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Datenbank Tierversuche

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Dokument 3901Titel: Die unterschiedliche Wirkung von Neurotrophinen auf die okuläre Dominanzplastizität in der visuellen Hirnrinde bei sich in der Entwicklung befindenden und bei erwachsenen Katzen
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung von verschiedenen, das Wachstum von Nervenzellen fördernden Substanzen auf das Sehzentrum im Gehirn von jungen und erwachsenen Katzen
Tiere: 30 Katzen
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Katzen sind zum Teil erst 3 bis 6 Wochen alt, zum Teil erwachsen. Mit Hilfe eines Narkotikums werden die Tiere betäubt und auf beiden Seiten des Nackens kleine Pumpen (osmotische Minipumpen) unter der Haut eingepflanzt, die jeweils unterschiedliche, das Wachstum von Nervenzellen fördernde Substanzen enthalten. Diese Pumpen sind über flexible Plastikschläuche mit Hohlnadeln aus Stahl verbunden, die durch die Schädeldecke ein bis zwei Millimeter tief in ein bestimmtes Gebiet der Hirnrinde vorgeschoben werden. Befestigt werden die Hohlnadeln in der Schädeldecke mit Hilfe von zahnmedizinischem Zement. Über die Hohlnadeln werden den Katzen verschiedene Substanzen in das Gehirn infundiert.

Einem Großteil der Tiere wird bei diesen Eingriffen ein Auge oder beide Augen durch Zunähen der Augenlider verschlossen. Sechs bis 19 Tage später werden die Tiere erneut in Narkose versetzt. Die Schädeldecke und die Hirnhäute werden über einem bestimmten, für das Sehen zuständigen Hirngebiet eröffnet und eine Messkammer auf die Schädeldecke zementiert. Die Messkammer wird mit Silikonöl gefüllt und mit einer Glasplatte verschlossen. Nun werden die auf einen Bildschirm gerichteten Augen der Katzen mit Hilfe eines Musters stimuliert und dabei die Hirnaktivität gemessen. Am Ende des Experiments werden die Tiere durch eine Überdosis eines Barbiturates getötet. Die Gehirne werden entnommen, in Scheiben geschnitten und untersucht.

Bereich: Sehforschung, Neurologie, Hirnforschung

Originaltitel: Differential effects of neurotrophins on ocular dominance plasticity in developing and adult cat visual cortex

Autoren: Ralf A.W.Galuske (1)*, Dae-Shik Kim (1), (2), Eero Castré:n (3), Wolf Singer (1)

Institute: (1)* Max-Planck-Institut für Hirnforschung, 60528 Frankfurt, (2) Zentrum für MR-Forschung Universität von Minnesota, Minneapolis, USA, und (3) A.I. Virtane Institut und Abteilung für Psychiatrie, Universität von Kuopio, Finland

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2000: 12, 3315-3330

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1240



Dokument 3902Titel: Verhaltensanalyse von vier Mausstämmen in einer Angst-Testbatterie
Hintergrund: Untersuchung der Unterschiede hinsichtlich des Angstverhaltens bei 4 verschiedenen Mäusestämmen
Tiere: 42 Mäuse
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Mäuse aus 4 unterschiedlichen Stämmen sollen auf Unterschiede hinsichtlich der motorischen Aktivität verglichen werden. Dazu werden die Tiere in einem Test in eine Art Labyrinth, in einem anderen in eine stark beleuchtete weiße Kiste gebracht, die über einen Durchgang mit einer unbeleuchteten schwarzen Box verbunden ist. In wieder einem anderen Test werden die Mäuse auf eine große weiße Fläche gesetzt, an die sie sich gewöhnen, wobei nach einiger Zeit ein fremdes Objekt in einen Quadranten dieser Fläche gesetzt wird. Für den nächsten Versuch wird den Tieren für 24 Stunden das Trinkwasser entzogen. Anschließend werden sie in einen Käfig mit Wasserstelle gebracht, wobei sie aber nach jedem zwanzigsten Schluck einen leichten Stromstoß verabreicht bekommen. Dann werden die Mäuse auf eine Platte mit Löchern gesetzt und ihre Bewegungen und Erkundung der Löcher beobachtet. Als nächstes werden die Mause in ein System von 2 miteinander verbundenen Kammern gebracht, wobei in einer der Kammern ein normaler Boden vorhanden ist, in der anderen aber ein Gitter, über das die Tiere Elektroschocks in Verbindung mit Lichtsignalen verabreicht bekommen. Im vorletzten Versuch werden die Tiere auf eine 55 Grad heiße Platte gesetzt und die Zeit gemessen, bis sie beginnen zu hüpfen bzw. sich die Füße lecken. Im letzten Versuch werden die Mäuse Stress ausgesetzt, indem sie 6 Minuten lang in einem wassergefüllten Plastikzylinder schwimmen müssen.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Behaviour analysis of four mouse strains in an anxiety test battery

Autoren: Marcel M. van Gaalen (1)*, Thomas Steckler (1)

Institute: (1)* Max-Planck-Institut für Psychiatrie, 80804 München

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2000: 115, 95-106

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1239



Dokument 3903Titel: Wirkung von vorübergehender fokaler Minderdurchblutung des Mäusehirns auf den Energiestand und die NAD-Höhe: Kein Hinweis dass NAD-Mangel eine bedeutende Rolle bei der sekundären Störung des Energiemetabolismus spielt.
Hintergrund: Untersuchung des Energiestoffwechsels des minderdurchbluteten Gehirns bei Mäusen
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(Anzahl nicht angegeben)
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Tiere werden betäubt. Über einen Schnitt am Hals wird die linke Hauptschlagader des Kopfes freigelegt und mit einem kleinen Schnitt eröffnet. Ein dünner Faden wird von hier bis in das Gehirn vorgeschoben, wo er die mittlere Gehirnarterie verschließt und damit eine lokale Minderdurchblutung hervorruft. Nach einer Stunde wird der Faden wieder herausgezogen und damit die Durchblutung des Gehirns wiederhergestellt. Sofort bzw. 1, 3, 6 oder 24 Stunden nach Entfernung des Fadens werden die Tiere in flüssigem Stickstoff schockgefroren. Ihre Gehirne werden entfernt, in Scheiben geschnitten und untersucht.

Bereich: Neurobiochemie, Neurologie

Originaltitel: Effect of transient focal ischemia of mouse brain on energy state and NAD levels: No evidence that NAD depletion plays a major role in secondary disturbances of energy metabolism

Autoren: Wulf Paschen (1)*, Lazlo Olá:h (1), Günter Mies (1)

Institute: (1)* Abteilung für Experimentelle Neurologie, Max-Planck-Institut, 50931 Köln

Zeitschrift: Journal of Neurochemistry 2000: 75, 1675-1680

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1238



Dokument 3904Titel: Die Langzeitüberlebensrate von Cynomolgusaffen nach Schwein-zu-Primat-Nieren-Xenotransplantation unter Benutzung von h-DAF transgenen Spenderorganen
Hintergrund: Untersuchung der Abstoßungsreaktion von eingepflanzten Schweinenieren bei Affen
Tiere: 17 Tiere verschiedener Arten (17 Affen (Makaken), Schweine (Anzahl unbekannt))
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Den Affen werden die Nieren von weißen Schweinen eingepflanzt, von denen 8 normal und 9 gentechnologisch verändert sind. Dabei wird der Harnabfluss der körpereigenen Nieren der Affen abgebunden, um eine lebenswichtige Funktion der Spenderniere zu gewährleisten. Die Nieren werden in den rechten Unterbauch eingepflanzt. Danach wird das Immunsystem der Empfängertiere medikamentös unterdrückt. Dabei überleben die Tiere mit den normalen Nieren im Durchschnitt 4,4 Tage und diejenigen mit gentechnologisch veränderten Nieren im Durchschnitt 15,2 Tage.

Bereich: Xenotransplantationsforschung, Chirurgie

Originaltitel: Long-term survival of cynomolgus monkeys following pig-to-primate kidney xenotransplantation using h-DAF transgenic donor organs

Autoren: M.Loss (1), M.Przemeck (2), J.Schmidtko (1), H.Arends (1), R.Kunz (1), K.Jäger (2), A.Jalali (1), S.Rensing (3), E.Cozzi (4), D.J.G.White (4), J.Klempnauer (1), (3), M.Winkler (1)*

Institute: (1)* Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, 30625 Hannover, (2) Zentrum für Anästhesiologie, Medizinische Hochschule Hannover, (3) Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, und (4) Imutran/A Novartis, Cambridge, England

Zeitschrift: Transplantation Proceedings 2000: 32, 1095-1096

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1237



Dokument 3905Titel: Faktoren, die die hyperakute Abstoßungsreaktion nach der Transplantation von Nieren von Schweinen auf Cynomolgus Affen bestimmen
Hintergrund: Untersuchung der Abstoßungsreaktion von eingepflanzten Schweinenieren bei Affen
Tiere: 15 Tiere verschiedener Arten (15 Affen (Makaken), Schweine (Anzahl unbekannt))
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Den Affen werden die Nieren von jungen Schweinen eingepflanzt. Bei 7 Affen werden dabei die körpereigenen Nieren intakt belassen, bei 8 Affen hingegen wird der Harnabfluss aus den körpereigenen Nieren unterbunden, so daß die Tiere auf eine funktionierende eingepflanzte Niere angewiesen sind. Das Immunsystem der Empfänger wird medikamentös unterdrückt. Dabei wird eine hyperakute Abstoßungsreaktion der eingepflanzten Niere mit völliger Verstopfung der Gefäße bei 5 der 15 Affen beobachtet. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben, vermutlich werden sie getötet.

Bereich: Xenotransplantationsforschung, Chirurgie

Originaltitel: Factors determining the onset of hyperacute rejection following discordant porcine-to-cynomolgus monkey kidney transplantation

Autoren: M.Loss (1), M.Przemeck (2), J.Schmidtko (1), R.Kunz (1), A.Jalali (1), H.Arends (1), R.Lorenz (1), S.Rensing (3), F.J.Kaup (3), K.Jäger (2), D.J.G.White (4), J.Klempnauer (1), M.Winkler (1)*

Institute: (1)* Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie, der Medizinischen Hochschule Hannover, 30625 Hannover, (2) Zentrum für Anästhesiologie, Medizinische Hochschule Hannover, (3) Deutsches Primaten-zentrum, Göttingen, und (4) Imutran/A Novartis, Cambridge, England

Zeitschrift: Transplantation Proceedings 2000: 32, 1098

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1236



Dokument 3906Titel: Die Erfahrung einer einzigen sozialen Niederlage stimuliert selektiv die Freisetzung von Oxitocin, nicht aber die von Vasopressin, im Septumgebiet des Gehirns von männlichen Ratten
Hintergrund: Untersuchung des Einflusses von sozialem Stress auf Physiologie des Gehirns
Tiere: 24 Ratten
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden betäubt und mit dem Kopf in einem Rahmen fixiert. Eine Mess-Sonde wird durch die Schädeldecke hindurch 6 mm tief in ein bestimmtes Gehirnareal geschoben. Sie wird mit kleinen Schrauben und unter Verwendung von zahnärztlichem Zement in der Schädeldecke befestigt. Nun werden die Tiere zu einem anderen, besonders aggressiv gemachten Rattenmännchen in den Käfig gesetzt. Um dessen Angriffslust und die territoriale Verteidigung noch zu steigern, wurde diese Ratte zusammen mit einer weiblichen Ratte in diesem Käfig gehalten. Das in den Käfig gesetzte Testtier unterliegt innerhalb von wenigen Minuten in der Auseinandersetzung. Verhalten (Totstellreflex) und Ultraschallangstschreie des unterlegenen Tieres werden aufgezeichnet. Die Ratten werden dann durch ein Drahtgitter getrennt, so dass sie sich trotz Sichtkontakt nicht verletzen können, aber der Stress über 15 bis 30 Minuten aufrecht erhalten bleibt. Während des gesamten Experiments werden die Konzentrationen zweier verschiedener Botenstoffe im Gehirn über die zuvor eingepflanzte Sonde bestimmt. Das Experiment wird wiederholt, wobei den Tieren Testsubstanzen verabreicht werden. Am Ende des Experiments werden die Tiere mit einem Narkosegas getötet, die Gehirne werden schockgefroren und untersucht.

Bereich: Stressforschung, Psychiatrie

Originaltitel: A single social defeat experience selectively stimulates the release of oxitocin but not vasopressin within the septal brain area of male rats

Autoren: K.Ebner (1), C.T.Wotjak (1), R.Landgraf (1), M.Engelmann (1), (2)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München, und (2)* Institut für Medizinische Neurobiologie, Universität Magdeburg, 39120 Magdeburg

Zeitschrift: Brain Research 2000: 872, 87-92

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1235



Dokument 3907Titel: Akute stressinduzierte Veränderung der Kalziumsignale bei Ratten mit erlernter Hilflosigkeit
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkung von Stress auf die Zellphysiologie
Tiere: 32 Ratten (Anzahl unklar)
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Eine Testgruppe von Ratten wird einer Serie von Elektroschocks, denen die Tiere nicht ausfliehen können, ausgesetzt. Bei einer Kontrollgruppe wird dieser Schritt übersprungen. Nach 3, 4, und 5 Tagen wird sowohl die Test- als auch die Kontrollgruppe Elektroschocks ausgesetzt, denen akustische und visuelle Signale vorangehen. In einem weiteren Modell wird die Testgruppe über 14 Wochen einem kontinuierlichen Dauerstress ausgesetzt, indem Essen oder Wasser entzogen werden, indem der Käfig gekippt wird, indem die Tiere mit Flackerlicht (Stroboskopisches Licht) beleuchtet werden, indem der Tag/Nachtrhythmus gestört oder indem kaltes Wasser in die Sägemehlstreu gegossen wird. Dann werden alle Ratten getötet (geköpft) und ihre Milz untersucht.

Bereich: Stressforschung, Psychiatrie, Pharmakologie

Originaltitel: Acute stress induced modification of calcium signaling in learned helpless rats

Autoren: K.Velbinger (1), J. De Vry (2), K.Jentzsch (2), A.Eckert (1), (3), F.Henn (1), W.E.Müller (1), (3)*

Institute: (1) Zentralinstitut für Mentale Gesundheit, Abteilung für Psychopharmakologie und Psychiatrie, Mannheim, (2) Troponwerke GmbH, Köln, und (3)* Abteilung für Pharmakologie, Universität Frankfurt, 60439 Frankfurt

Zeitschrift: Parmacopsychiatrie 2000: 33, 132-137

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1234



Dokument 3908Titel: Frühe postnatale Entwicklung von funktioneller okulärer Dominanz in der primären visuellen Hirnrinde der Katze
Hintergrund: Untersuchung der Entwicklung der Sehbahnen im Gehirn junger Kätzchen
Tiere: 16 Katzen
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Katzen werden 14 Tage nach der Geburt operativ zum Schielen gebracht. Dies geschieht, indem die Tiere erst durch eine Spritze in den Muskel betäubt werden, dann wird einer der Augenmuskeln des linken Auges durchtrennt, so dass das Auge nur noch zur Seite blicken kann. Im Alter von 2 bis 6 Wochen wird dann unter erneuter Betäubung ein Katheter (Schlauch) in eine Vene eingepflanzt. Nach vollständiger Erholung aus der Anästhesie wird ein Auge durch eine schwarze Kontaktlinse verschlossen und eine radioaktive Substanz zur Markierung der Sehbahnen im Gehirn verabreicht. Nach 45 Minuten werden die Kätzchen durch eine gespritzte Überdosis an Betäubungsmittel getötet. Teile des Gehirnes werden entnommen und untersucht.

Bereich: Entwicklungsbiologie, Neurologie

Originaltitel: Early postnatal development of functional ocular dominance columns in a cat primary visual cortex

Autoren: Stefan Rathjen (1), (2), Siegrid Löwel (1)*

Institute: (1)* Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39118 Magdeburg, und (2) Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt/Main

Zeitschrift: NeuroReport 2000: 11, 2363-2367

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1233



Dokument 3909Titel: Die neuen antiepileptischen Medikamente Lamotrigin und Felbamat sind bei phenytoin-resistenten gekindelten Ratten wirksam
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung zweier neuer antiepileptischer Medikamente
Tiere: 80 Ratten
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden narkotisiert. Zur künstlichen Erzeugung epileptischer Anfälle wird eine Elektrode in die rechte Gehirnhälfte eingepflanzt und mit Hilfe von Acrylzement an der freigelegten Schädeldecke befestigt. Über der gegenseitigen Gehirnhälfte wird eine Stahlschraube als neutrale Elektrode eingeschraubt. Nun werden epileptische Anfälle durch wiederholte elektrische Stimulation des Gehirns mithilfe der Elektroden hervorgerufen. Daraufhin wird den Ratten ein antiepileptisches Medikament (Phenytoin) durch Einspritzen in die Bauchhöhle verabreicht und künstliche Anfälle werden erzeugt. Dabei wird den Ratten mehrmals Blut aus den Gefäßen in der Augenhöhle abgenommen. Nach mindestens einer Woche wird das Experiment mit zwei neuen Medikamenten (Lamotrigin, Felbamat) in unterschied-licher Dosierung wiederholt.

Bereich: Neurologie, Pharmakologie

Originaltitel: The new antiepileptic drugs lamotrigine and felbamate are effective in phenytoin-resistant kindles rats

Autoren: Ulrich Ebert (1), Elke Reissmüller (1), Wolfgang Löscher (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Pharmakologie, Veterinärmedizinische Hochschule, 30559 Hannover

Zeitschrift: Neuropharmacology 2000: 39, 1893-1903

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1231



Dokument 3910Titel: Durch hyperbare Oxigenierung erzeugte Toleranz gegenüber fokaler zerebraler Minderdurchblutung bei der Maus ist abhängig vom Mäusestamm
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkung einer Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff auf das Ausmaß eines Schadens bei Minderdurchblutung des Gehirns
Tiere: 184 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden in eine luftdichte Kammer gesetzt, die mit reinem Sauerstoff gefüllt wird. Dabei wird der Druck kontinuierlich auf 3 Atmosphären erhöht. Die Behandlung mit dem hyperbaren Sauerstoff wird an fünf aufeinander folgenden Tagen über 1 Stunde durchgeführt. Die Druckerniedrigung geschieht anschliessend mit 0,2 Atmosphären pro Minute. Kontrolltiere erhalten reine Zimmerluft bei einem Druck von 1 Atmosphäre. Die Tiere anästhesiert. Die Durchblutung des Gehirns wird im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs (mit einem Nylonfaden) vorübergehend unterbunden, um eine örtliche Minderdurchblutung des Gehirns zu erreichen. Nach 30 bis 120 Minuten wird die Durchblutung wieder hergestellt und die Tiere 24 bis 72 Stunden später getötet. Die Gehirne werden entnommen und weiter untersucht.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Hyperbaric oxygenation induced tolerance against focal cerebral ischemia in mice is strain dependent

Autoren: Konstantin Prass (1), Frank Wiegand (2), Pascale Schumann (3), Melanie Ahrens (1), Krisztian Kapinya (1), Christoph Harms (1), Weijing Liao (1), George Trendelenburg (1), Karen Gertz (1), Michael A.Moskowitz (5), Felix Knapp (1), Ilay V. Victorov (4), Dirk Megow (1), Ulrich Dirnagl (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Neurologie, Humboldt-Universität Berlin, 1.... Berlin, (2) Abteilung für Neurologie, Universität Essen, (3) Universität Caen, Frankreich, (4) Institut für Hirnforschung, Akademie der Medizinischen Wissenschaften Moskau, Russland, und (5) Laboratorium für Schlaganfallforschung, Harvard Medical School, Massachusetts General Hospital, Charlestown, MA, USA

Zeitschrift: Brain Research 2000: 871, 146-150

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1230



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