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Datenbank Tierversuche

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Dokument 251Titel: Knochenbildung bei Defekten um das Implantat herum, die mit Mikropartikeln transplantiert werden: eine Pilottierversuchsstudie
Hintergrund: Am Schädelknochen von Schweinen wird ein Material getestet, das die Knochenheilung von Kieferknochendefekten beim Menschen beschleunigen soll.
Tiere: 6 Schweine
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der zuständigen Behörde in Ansbach unter der Nummer 54-2532.1-45/12, genehmigt. Die Schweine werden bei der Firma Renner GmbH in Abtsgmünd gekauft. Die Tiere werden einzeln in 6 qm großen Buchten gehalten. Den Tieren werden unter Anästhesie 9 Löcher von 10 mm Durchmesser und 8 mm Tiefe in den Schädelknochen gebohrt. Mit einem Meißel werden die Löcher noch etwas vergrößert. In jedes Loch wird ein Zahnimplantat von 3,4 mm Durchmesser 7 mm eingeschraubt. Die Zwischenräume zwischen Implantat und Knochen werden unterschiedlich gefüllt. In 6 Löcher werden zerkleinerte menschliche Blutplättchen, so genannte Mikropartikel, gefüllt. In 3 Löchern werden die Zwischenräume frei gelassen. Die Kopfhaut wird zugenäht. Jeweils 3 Schweine werden nach 14 und 28 Tagen mit einer Überdosis Pentobarbital getötet. Es wird untersucht, bei welchen Löchern der Knochen am besten nachgewachsen ist. Es wurden keine Unterschiede gefunden.

Diese Arbeit wird von der Nobel Biocare Services AG, finanziert.

Bereich: Implantologie, Kieferorthopädie, Zahnmedizin

Originaltitel: Bone formation in peri-implant defects grafted with microparticles: a pilot animal experimental study

Autoren: Tobias Moest (1)*, Franz Koehler (1), Christopher Prechtl (1), Christian Martin Schmitt (1), Georg Watzek (2), Karl Andreas Schlegel (1)

Institute: (1) Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg, Glückstr. 11, 91054 Erlangen, (2) Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich

Zeitschrift: Journal of Clinical Periodontology 2014: 41(10); 990-998

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4833



Dokument 252Titel: Veränderungen des Weichgewebevolumens nach Bindegewebe-Transplantation an den Zähnen: subepitheliale, autologe Bindegewebe-Transplantate im Vergleich zu einer Schweinekollagen-Matrix - eine vorklinische volumetrische Analyse
Hintergrund: Vergleich zweier chirurgischer Methoden, um Zahnfleischgewebe zu verdicken. Dieses Setup wurde laut den Autoren nicht durchgeführt, um ein spezifisches klinisches Behandlungsszenario zu simulieren. Auch sei diese Studie nicht direkt übertragbar auf die klinische Praxis. Die Ergebnisse dieser Studie würden aber dazu beitragen, eine Matrix aus Schweinekollagen besser zu charakterisieren.
Tiere: 8 Hunde (Beagles)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von einer Behörde in Ungarn (Pest county government department for food safety and animal health, Hungary) unter der Nummer 54-2532.1-45/12, genehmigt. Woher die Tiere stammen und wo sie gehalten werden, wird nicht erwähnt. Bei den Hunden wird unter Narkose ein 2 x 1 cm großes Stück Gewebe (Haut und Bindegewebe) aus dem Gaumen geschnitten und oberhalb eines der beiden oberen Fangzähne unter die Zahnfleischhaut transplantiert. Die Wunde am Gaumen wird vernäht. Über dem anderen oberen Fangzahn wird ein entsprechend großes Stück Schweinekollagen-Matrix unter die Zahnfleischhaut verpflanzt. Die Transplantationsstellen werden nach 1, 3 und 10 Monaten gescannt und die Gewebedicke wird gemessen. Was mit den Hunden nach den 10 Monaten geschieht, wird nicht erwähnt.

Diese Arbeit wird von der botiss biomaterials GmbH, Zossen, finanziert.

Bereich: Implantologie, Kieferorthopädie, Zahnmedizin

Originaltitel: Soft tissue volume alterations after connective tissue grafting at teeth: the subepithelial autologous connective tissue graft versus a porcine collagen matrix - a pre-clinical volumetric analysis

Autoren: Christian Martin Schmitt (1)*, Regai E. Matta (2), Tobias Moest (1), Julia Humann (1), Lisa Gammel (1), Friedrich Wilhelm Neukam (1), Karl Andreas Schlegel (1)

Institute: (1) Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg, Glückstr. 11, 91054 Erlangen, (2) Zahnklinik 2, Zahnärztliche Prothetik, Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg, Erlangen

Zeitschrift: Journal of Clinical Periodontology 2016: 43(7); 609-617

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4832



Dokument 253Titel: Die Vorteile von laparoskopischer im Vergleich zu konventioneller Chirurgie können nicht zurückgeführt werden auf eine angeborene Immunaktivierung: eine Tierstudie an Ratten
Hintergrund: Untersuchungen der Immunantwort bei laparoskopische Bauchoperation im Vergleich zu herkömmlichen Bauchoperationen bei Ratten. Beim menschlichen Patienten hat die laparoskopische (minimalinvasive) Chirurgie sehr viele Vorteile (geringe Sterblichkeit, weniger Wundinfektionen, schnelle Heilungsrate, kürzerer Krankenhausaufenthalt), aber man weiß nicht genau warum. Das will man hier an Ratten herausfinden.
Tiere: 140 Ratten
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Genehmigt wird der Versuch vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW. Die Ratten stammen von Charles River WIGA Deutschland GmbH, Bad Königshofen.

Zunächst erfolgt eine Einteilung der Tiere in 5 Gruppen zu je 28 Tieren. Bei den Ratten der ersten 2 Gruppen werden unter Narkose für eine Bauchspiegelung zwei kleine Schnitte in die Bauchdecke gemacht und dort die laparoskopischen Instrumente eingeführt. Zusätzlich wird bei der ersten Gruppe mit Hilfe der eingeführten Geräte als sogenannte minimalinvasive Methode der Blinddarm entfernt. Bei der zweiten Gruppe wird keine weitere Manipulation in der Bauchhöhle durchgeführt. Gruppe 3 und 4 werden ebenfalls unter Narkose herkömmlich operiert, d.h. die Bauchdecke wird über einen längeren Schnitt eröffnet. In Gruppe 3 wird nach dem Aufschneiden der Bauchhöhle der Blinddarm entfernt, Tiere der Gruppe 4 wird die Bauchdecke ohne weitere Manipulationen im Bauchraum wieder zugenäht. Ratten aus der Gruppe 5 werden in Narkose gelegt, aber nicht operiert.

Alle Ratten werden 1, 3 und 5 Tage nach den Operationen erneut in Narkose gelegt, um eine Bauchspülung durchzuführen. Hierfür wird (wie bei Gruppe 1 beschrieben) der Bauchraum über kleine Schnitte eröffnet, eine spezielle Flüssigkeit wird eingebracht und diese sofort wieder abgesaugt. Diese Flüssigkeit wird danach auf Entzündungszellen untersucht. Das Schicksal der Tiere ist nicht weiter beschrieben.

Die Studie wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, BONFOR Research Commission, Karl Storz GmbH & Co. KG, Tuttlingen und Covidien Deutschland GmbH, Neustadt/ Donau.

Bereich: Chirurgie, Minimalinvasive Chirurgie, Entzündungsforschung, Immunologie

Originaltitel: Advantages of laparoscopic compared to conventional surgery are not related to an innate immune activation: an animal study in rats

Autoren: Philipp Lingohr (1)*, Jonas Dohmen (1), Hanno Matthaei (1), Timo Schwandt (1), Kathy Stein (1), Gun-Soo Hong (1), Julia Steitz (2), Thomas Longerich (3), Edwin Bölke (4), Sven Wehner (1), Jörg C. Kalff (1)

Institute: (1) Chirurgisches Zentrum, Universitätsklinikum Bonn, Sigmund-Freud-Straße 25, 53127 Bonn, (2) Institut für Versuchstierkunde, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, (3) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, (4) Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf

Zeitschrift: Langebeck´s Archives of Surgery 2017: 402 (4); 625-636

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4831



Dokument 254Titel: Neuronen im caudolateralen Nidopallium bei Tauben differenzieren Pavlov-konditionierte Reize, nicht aber den Wert der damit verbundenen Belohnung in einer Signal-Verfolgungs-Modell
Hintergrund: Messung der Nervenaktivität einer bestimmten Hirnregion bei Tauben in Erwartung von Futter.
Tiere: 5 Tauben (Stadttauben (Columba livia forma domestica))
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Studie wird von der zuständigen Behörde in Nordrhein Westfalen genehmigt. Während der Versuchseinheiten bekommen die Tiere nur eingeschränkt Futter, so dass sie nur 85% ihres Normalgewichts wiegen. Als Vorbereitung für den eigentlichen Versuch erfolgt ein "Training" der Tauben. Hierfür kommen sie einzeln in eine schalldichte, beleuchtete kleine Box. Dort befindet sich ein Monitor auf dem Lichtreize gezeigt werden. Beantwortet die Taube solch einen Lichtreiz damit, dass sie auf einen bestimmten Bereich der Boxenwand pickt, erfolgt ein Klick und die Taube bekommt Futter aus einem Automaten. Unterschiede können dabei in Form von zeitlichen Verzögerungen zwischen Lichtreiz und Picken oder in der Intensität des Pickens zu verzeichnen sein. Macht die Taube etwas "falsch", wird sie mit einem lauten Brummgeräusch und dem Ausschalten des Lichts "bestraft".

Nachdem die Tiere die Aufgabe zuverlässig bewältigen können, werden ihnen für den eigentlichen Versuch Elektroden in eine bestimmte Hirnregion einer Seite implantiert. Unter Narkose wird dafür die Schädelhaut aufgeschnitten und 8 – 10 kleine Schrauben in die Schädeldecke geschraubt, die zur Fixierung der implantierten Elektrodenplatte dienen. Danach wird die Schädeldecke aufgebohrt und 15 Elektroden in Form von Drähten werden in eine bestimmte Hirnregion eingebracht. Zum Schutz der Hirnoberfläche wird Vaseline aufgebracht und die Elektroden mit Zahnzement an der Schädeldecke fixiert. Nach der Operation bekommen die Tauben 3 Tage Schmerzmittel und "dürfen" sich 2 Wochen bis zur Studie erholen.

Vor jeder Mess-Serie werden die Schrauben des Implantats mindestens eine halbe Umdrehung tiefer geschraubt, so dass die Elektroden ebenfalls tiefer ins Gehirn dringen. Danach kommen die Tiere einzeln in die Box und sollen - wie bereits trainiert - auf die Lichtreize des Monitors mit Picken reagieren. Während der Erfüllung der Aufgabe wird die Nervenaktivität gemessen. Insgesamt werden 33 Mess-Serien durchgeführt. Anschließend werden die Tiere in tiefe Narkose gelegt und mittels einer Formaldehyd-Injektion ins Herz getötet. Die Gehirne werden für weitere Untersuchungen entfernt.

Die Studie wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Neurobiologie, Verhaltensforschung

Originaltitel: Neurons in the pigeon caudolateral nidopallium differentiate Pavlovian conditioned stimuli but not their associated reward value in a sign-tracking paradigm

Autoren: Nils Kasties (1), Sarah Starosta (1), Onur Güntürkün (1), Maik C. Stüttgen (2, 3)*

Institute: (1) Abteilung für Biopsychologie, Fakultät für Psychologie, Ruhr Universität, Universitätsstraße 150, 44780 Bochum, (2) Institut für Pathophysiologie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz (3) Fokus-Programm translationale Neurowissenschaften, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Zeitschrift: Scientific Reports 2016: 6; 35469

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4830



Dokument 255Titel: Langzeitstudie nach Implantation eines Angio-Seal Gefäßverschlussapparates in Minischweinen
Hintergrund: Langzeitstudie über die Funktionalität eines Systems, dass eingesetzt wird, um das Nachbluten von Einstichstellen in Blutgefäßen bei Minischweinen in Versuchen effektiver zu stoppen.
Tiere: 8 Schweine (Ellegard Göttinger Minischweine)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Der Versuch mit den aus Dänemark stammenden Tieren wird von der zuständigen Behörde in Recklinghausen (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV)) genehmigt. Die Schweine wurden bereits in anderen Studien eingesetzt.

Minischweine werden immer häufiger für Versuche genutzt, da das Körpergewicht der jungen Tiere nicht so stark schwankt wie das von normalen Hausschweinen. Nach einem Einstich mit einer Kanüle in eine Arterie (z.B. für eine Herzkatheteruntersuchung), was bei Tierversuchen häufig vorkommt, würde normalerweise eine starke Nachblutung entstehen. Ein Druckverband oder das manuelle Zudrücken der Einstichstelle über längere Zeit wird von Schweinen sehr schlecht toleriert. Deshalb wurden bereits in früheren Studien verschiedene Systeme entwickelt, die ein Nachbluten an der Einstichstelle verhindern. Die in dieser Studie untersuchte Vorrichtung ist eine Kombination aus drei Komponenten. In das betroffene Gefäß wird über die Einstichstelle ein Anker eingeführt. An der Außenseite des Gefäßes, aber innerhalb des Gewebes soll ein aus Rinder-Bindegewebe bestehender Schwamm vor Ort die Blutgerinnung fördern. Diese zwei Elemente sind über einen Faden miteinander verbunden und der ganze Bereich kann über das Ziehen am Faden wie ein Sandwich zusammengepresst werden.

Für die Implantation des Gefäßverschluss-Systems werden die Schweine in Narkose gelegt. Danach werden 2 verschiedene Größen der Anker-Schwamm-Faden Kombination in die großen Oberschenkelarterien der Tiere implantiert. Am Tag der Operation (zum Teil auch davor) und an den folgenden Tagen der Studie bekommen die Tiere blutgerinnungshemmende Medikamente in verschiedenen Variationen.

6 x in den nachfolgenden 12 Wochen werden bei den Schweinen unter Betäubung mittels Computertomografie die betroffenen Gefäße auf Verengung und Verschluss beurteilt. Bei einigen Tieren erfolgt zudem eine Angiografie, wobei das Kontrastmittel in die Oberschenkelarterie der anderen Körperseite injiziert wird. Bei drei Schweinen treten starke Verengungen des Blutgefäßes auf, bei einem weiteren Tier eine 50%ige Verengung. Nach der letzten Kontrolle werden die Tiere mit einer Überdosis Narkosemittel getötet und die Oberschenkelarterien für weitere Untersuchungen gewonnen.

Bereich: Biomedizinische Technik, Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Long term outcome after application of the angio-seal vascular closure device on minipigs

Autoren: Lisa Kabelitz (1), Andrea Nonn (1), Kay W. Nolte (2), Omid Nikoubashman (1), Ahmed Othman (1,3), Sarah Heringer (1), Martin Kramer (4), Martin Wiesmann (1), Marc A. Brockmann (1,5)*

Institute: (1) Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, RWTH Aachen Universitätsklinikum, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen, (2) Institut für Neuropathologie, RWTH Aachen Universitätsklinikum, Aachen, (3) Abteilung für Radiologie, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen, (4) Justus-Liebig-Universität Gießen, Fachbereich Veterinärmedizin, Klinik für Kleintiere, Gießen, (5) Klinik und Poliklinik für Neuroradiologie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz

Zeitschrift: PLOS One 2016:11(9); e0163878

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4829



Dokument 256Titel: Die Beschaffenheit und Vielfalt von verschiedenen Virusvarianten zeigen keine Vorhersagekraft für chronische klassische Schweinepest-Virus-Infektion
Hintergrund: Untersuchungen, ob Infektionen mit verschiedenen Virusvarianten der Schweinepest eine Voraussage zulassen, ob die infizierten Tiere eine chronische Verlaufsform der Erkrankung zeigen.
Tiere: 9 Schweine (9 Hausschweine, unbekannte Anzahl an Schweinen der Deutschen Landrasse, Mischlinge, Europäisches Wildschwein)
Jahr: 2017

Versuchsbeschreibung: Das Virusmaterial, das in dieser Studie genutzt wird, wurde bereits in einem vorherigen Versuch von mit Schweinepest infizierten Tieren gewonnen. Im Zuge dieser Studie werden die Tiere in 3 Gruppen eingeteilt, die jeweils mit unterschiedlichen Varianten bzw. dem Wildtyp des Schweinepestvirus infiziert werden. Die Infektion erfolgt durch Einträufeln in Mund/ Nase oder durch Injektion in die Muskulatur. Von den infizierten Tieren entwickeln 4 chronische Symptome (diese sind bei Schweinepest vor allem Fieber, Magen-Darm-Geschwüre und Entzündungen der Schleimhäute). Von ihnen werden 10 Tage bzw. etwa 6 Wochen nach der Infektion Proben genommen, aus denen das Virus gewonnen und genetisch untersucht wird. Außerdem werden von 5 Tieren, die durch die Virusinfektion akut versterben, Proben genommen. Akute Symptome dieser Erkrankung sind Fieber, schwankender Gang, Blutungen (auch in den Organen), Erbrechen/ Durchfall. Der Tod erfolgt aufgrund Herzkreislaufversagens. Auch von 3 Tieren, die zwar infiziert sind, aber keine Symptome zeigen, werden innerhalb von 14 Tagen 1-2 Proben zur genetischen Untersuchung des Virus genommen. Was mit den überlebenden Schweinen geschieht, wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde gefördert vom EMIDA ERA-NET Projekt "Molekulare Epidemiologie von epizootischen Erkrankungen mit Sequenztechnologie der nächsten Generation" gefördert.

Bereich: Tierseuchenforschung, Virologie, Infektionsforschung

Originaltitel: Quasispecies composition and diversity do not reveal any predictors for chronic classical swine fever virus infection

Autoren: Maria Jenckel, Sandra Blome*, Martin Beer, Dirk Höper

Institute: Institut für Diagnostische Virologie, Friedrich-Löffler-Institut, Südufer 10, 17493 Greifswald – Insel Riems

Zeitschrift: Archives of Virology 2017: 162 (3); 775-786

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4828



Dokument 257Titel: Unterschiedliche Genexpressionsmuster im Alzheimer-Maus Tiermodell, aufgedeckt durch neuartige proteinspezifische Antikörper gegen Amyloid-Vorstufen
Hintergrund: Versuch der Erklärung, warum verschiedene etablierte Alzheimer-"Tiermodelle" unterschiedliche Genaktivitäten besitzen und Verbesserung dieser "Tiermodelle" durch Entwicklung eines spezifischeren Antikörpers gegen ein bei Alzheimer-Patienten vorkommendes menschliches Protein.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Mäuse und Ratten, Hirnschnitte von Mäusen, Hirnschnitte der Tierarten Huhn, Katze, Affe (Meerkatze), Meerschweinchen, Schwein, Kaninchen und Hund)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden unter deutscher Federführung in Italien durchgeführt. Ein Teil der Mäuse bzw. deren Vorfahren stammen vom Jackson Labor und von Novartis, die Herkunft der anderen Tiere wird nicht erwähnt. Für diese Studie in der Alzheimer-Forschung werden 3 verschiedene genmanipulierte Mäuselinien und Tiere einer genmanipulierten Rattenlinie genutzt, die als typische "Tiermodelle" für Alzheimer gelten. Die Mäuse sind zwischen 7 und 19 Monate, die Ratten 18 Monate alt. Die narkotisierten Mäuse werden in einen Rahmen gespannt und ihnen werden die Schädeldecke und Hirnrinde aufgeschnitten. Anschließend wird ein starrer Stab, der über einen pneumatischen Kolben angetrieben wird, in einem bestimmten Winkel und mit einer bestimmten Geschwindigkeit 1 mm ins Gehirn gerammt. Schädeldecke und Kopfhaut werden danach wieder verschlossen.

24 Stunden später werden die Mäuse erneut in Narkose gelegt und getötet, indem sie zunächst eine Phosphatsalzlösung, kurz danach kaltes Formaldehyd direkt ins Herz gespritzt bekommen. Die Gehirne werden entfernt um sie weiter zu untersuchen.

Die in dieser Studie zum Nachweis eines bestimmten menschlichen Eiweißes benötigten Antikörper werden gewonnen, indem man das entsprechende Eiweiß Ratten unter die Haut oder in die Bauchhöhle spritzt. Dies wird 6 Wochen später wiederholt, bevor wiederum 3 Tage später die Milz der Tiere für die Gewinnung der Antikörper entnommen wird. Wie die Ratten getötet werden, wird nicht erwähnt.

Zum mikroskopischen Vergleich werden Hirnschnitte der Tierarten Maus, Huhn, Katze, Affe (Meerkatze), Meerschweinchen, Schwein, Kaninchen und Hund herangezogen.

Die Studie wird gefördert durch: National Institute on Aging Arizona, Arizona Department of Health Services, Arizona Biomedical Research Commission, Michael J. Fox Foundation for Parkinson´s Research, Institute for Advanced Study (TUM München), Deutsche Forschungsgemeinschaft, Alzheimer Forschungsinitiative e.V., Breuer Stiftung, IWT, Neurodegenerative Disease Joint Programme

Bereich: Hirnforschung, Alzheimer-Forschung, Neuropathologie

Originaltitel: Differential transgene expression patterns in Alzheimer mouse models revealed by novel human amyloid precursor protein-specific antibodies

Autoren: Corinna Höfling (1), Markus Morawski (1), Ulrike Zeitschel (1), Elisa R. Zanier (2), Katrin Moschke (3), Alperen Serdaroglu (4,5), Fabio Canneva (6), Stephan von Hörsten (6), Maria-Grazia De Simoni (2), Gianluigi Forloni (2), Carsten Jäger (1), Elisabeth Kremmer (7), Steffen Roßner (1)*, Stefan F. Lichtenthaler (3,4,8,9), Peer-Hendrik Kuhn (3,4,5,8)

Institute: (1) Paul Flechsig Institut für Hirnforschung, Universität Leipzig, Liebigstr. 19, 04103 Leipzig, (2) Department of Neuroscience, IRCCS, Institutio di Ricerche Farmacologiche Mario Negri, Milano, Italy, (3) Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), München, (4) Institute for Advanced Study, Technische Universität München, Garching bei München, (5) Institut für Pathologie und Pathologische Anatomie, Technische Universität München, München, (6) Experimentell-Therapeutische Abteilung, Präklinische Experimentelles Tierzentrum (PETZ), Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen, (7) Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Institut für Molekulare Immunologie, München, (8) Neuroproteomik, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München, (9) Munich Cluster for Systems Neurology (SyNergy), München

Zeitschrift: Aging Cell 2016: 15; 953-963

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4827



Dokument 258Titel: Wirksamkeit der DL-Methionin-Hydroxyanalog-freien Säure im Vergleich zu DL-Methionin bei heranwachsenden männlichen weißen Pekingenten
Hintergrund: Die Untersuchung des Einflusses der Aminosäure Methionin auf die Mast von Pekingenten.
Tiere: 580 Enten (Weiße Pekingenten)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde in Sachsen-Anhalt genehmigt. Die Tiere stammen aus der Duck-Tec Brüterei GmbH, Belzig in Deutschland. Die einen Tag alten Enten werden in 12 Gruppen eingeteilt, die Aminosäure Methionin oder ein Äquivalent unters Futter gemischt bekommen. Die Tiere werden in 58 Käfige aufgeteilt, die eine Größe von 2,4 Quadratmetern haben und jeweils 10 Tiere beherbergen. Eine Kontrollgruppe bekommt Futter ohne einen Methioninzusatz. Nun wird 21 Tage lang die Körpergewichtsentwicklung beobachtet. Enten, denen die Kontrolldiät ohne Methioninzusatz gefüttert wird, haben das niedrigste endgültige Körpergewicht, die geringste tägliche Körpergewichtszunahme und Futteraufnahme im Vergleich zu den anderen allen Gruppen. Die Ergänzung von Methionin erhöht das endgültige Körpergewicht und die täglichen Körpergewichtszunahmen. Das Methionin und das Methioninäquivalent zeigen die gleiche Wirkung. Das weitere Schicksal der Tiere ist nicht angegeben.

Bereich: Tierernährung, Tierzucht, Veterinärphysiologie

Originaltitel: Efficacy of DL-methionine hydroxy analogue-free acid in comparison to DL-methionine in growing male white Pekin ducks

Autoren: H. Kluge (1), D.K. Gessner (2), E. Herzog (3), K. Eder (2)*

Institute: (1) Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, Martin–Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle, (2) Institut Für Tierernährung und Ernährungsphysiologie, Justus-Liebig-Universität Gießen, 35392 Gießen, (3) Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II, Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen

Zeitschrift: Poultry Science 2016: 95(3); 590-594

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4826



Dokument 259Titel: Charakterisierung tuberkulöser Granulome in verschiedenen Stadien der Progression und des dazugehörigen tertiären lymphatischen Gewebes bei Ziegen, die experimentell mit Mycobacterium avium subsp. Hominismus infiziert wurden
Hintergrund: Der Erreger Mycobacterium avium subsp. hominissuis und seine Infektion bei Ziegen soll als "Vergleichsmodell" für die Lungentuberkulose beim Menschen dienen, da der Krankheitserreger ähnliche Symptome wie dieser Krankheit verursacht. Es sollen neue Erkenntnisse über die Gewebeschädigung in Darm und Lymphknoten gewonnen werden, die bei dieser Infektion auftreten.
Tiere: 24 Ziegen (Thüringer Waldziege)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Genehmigungsbehörde in Thüringen genehmigt. 18 Ziegenjunge in einem Alter von 10-21 Tagen bekommen 10-mal alle 2-4 Tage den Erreger Mycobacterium avium subsp. hominismus gemischt mit Milchaustauscher in der Flasche verabreicht. 2-3 Monate nach der Infektion sterben zwei Tiere spontan und sieben Tiere müssen aufgrund ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes getötet werden. Sie haben hohes Fieber, leiden an Gewichtsverlust und sind apathisch. Die übrigen 9 Tiere haben zwei Monate nach der Infektion leichtes Fieber und gesundheitliche Beeinträchtigungen, erholen sich aber wieder. 13 Monate nach der Infektion werden sie getötet und ihre Gewebe untersucht. Die Tötungsmethode wird nicht weiter erläutert. Es werden schwerwiegende Veränderungen (Granulomas) vor allem der Darmlymphknoten gefunden.

Bereich: Infektionsforschung, Immunologie, Bakteriologie

Originaltitel: Characterization of tuberculous granulomas in different stages of progression and associated tertiary lymphoid tissue in goats experimentally infected with Mycobacterium avium subsp. hominissuis

Autoren: Jan Schinköthe (1), Heike Köhler (2), Elisabeth M. Liebler-Tenorio (2)*

Institute: (1) Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Greifswald, (2) Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Naumburger Str. 96 a, 07743 Jena

Zeitschrift: Comparative Immunology, Microbiology and Infectious Diseases 2016: 47; 41-51

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4825



Dokument 260Titel: Verfeinerung der humanen T-Zell-Immuntherapie der Cytomegalievirus-Erkrankung: ein Mausmodell mit "humanisierter" Antigenpräsentation als neues präklinisches Studienwerkzeug
Hintergrund: Die Wirksamkeit von T-Zell-Immuntherapien zur Behandlung einer Virusinfektion beim Menschen soll erforscht werden.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: T-Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und dienen der Immunabwehr. Sie sollen genutzt werden, um Immunschwächen zu behandeln: Die Studie beschäftigt sich mit der Erforschung der Cytomegalovirus (CMV)-Infektion beim Menschen und ihren gesundheitlichen Auswirkungen, wie der Zerstörung von Organen. Das Virus kommt oft bei einer Schwäche des Immunsystems nach der Behandlung von Blutkrebs durch eine Zelltransplantation vor. Es werden transgene Mäuse verwendet, die durch Genmanipulation einen Defekt ihrer Immunzellen haben. Die Tiere werden mit 2 Gy Strahlen Ganzkörper bestrahlt, was eine weitere starke Schädigung des Immunsystems bewirkt. Den Tieren werden menschliche T-Zellen in eine Vene injiziert. Das geschädigte Immunsystem greift die fremden Zellen nicht an. Dann werden die Mäuse mit dem menschlichen Virus mCMV-NLV infiziert. Bei Mäusen, die zuvor nicht mit den T-Zellen behandelt worden sind, werden die Organe der Tiere komplett vom Virus zerstört und führen zum Tod. Überlebende Mäuse werden nach einer nicht genannten Zeit getötet. Die Organe der Tiere werden entnommen und ihr Gewebe wird untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Clinical Research Group KFO 183 unterstützt.

Bereich: Infektionsforschung, Immunologie, Virologie

Originaltitel: Refining human T-cell immunotherapy of cytomegalovirus disease: a mouse model with "humanized" antigen presentation as a new preclinical study tool

Autoren: Niels A.W. Lemmermann, Matthias J. Reddehase*

Institute: Institut für Virologie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Hochhaus am Augustusplatz, Obere Zahlbacher Str. 67, 55131 Mainz

Zeitschrift: Medical Microbiology and Immunology 2016: 205; 549-561

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4824



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