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Datenbank Tierversuche

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Dokument 401Titel: Kontrolle des in vivo mineralischen Knochenzementabbaus
Hintergrund: Es werden unterschiedliche Knochenzementmischungen zum Verschließen von Knochendefekten bei Schafen untersucht und verglichen.
Tiere: 49 Schafe (Merinoschafe )
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der zuständigen Behörde (Regierungspräsidium Tübingen) genehmigt. Die Herkunft der 4-7 Jahre alten weiblichen Merinoschafe wird nicht genannt. Die Schafe werden in sieben Gruppen mit je 7 Tieren eingeteilt. Allen Tieren wird in Narkose an beiden Oberschenkelknochen auf der Innenseite in Höhe des Kniegelenkes ein Loch von 10 mm Durchmesser und 15 mm Tiefe gebohrt. Bei 42 Tieren werden die Defekte mit jeweils unterschiedlichen Knochenzementmischungen aufgefüllt. Bei 7 Tieren (Kontrollgruppe) wird auf einer Seite Hydroxylapatit, eine natürlich im Knochen vorkommende Substanz, zum Auffüllen des Defekts verwendet, auf der anderen Seite wird das Loch im Knochen belassen, d.h. nicht aufgefüllt. Auf Grund der Größe des Defekts ist der Organismus nicht in der Lage, ihn durch natürliche Knochenheilung zu überbrücken, weshalb von einem "Defekt kritischer Größe" (critical size defect) gesprochen wird. Die Operationswunden werden chirurgisch verschlossen. Die Tiere erhalten für vier Tage Antibiotika und Schmerzmittel. Je nach Gruppenzugehörigkeit werden die Tiere nach 3, 7 oder 10 Monaten auf nicht genannte Weise getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

Bereich: Knochenchirurgie, Biomaterialforschung

Originaltitel: Control of in vivo mineral bone cement degradation

Autoren: Britta Kanter (1), Martha Geffers (2), Anita Ignatius (1), Uwe Gbureck (2)*

Institute: (1) Zentrum für Muskuloskelettale Forschung, Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik, Helmholtzstr. 14, 89081 Ulm, (2) Abteilung für Funktionswerkstoffe der Medizin und Zahnheilkunde, Universität Würzburg, Würzburg

Zeitschrift: Acta Biomaterialia 2014: 10; 3279-3287

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4764



Dokument 402Titel: Defizite im Angst-Gedächtnis bei einem Mausmodell mit dem Schizophrenie-Risiko-Gen TCF4
Hintergrund: Mäuse mit einem bestimmten Gendefekt entwickeln kognitive Schäden im Gehirn, leiden an verminderter Fähigkeit zu Antizipation (Vorwegnahme von Ereignissen), zum Erkennen von Zusammenhängen und einer geringeren Lern- und Merkfähigkeit – Defizite, die unter anderem auch bei menschlichen Schizophrenie-Patienten vorkommen. In dieser Studie werden die Eigenschaften des "Mausmodell" weiter untersucht.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse mit einem Gendefekt im Gehirn und ihre normalen Geschwister verwendet. Der Gendefekt bewirkt kognitive Störungen, die einer Schizophrenie beim Menschen ähneln sollen.

Eine Maus wird in eine Plexiglaskammer gesetzt, deren Boden aus einem Metallgitter besteht, das unter Strom gesetzt werden kann. Die Tiere werden konditioniert, akustische Reize mit einem Elektroschock zu verbinden, auch wenn diese nicht unmittelbar zusammenhängen. Zunächst ertönt ein Ton für 30 Sekunden, dann 30 Sekunden Pause, dann folgt der Elektroschock. Dies wird zweimal wiederholt. Am nächsten Tag wird die Maus in eine graue Plastikkammer gesetzt, also nicht die gleiche Kammer wie zuvor. Nun ertönt der Ton und es wird beobachtet, inwieweit die Maus in Erwartungsangst in eine Schockstarre verfällt, die als "freezing" (Einfrieren) bezeichnet und deren Auftreten sowie seine Intensität von den Experimentatoren zur Bewertung der Lernfähigkeit und Fähigkeit zur Antizipation (Vorausnahme) von Ereignissen bewertet wird.

Vier Wochen später wird die Maus in eine weitere neue Kammer gesetzt und ihr Freezing-Verhalten bei Ertönen des Tons beurteilt. Anschließend werden die Mäuse auf nicht beschriebene Weise getötet und ihr Gehirn wird präpariert.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Schizophrenieforschung, Psychiatrie

Originaltitel: Deficits in trace fear memory in a mouse model of the schizophrenia risk gene TCF4

Autoren: Magdalena M. Brzózka (1,2), Moritz J. Rossner (1)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Forschungsgruppe "Genexpression und -signalübertragung", Hermann-Rein-Str. 3, 37075 Göttingen, (2) Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, München

Zeitschrift: Behavioral Brain Research 2013: 237; 348-356

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4763



Dokument 403Titel: Neurodegeneration bei Autoimmunneuritis des Sehnervs ist assoziiert mit einer veränderten Spaltung des APP-Gens in Neuronen und einer Hochregulation des Proteins p53
Hintergrund: Da die genauen molekularen Vorgänge, die bei der Multiplen Sklerose zum Untergang von Nervenzellen führen, nach wie vor nicht bekannt sind, wollen die Autoren in ihrer Studie Mechanismen des Zelluntergangs nach mechanischer Schädigung des Sehnerven mit denen vergleichen, die durch eine entzündliche Reaktion auf Grund einer Abwehr gegen körpereigenes Nervengewebe ausgelöst werden.
Tiere: 102 Ratten (ca.)
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der zuständigen Behörde, dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Oldenburg, genehmigt. Die Ratten (weibliche Braune Norweger, 8-10 Wochen alt) stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld.

Die Tiere werden in drei Gruppen unterteilt:

1. Unter Narkose wird einem Drittel der Tiere in die Schwanzwurzel sogenanntes Freund’sches Adjuvans (KFA) injiziert, eine Lösung aus reizendem Mineralöl, abgetöteten Tuberkulosebakterien und Hilfsstoffen, wodurch im Tier Immunabwehrreaktionen verstärkt werden.

2. Bei einem Drittel der Tiere wird zusätzlich zur KFA Lösung eine Eiweiß-Fettlösung hinzugefügt, aus der Myelin, die Schutzhülle zentraler Nerven, besteht. Dadurch wird eine Abwehrreaktion gegen körpereigenes Myelin erzeugt, was experimentell zu einer Symptomatik führt, die der Multiplen Sklerose ähnlich ist (sog. Experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE). Die Tiere erleiden Lähmungserscheinungen des Schwanzes und eine Entzündung des Augennervs.

3. Einem Drittel der Tiere wird unter Narkose der Kopf in eine stereotaktische Halterung eingespannt. Über einen Schnitt am Rand der Augenhöhle wird der Sehnerv freigelegt und durchtrennt. Die Tiere erblinden dadurch auf einem Auge.

Jeweils einige Tiere aus jeder Gruppe werden 7 und 14 Tage nach den jeweiligen Eingriffen mittels Kohlendioxid erstickt.

Die Arbeit wurde durch das 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission sowie durch die Medizinische Fakultät der Universität Göttingen unterstützt.

Bereich: Multiple-Sklerose-Forschung

Originaltitel: Neurodegeneration in autoimmune optic neuritis is associated with altered with APP cleavage in neurons and up-regulation of p53

Autoren: Sabine Herold (1), Prateek Kumar (1), Sven P. Wichert (2), Benedikt Kretzschmar (1), Mathias Bähr (1), Moritz J. Rossner (2), Katharina Hein (1)*

Institute: (1) Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen, (2) Molekulare Neurobiologie und Verhaltensbiologie, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians-Universität München, München

Zeitschrift: PLOS ONE 2015: 10(10). DOI10.1371/journal.pone0138852

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4762



Dokument 404Titel: Stabilisierung endogener Nrf2 durch Minozykline schützt gegen Nlrp3-Inflammason induzierte diabetische Nephropathie
Hintergrund: Die entzündungshemmenden Eigenschaften des Antibiotikums Minocyclin bei Diabetes-Patienten sind seit Jahrzehnten bekannt. Hier wird die Wirkungsweise an Mäusen untersucht. Die Autoren bemerken, dass die genannten "Tiermodelle" wenn überhaupt nur dazu dienen können, die Krankheitssituation in der Frühphase des Diabetes beim Menschen zu simulieren. Die diabetische Nephropathie (Nierenschädigung) ist hingegen eine Spätfolge des Diabetes und tritt meist erst in einem sehr späten Stadium der Erkrankung beim Menschen auf. Die Autoren schlagen Studien an Diabetes-Patienten vor, die das Antibiotikum aus anderen Indikationen bekommen (z.B. Akne, Infektionen).
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden durch das für Sachsen-Anhalt zuständige Landesverwaltungsamt Halle genehmigt. Es werden zwei genetisch veränderte Mäuselinien von der Versuchstierzuchtfirma Jackson Laboratory, Bar Harbor, USA, eingesetzt, bei denen auf verschiedene Art der Blutzuckerstoffwechsel gestört ist (was dem menschlichen Diabetes mellitus ähneln soll). Die Tiere werden über mindestens 10 Generationen mit nicht-genmanipulierten Mäusen verpaart. Ob dies in Sachsen-Anhalt oder bei der Zuchtfirma geschieht, ist unklar. Zum Vergleich werden auch "normale" Geschwister von genveränderten Mäusen, bei denen die Genveränderung nicht auftritt, verwendet. Im Alter von 8 Wochen beginnt eine 12-wöchige Behandlung entweder mit der Substanz CIX oder mit dem seit Jahrzehnten in der Humanmedizin verwendeten Antibiotikum Minocyclin. Die Substanzen werden einmal täglich in den Bauchraum gespritzt. Kontrollgruppen erhalten eine Trägersubstanz ohne Wirkstoff appliziert. Nach 12 Wochen Behandlung wird jeweils eine Maus einzeln 12 Stunden in einen Stoffwechselkäfig gesetzt, um den Urin aufzufangen. Anschließend werden alle Tiere auf nicht genannte Weise getötet. Es werden Gewebe entfernt und Blutwerte gemessen.

In einer zweiten Versuchsreihe wird bei nicht-genmanipulierten Mäusen der Zuchtlinie C57BL/6J Diabetes mit Nierenschädigung nachgeahmt, indem zuerst eine Niere chirurgisch entfernt wird. Zwei Wochen später wird den Tieren das Zellgift Streptozotocin an 5 Tagen hintereinander in die Bauchhöhle injiziert. Das Gift zerstört die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, so dass kein Insulin mehr produziert wird. Es werden mehrfach Blutproben genommen, um den Blutzuckerspiegel zu bestimmen. Nach etwa 16 Tagen ist der Spiegel so hoch, dass die Tiere als diabetisch gelten. Nun beginnt die Therapie mit entweder CIX oder Minocyclin, die täglich in die Bauchhöhle injiziert werden. Nach 10 Wochen werden die Mäuse getötet.

Bereich: Diabetes-Forschung

Originaltitel: Stabilization of endogenous Nrf2 by minocycline protects against Nlrp3-inflammasome induced diabetic nephropathy

Autoren: Khurrum Shahzad (1,2)*, Fabian Bock (1,3), Moh’d Mohanad Al-Dabet (1), Ihsan Gadi (1), Sumra Nazir (1), Hongjie Wang (1,4), Shrey Kohli (1), Satish Ranjan (1), Peter R. Mertens (5), Peter P. Nawroth (6) und Berend Isermann (1)

Institute: (1) Institut für klinische Chemie und Pathobiochemie, Otto-von-Guericke-Universität, Haus 39, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, (2) University of Health Sciences, Khayaban-e-Jamia Punjab, Lahore, Pakistan, (3) Department of Medicine, Vanderbilt University Medical Center, Nashville, Tennessee, USA, (4) Department of Cardiology, Tongji Hospital, Tongji Medical College, Huazhong University of Science and Technology, Wuhan, China, (5) Klinik für Nephrologie, Bluthochdruck, Diabetes und Endokrinologie, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Magdeburg, (6) Institut für Innere Medizin I und klinische Chemie, Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ), Universität Heidelberg, Heidelberg

Zeitschrift: Scientific Reports 2016: 6; 34228. DOI: 10.1038/srep34228

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4761



Dokument 405Titel: Druck-gesteuerte intraluminale Aerosolchemotherapie mit Dbait im distalen Ösophagus bei Schweinen
Hintergrund: Zu Ermittlung einer neuen endoskopisch-chemotherapeutischen Behandlung der Speiseröhre wird diese Methode zunächst an Schweinen ausprobiert.
Tiere: 3 Schweine
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Land Thüringen genehmigt. Da keine der genannten Institutionen in Thüringen liegt, ist unklar, wo die Versuche stattfanden. Es werden 3 Schweine der Deutschen Landrasse (60-70 kg) verwendet. Die Schweine werden in Narkose gelegt. Ein Ballonkatheter wird durch die Bauchwand gestochen und in den Magen eingeführt, um die Speiseröhre magenseitig zu verschließen. In die Speiseröhre wird dann durch das Maul der Schweine ebenfalls ein Ballonkatheter gelegt und aufgeblasen. Dieser Ballonkatheter ist mit einer Mikropumpe ausgestattet, mit der die Testsubstanz Dbait in Aerosolform in den Abschnitt der Speisröhre zwischen den beiden Ballonkathetern gesprüht wird. Die Verteilung der Substanz an und in der Wand der Speiseröhre soll auf diese Weise ermittelt werden. Die Schweine werden nicht wieder aus der Narkose geweckt, sondern direkt getötet und es werden Gewebeproben der Speiseröhre entnommen.

Bereich: Chirurgie, Innere Medizin, Gastroenterologie

Originaltitel: Pressurized intraluminal aerosol chemotherapy with Dbait in the distal esophagus of swine

Autoren: Nadja Khalili-Harbi (1), Nirmitha Herath (2), Wiebke Solass (3), Urs Giger-Pabst (3), Marie Dutreix (4), Marc Andre Reymond (1,3)*

Institute: (1) Klinik für Chirurgie, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, (2) DNA Therapeutics, Orsay, Frankreich, (3) Klinik für Chirurgie, St. Mary’s Krankenhaus, Ruhr Universität Bochum, Bochum, (4) Institut Curie, Orsay, Frankreich

Zeitschrift: Endoscopy 2015: 47; 1-4

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4760



Dokument 406Titel: Anästhesie spezifische Unterschiede bei der kardio-pulmonalen Reanimation im Rattenmodell; Halothan versus Sevofluran
Hintergrund: Das sogenannte ACA Modell (Auslösen eines Herzinfarktes durch Unterbrechen der Sauerstoffversorgung) zur Wiederbelebung bei Ratten ist seit den 1990er Jahren weit verbreitet und wird in vielen Studien immer wieder verwendet. Bislang wurde hierfür das Narkosemittel Halothan eingesetzt. Da dies für Menschen aber nicht mehr im Einsatz ist, wird hier das ACA Modell mit dem Narkosemittel Sevofluran getestet.
Tiere: 34 Ratten
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Land Sachsen-Anhalt genehmigt. Es werden männliche Ratten der Zuchtlinie Wistar der Zuchtfirma Harlan Winkelmann, Borchen, verwendet. Die Tiere werden in Narkose gelegt, wobei bei jeweils der Hälfte der Tiere zwei unterschiedliche Narkosemittel (entweder Halothan oder Sevofluran) verwendet werden. In eine Hinterbeinarterie und –vene werden Dauerkatheter gelegt, um Blutproben zu entnehmen und den Blutdruck zu messen. Bei jeweils 10 Ratten beider Gruppen wird nun ein Herzstillstand durch Sauerstoffmangel ausgelöst. Für 5 Minuten wird die Sauerstoffzufuhr unterbrochen. Der Herzstillstand tritt bei allen Tieren nach durchschnittlich 3 Minuten ein. Bei je 7 Ratten pro Narkosegruppe wird zum Vergleich kein Herzstillstand ausgelöst.

Die Ratten mit Herzstillstand werden nun wiederbelebt, indem sie 45 Minuten intensivmedizinisch behandelt werden. So erhalten sie Epinephrin (ein Adrenalinabkömmling), und es wird eine Brustkorbmassage durchgeführt bis sie wieder völlig kreislaufstabil sind. Es werden Blutproben entnommen und verschiedene Kreislaufparameter gemessen. Tiere, die innerhalb von 2 Minuten nach der Wiederbelebung noch keinen vollständig wiederhergestellten Kreislauf aufweisen werden aus der Studie ausgeschlossen (vermutlich getötet).

Sieben Tage nach der Wiederbelebung werden alle Tiere erneut in Narkose gelegt und getötet, indem sie mit Formalin durchströmt werden. Die Gehirne werden untersucht, um zu überprüfen, ob und wenn ja welche Schäden der Hippocampus (eine bestimmte Struktur im Gehirn) genommen hat.

Bereich: Anästhesiologie

Originaltitel: Anesthesia specific differences in a cardio-pulmonary resuscitation rat model; halothane versus sevoflurane

Autoren: Torben Esser (2)*, Gerburg Keilhoff (1), Uwe Ebmeyer (2)

Institute: (1) Institut für Biochemie und Zellbiologie, Universität Magdeburg, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, (2) Klinik für Anästhesie, Universität Magdeburg, Magdeburg

Zeitschrift: Brain Research 2016: 1652; 144–150

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4759



Dokument 407Titel: Das Abbinden des Ischiasnervs verursacht eine Schädigung der Mitochondrien verbunden mit Veränderungen in deren Verteilung und der Atmungskette sowie der Kardiolipin-Anordnung in den damit in Verbindung stehenden Neuronen des Rückenmarks
Hintergrund: Es sollen die Auswirkungen von Verletzungen des Ischiasnervs auf zellbiologischer Ebene im Rückenmark untersucht werden.
Tiere: 36 Ratten
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch das Land Sachsen-Anhalt genehmigt. Es werden männliche Ratten der Zuchtlinie Wistar aus der Versuchstierzucht Janvier in Frankreich verwendet. Im Alter von 8 Wochen wird den Ratten unter Narkose zunächst eine Kanüle für die Verabreichung einer Substanz in einen bestimmten Bereich, den so genannten Hirnventrikel, eingepflanzt. Dazu wird die Kopfhaut aufgeschnitten und die Kanüle wird durch den Knochen ins Gehirn gebohrt und mit Dentalzement und einer Schraube am Schädel befestigt. Danach wird die Haut an einem Hinterbein aufgeschnitten, der Oberschenkelmuskel wird geteilt, um an den Ischiasnerv zu gelangen. Dieser wird mit vier Fäden im Abstand von je einem Millimeter locker abgebunden. Danach wird die Wunde zugenäht. Es werden drei Gruppen gebildet. Eine Gruppe, die operiert und bei der der Nerv beschädigt wird, eine Gruppe die operiert wird ohne den Nerv zu beschädigen und eine Gruppe, die nicht operiert wird.

Die mechanische und thermische Schmerzempfindlichkeit wird drei Tage nach der Operation ermittelt. Dazu wird eine Ratte mit einer spitzen Faser in die Fußsohle gestochen und beobachtet, wann das Tier den Fuß wegzieht. Eine Ratte wird auf eine kalte Platte gesetzt, um die Kälteempfindlichkeit zu ermitteln. An der Seite, an der der Ischiasnerv abgebunden ist, zeigen die Tiere abnormale Haltungen und Schwäche des Fußes und der Zehen sowie abnormale Schmerzreaktionen und eine Fehlwahrnehmung der Temperatur. Diese Beobachtungen wurden bereits bei anderen ähnlichen Versuchen mit Ratten gemacht.

Durch die Kanüle im Gehirn wird 13 Tage nach der Operation eine Substanz in das Hirnwasser verabreicht, die bestimmte Zellstrukturen anfärbt. Jeweils einige Ratten werden 7 und 14 Tage nach den Eingriffen getötet, in dem sie unter Betäubung mit Formalin durchströmt werden. Das Rückenmark wird entnommen, um das Gewebe zu untersuchen.

Bereich: Zellbiologie, Biochemie

Originaltitel: Sciatic nerve ligation causes impairment of mitochondria associated with changes in distribution, respiration, and cardiolipin composition in related spinal cord neurons in rats

Autoren: Gerburg Keilhoff (1), Axel Becker (2), Siegfried Kropf (3), Lorenz Schild (4)*

Institute: (1) Medizinische Fakultät, Institut für Biochemie und Zellbiologie, Otto-von-Guericke-Universität, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, (2) Medizinische Fakultät, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, (3) Medizinische Fakultät, Institut für Biometrie und medizinische Informatik, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, (4) Medizinische Fakultät, Abteilung für pathologische Biochemie, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

Zeitschrift: Molecular Cell Biochemistry 2016: 421; 41–54

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4758



Dokument 408Titel: Stimulation des dopaminergen Mittelhirns als Belohnung für erwünschtes Verhalten bei operant konditionierten Affen
Hintergrund: Affen werden mit Elektroden im Gehirn versehen, um das Hirngewebe elektrisch stimulieren zu können. Dies wird als Ersatz für den sonst angewendeten Durst als "Trainingsmethode" getestet und soll außerdem helfen, zu neuen Therapiemöglichkeiten bei der Behandlung von Alzheimer oder Parkinson-Patienten zu gelangen.
Tiere: 3 Affen (Javaneraffen (Langschwanzmakaken))
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die drei erwachsenen Javaneraffen wurden zuvor zum Teil über Jahre schon für mehrere andere Experimente verwendet. Die Tiere sind für den aktuellen Versuch daher bereits mit einer Aufzeichnungskammer über einem Bohrloch im Schädelknochen sowie einem Haltebolzen auf dem Schädel ausgestattet. Sie sind außerdem an die Art der Versuche gewöhnt, bei denen den Tieren Wasser vorenthalten wird und sie sich ihre tägliche Ration "erarbeiten" müssen, indem sie Aufgaben an einem Bildschirm erledigen. Die Affen haben dabei "schlechte Leistungen" gezeigt.

Für die aktuellen Versuche werden die Tiere in einen Affenstuhl verbracht und dort für mehrere Stunden belassen. Sie müssen stillsitzen und Aufgaben erledigen. Wenn ein bestimmter Ton ertönt oder eine Lampe leuchtet, muss der Affe mit der Hand einen Hebel greifen. Macht er es richtig, erhält er über einen Schlauch einen halben Milliliter Saft in den Mund. Der Kopf der Tiere ist zunächst an dem Haltebolzen festgeschraubt, später unfixiert. Der Saft wird schrittweise durch eine elektrische Stimulation im Gehirn ersetzt und schließlich komplett weggelassen. Dabei werden zwei Elektroden durch die implantierte Kammer in das Gehirn eingelassen. Durch einen leichten Stromstoß wird das Gewebe einer bestimmten Hirnregion stimuliert. Es wird getestet, ob die Affen die Aufgaben auch erledigen, wenn sie als "Belohnung" nur die elektrische Stimulation statt eines Safttropfens erhalten. Die Tiere lernen dies innerhalb von drei Tagen. Am Ende der Versuche bleiben die Affen am Leben und werden für weitere Studien verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurobiologie, Hirnforschung

Originaltitel: Stimulation of the dopaminergic midbrain as a behavioral reward in instrumentally conditioned monkeys

Autoren: Jonathan Murray Lovell (1,2)*, Judith Mylius (1), Henning Scheich (1), Michael Brosch (1)

Institute: (1) Leibniz Institut für Neurobiologie, Brenneckestraße 6, 39118 Magdeburg, (2) Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Bonn

Zeitschrift: Brain Stimulation 2015: 8; 868-874

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4757



Dokument 409Titel: Unterschiedliche Effekte von Dopamin mit Signalwirkung auf die Entwicklung, Ausbildung und Festigung des Langzeitgedächtnisses von Nagerhirnen
Hintergrund: Untersuchungen zur Frage, was sich bei der Gedächtnisbildung im Gehirn abspielt.
Tiere: 126 Tiere verschiedener Arten (Mindestens 18 Gerbils und 108 Mäuse )
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Alle Versuche werden durch das Land Sachsen-Anhalt genehmigt. Es werden drei Monate alte Mongolische Gerbils nicht genannter Herkunft verwendet sowie drei Monate alte männliche Mäuse drei verschiedener Zuchtlinien von den Versuchstierzüchtern Harlan und Charles River. Die Tiere werden unter standardisierten Bedingungen in Gruppen von meist 5 Tieren gehalten. Zur Untersuchung der Auswirkung des Botenstoffs Dopamin auf die Gedächtnisbildung und die Gehirnzellen werden zwei Versuchsreihen durchgeführt.

An den Gerbils werden die Auswirkungen auf zellulärer Ebene untersucht. Dazu werden den Tieren in Narkose über bestimmten Bereichen des Gehirns drei Löcher von 1 mm Durchmesser in den Schädelknochen gebohrt. Die Gerbils werden aus der Narkose aufgeweckt und erhalten einen Tag Zeit, sich zu erholen. Dann wird ihnen unter leichter Betäubung ein Dopamin ähnlicher Stoff durch die Bohrlöcher direkt ins Gehirn verabreicht. Nach zwei Stunden wird die Injektion wiederholt. 24 Stunden nach der ersten Injektion werden die Gerbils durch das Abtrennen des Kopfes getötet, die Gehirne werden entnommen und auf Veränderungen der Proteinstruktur der Zellen untersucht.

Mit den Mäusen wird ein Gedächtnis- und Lernexperiment durchgeführt, bei dem die Tiere lernen müssen, zwischen zwei Tönen zu unterscheiden. Eine Maus wird in eine Box gesetzt. Ertönt Ton 1 folgt ein Stromstoß (Fußschock) über das Bodengitter. Bei Ton 2 passiert nichts. Die Maus muss lernen, bei Ton 1 innerhalb von 6 Sekunden über eine Hürde in der Mitte der Box zu springen, um dem Fußschock zu entgehen. Bei Ton 2 darf sie nicht springen. Anschließend wird der Maus eine Dopamin ähnliche Substanz in die Bauchhöhle gespritzt. Es werden sechs Versuchsgruppen mit jeweils unterschiedlichen Behandlungsschemata sowie eine Kontrollgruppe gebildet. In der Kontrollgruppe erhalten die Mäuse eine wirkungslose Kochsalzlösung. In den folgenden Tagen werden täglich 16 Sessions (Einheiten) in der Box mit je 60-mal Abspielen eines Tons durchgeführt. Die Reaktionszeiten und der Lernerfolgsprozess der Mäuse in Bezug auf die akustischen Signale mit und ohne die Dopamin-Substanz werden ermittelt. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Emmy Noether Programm und das Land Sachsen-Anhalt.

Bereich: Neurobiologie

Originaltitel: Differential effects of dopamine signalling on long-term memory formation and consolidation in rodent brain

Autoren: Nicole Reichenbach (1,8), Ulrike Herrmann (1,9), Thilo Kähne (2), Horst Schicknick (1), Rainer Pielot (3), Michael Naumann (2), Daniela C Dieterich (4,5,6), Eckart D Gundelfinger (3,6,7), Karl-Heinz Smalla (1,6) und Wolfgang Tischmeyer (1,6)*

Institute: (1) Speziallabor für molekulare Biotechnologie, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Brenneckestraße 6, 39118 Magdeburg, (2) Institut für Experimentelle Innere Medizin, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, (3) Abteilung für Neurochemie und Molekularbiologie, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg, (4) Research Group Neuralomics, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg, (5) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, (6) Center for Behavioral Brain Sciences, Magdeburg, (7) Molekulare Neurobiologie, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, (8) Forschergruppe Neurovaskuläre Erkrankungen, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Bonn, (9) Institut für Zelluläre Neurobiologie, Zoologisches Institut, TU Braunschweig, Braunschweig

Zeitschrift: Proteome Science 2015: 13; 13 DOI 10.1186/s12953-015-0069-2

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4756



Dokument 410Titel: Experimentelle endocrine Manipulation für einen Verhütungsplan für männliche Weißbüscheläffchen (Callithrix jacchus)
Hintergrund: Test, ob bei Männern eingesetzte "Pille für den Mann" auch bei Weißbüscheläffchen wirkt, mit dem Ziel, diese für weitere Studien als "Modell" einzusetzen. Ergebnis: Die "Pille für den Mann" funktioniert bei den Affen nicht.
Tiere: 64 Affen (Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom LANUV in Nordrhein-Westfalen genehmigt. Die Weißbüscheläffchen stammen aus der Kolonie der Universität Münster. Die Tiere werden zu zweit gehalten. Die Affen werden in 11 Gruppen zu je 8 Tieren eingeteilt. Sieben Gruppen erhalten alle drei Wochen eine Injektion in einen Muskel. Je nach Gruppen werden unterschiedliche Kombinationen männlicher Hormone gespritzt, die bei Männern zur Verhütung eingesetzt werden. Vier Gruppen dienen als Kontrolle und bleiben unbehandelt. Alle zwei Wochen wird allen Affen eine Blutprobe entnommen. Zu einigen Zeitpunkten werden die Affen mit einem weiblichen Tier zusammengebracht, um zu testen, ob die Verhütung wirksam ist. Diese Tests resultieren bei allen Affen in Schwangerschaften mit 2-5 Jungen. Die Behandlungszeiträume erstrecken sich je nach Gruppe zwischen 6 Monaten und dreieinhalb Jahren. Am Ende dieser Zeit werden alle behandelten Affen und die Kontrolltiere betäubt und durch Ausbluten getötet. Ihre Hoden werden untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Andrologie

Originaltitel: Experimental endocrine manipulation for contraceptive regimen in the male marmoset (Callithrix jacchus)

Autoren: Joachim Wistuba*, C. Marc Luetjens, Jens Ehmcke, Klaus Redmann, Oliver S. Damm, Antje Steinhoff, Reinhild Sandhowe-Klaverkamp, Eberhard Neischlag, Manuela Simoni, Stefan Schlatt

Institute: Institut für Reproduktions- und Regenerative Biologie, Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Universität Münster, Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude D11, 48129 Münster

Zeitschrift: Reproduction Research 2013: 145; 439-451

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4755



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