Facebook
Twitter
Youtube
Instagram

Datenbank Tierversuche

Ihre Abfrage

5108 Ergebnisse wurden gefunden

Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen und zum Markieren und Kopieren von Textstellen bitte hier klicken >>

Dokument 251Titel: Auswirkung von Arginin, Ornithin und Zeolith in der Nahrung auf Urämietoxine in Katzen
Hintergrund: An Katzen wird getestet, welchen Einfluss bestimmte Nahrungszusätze auf den Proteinstoffwechsel im Darm haben.
Tiere: 10 Katzen
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales, Berlin, genehmigt (Referenznummer G 0120/15). Es wird nicht erwähnt, woher die Tiere stammen. Jede Katze bekommt 10 verschiedene Diäten für jeweils 11 Tage, zwischen jeder Diät liegt eine 7-tägige Normalisierungsperiode mit Standardfutter. Die komplette Fütterungsstudie dauert somit ca. 6 Monate. Die Tiere werden nur einmal täglich gefüttert. Während der letzten 4 Tage jeder Fütterungsperiode werden die Katzen in Isolation in sogenannten metabolischen Käfigen gehalten, in denen Kot und Urin der Tiere gesammelt wird. Solche Käfige haben in der Regel eine Größe von ca. 120 x 60 x 50 cm. Am Ende jeder Fütterungsperiode wird den Katzen zweimal Blut abgenommen, vor der Fütterung und 7 Stunden danach.

Vermutlich wurde die Nierenfunktion der Tiere geschädigt. Es wird nicht erwähnt, was mit den Tieren nach der Studie passiert, vermutlich werden sie für weitere Versuche eingesetzt.

Die Studie wurde von der almapharmGmbH & Co. KG (Wildpoldsried, Germany) finanziell unterstützt.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Effects of Dietary Arginine, Ornithine, and Zeolite Supplementation on Uremic Toxins in Cats

Autoren: Nadine Paßlack (1)* und Jürgen Zentek (1)

Institute: (1) Institut für Tierernährung, Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin, Königin-Luise-Straße 49, 14195 Berlin

Zeitschrift: Toxins 2018; 10(5). Doi: 10.3390/toxins10050206

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4977



Dokument 252Titel: Auswirkung einer phosphorreichen Diät auf Indikatoren der Nierengesundheit bei Katzen
Hintergrund: An Katzen wird getestet, welchen Einfluss ein hoher Nahrungsgehalt an Phosphor auf die Nierenfunktion hat.
Tiere: 13 Katzen
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern genehmigt (Referenznummer 55.2.-1-54-2532.3-48-11, Betriebsnummer des Kreisverwaltungsreferats München KVR-I/221-TA-0131/13). Die Tiere stammen aus der Zuchtkolonie des Lehrstuhls für Tierernährung und Diätetik der LMU München. Alle Katzen bekommen zunächst für 29 Tage eine Kontrolldiät. Anschließend wird die Hälfte der Tiere für 29 Tage auf eine phosphorreiche Diät gesetzt, während die andere Hälfte in dieser Zeit auf der Kontrolldiät verbleibt. In den letzten 10 Tagen der Fütterungsperiode werden die Katzen einzeln in einem sogenannten metabolischen Käfig gehalten, in denen Kot und Urin der Tiere gesammelt wird. Der Käfig hat eine Größe von 120 x 60 x 53 cm oder 90 x 80 x 75 cm. Die stark phorphorhaltige Diät hat laut den Ergebnissen die Nierenfunktion der Tiere geschädigt. Die Katzen werden nach der Studie nicht getötet, sondern wieder in die Zucht eingegliedert und für weitere Versuche eingesetzt.

Die Studie wurde von der European Pet Food Industry Federation (FEDIAF) finanziell unterstützt.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Effect of a high phosphorus diet on indicators of renal health in cats

Autoren: Britta Dobenecker (1), Anna Webel (1), Sven Reese (1), Ellen Kienzle (1)*

Institute: (1) Lehrstuhl für Tierernährung und Diätetik, Tierärztliche Fakultät, LMU München, Schönleutnerstr. 8, 85764 Oberschleißheim

Zeitschrift: Journal of Feline Medicine and Surgery 2018; 20(4): 339-343

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4976



Dokument 253Titel: Ein gentechnisch verändertes Mausmodell für sporadischen kolorektalen Krebs
Hintergrund: In dieser Studie wird eine neue Methode zur gentechnischen Veränderung von Mäusen als Modell für Dickdarmkrebs präsentiert. Durch das Verfahren kann praktisch jede Maus in relativ kurzer Zeit mit Krebsgenen infiziert werden, was zur Entwicklung von Darmkrebs und ggf. Metastasen führt.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Es wird eine Methode vorgestellt, wie man gentechnisch veränderte Mäuse „herstellt“, die lokal begrenzte Dickdarm-Tumore entwickeln. Die Mäuse werden betäubt und die Bauchdecke aufgeschnitten und die Bauchhöhle geöffnet. Ein Teflonschlauch wird in den After eingeführt, der Dickdarm mit Kochsalzlösung gespült und anschließend aufgeschnitten. Ein abgeklemmtes Darmsegment, in dem später die genetische Manipulation vorgenommen werden soll, wird zunächst mit einer Lösung gefüllt, die u.a. die Darm-Stammzellen durchlässiger und somit anfälliger für die anschließende Behandlung macht. Die Lösung wird abgesaugt und eine weitere Lösung eingefüllt, die spezielle Viren enthält, die die genetische Veränderung auf die Darmzellen der Maus übertragen. Dadurch wird bewirkt, dass sich später an der behandelten Stelle Tumore bilden.

Nach dieser Operation erhalten die Mäuse alle 12 Stunden ein starkes Schmerzmittel und einmal täglich werden sie beobachtet, ob sie Zeichen von Unwohlsein aufgrund einer Tumor-Entwicklung aufweisen. Alle zwei Wochen wird eine Darmspiegelung durchgeführt, um zu prüfen, ob sich sichtbare Tumore gebildet haben. Dies ist für gewöhnlich zwei bis vier Wochen nach der Operation der Fall, nach 12 bis 16 Wochen haben sich daraus invasive Adenokarzinome entwickelt, je nach genetischer Mutation, die eingeführt wird, kann dieser Prozess auch beschleunigt oder modifiziert werden.

Durch die Behandlung selbst sterben bis zu 5% der genetisch manipulierten Tiere, mindestens 85% entwickeln Tumore. Je nach Art des Tumors sterben die erkrankten Tiere nach 80-200 Tagen, meist an einem Darmverschluss infolge des Tumors. Der Krebs befällt hauptsächlich den hinteren Dickdarm, je nach genetischer Mutation bilden sich jedoch auch Metastasen im Bauchfell, in der Leber und den Lungen.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: A genetically engineered mouse model of sporadic colorectal cancer

Autoren: Alexander M. Betzler (1), Susan Kochall (1), Linda Blickensdörfer (2), Sebastian A. Garcia (1), May-Linn Thepkaysone (1), Lahiri K. Nanduri (1), Michael H. Muders (3), Jürgen Weitz (1,4,5), Christoph Reissfelder (1), Sebastian Schölch (1,4,5)*

Institute: (1)* Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden, (2) Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Transplantationschirurgie, Universität Heidelberg, Heidelberg, (3) Institut für Pathologie, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Dresden, (4) Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), (5) Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Zeitschrift: Journal of Visualized Experiments 2017 (125). Doi: 10.3791/55952

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4975



Dokument 254Titel: Die Chemoimmuntherapie verbessert das Langzeitüberleben in einem präklinischen Modell für eine MMR-D-bedingte Krebserkrankung
Hintergrund: Test einer Chemo-Immunotherapie bei genmanipulierten Mäusen mit Dickdarmkrebs.
Tiere: 83 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden unter den Nummern LALLF M-V/TSD/7221.3–1.1-053/12–1 und 026/17 durch eine nicht genannte Behörde genehmigt. An der Universitätsmedizin in Rostock wird eine bestimmte Mäuselinie über mindestens 5 Generationen gezüchtet, der das Gen MLH1 fehlt. Aufgrund des Gendefekt bekommen diese Mäuse Dickdarmkrebs.

Aus bestimmten Tumorzellen von Mäusen wird ein Impfstoff hergestellt. Jeweils eine Gruppe Mäuse erhält eine leichte Chemotherapie in die Bauchhöhle gespritzt (GEM oder CPX). Dann bekommen die Tiere den Impfstoff aus den Tumorzellen einmal wöchentlich unter die Haut injiziert. Die Mäuse werden regelmäßig mit einem Mikro-Computertomografen untersucht, um die Tumorentwicklung im Darm zu verfolgen. Die Mäuse werden für diese Untersuchung mit dem Gas Isofluran betäubt. Andere Mäuse erhalten die Chemotherapie, sobald sich Tumore zeigen, gefolgt von einer wöchentlichen Impfung. Kontrollmäuse erhalten nur eine Chemotherapie oder nur die Impfung. Es werden regelmäßig Blutproben aus dem Venengeflecht hinter dem Auge genommen.

Es werden Überlebensraten statistisch erfasst. Denen zufolge sterben die Kontrollmäuse nach 4 bis 20 Wochen, während ein Teil der mit Chemotherapie + Impfung behandelten Mäuse überlebt. Spätestens nach 10 Monaten werden alle Tiere getötet.

Die Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Chemo-immunotherapy improves long-term survival in a preclinical model of MMR-D-related cancer

Autoren: Claudia Maletzki (1)*, Leonie Wiegele (1), Ingy Nassar (1), Jan Stenzel (2), Christian Junghanss (1)

Institute: (1) Molekulare Onkologie und Immuntherapie, Klinik Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin, Universitätsmedizin Rostock, Ernst-Heydemann-Str. 6, 18057 Rostock, (2) Core Facility Multimodale Kleintierbildgebung, Universitätsmedizin Rostock

Zeitschrift: Journal for ImmunoTherapy of Cancer 2019; 7:8; https://doi.org/10.1186/s40425-018-0476-x

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4974



Dokument 255Titel: Aus Marmor gewonnener Mikrocalcit fördert die Frakturheilung im Mausmodell
Hintergrund: In der Studie soll untersucht werden, ob die lokale Anwendung von aus Marmor gewonnenem Mikrokalzit die Knochenheilung bei Mäusen verbessert.
Tiere: 75 Mäuse
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden von einer örtlichen (nicht genannten) Kommission unter der Nummer VV 60/2013 genehmigt. Die Tiere werden am Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie des Universitätsklinikums des Saarlandes gezüchtet. Bei 15 Mäusen wird Blut abgenommen, aus dem Platelet-Rich-Plasma (P-R-P) gewonnen wird. Was mit den Tieren danach passiert, wird nicht erwähnt.

Bei 60 Mäusen wird unter Narkose am rechten Knie der Oberschenkelknochen freigelegt. Durch ein Bohrloch wird eine Kanüle in die Markhöhle des Knochens gesteckt. Dann wird der Oberschenkelknochen im mittleren Bereich freigelegt. Ein Metallclip wird an den Knochen angebracht. Nun wird ein Spalt von 0,25 mm Breite in den Knochen gesägt. Der Metallclips gewährleistet die Einhaltung der Spaltgröße. 20 Mäuse erhalten mit Mikrokalzit vermischtes P-R-P, 20 Mäuse nur P-R-P und 20 Mäuse nichts in den Frakturspalt appliziert. Das Mikrokalzit wird aus zerstoßenem Marmor gewonnen. Die Mäuse werden 2 und 5 Wochen nach der Operation mit einer Überdosis an Narkosemittel getötet.

Bereich: Chirurgie, Biomaterial-Forschung

Originaltitel: Marble-derived microcalcite improves bone healing in mice osteotomy

Autoren: Marcel Orth (1,2)*, Takhirjan Shadmanov (2), Claudia Scheuer (2), Benedikt J Braun (1), Tobias Fritz (1), Jörg H Holstein (1), Tina Histing (1,2), Matthias W Laschke (2), Tim Pohlemann (1), Michael D Menger (2)

Institute: (1) Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Kirrberger Straße, 66421 Homburg, (2) Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Kirrberger Straße, 66421 Homburg

Zeitschrift: Biomedical Materials 2019; 14(2): 025001

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4973



Dokument 256Titel: Therapeutische fluoreszierende Hybridnanopartikel für eine rückverfolgbare Abgabe von Glucocorticoiden an Entzündungsstellen
Hintergrund: Glukokortikoide wirken entzündungshemmend, aber haben schwere Nebenwirkungen. Nanopartikel sollen die Verfügbarkeit und Löslichkeit von Glukokortikoiden erhöhen, um deren Dosis senken zu können. Dies wird hier an Mäusen getestet.
Tiere: 37 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2018

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, LAVES, unter der Nummer 33.14-42502-04-13/1185 genehmigt. Es werden zwei spezielle Mäuselinien (BALB/c und haarlose SKH-1-Mäuse) bei Charles River in Sulzfeld gekauft.

Für die erste Testreihe wird 13 Mäusen eine Pfote künstlich entzündet, indem den Tieren Zymosan-A an drei aufeinanderfolgenden Tagen in die linke Hinterbeinpfote gespritzt wird. Zymosan ist ein Bestandteil der Bierhefe und verursachte eine Entzündung ähnlich wie bei schweren Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Blutvergiftung. Die Pfote schwillt an. In die rechte Hinterbeinpfote wird eine harmlose Lösung gespitzt. 7 Mäuse erhalten täglich mit entzündungshemmenden Glukokortikoiden beladene Nanopartikel in die Bauchhöhle injiziert, 6 Mäuse bekommen eine wirkungslose Kochsalzlösung. Nach 4 Tagen werden die Tiere durch Überdosis eines Narkosegases und Genickbruch getötet und die Dicke der Pfotenschwellung wird bestimmt.

In einer zweiten Testreihe werden den Tieren Eiweißstoffe zweimal im Abstand von 14 Tagen in die Bauchhöhle gespritzt und weitere 2 Wochen später in die Nase gesprüht. Dadurch kommt zu einer starken allergischen Reaktion. 30 Minuten vor der Auslösung der Allergie erhält ein Teil der Tiere die mit Glukokortikoiden beladenen Nanopartikel in die Nase gesprüht. Kontrolltieren wird eine wirkungslose Substanz appliziert. Für die Applikation in die Nase werden die Mäuse kurz betäubt. Zwei Tage später werden alle Mäuse getötet, um ihre Lungen zu untersuchen.

Die Arbeit wird vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin finanziert.

Bereich: Allergieforschung

Originaltitel: Therapeutic fluorescent hybrid nanoparticles for traceable delivery of glucocorticoids to inflammatory sites

Autoren: Joanna Napp (1,2), M. Andrea Markus (2), Joachim G. Heck (3), Christian Dullin (1,2,4), Wiebke Möbius (5), Dimitris Gorpas (6), Claus Feldmann (3), Frauke Alves (1,2,7)*

Institute: (1) Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Tandemgruppe Max Planck Institut für Experimentelle Medizin und UMG, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, (2)* Translationale Molekulare Bildgebung, Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Hermann-Rein-Straße 3, 37075 Göttingen, (3) Institut für Anorganische Chemie, Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe, (4) Italian Synchrotron „Elettra“, Triest, Italien, (5) Abteilung für Neurogenetik, Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Göttingen, (6) Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung (IBMI), Helmholtz Zentrum München und Biologische Bildgebung der Technischen Universität München, München, (7) Klinik für Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen

Zeitschrift: Theranostics 2018; 8 (22): 6367-6383

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4972



Dokument 257Titel: Räumlich-zeitlich versetzte Aktivierung von PD-1 + T-Zellen nach Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus und Tumorentwicklung in vollständig dauerhaft humanisierten Mäusen
Hintergrund: Untersuchung von Immunzellen bei Mäusen, die mit dem krebserregenden Epstein-Barr-Virus infiziert wurden.
Tiere: 38 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Dezernat 33/Tierschutz, genehmigt. Eine spezielle Mäuselinie wird bei Jackson Laboratory (JAX, Bar Harbor, ME, USA) gekauft und am Institut für Versuchstierkunde der Medizinische Hochschule in Hannover gehalten und gezüchtet. Es handelt sich um sogenannte NRG Mäuse. Diese Tiere haben durch Auslöschung mehrerer Gene ein geschwächtes Immunsystem.

Die Mäuse werden mit Gamma-Strahlen bestrahlt, um ihre Immun- und Stammzellen zu zerstören. Vier Stunden nach der Bestrahlung werden den Tieren über die Schwanzvene menschliche Immun-Stammzellen (CD34+) gespritzt. Hiermit wird das Immunsystem „humanisiert“. Nach 15 Wochen werden nur Tiere, die über 20% „humanisiert“ sind, für weitere Experimente verwendet. Das Schicksal der Mäuse, bei denen dies nicht der Fall ist, wird nicht erwähnt.

Die „humanisierten“ Mäuse werden in zwei Gruppen unterteilt. 19 Mäuse dienen als Kontrolle und werden nicht behandelt. 18 Tiere werden mit einem modifizierten Epstein-Barr-Virus infiziert. Das Virus verursacht eine Tumorentwicklung bei den Mäusen und ist mit einem fluoreszierenden Marker versehen. Mit einem speziellen Gerät können so die Krebszellen in der lebenden Maus sichtbar gemacht werden. Bereits nach einer Woche können Krebszellen bei acht Tieren in der Milz festgestellt werden, von wo aus sie sich über die Organe (Milz, Leber, Niere) verbreiten.

Die Mäuse werden spätestens 10 Wochen nach der Infektion getötet, bzw. früher, wenn „Symptome einer Belastung durch die Tumorentwicklung festgestellt“ werden. Welche Symptome dies sind und wieviel Tiere diese zeigen, wird nicht kommuniziert. Die Arbeit wurde finanziert vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutschen Krebshilfe, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Jackson Laboratory in Form von Vortragshonorar an die verantwortliche Wissenschaftlerin.

Bereich: Immunologie, Krebsforschung

Originaltitel: Spatio-temporally skewed activation of PD-1+ T cells after Epstein Barr Virus infection and tumor development in long-term fully humanized mice

Autoren: Simon Danisch (1,2), Constanze Slabik (1,2), Angela Cornelius (1,2), Manuel Albanese (3), Takanobu Tagawa (3), Yen-Fu Adam Chen (3), Nicole Krönke (4), Britta Eiz-Vesper (5), Stefan Lienenklaus (6), Andre Bleich (6), Sebastian J. Theobald (1,2), Andreas Schneider (1,2), Arnold Ganser (1), Constantin von Kaisenberg (7), Reinhard Zeidler (3,8), Wolfgang Hammerschmidt (3), Friedrich Feuerhake (4,9), Renata Stripecke (1,2)*

Institute: (1)* Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, Medizinische Hochschule Hannover, Hans Borst Zentrum, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover, (2) Laboratory of Regenerative Immune Therapies Applied, Exzellenzcluster „Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie – Akronym REBIRTH und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), Hannover, (3) Institut für Genvektoren (AGV), Helmholtz Zentrum München, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), München, (4) Institut für Pathologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (5) Institut für Transfusionsmedizin, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (6) Institut für Versuchstierkunde und Zentrales Tierlaboratorium, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (7) Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Pränatalmedizin (MVZ), Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (8) Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Klinikum der Universität und Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), München, (9) Institut für Klinische Pathologie, Abteilung Neuropathologie, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg

Zeitschrift: The American Journal of Pathology 2019; 189(3): 521-539

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4971



Dokument 258Titel: Biologisch resorbierbare Versiegelungsmittel zur Verstärkung des Pankreasstumpfs nach distaler Entfernung der Bauchspeicheldrüse sind kritisch
Hintergrund: Biologisch resorbierbare Versiegelungsmittel werden verwendet, um postoperative Fisteln nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse zu reduzieren. Zahlreiche klinische Studien konnten aber keinen klinischen Nutzen dieser Versieglungsmittel nachweisen. In diese Studie soll der Nutzen von zwei unterschiedlichen Versiegelungsmitteln (Bioglue und Coseal) an Schweinen untersucht werden.
Tiere: 9 Schweine
Jahr: 2019

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz unter der Nummer 08-004 / 14 genehmigt. Die Tiere wurden möglicherweise in der Kleintierpraxis Dr. Frank Pölzing in Oldisleben, Thüringen, operiert und getötet, da diesem in der Danksagung für die Hilfe bei den Tierversuchen gedankt wird.

Den Schweinen wird unter Narkose der Bauch aufgeschnitten und ein Stück der Bauchspeicheldrüse wird entfernt. Die Blutung der Bauchspeicheldrüse wird mit einer chirurgischen Naht gestoppt. Anschließend wird der Stumpf der Bauchspeicheldrüse unterschiedlich behandelt: Bei 3 Tieren wird der Stumpf unbehandelt gelassen, bei 3 Tieren wird Bioglue auf den Stumpf aufgetragen und bei 3 Tieren wird der Stumpf mit Coseal versiegelt. Ein Schlauch wird in der Nähe des Stumpfs platziert damit das Sekret in einen Beutel abfließen kann. Der Bauch wird zugenäht und den Tieren wird eine eng anliegende Jacke angelegt. In diese wird der Beutel für das ablaufende Sekret platziert. Die Schweine bekommen ein Schmerzmittel. Nach der Operation werden täglich Blutproben aus der Halsvene entnommen. Fünf Tage nach der Operation werden die Tiere unter Vollnarkose auf nicht beschriebene Weise getötet. Die Organe werden untersucht.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Bio-absorbable sealants for reinforcing the pancreatic stump after distal pancreatectomy are critical

Autoren: Christian M. Kühlbrey, Steivan Kasper, Sophia Chikhladze, Gabriel Seifert, Ulrich T. Hopt, Stefan Fichtner-Feigl, Uwe A. Wittel*

Institute: Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Hugstetter Straße 55, 79106 Freiburg

Zeitschrift: Journal of Hepato-Biliary-Pancreatic Sciences 2019; 26(3): 96-103

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4970



Dokument 259Titel: Einfluss von Betahistin auf kapilläre Perizyten und präkapilläre Arteriolen im Gefäßmechanismus im Innenohr von Meerschweinchen
Hintergrund: Wirkung eines Antihistaminikums (Betahistin) auf die Zellen der Blutgefäße im Innenohr von Meerschweinchen.
Tiere: 12 Meerschweinchen
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Die Meerschweinchen der Rasse Dunkin-Hartley stammen aus der Zucht Envigo RMS GmbH, Rossdorf. Unter Narkose wird das rechte äußere Ohr abgeschnitten und ein Loch in den Schädelknochen geschnitten, um an das Innenohr zu gelangen. Anschließend wird ein kleines Fenster in die Gehörschnecke im Innenohr geschnitten. Hier werden bestimmte Zellen (Perizyten) der kleinen Blutgefäße angefärbt und mit einem speziellen Mikroskop beobachtet. Sechs Tiere erhalten nun eine Testsubstanz (Antihistaminikum Betahistin) in die Blutbahn verabreicht, die anderen sechs Tiere bekommen ein Placebo. Mit dem Mikroskop wird der Effekt der Wirkstoffgabe auf die Perizyten untersucht. Anschließend werden die Meerschweinchen auf nicht genannte Weise getötet.

Bereich: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Originaltitel: Role of capillary pericytes and precapillary arterioles in the vascular mechanism of betahistine in a guinea pig inner ear model

Autoren: Mattis Bertlich (1)*, Friedrich Ihler (1), Bernhard G. Weiss (1), Saskia Freytag (2,3), Michael Strupp (4,5), Mark Jakob (1), Martin Canis (1)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Kopf- und Halschirurgie, Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen, (2) Population Health and Immunity Division, Walter and Eliza Hall Institute, Parkville, Australien, (3) Department of Medical Biology, University of Melbourne, Parkville, Australien, (4) Klinik für Neurologie, Uniklinikum München, München, (5) Deutsches Schwindel- und Gleichgewichtszentrum, Uniklinikum München, München

Zeitschrift: Life Sciences 2017; 187: 17-21

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4969



Dokument 260Titel: NO-empfindliche Guanylatzyklase-Isoformen NO-GC1 und NO-GC2 tragen zur lärmbedingten Schädigung der Sinneszellen (innere Haarzellen) des Innenohrs bei
Hintergrund: Veränderungen im Innenohr durch Lärmbelastung bei Mäusen und Ratten.
Tiere: 218 Tiere verschiedener Arten (mindestens 148 Mäuse, mindestens 70 Ratten)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Tübingen, Referat 35 „Tierschutz und Gesundheit“ genehmigt. Es werden drei unterschiedlich gentechnisch veränderte Arten von Mäusen sowie Wildtyp-Mäuse verwendet, die in der Tieranlage des Interfakultären Instituts für Biochemie der Universität Tübingen (Forschungseinheit 2060, Feil-Group) gezüchtet wurden. Weibliche Wistar-Ratten unterschiedlichen Alters, (2-3 Monate, 8-11 Monate, 20-23 Monate) stammen von Charles River Laboratories, Sulzfeld.

Allen Tieren werden in Narkose Elektroden zur Messung von Hirnströmen unter die Haut des Schädels eingepflanzt. In einer schalldichten Kammer werden die betäubten Tiere einer Lärmbelastung in Form von Rauschen, Klicks oder plötzlichen Geräuschen bis zu einer Lautstärke von 120 Dezibel für jeweils 1 Stunde ausgesetzt. Die Tiere der Kontrollgruppen werden keinen akustischen Reizen ausgesetzt. Das Ausmaß der durch die Lärmbelastung verursachten Schädigung des Hörvermögens der Mäuse wird über die implantierten Elektroden in definierten Abständen dokumentiert. Nach den Versuchen werden alle Mäuse auf nicht genannte Weise getötet. Die im Innenohr befindliche Hörschnecke wird entnommen und ihre Haarzellen werden hinsichtlich der lärmverursachten Zerstörung von Nervenverbindungen untersucht.

Auch den Ratten werden zunächst in Narkose unter die Haut des Schädels operativ Elektroden für EEG-Messungen eingepflanzt. Je nach Alter, geplanter Lärmbelastung und/oder zusätzlicher Gabe eines Arzneimittels werden die Tiere 9 Testgruppen und 3 Kontrollgruppen zugeteilt. In einer Kammer werden die Ratten unter Narkose zwei Stunden lang einer Belastung von 100 Dezibel ausgesetzt. Einem Teil der Ratten wird 25-32 Tage lang, drei Mal täglich, ein in Futterpellets gepresstes Medikament verabreicht, das die Sinneszellen des Innenohrs vor der Zerstörung durch die angewandte Lärmbelastung schützen soll. Alle Ratten werden nach 32 Tagen auf nicht beschriebene Weise getötet und ihr Hörorgan wird untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Action on Hearing Loss und die Universität Tübingen.

Bereich: Hörforschung, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Originaltitel: NO-sensitive guanylate cyclase isoforms NO-GC1 and NO-GC2 contribute to noise-induced inner hair cell synaptopathy

Autoren: Dorit Möhrle (1), Karin Reimann (1), Steffen Wolter (1), Markus Wolters (2), Ksenya Varakina (1), Evanthia Mergia (3), Nicole Eichert (1), Hyun-Soon Geisler (1), Peter Sandner (4), Peter Ruth (5), Andreas Friebe (6), Robert Feil (2), Ulrike Zimmermann (1), Doris Koesling (3), Marlies Knipper (1)*, Lukas Rüttiger (1)

Institute: (1) Neurosensorisches Zentrum der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Tübingen, Arbeitsgruppe Molekulare Hörphysiologie, Elfriede-Aulhorn-Straße 5, 72076 Tübingen, (2) Interfakultäres Institut für Biochemie, Universität Tübingen, Tübingen, (3) Pharmakologie und Toxikologie Bochum, Ruhr-Universität Bochum, Medizinische Fakultät, (4) Bayer AG, Pharmaforschungs-Zentrum Wuppertal, (5) Forschungs- und Lehrbereich Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie, Institut für Pharmazie, Universität Tübingen, Tübingen, (6) Physiologisches Institut der Universität Würzburg, Würzburg

Zeitschrift: Molecular Pharmacology 2017; 92: 375-388

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4968



<< Zurück zur Suche


Weitere Resultate finden Sie auf den folgenden Seiten:

<< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 >>

Drucken | Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen