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Dokument 1111Titel: Knochenregeneration von schlitzförmigen Defekten bei chemisch modifizierten (SLActive ®) und konventionellen SLA-Titanimplantaten: Eine Pilotstudie bei Hunden
Hintergrund: Vergleich der Knochenheilung von Kieferknochendefekten beim Einsatz von Titanimplantaten mit unterschiedlicher Oberflächenbeschaffenheit. Die Autoren schreiben zur Frage der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen: "Weiterhin ist es fraglich, ob die gewonnenen Daten aus einer präklinischen Studie an Hunden auf die klinische Situation angewendet werden können, da Berichten zufolge die Umsatzrate des Knochenheilungsprozesses beim Hund etwa viermal schneller ist als beim Menschen". Dabei wird auf eine Publikation aus dem Jahr 1994 verwiesen.
Tiere: 12 Hunde (Beaglehunde)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Beaglehunde aus nicht genannter Quelle sind zu Versuchsbeginn zwischen 12 und 15 Monate alt. Die Experimente finden in Düsseldorf statt. Nach vier Wochen Eingewöhnungszeit werden die Hunde das erste Mal unter Narkose operiert. Es werden auf beiden Seiten im Ober- und Unterkiefer 5 Backzähne gezogen, insgesamt also 20 Zähne. Nach einer dreimonatigen Heilungsphase werden die Tiere erneut operiert. Zunächst werden in den rechten und linken Ober- und Unterkiefer jeweils vier Löcher von 4 mm Tiefe und 3 mm Dicke gebohrt. Damit sollen Knochendefekte beim Patienten simuliert werden. Anschließend werden in die Löcher der zuvor gezogenen Zähne insgesamt 16 Schraubenimplantate aus Titan eingesetzt. Dazu wird die Zahnschleimhaut jeweils zu einem Lappen eingeschnitten und zurückgeklappt. Die Implantate haben unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit: entweder konventionell grob-sandgestrahlt und mit Säure geätzt oder zusätzlich chemisch modifiziert. Die Zahnschleimhautlappen werden entweder bis an die Implantate in Position gebracht oder sie werden zurückgeklappt gelassen. Am Tag 1, 4, 7 oder 14 nach dieser Operation werden jeweils drei Hunde durch Überdosis eines Barbiturats getötet, um die Kiefern gewebekundlich zu untersuchen.

Bereich: Kieferchirurgie, Implantologie

Originaltitel: Bone regeneration in dehiscence-type defects at chemically modified (SLActive ®) and conventional SLA titanium implants: a pilot study in dogs

Autoren: Frank Schwarz (1)*, Monika Herten (1), Martin Sager (2), Marco Wieland (3), Michel Dard (3), Jürgen Becker (1)

Institute: (1) Westdeutsche Kieferklinik, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf, (2) Tierversuchsinstitut, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, (3) Institut Straumann AG, Basel, Schweiz

Zeitschrift: Journal of Clinical Periodontology, 2007: 34, 78-86

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3956



Dokument 1112Titel: Knochenregeneration von schlitzförmigen Defekten bei offenen und gedeckten chemisch modifizierten (SLActive ®) und konventionellen SLA-Titanimplantaten: Eine immunhistochemische Studie bei Hunden
Hintergrund: Vergleich der Knochenheilung von Kieferknochendefekten beim Einsatz von Titanimplantaten mit unterschiedlicher Oberflächenbeschaffenheit und unterschiedlichen chirurgischen Techniken. Die Autoren schreiben zur Frage der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen: "Bei der Interpretation der vorliegenden Studie, ist fraglich, ob die gewonnenen Daten aus einer präklinischen Studie an Hunden auf die klinische Situation angewendet werden können, da Berichten zufolge die Umsatzrate des Knochenheilungsprozesses beim Hund etwa viermal schneller ist als beim Menschen". Dabei wird auf eine Publikation aus dem Jahr 1994 verwiesen.
Tiere: 4 Hunde (Beaglehunde)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Beaglehunde aus nicht genannter Quelle sind zu Versuchsbeginn zwischen 20 und 24 Monate alt. Die Experimente finden in Düsseldorf statt. Nach vier Wochen Eingewöhnungszeit werden die Hunde das erste Mal unter Narkose operiert. Es werden auf beiden Seiten im Ober- und Unterkiefer 4 Backzähne gezogen, insgesamt also 16 Zähne. Nach einer dreimonatigen Heilungsphase werden die Tiere erneut operiert. Zunächst werden bei jedem Hund 2 Löcher in den Oberkiefer und 4 in den Unterkiefer von je 3 mm Tiefe und 3 mm Dicke gebohrt. Damit sollen Knochendefekte beim Patienten simuliert werden. Anschließend werden in die Löcher der zuvor gezogenen Zähne insgesamt 12 Schraubenimplantate aus Titan eingesetzt. Die Implantate haben unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit: entweder konventionell grob-sandgestrahlt und mit Säure geätzt oder zusätzlich chemisch modifiziert. Nach 2 und 12 Wochen werden jeweils zwei Hunde durch Überdosis eines Barbiturats getötet, um die Kiefer gewebekundlich zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die ITI Stiftung unterstützt, eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die von dem Institut Straumann unterstützt wird, der Firma, die die chemisch modifizierten Implantate herstellt.

Bereich: Kieferchirurgie, Implantologie

Originaltitel: Bone regeneration in dehiscence-type defects at non-submerged and submerged chemically modified (SLActive ®) and conventional SLA titanium implants: an immunhistochemical study in dogs

Autoren: Frank Schwarz (1)*, Martin Sager (2), Daniel Ferrari (1), Monika Herten (1), Marco Wieland (3), Jürgen Becker (1)

Institute: (1) Westdeutsche Kieferklinik, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf, (2) Tierversuchsinstitut, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, (3) Institut Straumann, Basel, Schweiz,

Zeitschrift: Journal of Clinical Periodontology, 2008: 35; 64-75

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3955



Dokument 1113Titel: Einfluss der Oberflächenhydrophilie und –mikrotopografie auf frühe Phasen der Weich- und Hartgewebeintegration bei offenen Titanimplantaten: Eine immunhistochemische Studie bei Hunden
Hintergrund: Einfluss der Oberflächenbeschaffenheit von Titanimplantaten auf den Heilungsprozess.
Tiere: 15 Hunde (Beaglehunde)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Beaglehunde aus nicht genannter Quelle sind zu Versuchsbeginn zwischen 20 und 24 Monate alt. Die Experimente finden in Düsseldorf statt. Nach vier Wochen Eingewöhnungszeit werden die Hunde das erste Mal unter Narkose operiert. Es werden auf beiden Seiten im Ober- und Unterkiefer 5 Backzähne gezogen, insgesamt also 20 Zähne. Nach einer dreimonatigen Heilungsphase werden die Tiere erneut operiert. In die Löcher werden insgesamt 16 Schraubenimplantate aus Titan eingesetzt. Die Implantate haben unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit: entweder konventionell grob-sandgestrahlt und mit Säure geätzt oder zusätzlich chemisch modifiziert. Am Tag 1, 4, 7, 14 oder 28 nach dieser Operation werden jeweils drei Hunde durch Überdosis eines Barbiturats getötet, um die Kiefer gewebekundlich zu untersuchen.

Die Arbeit wurde von dem Institut Straumann unterstützt, der Firma, die die chemisch modifizierten Implantate herstellt.

Bereich: Kieferchirurgie, Implantologie

Originaltitel: Effects of surface hydrophilicity and microtopography on early stages of soft and hard tissue integration at non-submerged titanium implants: an immunohistochemical study in dogs

Autoren: Frank Schwarz (1)*, Daniel Ferrari (1), Monika Herten (1), Ilja Mihatovic (1), Marco Wieland (2), Martin Sager (3), Jürgen Becker (1)

Institute: (1) Westdeutsche Kieferklinik, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf, (2) Institut Straumann, Basel, Schweiz, (3) Tierversuchsinstitut, Heinrich Heine Universität Düsseldorf

Zeitschrift: Journal of Periodontology, 2007: 78(11); 2171-84

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3954



Dokument 1114Titel: Vergleich von natürlich auftretenden Knochendefekten um Implantate bei Menschen und solche, die durch Einlegen von Fäden bei Hunden hervorgerufen wurden
Hintergrund: Untersuchung der Tauglichkeit eines "Tiermodells" für Knochenschäden um Zahnimplantate beim Hund im Vergleich mit entsprechenden, natürlich vorkommenden Defekten beim Menschen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass "innerhalb der Grenzen dieser Studie, geschlossen werden könne", dass die Knochenschäden beim Hund denen beim Menschen ähneln.
Tiere: 5 Hunde (Beaglehunde)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Es werden 6-Jahre alte, weibliche Beaglehunde verwendet. Die Tiere werden mehrfach unter Narkose operiert. Als erstes werden im Unterkiefer auf jeder Seite 4 Backenzähne gezogen. Nach 4 Wochen erfolgt der Einsatz von Implantatschrauben. Es folgen drei Monate Heilungszeit, in denen jeden Tag die Zähne der Tiere geputzt werden. In einer weiteren Operation wird nun das Zahnfleisch um die Implantate abgehoben, um Baumwollfäden in die so gebildeten Zahnfleischtaschen zu legen. Die Zähne werden nun nicht mehr geputzt. Die Fäden halten die Taschen offen, so dass sich Bakterien ansiedeln können. Es kommt zu Entzündungen und Auflösung des Knochengewebes um die Implantate. Die Hunde werden regelmäßig geröntgt. Wenn die Auflösung der Kieferknochen 30% beträgt, dies ist nach durchschnittlich 3 Wochen der Fall, werden die Fäden wieder entfernt. Weitere drei Monate später werden die Hunde erneut operiert. Das Zahnfleisch wird aufgeschnitten und als Lappen zurückgeklappt. Die Schäden an den Knochen werden zunächst detailliert beurteilt und in Klassen eingeteilt. Dann werden die Defekte chirurgisch versorgt, d.h. das abgestorbene und entzündete Gewebe wird entfernt. Der Zahnfleischlappen wird wieder angenäht. Die weitere Heilung der Kieferdefekte wird beobachtet und ist Gegenstand einer anderen Publikation.

In die Studie werden außerdem 24 menschliche Patienten einbezogen, bei denen natürlicherweise Kieferknochenschäden um eingesetzte Implantate entstanden sind. Die Defekte werden wie bei den Hunden zunächst eingehend untersucht und dann chirurgisch versorgt.

Bereich: Kieferchirurgie, Implantologie

Originaltitel: Comparison of naturally occurring and ligature-induced peri-implantitis bone defects in humans and dogs

Autoren: Frank Schwarz (1)*, Monika Herten (1), Martin Sager (1), Katrin Bieling (1), Anton Sculean (2), Jürgen Becker (1)

Institute: (1) Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Westdeutsche Kieferklinik, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf, (2) Department of Periodontology, Radboud University Medical Center, Nijmegen, Niederlande

Zeitschrift: Clinical and Oral Implantation Research 2007: 18, 181-170

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3953



Dokument 1115Titel: Gesundheitsschädliche Effekte der 60 KHz Auflösung von Blutgerinnseln durch Ultraschall bei Ratten mit einem Verschluss der mittleren Hirnarterie
Hintergrund: Klinische Studien legen den Verdacht nahe, dass die Behandlung von Schlaganfallpatienten mit Hilfe von Ultraschall zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen kann. Dies soll in einer experimentellen Studie an Ratten überprüft werden.
Tiere: 45 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borchen. Es wird ein künstlicher Schlaganfall ausgelöst. Dazu werden die Ratten narkotisiert. Durch eine Halsarterie wird ein chirurgischer Nahtfaden bis in die mittlere Hirnarterie vorgeschoben, bis das Blutgefäß so dünn ist, dass er nicht weiter geschoben werden kann. Dadurch wird das Hirngewebe dahinter nicht mehr durchblutet. Bei 22 Ratten wird der Faden nach 90 Minuten wieder herausgezogen, so dass das Gewebe wieder durchblutet wird. Bei 22 Ratten wird der Faden in dieser Position gelassen. Eine Ratte stirbt während der Operation. 90 Minuten nach Beginn der Auslösung des Schlaganfalls erhalten die Tiere ein Medikament, das Blutgerinnsel auflösen soll. Jeweils die Hälfte der Ratten mit zeitlich begrenztem oder dauerhaftem Verschluss der Hirnarterie wird zusätzlich mit Ultraschal behandelt. Dazu wird die Kopfhaut aufgeschnitten und die Ultraschallsonde auf den Schädelknochen aufgesetzt. In den beiden Ultraschall-Gruppen sterben 4 von 12 bzw. 5 von 11 Ratten. Nach 5 und 24 Stunden werden die Auswirkungen bei jeweils einigen überlebenden Tieren beurteilt. Die Ratten werden dazu unnarkotisiert in eine Plastikröhre gesteckt, die sich nach vorne verjüngt. Ganz vorn in dem Konus befindet sich ein kleiner Balken, über den die Schneidezähne der Ratte gehängt werden. So kann das Tier seinen Kopf überhaupt nicht mehr bewegen. Es werden Magnetresonanztomographie-Aufnahmen vom Kopf gemacht. Die überlebenden Ratten werden außerdem hinsichtlich neurologischer Symptome beobachtet, wenn sie am Schwanz hochgehoben werden, beim Gehen und beim Händeklatschen (Hörtest). Schließlich werden alle Ratten getötet, indem sie unter Narkose mit Formalin durchströmt werden.

Die Arbeit wurde durch das Bundsministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: Detrimental effects of 60 KHz sonothrombolysis in rats with middle cerebral artery occlusion

Autoren: Max Nedelmann (1,2)*, Peter Reuter (3), Mareen Walberer (1,2), Clemens Sommer (4), Beat Alessandri (5), Daniel Schiel (1,2), Nouha Ritschel (1,2), Oliver Kempski (5), Manfred Kaps (1), Clemens Müller (2), Georg Bachmann (2), Tibo Gerriets (1,2)

Institute: (1) Klinik für Neurologie, Justus-Liebig-Universität, Am Steg 14, 35392 Gießen, (2) Abteilung für Experimentelle Neurologie, Justus-Liebig-Universität, Gießen, (3) Kerckhoff Klinik, Bad Nauheim, (4) Abteilung für Neurologie, Johannes Gutenberg Universität Mainz, (5) Institut für Neurochirurgische Pathophysiologie, Johannes Gutenberg Universität Mainz

Zeitschrift: Ultrasound in Medicine & Biology 2008: 34 (12), 2019-2027

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3952



Dokument 1116Titel: Beurteilung von frühen akuten Lungenschäden bei Ratten, die zerstäubten Konsumerprodukten ausgesetzt wurden: Ein Versuch das "Magic-Nano”-Rätsel zu entwirren
Hintergrund: Die Nano-Keramik-Versiegler "Magic Nano Glass & Ceramic" Spray, "Magic Nano Bath" Spray und "Magic Nano" Spray, hatten im Jahr 2006 in Deutschland bei Konsumenten zu Schäden der Atemwege geführt. Sie wurden vom Bundesinstitut für Risikobewertung zurückgezogen. Da es laut der Autoren keine geeignete In-vitro-Methoden gibt, werden in der vorliegenden Studie die Substanzen an Ratten getestet. Anmerkung: Wenn die Schäden beim Menschen doch dokumentiert sind und die Produkte bereits vom Markt zurückgezogen wurden, warum müssen dann noch Tierversuche durchgeführt werden?
Tiere: 136 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Es werden Wistar-Ratten von der Versuchstierfirma Harlan Winkelmann, Borchen, verwendet. Die Tiere werden in enge Röhren gesteckt, aus denen nur die Nase herausschaut. Die Nase befindet sich in einer Kammer, die mit verschiedenen, zerstäubten Substanzen begast wird. Die Tiere werden in Gruppen eingeteilt. Folgende Substanzen werden getestet: "Magic Nano Glass & Ceramic" Spray in 4 verschiedenen Dosierungen, "Magic Nano Bath" Spray und "Magic Nano" Spray, jeweils in einer Dosierung. Dabei handelt es sich um Keramik-Versiegler, die im Jahr 2006 in Deutschland bei Konsumenten zu Schäden der Atemwege geführt haben. Die Ratten müssen die Aerosole 4 Stunden lang einatmen. Da es bei den hochdosierten Gruppen schon während der Exposition zu vermehrten Todesfällen kommt, wird die Expositionsdauer bei einigen Gruppen auf 2 Stunden gesenkt. 25 Ratten sterben vorzeitig. Einige Ratten werden bis zu 14 Tage lang beobachtet, bevor sie getötet werden. Die Tötung erfolgt durch Ausbluten nach Injektion eines Narkosemittels in die Bauchhöhle.

Mit einigen Ratten wird eine Lungenfunktionsprüfung vorgenommen. Dazu werden Kopf und Körper der Ratte in getrennte Kammern gesteckt, wobei am Hals eine Gummimanschette angebracht ist. Durch die Atembewegungen des Brustkorbes wird die Luft in der Körperkammer verdrängt. So kann beurteilt werden, inwieweit sich die Ratte beim Atmen anstrengen muss. Andere Ratten werden getötet, um ihre Lungen zu spülen und die Spülflüssigkeit zu untersuchen. Die Ratten zeigen besonders bei dem "Magic Nano Glass & Ceramic" Spray deutliche klinische Symptome: angestrengte, unregelmäßige Atmung, rote Nasenlöcher, Nasenausfluss, Blaufärbung der Schleimhäute durch Sauerstoffmangel (Zyanose), gesträubtes Fell, verminderte Bewegung, unkoordinierter Gang, Gewichtsverlust und verminderte Körpertemperatur. Das "Magic Nano Bath" Spray zeigte keine Wirkung.

Die Arbeit wurde durch das Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin, gesponsert.

Bereich: Toxikologie, Nanotoxikologie

Originaltitel: Assessment of early acute lung injury in rats exposed to aerosols of consumer products: Attempt to disentangle the "Magic Nano" conundrum

Autoren: Jürgen Pauluhn (1)*, Axel Hahn (2), Horst Spielmann (2)

Institute: (1) Institut für Toxikologie, Bayer HealthCare AG, Gebäude 514, 42096 Wuppertal, (2) Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin

Zeitschrift: Inhalation Toxicology 2008, 20, 1245-1262

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3951



Dokument 1117Titel: Entwicklung eines Kurzzeit-Inhalations-Tests bei der Ratte unter Verwendung von Nano-Titandioxid als Modellsubstanz
Hintergrund: Entwicklung eines Kurzzeit-Inhalationstests anstelle eines 90-Tage-Tests zur Testung von Nanopartikeln.
Tiere: 60 Ratten (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden Wistar-Ratten von der Versuchstierfirma Charles River Laboratories, Sulzfeld, verwendet. Die Tiere werden einzeln in Käfigen mit Drahtboden gehalten. Die Ratten werden an 5 aufeinanderfolgenden Tagen je 6 Stunden mit Nanopartikeln (Titandioxid) begast. Dazu wird eine Kopf-Nasen-Technik verwendet. Die Prozedur wird nicht näher beschrieben. Normalerweise werden die Ratten in enge Röhren gesteckt, aus denen nur der Kopf herausschaut. Der Kopf befindet sich in einer Kammer, die mit der Testsubstanz begast wird. Je Gruppe werden unterschiedliche Dosierungen verwendet. Eine Kontrollgruppe erhält normale Luft. Am letzten Tag der Exposition, bzw. 3 und 16 Tage später werden jeweils einige Ratten durch Ausbluten unter Betäubung getötet. Bei einigen Tieren werden die Lungen gespült, um die Spülflüssigkeit zu untersuchen, bei anderen werden die Lungen und andere innere Organe in Scheiben geschnitten und auf feingewebliche Veränderungen untersucht.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Toxikologie, Nanotoxikologie

Originaltitel: Development of a short-term inhalation test in the rat using nano-titanium dioxide as a model substance

Autoren: Lan Ma-Hock, Silke Burkhardt, Volker Strauss, Armin O. Gamer, Karin Wiench, Bennard vn Ravenzwaay, Robert Landsiedel*

Institute: Abteilung für Produktsicherheit, BASF, 67056 Ludwigshafen

Zeitschrift: Inhalation Toxicology 2009: 21, 102-118

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3950



Dokument 1118Titel: Retrospektive Analyse einer 4-Wochen-Inhalationsstudie bei Ratten mit dem Fokus auf den Verbleib und die Lungengiftigkeit von zwei Nano-Aluminium-Oxy-Hydroxiden (Böhmit) und einem Eisenoxid (Magnetit): Das Hauptmaß der Dosis ist die Partikelmasse, nicht die Partikelfläche
Hintergrund: Auswirkungen dreier Nanopartikel auf die Lungen von Ratten.
Tiere: 528 Ratten (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden Inhalationsexperimente mit drei verschiedenen Nanopartikeln (2 aus dem Mineral Böhmit und eines aus Mineral Magneteisen) an Wistar-Ratten durchgeführt. Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borchen. Die Tiere werden einzeln in Käfigen gehalten. Damit die Nanopartikel nur über die Atemluft aufgenommen werden, nicht aber über den ganzen Körper, werden die Tiere in eine Kammer gesteckt, aus der nur die Nase herausschaut. Der Raum, in dem sich die Nase befindet, wird begast. Die Begasung erfolgt täglich 6 Stunden, 5 Tage pro Woche, über einen Zeitraum von 4 Wochen. Jede Gruppe besteht aus 12 Ratten. Je nach Gruppe werden unterschiedliche Dosierungen der Nanopartikel getestet. Nach Ende der Inhalationsphase werden die Ratten zwischen 3 und 6 Monate beobachtet. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten werden immer einige Tiere getötet, um die Lungen zu untersuchen.

Bereich: Toxikologie, Nanotoxikologie

Originaltitel: Retrospective analysis of 4-week inhalation studies in rats with focus on fate and pulmonary toxicity of two nanosized alumuminium oxyhydroxides (boehmite) and pigment-grade iron oxide (magnetite): The key metric of dose is particle mass and not particle surface area

Autoren: Jürgen Pauluhn

Institute: Institut für Toxikologie, Bayer Schering Pharma, Abteilung für Inhalationstoxikologie, Gebäude 514, 42096 Wuppertal

Zeitschrift: Toxicology 2009: 259, 140-148

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3949



Dokument 1119Titel: Beteiligung der Augen bei Kaninchen und Primaten, die mit dem Borna-Virus infiziert wurden
Hintergrund: Zur Erforschung der bislang unbekannten Ursachen verschiedener Augenerkrankungen des Menschen (Akute Pigmentepithelitis, Mulitfokale Plakoide Pigmentepitheliopathie und Vogt-Koyanagi-Syndrom) werden Kaninchen und Rhesusaffen mit Borna-Viren infiziert. Dass Borna-Viren bei Kaninchen und Affen typische Veränderungen der Augen hervorrufen, wird seit 50 Jahren vermutet, heißt es in der Arbeit. Dieses wird in dieser Arbeit bestätigt. Anmerkung: Es ist fraglich, ob diese Experimente an der Augenklinik in Augsburg stattgefunden haben. Der Autor hat bei anderen Publikationen auch an der Giessener-Uniklinik gewirkt und mit dem Primatenzentrum in Rijvijk in den Niederlanden zusammengearbeitet. Eine Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen auch für die hier beschriebenen Experimente ist denkbar.
Tiere: 107 Tiere verschiedener Arten (Mehr als 90 Kaninchen, 17 Rhesusaffen)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: 60 Kaninchen wird eine 10%igen Kaninchenhirn-Suspension in das Gehirn injiziert. Die Hirn-Suspension stammt aus dem Gehirn von anderen Kaninchen, die mit Borna-Viren infiziert worden sind. Die Borna-Viren gehen zurück auf ein 1927 erkranktes Pferd und werden seither weitergezüchtet. Borna-Viren lösen eine Hirnerkrankung (Enzephalitis) bei Pferden, Schafen und anderen Tieren aus. Zehn weitere Kaninchen werden mit einer Kaninchenhirn-Suspension ohne Viren injiziert. Acht Kaninchen erhalten Suspensionen aus Zellkulturen mit oder ohne Viren in das Gehirn injiziert. Zwei nicht-infizierte Kaninchen und die Mutter von vier infizierten Kaninchen werden fünf Monate lang mit infizierten Kaninchen zusammen gebracht.

Täglich werden die Augen untersucht. Die Kaninchen werden zu nicht genannten Zeitpunkten getötet, um die Augennetzhaut mikroskopisch zu untersuchen.

17 Rhesusaffen wird die Kaninchenhirn-Suspension mit den Borna-Viren entweder in das Gehirn injiziert oder über die Nase verabreicht. Drei Affen entwickeln nach 30, 35 und 55 Tagen klinische Symptome einer Hirnentzündung (Enzephalitis). Die Auswirkungen bei den anderen Affen werden nicht beschrieben.

Bei allen Kaninchen und Affen finden sich Veränderungen der Augennetzhaut, wobei diese bei den beiden Tierarten unterschiedlich sind.

Bei weiteren Kaninchen wird zunächst der linke Sehnerv mit Laser verödet, bevor auch diese Tiere mit Borna-Viren in das Gehirn injiziert werden. Die Augenveränderungen treten nur auf der nicht verödeten Seite auf.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Ocular involvement in BDV-infected rabbits and primates

Autoren: Hauke Krey

Institute: Klinikum Augsburg (keine Adresse angegeben)

Zeitschrift: APMIS Suppl. 2008, 124 (116), 58-60

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3948



Dokument 1120Titel: Der neue selektive PDE9-Hemmer BAY 73-6691 verbessert das Lernverhalten und das Gedächtnis von Nagern
Hintergrund: Verhaltenstests bei Ratten und Mäusen nach Gabe eines neuen Wirkstoffs, der das Gedächtnis bei der Behandlung von Alzheimer verbessern soll. In einer offensichtlich nachträglich hinzugefügten Fußnote des Artikels heißt es, dass die weitere Entwicklung des Wirkstoffs aufgegeben wurde.
Tiere: 492 Tiere verschiedener Arten (mehr als 312 Ratten und 180 Mäuse)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden am Leibniz Institut für Neurobiologie in Magdeburg, der Universität Maastricht und bei Bayer in Wuppertal statt. Es werden Wistar und Fischer 344 x Brown Norway Ratten verwendet sowie C57BL Mäuse. Die Tiere stammen je nach Versuch von folgenden Versuchstierzüchtern: Harlan Winkelmann, Borchen, Charles River, Sulzfeld, Harlan Sprague Dawley, Indianapolis, USA, Harlan Sprague Dawley, Niederlande, Charles River, Niederlande und IFFA Credo, l’Arbresle, Frankreich.

Eine ungenannte Anzahl Wistar und Fischer 344 x Brown Norway Ratten werden durch Köpfen (Dekapitation) getötet, um an ihren in Scheiben geschnittenen Gehirnen Experimente durchzuführen. Dabei werden Nervenzellen elektrisch gereizt und die Reaktion anderer Nervenzellen vor und nach Zugabe des Testwirkstoffs gemessen.

Mit 312 Wistar-Ratten und 180 Mäusen werden verschiedene Lern- und Gedächtnistests durchgeführt:

1. Eine erwachsene Ratte wird einzeln in einen Käfig gesetzt. Dazu wird 2 Minuten lang eine junge Ratte gesetzt. Das Verhalten der alten gegenüber der jungen Ratte wird beobachtet. Im Abstand von 24 Stunden wird die gleiche junge Ratte wieder zu der erwachsenen gesetzt. In manchen Gruppen wird eine neue junge Ratte verwendet. Es wird registriert, ob die erwachsene Ratte das Jungtier wiedererkennt. Die Tiere werden zuvor in mehrere Gruppen eingeteilt. Einige Gruppen erhalten den Testwirkstoff vor der ersten, andere nach der zweiten Konfrontation mit der Jungratte per Schlundsonde eingegeben. Es werden unterschiedliche Konzentrationen des Wirkstoffs verwendet. Kontrollgruppen erhalten eine wirkungslose Substanz. Das Experiment wird auch mit 80 Mäusen durchgeführt, wobei die Wirksubstanz 30 Minuten vor der ersten Konfrontation verabreicht wird. >p> 2. Eine Ratte wird in eine Testarena von 83 cm Durchmesser gesetzt, in dem sich eines von 4 Objekten befindet: ein Plastikkegel, eine sandgefüllte Glasflasche, ein Metallwürfel mit zwei Löchern oder ein Aluminiumklotz. Es wird 3 Minuten lang beobachtet, wie die Ratte auf die Objekte reagiert. Im Abstand von 24 Stunden wird der Versuch wiederholt. Der Testwirkstoff wird jeweils 30 Minuten vor dem Test per Schlundsonde verabreicht.

3. Eine Kiste ist in eine hell erleuchteten und eine abgedunkelten Kammer eingeteilt. In der Wand zwischen den beiden Kammern befindet sich eine verschließbare Tür. Der Boden ist mit einem Metallgitter ausgestattet. Eine Ratte wird in das helle Abteil gesetzt. Ratten bevorzugen Dunkelheit. Wenn das Tier in die dunkle Kammer läuft, geht die Tür hinter ihm zu und über das Bodengitter erfolgt ein Stromstoß. Am nächsten Tag wird überprüft, ob das Tier sich den Stromstoß gemerkt hat und das dunkle Abteil vermeidet. Zuvor wird wieder die Testsubstanz verabreicht.

4. Eine Maus wird in einen Arm eines T-förmigen Irrgartens aus Plexiglas gesetzt. Wenn die Maus in einen der Arme läuft, wird jeweils der andere durch eine Tür verschlossen. Läuft die Maus in den Startarm, wird die Tür wieder geöffnet, und es wird beobachtet, ob sie neugierig in den ihr noch unbekannten Arm läuft. Nach Gabe des Testwirkstoffs wird der Test wiederholt.

Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Psychopharmakologie

Originaltitel: The novel selective PDE9 inhibitor BAY 73-6691 improves learning and memory in rodents

Autoren: F. Josef van der Staay (1)*, Kris Rutten (3), Lars Bärfacker (2), jean DeVry (1), Christina Erb (1), Heike Heckroth (2), Dagmar Karthaus (2), Adrian Tersteegen (2), Marja van Kampen (1), Arjan Blokland (4), Jos Prickaerts (3), Klaus G. Reymann (5), Ulrich H. Schröder (5), Martin Hendrix (2)

Institute: (1) Bayer HealthCare AG, Global Drug Discovery, Abteilung für ZNS-Forschung, 42096 Wuppertal-Elberfeld, (2) Bayer HealthCare AG, Global Drug Discovery, Abteilung für Chemische Forschung, 42096 Wuppertal-Elberfeld, (3) Maastricht University, Department of Psychiatry and Neuropsychology, Maastricht, Niederlande, (4) Maastricht University, Department of Psychology, Maastricht, Niederlande, (5) Leibniz Institut für Neurobiologie, Brenneckestr. 6, 39118 Magdeburg

Zeitschrift: Neuropharmacology 2008: 55, 908-918

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3947



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