heidelberg

Zeitschrift: Anesthesiology 1998: 89, 1480-1488

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 633



Dokument 4442Titel: Effekte von Angiotensin II auf Inotropie und intrazellulären Kalziumhaushalt im normalen und im hypertrophischen Herzmuskel bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchungen von normalem und reaktiv vergrößertem Herzmuskel
Tiere: 46 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden intravenös durch die Schwanzvene betäubt und in der Mitte des Brustkorbs aufgeschnitten. Die Aorta ascendens (Hauptschlagader) wird freigelegt und eine 1,2 Millimeter dicke Nadel eingeführt. Dann wird ein Faden eng um das Blutgefäß geschlungen. Nun wird die Nadel herausgezogen, so daß die Aorta bis auf 1,2 Millimeter zugeschnürt ist. Der Brustraum wird wieder geschlossen und zugenäht. Kontrolltiere werden auch operiert, die Aorta bleibt jedoch vollständig geöffnet. 10 Wochen nach der Operation werden die Tiere in äthernarkose umgebracht ("sacriefied"). Das Herz wird herausgeschnitten und für weitere Versuche verwendet.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Effects of angiotensin II on inotropy and intracellular Ca2+ handling in normal and hypertrophied rat myocardium

Autoren: Achim Meissner (1)* , Jiang-Yong Min (1), Rüdiger Simon (1)

Institute: (1)* Abteilung für Kardiologie, Universität Kiel, 24105 Kiel

Zeitschrift: Journal of Molecular and Cellular Cardiology 1998: 30, 2507-2518

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 632



Dokument 4443Titel: Neurothrophe Faktoren aus dem Gehirn verhindern neuronalen Zelltod und Gliaaktivierung nach globaler Ischämie bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung der Hirnschädigung nach unterbrochener Hirndurchblutung und Verabreichung von bestimmten Substanzen
Tiere: 50 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert und alle vier zum Gehirn führenden Arterien verschlossen. Damit der Blutdruck nicht zu stark ansteigt, wird er vorher durch Ausbluten der Tiere etwas gesenkt. Kontrolltiere werden auch operiert, die Gefäße jedoch nicht verschlossen. Kanülen (Hohlnadel) werden in die Leistenarterie gesetzt. Die Ratten werden nun in eine stereotaktische Kopfhalteapparatur gespannt und ein Loch durch die Schädeldecke gebohrt. Durch dieses Loch kann zwei Stunden nach Wiederdurchblutung des Gehirns mit Hilfe einer Kanüle die Testsubstanz, verdünnt mit Nervenwasser, durch eine Minipumpe direkt in den linken Hirnventrikel (Hirnkammer) gespritzt werden. Die Pumpe wird dazu unter die Haut des Rückens implantiert. Nachdem die Wunde vernäht ist, können die Ratten in ihre Käfige zurückgesetzt werden. Nach 24, 48, 96 Stunden oder 7 Tage werden die Ratten erneut betäubt und enthauptet. Die Gehirne werden sofort entnommen, eingefroren und später weiter untersucht.

Bereich: Schlaganfallforschung, Neurologie

Originaltitel: Brain-derived neurotrophic factor prevents neuronal death and glia activation after global ischemia in the rat

Autoren: Irina Kiprianova (1), Thomas M.Freiman (1), Stephanie Desiderato (1), Stefan Schwab (1), Roland Galmbacher (1), Frank Gillardon (2), Matthias Spranger (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Neurologie, Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg, und (2) Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, Köln

Zeitschrift: Journal of Neuroscience Research 1999: 56, 21-27

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 631



Dokument 4444Titel: Antworteigenschaften von Neuronen des trigeminalen Hirnstamms mit Input von Encephali der harten Hirnhaut bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung von Neuronen im Hirnstamm
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden durch eine Injektion in den Bauchraum anästhesiert, neuromuskulär gelähmt und durch einen Schnitt in die Luftröhre künstlich beatmet. Danach werden Kanülen (Hohlnadeln) zur Messung des Blutdrucks und zur Verabreichung von Substanzen in die Blutgefäße der Leiste gelegt. Der Kopf wird in eine stereotaktische Halteapparur gespannt, die Kopfhaut in der Mittellinie aufgeschnitten und die Schädeldecke freigelgt. Nun werden verschiedene Löcher in den Knochen gebohrt und ein Teil des oberen Schädeldaches entfernt. Zusätzlich wird noch eine kleinere Öffnung auf der anderen Seite produziert. Die obere Hirnhaut wird zum Schutz mit warmem Paraffinöl bedeckt und ein dünner Plastikkatheter (Schlauch) durch ein Bohrloch zur Verabreichung von Substanzen in eine Hirnvene gelegt. Danach werden die Nackenmuskeln durchgeschnitten und der Übergang zwischen Gehirn und Rückenmark freigelegt. Nun werden verschiedene Elektroden an der Hirnoberfläche angebracht bzw. im Hirnstamm bis zu den Kernen des Trigeminusnervs vorgeschoben. Zur chemischen und mechanischen Reizung der äußeren Hirnhaut werden den (anästhesierten) Tieren Schmerzreize zugefügt oder bestimmte Lösungen mit Entzündungsmediatoren (entzündungsfördernde Substanzen) in die Hirnvene gespritzt bzw. mit einem Schwamm auf die Hirnhäute aufgetragen. Am Ende der Experimente werden die Ratten durch ein intravenös verabreichtes Gift getötet.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Response properties of trigeminal brain stem neurons with input from dura mater encephali in the rat

Autoren: K.Schepelmann (1), A.Ebersberger (2), M.Pawlak (3), M.Oppmann (3), K.Meßlinger (4)*

Institute: (1) Neurologische Klinik der Universität Tübingen, (2) Institut für Physiologie I der Universität Jena, (3) Physiologisches Institut II der Universität Würzburg, und (4)* Institut für Physiologie und Experimentelle Pathophysiologie der Universität Erlangen-Nürnberg, 91054 Erlangen

Zeitschrift: Neuroscience 1999: 90, 543-554

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 630



Dokument 4445Titel: Akute hämodynamische und renale Effekte von Adrenomedullin bei Ratten mit aortocavalem Shunt
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung von Adrenomedullin auf Kreislauf, Herz- und Nierenfunktion bei Herzversagen
Tiere: 40 Ratten (mindestens)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden mit äther betäubt und der Bauch aufgeschnitten. Danach wird die Aorta unterhalb des Abgangs der Nierenarterien punktiert und die Punktionsnadel durch die Gefäßwand in die untere Hohlvene vorgeschoben und so eine Verbindung (Shunt) hergestellt. Die beiden Blutgefäße werden vorübergehend zugedrückt, die Nadel herausgezogen und die Gefäßwand der Aorta mit einem Tropfen Cyanoacrylat-Kleber verschlossen. Kontrolltieren wird auch der Bauch aufgeschnitten, die Punktion der Blutgefäße wird jedoch nicht durchgeführt. 30 Tage nach der Operation beginnen die eigentlichen Experimente. Dazu werden verschiedene Katheter und Kanülen zur Messung des arteriellen und des venösen Blutdrucks und der Herzfrequenz und zur Verabreichung von Testsubstanzen in die Halsvene/-arterie bzw. in die Leistenarterie gelegt. Ein weiterer Katheter in der Harnblase dient zur Urinsammlung und zur Bestimmung der Nierenfunktion. Während der Versuche wird den Tieren Natriumchlorid zur Stabilisierung der Nierenfunktion verabreicht. Nun wird die Testsubstanz intravenös gespritzt oder als Infusion über einen Zeitraum von 20 Minuten verabreicht und Blutdruck, Herzfrequenz und Nierenfunktion gemessen. (Die Tiere erwachen offensichtlich nicht mehr aus der Narkose)

Bereich: Kardiologie, Pharmakologie

Originaltitel: Acute hemodynamic and renal effects of adrenomedullin in rats with aortocaval shunt

Autoren: Roland Willenbrock (1)* , Ines Pagel (1), Ernst-Georg Krause (1), Michaela Scheuermann (1), Rainer Dietz (1)

Institute: (1)* Franz Volhard Klinik am Max Delbrück Zentrum für Molekularmedizin, Labor für experimentelles Herzversagen, Universitätskrankenhaus der Charité:, Humbold Universität Berlin, 13125 Berlin

Zeitschrift: European Journal of Pharmacology 1999: 369, 195-203

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 629



Dokument 4446Titel: Läsion des kontralateralen Trigeminusnervs reduziert die polyneuronale Muskelinnervation nach Wiederherstellung des Nervus facialis (Gesichtsnervs) bei Ratten
Hintergrund: Untersuchung der Regeneration von Nerven
Tiere: 94 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten werden nach Betäubung per Injektion in den Bauchraum bestimmte äste des Gesichtsnervs freigelegt, durchtrennt und wieder zusammengenäht. Zusätzlich wird ein Nervenast des Trigeminusnervs auf der gleichen oder auf der anderen Gesichtshälfte unterhalb der Augenhöhle durchtrennt und entfernt. Tage nach der Operation werden unterschiedliche Markerierungssubstanzen unter die Haut in der Nähe der lädierten Nerven gespritzt. Auch elektrophysiologische Messungen werden ein bis 8 Wochen nach der Operation durchgeführt. Dazu werden die Ratten erneut betäubt, der Gesichtsnerv freigelegt und Elektroden angebracht. Anschließend wird der Nerv 0,2 Millisekunden lang mit einer Stromstärke von 8,0 mA gereizt und Messungen durchgeführt. Am Ende der Experimente werden die Tiere betäubt und durch Perfusion mit einer giftigen Lösung getötet.

Bereich: Neurologie, Neuroanatomie

Originaltitel: Contralateral trigeminal nerve lesion reduces polyneuronal muscel innervation after facial nerve repair in rats

Autoren: Doychin N.Angelov (1)* , Emmanouil Skouras (1), Orlando Guntinas-Lichius (2), Michael Streppel (2), Anastas Popratiloff (2), Michael Walther (1), Johannes Klein (1), Eberhard Stennert (2), Wolfram F.Neiss (1)

Institute: (1)* Institut für Anatomie Universität Köln, 50924 Köln, und (2) Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität Köln

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 1999: 11, 1369-1378

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 628



Dokument 4447Titel: Metabolismus und Disposition von 4-Methylnitrosamin-1-3-Pyridy-1-Butanon (NNK) bei Rhesusaffen
Hintergrund: Untersuchung einer krebserzeugenden Substanz des Tabaks im Urin und in der Galle
Tiere: 4 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Affen werden bei standardisierten Laborbedingungen und freiem Zugang zu Wasser und Futter gehalten. Die männlichen Tiere werden narkotisiert und eine Kanüle (Hohlnadel) in eine Beinvene gelegt, durch die eine radioaktiv markierte Testsubstanz gespritzt wird. Dann werden sie in Stahlkäfige gesetzt und der Urin in den folgenden 9 Tagen gesammelt. Das Affenweibchen wird ebenfalls durch eine intramuskuläre Injektion anästhesiert und ein Katheter (Plastikschlauch) zur Entnahme von Blut in die linke Halsschlagader gelegt. Nun wird die Gallenblase operativ verschlossen und der Gallengang zur Entnahme von Galle mit einer Kanüle versehen. Auf eine quantitative Urinuntersuchung mußte wegen eines verrutschten Katheters verzichtet werden. Auch dem Affenweibchen wird nun die Testsubstanz in die Beinvene gespritzt und Blutproben entnommen. Nach 6 Stunden wird das Tier durch ein intravenös verabreichtes Gift getötet und anschließend Magensaft zu weiteren Untersuchungen entnommen. (Experiment unter deutscher Federführung in den USA durchgeführt.)

Bereich: Pharmakologie, Krebsforschung

Originaltitel: Metabolism and disposition of 4-(methylnitrosamino)-1-(3-pyridyl)-1-butanone (NNK) in rhesus monkeys

Autoren: Michael Meger (1), Elmar Richter (1)* , Wolfgang Zwickenpflug (1), Christina Oehlmann (1), Maureen B.Hargarden (2), Yousif I.A-Rahim (2), Elliot S.Vesell (2)

Institute: (1)* Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, 80366 München, und (2) Abteilungen für Vergleichende Medizin und Pharmakologie, The Pennsylvania State University, Pennsylvania, USA

Zeitschrift: Drug Metabolism and Disposition 1999: 7, 471-478

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 627



Dokument 4448Titel: Rekombinanter-Gewebs-Plasminogen-Aktivator reduziert die Infarktgröße nach reversiblem Verschluß der mittleren Zerebralarterie durch einen Faden bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchung im Zusammenhang mit der Akuttherapie von Schlaganfällen
Tiere: 17 Mäuse (mindestens)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Bei anästhesierten Mäusen wird der Hals in der Mittellinie aufgeschnitten und die Blutgefäße werden freigelegt. Ein mikrovaskulärer Klipp (Mikrozwinge) verschließt vorübergehend die Halsschlagader. Diese wird nun aufgeschnitten und ein Katheter (Plastikschlauch) bis in die mittlere Hirnarterie vorgeschoben, um diese für einen Zeitraum von 90 Minuten zu verschließen. Dann wird der Katheter zurückgezogen und die Arterie wieder durchblutet. Mit Hilfer von Laser-Doppler-Methoden wird die Hirndurchblutung während des Gefäßverschlusses und in der Phase der Wiederdurchblutung gemessen. Einigen Mäusen wird die Substanz rtPA intravenös durch die Leistenvene verabreicht, den Kontrolltieren lediglich Wasser. Nach 24 Stunden werden die Tiere hinsichtlich ihrer neurologischen Ausfälle untersucht und in eine Skala von 0 bis 4 eingeteilt (0 = normale Hirnfunktion, 1= Krümmung von Rücken und einer Vorderpfote beim Hochheben am Schwanz, 4= keinerlei spontane Bewegungen). Am Ende der Experimente werden die Mäuse erneut anästhesiert und enthauptet. Das Gehirn wird entnommen und untersucht.

Bereich: Schlaganfallforschung, Neurologie

Originaltitel: Recombinant tissue plasminogen activator reduces infarct size after reversible thread occlusion of middle cerebral artery in mice

Autoren: E.Kilic (1), D.M.Hermann (1), K.-A.Hossmann (1)*

Institute: (1)* Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung , 50931 Köln

Zeitschrift: NeuroReport 1999: 10, 107-111

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 626



Dokument 4449Titel: Beteiligung der Mikroglia in der zerebrospinalen Flüssigkeit am Anstieg von Glutamat in SIV-infizierten Rhesusaffen
Hintergrund: Untersuchung von bestimmten Substanzen im Nervenwasser von SIV-infizierten Affen
Tiere: 54 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die 3-4 Jahre alten Affen (importiert aus China oder den USA) werden bei einem Tag-/Nachtrhythmus von je 12 Studen in Einzelkäfigen gehalten. Unter Betäubung werden die Tiere mit einem HIV-ähnlichen Virus (SIV) infiziert. Eine erfolreiche Ansteckung wird anhand von bestimmten Antikörpern und dem Nachweis von Viren im Blut erkannt. Innerhalb von 7 Monaten nach der Infektion werden die Affen betäubt und Nervenwasser durch ein Kanüle, die in den Rückenmarkskanal vorgeschoben wird, entnommen. Am Ende der Experimente werden die Affen durch Perfusion mit einer tödlichen Lösung umgebracht und das Gehirn untersucht.

Bereich: Immunologie, Virologie, AIDS-Forschung

Originaltitel: Involvement of microglia in cerebrospinal fluid glutamate increase in SIV-infected rhesus monkeys (macaca mulatta)

Autoren: Eleni Koutsilieri (1)* , Sieghart Sopper (2), Thoralf Heinemann (1), Carsten Scheller (2), Jing Lan (1), Christiane Szahl-Hennig (3), Volker Ter Meulen (2), Peter Riederer (1), Manfred Gerlach (1)

Institute: (1)* Abteilung für Psychatrie, Klinische Neurochemie, Julius-Maximilian-Universität Würzburg, 97080 Würzburg, (2) Institut für Virologie und Immunbiologie, Würzburg, und (3) Deutsches Primaten-Zentrum Göttingen

Zeitschrift: Aids Research and Human Retroviruses 1999: 15, 471-477

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 625



Dokument 4450Titel: Verkleidungen aus Polyethylenterphthalat und Polyurethan von endovasculären Stents: vorläufige Ergebnisse in experimentellen arteriovenösen Fisteln beim Hund
Hintergrund: Untersuchung der Bioverträglichkeit von Materialien für die Blutgefäßchirurgie
Tiere: 10 Hunde (Labradors)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Hund werden anästhesiert und eine künstliche Verbindung zwischen der Halsschlagader und der Halsvene geschaffen. Dazu wird ein Teil der Wand der Halsschlagader von 10 mm Länge herausgeschnitten und das Gefäß Seite an Seite mit der Vene vernäht. Da diese Technik schon erfolgreich in anderen Experimenten angewandt wurde, konnte auf eine Kontrollgruppe verzichtet werden. Den Hunden werden nun kleine Kunststoffröhrchen, sogenannte Stents, in diese Gefäßfisteln implantiert. Dazu werden die Stents durch einen Katheter (Plastikschlauch) bis ins Gefäßlumen vorgeschoben, wo sie sich selbst entfalten und auf diese Weise an der Gefäßwand anliegen. Für einen Zeitraum von 3 Wochen nach der Operation wird den Hunden Aspirin zur Blutverdünnung verabreicht und mehrere Kontrollangiographien (Darstellung der Gefäße mit Kontrastmittel) angefertigt. Die Zeit, bis sich das Gefäß an der Stelle des Stents langsam verschließt, so daß sich der Blutfluß einschränkt, wird in drei Stadien eingeteilt: akut, subakut oder verzögert. 3, 6, 9 oder 12 Monate später werden die Implantate wieder entfernt und histologisch untersucht. Tötung der Hunde nicht beschrieben.

Bereich: Biomaterial-Forschung, Radiologie, Chirurgie

Originaltitel: Polyethylene terphthalate and polyurethane coatings for endovascular stents: preliminary results in canine experimental arteriovenous fistulas

Autoren: Frank Schellhammer (1),(2)*, Michael Walter (2), Ansgar Berlis (2) (5), Heinz-Georg Bloss (3), Eckard Wellens (4), Martin Schumacher (2)

Institute: (1)* Abteilung für Radiologie, Universität Köln, 50931 Köln, (2) Abteilungen für Neuroradiologie, (3) Neurochirurgie, und (4) Pathologie, Universität Freiburg, und (5) Abteilung für Radiologie, Universität Bonn

Zeitschrift: Radiology 1999: 211, 169-175

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 624



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