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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4661Titel: Erhöhte basale Aktivität der Hypothalamo-Hypophysen-Nebennieren-Achse während der Trächtigkeit bei Ratten mit angezüchtetem besonders ängstlichem Verhalten
Hintergrund: Untersuchung des Einflußes der Trächtigkeit auf das angstbezogene Verhalten bei trächtigen Ratten
Tiere: 39 Ratten (Rattenweibchen)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den Ratten, die für dieses Experiment benutzt werden, wurde durch Selektion und Paarung besonders ängstlicher bzw. nicht-ängstlicher Tiere ein besonders angstgeprägtes bzw. nicht-ängstliches Verhalten angezüchtet. Im Alter von 10 Wochen werden die Ratten der 6.Generation mit sexuell erfahrenen Männchen gepaart. Eine stattgefundene Befruchtung wird anhand von Sperma im Vaginalsekret angenommen. Einige Tage vor Beginn der eigentlichen Experimente werden die Tiere betäubt. Die Halsvene wird freigelegt und ein Katheter (Plastikschlauch) bis in den rechten Herzvorhof vorgeschoben. Das andere Ende des Katheters wird unter der Haut fortgeleitet und in der hinteren Halsregion an die Oberfläche geführt. Die Ratten werden bis Versuchsende in Plexiglasboxen gehalten und sorgsam an die Prozedur der Blutabnahme gewöhnt, um den emotionalen Streß zu minimieren. Während des eigentlichen Experiments werden die Tiere in die Mitte eines Quadrates gesetzt, von dem zwei offene und zwei geschlossene Arme ausgehen. Die Ratten werden somit in eine Konfliktsituation zwischen Angst vor offenen Arealen und neugierigem Entdeckungstrieb getrieben. Die Zeit, die sie in einem der Arme und in dem Quadrat verbringen, wird gemessen. Ein weiterer Test besteht aus erzwungenem Schwimmen. Die Ratten werden dazu in ein tiefes abgedunkeltes Wasserbecken gesetzt, in dem sie sich 90 Sekunden lang über Wasser halten müssen. Das Verhalten (Kämpfen mit der Wasseroberfläche, Kratzen an den Wänden usw.) wird beobachtet. Danach werden sie mit einem Handtuch getrocknet und Blutproben nach 5, 15 und 50 Minuten entnommen. Am nächsten Tag werden die Tiere gewogen und Blutproben zur Hormonbestimmung entnommen. Am Ende der Versuche werden die Tiere durch ein überdosiertes Medikament getötet und die Trächtigkeit postmortem überprüft.

Bereich: Neuroendokrinologie

Originaltitel: Increased basal activity of the hypothalamo-pituitary-adrenal axis during pregnancy in rats bred for high anxiety-related behaviour

Autoren: Inga D.Neumann (1)*, Alexandra Wigger (1) , Gudrun Liebsch (1) , Florian Holsboer (1) , Rainer Landgraf (1)*

Institute: (1)*Max-Planck-Institut für Psychatrie, 80804 München

Zeitschrift: Psychoneuroendocrinology 1998: 23, 449-463

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 475



Dokument 4662Titel: Hat der Calcium-Kanal-Blocker Diltiazem eine günstige Auswirkung auf die durch Cyclosporin A verursachte Nierenschädigung bei der Ratte?
Hintergrund: Untersuchung des Einflusses eines Medikaments (Diltiazem) auf die nierenschädigende Wirkung von Cyclosporin A
Tiere: 24 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den Ratten wird eine von den beiden zu testenden Substanzen (Diltiazem bzw. Cyclosporin A), beide Substanzen oder nur eine ölige Lösung (Kontrollgruppe) verabreicht. Dabei variieren Dosis und Verabreichungszeitraum je nach Versuchsgruppe. Die Tiere werden schließlich intramuskulär anästhesiert und ein Katheter (Plastikschlauch) in die Schwanzvene und in die Harnblase gelegt. Eine Salzlösung mit Inulin wird infundiert, die Urinausscheidung kontinuierlich gemessen und Blut aus dem Venengeflecht hinter dem Augapfel entnommen. Am Ende der Versuche werden die Ratten durch Enthaupten getötet, die Organe entnommen und für weitere Untersuchungen schockgefroren.

Bereich: Pharmakologie, Toxikologie

Originaltitel: Is there a beneficial effect of the calcium channel blocker diltiazem on cyclosporine A nephrotoxicity in rats?

Autoren: U.D.Kuhn (1)*, A.Lupp (1) , E.Kostka (1) , A.Kühl (1) , A.Balogh (2) , G.Stein (3) , Ch.Fleck (1)

Institute: (1)*Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 07740 Jena, (2) Institut für Klinische Pharmakologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, und (3) Klinik für Innere Medizin der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zeitschrift: Experimental Toxicology and Pathology 1998: 50, 484-490

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 474



Dokument 4663Titel: MHC-Haplotyp abhängige Regulation der MOG-induzierten experimentellen, autoimmunen Enzephalitis bei Ratten
Hintergrund: Untersuchung im Zusammenhang mit einer absichtlich hervorgerufenen Hirnhautentzündung
Tiere: 174 Ratten (circa - Anzahl nicht eindeutig)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den 10-14 Wochen alten Ratten werden in Anästhesie unterschiedliche Dosen bestimmter Glykoproteine zusammen mit dem Erreger der Tuberkulose in die Haut des Schwanzes gespritzt. In den 10 folgenden Tagen werden die Tiere täglich von zwei unabhängigen Beobachtern hinsichtlich Erkrankungszeichen untersucht. Diese Erkrankungszeichen werden abhängig ihres Ausmaßes eingeteilt in Grad 1 (Schwäche des Schwanzes bzw. leichte Lähmung), Grad 2 (leichte Lähmung der Hinterpfoten), Grad 3 (stärkere Lähmung bis Bewegungsunfähigkeit), Grad 4 (komplette Lähmung aller vier Pfoten), Grad 5 (Siechtum und Tod). Ferner werden unter Betäubung die Leistenlymphknoten entfernt und untersucht. Auch Blutproben werden entnommen. Rückenmark und Gehirn werden nach Tötung der Ratten (nicht beschrieben) entnommen und histopathologisch untersucht.

Bereich: Neuroimmunologie, Neurologie

Originaltitel: MHC Haplotype-dependent regulation of MOG-induced EAE in rats

Autoren: Robert Weissert (1)*, Erik Wallström (1) , Marla K.Storch (2) , Andreas Steffert (3) , Jonny Lorentzen (1) , Hans Lassmann (2)

Institute: (1) Neuroimmunologische Abteilung, Zentrum für Molekularmedizin, Karolinski Hospital, Stockholm, Schweden, (2) Neurologisches Institut, Universität Wien, Österreich, und (3) Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried (* jetzt Abteilung für Neurologie, Universität Tübingen, 72076 Tübingen)

Zeitschrift: Journal of Clinical Investigation 1998: 102, 1265-1273

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 473



Dokument 4664Titel: Effekte einer traumatischen neocorticalen Läsion auf den zerebralen Metabolismus und die Genexpression bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung des Stoffwechsels von geschädigtem Hirngewebe
Tiere: 28 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert, neuromuskulär gelähmt und künstlich beatmet. Zur Blutabnahme, Blutdruckmessung und Infusion von Flüssigkeit werden Katheter (Plastikschläuche) in die Blutgefäße der Leiste gelegt. Verschiedene Elektroden, die an der rechten Seite des Schädels und an der Riechbahn angebracht werden, dienen zur Messung der Hirnströme bzw. der elektrophysiologischen Hirnaktivität. Mit Hilfe einer durch mit flüssigem Stickstoff gekühlten Sonde werden der Hirnrinde kleinere Verletzungen zugefügt. Nun wird die radioaktiv markierte Aminosäure Leucin intravenös verabreicht, deren Aktivität durch Blutabnahmen in fünfminütigem Abstand gemessen wird. Nach 1, 3 bzw. 6 Stunden werden die Tiere durch Schockgefrieren des Kopfes getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Effects of a traumatic neocortical lesion on cerebral metabolism and gene expression of rats

Autoren: Dirk M. Hermann (1)*, Günter Mies (1) , Konstatin-Alexander Hossmann (1)

Institute: (1)*Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, Abteilung für Experimentelle Neurologie, 50931 Köln

Zeitschrift: Neuroreport 1998: 9, 1917-1921

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 472



Dokument 4665Titel: Verhalten, Antworten auf physiologischen und neuroendokrinen Streß und unterschiedliche Sensitivität auf Diazepam bei zwei Wistar-Ratten-Rassen, die selektiv nach hohem und niedrig bezogenem Angstverhalten gezüchtet wurden
Hintergrund: Untersuchung der Reaktionen ängstlicher und nicht-ängstlicher Rattenrassen auf Streßsituationen
Tiere: 100 Ratten (mehr als 100 Tiere - Zahl unklar)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Aus Ratten, die hinsichtlich ihres Angstverhaltens durch einen speziellen Test ("Plus-Test") ausgewählt werden, werden mehrere Generationen von zwei Rattengruppen, eine sehr ängstliche und eine nicht-ängstliche, gezüchtet. Dieser "Plus-Test" besteht darin, daß die Ratten einzeln in die Mitte einer sich 73 cm über dem Boden befindliche Plattform gesetzt werden, von der vier Arme ausgehen. Zwei Arme sind ohne Seitenwände und offen und zwei Arme tunnelformig und am Ende geschlossen. Die offenen Arme werden durch eine weiße, die geschlossenen durch eine rote Glühbirne beleuchtet. Das Verhalten der Tiere, d.h. die Richtung, in die sie sich wenden, die Zeit, die sie in dem offenen oder geschlossenem Schenkel verbringen, etc. wird untersucht. In dem ersten Teilexperiment wird den Ratten 8 bis 9 Wochen nach ihrem ersten "Plus-Test" Valium durch eine Injektion in den Bauchraum verabreicht. Kontrolltiere erhalten ein einfache Lösung. Nach 30 Minuten werden sie erneut dem Testverfahren unterzogen. An den beiden folgenden Tagen werden die Valiuminjektionen wiederholt, die Ratten werden jedoch in ein tiefes Wasserbecken gesetzt und über 15 Minuten das Schwimmverhalten beobachtet. Manche Ratten kämpfen wild mit der Wasseroberfläche oder kratzen verzweifelt an der Tankwand, andere schwimmen oder lassen sich treiben. Anschließend werden sie mit einem Handtuch getrocknet und unter eine Wärmelampe gesetzt.

In einem weiteren Versuch werden die Ratten anästhesiert und ein Meßgerät zur Körpertemperatur- und Aktivitätsbestimmung in den Bauchraum implantiert. Nach der Operation werden sie in Plastikkäfigen gehalten, in denen sie zur Futtergewinnung einen Hebel betätigen müssen. Alle zwei Minuten wird ihre Körpertemperatur und ihre Aktivität gemessen. Nach 8 Tagen werden auch sie in dem "Plus-Test" getestet. Nach zwei weiteren Tagen werden sie für 10 Minuten in den Käfig von einem dominanten, aggressiven Rattenpärchen gesetzt. Das Verhalten hinsichtlich Angriff, Rückzug und Unterwerfungszeichen wird beobachtet.

In einem anderen Experiment werden den Ratten unter Betäubung Katheter (Plastikschläuche) in die Blutgefäße des Halses gelegt, bzw. bis in den rechten Herzvorhof geschoben. Das andere Ende des Katheters wird unter der Haut fortgeleitet und an der hinteren Halsregion an die Oberfläche geführt. Die Wunden werden mit Clips geschlossen und die Katheter mit einer Antibiotikalösung gespült. 5 Tage nach der Operation werden bestimmte Hormone im Blut nach leichtem emotionalen Streß bestimmt. Dazu werden die Ratten wieder in den "Plus-Test" gesetzt und beobachtet. An einem anderen Tag werden sie in das Wasserbecken gesetzt. Am darauffolgenden Tag wird vor dem Schwimmtest ein bestimmtes Hormon verabreicht. Zwischenzeitlich werden Blutproben entnommen. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben.

Bereich: Neuroendokrinologie, Psychopharmakologie

Originaltitel: Behavioral, physiological, and neuroendocrine stress responses and differential sensitivity to Diazepam in two Wistar rat lines selectively bred for high- and low-anxiety-related behavior

Autoren: Gudrun Liebsch (1) , Astrid C.E.Linthorst (1) , Inga D.Neumann (1) , Johannes M.H.M.Reul (1) , Florian Holsboer (1) , Rainer Landgraf (1)*

Institute: (1)*Max-Planck-Institut für Psychatrie, 80804 München

Zeitschrift: Neuropsychopharmacology 1998: 19, 381-396

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 471



Dokument 4666Titel: Wirkungen von antikonvulsiven Medikamenten auf das Pentylenetetrazol-Kindling und langfristige Potenzierung bei sich frei bewegenden Ratten
Hintergrund: Vergleich von krampfhemmenden Substanzen
Tiere: 197 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den Ratten wird alle 48 Stunden Pentylentetrazol in den Bauchraum gespritzt, insgesamt zehnmal. Pentylentetrazol ist ein Gift, das epileptische Anfälle hervoruft. Vor jeder Injektion wird ein krampfhemmendes Mittel (Diazepam, Phenytoin, Pentobarbital etc.) verabreicht, während Kontrolltieren lediglich eine Salzlösung appliziert wird. Vor den eigentlichen Experimenten werden die Tiere anästhesiert und in einer stereotaktischen Halteapparatur fixiert. Nun werden kleine Löcher in die Schädeldecke gebohrt und Meßelektroden im Gehirn angebracht, wobei die Elektroden durch Zahnzement am Schädelknochen befestigt werden. Kleinere Schrauben werden in den Knochen des Nasenbeins gedreht und an Silberdrähte angeschlossen (Bezugselektroden). 10 Tage nach dieser Operation beginnen die eigentlichen Experimente. Die Elektroden im Gehirn der Ratte werden dazu an externe Instrumente angeschlossen und elektrische Impulse in das Gehirn des Tieres geleitet, bzw. bioelektrische Reaktionen des Gehirns gemessen. Die Versuche dauern drei Tage. Testsubstanzen (siehe oben) werden verabreicht und weitere Messungen durchgeführt. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben.

Bereich: Pharmakologie, Epilepsieforschung

Originaltitel: Effects of anticonvulsive drugs on pentylenetetrazol kindling and long-term potentiation in freely moving rats

Autoren: Manfred Krug (1)*, Axel Becker (1) , Gisela Grecksch (1) , Axel Pfeiffer (1) , Renate Matthies (1) , Maria Wagner (1)

Institute: (1)*Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke Universität, 39120 Magdeburg

Zeitschrift: European Journal of Pharmacology 1998: 356, 179-187

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 470



Dokument 4667Titel: Expression von Tenaszin, Fibronectin und Laminin bei der Entstehung einer Leberfibrose bei der Ratte - eine vergleichende immunhistochemische Studie anhand von zwei Modellen der Leberschädigung
Hintergrund: Untersuchung bei künstlich hervorgerufenen Leberveränderungen
Tiere: 40 Ratten (circa)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei einem Teil der Ratten wird eine Leberfibrose (krankhafte Veränderung der Leber) durch Zusatz einer giftigen Substanz zum Trinkwasser, bei dem anderen Teil durch Verschluß des Gallengangs hervorgerufen. Dazu werden die Ratten anästhesiert, der Bauchraum geöffnet und der Gallengang zweifach ligiert (abgebunden). Kontrolltiere werden ohne Manipulation am Gallengang operiert. 1, 2, 3, 4, 8 oder 12 Wochen nach der Operation werden die Tiere durch Verbluten in leichter Narkose getötet. Die Leber wird herausgenommen und immunhistochemisch untersucht.

Bereich: Pathobiochemie, Pathologie

Originaltitel: Expression of tenascin, fibronectin, and laminin in rat liver fibrogenesis - a comparative immuno-histochemical study with two models of liver injury

Autoren: Experimental Toxicology and Pathology 1998: 50, 315-322

Institute: (1)*Institut für Pathobiochemie, 07740 Jena

Zeitschrift: Experimental Toxicology and Pathology 1998: 50, 315-322

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 469



Dokument 4668Titel: Das hepatorenale Syndrom: Renaler Aminosäuretransport in Ratten mit ligiertem Gallengang - der Einfluß der Behandlung mit Trijodthyronin oder Dexamethason auf die Verarbeitung der renalen Aminosäuren bei mit Aminosäuren belasteten Ratten
Hintergrund: Untersuchung im Zusammenhang mit Nieren- und Leberfunktion bei Ratten mit verschlossenem Gallengang
Tiere: 36 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die zwei Monate alten Ratten werden bei Standarddiät und freiem Zugang zu Wasser gehalten. Unter Anästhesie wird der Gallengang in seinem oberen Drittel verschlossen. Kontrolltieren wird auch der Bauchraum geöffnet, jedoch ohne Eingriff an den Gallengängen. Eine Woche später werden die Ratten erneut anästhesiert. Ein Katheter (Plastikschlauch) wird zur Verabreichung einer Inulinlösung in eine Schwanzvene gelegt, ein weiterer Katheter zur Urinsammlung in die Harnblase. Nun werden den Ratten verschiedene Aminosäuren intravenös verabreicht. Kontrolltiere erhalten lediglich eine Kochsalzlösung. In der Mitte und am Ende dieser Versuche wird Blut aus einem Venengeflecht hinter dem Auge entnommen und untersucht. Die Nierenfunktion wird anhand der Inulinkonzentration im Urin bestimmt. Ferner wird den Tieren drei Tage lang täglich ein Schilddrüsenhormon und ein Cortisol-Derivat verabreicht. Die Kontrolltiere erhalten wiederum nur die Salzlösung. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben.

Bereich: Pharmakologie, Toxikologie

Originaltitel: The hepato-renal syndrome: Renal amino acid transport in bile duct ligated rats (DL) - influence of treatment with triiodothyronine or dexamethasone on renal amino acid handling in amino acid loaded rats

Autoren: Ch.Fleck (1)*, Kristina Engelbert (1)

Institute: (1)*Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 07740 Jena

Zeitschrift: Experimental Toxicology and Pathology 1998: 50, 356-364

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 468



Dokument 4669Titel: Vitamin E und C bei der Prävention von durch Metall hervorgerufener Nierenschädigung in sich entwickelnden Ratten
Hintergrund: Untersuchung eines schützenden Effekts von Vitamin E und C auf die Nieren nach Verabreichung von Natriumchromat oder Thallium
Tiere: 120 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden unter standardisierten Bedingungen mit freiem Zugang zu Wasser gehalten. Unmittelbar nach der Geburt wird die Anzahl der Jungtiere auf sechs pro Wurf reduziert. Allen Tieren werden die Substanzen Natriumdichromat oder Thalliumsulfat mit oder ohne Vitamin E und C verabreicht. Das Ausmaß der Nierenschädigung wird anhand von Urinuntersuchungen bestimmt, wobei die Urination durch Druck auf die Blase bzw. leichte Reizung des Bauchfells unterstützt wird. Am Ende werden die Ratten betäubt und enthauptet. Blut und Nieren werden entnommen und untersucht.

Bereich: Nephrologie, Toxikologie

Originaltitel: Vitamin E and C in the prevention of metal nephrotoxicity in developing rats

Autoren: Dorothea Appenroth (1)*, Klaus Winnefeld (2)

Institute: (1)*Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 07740 Jena, und (2) Institut für Klinische Chemie und Labordiagnostiok, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zeitschrift: Experimental Toxicology and Pathology 1998: 50, 391-396

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 467



Dokument 4670Titel: Endothelin-A und -B-Antagonisten schützen die Myokard- und Endothelfunktion nach Ischämie/ Wiederdurchblutung nach Herztransplantation im Rattenmodel
Hintergrund: Untersuchung von bestimmten Substanzen (Rezeptorblockern) bei der Herztransplantation
Tiere: 72 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Spendertiere werden anästhesiert, der Bauch aufgeschnitten und Heparin gegen die Blutgerinnung in die untere Hohlvene gespritzt. Das Zwerchfell wird durchtrennt und so das Herz zugänglich gemacht. Bevor es vollständig entnommen und in eine kalte Salzlösung gelegt werden kann, müssen die zu- und abführenden Blutgefäße abgetrennt werden. Die Empfängertiere werden ebenfalls anästhesiert und zusätzlich künstlich beatmet. Um den Blutdruck kontinuierlich messen und Medikamente verabreichen zu können, werden Katheter (dünne Plastikschläuche) in die Blutgefäße des Halses gelegt. Nun wird der Bauch in der Mittellinie aufgeschnitten, die Eingeweide auf die linke Seite geschoben und so die Aorta und die untere Hohlvene freigelegt und abgeklemmt, bzw. an die Blutgefäße des Spenderherzens angenäht. Die Klemmen an den Blutgefäßen werden wieder entfernt, so daß das transplantierte Herz durchblutet wird. Dabei werden die Tiere in sechs Gruppen unterteilt, denen vor und nach Wiederdurchblutung verschiedene Substanzen (Rezeptorblocker) verabreicht werden. Nach einer Stunde werden Meßgeräte im Herzen angebracht und die Herzfunktion untersucht. Danach werden weitere Substanzen (Vasodilatatoren, d.h. Gefäßerweiterer, Acetylcholin und Natriumnitroprussid) verabreicht und die Herzfunktionen erneut gemessen. Am Ende wird der Bauchraum wieder geschlossen, und die Tiere dürfen sich erholen. Nach 24 Stunden werden die Ratten erneut betäubt, die Bauchhöhle wieder eröffnet und ähnliche Messungen wie direkt nach der Wiederdurchblutung durchgeführt.

Bereich: Herz-Kreislauf-Chirurgie

Originaltitel: Endothelin-A and -B antogonists protect myocardial and endothelial function after ischemia/ reperfusion in a rat heart transplantation model

Autoren: Gabor Szabo (1)*, Levente Fazekas (2) , Susanne Bährle (3) , Damian MacDonald (1) , Nicole Stumpf (1) , Christian F.Vahl (1) , Siegfried Hagl (1)

Institute: (1)*Abteilung für Herzchirurgie, Universität Heidelberg, Heidelberg, (2) Abteilung für Herzchirurgie, Semmelweis-Universität Budapest, Ungarn, (3) Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie, Universität Heidelberg

Zeitschrift: Cardiovascular Research 1998: 39, 683-690

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 466



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