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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1031Titel: Histomorphologischer und funktioneller Einfluss von Bewegungstraining unter niedriger Dosierung mit FK 506 nach Nerventransplantation
Hintergrund: Untersuchung des Effekts von Bewegungstraining nach Nerventransplantation auf die Heilung bei Ratten.
Tiere: 30 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden 15 erwachsene männliche Lewis-Ratten und eine gleiche Anzahl dunkler Agouti-Ratten von Harlan Winkelmann (Borchen) verwendet. Die Teiltransplantation des Ischiasnervs erfolgt an 10 Ratten unter Vollnarkose. Haut und Muskeln an einem Hinterbein werden eingeschnitten, um den Ischiasnerv freizulegen. Ein 15 mm langes Segment wird aus dem Nerv herausgeschnitten und durch ein Nerventransplantat von den Ratten des jeweils anderen Stammes ersetzt. Die Nervenenden werden mit chirurgischen Fäden zusammengenäht, die mit einer den Schmerz hemmenden Substanz getränkt sind. Anschließend wird die Wunde durch eine Naht verschlossen. Nach der Operation wird den Ratten FK 506, ein das Immunsystem herabsetzendes Medikament, in die Muskulatur injiziert. Die Ratten werden wöchentlich gewogen und die Konzentration des regelmäßig verabreichten Medikaments FK 506 an das Körpergewicht angepasst. Fünf Tiere erhalten 10 Tage nach der Operation ein Bewegungstraining. Dieses beinhaltet 10-minütiges Laufen auf einem motorgetriebenen Laufrad mit einer Geschwindigkeit von 0,325 Metern pro Sekunde sowie das Klettern entlang eines 1,6 Meter langen vertikal gespannten Seils. Die Ratten werden bereits an fünf Tagen vor der Operation mit den Trainingsmodalitäten vertraut gemacht. Das postoperative Bewegungstraining wird für jeweils 10 Minuten an fünf Tagen pro Woche über 16 Wochen durchgeführt.

Die Funktionsfähigkeit des operierten Hinterbeins wird überprüft, indem die Hinterfüße in Farbe getaucht werden und die Ratten über einen mit weißem Papier ausgelegten Boden laufen gelassen werden. Die Distanzen zwischen verschiedenen Fußabschnitten werden für die Auswertung berechnet. Diese Analyse wird jeweils vier, acht, 12 und 16 Wochen nach der Operation durchgeführt. Nach Beendigung des Experiments werden die Ratten mit einer tödlichen Dosis des Schlafmittels Chloralhydrat getötet.

Die Studie wurde von der Astellas GmbH (München) gefördert.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: Histomorphological and functional impacts of postoperative motor training in rats after allograft sciatic nerve transplantation under low-dose FK 506

Autoren: Jan Rustemeyer* (1,2), Aleksandra Krajacic (2), Ursula Dicke (2)

Institute: (1) Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Klinikum Bremen Mitte, St.-Jürgen-Str. 1, 28177 Bremen, (2) Institut für Hirnforschung, Universität Bremen, Bremen

Zeitschrift: Muscle Nerve 2009: 39, 480-488

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4036



Dokument 1032Titel: Signifikanz der Lungennerven des Nervus vagus für die Aktivität der Atmungsmuskulatur bei der Katze
Hintergrund: Untersuchung von physiologischen Zusammenhängen zwischen Atmung und Nervenaktivitäten.
Tiere: 16 Katzen
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden unter Narkose durchgeführt. Die Tiere werden auf dem Rücken liegend mit einem stereotaktischen Halteapparat fixiert. In die Luftröhre wird ein Schlauch zur Beatmung eingeführt. In eine Vene und eine Arterie eines Hinterbeins werden Katheter gelegt. In die Speiseröhre wird ein Schlauch zur Druckmessung eingeführt. Der Brustkorb wird eröffnet und verschiedene Nerven werden freigelegt und mit Messelektroden versehen. Eine weitere Elektrode wird an einem Bauchmuskel angelegt.

Nun werden fünf verschiedene Experimente durchgeführt, wobei die Luftröhre verschlossen, die Luft mit doppelt so viel CO2 wie normal angereichert, die Lunge aufgeblasen wird oder einzelne Nerven elektrisch gereizt werden. Diese Maßnahmen werden auch in unterschiedlichen Kombinationen getestet. Gleichzeitig werden mittels der Elektroden die Nerven-, bzw. Muskelaktivitäten gemessen. Schließlich werden die beiden Vagusnerven im Brustraum durchtrennt und die oben genannten Versuche wiederholt. Die Katzen werden (sehr wahrscheinlich) am Ende der Versuche getötet.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Significance of pulmonary vagal afferents for respiratory muscle activity in the cat

Autoren: W. Marek (1)*, K. Muckenhoff (1), N.R. Prabhakar (2)

Institute: (1) Institut für Physiologie, Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44780 Bochum, (2) Case Western Reserve University, Department of Physiology/Biophysics, Cleveland Ohio, USA

Zeitschrift: Journal of Physiology and Pharmacology 2008: 59, Suppl. 6, 407-420

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4035



Dokument 1033Titel: Wahrnehmungsdefizite visueller Bewegungen und schnelle Augenbewegungen (Nystagmus) nach Schäden in einem bestimmten Hirnbereich beim Frettchen (Mustela putorius furo)
Hintergrund: Bei Katzen und Affen ist bekannt, welcher Hirnbereich für die Wahrnehmung beweglicher Bilder zuständig ist. Hier wird nach dem vergleichbaren Hirnbereich beim Frettchen gesucht.
Tiere: Frettchen (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Es werden vier Albino-Frettchen verwendet, die aus der Zucht des Instituts für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie stammen. Vier "Wildtyp"-Frettchen werden von der Versuchstierzucht Marshall Farms, North Rose, NY, USA, bezogen. Sie sind zwischen 3 und 5 Jahre alt. Die Frettchen werden in Gruppen in einer angereicherten Box mit Außenauslauf gehalten. Alle acht Tiere waren in einem früheren, ähnlichen Hirnforschungsexperiment verwendet worden. Für das hier beschrieben Experiment werden die Tiere erneut "trainiert". Als Trainingsmethode wird Futterentzug eingesetzt. Die Frettchen erhalten ihr tägliches Futter als "Belohnung" während der Experimente. Endet ein Tagesexperiment, ohne dass ein Tier seine volle Ration bekommen hat, erhält es das restliche Futter nach dem Experiment.

Ein Frettchen wird in eine Kammer gesetzt, von der verschiedene Röhren abgehen. Auf einem Monitor werden rechts oder links bewegliche weiße Punkte auf schwarzem Hintergrund gezeigt. Je nachdem, ob die Punkte rechts oder links erscheinen, muss das Frettchen in die rechte oder linke Röhre laufen. Wählt es die richtige Röhre, erhält es eine Futterration. Eine falsche Wahl wird durch einen langen Rückweg in die Ausgangskammer "bestraft".

In einem zweiten Experiment werden die Augenbewegungen der Frettchen getestet. Ein Tier wird in eine enge Röhre gesetzt, der Kopf wird mit Hilfe eines Geschirrs fixiert. Seitlich an den Augen werden unter Verwendung eines Lokalanästhetikums Nadelelektroden in die Haut gestochen, um ein Elektrookulogramm (EOG) abzuleiten. Dann wird die Röhre mit dem Frettchen in eine Trommel gesetzt, deren Wände mit schwarz-weißen Mustern ausgestattet sind. Die Trommel dreht sich im Uhrzeigersinn oder in die entgegengesetzte Richtung mit einer Geschwindigkeit von 10, 20 oder 50 Umdrehungen pro Sekunde. Gleichzeitig wird die Reaktion der Augen mit Hilfe des EOGs registriert.

Nun erfolgt eine Operation. Unter Narkose wird der Kopf eines Frettchens in einen stereotaktischen Halteapparat eingespannt. Kopfhaut und Kopfmuskel werden aufgeschnitten. Über einem bestimmten Bereich des Gehirns werden zwei Löcher in den Schädelknochen gebohrt. Die harte Hirnhaut wird eröffnet und etwas Hirngewebe abgesaugt. Die Stelle wird mit Gelschaum aufgefüllt. Dann werden die Löcher im Schädel verschlossen und die Haut zugenäht. Die Tiere müssen nun die gleichen Experimente durchlaufen wie vor der Operation, um festzustellen, ob das fehlende Hirngewebe für die Wahrnehmung beweglicher Bilder zuständig ist. Vier bis sechs Wochen nach der Operation werden die Frettchen durch Überdosis von Pentobarbital getötet. Die Gehirne werden gewebekundlich untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Neurobiologie

Originaltitel: Deficits of visual motion perception and optokinetic nystagmus after posterior suprasylvian lesions in the ferret (Mustela putorius furo)

Autoren: D. Hupfeld, C. Distler, K.-P. Hoffmann*

Institute: Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44780 Bochum

Zeitschrift: Experimental Brain Research 2007: 182, 509-523

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4034



Dokument 1034Titel: Einfluss der Vorhersagbarkeit der Aufgabe auf die Neuronenaktivität in der vorderen oberen Vierhügelplatte während Doppelschritt–Augenbewegungen
Hintergrund: Nervenaktivitäten in einem bestimmten Bereich des Gehirns bei ruckartigen Blickbewegungen.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Zunächst werden den beiden männlichen Rhesusaffen bestimmte Verhaltensweisen "antrainiert". Sie müssen mit den Augen einen Punkt auf einem Bildschirm anstarren. Dann springt der Punkt an eine andere Stelle und das Tier muss ihm mit den Augen folgen. Bei einer anderen Aufgabe soll der Affe vorhersagen, wo der Punkt als nächstes auftauchen wird, und seinen Blick auf die entsprechende Stelle des Bildschirms richten. Macht der Affe eine Aufgabe richtig, erhält er eine "Belohnung". Üblicherweise erfolgt diese Art des "Trainings" durch Flüssigkeitsentzug und "Belohnung" mit einigen Tropfen Saft. Die durstigen Tiere müssen sich ihre tägliche Flüssigkeitsration "erarbeiten".

Haben die Affen die Aufgabe gelernt, erfolgt eine Operation unter Narkose. Auf dem Schädelknochen wird ein Kopfhalter aus Stahl mit Schrauben und Zahnzement verankert. Ein Loch wird über einem bestimmten Hirnbereich gebohrt und darüber eine Kammer auf den Schädelknochen fixiert. In die Augenschleimhaut beider Augen werden magnetische Metallspulen implantiert. Sie dienen dazu, die Blickrichtungen der Affen mit einem speziellen Gerät verfolgen zu können. Ein Kabel führt von den Spulen zu einem Aufnahmegerät, das im Zahnzement des Kopfhalters angebracht ist.

Für die eigentlichen Versuche werden zunächst Elektroden durch die Kammer und das Bohrloch in das Hirngewebe eingeführt. Die Prozedur wird nicht beschrieben. Üblicherweise werden die Affen dafür in einem Primatenstuhl fixiert. Der Kopf wird mit Hilfe des Kopfhalters unbeweglich festgeschraubt. Bei den zuvor erlernten Aufgaben (Fixieren und Folgen eines Punktes mit den Augen) sind die Affen im Affenstuhl fixiert, aber der Kopf ist frei beweglich. Die Blick- und Kopfbewegungen werden registriert. Gleichzeitig werden über die Elektroden im Gehirn die Aktivitäten einzelner Nerven gemessen. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Europäische Kommission und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Neurophysiologie

Originaltitel: Influence of task predictability on the activity of neurons in the rostral superior colliculus during double-step saccade

Autoren: Vicente Reyes-Puerta (1,2), Roland Philipp (1), Werner Lindner (1), Lars Lünenburger (3), Klaus-Peter Hoffmann (1,2)*

Institute: (1) Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, (2) International Graduate School of Neuroscience, Ruhr-Universität Bochum, (3) Spinal Cord Injury Center, Universitätsklinik Balgrist, Zürich, Schweiz

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2009: 3199-3211

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4033



Dokument 1035Titel: Wirksamkeit eines Kombinationspräparats mit Emodepsid und Praziquantel (Profender ® Tabletten für Hunde) gegen Infektionen mit reifen und unreifen Rundwürmern Toxocara canis and Toxocara leonina beim Hund
Hintergrund: Zur Zulassung eines neuen Entwurmungsmittels, einem Kombinationspräparat für Band- und Spulwürmer, werden mehrere Studien zur Bestätigung der Wirksamkeit der Wirkstoffe durchgeführt.
Tiere: 182 Hunde (65 Mischlingshunde, 117 Beagles)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Studie wird unter deutscher Federführung vermutlich in den USA und evtl. teilweise in Südafrika durchgeführt. Es werden 10 Studien an insgesamt 182 Hunden durchgeführt. Für zwei Studien werden natürlich mit Rundwürmern infizierte Mischlingshunde aus Südafrika (16 Hunde) und den USA (12 Hunde) verwendet. Weitere 37 Mischlingshunde und 117 Beagles werden oral mit Rundwürmern infiziert. Diese Hunde stammen entweder aus Versuchstierzuchten, kommerziellen Hundezuchten oder aus der Zucht des Auftragslabors in den USA. Die Hunde werden einzeln oder in Gruppen gehalten. Jeweils die Hälfte der Tiere einer Gruppe wird mit einem neuen Entwurmungsmittel, einem Kombinationspräparat für Band- und Spulwürmer, behandelt. Die Behandlung erfolgt zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Regelmäßig werden Kotproben untersucht. Fünf bis 30 Tage nach der Behandlung werden alle Hunde getötet, um den Darm auf Würmer zu untersuchen.

Bereich: Veterinär-Parasitologie

Originaltitel: Efficiacy of emodepside plus praziquantel tablets (Profender ® tablets for dogs) against mature and immature infections with Toxocara canis and Toxocara leonina in dogs

Autoren: Gertraut Altreuther (1)*, Annette Schimmel (1), Iris Schroeder (1), Thomas Bach (1), Samuel Charles (2), Dawid J. Kok (3), Friederike Kraemer (4), Sonja Wolken (4), David Young (5), Klemens J. Krieger (1)

Institute: (1) Bayer Animal Health GmbH, Leverkusen, (2) Bayer HealthCare LLC, Shawnee Mission, USA, (4) ClinVet International Ltd., Bloemfontein, Südafrika, (5) Institut für Parasitologie, Tierärztliche Hochschule Hannover, Hannover, (5) Young Veterinary Research Services, Turlock, USA

Zeitschrift: Parasitology Research 2009: 105, S1-S8

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4032



Dokument 1036Titel: Wirksamkeit eines Kombinationspräparats mit Emodepsid und Praziquantel (Profender ® Tabletten für Hunde) gegen reife und unreife adulte Trichiuris vulpis Infektionen beim Hund
Hintergrund: Zur Zulassung eines neuen Entwurmungsmittels, einem Kombinationspräparat für Band- und Spulwürmer, werden mehrere Studien zur Bestätigung der Wirksamkeit der Wirkstoffe durchgeführt.
Tiere: 76 Hunde (16 Mischlingshunde aus Südafrika und 50 Beagles))
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Studie wird unter deutscher Federführung vermutlich in den USA und evtl. teilweise in Südafrika durchgeführt. Es werden 76 Hunde verwendet. Sechzehn Mischlingshunde aus Südafrika sind natürlich mit Peitschenwürmern infiziert. Die anderen 50 Hunde sind Beagles und stammen entweder aus Versuchstierzuchten, kommerziellen Hundezuchten oder aus der Zucht des Auftragslabors in den USA. Die Hunde werden einzeln in Käfigen gehalten. Die Beagles werden durch orale Gabe von Eiern des Peitschenwurms infiziert. Jeweils die Hälfte der Tiere wird mit einem neuen Entwurmungsmittel, einem Kombinationspräparat für Band- und Spulwürmer, behandelt. Die Behandlung erfolgt zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Dosierungen. Regelmäßig werden Kotproben untersucht. Sieben oder zehn Tage nach der Behandlung werden alle Hunde getötet, um den Darm auf Würmer zu untersuchen.

Bereich: Veterinär-Parasitologie

Originaltitel: Efficiacy of emodepside plus praziquantel tablets (Profender ® tablets for dogs) against mature and immature adult Trichiuris vulpis infection in dogs

Autoren: Annette Schimmel (1), Gertraut Altreuther (1)*, Iris Schroeder (1), Samuel Charles (2), Larry Cruthers (3), Dawid J. Kok (4), Friederike Kraemer (5), Klemens J. Krieger (1)

Institute: (1) Bayer Animal Health GmbH, Leverkusen, (2) Bayer HealthCare LLC, Shawnee Mission, USA, (3) Professional Laboratory and Research Services, Corapeake, USA, (4) ClinVet International Ltd., Bloemfontein, Südafrika, (5) Institut für Parasitologie, Tierärztliche Hochschule Hannover, Hannover

Zeitschrift: Parasitology Research 2009: 105, S17-S22

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4031



Dokument 1037Titel: Tumor-Nekrose-Faktor a und eine RANKL-Blockade kann die Bildung von Knochenspornen bei einer experimentellen entzündlichen Gelenkentzündung nicht aufhalten
Hintergrund: Mechanismen bei den Krankheitsprozessen bei einer experimentell ausgelösten entzündlichen Gelenkentzündung.
Tiere: 132 Tiere verschiedener Arten (108 Ratten, 24 Mäuse)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Experimente finden unter deutscher Federführung in den USA statt. Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Wilmington, MA, USA. Bei den Tieren wird auf zwei verschiedene Arten eine entzündliche Arthritis (Gelenkentzündung) ausgelöst. Bei der ersten Methode (Andjuvans-induzierte Arthritis) werden durch Hitze abgetötete und mit Paraffinöl vermischte Tuberkulosebakterien in den Schwanzansatz injiziert. Bei der zweiten Methode (Kollagen-induzierte Arthritis) wird Kollagen (Bindegewebe) vom Schwein mit Freund’s Adjuvans, einem reizenden Mineralöl, mehrfach in die Rückenhaut gespritzt. Nach einem nicht genannten Zeitraum kommt es bei den Tieren zu einer Entzündung der Gelenke. Die Schwellung der Hinterpfoten wird täglich gemessen, indem die Pfote in ein Wasserglas gehalten und die Menge des überlaufenden Wassers ermittelt wird. Oder die Dicke der Pfote wird mit einem Messschieber gemessen. Ein Teil der Ratten wird zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach Beginn der Schwellung, bis zu 27 Tage später, getötet. Die Art der Tötung wird nicht genannt. Die Pfoten werden feingeweblich untersucht. Andere Ratten erhalten ab dem Tag vier nach dem Auftreten der Schwellung zehn Tage lang eine von drei unterschiedlichen Hemmsubstanzen verabreicht.

In einem weiteren Experiment werden bei 24 Mäusen die genannten Arthritis-Formen ausgelöst. Sie erhalten am Tag des Auftretens der klinischen Symptome (Schwellung der Pfoten) zehn Tage lang eine Behandlung mit einer Hemmsubstanz. Anschließend werden die Mäuse getötet.

Bereich: Rheumaforschung, Pathophysiologie

Originaltitel: Tumor necrosis factor a and RANKL blockade cannot halt bony spur formation in experimental inflammatory arthritis

Autoren: Georg Schett (1)*, Marina Stolina (2), Denise Dwyer (2), Debra Zack (2), Stefan Uderhardt (1), Gerhard Krönke (1), Paul Kostenuik (2), Ulrich Feige (1)

Institute: (1) Innere Medizin 3 und Institut für Klinische Immunologie, Universitätsklinikum Erlangen, Universität Erlangen-Nürnberg, Krankenhausstr. 12, 91054 Erlangen, (2) Amgen Inc. Thousand Oaks, California, USA

Zeitschrift: Arthritis & Rheumatism 2009: 60(9), 2644-2654

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4030



Dokument 1038Titel: Ein Mausmodel für eine ortsspezifische mikrovaskuläre endotheliale Nierenschädigung und thrombotische Mikroangiopathie
Hintergrund: Für die schwere Schädigung der Nierenblutgefäße gibt es bereits ein "Modell" an der Ratte. Da es laut Aussage der Autoren noch kein "Mausmodell" gibt, wird in dieser Arbeit eines etabliert. Die Autoren folgern, dass die Ursachen für die Nierenblutgefäßschädigung beim Menschen zwar eine andere sei, sie glauben aber, dieses Modell ein "vielversprechendes Forschungsinstrument" sei, um die Mechanismen dieser Krankheit zu untersuchen.
Tiere: 106 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River WIGA, Sulzfeld. Bei den Mäusen wird eine schwere Nierenschädigung hervorgerufen. Dazu wird unter Narkose die linke Flanke aufgeschnitten. Die linke Nierenarterie wird Concanavalin A injiziert, ein Eiweiß aus der Jackbohne (südamerikanische Pflanze). Dieses heftet sich an Strukturen der Nierengefäße. Anschließend wird eine Flüssigkeit mit Antikörpern gegen das Concanavalin A injiziert. Die Antikörper wurden in Schafen produziert. Die Antikörper bewirken eine heftige Immunreaktion des Körpers mit dem Resultat, dass die Nierengefäße zerstört werden. Die Flanke der Maus wird wieder zugenäht. Ein Teil der Mäuse erhält eine niedrige Dosis Concanavalin A, die wenig Schaden anrichtet. Andere Mäuse erhalten eine hohe Dosis der Substanz. Wieder andere Mäuse werden zur Kontrolle unbehandelt gelassen. In bestimmten Zeitabständen zwischen einer Stunde und bis zu 7 Tagen nach der Operation werden jeweils einige Mäuse getötet. Die Tötung auf nicht beschrieben Weise unter Narkose.

Bereich: Nierenforschung, Pathophysiologie

Originaltitel: A murine model of site-specific renal microvascular endothelial injury and thrombotic microangiopathy

Autoren: Bernd Hohenstein (1), Andrea Braun (1), Kerstin U. Amann (2), Richard J. Johnson (3), Christian P.M. Hugo (1)*

Institute: (1) Medizinische Klinik 4, Nephrologie und Hypertensiologie, Universitätsklinikum Erlangen, Universität Erlangen-Nürnberg, Loschgestr. 8, 91054 Erlangen, (2) Institut für Pathologie, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (3) Division of Nephrology, Hypertension, and Renal Transplantation, University of Florida, Gainesville, FL; USA

Zeitschrift: Nephrology Dialysis Transplantation 2008: 23, 1144-1156

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4029



Dokument 1039Titel: Pharmakologische Hemmung von Integrin avß3 verschlimmert eine experimentelle Leberfibrose und unterdrückt die Blutgefäßneubildung in der Leber
Hintergrund: Eine Leberfibrose geht mit Umbauvorgängen einher, bei denen Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt wird. Leberfibrose wird beim Menschen durch Viren oder Alkohol verursacht. Bei Ratten wird Leberfibrose durch Abbinden des Gallenganges oder 12-wöchige Gabe einer giftigen Chemikalie hervorgerufen. Bei diesen Ratten wird die Wirkung einer Testsubstanz getestet.
Tiere: 30 Ratten (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde in Unterfranken und der Ethikkommission der Schweiz genehmigt. Die Ratten stammen von dem Versuchstierzüchter Charles River, Sulzfeld. Bei den Tieren wird auf zwei verschiedene Weisen eine Leberfibrose ausgelöst. Bei 15 Ratten wird unter äthernarkose der Bauch aufgeschnitten. Der Gallengang wird abgebunden und durchschnitten. Bei 15 weiteren Ratten wird eine Leberfibrose ausgelöst, indem ihnen 12 Wochen lang zweimal pro Woche die giftige, krebserregende Chemikalie Thioazetamid verabreicht wird. Die Art der Verabreichung wird nicht genannt. Jeweils ein Teil der Tiere wird ab einer Woche nach der Operation bzw. Beginn der Giftverabreichung mit einer Testsubstanz behandelt. Die anderen Tiere bleiben als Kontrolle unbehandelt. Die Behandlung besteht in täglich zweimaliger Injektion in die Bauchhöhle über einen Zeitraum von acht Wochen. Schließlich werden die Ratten betäubt und durch Ausbluten getötet. Die Lebern werden zur gewebekundlichen Untersuchung entnommen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, einem National Institutes of Health Grant, dem Schweizer Nationalfond und der Werner und Hedy Berger-Janser Stiftung.

Bereich: Leberforschung, Pathophysiologie

Originaltitel: Pharmacological inhibition of Integrin avß3 aggravates experimental liver fibrosis and suppresses hepatic angiogenesis

Autoren: Eleonora Patsenker (1,2), Yury Popov (1,3), Felix Stickel (2), Vreni Schneider (2), Monika Ledermann (2), Hans Sägesser (2), Gerald Niedobitek (4), Simon L. Goodman (5), Detlef Schuppan (1,3)*

Institute: (1) Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum Erlangen, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen Ulmenweg 18, 91054 Erlangen, (2) Institut für Klinische Pharmakologie und Viszeralforschung, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (3) Division of Gastroenterology, Beth Israel Deaconess Medical Center and Harvard Medical School, Boston, MA, USA, (4) Institut für Pathologie, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (5) Krebsforschung, Merck KG, Darmstadt

Zeitschrift: Hetatology 2009: 50, 1501-1511

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4028



Dokument 1040Titel: Einfluss der Resthöhe des Kieferknochenrands auf die Knochenintegration von Implantaten im Oberkiefer: Eine Pilotstudie
Hintergrund: Wie viel Kieferknochen muss noch vorhanden sein, um Zahnimplantate einbringen zu können?
Tiere: 8 Schweine (Göttinger Minischweine)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die acht Göttinger Minischweine stammen aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dalmose, Dänemark. Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde Mittelfranken genehmigt. Den Schweinen werden auf einer Seite des Oberkiefers fünf Backenzähne gezogen. Nach drei Monaten werden die Tiere erneut operiert. Der Kieferknochenrand wird bei je zwei Schweinen auf 2, 4, 6, oder 8 mm reduziert, d.h. der Kieferknochen wird abgeschabt, um einen Knochendefekt zu simulieren. In den verbleibenden Kieferknochen werden sechs Implantate eingeschraubt. Das fehlende Knochenmaterial wird mit Knochenstückchen aus dem Beckenknochen des jeweiligen Tieres aufgefüllt. Nach einer sechsmonatigen Heilungsphase erfolgt die nächste Operation. Auf die Implantate werden nun Zahnprothesen gesetzt. Weitere sechs Monate später werden die Schweine durch Injektion von Pentobarbital getötet. Die Kieferknochen mit den Implantaten werden zur Untersuchung herausgeschnitten.

Die Arbeit wurde durch Friadent GmbH, Mannheim, unterstützt.

Bereich: Implantologie, Kieferchirurgie

Originaltitel: Influence of residual alveolar bone height on osseointegration of implants in the maxilla: a pilot study

Autoren: Matthias Fenner (1)*, Eleftherios Vairaktaris (2), Kathrin Fischer (3), Karl Andreas Schlegel (1), Friedrich Wilhelm Neukam (1), Emeka Nkenke (1)

Institute: (1) Mund- und Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik, Universität Erlangen-Nürnberg, Glückstr. 11, 91054 Erlangen, (2) Department of Oral and Maxillofacial Surgery, University of Athens Medical School, Athens, Griechenland, (3) Private Praxis, Bad Staffelstein

Zeitschrift: Clinical Oral Implants Research 2009: 20, 559-559

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4027



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