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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4761Titel: Verminderte kutane Immunantwort bei Mäusen mit Thy-1-Mangel
Hintergrund: Untersuchung des Immungeschehens im Bereich der Haut
Tiere: 30 Mäuse (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Zunächst werden mit gentechnischen Methoden Mäuse produziert, die durch einen Gendefekt an einem Mangel eines bestimmten Zelloberflächenmoleküls leiden. (Für Details der Herstellung dieser Mäuse wird auf eine andere Arbeit verwiesen).

Für die Versuche werden Gruppen von Mäusen mit Gendefekt und Gruppen ihrer normalen Geschwister verwendet. Der Rücken der Mäuse wird geschoren und eine bestimmte Substanz aufgebracht (Sensibilisierung). Kommen die Tiere ein zweites Mal mit dieser Substanz in Berührung, - hier, indem sie auf die Ohren aufgestrichen wird - erfolgt eine Abwehrantwort des Körpers: die Ohren schwellen an. Die Dicke der Schwellung wird als Maß für die Abwehrantwort gemessen. Die Mäuse der Kontrollgruppe erhalten die Substanz auf die Ohren, ohne vorher sensibilisiert worden zu sein.

Bei einem weiteren Versuch werden Mäuse mit Milzzellen anderer Mäuse sensibilisiert, indem die Zellen unter die Rückenhaut gespritzt werden. Zur Auslösung der Immunantwort werden Milzzellen in die Ballen der Hinterfüße injiziert. Die Dicke der Ballenschwellung wird bestimmt.

Um eine Hautentzündung der Ohren bei Mäusen beurteilen zu können, werden die Ohren mit einer hautreizenden Substanz bestrichen. Die Dicke der resultierenden Schwellung wird 24 Stunden später gemessen. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Bereich: Immunologie

Originaltitel: Impaired cutaneous immune response in thy-1-deficient mice

Autoren: Stefan Beissert (1)* , Hai-Tao He (2), Anne-Odile Hueber (2), Annemarie C. Lellouch (2), Dieter Metze (1), Annette Mehling (1), Thomas A. Luger (1), Thomas Schwarz (1), Stephan Grabbe (1)

Institute: (1)* Abteilung für Dermatologie, Ludwig Boltzmann Institut für Zellbiologie und Immunbiologie der Haut, Universität Münster, 48149 Münster, und (2)Centre d'Immunologie, Institut National de la Santé: et de la Recherche Mé:dicale - Centre National de la Recherche Scientifique de Marseille Luminy, Marseille, Frankreich

Zeitschrift: The Journal of Immunology 1998: 161, 5296-5302

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 371



Dokument 4762Titel: Neuartige steroid-gekoppelte Konjugate von ?...? Aminosäuren und ihre antineoplastische Aktivität gegen das Noble Nb Prostatacarcinom-Modell bei Ratten
Hintergrund: Erforschung von medikamentösen Therapien von Prostatakrebs
Tiere: 48 Ratten (ca., Anzahl unklar)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten wird Prostatakrebs erzeugt, indem ihnen im Alter von 6-8 Wochen nach Kastration Prostatakrebszellen unter die Haut gepflanzt werden. Die Behandlung mit zwei neuen Substanzen in verschiedenen Dosierungen beginnt 3 Wochen nach der Krebszellentransplantation. Die Substanzen werden am 1., 7. und 21. Tag nach Beginn der Therapie in die Bauchhöhle injiziert. Eine Gruppe Kontrolltiere bleibt unbehandelt. Für eine positive Kontrolle werden andere Ratten kastriert und 9 Tage lang mit einem männlichen Geschlechtshormon behandelt. Am 10. Tag werden sie getötet und zum Vergleich mit den Versuchsgruppen das Gewicht der Prostata ermittelt. Die Ratten der Versuchsgruppen werden 4 Wochen nach Beginn der Behandlung getötet. Die Ratten selbst sowie ihre Prostatas werden gewogen. (Die neuen Substanzen hemmen in hoher Dosierung das Tumorwachstum, rufen jedoch einen erheblich Gewichtsverlust bei den Ratten hervor).

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Novel steroid-linked conjugates of 17ß-?N-?N'-(2-chloroethyl)-N'-nitroso?carbamoyl?amino acids and their antineoplastic activity against Noble Nb prostate carcinoma model in rats

Autoren: W. Tang (1), M.R. Schneider (2), G. Eisenbrand (1)*

Institute: (1)* Fachbereich Chemie, Abteilung für Lebensmittelchemie und Umwelttoxikologie, Universität Kaiserslautern, 67663 Kaiserslautern, und (2)Experimentelle Onkologie, Forschungslabor, Schering AG, 13342 Berlin

Zeitschrift: Anti-Cancer Drug Design 1998: 13, 815-824

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 370



Dokument 4763Titel: Unterschiedliche Pufferung des Blutdrucks durch das Renin-Angiotensin-System im wachen Hund
Hintergrund: Untersuchung des physiologischen Blutdruckregulationssystems
Tiere: 20 Hunde (Foxhounds)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: In Narkose wird die Bauchdecke der Hunde in der linken Flanke eingeschnitten, die Nierenarterie und die Hauptschlagader (Aorta) werden freigelegt. In die Aorta und eine Nierenvene werden Katheter (Plastikschläuche) implantiert. Bei 4 Hunden wird zusätzlich ein aufblasbare Manschette um die Aorta nahe der Niere gelegt. Verlängerungsschläuche aller Katheter und der Manschette werden unter der Haut bis zum Hals verlegt, wo sie nach außen treten. Die Tiere können sich nach der Operation mindestens 10 Tage erholen. Die folgenden Experimente werden am wachen Hund durchgeführt. Die Hunde werden trainiert, für die Versuche ruhig auf der Seite zu liegen. Über die verlängerten Katheter wird der Blutdruck gemessen. Bei den Hunden mit den Manschetten um die Aorta wird diese über den Verlängerungsschlauch aufgeblasen, wodurch es zu einem kontrollierten Abfall des Blutdrucks in der Niere kommt. Nach einer Stunde wird die Manschette wieder gelöst. Über die Katheter werden diverse Blutproben zur Untersuchung bestimmter Stoffe des Blutdruckregulationssystems genommen und die Blutdruck wird weiterhin gemessen.

Bei anderen Hunden werden verschiedene Substanzen über den Nierenvenenkatheter eingeleitet und Blutproben entnommen. In einem anderen Versuch erhalten einige Hunde eine natriumarme Diät. Wiederum werden Blutproben genommen und die körpereigenen Stoffe des Blutdruckregulationssystems untersucht. Insgesamt werden 68 verschiedene Experimente an den 20 Hunden durchgeführt. Am Ende aller Versuche werden die Tiere durch eine Überdosis eines Narkosemittels getötet.

Bereich: Physiologie

Originaltitel: Buffering of blood pressure variability by the renin-angiotensin system in the conscious dog

Autoren: Armin Just (1)* , Hartmut R.Kirchheim (1), Heimo Ehmke (1)

Institute: (1)* I. Physiologisches Institut, Rubrecht-Karls-Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg

Zeitschrift: Journal of Physiology 1998: 512, 583-593

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 369



Dokument 4764Titel: Durch Bestrahlung hervorgerufene Störung der Knochenheilung im Oberschenkelknochen der Ratte: Die Wirkung der Bestrahlungsdosis, -Sequenz und des Intervalls zwischen der Operation und der Bestrahlung
Hintergrund: Beeinflussung der Knochenheilung durch Röntgenstrahlung
Tiere: 100 Ratten (100-500, Anzahl nicht eindeutig)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Mit einem Zahnbohrer werden Löcher (1,2 mm Durchmesser) in beide Oberschenkelknochen von anästhesierten Ratten gebohrt. Die Haut bzw. darunterliegendes Gewebe werden vernäht. Die Ratten dürfen sich erholen. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten vor und nach der Operation werden beide Oberschenkelknochen der Ratten unter Anästhesie mit definierten Röntgendosen bestrahlt. Sechs bzw. 7 Wochen nach der Operation werden die Tiere durch eine Überdosis äther 'geopfert' und die Knochenheilung an der Bohrlochstelle unter

Bereich: Strahlenmedizin

Originaltitel: Radiation-induced impairment of bone healing in the rat femur: effects of radiation dose, sequence and interval between surgery and irradiation

Autoren: Michael Arnold (1), Paul Stas (1), Johann Kummermehr (1)* , Susanne Schultz-Hector (1), Klaus-Ruediger Trott (2)

Institute: (1)* Institut für Strahlenbiologie, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, 85764 Neuherberg, und (2)Department of Radiation Biology, St. Bartholomew's and the Royal London School of Medicine and Dentistry, Queen Mary & Westfield College, London, UK

Zeitschrift: Radiotherapy and Oncology 1998: 48, 259-265

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 368



Dokument 4765Titel: Eine gestörte osteoklastische Knochenresorption führt bei Mäusen mit Cathepsin-K-Mangel zu Osteopetrosis
Hintergrund: Entwicklung eines Modells für eine seltene erbliche Knochenstörung des Menschen
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(Anzahl unklar, Hunderte)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Mit gentechnischen Methoden wird ein Tiermodell für die seltene Erbkrankheit Pycnodysostose, bei der das Knochenwachstum gestört ist, produziert. Dazu wird in den Stammzellen von Mäuseembryos ein bestimmter Erbfaktor (Cathepsin-K-Gen) gezielt zerstört. Die Embryozellen werden dann in Zellen der Keimentwicklung von weiblichen Mäusen injiziert. Die Nachkommen dieser Mäuse haben den gewünschten Gendefekt, der mit gestörtem Knochenwachstum verbunden ist. Zahlreiche mutierte Mäuse werden getötet, um die Knochen zu untersuchen.

Bereich: Erbkrankheiten, Knochenkrankheiten, Gentechnologie

Originaltitel: Impaired osteoclastic bone resorption leads to osteopetrosis in cathepsin-K-deficient mice

Autoren: Paul Saftig (1)* , Ernst Hunziker (2), Olaf Wehmeyer (1), Sheila Jones (3), Alan Boyde (3), Winfried Rommelskirch (4), Jörg Detlev Moritz (5), Peter Schu (1), Kurt von Figura (1)

Institute: (1)* Zentrum Biochemie und Molekulare Zellbiologie, Abteilung Biochemie II, Universität Göttingen, 37073 Göttingen, (2)Universität Bern, M.E.Müller-Institut für Biomechanik, CH-Bern, (3)Department of Anatomy and Developmental Biology, University College London, UK, (4)Institut für Biochemie, Universität Jena, und (5)Zentrum Radiologie, Universität Göttingen

Zeitschrift: Proceedings of the National Academy of Science USA 1998: 95, 13453-13458

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 367



Dokument 4766Titel: Bedeutung des sensorischen Input des Nervus trigeminus auf das erneute Wachstum von hypoglossalen und facialen Motoneuronen nach einer Anastomose von N. hypoglossus und N. facialis bei Ratten
Hintergrund: Untersuchungen im Zusammenhang mit der Regeneration von Gesichtsnerven
Tiere: 18 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: [Bei menschlichen Patienten, bei denen der zum Gesicht ziehende Gehirnnerv (N. facialis, Gesichtsnerv) z.B. durch Unfall oder Tumoroperation geschädigt wurde, wird dieser mit einem anderen Gehirnnerv, der zur Zunge zieht (N. hypoglossus, Zungennerv) zusammengenäht, um die Regeneration des Gesichtsnerven zu gewährleisten und damit die Funktion der Gesichtsmuskulatur wiederherzustellen. In den Ratten-Experimenten wird dies simuliert.]

Bei Ratten wird unter Narkose der Gesichtsnerv und der Zungennerv durchtrennt und dann aneinander genäht. Bei einem Teil der Ratten wird zusätzlich ein am Auge entlangziehender Gehirnnerv (N. trigeminus) der einen oder der anderen Seite durchtrennt. Die Ratten werden 56 Tage lang beobachtet. Als Kriterium für die erfolgreiche Regeneration des Gesichtsnervs wird die Bewegung der Tasthaare herangezogen. Normalerweise stehen sie seitlich ab und werden rhythmisch bewegt. Nach der Operation hängen sie herab, begleitet von einem völligen Verlust der rhythmischen Bewegung. Erstes Aufrichten der Tasthaare signalisiert eine beginnende Wiederherstellung der Nerven. Am 56. Tag wird den Tieren in äthernarkose eine Markierungssubstanz in die Tasthaarmuskulatur gespritzt. Zwei Tage später werden die Tiere in Narkose getötet, indem sie durch das Herz mit Formalin durchströmt werden. Das Gehirn wird untersucht.

Bereich: Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Originaltitel: Significance of trigeminal sensory input on regrowth of hypoglossal and facial motoneurons after hypoglossal facial anastomosis in rats

Autoren: Michael Streppel (1)* , Anastas Popratiloff (1), Doychin N. Angelov (2), Orlando Guntinas-Lichius (1), Ralf D. Hilgers (3), Eberhard Stennert (1), Wolfram F. Neiss (2)

Institute: (1)Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie der Universität zu Köln, 50931 Köln, (2)Institut I für Anatomie und (3)Institut für medizinische Statistik und Epidemiologie der Universität Köln

Zeitschrift: Acta Otolaryngol (Stockh) 1998: 118, 790-796

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 366



Dokument 4767Titel: Die Herunterregulierung der Mineralokortikiod- und Glukokortikoid-Rezeptoren durch eine Antisense-Oligodeoxynucleotid-Behandlung vermag die räumliche Navigation bei Ratten nicht zu ändern
Hintergrund: Untersuchung bestimmter Strukturen im Gehirn im Zusammenhang mit der räumlichen Orientierung
Tiere: 68 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Für die Experimente werden Braune Norwegische Ratten verwendet, weil andere Autoren vermuten, daß sich farbige Ratten von weißen Ratten in der räumlichen Navigierungsfähigkeit unterscheiden. Ratten werden narkotisiert und mit dem Kopf in einem stereotaktischen Apparat eingespannt. Eine Kanüle (Hohlnadel aus Stahl) wird durch die Schädeldecke in einen bestimmten Bereich des Gehirns eingeführt und mit Schrauben und Dentalkleber am Schädel fixiert. An die Kanüle ist eine Minipumpe angeschlossen, die auf dem Rücken des Tieres unter die Haut gepflanzt wird. Die Wunde wird vernäht. Die Minipumpe pumpt nun kontinuierlich eine bestimmte Substanz (Antisense Oligodeoxynukleotid) in das Gehirn. Am 6. Tag werden die Ratten erneut narkotisiert und ihre Nebennieren entnommen. Einen Tag später werden die Tiere noch einmal narkotisiert und geköpft (dekapitiert). Das Blut wird zur Untersuchung aufgefangen und das Gehirn entfernt.

In einem anderen Versuchsaufbau werden die Ratten zur Beurteilung ihrer räumlichen Orientierung 4 Tage nach Implantation der Kanüle und der Minipumpe in einen Wasser-Irrgarten gesetzt. In einem Wasserbecken von 180 cm Durchmesser befindet sich eine kleine Plexiglas-Plattform von 10 cm Durchmesser. Sie liegt einen Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche und ist für die Tiere nicht sichtbar. Die Ratten müssen in dem Becken schwimmen, bis sie die Plattform gefunden haben (maximal 60 Sekunden, sonst wird das jeweilige Experiment abgebrochen). Anschließend wird die Plattform entfernt und die Ratten werden erneut für 60 Sekunden zum Schwimmen gezwungen. Mit einem computerisierten Spurenverfolgungssystem werden die Wege, die das Tier schwimmend in dem Becken zurücklegt, nachvollzogen und ausgewertet. Das Ende dieser Ratten wird nicht erwähnt, es ist aber anzunehmen, daß sie anschließend getötet werden.

Bereich: Pharmakologie, Hirnforschung

Originaltitel: Downregulation of brain mineralocorticoid and glucocorticoid receptor by antisense oligodeoxynucleotide treatment fails to alter spatial navigation in rats

Autoren: Mario Engelmann (1), Rainer Landgraf (1), Patrick Lörscher (1), Charlotte Conzelmann (1), Joseph C.Probst (1), Florian Holsboer (1), Johannes M.H.M.Reul (1)*

Institute: (1)* Max Planck Institut für Psychiatrie, 80804 München

Zeitschrift: European Journal of Pharmacology 1998: 361, 17-26

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 365



Dokument 4768Titel: Die Aktivierung des Dopamin-D3-Rezeptors moduliert die Nierenfunktion bei anästhesierten Ratten
Hintergrund: Wirkung von physiologischen Bedingungen (Dopamin-Rezeptor) auf die Nierenfunktion
Tiere: 26 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei anästhesierten Ratten wird ein Luftröhrenschnitt durchgeführt und beide Halsvenen sowie eine Halsschlagader und die Harnblase mit einem Katheter (dünner Plastikschlauch) versehen. Der Katheter in der Halsschlagader dient zur Blutentnahme und zur Blutdruckmessung. In die Venen werden je nach Versuchsgruppe verschiedene Substanzen in unterschiedlichen Dosierungen infundiert. Der Urin wird über den Blasenkatheter aufgefangen und untersucht. Für andere Versuche werden die Nieren und die Leber aus narkotisierten Ratten entfernt. Die Tiere wachen vermutlich aus der Narkose nicht mehr auf.

Bereich: Neurobiologie, Pharmakologie

Originaltitel: Dopamine D3 receptor activation modulates renal function in anesthetized rats

Autoren: Gerd Luippold (1)* , Eberhard Küster (1), Thomas O.Joos (2), Bernd Mühlbauer (1)

Institute: (1)Abteilung für Pharmakologie, Universität Tübingen, 72074 Tübingen, und (2)Abteilung für Zellbiologie, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen

Zeitschrift: Naunyn-Schmiedeberg's Archive of Pharmacology 1998: 358, 690-693

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 364



Dokument 4769Titel: änderungen in der Konzentration der Interferon regulierenden Faktor-1 mRNA nach vorübergehender Minderdurchblutung im Rattenhirn
Hintergrund: Beurteilung von Veränderungen im Gehirn bei Mangeldurchblutung
Tiere: 20 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten wird in Narkose eine 30-minütige Mangeldurchblutung des Vorderhirns bewirkt, indem 4 Arterien verschlossen werden. (Details der Operation werden nicht beschrieben). Nach der Mangeldurchblutung werden die Gefäße geöffnet und das Gehirn für 2, 4, 8, oder 24 Stunden wieder normal durchblutet. Am Ende der Experimente werden die Ratten erneut anästhesiert (d.h. zwischenzeitlich waren sie aus der Narkose erwacht!). Die Gehirne werden unter Narkose entfernt und untersucht.

Bereich: Neurologie, Hirnforschung

Originaltitel: Changes in interferon-regulatory factor-1 mRNA levels after transient ischemia in rat brain

Autoren: Wulf Paschen (1)* , Cornelia Gissel (1), Sonja Althausen (1), Jens Doutheil (1)

Institute: (1)* Abteilung für Experimentelle Neurologie, Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, 50931 Köln

Zeitschrift: NeuroReport 1998: 9, 3147-3151

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 363



Dokument 4770Titel: Prechallenge hoch neutralisierende Antikörper und langfristige Immun-Reaktivität gegen gp41 korreliert mit dem Schutz von Rhesusaffen vor einer produktiven SIV-Infektion oder Krankheitsausbruch
Hintergrund: Entwicklung eines AIDS-Impfstoffes
Tiere: 15 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: SIV, ein bei Affen vorkommendes, dem AIDS-Virus-ähnliches Virus wird in Zellkulturen vermehrt, bestimmte Teile des Virus werden herausgelöst und 3 verschiedene Impfstoffe hergestellt. Damit werden insgesamt 12 Rhesusaffen wiederholt geimpft. Nach 20 Wochen werden sie mit SIV infiziert. Drei Affen werden als Kontrolltiere infiziert, ohne vorher geimpft worden zu sein. Bei den Affen wird regelmäßig Blut abgenommen, das auf Virusvermehrung und Antikörperbildung untersucht wird. Bei den Kontrolltieren und einigen der geimpften Tieren kommt es zu AIDS-ähnlichen Symptomen. Fünf Affen versterben daran innerhalb von 18 Monaten nach der experimentellen Infektion. Es wird nicht erwähnt, was mit den überlebenden Affen geschieht.

Bereich: AIDS-Forschung, Impfstoffforschung

Originaltitel: Prechallenge high neutralizing antibodies and long-lasting immune reactivity to gp41 correlate with protection of rhesus monkeys against productive simian immunodeficiency virus infection or dsease development

Autoren: Harald Petry (1), Ulf Dittmer (1), David Jones (2), Graham Farrar (2), Helmut Wachter (3), Dietmar Fuchs (3), Thomas Nißlein (1), Elke Jurkiewicz (1), Gerhard Hunsmann (1), Christiane Stahl-Hennig (1), Wolfgang Lüke (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Virologie und Immunologie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, 37077 Göttingen, (2)Experimental Vaccine, Center for Applied Microbiology and Research, Salisbury, UK, und (3)Institut für Medizinische Chemie und Biochemie und Ludwig-Boltzmann-Institut für AIDS-Forschung, Universität Innsbruck, Österreich

Zeitschrift: Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes and Human Retrovirology 1998: 19, 441-450

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 362



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