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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4011Titel: Einwirkung von Vorbestrahlung des Tumorbettes auf die Zellreproduktionsrate und den Zellverlust des menschlichen FaDu-Plattenepithelkarzinomes, das bei Nacktmäusen wächst
Hintergrund: Untersuchung des Tumorwachstums bei unterschiedlichen Strahlentherapien
Tiere: 91 Mäuse
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Alle Mäuse werden 2 Tage vor Versuchsbeginn zur Schwächung ihres Immunsystems ganzkörperbestrahlt (4 Gy, 200 kV Röntgenstrahlung). Den Tieren werden dann mit Röntgenstrahlen bestrahlte oder nicht bestrahlte Proben eines bösartigen menschlichen Hautkrebses in das Unterhautfettgewebe des rechten Hinterbeins implantiert. Dazu werden die Tiere betäubt. Weiter werden nicht betäubte Mäuse in ein Plastikrohr gesteckt, um sie bewegungsunfähig zu machen, ihr Hinterbein in einen Fusshalter gespannt und bestrahlt. Nach Beendigung des Versuches (Tötung der Tiere nicht beschrieben) weden die Tumoren entnommen und untersucht.

Bereich: Strahlenmedizin, Krebsforschung

Originaltitel: Impact of preirradiation of the tumour bed on cell production rate and cell loss of human FaDu squamous cell carcinoma growing in nude mice

Autoren: C.Petersen (1), W.Eicheler (1), H.Baisch (2), D.Zips (1), M.Baumann (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Bestrahlungs-Onkologie, Technische Universität Dresden, 01309 Dresden, und (2) Institut für Biophysik und Radiobiologie, Universität Hamburg

Zeitschrift: International Journal of Radiation Biology 1999: 17, 1293-1297

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1066



Dokument 4012Titel: Leberschädigung durch Concavalin A bei Mäusen: Durch Tumornekrosefaktoren verursachtes Organversagen ist unabhängig von der Aktivierung der Caspase-ähnlichen Protease
Hintergrund: Untersuchung der Leberschädigung in Abhängigkeit von sog. Tumornekrosefaktoren
Tiere: 240 Mäuse (ca.)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Für diese Experimente werden Mäuse mit einem bestimmten genetischen Defekt und normale Mäuse verwendet. Verschiedene Testsubstanzen, welche zu schweren Leberfunktionsstörungen führen, werden intravenös oder in den Bauchraum gespritzt. Nach 90 Minuten wird Blut aus einer Schwanzvene entnommen und untersucht. Dannach werden die Tiere mit einem Gift getötet, der Brustkorb aufgeschnitten, Blut durch Punktion des Herzens entnommen und Gewebeproben der Leber untersucht.

In weiteren sogenannten Überlebensexperimenten werden diverse Testsubstanzen gespritzt, welche je nach Vorbehandlung der Mäuse in einer Testreihe bei 80 % der Tiere innerhalb von 12 Stunden, in einer weiteren Testreihe bei 66 % der Tiere innerhalb von 25 Stunden, bzw. in wieder einer anderen Testreihe bei allen Tieren innerhalb von 52 Stunden zum Tod durch Leberversagen führen.

Bereich: Toxikologie, Pharmakologie

Originaltitel: Concanavalin a hepatotoxicity in mice: tumor necrosis factor-mediated organ failure independent of caspase-3-like protease activation

Autoren: Gerald Künstle (1), Hannes Hentze (1), Paul-Georg Germann (2), Gisa Tiegs (3), Thomas Meergans (1), Albrecht Wendel (1)*

Institute: (1)* Biochemische Pharmakologie, Fakultät für Biologie, Universität Konstanz, 78457 Konstanz, (2) Institut für Pathologie und Toxikologie, Byk Gulden Pharmaka, Hamburg, und (3) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg

Zeitschrift: Hepatology 1999: 30, 1241-1251

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1065



Dokument 4013Titel: Geschwächtes thymopoietisches Potential von unreifen T-Vorläuferzellen bei SIV-infizierten Rhesusaffen
Hintergrund: Untersuchung von Blutzellen der Immunabwehr bei SIV-infizierten Affen
Tiere: 12 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die aus China stammenden Affen werden im Alter von 31 bis 42 Monaten mit einem HIV-ähnlichem Virus infiziert. Nach 1, 2, 3, 7, 14, 17, 19 oder 28 Wochen werden sie auf nicht näher beschriebene Art und Weise getötet und Blut und Organe zur weiteren Untersuchung entnommen. Nichtinfizierte Affen werden ebenfalls getötet, sie dienen als Kontrolle.

Bereich: Virologie, Immunologie, AIDS-Forschung

Originaltitel: Impaired thymopoietic potential of immature CD3-CD4+CD8-T cell precursors from SIV-infected rhesus monkeys

Autoren: Kai Neben (1), Marc Heidbreder (1), Justus Müller (2), Anke Marxer (1), Harald Petry (3), Andrea Didier (3), Anneliese Schimpl (1), Thomas Hünig (1), Thomas Kerkau (1)*

Institute: (1)* Institut für Virologie und Immunbiologie, Universität Würzburg, 97078 Würzburg, (2) Institut für Pathologie, Universität Würzburg, und (3) Deutsches Primaten-Zentrum, Göttingen

Zeitschrift: International Immunology 1999: 11, 1509-1518

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1064



Dokument 4014Titel: Durch Läsionen induzierte Veränderungen der elektrophysiologischen Eigenschaften der Astrozyten im Gyrus dentatus bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung bestimmter Nervenzellen im Gehirn nach neuronaler Verletzung
Tiere: 33 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert und in einer stereotaktischen Kopfhalteapparatur fixiert. Der Schädelknochen wird geöffnet, die harte Hirnhaut entfernt und Verletzungen bestimmter Gehirnbereiche mit Hilfe eines Skalpells (chrirugisches Messer) hervorgerufen. Pro Tier werden jeweils drei Schnitte von drei bis vier Millimeter Tiefe und einem Millimeter Länge an genau definierten Stellen des Gehirns durchgeführt: Die Tiere dürfen 6 bis 19 Tage überleben, dann werden sie erneut anästhesiert und durch Enthaupten getötet. Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Lesion-induced changes of electrophysiological properties in astrocytes of the rat dentate gyrus

Autoren: Wolfgang Schröder (1), Gerhard Hager (2), Elena Kouprijanova (1), Marco Weber (1), Andreas B.Schmitt (1), Gerald Seifert (1), Chrisian Steinhäuser (1)*

Institute: (1)* Experimentelle Neurobiologie, Abteilung für Neurochirurgie, Universität Bonn, 53105 Bonn, (2) Abteilung für Neuromorphologie, Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried, und (3) Abteilung für Neurologie, Universität Aachen

Zeitschrift: GLIA 1999: 28, 166-174

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1063



Dokument 4015Titel: Calciumströme in respiratorischen Neuronen bei der Katze in vivo
Hintergrund: Untersuchung von Nervenzellen des Atemzentrums im Gehirn
Tiere: 22 Katzen
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Katzen werden anästhesiert, neuromuskuär gelähmt und die Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes zur künstlichen Beatmung aufgeschnitten. Um Atmungsbewegungen zu vermeiden, wird ein Kollaps beider Lungenflügel hervorgerufen, indem Luft in den Pleuraraum (Raum um die Lunge) gelassen wird. Zur Verabreichung von Medikamenten und zur Messung des Blutdrucks werden Katheter (Plastikschläuche) in die Blutgefäße der Leiste gelegt. Nun werden zwei Nerven, ein Hirnnerv und der das Zwerchfell innervierende Nerv, am Nacken freigelegt und auf beiden Seiten durchgeschnitten. Die Enden der Nerven werden dann zur Durchführung verschiedener Meßreihen an einer Elektrode befestigt. Um Austrocknung zu vermeiden, werden sie mit Vaseline und Paraffinöl bedeckt. Um den Hirnstamm frei zu legen, wird die Schädeldecke am Hinterkopf geöffnet, die Hirnhäute entfernt und das Hirngewebe mit Instrumenten fixiert, so daß keine Bewegung die Messungen stören kann. Nun werden Mikroelektroden im Hirnstamm implantiert und Messungen von Nervenaktivitäten durchgeführt. Am Ende der Experimente werden die Katzen durch ein Gift, das zum Herzstillstand führt, getötet.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Calcium currents in respiratory neurons of the cat in vivo

Autoren: O.Pierrefiche (1), (3), A.Haji (2), A.Bischoff (1), D.W.Richter (1)*

Institute: (1)* II.Physiologisches Institut der Universität Göttingen, 37073 Göttingen, (2) Abteilung für Pharmakologie, Medizinische Fakultät Toyama, Japan, und (3) CNRS EP 1592, Neurophysiologisches Laboratorium, UFR Medicine, Amiens, Frankreich

Zeitschrift: Pflügers Archiv - European Journal of Physology 1999: 438, 817-826

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1062



Dokument 4016Titel: Beschleunigte Clearance des SHI-Virus beim Rhesusaffen durch Impfstoffe mit virusähnlichen Partikeln hängt von der Induktion von neutralisierenden Antikörpern ab
Hintergrund: Untersuchung von Impfstoffen bei HIV-ähnlichen Viren
Tiere: 20 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2000

Versuchsbeschreibung: Für dieses Experiment werden junge gezüchtete Rhesusaffen aus Indien verwendet. Sie werden in vier Gruppen eingeteilt, denen verschiedene virusähnliche Partikel als Impfstoff intramuskulär gespritzt werden. Zusätzlich erhalten sie intravenös oder unter die Haut einen anderen Virus (Semliki Forest Virus). Eine Gruppe Affen wird nicht immunisiert und dient somit als Kontrollgruppe. Nach 20 Wochen wird allen Tieren erneut der Virus intravenös verabreicht. Zu verschiedenen Zeitpunkten vor und nach der ersten Immunisierung wird den Affen Blut entnommen und die Bildung von Antikörpern untersucht. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben.

Bereich: Impfstoffforschung, AIDS-Forschung

Originaltitel: Accelerated clearance of SHIV in rhesus monkeys by virus-like particle vaccines is dependent on induction of neutralizing antibodies

Autoren: Frank Notka (1), Christiane Stahl-Hennig (2), Ulf Dittmer (2), Hans Wolf (1), Ralf Wagner (1)*

Institute: (1)* Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universität Regensburg, 93053 Regensburg, und (2) Deutsches Primaten-Zentrum Göttingen

Zeitschrift: Vaccine 2000: 18, 291-301

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1061



Dokument 4017Titel: Korrelationen zwischen neuronalen Entladungen stehen zu den Eigenschaften von rezeptiven Feldern in der primären Hörrinde bei der Katze in Beziehung
Hintergrund: Untersuchung der Hörrinde des Gehirns bei der Katze
Tiere: 4 Katzen
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Katzen werden durch eine inramuskuläre Injektion anästhesiert und durch einen Tubus (Röhre), der durch einen Schnitt in die Luftröhre gelegt wird, künstlich beatmet. Zur Verabreichung weiterer Medikamente wird eine Kanüle in die Vene einer Vorderpfote gelegt. Nun wird der Kopf der Katzen in einer Halteapparatur fixiert und der Schädel über der rechten bzw. in einem Fall auch über der linken Gehirnhälfte geöffnet. Die harte Hirnhaut wird entfernt und die Gehirnoberfläche zum Schutz mit Silikonöl bedeckt. Zur Messung bestimmter Nervenzellaktivitäten werden nun Elektroden in bestimmte Hirnbereiche implantiert. Die eigentlichen Experimente finden in einem schallisolierten Raum statt. Den Katzen werden über Kopfhörer verschiedene Töne präsentiert und dabei die Aktivität der Nervenzellen gemessen. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben, vermutlich werden die Katzen noch in Anästhesie getötet. (Experimente in den USA unter Federführung des deutschen Wissenschaftlers M.B. und mit Unterstüzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG durchgeführt).

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Correlations between neural discharges are related to receptive field properties in cat primary auditory cortex

Autoren: Michael Brosch (1)*, Christoph E.Schreiner (1)

Institute: (1) Coleman Laboratorium, W.M.Keck Zentrum für Integrative Neurowissenschaft, Sloan Zentrum für Theoretische Neurobiologie, University of California, San Francisco, USA (* jetzt Leibniz-Institut für Neurobiologie, 39118 Magdeburg)

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 1999: 11, 3517-3530

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1060



Dokument 4018Titel: Zeitverlauf der Nierentoxizität bei chronischer oraler Cadmiumgabe bei Wistarratten: Ausscheidung von Enzymen im Urin
Hintergrund: Untersuchung von Nierenschädigung durch Cadmium
Tiere: 96 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden bei freiem Zugang zu Futter und Wasser gehalten. In das Futter wird für den Zeitraum von 72 Wochen Cadmium in unterschiedlicher Konzentration (bis 250 ppm) gemischt. Die Tiere werden täglich hinsichtlich auffälligem Verhalten oder Krankheitszeichen untersucht und einmal pro Woche gewogen. In regelmäßigen Abständen werden in Urinproben bestimmte Enzyme untersucht. Dazu werden die Ratten in einen (sog. metabolischen) Käfig aus Stahl gesetzt, in dem Urin und Fäzes getrennt gesammelt werden können. Vorher werden jeweils 3 ml Leitungswasser durch eine Magensonde verabreicht, um die Nierentätigkeit anzuregen. Die Tiere zeigten keine klinisch erkennbaren Auffälligkeiten. Am Ende aller Versuche werden die Ratten getötet, die Nieren entnommen und untersucht.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Time course of chronic oral cadmium nephrotoxicity in wistar rats: excretion of urinary enzymes

Autoren: E.M.Bomhard (1)*, D.Maruhn (1), M.Rinke (1)

Institute: (1)* Institut für Toxikologie, Bayer AG, 42096 Wuppertal

Zeitschrift: Drug and Chemical Toxicology 1999: 22, 679-703

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1059



Dokument 4019Titel: Emotionaler Streß löst eine intrahypothalamische, aber keine periphere Ausschüttung von Oxytocin bei männlichen Ratten aus
Hintergrund: Untersuchung der Ausschüttung des Hormons Oxytocin in emotionalen Streßsituationen
Tiere: 22 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert und der Kopf in einer stereotaktischen Halteapparatur fixiert. Die Schädeldecke wird freigelegt und kleine Löcher in den Knochen gebohrt. Durch die Löcher werden Sonden (zur Mikrodialyse) direkt im Gehirn implantiert und mit Schrauben im Schädel verankert. Zur Vermeidung von Infektionen werden den Tieren prophylaktisch Antibiotika verabreicht. Zwei Tage später werden kleine Infusionspumpen an die Sonden angeschlossen. Auf diese Art kann eine Kochsalzlösung verabreicht werden. Während der Experimente wird die Oxytocinkonzentration durch die Sonden im Gehirn bestimmt.

In einer Gruppe von Ratten werden Katheter (Plastikschläuche) in die Halsvenen gelegt und unter der Haut bis zum Rücken der Tiere geleitet. Die Wunden werden mit Metallclips geschlossen. Während der Versuche kann den Ratten mit einer Spritze, die mit dem Katheter verbunden ist, Blut zur Bestimmung des Hormons Oxytocin entnommen und durch warme Kochsalzlösung ersetzt werden. Für die eigentlichen Experimente werden die männlichen Ratten aus ihren Käfigen genommen und zu einem durch Training besonders aggressiv gemachten Männchen gesetzt. Das Verhalten beider Tiere, vor allem die Angstschreie im Ultraschallbereich, werden beobachtet. Nach der ersten Niederlage des Eindringlings werden die beiden Tiere durch einen Drahtvorhang getrennt, durch den sich die Tiere weiterhin sehen, riechen und hören, jedoch nicht berühren können. Damit sollte der emotionale Streß ohne Verletzungsgefahr für die Ratten erhöht werden. Nach 30 Minuten werden die Männchen wieder in ihre Käfige zurück gesetzt. Während des ganzen Experiments wird den Ratten laufend Blut entnommen. Ratten, die keinem agressiven Männchen ausgesetzt werden, dienen als Kontrolle. Am Ende werden alle Tiere getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Bereich: Psychiatrie, Hirnforschung, Hormonforschung

Originaltitel: Emotional stress triggers intrahypothalamic but not peripheral release of oxytocin in male rats

Autoren: M.Engelmann (1)*, K.Ebner (1), R.Landgraf (1), F.Holsboer (1), C.T.Wotjak (1)

Institute: (1)* Max Planck Institut für Psychatrie, 80804 München

Zeitschrift: Journal of Neuroendocrinology 1999: 11, 867-872

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1058



Dokument 4020Titel: Neurotrophe Faktoren aus dem Gehirn verbessern die Langzeitpotenzierung und die kognitiven Funktionen nach vorübergehender Minderdurchblutung des Vorderhirns bei der Ratte
Hintergrund: Beeinflussung von Schäden durch Unterbrechung der Durchblutung des Gehirns
Tiere: 51 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert und die Durchblutung des Gehirns durch zehnminütigen Verschluß der zuführenden Arterien vollständig unterbrochen. Bei analog operierten Kontrolltieren bleibt die Blutzufuhr erhalten. Durch Katheter (Plastikschläuche) in der Leistenarterie werden Blutdruck und Blutgase bestimmt. Anschließend wird eine Testsubstanz (BDNF) oder künstliches Nervenwasser mit Hilfe einer osmotischen Minipumpe über einen Zeitraum von 14 Tagen in das Gehirn (bzw. in die Gehirnventrikel) verabreicht. Die Pumpe ist mit Kanülen (Hohlnadeln aus Stahl) verbunden, welche mit Knochenzement in der Schädeldecke fixiert sind. Nach 14 Tagen werden elektrophysiologische Messungen durchgeführt. Dazu wird der Kopf der Tiere in eine Halteapparatur gespannt und Mikroelektroden im Gehirn implantiert. Nach den Messungen werden die Ratten durch Enthaupten getötet.

Bei anderen Ratten, bei denen ebenfalls die Durchblutung des Gehirns unterbrochen war, werden Verhaltenstests durchgeführt. Zur Untersuchung der Gedächtnisleistung werden die Ratten in eine 70x70 cm große Kiste gesetzt. Die Wände bestehen aus Plexiglas und sind mit eingelassenen Löchern versehen. In einigen Löchern befindet sich Futter. Das Verhalten der Ratten bzw. ihre Fähigkeit zum Auffinden von Futter wird vor und nach der Unterbrechung der Hirndurchblutung verglichen. Im zweiten Test wird das Vemeidungsverhalten der Ratten untersucht. Dazu werden die Tiere in Boxen mit einem hell erleuchteten und einem dunklen Raumabteil gesetzt. Der Boden der Box besteht aus einem Metallgitter, über welches Stromschläge (Elektroschocks: 1 mA, 1 Sek.) ausgelöst werden können. Die Tiere werden zuerst in den beleuchteten Bereich gesetzt. Sobald sie jedoch durch eine Öffnung die dunkle Kammer betreten, erhalten sie einen Elektroschock. 24 Stunden später wird der Versuch wiederholt und die Zeit bis zum Wechseln der Kammer gemessen und mit der Zeit aus der vorhergehenden Testreihe verglichen. Im ditten Test wird die spontane Bewegungsaktivität der Ratten mit Hilfe von (Infrarot-)Photozellen 5, 10, 15 und 20 Tage nach Unterbrechung der Gehirndurchblutung untersucht.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Brain-derived neurotrophic factor improves long-term potentiation and cognitive functions after transient forebrain ischemia in the rat

Autoren: Irina Kiprianova (1), Jürgen Sandkühler (2), Stefan Schwab (1), Siegfried Hoyer (3), Matthias Spranger (1)

Institute: (1) Abteilung für Neurologie, (2) Abteilung für Physiologie, (3) Abteilung für Pathochemie und Allgemeine Neurochemie, Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg (*unklar, wer federführend)

Zeitschrift: Experimental Neurology 1999: 159, 511-519

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1057



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