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Datenbank Tierversuche

 

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Dokument 941Titel: Phospholipase D1 ist bei einer a1-adrenergen Kontraktion der glatten Gefäßmuskulatur beteiligt
Hintergrund: Blutgefäße im Zusammenspiel mit Muskeln bei toten Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung von Oberbayern genehmigt. Es werden drei verschiedene genetisch veränderte Mäusestämme inngezüchtet (über mehrere Generationen rückgekreuzt). Für wie viele Generationen wird nicht erwähnt, normalerweise sind dies etwa 10 Generationen. Die Mäuse werden 5 Tage mit Tamoxifen behandelt. Tamoxifen ist ein Brustkrebsmittel, das normalerweise oral gegeben wird, dies wird im Artikel aber nicht erwähnt. Alle Mäuse werden durch Enthauptung getötet. Danach werden die Versuche mit dem toten Körper gemacht.

Die Studie wurde von der Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Zellphysiologie

Originaltitel: Phospholipase D1 is involved in a1-adrenergic contraction of murine vascular smooth muscle

Autoren: Jörg W. Wegener (1), Florian Loga (1), David Stegner (2), Bernhard Nieswandt (2), Franz Hofmann (1)*

Institute: (1) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Technische Universität München, Biedersteiner Str. 29, 80802 München (2) Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin, Universitätsklinikum Würzburg und Rudolf-Virchow-Zentrum, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin, Universität Würzburg, Würzburg

Zeitschrift: The FASEB Journal 2013: fj.13-237925.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4481



Dokument 942Titel: DMBT1 hat keinen Einfluss auf einen durch westliche Ernährungsweise induzierten Leberschaden bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchungen der Lebern von Mäusen, bei denen unser "Westlicher Ernährungsstil" nachgeahmt wird.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Es werden spezielle, genveränderte Mäuse über mehrere Generationen gezüchtet. Wie viele Generationen und wie viele Mäuse wird nicht erwähnt. Die Hälfte der Mäuse wird mit normalem Mäusefutter gefüttert, die andere Hälfte erhält ein Futter mit erhöhtem Anteil von Zucker, Fett und Cholesterin ("Westlicher Ernährungsstil"). Bei diesen Tieren kommt es zur Ausbildung einer Fettleber. Die Mäuse werden nach etwa 10 Wochen unter Narkose durch Entnahme der Leber getötet.

Die Arbeit wird vom Zentrum für Ernährungsmedizin Tübingen - Hohenheim (ZEM) finanziert.

Bereich: Ernährungswissenschaften

Originaltitel: Dmbt1 does not affect a Western style diet-induced liver damage in mice

Autoren: Astrid Reichold (1), Sibylle A. Brenner (1), Karin Förster-Fromme (1), Ina Bergheim (2), Jan Mollenhauer (3), Stephan C Bischoff (1)*

Institute: (1)* Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim, Fruwirthstrasse 12, 70599 Stuttgart (2) Institut für Ernährungswissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Jena (3) Molecular Oncology and NanoCAN Center of Excellence, University of Southern Denmark, Odense, Denmark

Zeitschrift: Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition 2013: 53(3); 145-9. doi: 10.3164/jcbn.13-31. Epub 2013 Sep 27

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4480



Dokument 943Titel: Der zytotoxische nekrotisierende Faktor von Yersinia pseudotuberculosis (CNFY) verstärkt die Entzündung und Yop-Lieferung während der Infektion durch Aktivierung der Rho-GTPasen
Hintergrund: Bakterieninfektion bei Mäusen und Untersuchung der Organe.
Tiere: 100 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genehmigt. Genetisch veränderte Mäuse werden von Janvier, Sankt Berthevin Cedex, Frankreich, erworben und in der Tierhaltung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung gehalten. Die Mäuse werden in Gruppen von 7-10 Tieren oral unter Verwendung einer Magensonde mit Bakterien von verschiedenen Stämmen infiziert. Bei den Bakterien handelt es sich um Erreger der Pseudotuberkulose, einer Infektionskrankheit, die hauptsächlich bei Nagetieren und Vögeln vorkommt.

Die Infektion führt in der Regel zu einer Magen-Darm-Entzündung und zur Bildung von Abszessen oder Schäden mit absterbendem Gewebe (Nekrosen). Die Anzeichen bei den Mäusen sind Gewichtsverlust und Lethargie. Die meisten Mäuse sterben innerhalb von 4-6 Tagen. Manche Mäuse werden mit Kohlendioxid vergast, um die Organe zu entnehmen. Spätestens nach 14 Tagen werden die letzten Mäuse vergast.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Helmholtz Stiftung (HGF) und dem Fonds der Chemischen Industrie finanziert.

Bereich: Bakteriologie, Infektionsforschung

Originaltitel: The cytotoxic necrotizing factor of Yersinia pseudotuberculosis (CNFY) enhances inflammation and Yop delivery during infection by activation of rho GTPases

Autoren: Janina Schweer (1), Devesha Kulkarni (2), Annika Kochut (1), Joern Pezoldt (2), Fabio Pisano (1), Marina C. Pils (3), Harald Genth (4), Jochen Huehn (2), Petra Dersch (1)*

Institute: (1)* Molekulare Infektionsbiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig (2) Molekulare Immunologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Braunschweig (3) Mauspathologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Braunschweig (4) Institut für Toxikologie, Medizinische Hochschule Hannover

Zeitschrift: PLoS Pathog. 2013: 9(11); e1003746. doi: 10.1371/journal.ppat.1003746. Epub 2013 Nov 7.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4479



Dokument 944Titel: Exogene Gabe einer rekombinanten Variante von TWEAK beeinträchtigt die Heilung nach einem Myokardinfarkt durch Verschlimmerung der Entzündung
Hintergrund: Untersuchung von Mäusen mit einem künstlichen Herzinfarkt in Bezug auf verschiedene Proteine. Bei einigen Mäusen platzt das Herz infolge der Behandlung.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Regierung in Unterfranken genehmigt. Genetisch veränderte Mäuse werden von Harlan Laboratories, Eystrup, gekauft. Die Mäuse werden betäubt und das linke Herzkranzgefäß wird mit einem Seidenfaden abgebunden. Direkt nach dem künstlichen Infarkt werden den Mäusen verschiedene Proteine, die bei der Entzündung eine Rolle spielen, in die Bauchhöhle injiziert. Die Behandlung mit den Proteinen wird sechsmal für 3 Wochen wiederholt. Bei einem Teil der Mäuse platzt das Herz infolge der Behandlung! Die Tiere werden tot mit Blutgerinnseln in der Brusthöhle im Käfig aufgefunden. Überlebenden Mäusen wird unter Narkose ein Gift ins Herz injiziert, um sie zu töten. Die letzten Tiere werden spätestens nach 8 Wochen getötet. Es wird nicht erwähnt wie viele Mäuse für die jeweiligen Experimente verbraucht wurden oder wie viele Mäuse während der Versuche gestorben sind.

Die Arbeit wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Krebshilfe (DKH) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Bereich: Innere Medizin, Herz-Kreislaufforschung

Originaltitel: Exogenous Administration of a Recombinant Variant of TWEAK Impairs Healing after Myocardial Infarction by Aggravation of Inflammation

Autoren: Christina Pachel (1,2), Denise Mathes (1,2), Barbara Bayer (1,2), Charlotte Dienesch (1,2), Gaby Wangorsch (3), Wolfram Heitzmann (1,2), Isabell Lang (4), Hossein Ardehali (5), Georg Ertl (1,2), Thomas Dandekar (3), Harald Wajant (4), Stefan Frantz (1,2)*

Institute: (1)* Medizinische Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums, Zentrum Innere Medizin (ZIM), Oberdürrbacher Straße 6, D-97080 Würzburg (2)* Herzzentrum Würzburg, Josef-Schneider-Str. 2, 97080 Würzburg (3) Lehrstuhl für Bioinformatik, Biozentrum, Universität Würzburg (4) Abteilung für Molekulare Innere Medizin, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg (5) Feinberg Cardiovascular Research Institute, Northwestern University, Chicago, Illinois, USA

Zeitschrift: PLoS One 2013: 8(11); e78938. doi: 10.1371/journal.pone.0078938.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4478



Dokument 945Titel: Die Aktivierung von Rac-1 und RhoA führt zur Verletzung von Nierenzellen bei chronischer Nierenkrankheit
Hintergrund: Untersuchungen von Mäusen mit zu 5/6 entfernten Nieren.
Tiere: 100 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von einer Genehmigungsbehörde in Hessen genehmigt. Genetisch veränderte Mäuse werden bei Harlan, Borchen, gekauft. Unter Betäubung wird die linke Nierenarterie abgebunden, damit die Niere nicht mehr durchblutet werden kann (renale Ischämie) und es wird etwa ein Drittel der Niere entfernt. Nach 7 Tagen Erholung wird die rechte Niere komplett entfernt. Die Entfernung von insgesamt 5/6 der Nieren soll chronisches Nierenversagen beim Menschen simulieren. Innerhalb der ersten 3 Tage sterben etwa 20% der Mäuse.

Anschließend werden den überlebenden Tieren verschiedene Substanzen über das Trinkwasser verabreicht. Einige Mäuse erhalten eine Injektion mit einer Chemikalie namens "Rac -1-Inhibitor EHT 1864". In der folgenden Zeit wird mehrfach der Blutdruck gemessen, indem eine Manschette um den Schwanz gelegt wird. Einige Mäuse werden für 24 Stunden in einen so genannten metabolischen Käfig gesperrt, in dem der Urin der Tiere aufgefangen wird. Nach spätestens acht Wochen werden die noch lebenden Mäuse unter Narkose, durch Entnahme der Organe, getötet.

Die Arbeit wird durch die Goethe Universität Frankfurt und der Firma Sanofi-Aventis finanziert.

Bereich: Innere Medizin, Nierenforschung

Originaltitel: Activation of Rac-1 and RhoA Contributes to Podocyte Injury in Chronic Kidney Disease

Autoren: Andrea Babelova (1), Felix Jansen (1), Kerstin Sander (2), Matthias Löhn (3), Liliana Schäfer (4), Christian Fork (1), Hartmut Ruetten (3), Oliver Plettenburg (3), Holger Stark (2), Christoph Daniel (5), Kerstin Amann (5), Hermann Pavenstädt (6), Oliver Jung (1,7), Ralf P. Brandes (1)*

Institute: (1)* Zentrum der Physiologie, Goethe-Universität Frankfurt, Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt am Main (2) Pharmazeutische Chemie, Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt am Main (3) Sanofi Deutschland GmbH, Frankfurt am Main (4) Pharmazentrum Frankfurt, Universitätsklinikum, Frankfurt am Main (5) Nephropathologische Abteilung im Pathologischen Institut, Universitätsklinikum Erlangen (6) Universitätsklinikum Münster, Allgemeine Innere Medizin, Medizinische Klinik D, Münster (7) Medizinische Klinik III: Kardiologie, Angiologie/Hämostaseologie, Nephrologie, Universitätsklinikums Frankfurt, Frankfurt am Main

Zeitschrift: PLoS One. 2013: 8(11); e80328. doi: 10.1371/journal.pone.0080328.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4477



Dokument 946Titel: Anvisieren von myeloischen Zellen ins Gehirn durch nicht-myeloablative Konditionierung
Hintergrund: Untersuchung des Mäusegehirns nach Zerstörung des Knochenmarks und einer Knochenmarktransplantation.
Tiere: 100 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Genetisch veränderte Mäuse werden von Charles River, Sulzbach, erworben oder kommen aus der Zuchteinrichtung der Charité:, Berlin. Vor jeder Behandlung werden die Mäuse durch eine Injektion betäubt. Jeweils ein Teil der Mäuse wird unterschiedlich bestrahlt: nur der Kopf oder der ganze Körper. Die Bestrahlung erfolgt mit einer Caesium137 Quelle. Caesium137 verursacht eine Strahlenkrankheit, zerstört das Knochenmark und bewirkt eine Entzündung des zentralen Nervensystems. Manche Tiere erhalten zwei Injektionen von Busulfan, ein Zytostatikum, das das Zellwachstum, beziehungsweise die Zellteilung hemmt. Bei manchen Mäusen wird der rechte Gesichtsnerv durchschnitten, wodurch es zur Lähmung der Tasthaare auf der Seite kommt. Nach den verschiedenen Behandlungen werden Knochenmarkszellen aus anderen genetisch veränderten Mäusen in die Blutbahn injiziert. Nach der Knochenmarkstransplantation erhalten die Tiere täglich Injektionen von Rapamycin, ein Medikament, dass das Immunsystem unterdrückt. Spätestens 16 Wochen später werden alle Mäuse getötet.

Die Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Targeting Myeloid Cells to the Brain Using Non-Myeloablative Conditioning

Autoren: Chotima Böttcher (1), Francisco Ferná:ndez-Klett (1), Nadine Gladow (1), Simone Rolfes (1), Josef Priller (1,2)*

Institute: (1) Experimentelle und Molekulare Psychiatrie, Labor für Molekulare Psychiatrie, Charité: - Universitätsmedizin Berlin, Charité:platz 1, 10117 Berlin. (2) NeuroCure, Exzellenzkluster, Berlin

Zeitschrift: PLoS One 2013: 8 (11); e80260. doi: 10.1371/journal.pone.0080260.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4476



Dokument 947Titel: DSS-induzierte akute Kolitis in C57BL/6 Mäusen wird durch Vorbehandlung mit Sulforaphan gemildert
Hintergrund: Es wird untersucht, ob ein Pflanzenstoff aus Kohl eine Dickdarmentzündung abschwächen kann. Es stellt sich heraus, dass die Substanz Mäuse tatsächlich schützt, wenn sie 7 Tage vor einer künstlichen mit Chemikalien ausgelösten Dickdarmentzündung verabreicht wird.
Tiere: 20 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Es werden 20 genmanipulierte Mäuse benutzt. Woher die Mäuse stammen und wie sie gezüchtet werden, wird nicht erwähnt. Zehn der Mäuse bekommen für 7 Tage eine aus Kohlpflanzen gewonnene Substanz mit dem Namen Sulforaphan mit einer Schlundsonde in den Magen eingegeben. Die Dosis ist dabei deutlich höher als sie vom Menschen durch normale Nahrung aufgenommen werden könnte. Danach bekommen alle 20 Mäuse für 5 Tage eine Chemikalie namens Dextransulfatnatrium (DSS) über das Trinkwasser verabreicht. Die Behandlung mit DSS löst bei den Tieren eine Entzündung im Dickdarm aus und zerstört die Schleimhäute im Darm. Nach weiteren 7 Tagen wird eine endoskopische Koloskopie durchgeführt, d.h. es wird ein Schlauch mit einer Kamera von hinten in den Darm eingeführt. Eine Narkose hierfür wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich. Danach werden die Mäuse getötet.

Bereich: Ernährungswissenschaften, Innere Medizin

Originaltitel: DSS-induced acute colitis in C57BL/6 mice is mitigated by sulforaphane pre-treatment

Autoren: Anika E. Wagner (1)*, Olga Will (2), Christine Sturm (1), Simone Lipinski (2), Philip Rosenstiel (2), Gerald Rimbach (1)

Institute: (1) Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Hermann-Rodewald-Straße 8, 24118 Kiel (2) Institut für Klinische Molekularbiologie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel

Zeitschrift: Journal of Nutritional Biochemistry 2013: 24; 2085-2091. doi: 10.1016/j.jnutbio.2013.07.009

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4475



Dokument 948Titel: Entwicklungselement für die neurovaskulären Kopplung im Barrel Cortex von unreifen Nagetieren
Hintergrund: Untersuchung der Tasthaar-Verknüpfungen mit dem Gehirn bei jungen Mäusen.
Tiere: 24 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt Rheinland-Pfalz genehmigt. In der Studie wird Urethan als Anästhetikum verwendet. Es werden zwischen 7 und 34 Tage alte Mäuse verwendet. Woher die Mäuse stammen, wird nicht erwähnt. Unter Narkose wird ein Teil des Schädelknochens entfernt. Nach 30-60 Minuten wird eine spezielle Elektrode in bestimmte Schichten des Gehirns eingefügt. Die Tasthaare der Tiere werden auf 5 mm Länge abgeschnitten und mit einem "Simulator" bewegt. Diese Stimulation erfolgt mit 0,1 Hz über einen Zeitraum von 20 Minuten für über 100 Tasthaarbewegungen pro Tier. Gleichzeitig werden über die Elektrode Nervenströme im Gehirn gemessen. Die Versuche werden bis zum Schluss unter Anästhetikum durchgeführt und die Tiere werden am Ende der Experimente getötet, um die Gehirne weiter zu untersuchen.

Die Arbeit wird durch Zuschüsse der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von der Deutschen Studienstiftung unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Developmental Switch in Neurovascular Coupling in the Immature Rodent Barrel Cortex

Autoren: Christoph M. Zehendner*, Simeon Tsohataridis, Heiko J. Luhmann, Jenq-Wei Yang

Institute: Institut für Physiologie und Pathophysiologe, Johannes Gutenberg-Universität, Duesbergweg 6, 55128 Mainz

Zeitschrift: PLoS One 2013: 8(11): e80749

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4474



Dokument 949Titel: Effekte assistierter und variabler mechanischer Beatmung auf die Interaktionen von Herz und Lungen bei narkotisierten Schweinen
Hintergrund: Es gibt verschiedene Beatmungsmethoden mit unterschiedlichen Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem und die Lunge. In dieser Arbeit untersuchen die Autoren an Schweinen, inwieweit die Sauerstoffversorgung des Blutes durch unterschiedliche Beeinflussung von Herzschlag und Atmungsrate während einer künstlichen Beatmung unter Narkose gegebenenfalls verbessert werden kann. Es wurde herausgefunden, dass keine Verbesserung erzielt werden kann und dass die untersuchten Wechselwirkungen eher nicht relevant sind.
Tiere: 8 Schweine (8 weibliche Ferkel mit einem Gewicht von 32-42 kg)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Woher die Schweine kommen wird nicht beschrieben. In Narkose werden Katheter (Plastikschläuche) in die rechte Oberschenkelschlagader, die linke Halsschlagader sowie in die Speiseröhre gelegt. Die Gruppe Schweine werden maschinell unter kontrollierten Bedingung mit zwei verschiedenen Methoden für je 30 Minuten beatmet. Die entsprechenden Werte für Belüftung der Lungen und Sauerstoffversorgung des Blutes, der Herzschlag und Blutdruck werden gemessen. Was danach mit ihnen passiert, wird im Artikel nicht beschrieben.

Das Projekt wurde durch das Forschungsprogramm MedDrive der Medizinischen Fakultät der Carl-Gustav-Universität Dresden unterstützt.

Bereich: Intensivmedizin, Anästhesiologie

Originaltitel: Effects of assisted and variable mechanical ventilation on cardiorespiratory interactions in anesthetized pigs

Autoren: Alessandro Beda* (1,2), Andreas Güldner* (1), David M Simpson (3), Nadja C Carvalho (1), Susanne Franke (1), Christopher Uhlig (1), Thea Koch (1), Paolo Pelosi (4), Marcelo Gama de Abreu (1)

Institute: (1) Pulmonale Arbeitsgruppe, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinik Dresden, (2) Postgraduate Electrical Engineering Program, Federal University of Pará:, Brasilien, (3) Institute of Sound and Vibration Research, University of Southampton, Großbritannien, (4) Department of Surgical Sciences and Integrated Diagnostics, University of Genoa, Genoa, Italien

Zeitschrift: Physiological Measurement 2012: 33, 503-519

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4473



Dokument 950Titel: Sensorisch-motorische Reizverarbeitung und Defizite des Arbeits- und des sozialen Gedächtnisses bei Mäusen mit einer reduzierten Expression des Glutamattransporters VGLUT1
Hintergrund: Die Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die durch grundlegende und charakteristische Störungen von Denken und Wahrnehmung sowie der Gefühlswelt gekennzeichnet ist. In dieser Arbeit soll die Entstehung der Erkrankung weiter erforscht werden, indem geprüft wird ob das Fehlen eines bestimmten Hormontransporters im Gehirn daran beteiligt sein könnte. Dazu muss bei Mäusen, bei denen diese Erkrankung nicht vorkommt, durch genetische Manipulation das Fehlen des Transporters künstlich verursacht werden, um herauszufinden ob dann bei diesen Mäusen eventuell Symptome auftreten, die vielleicht ähnlichkeit mit jenen einer Schizophrenie beim Menschen haben.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Es werden gentechnisch veränderte so genannte Knock-Out-Mäuse verwendet, die über mehr als 10 Generationen mit nicht genmanipulierten Mäusen gekreuzt werden. Den Tieren fehlt im Gehirn der Botenstofftransporter VGLUT1 in unterschiedlicher Ausprägung. Mäuse, bei denen VGLUT1 komplett fehlt, zeigen bereits drei Wochen nach der Geburt fortschreitende neurologische Symptome mit Blindheit, Koordinationsstörungen und verlängerten Reaktionszeiten auf äußerliche Reize, welche schließlich zum Tod führen. Für die hier beschriebene Studie werden nur Mäuse verwendet, bei denen der Transporter nicht vollständig fehlt. Außerdem werden Geschwister verwendet, bei denen der Gendekt nicht auftritt ("Wildtyp").

Die Mäuse werden im Erwachsenenalter verschiedenen Verhaltenstests unterzogen. Dabei wird zum einen die Neugier und Aktivität auf einem beleuchteten offenen Feld (50x50cm große Platte) geprüft, auf dem eine Maus alleine ausgesetzt und beobachtet wird, zum anderen wird das Arbeitsgedächtnis geprüft. Dazu wird eine Maus in einen T-förmigen Irrgarten gesetzt, bei dem einer der Arme verschlossen wird. Wenn die Maus nach einer Stunde erneut hineingesetzt wird, ist der Arm offen und es wird beobachtet, ob sich das Tier für den neuen Bereich interessiert.

Weiterhin wird die Reaktionsfähigkeit der Mäuse geprüft, indem sie mit einer Lärmquelle in unterschiedlichen Abständen und Lautstärken (65-115 dB, wobei ab 100 dB die Schmerzgrenze erreicht ist und 115 dB dem Lärm eines Presslufthammers entspricht) beschallt und ihre Reaktionszeiten gemessen werden. Zuletzt werden Sozialverhalten und soziales Gedächtnis geprüft, indem jeweils eine Maus mit einer in einem kleinen Käfig sitzenden fremden Maus konfrontiert wird. Die verschiedenen Tests sollen Hinweise auf die ähnlichkeiten zu Symptomen einer Schizophrenie beim Menschen geben, da vermutet wird, dass VGLUT1 mit dieser Erkrankung in Verbindung steht. Was im Anschluss an die Untersuchungen mit den Mäusen passiert wird nicht beschrieben und bleibt unklar.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Schizophrenieforschung, Psychiatrie

Originaltitel: Sensorimotor gating, working and social memory deficits in mice with reduced expression of the vesicular glutamate transporter VGLUT1

Autoren: Dragos Inta* (1), Miriam A. Vogt (1), Stephanie Perreau-Lenz (2), Miriam Schneider (2), Natascha Pfeiffer (2), Sonja M. Wojcik (3), Rainer Spanagel (2), Peter Gass (1)

Institute: (1) Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, RG Tiermodelle in der Psychiatrie, Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim, (2) Abteilung für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim, (3) Abteilung für molekulare Neurobiologie, Max-Planck Institut für Experimentelle Medizin, Göttingen

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2012: 228, 328– 332

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4472



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