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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1671Titel: Unterschiedliche Expression der Klasse-I-Moleküle des großen Histokompatibilitätskomplexes im Gehirn eines Neuweltaffen, dem Weißbüscheläffchen (Callithrix jacchus)
Hintergrund: Vorkommen bestimmter Gene im Affengehirn.
Tiere: 8 Affen (Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Weißbüscheläffchen stammen aus der Zucht des Deutschen Primatenzentrums. Zwei Affen erhalten täglich 39 Tage lang ein Immunsuppressivum oral verabreicht. Diese beiden Tiere sowie sechs weitere Affen werden durch Überdosis eines Narkosemittels getötet. Ihre Gehirne werden entfernt und für die eigentlichen Experimente verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Europäische Kommission unterstützt.

Bereich: Neuroimunologie, Molekularbiologie

Originaltitel: Differential expression of major histocompatibility complex class I molecules in the brain of a New World monkey, the common marmoset (Callithrix jacchus)

Autoren: Ulrike Rölleke (1,2), Gabriele Flügge (2,3), Stephanie Plehm (1), Christina Schlumbohm (2), Victor William Armstrong (4), Ralf Dressel (5), Barbara Uchanska-Ziegler (6), Andreas Ziegler (6), Eberhard Fuchs (2,3), Bolizar Czeh (2,3), Lutz Walter (1)*

Institute: (1) Abteilung für Primatengenetik, Deutsches Primatenzentrum, 37077 Göttingen, (2) Abteilung für Klinische Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (3) DFG Forschungszentrum für die Molekulare Physiologie des Gehirns (CMPB), (4) Abteilung für Klinische Chemie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (5) Institut für Zelluläre und Molekulare Immunologie, Universität Göttingen, (6) Institut für Immungenetik, Charite-Universitätsmedizin Berlin, Humboldt Universität Berlin

Zeitschrift: Journal of Neuroimmunology 2006: 176, 39-50

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3536



Dokument 1672Titel: mPer1- und mPer2-Mutantenmäuse zeigen normales räumliches und Kontex-Lernverhalten in standardisierten Tests für Hipoocampus-abhängiges Lernen
Hintergrund: Rolle zweier Gene für das Lernvermögen.
Tiere: 94 Mäuse
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse gezüchtet, denen durch eine Mutation ein bestimmtes Gen fehlt, das für die Regulierung des Tagesrhythmus wichtig ist. Einer zweiten Mäusezuchtlinie fehlt ein weiteres Tagesrhythmus-Gen. Außerdem werden "normale" Mäuse verwendet. Mit den Tieren werden Tests zum Lern- und Erinnerungsvermögen durchgeführt.

In einem Wasserbecken von 150 cm Durchmesser muss eine Maus schwimmen und eine 14x14 cm große Plattform finden, die sich an einer Stelle knapp unter der Wasseroberfläche befindet. Dieser Test wird sechsmal wiederholt. Das Verhalten der Maus wird mit einer Videokamera aufgezeichnet. Es wird bewertet, wie schnell die Maus die Plattform wiederfindet.

Im "Angstkonditionierungs-Test" wird eine Maus in eine Box gesetzt, wo sie einen Stromschlag über den Boden bekommt. Am nächsten Tag wird die Maus wieder in Box gesetzt und es wird beobachtet, inwieweit die Maus vor Angst erstarrt.

Eine Maus wird in ein "offenes Feld" gesetzt, eine weißen Plastikplatte von 150 cm Durchmesser und einem 35 cm hohen Plastikrand. Es wird registriert, ob sich die Maus eher am sicheren Rand oder in der offenen Mitte aufhält.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und NCCR "Neural Plasticity and Repair" unterstützt.

Bereich: Neurobiologie, Molekularbiologie

Originaltitel: mPer1 and mPer2 mutant mice show regular spatial and contextual learning in standardized tests for hippocamus-dependent learning

Autoren: M. Zueger (1), A. Urani (1), S. Chourbaji (1), C. Zacher (1), H.P. Lipp (2), U. Albrecht (3), R. Spanagel (1), D.P. Wolfer (2), P. Gass (1)*

Institute: (1) Zentralinstitut für Mentale Gesundheit Mannheim, Universität Heidelberg, 68159 Mannheim, (2) Institut für Anatomie, Universität Zürich-Irchel, Zürich, Schweiz, (3) Abteilung für Medizin, Institut für Biochemie, Universität Fribourg, Fribourg, Schweiz

Zeitschrift: Journal of Neural Transmission 2006: 113, 347-356

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3535



Dokument 1673Titel: Bei diabetischen Kaninchen wird die Expression von Leber-ENPP1 hervorgerufen
Hintergrund: Molekulare Veränderungen bei Kaninchen, die künstlich diabetisch gemacht wurden.
Tiere: 10 Kaninchen
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Kisslegg. Fünf Tieren wird eine Substanz in eine Vene injiziert, die gezielt die Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören. Als Folge bekommen die Kaninchen Diabetes. Die fünf anderen Kaninchen erhalten eine Kochsalzlösung injiziert und dienen als Kontrolle. Sieben Tage später werden die Tiere in Narkose gelegt und durch Ausbluten getötet.

Bereich: Diabetes-Forschung

Originaltitel: Hepatic ENPP1 expression is induced in diabetic rabbits

Autoren: Philipp Eller, Kathrin Hochegger, Andreas Wehinger, Ivan Tancevski, Wilfried Schgoer, Andreas Ritsch, Josef R. Patsch*

Institute: Innere Medizin, Abteilung Allgemeine Innere Medizin, Universitätsklinikum, 6020 Innsbruck, Österreich

Zeitschrift: Mammalian genome: official journal of the International Mammalian Genome Society 2006: 17 (8), 886-891

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3534



Dokument 1674Titel: Einfluss der Tondauer und der Zeit zwischen zwei Tönen auf die Fähigkeit eines Makaken zwischen Frequenzkonturen zu unterscheiden
Hintergrund: Hörvermögen des Affen
Tiere: 1 Affe (Javaneraffe)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Der Affe wurde bereits für mindestens zwei andere Studien zur Unterscheidung von Tönen verwendet. In einer Studie musste er mehr als 100.000 Mal zwischen Tönen unterscheiden, während gleichzeitig in der Hörrinde Hirnströme gemessen wurden. Dem Tier muss schon vor längerer Zeit über einem Bohrloch im Schädelknochen eine verschließbare Kammer für Elektroden montiert worden sein. Diese Vorrichtung wird für die vorliegende Arbeit nicht gebraucht.

Der Affe wird in einem Affenstuhl fixiert. Bei Erleuchten einer Lampe muss er einen Hebel berühren. Es werden verschiedene Töne vorgespielt. Bei einem Ton mit sinkender Frequenz muss er den Hebel innerhalb weniger Millisekunden loslassen. Dafür erhält er 0,2 ml Wasser, also etwa ein bis zwei Tropfen. Bei einem falschen Ton oder bei zu langsamen Reagieren, gibt es kein Wasser. Affen erhalten bei dieser Art der Versuche üblicherweise außerhalb der Versuche überhaupt nichts zu trinken, damit sie genügend durstig sind, um zu kooperieren.

Jede Sitzung dauert eine bis drei Stunden mit ein bis zwei kurzen Pausen. Die Autoren bemerken, dass der Affe trotz seiner Erfahrung von mehr als 200.000 Versuchen, viele Fehler macht, was sie auf die sehr anspruchsvolle Arbeit, die eine hohe Konzentration des Tieres erfordert, zurückführen.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Hörforschung, Neurobiologie

Originaltitel: Influence of tone duration and intertone interval on the discrimination of frequency contours in a macaque monkey

Autoren: Michael Brosch*, Elena Oshurkova, Cornelia Bucks, Henning Scheich

Institute: Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39118 Magdeburg

Zeitschrift: Neuroscience Letters 2006: 97-101

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3533



Dokument 1675Titel: Adhäsion von roten Blutkörperchen an Endothelzellen nach akutem Training: Unterschiede bei den roten Blutkörperchen bei jungen und alten Ratten
Hintergrund: Veränderte Eigenschaften der roten Blutkörperchen nach körperlicher Ertüchtigung.
Tiere: 56 Ratten
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Es werden junge (10 Wochen) und alte (30 Wochen) Ratten verwendet. An vier Tagen vor dem Experiment müssen die Tiere vier Minuten lang mit einer Geschwindigkeit von 4m/min in einem Laufrad laufen. Am Versuchstag müssen sie eine Stunde bei 20m/min laufen. Den Tieren wird unmittelbar vor und nach dem Laufen eine Blutprobe aus der Schwanzvene entnommen. Weitere Blutentnahmen erfolgen 24 und 48 Stunden später. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Physiologie

Originaltitel: Adhesion of erythrocytes to endothelial cells after acute exercise: Differences in red blood cells from juvenile and adult rats

Autoren: A. Temiz Artmann (1)*, M. Akhisaroglu (2), Z. Sercan (3), H. Resmi (4), B.M. Kayatekin (2), K. Yorukoglu (5), G. Kirkali (4)

Institute: (1) Abteilung für Zellbiophysik und Biotechnik, Fachhochschule Aachen, 52428 Jülich, (2) Department of Physiology, Dokuz Eylul University School of Medicine, Izmir, Türkei, (3) Department of Medical Biology, Dokuz Eylul University School of Medicine, Izmir, Türkei, (4) Department of Biochemistry, Dokuz Eylul University School of Medicine, Izmir, Türkei

Zeitschrift: Physiology Research 2006: 55, 381-388

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3532



Dokument 1676Titel: Funktionelle Wiederherstellung eines Systems für die Schwerkraftwahrnehmung während der Entwicklung bei einem Insekt (Gryllus bimaculatus
Hintergrund: Bei Grillen wächst das Sinnesorgan zur Schwerkraftwahrnehmung nach, wenn man es abschneidet.
Tiere: 120 Wirbellose (mindestens 120 Grillen)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Grillen stammen aus der Zucht des Zoologischen Instituts der Universität Karlsruhe. Den Tieren werden während ihrer Entwicklung von verschiedenen Larvenstadien bis zum fertigen Insekt mehrfach die Fortsätze am Hinterleib abgeschnitten. Die Fortsätze, in denen sich bei Grillen ein Sinnesorgan zur Schwerkraftwahrnehmung befindet, wachsen nach und werden nach der nächsten Häutung wieder abgeschnitten. Manchmal werden auch nur die Härchen an einem oder beiden Fortsätzen abrasiert. Das Abschneiden und Rasieren geschieht unter CO2-Betäubung. An den nachgewachsenen Fortsätzen werden die Härchen gezählt. Vor und nach jedem Abschneiden oder Abrasieren werden die Tiere am Brustkorb an einem Halter fixiert und in eine fluoreszierende Röhre gesteckt. Die Röhre mit der Grille wird in 30-Grad-Schritten 360 Grad um die Längsachse gedreht. Vor dem Tier liegt in der Röhre eine Styroporkugel. Es wird beobachtet, wie die Grille beim Drehen den Kopf bewegt. Da die Antennen der Grillen dabei stören, werden diese auch abgeschnitten. Das weitere Schicksal der Tiere ist nicht bekannt.

Die Arbeit wurde durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Weltraumforschung

Originaltitel: Functional regeneration of a gravity sensory system during development in an insect (Gryllus bimaculatus)

Autoren: Eberhard Horn*, Werner Föller

Institute: Gravitations-Physiology, Abteilung für Neurobiologie, Universität Ulm, 89081 Ulm

Zeitschrift: NeuroReport 2001: 12(12), 2685-2691

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3531



Dokument 1677Titel: Veränderte Anziehungskräfte beeinflussen den statischen Gleichgewichtsaugenreflex bei Fischen (Oreochromis mossambicus)
Hintergrund: Wirkung der Schwerkraft auf das Gleichgewichtssystem von Fischen.
Tiere: Fische (Anzahl unbekannt)(Mosambik-Maulbrüter (unbekannte Anzahl))
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Fische (Mosambik-Maulbrüter) werden in der Versuchstiereinrichtung der Universität Ulm gezüchtet. Die Jungtiere werden zu fünft in Schalen mit 25 ml Wasser oder zu zwölft in Miniaquarien mit 42 ml Wasser gehalten. Die Tiere werden bei zwei Space Shuttle Missionen (STS-55, 1993 und STS-84, 1997) ins All geschossen und nach 9 Tagen wieder zurück gebracht. Zeitgleich werden Fische auf der Erde 9 Tage lang unter verschiedenen Schwerkräften (1g, 1,4g, 2g, 2,5g, 3g) gehalten. Eine erhöhte Schwerkraft wird erreicht, indem die Gläser mit den Tieren zentrifugiert werden. In den Wochen danach wird sowohl bei den Fischen des Raumflugs als auch bei den auf der Erde gebliebenen Tieren das Gleichgewichtssystem getestet. Ein Fisch wird dazu mechanisch immobilisiert. Wie, wird nicht erwähnt. Dann wird der Fisch in 15-Grad-Schritten 360 Grad um seine Längsachse gedreht. Zwei auf seine Augen gerichtete Kameras filmen die Augenbewegungen des Fisches. Das weitere Schicksal der Fische wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützt.

Bereich: Weltraumforschung

Originaltitel: Altered gravitational forces affect the development of the static vestibuloocular reflex in fish (Oreochromis mossambicus)

Autoren: C. Sebastian, K. Esseling, E. Horn*

Institute: Gravitations-Physiology, Abteilung für Neurobiologie, Universität Ulm, 89081 Ulm

Zeitschrift: Journal of Neurobiology 2001, 46 (1): 59-72

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3530



Dokument 1678Titel: Neurophysiologische Langzeitmessungen im Weltraum: Experiment SCORPI und SCORPI-T
Hintergrund: Die Arbeit beschreibt die Vorbereitungen für Langzeit-Experimente in der Internationalen Space Station ISS. Ziel ist es, eine Vorrichtung zu bauen, in der monatelang Messungen an Skorpionen durchgeführt werden können, um zu erforschen, inwieweit sich die Schwerkraft auf den Biorhythmus dieser Tiere auswirkt. Ein erster, zwei Wochen langer Probeflug sollte 2005 im Russischen Satelliten FOTON-M2 stattfinden, um die Auswirkungen von Stress durch den Raketenabschuss, Logistik und Erdanziehungskraft auf die Skorpione zu untersuchen.
Tiere: Wirbellose (Anzahl unbekannt)(Skorpione (Anzahl unbekannt))
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: Es wird eine Vorrichtung gebaut, mit der an einem lebenden, unbetäubten, fast unbeweglich gemachten Skorpion mehrere Monate lang Messungen durchgeführt werden können. Scheren und Leib des Tieres werden mit Aluminiumklammern auf einer Platte fixiert. Der Schwanz wird mit einem Faden angebunden, damit das Tier die Instrumente nicht damit beschädigt. In einer anderen Testvorrichtung werden alle 8 Beine mit Klammern fixiert. Elektroden werden an Auge, Bein, Leib und Gehirn eingestochen, um Nerven-, Muskel- und Herzaktivitäten zu messen. Die Tiere können in diesem Zustand monatelang ohne Nahrung überleben.

Die Arbeit wurde durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützt.

Bereich: Weltraumforschung

Originaltitel: Neurophysiological long-term recordings in space: experiments Scorpi and Scorpi-T

Autoren: Michael Schmäh, Eberhard Horn

Institute: Gravitations-Physiology, Abteilung für Neurobiologie, Universität Ulm, 89081 Ulm

Zeitschrift: Gravitational and space biology bulletin: Publication of the American Society for Gravitational and Space Biology 2005: 18 (2), 95-96

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3529



Dokument 1679Titel: Erhöhte Schwerkraft beeinflusst die Aktivität der Ventralwurzel bei Kaulquappen (Xenopus laevis)
Hintergrund: Nervenaktivitäten bei Kaulquappen, die in erhöhter Schwerkraft aufgewachsen sind.
Tiere: 36 Frösche (mindestens 36 Kaulquappen des Afrikanischen Krallenfrosches)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Es werden Kaulquappen des Afrikanischen Krallenfrosches verwendet. Die Tiere wachsen in 25ml-Gläsern in totaler Dunkelheit und in erhöhter Schwerkraft (1g und 3g) auf. Es wird nicht erwähnt, wie diese erzeugt wird, vermutlich durch eine sich drehenden Zentrifuge. Nach 10 oder 11 Tagen wird die erhöhte Schwerkraft beendet. Die Tiere werden durch ein Gift gelähmt. Die Haut am Rücken wird teilweise entfernt. An zwei Stellen werden Elektroden in das Tier bis zu einem Nervenknoten eingeführt. Die Kaulquappe wird nun mit einem Mäuseschnurrhaar am Schwanz gereizt. Dadurch wird "fiktives Schwimmen" ausgelöst, d.h. die Kaulquappe will wegschwimmen, kann aber nicht, weil sie gelähmt ist. Die Nerven feuern, aber die Muskeln reagieren wegen der Lähmung nicht. Die Nervenaktivitäten werden mit Hilfe der eingestochenen Elektroden gemessen. Diese Prozedur wird 8 Tage lang mehrfach täglich wiederholt. Das weitere Schicksal der Kaulquappen wird nicht erwähnt.

Bereich: Weltraumforschung

Originaltitel: Hypergravity exposure affects ventral root activity in tadpoles (Xenopus laevis)

Autoren: Sybille Böser, Eberhard Horn

Institute: Gravitations-Physiology, Abteilung für Neurobiologie, Universität Ulm, 89081 Ulm

Zeitschrift: Journal of gravitational physiology: a journal of the International Society for Gravitational Physiology 2002, 9 (1): P209-210

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3528



Dokument 1680Titel: Audio-vokale Interaktion in der Pons des Hirnstammes während selbst-intiierter Laute beim Totenkopfäffchen
Hintergrund: Hirnströme während der Lautäußerung bei Totenkopfäffchen.
Tiere: 3 Affen (Totenkopfäffchen)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Totenkopfäffchen sind zum Zeitpunkt der Versuche drei Jahre alt. Zunächst wird ihnen unter Narkose ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine Kunststoff-Platte mit Stahlschrauben und Zahnzement auf dem Schädelknochen montiert. Nach einer Erholungszeit von vier Wochen werden die Tiere erneut narkotisiert. Nun werden Führungsröhren aus Metall mit Elektroden, ein batteriebetriebenes Antriebsgerät für die Elektroden sowie ein Übertragungsgerät auf der Platte befestigt. Die Konstruktion wird mit einer Plexiglaskappe abgedeckt.

Für die Versuche wird ein Affe in einen Affenstuhl geschnallt, eine Plexiglasvorrichtung, aus der nur der Kopf herausschaut. Die Elektroden werden mit Hilfe des Antriebsgerätes ein Stück in das Gehirn geschoben. Dann wird der Affe zusammen mit ein oder zwei Artgenossen in einen 2,4 x 0,8 x 0,8 m großen Käfig gesetzt. Andere Affen befinden sich in anderen Käfigen im gleichen Raum. Mit einer Videokamera wird die Kommunikation des Affen aufgezeichnet. Gleichzeitig erfolgen mittels des Übertragungsgerätes Hirnstrommessungen. Manchmal wird ein Rauschgeräusch abgespielt, so dass der Affe die Laute der Artgenossen nicht mehr hören kann. Nach 10-15 Minuten wird der Affe wieder aus dem Käfig genommen, die Führungsröhren und die Elektroden werden entnommen und durch neue ersetzt. Vermutlich geschieht dieses wieder im Affenstuhl. Diese Prozedur wird zweimal täglich durchgeführt. Schließlich werden die Tiere durch Überdosis eines Barbiturates getötet.

Die Arbeit wurde durch die deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Audio-vocal interaction in the pontine brainstem during self-initiated vocalization in the squirrel monkey

Autoren: Steffen R. Hage (1)*, Uwe Jürgens (1), Günter Ehret (2)

Institute: (1) Institut für Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum, 37077 Göttingen, (2) Institut für Neurobiologie, Universität Ulm, Ulm

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2006: 23, 3297-3308

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3527



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