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Datenbank Tierversuche

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Dokument 941Titel: Analyse der Spektrumsform im Gehörsystem der Schleiereule
Hintergrund: Es sollen Schwellenwerte bezüglich Frequenz und Lautstärke gefunden werden, ab denen die Eulen bestimmte Geräusche von Hintergrundgeräuschen unterscheiden können. Es werden Vergleiche mit Hör-Experimenten und gefundenen Schwellenwerten beim Menschen gezogen und diverse Spekulationen für die Ursachen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden angestellt; wobei bemerkt wird, dass die Anzahl der Eulen in diesem Versuch für gewisse Schlussfolgerungen wahrscheinlich zu klein war.
Tiere: 4 Tiere verschiedener Arten (4 Schleiereulen und unbekannte Anzahl von Hühnereintagsküken)
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: Die europäischen Schleiereulen aus der Zucht der Technischen Universität München im Alter zwischen 4 und 8,5 Jahren, alle mit "Vorerfahrung in psycho-akustischen Aufgaben", werden in Innen-Volieren nahe dem Versuchsraum gehalten. Ihr Futter ist dabei so rationiert, dass sie 90% ihres Normalgewichts haben. Jeweils bis zu dreimal täglich, für 30 bis 35 Minuten, an fünf bis sieben Tagen die Woche, werden sie in einen 1,2 qm großen Versuchskäfig gebracht, in dem eine "Warte-Stange" und eine per Lichtschranke kontrollierte "Befund-Stange" angebracht sind. Es wird zunächst computererzeugtes "Hintergrundgeräusch" eingespielt, das dann durch "Verstärkung" zu einem Signal wird. Fliegen die Eulen nach diesem Signal auf die "Befund-Stange", wird dort durch einen Dreh-Mechanismus ein Stück eines Hühnereintagsküken für die hungrigen Eulen bereitgestellt. So werden verschiedene Kombinationen von Hintergrundgeräuschen und Signalgeräuschen getestet, wobei pro Sitzung zwischen 40 und 56 Kombinationen getestet werden. Die Reaktionen der Eulen je nach Geräuschkombination werden statistisch ausgewertet. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Studie wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Sinnesphysiologie, Verhaltensforschung

Originaltitel: Analysis of spectral shape in the barn owl auditory system

Autoren: U. Langemann*, M. A. Zokoll, G. M. Klump

Institute: Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Fakultät V, Universität Oldenburg, Carl von Ossietzky Str. 9-11, 26129 Oldenburg

Zeitschrift: Journal of Comparative Physiology A 2005: 191, 889-901

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4212



Dokument 942Titel: Hör-Reaktionen im Nukleus laminaris der Schleiereule auf Klicken: Impuls-Antwort und Signal-Analyse des neurophonischen Potentials
Hintergrund: Es sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Hörnervenreaktionen zwischen Schleiereulen und Säugetieren untersucht werden. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Schleiereule ein gutes "Modell" für die Erforschung allgemeiner und spezifischer Gehör-Eigenschaften sei.
Tiere: 4 Eulen (Schleiereulen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche fanden unter deutscher Federführung am Department of Biology, University of Maryland, College Park, Maryland, USA, statt. Die Eulen unbekannter Herkunft, die zumeist mehreren Versuchen mit einwöchigem Abstand unterzogen werden, erhalten durch Injektion in einen Muskel eine Narkose. Eine Kloaken-Temperatursonde sowie ein Elektrokardiogramm-Gerät werden angebracht. Am Schädel werden eine Halterungs-Metallplatte und ein Metallstab angeklebt. Dann wird der Schädel eröffnet und Elektroden in bestimmte, für die Gehörfunktion verantwortliche Bereiche des Gehirns eingebracht. Mini-Kopfhörer werden in beide Gehörgänge der Eule eingeführt, über die eine ganze Reihe verschiedener computererzeugter Geräusche abgespielt werden. Die Gehirnsonden messen die dadurch erzeugten Nervenaktivitäten. In den letzten Versuchen mit jeder Eule werden durch Strom über die Elektroden Gehirnareale zerstört. Die Eulen werden danach zwischen einigen Stunden und einer Woche am Leben gehalten und beobachtet und dann per Narkose-Überdosis getötet. Ihre Gehirne werden seziert.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und durch "National Institutes of Health Grants" für C. E. Carr und für die Auditory Group der University of Maryland.

Bereich: Sinnesphysiologie, Neurobiologie

Originaltitel: Auditory responses in the barn owl’s nucleus laminaris to clicks: impulse response and signal analysis of neurophonic potential

Autoren: Hermann Wagner (1, 2)*, Sandra Brill (1), Richard Kempter (3, 4), Catherine E. Carr (2)

Institute: (1) Institut für Biologie II, RWTH Aachen, Mies-van-der-Rohe-Str. 15, 52056 Aachen, (2) Department of Biology, University of Maryland, College Park, Maryland, (3) Institut für theoretische Biologie, Humboldt-Universität, Berlin, (4) Bernstein-Zentrum für Computational Neuroscience, Berlin

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2009: 102, 1227-1240

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4211



Dokument 943Titel: Verabreichung von polymerisiertem Rinder-Hämoglobin vor und während Herzkranzgefäß-Verschluss verringert die Infarktgröße bei Kaninchen
Hintergrund: Das Verabreichen von Rinderblutfarbstoff (Hämoglobin-Präparat HBOC-200) bei Gefäßverschlüssen soll eine erhöhte Sauerstoffversorgung betroffener Gewebe bewirken. Beim Menschen ist es allerdings mit erhöhten Sterbe- und Herzinfarkt-Risiken assoziiert worden. Diese Kaninchen-Studie soll der Feststellung positiver Effekte durch HBOC-200-Verabreichung dienen.
Tiere: 33 Kaninchen (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die männlichen weißen Neuseeland-Kaninchen unbekannter Herkunft werden per Injektion in Narkose gelegt. Eine Temperatursonde wird in den Mastdarm und ein Plastikschlauch zur weiteren Narkose-Verabreichung in eine Ohrvene eingeführt. Die Luftröhre wird eröffnet und ein Tubus zur künstlichen Beatmung dort eingeführt. In eine Halsvene und zwei Beinarterien werden weitere Plastikschläuche für diverse Messungen und Verabreichungen eingebracht. Linksseitig wird der Brustkorb und dann der Herzbeutel eröffnet, um in den linken Vorhof einen Plastikschlauch zur Verabreichung von Markierungslösung einzuführen. Um eines der Herzkranzgefäße wird ein Seidenfaden gelegt, der durch Zuziehen einen 30 Minuten langen Blutgefäßverschluss erzeugt, so dass ein Teil des Herzens nicht mehr durchblutet wird.

Unterteilt in 4 Gruppen wird jeweils acht Tieren 25 Minuten vor und acht Tieren 10 Minuten nach dem Schließen des Gefäßes eine Lösung von Rinderblutfarbstoff (Hämoglobin, HBOC-200) verabreicht. Acht weitere Tiere erhalten dieselbe Menge Kochsalzlösung, und die letzten acht erhalten selbige, aber ohne einen Gefäßverschluss herbeizuführen. Nach Lösen des Gefäßverschlusses wird allen Kaninchen eine Farblösung in den Blutkreislauf injiziert, die den unterdurchbluteten Bereich anfärben soll. Dann wird das Gefäß erneut verschlossen und eine weitere Farblösung eingebracht. Mindestens ein Tier stirbt vorzeitig während des Versuchs. Alle anderen Kaninchen werden durch Verabreichung von Kaliumchloridlösung in eine Vene getötet. Die Herzen werden herausgeschnitten, gefroren und in Scheiben geschnitten, und die Färbungen der unterschiedlichen Bereiche ausgewertet. Während der Versuche werden jeweils wiederholt verschiedene Blutmesswerte, die den Hirnstoffwechel beurteilen sollen, gemessen.

Die Studie wurde komplett durch die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf finanziert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Chirurgie, Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Administration of bovine polymerised haemoglobin before and during coronary occlusion reduces infarct size in rabbits

Autoren: C. Rempf (1), T. Standl (2), K. Schenke (3), K. Chammas (4), A. Gottschalk (5, 7)*, M.-A. Burmeister (6)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, Lübeck, (2) Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin, Akademisches Lehrkrankenhaus Solingen, (3) Abteilung Kardiologie und Pneumologie, Allgemeines Krankenhaus Altona, Hamburg, (4) Pädiatrische Radiologie, Altonaer Kinderkrankenhaus, Hamburg, (5) Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Münster, (6) Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, (7) Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Knappschaftskrankenhaus Bochum Langendreer, Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum

Zeitschrift: British Journal of Anaesthesia 2009: 103 (4), 496-504

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4210



Dokument 944Titel: Gehirn-Stoffwechsel während tief unterkühltem Kreislaufstillstand im Vergleich zu moderat unterkühlter selektiver Gehirndurchblutung in einem Ferkel-Modell: ein Mikrodialyse-Versuch
Hintergrund: Untersuchung unterschiedlicher Unterkühlungsgrade, die bei der Herzchirurgie von Neugeborenen mit Herzfehlern eingesetzt werden, auf den Gehirnstoffwechsel.
Tiere: 16 Schweine (mehr als 16 Ferkel)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: 16 drei bis vier Wochen alte Deutsche Hausschwein-Ferkel nicht erwähnter Herkunft werden in Narkose versetzt. Mindestens ein nicht erwähntes "Spender-Schwein" wird zur Blutentnahme für im Versuch benötigte Blutkonserven herangezogen. Den narkotisierten Ferkeln wird ein lokales Anästhetikum zwischen den Augen unter die Haut gespritzt. Dann werden zwei Löcher durch die Schädeldecke gebohrt, durch die jeweils Plastikschläuche zum Einbringen und Entnehmen von Flüssigkeit im Gehirn und eine Sonde zum Messen des Schädeldrucks eingeführt werden. Danach wird den Tieren für verschiedene Messungen und Medikamentengaben jeweils ein Plastikschlauch über eine Beinarterie in die Hauptschlagader und über eine Halsvene in die obere Hohlvene geschoben. Nach Spaltung des Brustbeins und Entfernung der Thymusdrüse wird dann das Herz freigelegt und ein Bypass zwischen Hauptschlagader und rechtem Vorhof gelegt. Jeweils acht der Ferkel werden anschließend auf eine im Rachen gemessene Körpertemperatur von 18°C, die anderen acht auf 27°C abgekühlt. Es wird ein Herzstillstand herbeigeführt. Bei der 27°C-Gruppe wird am Herzen die Hauptkörperschlagader abgeklemmt, so dass nur noch das Gehirn durchblutet wird. Nach 90 Minuten werden diese Vorgänge schrittweise rückgängig gemacht. Während der Prozeduren werden verschiedene Parameter (Messwerte), die die Versorgung und Funktion des Gehirns beurteilen sollen, gemessen. Danach werden die Ferkel durch Überdosen von Narkosemitteln getötet und seziert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Chirurgie

Originaltitel: Cerebral metabolism during deep hypothermic circulatory arrest vs moderate hypothermic selective cerebral perfusion in a piglet model: a microdialysis study

Autoren: Erol Clavus (1)*, Grischa Hoffmann (2), Berthold Bein (1), Jens Scheewe (2), Patrick Meybohm (1), Jochen Renner (1), Jens Scholz (1), Andreas Boening (3)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel, Schwanenweg 21, 24105 Kiel, Deutschland, (2) Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, (3) Klinik für Herz- und Kreislaufchirurgie, Universitätsklinikum Giessen, Deutschland

Zeitschrift: Pediatric Anaesthesia 2009: 19, 770-778

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4209



Dokument 945Titel: Drei Arten von Schwingungsaktivität synchronisieren unterschiedlich die Entwicklung von neokortikalen Vernetzungen in vivo
Hintergrund: Durch Vergleich der sich entwickelnden Gehirnaktivitäten in den ersten sieben Lebenstagen von Ratten soll die zunehmende Vernetzung von Gehirnaktivitäten untersucht werden. Durch die Stimulierung der Schnurrhaare soll der Einfluss von Sinneswahrnehmungen auf diese Aktivitäten und deren Entwicklung dargestellt werden.
Tiere: 50 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Ratten nicht erwähnter Herkunft sind zwischen neugeboren und sieben Tage alt. Ihr Kopf wird in einer Apparatur fixiert, bei der Metallstäbe an die Schädelknochen zementiert werden. Als Betäubung wird Eiskühlung eingesetzt. Wenn die Rattenbabys Reaktionen zeigen, wird zusätzlich ein Betäubungsmittel (Urethan) in die Bauchhöhle injiziert, um eine leichte (!) Betäubung zu gewährleisten. Die Schädeldecke wird an einem bestimmten Punkt durchbohrt. Mehrere Elektroden werden durch das Loch eingeführt, die an verschiedenen Stellen des Gehirns dessen Aktivität messen sollen. Zunächst werden die spontanen elektrischen Schwingungen aufgezeichnet und statistisch ausgewertet. Dann werden die Schnurrhaare sowohl durch wiederholtes Berühren, als auch über eine Elektrode, die in der Haut nahe dem Schnurrhaaransatz eingebracht wird, stimuliert. Wieder werden die unterschiedlichen Aktivitäten im Gehirn gemessen. Es wird auch ein Lokalanästhetikum bei den Schnurrhaaren eingebracht und diese dann stimuliert, und die daraus folgenden Unterschiede der Gehirnaktivitäten festgestellt. Weiterhin wird eine Reihe von Substanzen, die unterschiedliche hemmende Wirkungen auf die Reizweiterleitung haben, auf die Gehirnoberfläche gegeben, und die jeweils noch stattfindende Aktivität festgestellt. Nach Ende dieser Experimente werden die Ratten getötet, um festzustellen, ob die Elektroden im Gehirn an der richtigen Position saßen.

Die Studie wurde unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Neurobiologie, Neurophysiologie, Neugeborenenkunde

Originaltitel: Three patterns of oscillatory activity differentially synchronize developing neocortical networks in vivo

Autoren: Jenq-Wei Yang, Ileana L. Hanganu-Opatz, Heiko J. Luhmann*

Institute: Institut für Physiologie und Pathophysiologie, Universität Mainz, Duesbergweg 6, D-55128 Mainz

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2009: 29 (28), 9011-9025

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4208



Dokument 946Titel: Hemmung von Bradykinin B2-Rezeptoren vor, nicht nach Beginn von experimenteller subarachnoidealer Blutung verhindert Gehirn-Ödembildung und verbessert funktionellen Ausgang
Hintergrund: Es wird verglichen, ob das Blockieren eines bestimmten Botenstoffs vor und nach dem Auslösen einer Gehirnblutung die damit einhergehende Gehirnschwellung verhindert oder vermindert.
Tiere: 28 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen von Charles River Laboratory, Sulzfeld. Nach 12-stündigem Futter-Entzug werden die Ratten in Narkose versetzt. Ihr Kopf wird in einem Gestell fixiert, und zwei 1-mm große Löcher werden links und rechts in die Schädeldecke gebohrt. Dort wird jeweils eine Sonde zur fortwährenden Messung der Blutfließgeschwindigkeit im Gehirn eingebracht. In die Schwanzarterie wird ein Katheter (Kunststoffschlauch) eingebracht, mit Hilfe dessen der Blutdruck gemessen, und durch den wiederholt Blut zur Messung verschiedener Werte entnommen wird. Außerdem wird ein weiteres Loch durch die Schädeldecke gebohrt, und dort ein Sensor zur Messung des Schädeldrucks eingebracht. Die so vorbereiteten Tiere werden in vier Gruppen aus jeweils sieben Tieren unterschiedlich behandelt: Spritzen zu verschiedenen Zeitpunkten von Wirkstoff-freier Lösung bzw. von einem Hemmstoff der Bradykinin-Rezeptoren (so dass sich dieser Botenstoff nicht an die Gehirnzellen binden, also keine Wirkung ausüben kann). Allen Tieren wird über eine Halsarterie ein Kunststoff-Faden bis in eine Gehirnarterie vorgeschoben. Bei drei der vier Gruppen wird damit diese Arterie durchstochen, um eine Blutung ins Gehirn auszulösen. Nach Ende dieser Prozedur und der Narkose werden die Sensoren entfernt. Die Tiere werden 24 Stunden lang auf Fehlfunktionen des Nervensystems (beeinträchtigte Koordination, Sinneswahrnehmung,…) hin beobachtet und mittels eines Punkteschemas eingestuft. Nach Ablauf der 24 Stunden werden sie wieder in Narkose versetzt, die Gehirne zu verschiedenen Untersuchungen bezüglich der Blutungsfolgen entnommen, und die Tiere getötet.

Bereich: Chirurgie, Neurochirurgie, Neurophysiologie

Originaltitel: Inhibition of bradykinin B2 receptors before, not after onset of experimental subarachnoid hemmorrhage prevents brain edema formation and improves functional outcome

Autoren: Serge C.Thal (1,3)*, Sonja Sporer (1), Robert Schmid-Elsaesser (2), Nikolaus Plesnila (1, 2), Stefan Zausinger (2)

Institute: (1) Institut für Chirurgische Forschung, Universitätsklinikum Großhadern, Marchioninistr. 15, 81366 München, (2) Neurochirurgische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Großhadern, München, (3) Klinik für Anästhesiologie, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2009: 37(7), 2228-2234

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4207



Dokument 947Titel: Leber-Rekrutierung der entzündlichen Gr1+ Monozyten-Untergruppe bei Leberschaden begünstigt Leberfibrose
Hintergrund: Die Beteiligung von bestimmten Entzündungszellen an der Entstehung gewisser akuter und chronischer Leberschäden wird untersucht.
Tiere: 104 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die sechs bis acht Wochen alten Mäuse stammen aus institutseigener Zucht. Es kommen normale (über viele Generationen auf bestimmte Eigenschaften hin selektierte), sowie genetisch veränderte Varianten zum Einsatz. Eine reizende Chemikalie (Tetrachlormethan), vermischt mit Mais-Öl, wird verschiedenen Gruppen von Mäusen in die Bauchhöhle gespritzt, um in der Leber eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes (Fibrose) zu provozieren. Bei den Mäusen der Gruppen, bei denen eine akute Leberfibrose ausgelöst werden soll, kommt es innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Injektion zu einer massiven Lebervergiftung und –entzündung. Um eine chronische Leberfibrose hervorzurufen, wird bei anderen Gruppen von Mäusen die Mischung aus Tetrachlormethan und Mais-Öl zweimal wöchentlich für sechs Wochen injiziert. Einem Teil der Mäuse wird außerdem eine weitere Substanz gespritzt, die jene Zellen (Monozyten), deren Beteiligung an der Fibrose-Bildung untersucht werden soll, unterdrückt. Den genetisch veränderten Mäusen fehlen außerdem jeweils ein oder zwei Anhaftungs-Moleküle auf diesen Zellen, die für ihren Einsatz gebraucht würden. Dafür wird den "natürlichen" Mäusen wiederum eine Lösung von Monozyten wiederholt injiziert, was sie quasi daran "übersättigt". Zur Einstufung des herbei geführten Leberschadens werden Blutproben genommen, um die Leberenzyme zu messen. Für die Untersuchungen zur Entwicklung der Fibrose in der Leber werden die Mäuse zu verschiedenen Zeitpunkten getötet, und die Menge und Verteilung verschiedenerer Entzündungs-Zellen sowie ihre Produktion bestimmter Moleküle werden gemessen.

Die Arbeit wurde unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Interdisziplinären Zentrum für klinische Forschung (IZKF, früher Biomat) Aachen.

Bereich: Leberforschung, Entzündungsforschung

Originaltitel: Hepatic recruitment of the inflammatory Gr1+ monocyte subset upon liver injury promotes hepatic fibrosis

Autoren: Karlin Raja Karlmark (1), Ralf Weiskichen (2), Henning W. Zimmermann (1), Nikolaus Gassler (3), Florent Ginhoux (5), Christian Weber (4), Miriam Merad (5), Tom Luedde (1), Christian Trautwein (1), Frank Tacke (1)*

Institute: (1) Medizinische Klinik III, RWTH Universitätsklinikum Aachen, Pauwelstraße 30, 52074 Aachen, (2) Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, RWTH Universitätsklinikum Aachen, (3) Institut für Pathologie RWTH Universitätsklinikum Aachen (4) Institut für Molekulare Herz-Kreislaufforschung des RWTH Universitätsklinikum Aachen, (5) Department of Gene and Cell Medicine, Mount Sinai School of Medicine, New York, USA

Zeitschrift: Hepatology 2009: 50(1), 261-274

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4206



Dokument 948Titel: In vivo optische Abbildung zellulärer Entzündungsreaktion bei Granulom-Bildung unter Verwendung von Fluorenzenz-markierten Makrophagen
Hintergrund: Es wird untersucht, ob Fluoreszenz-Tomographie dafür geeignet ist, Entzündungsreaktionen des Körpers darzustellen.
Tiere: 45 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Zunächst werden in einer nicht beschriebener Vorgehensweise Mäusen Knochenmarks-Stammzellen entnommen und daraus in vitro Makrophagen (eine an Entzündungsreaktionen beteiligte Zellart) gezüchtet. In der beschriebenen Studie werden diese dann mit der Lösung einer fluoreszierenden (Licht aussendenden) Chemikalie zusammengebracht. Diese heftet sich an die Zellen an und macht die Zellen so in dafür entwickelten Geräten, die diese Fluoreszenz auffangen, sichtbar. Diese Makrophagen werden in verschiedenen Versuchsreihen Mäusen nicht erwähnter Herkunft in die Blutbahn injiziert. Außerdem wird den Mäusen ein Polyacrylamid (Kunststoff)-Gel-Pelett in die Flankenregion gespritzt. Bei einem Teil der Mäuse wird dieses Gel mit Bakterienbestandteilen versetzt, um eine Entzündungsreaktion auszulösen.

Die Mäuse werden sieben Tage lang einmal täglich in Narkose gelegt und in zwei verschiedene Geräte verbracht, die die Fluoreszenz der Makrophagen darstellen und so deren Verbleib im Körper der Mäuse sichtbar machen. Schließlich werden die Mäuse getötet, um das injizierte Gel zu entnehmen und auf die Anzahl der darin befindlichen Makrophagen zu untersuchen. In einer Versuchsreihe werden Mäusegruppen unterschiedliche Konzentrationen von Makrophagen-Lösung gespritzt, um die entsprechende Fluoreszenz mit der im Gel gefundenen Makrophagen-Anzahl zu vergleichen. Bei wieder anderen Mäusegruppen wird die Intensität der Fluoreszenz mit dem Vorhandensein von verschiedenen Oberflächen-Molekülen auf den Makrophagen verglichen.

Die Arbeit wurde unterstützt vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem European Diagnostic Molecular Imaging Network.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Immunologie

Originaltitel: In vivo optical imaging of cellular inflammatory response in granuloma formation using fluorescence-labeled macrophages

Autoren: Michael Eisenblätter (1), Jan Ehrchen (2-4), Georg Varga (2), Cord Sunderkötter (3,4), Walter Heindel (1), Johannes Roth (2,3), Christoph Bremer (1,3), Alexander Wall (1)*

Institute: (1) Institut für klinische Radiologie, Universitätsklinikum Münster, Albert-Schweizer-Straße 33, 48129 Münster, (2) Institut für Immunologie, Universitätsklinikum Münster (3) Interdisziplinäres Zentrum für klinische Forschung (IZKF), Universitätsklinikum Münster, (4) Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster

Zeitschrift: The Journal of Nuclear Medicine 2009: 50 (10), 1676-1682

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4205



Dokument 949Titel: Funktionelle Auswirkung des Rhabdosphinkter-Asts des Nervus pelvicus auf die membranöse Harnröhre im Vergleich zu dem des Nervus pudendus bei männlichen Kaninchen
Hintergrund: Die Versuchsreihe soll bestätigen, dass nicht nur, wie bereits bekannt, die Schamnerven für das Zusammenziehen der Harnröhren-Muskulatur verantwortlich sind, sondern auch die Rhabdosphinkter-äste der Beckennerven.
Tiere: 6 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen-Kreuzungen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die 6 männlichen Chinchilla-Kaninchen-Kreuzungen im Alter von 3-3,5 Monaten aus der Versuchstierzucht Harlan-Winkelmann Ltd., Borchen, werden in Narkose gelegt. Die Luftröhre wird eröffnet, so dass zur künstlichen Beatmung ein Schlauch eingeführt werden kann. Ein Schlauch mit einem System zur Messung des Druckes wird von außen in die Harnröhre eingeführt; ein weiterer Schlauch durch die Bauchdecke in die Blase, um durch Zuführung von Kochsalzlösung deren konstante Füllung sicher zu stellen. An der hinteren Bauchunterseite werden links und rechts je ein 3,5-4 cm langer Schnitt angelegt und darunter die Schamnerven frei präpariert, um eine Elektrode an sie anlegen zu können. Der Bauch wird auch mittig eröffnet, um die nahe der Prostata liegenden äste der Beckennerven, die zu einem bestimmten Blasenschließmuskel (Rhabdosphinkter) führen, frei zu legen und auch hier Elektroden an zu bringen. Diese verschiedenen Nerven werden über die Elektroden in einer von 4 verschiedenen Frequenzen immer wieder jeweils 15 Sekunden lang mit 5-minütigen Pausen durch elektrischen Strom stimuliert. Der sich dadurch verändernde Druck in der Harnröhre wird über den dort liegenden Katheter registriert. Dann werden die Nerven jeweils unterhalb der Elektrode durchgeschnitten, und die Stimulierungen wiederholt. Danach werden die Tiere getötet und der Harnleiter seziert, um die angenommene Lage des dort verweilenden Katheters zu bestätigen.

Bereich: Urologie

Originaltitel: Functional impact of the rhabdosphincter branch oft the pelvic nerve on the membraneous urethra in comparison to that oft the pudendal nerve in male rabbits

Autoren: Christof van der Horst (1)*, Moritz F. Hamann (1), Johann P. Kuhtz-Buschbeck (2), Sascha Kaufmann (1), Klaus P. Jünemann (1), Carsten M. Naumann (1)

Institute: (1) Klinik für Urologie und Kinderurologie, Universitäts-Klinik Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Arnold-Heller-Str. 5, 24105 Kiel, (2) Physiologisches Institut, Christian-Albrechts-Universität, Kiel

Zeitschrift: Urologia Internationalis 2009: 83, 80-85

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4204



Dokument 950Titel: Schützende Rolle von Komplement C5a bei einem experimentellen Modell der Blutvergiftung mit Staphylococcus aureus
Hintergrund: Rolle eines Faktors der Immunabwehr bei einer Infektion mit Eiterbakterien.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Mäuse verschiedener Stämme werden vom Versuchstierzüchter Harlan-Winkelmann, Borchen, bezogen. Gentechnisch veränderte Mäuse, denen das Gen für einen bestimmten, für die Immunabwehr wichtigen Blutfaktor fehlt, stammen aus der Versuchstierzucht Jackson Laboratory, Bar Harbor, Maine, USA. Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg genehmigt, das für das in Braunschweig ansässige Helmholtz-Institut zuständig ist.

Die Mäuse werden mit dem Eitererreger Staphylococcus aureus infiziert, indem die Bakterien in die Schwanzvene injiziert werden. Die Tiere mancher Zuchtlinie sterben zu 100% innerhalb von 1-3 Tagen nach der Injektion. Andere Zuchtlinien sind weniger empfänglich, d.h. die Mäuse überleben die Infektion größtenteils. Diese Tiere werden durch CO2-Erstickung getötet, um die Anzahl der Bakterien in den Nieren zu bestimmen. Einige Gruppen von Mäusen erhalten 30 Minuten vor der Injektion mit den Eitererregern eine Injektion eines Blutproteinfaktors (Komplement C5a), der bei der Immunabwehr eine Rolle spielt. Das Protein stammt aus dem Blut anderer Mäuse. Ein Teil der Mäuse erhält diesen Faktor. Bei anderen wird er zuvor durch Erhitzung inaktiviert. Mäuse mit dem inaktivierten Faktor sterben schneller (2-3 Tage) als die, die das aktive Protein bekommen haben (bis zu 7 Tage). In einem weiteren Experiment wird den Mäusen vor der Infektion das Blutprotein Komplement C5a gespritzt. Überlebende Mäuse werden nach 24 Stunden durch Ersticken getötet.

Bereich: Entzündungsforschung, Immunologie

Originaltitel: Protective role of complement C5a in an experimental model of Staphylococcus aureus bacteremia

Autoren: Maren von Köckritz-Blickwede (1), Stephanie Konrad (2), Simon Foster (3), J. Engelbert Gessner (2), Eva Medina (1)*

Institute: (1) Forschungsgruppe Infektionsimmunologie, Helmholtz-Institut für Infektionsforschung, Inhoffenstr. 7, 38124 Braunschweig, (2) Klinik für Immunologie und Rheumatologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (3) Department of Molecular Biology and Biotechnology, University of Sheffield, Western Bank, Sheffield, Großbritannien

Zeitschrift: Journal of Innate Immunity 2010: 2, 87-92

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4203



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