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Datenbank Tierversuche

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Dokument 621Titel: Re-Expression von N-Cadherin remyelinisierenden Schäden bei einer experimentellen entzündlichen Demyelinisierung
Hintergrund: Funktion eines bestimmten Moleküls bei der Heilung von künstlich geschädigten Nervenzellumhüllungen.
Tiere: 41 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Für die Versuche wird auf archiviertes Gewebematerial von in der Vergangenheit durchgeführten Tierversuchen zurückgegriffen (1998-2006). Die meisten der Autoren dieser Studie waren auch an den vergangenen Tierversuchen beteiligt. Die damaligen Versuche wurden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Da in der vorliegenden Arbeit bei keinem der Autoren Tübingen als Institut angegeben ist, ist anzunehmen, dass die Autoren im Laufe der Zeit ihren Forschungsstandort gewechselt haben.

Bei den Ratten wird eine experimentelle Autoimmun-Enzephalomyelitis ausgelöst, ein "Modell", das oft für die Multiple Sklerose-Forschung herangezogen wird, da es zu ähnlichen Symptomen kommt. Die Auslösung geschieht folgendermaßen: Den Ratten wird eine Mischung eines Eiweißes, das in den Umhüllungen (Myelin) von Nervenzellen vorkommt, eine reizende Substanz aus Mineralöl (Freunds Adjuvans) und inaktivierten Tuberkulosebakterien in die Schwanzwurzel injiziert. Dadurch kommt es zu einer Reaktion des körpereigenen Immunsystems, das die Nervenumhüllungen des eigenen Körpers angreift und schädigt. Die Symptome der Tiere werden mittels eines Punkteschemas bewertet:

1. Schwanzlähmung

2. Hinterbeinschwäche

3. Lähmung der Hinterbeine

4. Lähmung aller Beine, sterbend oder tot.

20-120 Tage nach der Injektion werden die Ratten unter Narkose durch Injektion des Konservierungsmittels Formalin in die Blutbahn getötet. Ihre Gehirne werden in Scheiben geschnitten und auf Vorhandensein eines bestimmten Moleküls untersucht.

Bereich: Multiple-Sklerose-Forschung

Originaltitel: Re-expression of N-cadherin in remyelinating lesions of experimental inflammatory demyelination

Autoren: S. Hochmeister (1)*, M. Romauch (1), J. Bauer (2), T. Seifert-Held (1), R. Weissert (3), C. Linington (4), H.P. Hartung (5), F. Fazekas (1), M.K. Storch (1)

Institute: (1) Neurologische Klinik, Medizinische Hochschule Graz, Auenbruggerplatz 22, 8036 Graz, Österreich, (2) Hirnforschungsinstitut, Abteilung für Neuroimmunologie, Medizinische Hochschule Wien, Österreich, Neurologische Klinik Regensburg, (4) Division of Clinical Neurosciences, University of Glasgow, Großbritannien, (5) Neurologische Klinik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Zeitschrift: Experimental Neurology 2012: 237; 70-77

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4455



Dokument 622Titel: Die Auslösung von Fieber durch systemische Stimulation mit Makrophagen aktivierendem Lipopeptid-2 ist abhängig von TLR2, aber nicht CD-36
Hintergrund: Funktion bestimmter Entzündungsbotenstoffe bei Fieber.
Tiere: 264 Tiere verschiedener Arten (Mehr als 96 Mäuse und 168 Ratten)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden Knockout-Mäuse verwendet, denen durch Genmanipulation das Gen für einen bestimmten Entzündungsbotenstoff fehlt. Die Tiere werden über 9 Generationen mit nicht genmanipulierten Mäusen gekreuzt. Die männlichen Nachkommen in 9. Generation werden für die eigentlichen Experimente verwendet. Die Wild-Typ-Mäuse, d.h. nicht genmanipulierte Tiere, stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. Ebenso werden nicht genmanipulierte Ratten von Charles River verwendet. Die genmanipulierte Ratten stammen aus der institutseigenen Zucht der Universität Gießen. Den Tieren fehlt das Gen für einen anderen Entzündungsbotenstoff als der bei den Mäusen. Außerdem leiden sie an Bluthochdruck.

Bei allen Tieren wird zunächst unter Narkose ein Temperaturmessgerät in die Bauchhöhle eingepflanzt. Dieses überträgt drahtlos und ständig die Körpertemperatur an ein Empfängergerät. Danach werden die Tiere einzeln in so genannten Klimakammern gehalten, in denen Temperatur und Feuchtigkeit konstant gehalten werden. Außerdem werden Futter- und Wasseraufnahme registriert.

Gruppen von Mäusen erhalten nun Bestandteile von zwei verschiedenen Bakterien in die Bauchhöhle injiziert. Andere Gruppen erhalten zum Vergleich wirkungslose Substanzen gespritzt. Die Körpertemperatur wird mit Hilfe des Messgeräts kontrolliert. Je nach Gruppe kommt es zu Fieber. Bei einigen Mäusen je Gruppe wird unter Narkose eine Nadel ins Herz gestochen, um eine Blutprobe zu entnehmen. Ob die Tiere dabei getötet werden, wird nicht erwähnt.

Gruppen von Ratten erhalten ebenfalls die zwei verschiedenen Bakterienbestandteilen in die Bauchhöhle injiziert. Es kommt je nach Gruppe zu Fieberreaktionen. Bei einigen Ratten wird wie bei den Mäusen Blut aus dem Herzen entnommen. Andere Ratten werden unter Narkose durch Injektion von Formalin getötet, um das Gehirn herauszuschneiden und zu untersuchen. Bei weiteren Ratten wird unter Narkose eine Flüssigkeit in die Bauchhöhle injiziert. Nach 15 Minuten wird die Bauchhöhle aufgeschnitten, um die Flüssigkeit abzusaugen und darin befindliche aus der Bauchhöhle ausgespülte Entzündungszellen zu untersuchen.

Bereich: Immunologie

Originaltitel: Fever induction by systemic stimulation with macrophage-activating lipopeptide-2 depends upon TLR2 but not CD-36

Autoren: Janina Welsch (1), Thomas Hübschle (1), Jolanta Murgott (1), Carsten Kirschning (2), Christoph Rummel (1), Rüdiger Gerstberger (1), Joachim Roth (1)*

Institute: (1) Institut für Veterinär-Physiologie und –Biochemie, Justus-Liebig-Universität Gießen, Frankfurter Str. 100, 35392 Gießen, (2) Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Essen, Essen

Zeitschrift: Innate Immunity 2011: 18(3), 541-559

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4454



Dokument 623Titel: Callithrix jacchus) (Pränataler Stress beeinflusst den Fettstoffwechsel, der das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöht, bei der F1-, F2- und F3-Generation von Weißbüscheläffchen
Hintergrund: Auswirkung von Kortisongaben während der Schwangerschaft auf die Blutfettwerte bei den Nachkommen.
Tiere: 26 Affen (Mehr als 26 Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Im Deutschen Primatenzentrum Göttingen wird eine ungenannte Anzahl schwangerer Weißbüscheläffchen mit Kortison (Dexamethason) behandelt. Die Tiere erhalten das Medikament zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Schwangerschaft eine Woche lang täglich oral in Wasser aufgelöst. Fünf Töchter (F1- Generation) dieser Affen werden in das Institut für Physiologische Chemie der Universität Leipzig gebracht, wo sie jeweils mit einem männlichen Affen zusammen gebracht werden. Fünf Töchter (F2- Generation) dieser äffinnen werden aufgezogen und gebären 3 weitere Töchter (F3- Generation). Allen Affen der F1-, F2- und F3-Generation wird zu einem nicht genannten Zeitpunkt einmal eine Blutprobe entnommen, um die Cholesterinwerte zu messen. Zwölf Affen, die weder selbst noch deren Vorfahren Kortison bekommen haben, wird ebenfalls eine Blutprobe entnommen. Die Tiere deren Vorfahren Kortison bekommen haben, weisen erhöhte Blutfettwerte auf.

Bereich: Klinische Chemie, Labormedizin

Originaltitel: Prenatal stress programs lipid metabolism enhancing cardiovascular risk in the female F1, F2, and F3 generation in the primate model common marmoset

Autoren: Ulrike Buchwald (1,2), Daniel Teupser (2,3), Friederike Kuehnel (1,2), Jana Grohmann (1), Nancy Schmiedler (1), Nicola Beindorff (4), Christina Schlumbohm (5), Herbert Fuhrmann (1), Almuth Einspanier (1,2)

Institute: (1) Institut für Physiologische Chemie, Tiermedizinische Fakultät, Universität Leipzig, An den Tierkliniken 1, 04103 Leipzig, (2) LIFE – Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten, Universität Leipzig, (3) Institut für Labormedizin, Klinische Chemie und Molekulardiagnostik, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, (4) Abteilung für Reproduktionsbiologie, Deutsches Primatenzentrum Göttingen, (5) Labor für Klinische Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum Göttingen

Zeitschrift: Journal of Medical Primatology 2012: 41; 231-240

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4453



Dokument 624Titel: Verbesserte Regeneration peripherer Nerven durch eine extrakorporale Stoßwellentherapie bei der Ratte
Hintergrund: Behandlung von verletzten Nerven.
Tiere: 49 Ratten
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Ratten der Zuchtlinie Sprague-Dawley stammen aus der Tierversuchsanstalt Himberg, Österreich. Die Versuche wurden durch die Genehmigungsbehörde in Wien genehmigt. Bei 40 Ratten wird unter Narkose der Ischiasnerv chirurgisch freigelegt. Ein 8 mm langes Stück wird aus dem Nerv herausgeschnitten, um 180 Grad gedreht und an die gleiche Stelle wieder angenäht. Die Hälfte der Tiere erhält unmittelbar danach eine extrakorporale Stoßwellentherapie, eine Behandlungsmethode, die beim Menschen schon seit den 1980iger Jahren bei Nierensteinen und verschiedenen anderen Krankheitszuständen eingesetzt wird. Die andere Hälfte der Tiere bleibt unbehandelt. Neun Ratten werden einer Stoßwellentherapie unterzogen, ohne dass zuvor der Nerv operiert wurde. Bei den operierten Tieren ist das operierte Bein zunächst gelähmt. Die Tiere, die eine Behandlung erhalten haben, beginnen das Bein nach 21 Tagen wieder zu benutzen. Bei denen ohne Therapie dauert es 28 Tage. Zweimal wöchentlich wird der Gang der Ratten mittels eines Automaten beurteilt. Die Ratten müssen in einem Gerät laufen, wobei Schrittlänge, -breite und –intensität automatisch gemessen werden. Drei Wochen oder drei Monate nach der Operation wird jeweils die Hälfte der Tiere jeder Gruppe getötet, indem sie unter Narkose mit Formalin durchströmt werden.

Bereich: Traumatologie

Originaltitel: Improved rate of peripheral nerve regeneration induced by extracorporeal shock wave treatment in the rat

Autoren: Thomas Hausner (1,4)*, Kriztian Pajer (2), Gabriel Halat (1), Rudolf Hopf (1), Robert Schmidhammer (1,3), Heinz Redl (1), Antal Nogradi (1,2)

Institute: (1) Österreichischer Cluster für Geweberegeneration und Ludwig-Boltzmann-Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie, Forschungszentrum für Traumatologie, Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, Donauschlingenstr. 13, 1200 Wien,. Österreich, (2) Department of Ophthalmology, University of Szeged, Szeged, Ungarn, (3) MILESI Zentrum für periphere Nervenchirurgie, Private Klinik Wien, Wien, Österreich, (4) Abteilung für Traumachirurgie und Sporttraumatologie, Medizinische Paracelsus Hochschule , Salzburg, Österreich

Zeitschrift: Experimental Neurology 2012: 236, 363-370

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4452



Dokument 625Titel: Die ß5i-Untereinheit des Immunoproteasom führt zu einer verminderten Th2-Reaktion bei akutem Asthma, das durch OVA hervorgerufen wurde
Hintergrund: Rolle eines Proteins bei künstlich ausgelöstem Asthma.
Tiere: 62 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Gießen genehmigt. Mäuse der Zuchtlinie C57BL/6 (Wildtyp) stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Genmanipulierte Mäuse werden vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin bereitgestellt. Diesen Mäusen fehlt das Gen für einen bestimmten Teil eines Proteins, das in der Zelle vorkommt und bei der Entwicklung von allergischen Reaktionen eine Rolle spielen soll. Für die Experimente werden jeweils einige Wildtyp- und einige genmanipulierte Mäuse verwendet. Bei den Tieren wird ein bestimmtes Eiweiß in die Bauchhöhle injiziert wird. Die Injektion wird nach 14 und 21 Tagen wiederholt. Vom 26. bis 33. Tag nach der ersten Injektion wird das Eiweiß den Tieren täglich in die Nase gesprüht. Sie erhalten dazu eine leichte Betäubung. Außerdem werden den Mäusen viermal Knochenmarkszellen in die Bauchhöhle injiziert. Die Herkunft der Knochenmarkszellen wird nicht genannt. Durch die wiederholten Gaben des Eiweißes wird eine Immunreaktion ausgelöst, deren Symptome ähnlich denen des menschlichen akuten Asthmas sind. Einen Tag nach der letzten Eiweißgabe werden die Mäuse auf nicht genannte Weise getötet. Ihre Lungen werden mit einer Spülflüssigkeit gespült, um Immunzellen darin zu untersuchen. Außerdem werden die Lungen und Milzen zur Untersuchung herausgeschnitten.

In einem anderen Versuch wird eine Asthma-Reaktion durch Hausstaubmilben hervorgerufen. Die Milben werden den Mäusen drei Wochen lang einmal wöchentlich in die Nase gesprüht. Zwei Tage danach werden die Mäuse getötet, um Untersuchungen wie oben beschrieben, vorzunehmen.

Bereich: Asthmaforschung

Originaltitel: ß5i subunit deficiency of the immunoproteasome leads to reduced Th2 response in OVA induced acute asthma

Autoren: Anton Volkov (1), Stefanie Hagner (2), Stephan Löser (1), Safa Alnahas (1), Hartmann Raifer (1), Anne Hellhund (1), Holger Garn (2), Ulrich Steinhoff (1)*

Institute: (1) Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Philipps-Universität Marburg, Hans-Meerwein-Str. 2, 35032 Marburg, Institut für Labormedizin und Pathobiochemie, Philipps-Universität Marburg, Marburg

Zeitschrift: PLOS One 2013: 8 (4), e60565

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4451



Dokument 626Titel: Dynamik der Signale der Augenposition im dorsalen visuellen System
Hintergrund: Hirnströme bei ruckartigen Augebewegungen.
Tiere: 2 Affen (Makakenaffen (ohne Nennung der Art))
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Der Ort der Versuche ist unklar, möglicherweise Marburg. Bei zwei Affen einer Makakenart (M1 und M2) werden ein Kopfhalter und eine Elektrodenkammer auf dem Schädeldach dauerhaft angebracht. Üblicherweise werden diese mit Schrauben und Zahnzement am Schädelknochen verankert. Außerdem werden zwei Metallspulen, in die Bindehaut der Augen eingebracht, mit denen die Augenbewegungen gemessen werden können. Die Tiere werden durch Durst "trainiert", eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Bei "richtigem" Verhalten, bekommt das Tier etwas Flüssigkeit. Bei den Versuchen sitzen die Affen in einem Primatenstuhl, der Kopf wird an dem Haltebolzen unbeweglich angeschraubt. Der Affe muss mit den Augen auf einen Punkt in der Mitte eines Bildschirms starren. Wenn ein zweiter Punkt auftaucht, muss er seinen Blick ruckartig dorthin wenden und diesen Punkt anstarren. In einem anderen Versuch muss der Affe seinen Blick zwischen den beiden Punkten hin und her bewegen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: National Health and Medical Research Council of Australia, National Institutes of Health USA, Pew Charitable Trusts, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Human Frontiers Science Program und die EU.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Dynamics of eye-position signals in the dorsal visual system

Autoren: Adam P. Morris (1)*, Michael Kubischik (2), Klaus-Peter Hoffmann (2), Bart Krekelberg (1), Frank Bremmer (3)

Institute: (1) Center for Molecular and Behavioral Neuroscience, Rutgers University, Newark, USA, (2) Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, 4470 Bochum, (3) Institut für Neurophysik, Philipps-Universität Marburg, 35032 Marburg

Zeitschrift: Current Biology 2012: 22(3), 173-179

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4450



Dokument 627Titel: Kodierung von Bewegung in nahen Raum außerhalb der Person im Hirnbereich VIP beim Primaten
Hintergrund: Forschungen am Affenhirn zur Wahrnehmung von Bewegungen.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Bei zwei Rhesusaffen werden ein Kopfhalter und eine Elektrodenkammer auf dem Schädeldach dauerhaft angebracht. Üblicherweise werden diese mit Schrauben und Zahnzement am Schädelknochen verankert. Außerdem werden zwei Metallspulen, in die Bindehaut der Augen eingebracht, mit denen die Augenbewegungen gemessen werden können. Die Tiere werden durch Durst "trainiert", eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Bei "richtigem" Verhalten, bekommt das Tier etwas Flüssigkeit. Bei den Versuchen sitzen die Affen in einem Primatenstuhl, der Kopf wird an dem Haltebolzen unbeweglich angeschraubt. Der Affe muss mit den Augen auf einen Punkt in der Mitte eines Bildschirms starren. Neben dem Punkt tauchen in unterschiedlichem Abstand viele, sich bewegende Punkte auf. Der Affe darf den Blick nicht von dem Mittelpunkt wegbewegen. Durch die Elektrodenkammer werden Elektroden durch ein Bohrloch im Schädel in einen bestimmten Hirnbereich eingelassen, wo die Nervenströme gemessen werden. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Sehforschung

Originaltitel: Encoding of movement in near extrapersonal space in primate area VIP

Autoren: Frank Bremmer (1)*, Anja Schlack (2), Andre Kaminiarz (1), Klaus-Peter Hoffmann (1,2)

Institute: (1) Institut für Neurophysik, Philipps-Universität Marburg, Renthof 7, 35032 Marburg, (2) Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, Bochum

Zeitschrift: Frontiers in Behavioral Neuroscience 2013: 7, doi:10.3389/fnbeh.2013.00008

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4449



Dokument 628Titel: Lebenslange eingeschränkte Kalorienaufnahme verbessert das Gedächtnis bei Mäusen
Hintergrund: Es ist bekannt, dass Hunger bei verschiedenen Tierarten lebensverlängernd wirkt. Hier werden die Auswirkungen von Hunger auf die Motorik und das Gedächtnis untersucht. Das Ergebnis: Mäuse, die lebenslang nur 60% der normalen Futtermenge aufnehmen, sind kleiner, haben dichteres Fell, weniger graue Haare, die Sterblichkeit ist geringer, eine schlechtere Motorik, sie sind ängstlicher und haben ein besseres Gedächtnis. Dies gilt aber nur bei lebenslangem Hunger. Setzt der Hunger später ein, hat dies keine Auswirkungen.
Tiere: 70 Mäuse
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Wiga, Sulzfeld. Ab einem Alter von 4 Wochen werden die Mäuse in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhält Futter ad libitum, d.h. die Tiere können so viel Nahrung aufnehmen wie sie möchten. Die zweite Gruppe erhält nur 60% des Futters, das ihre Altersgenossen essen. Nach 4, 20 oder 74 Wochen werden bei beiden Gruppen verschiedene Verhaltens- und Gedächtnistests durchgeführt:

- Test zur Motorik, Koordination und Balance: Eine Maus wird auf eine sich immer schneller drehende Stange gesetzt. Es wird die Zeit gemessen, bis sie sich nicht mehr halten kann und herunterfällt.

- Angstverhalten: Eine Maus wird in die hell erleuchtete Mitte einer 50x50 cm großen Kiste gesetzt. Es wird registriert, ob sie sich eher in der Angst einflößenden Mitte oder eher an den schützenden Wänden aufhält.

- Angstverhalten: Eine Maus wird in die Mitte eines plus-förmigen Irrgartens gesetzt. Zwei Arme sind oben abgedeckt, die beiden anderen oben offen. Es wird verfolgt, ob sich die Maus lieber in den schützenden abgedeckten Armen oder in den Angst einflößenden offenen Armen aufhält.

- Gedächtnistest: Eine Maus wird in ein Wasserbassin gesetzt. An einer Stelle befindet sich eine Plexiglasplattform unterhalb der Wasseroberfläche. Findet die Maus die Plattform nicht selbst, wird sie nach 60 Sekunden dort hin geführt. Dieser Test wird an 4 Tagen wiederholt, damit die Maus die Position der Plattform lernt. Am 5. Tag wird die Plattform entfernt und es wird beobachtet, ob die Maus vermehrt an der Stelle schwimmt, wo zuvor die Plattform war. Nach Abschluss aller Tests werden die Mäuse getötet.

Bei einer weiteren Gruppe Mäuse wird mit der restriktiven Fütterung im Alter von 66 Wochen begonnen. Die Test und die Tötung erfolgen im Alter von 78 Wochen.

Die Arbeit wurde durch das FORUM-Programm der Universität Rostock unterstützt.

Bereich: Altersforschung

Originaltitel: Lifelong caloric restriction increases working memory in mice

Autoren: Angela Kuhla (1)*, Sophie Lange (2), Carsten Holzmann (3), Fabian Maass (2), Jana Petersen (2), Brigitte Vollmar (1), Andreas Wree (2)

Institute: (1) Institut für Experimentelle Chirurgie, Universität Rostock, Universitätsmedizin, Schillingallee 69a, 18057 Rostock, (2) Institut für Anatomie, Universität Rostock, (3) Institute für Medizinische Genetik, Universität Rostock

Zeitschrift: PLOS One 2013: 8(7), e68778

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4448



Dokument 629Titel: Wo war ich? Wo soll ich hingehen? Das räumliche Arbeitsgedächtnis in einem Irrgarten mit strahlenförmigen Armen bei einem Rattenmodell für die Depression
Hintergrund: Entwicklung eines Tests zur Beurteilung des räumlichen Gedächtnisses bei depressiven Ratten.
Tiere: 31 Ratten
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden durch das Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Es werden Ratten zweier Zuchtlinien verwendet, die über 72-74 Generationen im Zentralinstitut für Seelische Gesundheit gezüchtet worden sind. Eine Linie wurde auf "erlernte Hilflosigkeit" gezüchtet, die andere auf "nicht erlernte Hilflosigkeit". Für die Beurteilung der Hilflosigkeit wird folgender Test 15-mal durchgeführt: Eine Ratte wird in eine Kiste gesetzt. In unregelmäßigen Abständen wird die Bodenplatte 60 Sek. unter Strom gesetzt. Die Ratte kann den Strom beenden, indem sie einen Hebel drückt. Tiere, die den Zusammenhang zwischen Schmerz und Hebel nicht begreifen und den Stromstoß über sich ergehen lassen, gelten als "erlernt hilflos" und werden als "Modell" für die Depression beim Menschen verwendet. Ratten, die den Schmerz aktiv beenden, indem sie den Hebel drücken, gelten als "nicht erlernt hilflos", also nicht depressiv. Mit Ratten die besonders hilflos oder besonders nicht-hilflos sind, wird weitergezüchtet.

Für das eigentliche Experiment werden 15 "erlernt hilflose" und 16 "nicht erlernt hilflose" Ratten verwendet. Die Tiere erhalten zunächst weniger Nahrung, so dass sie nur noch 85% ihres Normalgewichts wiegen. Dann wird folgender Test täglich an 20 aufeinander folgenden Tagen durchgeführt: In die Mitte eines strahlenförmigen Irrgartens mit 8 je 50 cm langen Armen wird eine Ratte gesetzt. Am Ende jedes Arms befindet sich ein Napf mit einem Fruchtring als Belohnung. Die Ratte soll in alle 8 Arme laufen und sich die Fruchtringe holen. Am 3. Tag werden 4 der 8 Arme mit einer Tür verschlossen. Die Ratte wird in das Zentrum gesetzt und holt sich die Fruchtringe in den 4 offenen Armen. Dann wird die Ratte für 30 Sek. im Zentrum des Irrgartens eingesperrt. Anschließend werden alle 8 Arme geöffnet, aber nur in den vorher verschlossenen befinden sich noch Belohnungen. Es wird registriert ob die Ratte in schon besuchte Arme läuft oder ob sie sich daran erinnert, in welchen sie schon war. Läuft das Tier nur in die Arme mit dem Futter, wird das als gute räumliche Gedächtnisleistung gewertet. Der gleiche Versuch wird bei anderen Ratten mit einer Verzögerungszeit von 15 Minuten durchgeführt, d.h. es wird getestet, ob sich die Ratte nach dieser Zeit noch daran erinnert, wo sie schon war und wo sie noch hin muss. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Where have I been? Where should I go? Spatial working memory on a radial arm maze in a rat model of depression

Autoren: Sophie Helene Richter (1)*, Benjamin Zeuch (1), Katja Lankisch (1), Peter Gass (1), Daniel Durstewitz (2), Barbara Vollmayr (1)

Institute: (1) Forschungsgruppe Tiermodelle in der Psychiatrie, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim

Zeitschrift: PLOS ONE 2013: 8(4), e62458

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4447



Dokument 630Titel: Das Influenza-A-Virus H1N1 der Pandemie 2009, das eine Q136K-Mutation im Neuamidase-Gen aufweist, ist resistant gegenüber Zanamivir, aber zeigt eine reduzierte Fitness im Meerschweinchen-Übertragungsmodell
Hintergrund: Forschungen zur Übertragung der "Schweinegrippe".
Tiere: 8 Meerschweinchen
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Vier Meerschweinchen werden unter Narkose durch Einsprühen in die Nase mit "Schweinegrippeviren" infiziert. Bei den Viren handelt es sich um eine Mutation der H1N1-Influenza-A-Viren, die 2009 die "Schweinegrippe"-Pandemie auslösten. Die Mutation wird absichtlich hervorgerufen. Die vier Meerschweinchen werden mit vier gesunden Meerschweinchen zusammengebracht. Acht Tage lang wird alle zwei Tage unter Betäubung die Nase der Tiere ausgespült, um die Spülflüssigkeit auf Viren zu untersuchen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Virologie

Originaltitel: Pandemic 2009 H1N1 influenza A virus carrying a Q136K mutation in the neuramidase gene is resistant to zanamivir but exhibits reduced fitness in the guinea pig transmission model

Autoren: Michael M. Kaminski, Annette Ohnemus, Peter Staeheli, Dennis Rubbenstroh

Institute: Institut für Virologie, Universität Freiburg, Hermann-Herder-Str. 11, 79104 Freiburg

Zeitschrift: Journal of Virology 2013: 87(3), 1912-1915

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4446



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